Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

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hajoka
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Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#1

Beitrag von hajoka » Di 23. Aug 2011, 06:49

Hallo Forum,

habe den Umstieg von H0 nach II vollzogen, weil ich das Modellbahnhobby etwas familientauglicher machen wollte.
So, nun gibt es bei uns im Haushalt ein LGB-Startset 70403 (Stainz mit Güterwagen - und zugegebenermaßen mittlerweile auch etwas Piko-Rollmaterial).
Die Stainz hat tatsächlich Sound und lt. Beschreibung auch einen Dampfgenerator (obwohl das Dampfelixier fehlte).

Eine Pikolok habe ich bereits durch Einbau eines Uhlenbrock 77500 digitalisiert, was sehr einfach geklappt hat. Eigentlich hatte ich aufgrund einer Händlerbeschreibung mit einer NEM652-Schnittstelle gerechnet, in die ich den besorgten TAMS LD-G34 nur hätte einstecken müssen. Das Anschrauben des Uhlenbrockdecoders ging aber nach einiger Digitalisierungserfahrung im H0-Bereich aber auch leicht und problemlos von der Hand.

Nun steht die Stainz noch hier. Verstehen kann ich ja nicht, dass man im Jahr 2011 noch rein analogtaugliche Loks ausliefert. Ein Fahrversuch auf der Digitalspur hat jedenfalls keinen Erfolg gebracht und eine Decoderadresse ließ sich nicht auslesen. Insofern vermute ich, dass auch kein Decoder eingebaut ist. Ist das korrekt, oder lässt sich die Stainz neueste Fertigung ohne Umbau irgendwie digital fahren (bspw. wie bei Delta von Märklin)?

Die Stainz soll digitalisiert werden. Da von dem Modell aber über die Jahre diverse Baureihen zu kursieren scheinen, bin ich ob des Aufwands etwas irritiert.

Meine Fragen:
- Gibt es in der Stainz eine zentrale Stelle, wo sich ein Uhlenbrock oder TAMS-Decoder einfach einbauen lässt? Ich will nicht die ganze Lok neu verkabeln müssen.
- Dass der Sound erstmal rausfliegt, damit rechne ich, weil ich nicht in einen Sounddecoder investieren will. Optional später mit SUSI.
- Welcher Decoder ist für die anzutreffende Verkabelung besser geeignet?
- Kennt Ihr Links zum aktuellen Innenleben der Stainz? Alle, die ich angetroffen habe, stammen aus Mitte letzten Jahrzehnts und sind daher mglw. nicht ganz aktuell.

Danke für Eure Hilfe.

Grüße,
HajoKA


ozoffi
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Re: Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#2

Beitrag von ozoffi » Di 23. Aug 2011, 07:05

Servus!
Für die Stainz gab/gibt es einen "Directdecoder" von LGB/Massoth ...
Wie man die Lok digitalisieren kann, findest Du hier (die ist in der Tat nur analog):

http://atw.huebsch.at/Modell/G-Spur/LGB_Stainz.htm

oder

http://atw.huebsch.at/Modell/G-Spur/LGB ... _MX690.htm
lg
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Nichteisenbahner
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Re: Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#3

Beitrag von Nichteisenbahner » Di 23. Aug 2011, 13:55

ozoffi hat geschrieben:Für die Stainz gab/gibt es einen "Directdecoder" von LGB/Massoth
Gibt es noch: http://www.massoth.de/de/produkte/8154001.de.php
Sicher die einfachste Lösung. Die Stainz zu zerlegen ist schon schlimm genug. Der Decoder wird dann einfach auf die Platine gesteckt. Es müssen aber DIP-Schalter auf der Originalplatine umgelegt werden - Original-Betriebsanleitung der Stainz nötig.
Gruß
Martin
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hajoka
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Re: Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#4

Beitrag von hajoka » Di 23. Aug 2011, 21:51

Danke für die Hinweise soweit.

Ich habe mir einmal die Anleitung zum Massoth Emotion L angesehen. Nach meinem Verständnis sind da 4 Kabel dran (2* Schiene, 2* Motor). Käme ich zum gleichen Ergebnis, wenn ich von meinem vorhandenen Tams-Decoder die jeweiligen Kabel mit Stecker versehen würde und in die vorhandenen Buchsen an der Stainz zu stecken, oder kann das Massoth irgendwas (außer mehr Funktions- und Servoausgängen=irrelevant) als der Tams LD-G34?

