Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#26

Beitrag von Feldbahn-Freak » Fr 22. Mär 2019, 11:43

Hallo Henner,

aus Deinen und den anderen Antworten habe ich mitgenommen, dass es eine gute Idee ist, noch etwas nachzudenken. Also ein letzter Gedanke zu den möglichen Antrieben und dann geht es ans Grübeln.

Bild

Joachim


md95129
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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#27

Beitrag von md95129 » Sa 23. Mär 2019, 16:52

Joachim,
Deine letzte Studie gefaellt mir ganz gut. Kompakt und wahrscheinlich recht leise.
Regards
Henner, Donkey Doktor der EDH Lumber

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#28

Beitrag von Feldbahn-Freak » Di 26. Mär 2019, 17:16

md95129 hat geschrieben:
Sa 23. Mär 2019, 16:52
Joachim,
Deine letzte Studie gefaellt mir ganz gut. Kompakt und wahrscheinlich recht leise.
Regards
Hallo Henner,

Prima, denn diese Version ist bei mir auch vorn auf der Liste. Die Umsetzung ist aber vermutlich nicht ganz simpel. Dazu aber später mehr.

Joachim

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#29

Beitrag von Waldbart » Sa 30. Mär 2019, 13:37

Hallo Joachim!

Ich bewunderte immer wieder, wie man in dieser Baugröße Modelle mit "unsichtbarem Antrieb" bauen kann. Dein neuester Entwurf ist ein sehr schönes Beispiel dafür.
Faszinierend!

Ich ziehe meinen Hut,
Tobias, der Waldbart.
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Saisonabschluß 2018: Rübenbahnverkehr zum Ende der Saison '18
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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#30

Beitrag von hanulleff » Sa 30. Mär 2019, 18:11

Moin Joachim!

das ist mal wieder ein vielversprechender Anfang. Ich bin gespannt auf die nächsten Schritte.
Die letzte Variante ist für meinen Geschmack auch die Beste. Interessanter Weise spiele ich mit dem Gedanken, etwas ähnliches, aber meinen Fähigkeiten entsprechend einfacheres, zu basteln: Deine Shapeways-Zwillinge mit dem Fahrgestell von der Miniclub 8800 zu verheiraten. Vorteil: der Originalmotor steht senkrecht mit einer Schnecke auf dem Fahrgestell. Mit einer weiteren Schnecke-zu-Ritzel-Übersetzung könnte man einen Ersatzmotor (Faulhaber/Maxon) waagerecht in den Kessel bauen. Voraussetzung: die Shapeways-Loks müssten "ausgehöhlt" werden. Nachteil: die 8800-Räder haben eigentlich einen zu kleinen Durchmesser. Und das Gewicht dürfte eigentlich zu gering sein.

Dein Projekt ist natürlich mit so einer Bastelei nicht zu vergleichen! Ich bleibe da am Ball.
Frohes Fräsen, Bohren und Kleben,
Reiner

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#31

Beitrag von Feldbahn-Freak » Mo 1. Apr 2019, 06:02

Waldbart hat geschrieben:
Sa 30. Mär 2019, 13:37
Ich bewunderte immer wieder, wie man in dieser Baugröße Modelle mit "unsichtbarem Antrieb" bauen kann.

Moin Tobias,
Noch ist ja nichts auf der Werkbank - nichts als alles nur Überlegungen ......

hanulleff hat geschrieben:
Sa 30. Mär 2019, 18:11
...... Deine Shapeways-Zwillinge mit dem Fahrgestell von der Miniclub 8800 zu verheiraten. Vorteil: der Originalmotor steht senkrecht mit einer Schnecke auf dem Fahrgestell. Mit einer weiteren Schnecke-zu-Ritzel-Übersetzung könnte man einen Ersatzmotor (Faulhaber/Maxon) waagerecht in den Kessel bauen. Voraussetzung: die Shapeways-Loks müssten "ausgehöhlt" werden
Reiner

Moin Reiner,

wenn Dein Projekt weit genug fortgeschritten sein wird, und Du kannst mit genau sagen, wie die beiden "Mützen" für den Zwilling angepasst werde müssen - kei Problem - ich bin da flexilbel. Für die Spur Null Freunde habe ich die gewünschte Anpassung an die konkreten Vorstellungen eines Modellbauers am Zwilling schon vorgenommen. Auf jeden Fall haben wir uns da beide nichts einfaches ausgesucht -

