Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Bereich für Umfragen zu Modellbahn- und Eisenbahn-Themen.

Habt ihr Mlitär auf der Moba?

Nein
318
50%
Ja
314
50%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 632


Meickel
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#251

Beitrag von Meickel »

Hallo zusammen,
hier wird wieder so schön gestritten, da will ich auch mal was zu beitragen,
also mit Militär auf einer Modellbahnlage hab ich eigentlich kein Problem.

Aber kann ich heutzutage in Zeiten der nahenden Klimakatastrophe noch guten Gewissens eine Dampf, oder Diesellokomotive
auf meiner Anlage einsetzen oder wohl möglich noch einen rauchenden Fabrikschornstein aufbauen ?

Muss ich mehr Radwege auf meiner Modellbahn einrichten ?

Sollte ich vielleicht auch all die PKW und LKW von meiner Anlage verbannen, und / oder durch Elektroautos ersetzen ?

Was sollen denn Kinder von mir halten wenn ich all diese Relikte aus vergangenen Zeiten auf einer Modellbahn präsentiere.

Vielleicht sollten wir hierzu auch mal eine Umfrage starten.

Meint Meickel
- und sorry wenn ich das Thema verfehlt haben sollte.
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Transalpin
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#252

Beitrag von Transalpin »

Meickel hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 17:12 Hallo zusammen,
hier wird wieder so schön gestritten, da will ich auch mal was zu beitragen,
also mit Militär auf einer Modellbahnlage hab ich eigentlich kein Problem.

Aber kann ich heutzutage in Zeiten der nahenden Klimakatastrophe noch guten Gewissens eine Dampf, oder Diesellokomotive
auf meiner Anlage einsetzen oder wohl möglich noch einen rauchenden Fabrikschornstein aufbauen ?

Muss ich mehr Radwege auf meiner Modellbahn einrichten ?

Sollte ich vielleicht auch all die PKW und LKW von meiner Anlage verbannen, und / oder durch Elektroautos ersetzen ?

Was sollen denn Kinder von mir halten wenn ich all diese Relikte aus vergangenen Zeiten auf einer Modellbahn präsentiere.

Vielleicht sollten wir hierzu auch mal eine Umfrage starten.

Meint Meickel
- und sorry wenn ich das Thema verfehlt haben sollte.
Ja, du hast das Thema verfehlt und solltest ein eigenes Thema dazu eröffnen. Dann könnt ihr euch richtig fetzen. :D

Carl999
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#253

Beitrag von Carl999 »

Hallo,

weder auf meinen bisherigen Anlagen noch auch meiner neuen Anlage hatten, bzw. haben Militärs genausowenig einen Platz wie die Politik.
Modellbahnanlagen spielen ja in aller Regel in der heilen Traumwelt ihres Erbauers und da haben bei mir weder Militär noch Politik einen Platz :pflaster:
Gruß Carl :wink:

hu.ms
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#254

Beitrag von hu.ms »

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Hubert
Mein anlagenneubau: viewtopic.php?f=15&t=140152
Meine fahrzeugverbesserungen: viewtopic.php?f=27&t=132888

Carl999
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#255

Beitrag von Carl999 »

Wem es gefällt :roll:
Geschmäcker sind ja verschieden :redzwinker:
Gruß Carl :wink:

Arno
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#256

Beitrag von Arno »

Carl999 hat geschrieben: Sa 19. Sep 2020, 11:15 Wem es gefällt :roll:
Geschmäcker sind ja verschieden :redzwinker:
Hallo,

mir gefällt es.

Gruß
Wilhelm
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piefke53
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#257

Beitrag von piefke53 »

Hallo allerseits!

Vielleicht liegt die Ablehnung des Themenbereiches Militär ja daran, dass auf der Modellbahn meist eine schöne heile Welt dargestellt werden soll.
Und für viele passt dann eben das Militär nicht ins Bild.