Danke für Eure Hilfe.

Grüße,
HajoKA

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Re: Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#5

Beitrag von Nichteisenbahner » Di 30. Aug 2011, 09:50

hajoka hat geschrieben:... Massoth Emotion L ... kann das Massoth irgendwas?
Komischerweise ist es bei der Beschreibung auf der Massot-Homepage und auch in der PDF-Anleitung nicht mehr erwähnt, komisch.

Aber der Decoder hat auf der Platine hochstehende Stifte - auf dem Bild sieht man das noch - die passen genau in die Buchsen, die auf der Stainz-Originalplatine sind. So dass man gar nix löten muss, sondern nur stecken und die DIP-Schalter auf der LGB-Platine richtig schalten, und schon isses digital.

Aber ... da es in der Anleitung sogar verschwiegen wird ... seltsam. Vielleicht mal support@massoth.de fragen, ob das überhaupt noch geht mit dem Stecken? Ich weiss es auch nciht, ich wundere mich nur.

Gruß
Martin
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Lokführer Anton
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Re: Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#6

Beitrag von Lokführer Anton » Fr 23. Sep 2011, 20:36

Huhu

Also eigentlich sollte es bei einer neueren Version der Stainz möglich sein einen Decoder aufzustecken und alle sonstigen Funktionen in Betrieb zu lassen.

Grüße

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fgee
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LGB Stainz Umbau auf Zimo MX645 und Massoth Entkuppler

#7

Beitrag von fgee » Fr 20. Sep 2013, 00:22

LGB Stainz Umbau auf Zimo MX645 und Massoth Entkuppler

Nachdem der Umbau der Köf auf Zimo MX645 und Massoth Entkuppler gut geraten war, versuchte ich mich an der Stainz. Hier mein Bericht.

Zerlegen der Lok
Das Zerlegen der Lok geht mit der Anleitung von Arnold Hübsch ordentlich. Und auch der Waschzettel aus der LGB Produktdatenbank (Suche nach "70302 Stainz") leistet gute Dienste.

Bild

Zerlegt sieht die Lok so aus. Das Schwierigste (die Demontage) ist bereits geschafft.
Das Abnehmen des Führerhauses vom Kessel war etwas knifflig (klemmte). Daher feilte ich als Erstes zwei Anschrägungen. Damit soll das spätere Abheben des Führerhauses erleichtert werden:

Bild

Und schon geht es mit der Digitalisierung zur Sache. Ich entschloss mich, die vorhandene Elektronik (inkl. Lärmplatine im Dach) komplett rauszuwerfen. Dann fertigte ich aus einem Stück Lochrasterplatine 30x99mm eine "Tauschplatine". Es wurden drei kleine (3mm) und eine grosse Bohrung (6.5mm) am selben Ort wie bei der Originalplatine angebracht. Ebenso wurde an der einen Längsseite eine rechteckige Aussparung angefeilt. Damit ist meine Platine mechanisch kompatibel zur Originalplatine.

Diese Tauschplatine rüstete ich rechts mit Steckerleisten aus (ähnlich wie beim Original). Dann wurde auf die Platine mit einem Stück doppelseitiges Klebeband die Zimo ADAPLU aufgeklebt. Die Anschlüsse wurden mit Kupferlackdraht 0.08mm2 erstellt. Nur die Anschlüsse für Motor und Schiene wurden mit Litze 0.25mm2 ausgeführt. Anschliessend wurde der Elko 4700uF senkrecht auf die Platine gesetzt. Sein Achsabstand beträgt 19mm vom linken Platinenrand. Damit findet er später ideal Platz im Dampfdom.

Die fertige "PLUX 22" Platine sieht so aus:

Bild

Noch ein Bild mit Kamerastandort "senkrecht" und mit Bezeichnung der Anschlüsse. Rechts im Bild sind die Steckerleisten erkennbar. Links in der Ecke (bei den Anschlüssen "+" und "Lv") wird das vordere Spitzenlicht direkt aufgelötet.