Viel Spass beim Grübeln und Werkeln

Joachim

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Das Fahrwerk 1. Versuch

#32

Beitrag von Feldbahn-Freak » Sa 6. Apr 2019, 17:34

Hallo miteinander,

die Version mit den beiden Schneckenstufen habe ich mal genauer ins Visier genommen. Ich will es einfach mal versuchen, diese Art von Fahrwerk habe ich bisher noch nicht gebaut. Eine Zeichnung sagt mehr als 1000 Worte:

Bild

So könnte das Fahrwerk aussehen. Das grüne Formteil nimmt die Kugellager für die beiden mit Schneckenrad versehenen Achsen auf. Das Formteil muß noch so verändert werden, dass der Aufwand beim Fräsen nicht zu groß wird. Die Zeichnung dient also mehr zu Anschauungszwecken. Eine Schraubverbindung stellt die Verbindung zum zweiten, hier nicht dargestellten Teil des Fahrwerkes nach unten her. Dieser zweite Teil enthält die drei angetriebenen Achsen mit einer Kippachse. Besonders vorteilhaft ist es, dass die Zahnräder (Stirnräder) in nur einer Ebene liegen. Wir erinnern uns: NEM310, Maß B, wir haben nur 5,25 bis 5,5 mm Platz zwischen den inneren Radscheiben für das Fahrwerk !

Immer Spass am Hobby wünscht
Joachim

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Kurzer Bericht zum Zwischenstand

#33

Beitrag von Feldbahn-Freak » Mi 19. Jun 2019, 10:29

Hallo miteinander,

ein paar Bilder zum Zwischenstand. Eigentlich ist kein Werkstattwetter, deshalb geht es auch so langsam voran. Ich habe das Teilgetriebe in einer Version mit den 2 Schnecken mal in der Fräse hergestellt.

Bild

Bild

Bild

Bild

Ganz kurzes Fazit:

positiv: klein, kompakt, leise
negativ: sehr hoher Fräsaufwand durch mehrfaches Umspannen, Montageprobleme bei der achsialen Lage der Zahnräder, Probleme mit dem Radialspiel der Kugellager aus dem Billigpreissegment und einiges mehr.

Genug Grund, um nochmal nachzudenken.

So das soll es gewesen sein. Weiter geht im Herbst.

Joachim
Zuletzt geändert von Feldbahn-Freak am Mo 24. Jun 2019, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#34

Beitrag von md95129 » So 23. Jun 2019, 05:02

Joachim,
schade, dass Du mit der Loesung nicht ganz zufrieden bist. Aber wie wir Dich kennen, kommst Du demnaechst auf eine geniale Idee! Ich habe uebrigens meine Werkstatt im Sommer nach draussen verlegt. Dadurch ist immer Werkstattwetter.
Regards
Henner, Donkey Doktor der EDH Lumber

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Version 2 des Getriebes

#35

Beitrag von Feldbahn-Freak » Fr 13. Sep 2019, 09:59

Hallo Miteinander,

das Wetter dreht allmählich wieder auf Bastelzeit. Wie ich im letzten Artikel geschrieben hatte, war ich mit der 2-Schneckenvariante ein wenig unzufrieden. Ich verschiebe diese Lösung kurzerhand auf ein späteres Projekt, vielleicht komme ich dann mit den jetzt gewonnenen Erkenntnissen weiter.

Hier ist nun der Entwurf für die mehrfach erprobte "klassische" Variante. Der Schnitt zeigt den im Kessel liegenden 12 Volt Motor mit 2 Achsen und einer kleinen Schwungmasse (Henner möge es mir nachsehen ;-) ). Weiterhin ist die schon erwähnte Ausführung in nur einer Zahnradebene zu sehen, was den Platzverhältnissen bei Spurweite H0f sehr entgegenkommt. Eine 2. Ebene befindet sich im Inneren des Stehkessels in Fahrtrichtung rechts. Die Untersetzung beträgt ca. 1:70.

Bild

Im 2. Bild sind die beiden Zahnräder "der 2. Ebene" zu sehen.

Bild

Nun kann es an die Beschaffung der M0,2 Zahnräder und Schnecken gehen und los geht es.