Andererseits gehört es aber zum realen Alltag, trotz massiver Ausdünnung an "Mannstärke" und Kasernen. Ich selbst würde jetzt vielleicht nicht ein paar grüne Scheine in die Darstellung eines langen Militärzuges oder einer militärischen Einrichtung (Kaserne, Schießplatz) stecken, aber mich stört das nicht.
Freundliche Grüße aus Niederösterreich
Fred



Jede Bewegung, die nicht der Fortpflanzung oder Nahrungsaufnahme dient, ist unnötig und hat daher zu unterbleiben.

Beschwa
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#258

Beitrag von Beschwa »

Hallo Jungs,

bei mir sind Güterzüge meist Züge die durchfahren
und da ist zur Abwechslung auch ein Militärzug dabei.
Grüßle
Bernd
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persus
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#259

Beitrag von persus »

Eine 50/50-Umfrage? Oh jeh, die Stummi-Gemeinschaft ist total gespalten. Hilfe! Was machen wir jetzt bloß? :fool:

Persönlich habe ich kein Militär-Zeug in der MoBa. Auf der anderen Seite bin ich dem nicht abgeneigt, davon sprechen alleine schon die paar Modellbauflugzeuge, die ich mal gebaut habe.

Oh Mist, auch ich bin total gespalten. Hilfe! :fool:
Gruß
Pero
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kraweuschuasta
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#260

Beitrag von kraweuschuasta »

Guten morgen,

Militär geht gar nicht auf (m)einer Bahn. - Argument siehe Piefke53 -
Vielleicht liegt die Ablehnung des Themenbereiches Militär ja daran, dass auf der Modellbahn meist eine schöne heile Welt dargestellt werden soll.
lg Wolfgang

Der Dampfer
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#261

Beitrag von Der Dampfer »

Hallo Stummis
Das Modellbahnhobby ist eine Wiedergabe der realen Welt.In dieser realen Welt gibt es Militär ,ob uns das nun gefällt oder nicht.Der Mensch ist leider ein kämpferisches Wesen und insgesamt gesehen nicht sehr friedfertig.
Ob man diesen Teil der Wirklichkeit darstellt im Modell,sollte jedem selbst überlassen werden.Schlieslich bietet z.B.eine Verladeszene am Güterbahnhof interessante Bastelaspekte und Spielspass.
Die wenigsten werden direkte Kampfszenen zeigen.Überhaupt denke ich ,das jemand, der Militär zeigt auf seiner Anlage,
nicht gleich ein Waffennarr ist.
Nicht jeder der eine Brauerei auf der Anlage hat, ist gleich Alkoholiker :redzwinker:
Also bitte die Kirche im Dorf lassen.
Immerhin gebe ich zu Bedenken ,bei aller Skepsis über das Militär, das wir im kalten Krieg jahrzehntelang
in Ruhe , Frieden und Freiheit mit unserer Bahn spielen konnten ,weil es Militär gab ,das unsere Freiheit geschützt hat.
Beste Grüsse und gerne bis später sagt Willi 8)
Zuletzt geändert von Der Dampfer am Fr 25. Sep 2020, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.
Durch dieses Wurmloch gelangen Sie nach Neustadt am Wald in den 1950ern
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Zeitreisen sind möglich....bitte hier klicken
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php ... 3#p1245573

Ebenfalls im Klub bekennender Marzibahner :redzwinker:
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Transalpin
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#262

Beitrag von Transalpin »

kraweuschuasta hat geschrieben: Do 24. Sep 2020, 07:15 Guten morgen,

Militär geht gar nicht auf (m)einer Bahn. - Argument siehe Piefke53 -
Vielleicht liegt die Ablehnung des Themenbereiches Militär ja daran, dass auf der Modellbahn meist eine schöne heile Welt dargestellt werden soll.
lg Wolfgang

Siehste, so unterschiedlich sind die Vorstellungen. Ich will nicht die heile Welt darstellen, sondern die große Welt nachfahren. Militärzüge sind ein wichtiger Bestandteil und deswegen habe ich auch einen.
Abgesehen davon wird es immer ein Militär geben, genauso wie es immer eine Polizei wird geben müssen.
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kraweuschuasta
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#263