Bild

Am Getriebeblock muss noch der Stecker gewechselt werden auf ein Produkt, das mit der Steckerleiste kompatibel ist. Dann sind wir schon fast fertig.
Anmerkung: Fährt die Lok zum Schluss in die falsche Richtung, braucht nur der 4-polige Stecker zum Getriebeblock an der Platine gelöst und umgekehrt wieder aufgesteckt zu werden.

Der Rauchgenerator kann an einen freien Funktionsausgang angeschlossen werden. Machte ich aber nicht, weil der bei mir nur einen öligen Kamin produziert. Also lasse ich den Rauchgenerator sein und bin glücklich ohne.

Der Lautsprecher wird wiederverwendet. Damit er nicht lose "klappert" im Führerhaus, klebte ich ihn mit wenig 2K-Kleber ein. Das Kabel wurde direkt am Lautsprecher angelötet und mit einer zweipoligen Buchsenleiste versehen.

Vom vierpoligen Kabel zum hinteren Licht sind nur zwei Adern belegt (Adern 2 und 4, Kennzeichen: Widerstand = ca. 30 Ohm). Also trennte ich die anderen beiden Adern (1 und 3) ab. Das Kabel des Innenlichtes (Führerhausbeleuchtung) führte ich neu in den Bereich des Lautsprechers und verlötete es dort mit den Adern 1 (n.c.) und 2 (ist bei mir also "Plus"). Ader 3 ist immer noch n.c. und braucht nicht auf die dreipolige Buchsenleiste gelötet zu werden. Also haben wir Ader 1 = Führerhauslicht, Ader 2 = Plus, Ader 4 = Rücklicht.

Kupplung hinten montieren
Die beiden Schrauben oben am Getriebeblock werden ein wenig gelöst. Dann können die beiden schwarzen Kästen vorne (Zylinderblock) und hinten aus dem Getriebeblock ausgehakt werden.

Am hinteren Kasten muss eine Aussparung und Kabeldurchführung erstellt werden, damit die Kupplung montiert werden kann (siehe Bild). Es ginge mit Säge und Feile. Aber da ich eine Fräsmaschine zur Verfügung hatte, fräste ich das Kunststoffteil aus:

Bild

Der Kasten mit montierter Kupplung: (Das Kabel wird im Kasteninnern weggeführt, auf dem Bild unten)

Bild

Das war's auch schon.

Kupplung vorn montieren
Die vordere Kupplung ist schwieriger. Die Massoth Kupplung überragt den Zylinderblock um 4mm (zzgl. Raum für die Kabeldurchführung) und kommt in Konflikt mit dem Getriebeblock. Den Getriebeblock auszufräsen hatte ich keine Lust: Zuviel Aufwand, und das Resultat wird anfällig auf Verschmutzung. Was tun?

Über Nacht hatte ich die Idee, dass die Kupplung ja auch 6-7mm nach vorn gesetzt werden könnte. 7mm mal 22.5, das macht ca. 15cm im Vorbild. Das ist vertretbar. Also los: Zylinderblock bearbeiten. Die Nase an der Kupplungsaufnahme muss entfernt und die 1.5mm Bohrung, die die Kupplungsschraube aufnimmt, um 6.5mm nach vorn versetzt werden. Ausserdem muss am hinteren Rand eine Kabeldurchführung ins Innere erstellt werden. Auch diese Arbeiten lassen sich notfalls mit Säge, Feile und Bohrmaschine erledigen - aber mit der Fräse geht es besser:

Bild

Der Zylinderblock mit montierter Kupplung sieht so aus:

Bild

Der Deckel des Zylinderblocks benötigt ebenfalls eine Öffnung für das Kabel. Ideal wäre eine 4mm Bohrung. Die habe ich verpasst. Nachdem das Kabel an die Buchsenleiste angelötet ist (s.u.), muss ein Schlitz in die Rückwand des Zylinderblockdeckels gesägt werden (kein Bild). Ist nicht weiter tragisch.

Nun können die beiden schwarzen Kästen wieder am Getriebeblock eingehakt und der Getriebdeckel festgeschraubt werden.

Der Lokrahmen (das grosse Teil, das den Kessel trägt) muss vorne unter dem Mittelpuffer etwas angepasst werden. Die Öffnung beträgt unbearbeitet knapp 12mm. Das ist gerade ein wenig zu knapp. Mit ein paar Feilenstössen wird die Öffnung auf ca. 13mm erweitert (ohne Bild), so dass die Kupplungskulisse später gut Spiel hat und sich frei bewegen kann.