Allen Spass am Hobby wünscht
Joachim

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#36

Beitrag von GMWE » Fr 13. Sep 2019, 13:25

Hallo Joachim,

ein wenig bin ich enttäuscht, weil Du bei diesem Fahrwerk nicht als Vorreiter für ein "neues" Antriebsmodell
die Szene aufmischst und wir von deinen Erfahrungen profitieren können. :) Nun also klassisch! Auch gut.
Bei Modul 0,2 bekomme ich leichte Bauchschmerzen, wenn ich an die Einhaltung der errechneten Achsabstände
denke. Da ist der Bau ohne (CNC)-Fräse für mich nicht mehr machbar.
Frage: Bei der Montage der Kuppelstangen ist das Spiel zwischen den 5 Stirnzahnrädern stets ein Problem.
Löst Du das nur über größere Lager in den Kuppelstangen oder ist dir da etwas besseres eingefallen?

Gruß, Peter

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#37

Beitrag von Feldbahn-Freak » Sa 14. Sep 2019, 05:26

GMWE hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 13:25
ein wenig bin ich enttäuscht, weil Du bei diesem Fahrwerk nicht als Vorreiter für ein "neues" Antriebsmodell
die Szene aufmischst und wir von deinen Erfahrungen profitieren können. :)
Nein, nein, diese Ehre als Vorreiter gebührt mir nicht. Ein solches Fahrwerk ist schon mal von einem englischen Modellbauer erfolgreich in der Spurweite H0f entstanden. Er hat allerdings die Lager an die Enden der Achsen verbaut, so ist der Eingriff zwischen Schnecke und Schneckenrad immer gewährleistet ist.
GMWE hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 13:25
Bei Modul 0,2 bekomme ich leichte Bauchschmerzen, wenn ich an die Einhaltung der errechneten Achsabstände
denke. Da ist der Bau ohne (CNC)-Fräse für mich nicht mehr machbar.
Ja, gut, einige 1/100 mm Abweichung genügen und es klemmt oder der Eingriff ist nicht mehr vorhanden. Ich habe aber solche Getriebe auch schon ohne die Hilfe der Ätztechnik oder der CNC-Technik gebaut. Hier hilf ein Zirkel, Dessen präzise Einstellung für das Anreissen ist Pflicht.
GMWE hat geschrieben:
Fr 13. Sep 2019, 13:25
Frage: Bei der Montage der Kuppelstangen ist das Spiel zwischen den 5 Stirnzahnrädern stets ein Problem.
Löst Du das nur über größere Lager in den Kuppelstangen oder ist dir da etwas besseres eingefallen?

Gruß, Peter
Bei meinem Modell laufen die Kuppelstangen ohne die Funktion der Kraftübertragung locker mit.

Immer Spass am Hobby wünscht
Joachim

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Universalantrieb für H0f Feldbahn-Dampflokomotiven

#38

Beitrag von Feldbahn-Freak » Di 8. Okt 2019, 18:56

Hallo einen schönen guten Abend in die Runde,

nicht nur bei diesem Projekt hat mich der Gedanke umgetrieben, immer wieder ähnliche Antriebe für verschiedenen Modelle von Dampflokomotiven H0f zu bauen. Am besten einen, den man im großen und ganzen immer wieder so oder so ähnlich einsetzen kann. Einige Ideen hatte ich schon zuvor hier geäußert.

- klein
- leise
- kompakt im Stehkessel untergebracht
- hohe Untersetzung
- im Bereich der Radantrieb soll dann nur noch eine Kraftübertragung ohne Untersetzung möglich sein, damit man hier mit nur einer Zahnradebene auskommt, was bei den Platzverhältnissen von Vorteil ist.

Meine ersten Versuche mit einem Doppel-Schneckengetriebe waren, positiv ausgedrückt unter der Rubrik "Erfahrungsgewinn" eigentlich ein Reinfall. Ich habe also nochmal ganz neu angesetzt und habe nun das gewünschte Teil fertig.

Bild

Auf der Aufnahme oben ist links der Rohling mit seinen beiden Bohrungen zur Aufnahme der bestückten Achsen zu sehen. Wer ganz genau hinschaut kann im Rohling den Anschlag für das Kugellager als kleine Kante in der Bohrung sehen. Rechts ist ein fertiges und funktionstüchtiges Getriebe abgebildet. Im vordergrung sind die beiden bestückten Achsen angeordnet. Die Längere der Beiden wird in senkrechter Lage eingebaut. An den Achsenden befinden sich die Kugellager. Die Zahnräder sind mit einem Bund versehen, dazu aber später.