Beitrag von kraweuschuasta »

Ich will nicht die heile Welt darstellen, sondern die große Welt nachfahren. Militärzüge sind ein wichtiger Bestandteil und deswegen habe ich auch einen.
Naja wenn ich ma die Ausrüstung des österreichischen Bundesheers so anschau, wirds bei Dir lange bei nur einem Militärzug bleiben :mrgreen: :mrgreen:

Aber es stimmt, kommt immer drauf an, was man möchte....

lg Wolfgang
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persus
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#264

Beitrag von persus »

Man muss Militär auf seiner Anlage nicht unbedingt haben.

Selbst aus dem Argument heraus, man möchte die reale Welt nachstellen, ist Militär nicht nötig. Auch wenn ich keine Zahlen dazu habe, vermute ich, dass die Anzahl der Militärtransporte im Vergleich zur Anzahl der Fahrten allen anderen Zugverkehrs verschwindend gering sein wird. Schließlich habe ich selbst nur einige wenige Male einen Militärtransoprt gesehen, dabei pendle ich seit 1994 mit der Bahn und bereiste zwischendurch als Consultant sechs Jahre lang den gesamten deutschsprachigen Raum vorzugsweise mit der Bahn. Demnach, wem das Nachstellen der realen Welt wirklich wichtig ist, wird seinen Militärtransport nicht wirklich oft fahren lassen dürfen.

Es ist also viel mehr eine Frage des Geschmacks und der Präferenzen als der Vorbildtreue.
Gruß
Pero

muellers-bruchbuden
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#265

Beitrag von muellers-bruchbuden »

Doch, es gibt sie noch, die Militärzüge. Ich hab vorletzte Woche völlig unerwartet seit langen mal wieder einen gesehen: auf der nagelneuen Brücke über die Gleißhammerstraße in Nürnberg eine Kompanie M1 Abrams von den Amis im derzeit anscheinend immer noch üblichen gelben Wüstenanstrich. Hatte leider nichts zum Fotografieren griffbereit.
Bis in die frühen 90er waren hier im Nürnberger Großraum übrigens relativ häufig Militärzüge unterwegs.
Schönen Sonntag
Martin

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#266

Beitrag von G1600BB »

persus hat geschrieben: Fr 25. Sep 2020, 19:09 Schließlich habe ich selbst nur einige wenige Male einen Militärtransoprt gesehen, dabei pendle ich seit 1994 mit der Bahn und bereiste zwischendurch als Consultant sechs Jahre lang den gesamten deutschsprachigen Raum vorzugsweise mit der Bahn.
Ich denke, das kommt darauf an, wo die Ver-/Beladestellen und die Empfänger (Truppenübungsplätze wie Bergen oder Grafenwöhr) sind. Inzwischen hat die Nato ja ihre Verteidigungslinie nach Osten verschoben. Ich hatte auch nur einmal die Gelegenheit in Bremerhaven, einen solchen Zug zu fotografieren (Beitrag ursprünglich bei DSO und Bilder auf 1200 Pix. Breite scaliert):

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
HerZlicher Gruß aus dem Norden Bremens
Jörg
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Transalpin
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#267

Beitrag von Transalpin »

muellers-bruchbuden hat geschrieben: So 27. Sep 2020, 08:24 Doch, es gibt sie noch, die Militärzüge.
Richtig, man muss nur an der richtigen Bahnlinie sein. So fahren auf der Westbahn in Österreich relativ häufig Militärzüge. Nur sind diese heute oftmals gar nicht als solche erkennbar, weil auch das Militär vermehrt auf Containertransporte setzt.
Auch durch das Inntal werden immer wieder Züge mit Nato-Gerät gesichtet, die zwischen Italien und Deutschland fahren. Vom Gerät, das zum Truppenübungsplatz Wattener Lizum transponiert wird, rede ich erst gar nicht (diese sind dank Sparkurses beim Bundesheer aber tatsächlich weniger geworden)
LG,