Anschliessen der Kupplungen
Die Anschlussleitungen der beiden Kupplungen werden zusammengeführt und Plus (Pin 1 der Buchse) und Minus (Pin 4 der Buchse) miteinander verlötet. Die Steuerleitung der hinteren Kupplung kommt auf Pin 2 der Buchse, die Steuerleitung der vorderen Kupplung auf Pin 3. Wenn die Steuerleitungen vertauscht sind, ist es auch nicht weiter tragisch - kann später per CV korrigiert werden. Die 4-polige Buchse muss aber richtig rum auf die 4-polige Stiftleiste gesteckt werden.

Zusammenbau
Funktionstest: Alles an der Decoderplatine anstöpseln, Decoder einstecken, Getriebeblock aufs Gleis stellen, Luft anhalten - und Gleisspannung einschalten. Kein Rauch. Glück gehabt :wink:

Nun werden wieder alle Stecker gelöst. Der Zusammenbau erfolgt grundsätzlich in der umgekehrten Reihenfolge wie die Zerlegung:
• Zuerst wird die Platine auf das Kesselgewicht geschraubt, das Kesselgewicht in den Kessel gesetzt (bei gleichzeitiger fummliger Platzierung des vorderen Lichtes) und das Kesselgewicht mit dem Kessel verschraubt. Anschliessend kann der Kesselboden eingeklipst werden.
• Nun wird der Kamin durch den Kessel gesteckt, der Kessel auf den Rahmen gesetzt, von unten die Gegenplatte mit den Aufnahmen für die Dampfrohre aufgedrückt und dann der Kamin mit der 13mm Mutter am Rahmen festgeschraubt. Ausserdem wird der Wassereinfülltrichter in Position geklipst. Der Kessel hält so bereits sehr gut am Rahmen.
• Nun können die Stecker von Getriebe und Kupplung an der Platine eingesteckt werden. Anschliessend wird das komplettierte Fahrwerk in den Rahmen gesetzt (Zylinderblockdeckel nicht vergessen). Wer will, macht nun eine Funktionskontrolle (mit oder ohne Sound).
• Anbringen der beiden Schrauben an der Heusingersteuerung nicht vergessen.
• Nun wird die Kesselrückwand ins Führerhaus gesetzt, Innen- und Schlusslicht sowie Lautsprecher an der Platine eingesteckt und das Führerhaus aufgesetzt (Gewichte nicht vergessen).

Die vordere Kupplung sieht nun so aus:

Bild

Ach ja, der vordere Schienenräumer muss auch noch ein wenig ausgenommen werden wegen dem Kupplungsantrieb (siehe Bild).

Und von vorne / oben sieht die Kupplung so aus:

Bild

Dass die Kupplung 6.5mm weiter vorne sitzt, ist nur zu erkennen, wenn jemand ganz besonders genau hinschaut :D

Massoth Kupplungshaken bearbeiten
Wenn wir schon dabei sind: Die Massoth Kupplungshaken sind ungünstig geformt (ohne Widerhaken, rechts im Bild), und tendieren daher zum ungewollten Entkuppeln während der Fahrt. Ich löste dieses Problem, indem ich die Haken mit der Feile bearbeite, bis sie ungefähr gleich aussehen wie die LGB Kupplungshaken (links im Bild).

Der Haken kann am einfachsten entfernt werden, indem der Kupplungsantrieb entfernt wird. Nun kann die Kupplungskulisse von Hand etwas verschoben werden. (Also genau das, was man gemäss Massoth Anleitung nicht tun sollte) Anschliessend lässt sich der Kupplungshaken leicht herausheben. Achtung: Da ist eine kleine Feder, die nicht verloren gehen darf. Glücklicherweise ist sie nicht unter Spannung, so dass sie normalerweise an Ort bleibt. Der Haken kann nun gut im Schraubstock bearbeitet werden.

