das Licht flackert im DCC-Betrieb

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Steppenpferd24009
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das Licht flackert im DCC-Betrieb

#1

Beitrag von Steppenpferd24009 » Sa 17. Dez 2011, 11:21

Hallo und guten Tag,

seit einiger Zeit habe ich eine 98 812, 3-Leiter, von Fleischmann. Die Lok hat einen Decoder DHP 250 im DCC-Betrieb. Sie ist im Fahrbetrieb sehr rauh und das Licht flackert ein wenig, auch wenn die Lok steht. Wie bekomme ich das besser hin? Gibt es hier etwas zum verstellen? An die CVs traue ich mich aber ohne genaue Anleitung nicht ran. Kann mir jemand helfen?

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floete100
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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#2

Beitrag von floete100 » Sa 17. Dez 2011, 13:27

Hallo Hubert,

wenn das Licht flackert, liegt das bei Digitalbetrieb in der Regel daran, dass die Lampenmasse mit der Lokmasse verbunden ist (bei alten Märklinloks ist klassischerweise die Lampenfassung direkt am Fahrgestell befestigt - man braucht nur ein Kabel, und die Lampe brennt). Und da der Digitalstrom ein ziemlich "schwankender Geselle" ist, flackert's halt. Moderne Decoder haben daher üblicherweise einen eigenen Masseanschluss (bei Märklin orange, bei ESU blau, bei anderen weiß ich's nicht). Das Flackern hört auf, wenn man die Lampe komplett gegen die Lokmasse isoliert und als Masseanschluss für die Lampe die "Decodermasse" verwendet.

Gruß,
Rainer
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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#3

Beitrag von Asslstein » Sa 17. Dez 2011, 14:21

Hallo Hubert,

das Flackern hört auch auf, wenn Du nur DCC am Gleis hast, also wenn Du mfx und MM in der Zentrale abschaltest.
Falls das, aus welchen Gründen auch immer, nicht geht, bleibt nur die Lösung von Rainer.

Gruß
Knut

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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#4

Beitrag von Peter BR44 » Sa 17. Dez 2011, 14:22

Hallo Hubert,

eine Ergänzung zu Rainers Antwort.

Sollte der Rückleiter bei deinem Decoder fehlen,
kannst Du dir einen selber herstellen.
Für DCC-Norm guckst Du hier und für Märklin hier.
Viele Grüße Peter

weist Du nicht mehr vor und zurück,
helfen dir die Stummis, was ein Glück.

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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#5

Beitrag von 8erberg » Sa 17. Dez 2011, 15:31

Hallo,

guck mal was in CV 49 (Impulsbreite) und CV 50 (Regelvariante) steht. CV 49 bei rauhem Motorlauf eher kleiner stellen (evtl. mit 1 probieren), CV 50 etwas höher (vielleicht auf 3).

Dann mal wieder testen.

Ich geh mal davon aus, dass Fahrstufenanzahl gleich stehen an Zentrale und auf Decoder?

Peter
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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#6

Beitrag von Mattlink » Sa 17. Dez 2011, 22:29

Hallo Hubert,

Deine Lok hat Beleuchtung mit Dioden, bei der kein Rückleiter zum Decoder existiert (zumindest nicht im originalzustand). Daher das Flackern.

Jetzt wäre der einfachste Weg, bei Deiner Zentrale das Motorola Protokoll komplett abzustellen. In reiner DCC Umgebung sollte es eigentlich kaum/nicht flackern.
(Daher verzichtet Fleischmann auch auf den Rückleiter bei der Beleuchtung, und verbaut (als einziger?) Hersteller eine 6-pol Schnittstelle in H0 Fahrzeugen.)

Kannst Du Motorola auf Deiner Anlage nicht abschalten, müssen in der Lok die Verbindungen der hinteren und Vorderen Beleuchtungsplatinen zum Lokrahmen getrennt werden, und diese zum Decoder auf den Rückleiter (farbe blau) verdrahtet werden...

Grüße,

Matthias
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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#7

Beitrag von Steppenpferd24009 » So 18. Dez 2011, 11:29

Hallo,

danke für die Antworten. Werde mir wohl einen Fachmann zum Überprüfen suchen müssen. Ich traue mich nicht an das Innenleben ran.

Zur Info: ich fahre und steuere mit der CS2

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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#8

Beitrag von Mattlink » Mo 19. Dez 2011, 22:10

Hallo Hubert,

das Verhalten ist kein Fehler, sondern serienmäßig. Fleischmann verzichtet grundsätzlich beim Licht auf den Rückleiter zum Decoder und verkabelt das Licht gegen den Lokrahmen (also zum Gleisstrom). Das funktioniert in der - bei Gleichstromern üblichen - DCC Umgebung ohne Flackern.

Das Märklin Motorola Gleisprotokoll ist nicht symmetrisch, daher schwankt die Stromstärke ständig, was bei dieser Anschlussvariante zu dem Flackern führt.

Bei der Lok ist für die hintere Beleuchtung eine Platine mit Klammern am Rahmen befestigt. Eine dieser Klammern verbindet eine Leiterbahn der Platine mit dem Chassis. Diese Leiterbahn muss vor der Klammer getrennt werden.
Dann muss diese Leiterbahn eine direkte Verbindung zum Decoderrückleiter (Decoderplus, das ist nach DCC Farbschema das blaue Kabel) haben.
Die vordere Beleuchtungsplatinge ist durch eine Kontaktfeder mit dem Lokrahmen verbunden. Diese muss mit isolierendem Material unterlegt (oder einfach abgeschnitten) werden, und dann muss ebenfalls eine Verbindung von dort zum Decoderplus (blau) hergestellt werden.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann könnte es passieren, dass das vordere Licht dann nicht mehr funktioniert. Das liegt dann an der auf der Platine befindlichen Diode. Sollte das passieren, müssen die Anschlüsse an der vorderen Platine (weiss / blau) einfach getauscht werden...

Vielleicht hilft dieser Umbaubericht hier weiter, wobei hier leider die originale rückwärtige Beleuchtungsplatinge nicht gezeigt wird: http://www.hp-pfeiffer.de/digi_umbau1/d ... flm_h0.htm


Grüße,

Matthias
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Re: das Licht flackert im DCC-Betrieb

#9

Beitrag von H0 » Mo 19. Dez 2011, 23:11

Mattlink hat geschrieben:Das Märklin Motorola Gleisprotokoll ist nicht symmetrisch, daher schwankt die Stromstärke ständig, was bei dieser Anschlussvariante zu dem Flackern führt.
Habe ich schon öfters gelesen.
Komisch, dass es bei der CS2 so stark flackert - und bei CS1 und ECoS viel weniger ...

MM ist asymmetrisch, so dass die Aussetzer den geringeren Zeitanteil bekommen (wenn man's richtig macht). Die ECoS kann das DCC asymmetrisch machen, um das Flackern zu verringern.
Viele Grüße
Thomas

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