Bahram

rob maro
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#268

Beitrag von rob maro »

militär aus epoche 2 finde ich besonders widerwärtig
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rainynight65
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#269

Beitrag von rainynight65 »

Meickel hat geschrieben: Sa 23. Mai 2020, 17:12 Aber kann ich heutzutage in Zeiten der nahenden Klimakatastrophe noch guten Gewissens eine Dampf, oder Diesellokomotive
auf meiner Anlage einsetzen oder wohl möglich noch einen rauchenden Fabrikschornstein aufbauen ?
Nun ja.

Ich bin gegen fossile Energieträger, auf meiner Anlage ist aber trotzdem ein Kohlezug unterwegs. Genau genommen sind fast alle meine Loks Dieselloks. Man kann ja wie ich im realen Leben Pazifist sein, aber trotzdem gelegentlich militärische Computerspiele spielen. Das muss alles kein Widerspruch sein, wenn man Realität und Phantasie auseinanderhalten kann. Und meine Modellbahn ist halt eher eine Phantasie, als eine Reflektion der Realität. In dieser bestimmten Phantasie braucht zumindest bei mir kein Militär zu existieren. Das kann aber jeder so machen die der Pfarrer Nolte.
Grüsse aus Australien

Alex
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Atlanta
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#270

Beitrag von Atlanta »

Moin Kollegen,

es gab früher die MBO = Militär Bahn Ordnung, welche Vorschriften über Militärzüge enthielt.

Auf einigen Bahnstationen von Nebenstrecken gab es mindestens ein Gleis mit überdurchschnittlicher Länge, worüber in der heutigen Zeit herumgeraten wird, warum man damals gerade dort ein solch langes Stationsgleis vorgesehen hatte?

Diese Gleise dienten im Kriegs- oder Verteidigungsfall oder bei Mannöverübungen den Militärzügen als Überholungs- oder Kreuzungsgleis und hatten sehr oft mindestens die doppelte bis dreifache Länge, der sonst dort verkehrenden Züge.

Abweichend von entfernt parallelen Hauptstrecken, wollte man für den Kriegsfall noch ein funktionierendes Eisenbahnnetz haben, falls die Hauptstrecken bereits das Ziel gegnerischer Angriffe wurden, so hatten auch unzählige Nebenbahnen eine militärstrategische Bedeutung.

Bild
Gemeinfreier Buchauszug "Das Deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart" von 1911

Der Krupp'sche Geschützwagen ist keine Erfindung der Epoche II ihn gabs bereits schon in der Epoche I bevor der große Krieg begann.

Über die Sinnhaftigkeit von Eisenbahngeschützen kann man geteilter Meinung sein, als Ferngeschütz haben sich aber solche Konstruktionen bereits um 1861 bis 1865 im US Amerikanischen Bürgerkrieg bewährt, Angst und Schrecken bei der Zivilbevölkerung zu erzeugen, der militärische Nutzen ist eher als gering zu bewerten, die psychologische Abschreckung aber gewaltig.

In wie weit man aber Militärtransporte auf der eigenen Anlage zuläßt bleibt ja Jedem selbst überlassen.

Zum Abbilden des Originals im verkleinerten Maßstab, hat auch das Militär seine Berechtigung.

Wer möchte könnte ja auch einmal eine Glorine nachbauen, ein zerlegbarer Militärbahnhof, um ganze Regimente im Aufmarschgebiet antreten zu lassen.

Bild
Gemeinfreier Buchauszug "Bahnhöfe und Hochbauten auf Locomotiv Eisenbahnen" von 1873

Schönen Gruß,

Ingo
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Jürgen
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#271

Beitrag von Jürgen »

Der Dampfer hat geschrieben: Do 24. Sep 2020, 18:34 Nicht jeder der eine Brauerei auf der Anlage hat, ist gleich Alkoholiker :redzwinker:
Bist Du da sicher ? Ich werde jedenfalls einen Weinberg bauen ... ;-)

Übrigens, nicht jeder, der keinen Militärzug hat und zeigt, ist einer, der eine heile Welt darstellen will. Mir geht es um die Darstellung des Alltags. Da wird es Platz für Kriegsversehrte haben, aber nicht für Militär.