Bild


Die Aufnahme oben zeigt das Ganze aus einer anderen Perspektive.

Nun ein Video, welches das Getriebe bei der Arbeit zeigt. Der Drehzahlbereich wird einmel vollständig durchlaufen. Das Getriebe liegt auf der Tischplatte, die wie ein Resonanzkörper wirkt. In Wahrheit ist das Teil sehr leise.



Was habe ich anders gemacht, damit es klappt:

Die achsiale Lage der Zahnräder und Kugellager wurde durch exaktes Aufrdücken und durch kleine Anschläge auf den Achsen und in den Bohrungen des Gegriebeghäuses fixiert.
Die Lage der Kugellager befindet sich jeweils am Achsende
Alle Zahnräder wurden innen ausdegreht und mit einem Bund versehen. Der Rundlauf ist nun verbessert. Im Bild unten ist ein M0,2 Modul Schneckenrad mit einer 1mm Bohrung und 12 Zähnen in der Drehbank zu sehen. Die Bohrung wird vergrößert und mit einem Bund versehen. Dieser wird dann gut zentriert aufgebohrt.

Bild

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#39

Beitrag von GMWE » Di 8. Okt 2019, 20:13

Hallo Joachim,

klasse Bericht, herrliche Bilder. Modellbau vom Feinsten.

Zur Befestigung der Kugellager noch eine Frage: Du hast zwar jetzt Anschläge
für die achsiale Aufnahme der Kugellager gedreht, wie aber sitzen sie im Gehäuse
bzw. auf der Welle? Gepreßt o. geleimt, arbeitest Du da auch mit Wärme?
Ich beginne gerade auch ein neues Projekt, deshalb meine Neugier!

Gruß, Peter

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Kugellager/Zahnräder fixieren

#40

Beitrag von Feldbahn-Freak » Do 10. Okt 2019, 08:33

GMWE hat geschrieben:
Di 8. Okt 2019, 20:13
Hallo Joachim,

Zur Befestigung der Kugellager noch eine Frage: Du hast zwar jetzt Anschläge
für die achsiale Aufnahme der Kugellager gedreht, wie aber sitzen sie im Gehäuse
bzw. auf der Welle? Gepreßt o. geleimt, arbeitest Du da auch mit Wärme?

Gruß, Peter
Hallo Peter,

wie immer: Du stellst die richtigen Fragen!

Wärme:

Da die Teile sehr klein sind und über keine nennenswerte Wärmekapazität verfügen, ist es schwierig eine Themperaturdifferenz für die Dauer der Montage aufrecht zu erhalten. Ich habe es deshalb abgewählt

Gepresst:

Das ist die von mir bevorzugte Methode.
- Achse und Tasche im Gehäuse so genau wie möglich herstellen.
- Mit einer sehr feinen Feile (Echappementfeile Fa. Dick) wird die Achse auf der laufenden Drehbank auf das entgültige Maß gebracht.
- Mit einen kleinen Abzieher wird nun montiert. Um die Bauteile Zahnrad und Kugellager zu schonen wird nur am Bund des Zahnrades bzw. am Innenring des Kugellagers gedrückt. Hierfür kann man sich passende Drehkörper herstellen. Am Achsende wird mit einer Spitze in Rotationszentrum der Achse gedrückt (Körnung aus der mitlaufenden Spitze). Wenn alles gut vorbereitet ist, dann ist hierfür nur ein ganz geringer Kraftaufwand nötig. Ein Fixieren mit Klebstoff ist hier trotzdem nicht notwendig.

Kleben:

Für das Fixieren der Kugellager in den Taschen des Getriebegehäuses mit Klebstoff (Loctide 648) habe ich kleine Bohrungen im Fahrwerksgehäuse vorgesehen. Geklebt wird nur nach "trockener" Montage und Funktionsprüfung. Die Bohrungen enden an der Außenfläche des Kugellager-Außenrings, so kann das versehentliche Verkleben der Kugellager vermieden werden. Der Klebstoff wird mit einem Stahldraht dank des Kapillareffekts zwischen Gehäuse und Kugellager fließen.


Ich hoffe, ich konnte alles so erklären, dass es verständlich ist. Natürlich sind das nur meine Erfahrungen, vielleicht gibt es hier auch noch ganz andere nützliche Hinweise.

Allen immer Spass am Hobby wünscht
Joachim


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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#41

Beitrag von md95129 » Sa 12. Okt 2019, 17:19

Tolle Tips wie immer! Besonders gefaellt mir die Idee mit der Bohrung fuer Loctite.
Regards aus dem noch immer warmen CA (deshalb Werkstatt noch auf der Terasse)
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Die Lokräder mit den isolierten Radreifen enstehen

#42

Beitrag von Feldbahn-Freak » Sa 2. Nov 2019, 19:26

Einen guten Abend in die Runde,

ich habe mich mit der Herstellung der Räder beschäftigt. Die besten Erfahrungen habe ich immer mit Rädern, deren Radreifen isoliert von der Nabe sind, gemacht. Dann spart man sich die aufwändige Isolierung zwischen Nabe und Steuerungsteilen.

Schritt 1:

ein handelsübliches Rad im passenden Durchmesser wird innen auf genau 5 mm ausgedreht.

Schritt 2:

Die Nabe ist ein Drehkörper, er hat 3 verschiedene Durchmesser. Innen ein spannbarer Bund 3,6 mm
In der Mitte die Nabe mit 4,6 mm, es bleibt ein Isolierspalt von 0,4mm zwischen Nabe und Radreifen
Aussen eine dünne Kreischeibe. Sie schützt die Isolierschicht beim Einpressen gegen Beschädigung. Sie wird später abgedreht.

Schritt 3:

2 K-Klebstoff wird auf die Nabe aufgebracht

Schritt 4:

Die Nabe wird auf 5,02 mm abgedreht, damit sie sich gut in den Radreifen einpressen lässt.

Schritt 5:

Der Bund innen wird abgedreht (Höhe 0,4 mm)

Schritt 6:

Aussen wird die Bohrung für den Kupplungszapfen und die beiden Nabenaussparungen gefräst.

Fertig.

Die beiden Bilder machen meine Erklärung verständlicher.

Bild

Bild


Immer Spass am Hobby wünscht

Joachim


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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#43

Beitrag von md95129 » Mo 4. Nov 2019, 05:16

Haelt das Epoxy so gut, dass es sich beim Einpressen nicht abschabt?
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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#44

Beitrag von GMWE » Mo 4. Nov 2019, 09:17

Solche Arbeiten stellen auch immer höchste Ansprüche an das Drehwerkzeug. Ich mußte bei vielen
ähnlichen Versuchen feststellen, daß meine damals im Baumarkt erworbene "Einhell" dafür absolut
ungeeignet ist.
Schade, denn die Isolierung Radreifen/Nabe ist wohl die idealste Form der Trennung elektrischer
Potentiale an Triebfahrzeugen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und einen absoluten Rundlauf deiner Achsen!

Gruß, Peter


volkerS
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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#45

Beitrag von volkerS » Mo 4. Nov 2019, 14:04

Hallo Joachim,
dein Isolierspalt ist 0,2mm, wenn der Innenkörper 4,6mm Durchmesser hat.
Ich kenne diese Methode etwas abgewandelt. Die Kreisscheibe passt saugend außen in den Radreifen. Radreifen und Innenteil kommen, auf einem Stück Alufolie liegend, auf die Herdplatte und werden auf 60° erhitzt. Dann von der Rückseite Epoxi-Harz auf den Isolierspalt geben. Fließt wie Wasser in den Spalt. Restliche Bearbeitung wie von dir beschrieben.
So wurden früher oft Räder bestehend aus Edelstahlradreifen mit den Speichen an H0-Dampfloks hergestellt.
Volker

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#46

Beitrag von Feldbahn-Freak » Di 5. Nov 2019, 17:02

md95129 hat geschrieben:
Mo 4. Nov 2019, 05:16
Haelt das Epoxy so gut, dass es sich beim Einpressen nicht abschabt?
Hallo Henner,

die Probleme mit der Beschädigung der Epoxy-Schicht hatte ich bei meinem Versuchen immer nur an der Kante, diese ist aber nun durch die Messingnabe geschützt. So bin ich eigentlich ganz zufrieden. Ich muss noch anmerken, dass die Kraft, mit der gepresst wird recht gering ist, es sind halt nur Räder mit einem Durchmesser von 6.2 mm.
GMWE hat geschrieben: Solche Arbeiten stellen auch immer höchste Ansprüche an das Drehwerkzeug.