Grüße
Jürgen
Mein Erstling von 2002/2003: Rosentalviadukt, Friedberg, Hessen. 1960 bis 1965

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#272

Beitrag von Rebuilt Claughton »

Atlanta hat geschrieben: Mi 30. Sep 2020, 05:36 ...
Abweichend von entfernt parallelen Hauptstrecken, wollte man für den Kriegsfall noch ein funktionierendes Eisenbahnnetz haben, falls die Hauptstrecken bereits das Ziel gegnerischer Angriffe wurden, so hatten auch unzählige Nebenbahnen eine militärstrategische Bedeutung.

Bild
Gemeinfreier Buchauszug "Das Deutsche Eisenbahnwesen der Gegenwart" von 1911

Der Krupp'sche Geschützwagen ist keine Erfindung der Epoche II ihn gabs bereits schon in der Epoche I bevor der große Krieg begann.

Über die Sinnhaftigkeit von Eisenbahngeschützen kann man geteilter Meinung sein, als Ferngeschütz haben sich aber solche Konstruktionen bereits um 1861 bis 1865 im US Amerikanischen Bürgerkrieg bewährt, Angst und Schrecken bei der Zivilbevölkerung zu erzeugen, der militärische Nutzen ist eher als gering zu bewerten, die psychologische Abschreckung aber gewaltig.
...
Hallo Ingo,

ich erlaube mir hier zwei Bemerkungen zur Ergänzung.

In der Zeit (1914 und früher), die Du in Deinen Beiträgen oft betrachtest, dürfte der Schutz der Zufuhrstrecken vor feindlichen Übergriffen eine geringere Rolle gespielt haben. Jede militärische Operaion musste damals durch entsprechende Landbewegungen durchgeführt werden. Eine Luftwaffe, die es erlaubt, in die Aufmarschräume und Bereitstellungsräume hinter den Frontlinien zu wirken, gab es damals ja nicht.
Zu dieser Zeit war ja die Defensive der Offensive wesentlich überlegen, und nur die schnelle Massierung der Truppen (eben durch die entsprechende massenhafte Zufuhr der Kräfte) garantierte eine erfolgreiche offensive Operation, bevor der Gegner sich in befestigte Stellungen eingraben konnte, und es dann sehr blutig und erfolglos wurde.
Entsprechend musssten die Zufuhrstrecken sehr gut ausgebaut sein (um die Leistungsfähigkeit der Strecke und den engen Takt des Militärfahrplan zu ermöglichen), eben entsprechend einer Hauptbahn. So wurde für die Zufuhr über die Rheinbrücke bei Wintersdorf in das Elsass die Rheinstrecke zwischen Karlsruhe und Rastatt 1913 gedoppelt, und war somit 4 gleisig (alte Strecke über Ettlingen, neue Strecke über Durmersheim). Auch die Zufuhr in die bayerische Pfalz geschah über die Hauptbahnen.
Dort wo die Aufmarschwege nicht den normalen Verkehrslinien entsprachen (Eifel) oder wo Hauptbahnen über fremdes Territorium gingen (Hochrheinbahn durch die Schweiz), wurden Strecken gebaut, die in Friedenszeiten (und dann manchmal auch zu Kriegszeiten) recht verschlafen wirkten (und doch hauptbahnmäßig ausgebaut waren um die Leistungsfähigkeit zu garantieren).

Die Abblidung zeigt wohl kein Eisenbahngeschütz, sondern Transportwagen für Geschützrohre. In dieser Prinzipdarstellung ist der Schildzapfen teilweise frei aufgeglegt, es fehlt die Wiege und Verschluss, und eine Überhöhung des Rohres für den Schuss ist so nicht zu erreichen (weil unten kein Platz). Die Geschützrohre der Schnelladekanonen 28 und 30,5 cm wogen um diese Zeit ca. 40 - 50 Tonnen. Wenn das Buch von 1911 ist und eventuelle ältere Darstellungen verwendet hat, könnten es auch noch größere Kaliber sein, die mit den Schnelladekanonen aus der Mode gekommen sind (ich weiß aber nicht, ob Krupp solche produziert hat).
Eisenbahngeschütze konnten in diesen Zeiten sehr wohl einen Nutzen haben, wenn es z.B. um die Belagerung von größeren Festungswerken ging.

Grüße
Manfred

DR POWER
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#273

Beitrag von DR POWER »

Atlanta hat geschrieben: Mi 30. Sep 2020, 05:36 Moin Kollegen,

Wer möchte könnte ja auch einmal eine Glorine nachbauen, ein zerlegbarer Militärbahnhof, um ganze Regimente im Aufmarschgebiet antreten zu lassen.

Bild
Gemeinfreier Buchauszug "Bahnhöfe und Hochbauten auf Locomotiv Eisenbahnen" von 1873

Schönen Gruß,

Ingo

Hallo Ingo

Wurde denn solch eine Glorine jemals praktisch angewandt oder existierte das damals nur in der Buchtherorie?
So ein Teil braucht ja auch einiges an Platz und einen geeigneten Bauplatz.
Ab dem Zeitpunkt an dem die Luftwaffe verstärkt an Bedeutung gewann kann ich mir solch eine Glorine eh nicht mehr vorstellen. Da liegt ja alles auf dem Präsentierteller und aufgrund der Größe im freien Gelände stelle ich mir die Tarnung schwierig vor.

Liebe Grüße, Andre
Kleine DR Anlage in HO / Epoche 3 und 4 /
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#274

Beitrag von Transalpin »

Hallo zusammen,

Eisenbahngeschütze kamen meines Wissens zum Beispiel bei der Belagerung von Sewastopol zum Einsatz. Oder waren das Großgeschütze, die auf Eisenbahnschienen standen?
LG,

Transalpin
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Atlanta
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#275

Beitrag von Atlanta »

Moin André,

der Einsatz von Glorinen dürfte m. E. in Deutsch Französischen Krieg 1870/71 und und in anderen kriegerischen Auseinandersetzungen davor zum Einsatz gekommen sein, als da wären die Befreiung Schleswig-Holsteins durch den Aufmarsch von Preußischen und Österreichischen Koalitionstruppen 1864/65 oder im Preußisch - Österrichischen Krieg von 1866.

In einem Begleittext wird beschrieben, daß man mit einer Glorine 72.000 Mann Infanterie oder 72 Batterien Feldartillerie oder 72 Eskadronen Kavellerie binnen 24 Stunden hatte aufmaschieren lassen können, sowohl zumm Mannöver als auch im Kriege, demnach kann daraus geschlossen werden, daß Glorinen zur damaligen Militärstrategie gehörten, wenn man die Eisenbahn als Transportmittel einsetzt.

Ferner wird beschrieben, daß eine Glorine keinen festen Unterbau benötigen würde und zwischen Bahnstationen mit entsprechenden Verladeeinrichtungen anwenden kann, zumal "normale" Bahnstationen keine so großen Truppenzahlen bereitstellen könnten, wie es eine Glorine vermag.

Der Autor jenes Buches, ordnete die Glorine als außergewöhnlichen Bahnhof ein.

Die Glorine erinnert an einen Französischen Endbahnhof wo sich das Empfangsgebäude mit einem langen Bahnsteig außerhalb einer Kehrschleife befindet.
Der angekommene Zug hält zunächst im Ankunft Bereich und kann dann zum Abfahrbereich vorziehen.
In einer ähnlichen Situation verfahren Straßenbahnen an ihren Endhaltestellen.

Vermutlich wurden Glorinen aus solch einer Situation heraus entwickelt?

Achönen Gruß,

Ingo
LG Ingo

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