Ja, Peter, da gebe ich Dir Recht. Bislang hatte ich Versuche mit einer Proxxon PD230, dabei hatte ich immer etwas auszusetzen, an der Qualität der Radsätze, auch wenn ich mir ganz große Mühe gegeben habe. Für die großen Spuren war diese aber ausreichend.
volkerS hat geschrieben: ... Fließt wie Wasser in den Spalt ....
das ist ein interessanter Hinweis. Nun kenne ich schon 3 Möglichkeiten solche Räder herzustellen:

1. die von mir beschrieben
2. den Spalt mit Loctide füllen
3. die von Dir beschrieben.

Bei allen Versionen geht es um einen Spalt, der das Isoliermaterial aufnimmt wobei der Rundlauf des Radreifens gut sein soll. Bei Deiner Version mit der Wärme spielt das Material, dass bei einer hohen Temperatur gut fließt eine Rolle. Welches würdest Du verwenden ?


Immer Spass am Hobby wünscht

Joachim


volkerS
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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#47

Beitrag von volkerS » Mi 6. Nov 2019, 11:25

Hallo Joachim,
funktioniert mit allen 2-Komponentenklebern von Uhu aber auch mit Epoxy HT2 und zugehörigem Härter. Bei den Klebern von Uhu solltest du beachten, dass die 5min-Variante nur 1min Topfzeit hat. Den verwende ich nur in Verbindung mit einem Heißluftgebläse. Ich verwende meist 300endfest. Bei 60°C reduziert sich die Aushärtung drastisch auf ca. 1Std..
Bei Loctide geht 638 sehr gut, kann Spalte bis 0,25mm überbrücken.
Volker

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Re: Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#48

Beitrag von Feldbahn-Freak » Do 7. Nov 2019, 09:17

volkerS hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 11:25

Bei Loctide geht 638 sehr gut, kann Spalte bis 0,25mm überbrücken.
Volker
Hallo Volker,

danke, für Deine nützlichen Informationen. Mit der spaltfüllenden Variante des Loctide habe ich auch schon erfolgreich gearbeitet. Mit einen sehr dünnen Draht habe ich versucht, den Klebstoff bis auf den Grund des 0,2-mm-Spaltes zu bringen, damit man nach dem Abdrehen nicht noch einmal mit Klebstoff nachbessern muß.
Zu den anderen von Dir genannten Klebstoffen, eigentlich schade, dass die Hersteller in Ihren Datenblättern keine Angaben zur Viskosität in Abhängigkeit von der Temperatur (innerhalb der Tropfzeit) machen.

Immer Spass am Hobby wünscht
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Zwergendampf auf BUSCH-Gleisen

#49

Beitrag von Feldbahn-Freak » Do 14. Nov 2019, 14:52

Ein Hallo in die Runde,

Für alle, die sich für den Fahrzeugbau interessieren, habe ich den Stand beim Bau meiner CC in 2 Bildern festgehalten.

Im Bild unten zu sehen ist ein Getriebe, dass den freien Blick unter dem Kessel gestattet. Die 2 gefrästen Außenteile nehmen die Bronzelager für die Antriebsachsen auf. Im Bild sind die Lagersteine, die eine Bewegung der Radachsen in vertikaler Richtung zum Gleis gestatten, zu sehen. Diese kleine Beweglichkeit ist wichtig, damit das Fahrzeug immer "auf 4 Beinen" steht. Die mittlere Achse spielt hier keine Rolle, die läuft nur "zur Show" mit. Ein kleiner Bund an den Lagersteinen innen stellt das Achsialspiel ein. Die Einpresslager aus Bronze für die Achsen an den Zahnrädern zwischen den Radachsen stammen aus der Uhrenindustrie. Die aufwändige geschraubte Version hat auch einige Vorteile, wenn mal etwas nicht so läuft, wie geplant - dann kann man zerlegen und nachbessern ..... die Praktiker wissen, was ich meine!

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Das 2. Bild gibt es eine Übersicht über den Stand der Arbeiten an diesem Modell. Im Hintergrund sind die beiden Fahrwerke zu sehen. Rechts hinten sind die Kessel mit den Aufnahmebohrungen für die Dome und den Schlot abgebildet. Im Vordergrund sind die Done, die Schlote und die noch nicht von Rohling getennten Außenteile für das zweite Getriebe angeordnet.

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Beim Betrachten der Bilder wird klar, da gibt es noch eine Menge zu tun.


In diesen Sinne wünsche ich allen immer Spass am Hobby

Joachim

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