Bild

Achtung: Der Kupplungshaken besitzt eine zweite Schraube, mit welcher der Haken am Kupplungshebel befestigt ist und die für die Seitwärtsbewegung des Kupplungshakens zuständig ist. Diese Schraube NICHT lösen! Ansonsten kann die Rückstellfeder herausspringen! Die wieder richtig einzuhängen, ist eine Pein. Die einfachere Lösung ist es daher, den Haken mitsamt Hebel (siehe Bild) aus der Kulisse zu heben.

CV einstellen
Ich bestellte den Zimo MX645 mit "Stainz" Soundprojekt ab Werk. Dessen Funktionen sind wie folgt belegt:
F0 = Licht v/h
F2 = Ansage
F3 = Schaffnerpfiff
F4 = Rangiergang
F5 = Kohleschaufeln
F6 = Entwässern
F7 = Glocke
F8 = Sound ein/aus
F9 = Dampfpfeife
F10 = Kupplung
F11 = Luftpumpfe
F12 = Injektor
F13 = Sicherheitsventil

Ich wollte noch F1 = Führerhauslicht
und die Massoth Kupplungen richtungsabhängig ("Kupplungswalzer"), gepaart mit dem Kupplungssound.

Daraus ergeben sich folgende CV-Einstellungen:
CV3 = 12 (Beschleunigungszeit mässig)
CV4 = 10 (Verzögerungszeit klein bis mässig, die Lok soll reagieren wenn ich am Regler drehe)
CV5 = 128 (Maximalgeschwindigkeit reduziert)
CV155 = 4 (Rangiergang auf Taste F4)
CV156 = 4 (Rangiergang, Verzögerung aus auf Taste F4)
CV124 = 2 (Rangiergang, Verzögerung aus aktiviert)
CV266 = 32 (Lautstärke reduzieren nach persönlichem Geschmackl)

CV60 = 80 (Ausgänge dimmen auf 30%, gibt ein angenehm warmes Schummerlicht für die Stirnlampen, und die Glühlämpchen danken es mit langem Leben)
CV114 = 48 (Dimm-Maske: FA3, FA4 (Kupplungen) nicht dimmen)

CV61 = 97 (erweitertes Funktionsmapping aktiviert)
CV37 = 128 (Funktion F3 wegmappen)
CV38 = 128 (Funktion F4 wegmappen)
CV39 = 128 (Funktion F5 wegmappen)
CV40 = 128 (Funktion F6 wegmappen)
CV41 = 128 (Funktion F7 wegmappen)
CV42 = 128 (Funktion F8 wegmappen)
CV43 = 128 (Funktion F9 wegmappen)
CV44 = 48 (Funktion F10 = FA3+FA4, Kupplungen)
CV45 = 128 (Funktion F11 wegmappen)
CV46 = 128 (Funktion F12 wegmappen)

CV129 = 49 (FA3 = Kupplung h, nur bei Vorwärtsfahrt)
CV130 = 50 (FA4 = Kupplung v, nur bei Rückwärtsfahrt)
CV115 = 89 (Kupplung Anschaltzeit und Haltespannung Max.)
CV116 = 168 (Kupplungswalzer: Andrücken, Kupplung lösen, Wegfahren)

Und nun sortieren wir die Funktionen um (Eingangsmapping):
CV403 = 2 (Trillerpfeife auf Taste F2)
CV409 = 3 (Dampfpfeife auf Taste F3)
CV410 = 5 (Kupplung auf Taste F5)
CV411 = 6 (Luftpumpe auf Taste F6)
CV402 = 10 (Ansage auf Taste F10)
CV406 = 14 (Entwässern auf Taste F14)
CV405 = 15 (Kohleschaufeln auf Taste F15)

Damit sind die Funktionstatsen der Mobile Station wie folgt belegt:
F0 = Licht v/h
F1 = Licht Führerhaus
F2 = Schaffnerpfiff
F3 = Dampfpfeife
F4 = Rangiergang
F5 = Kupplung
F6 = Luftpumpe (Bremsleitung füllen nach dem Ankuppeln)
F7 = Glocke

F8 = Sound ein/aus
F9 (leer)
F10 = Ansage
F11 (leer)
F12 = Injektor
F13 = Sicherheitsventil
F14 = Entwässern
F15 = Kohleschaufeln

Damit sind alle "dauernd" benötigten Funktionen auf den Tasten F0 bis F7, d.h. auf der Mobile Station sofort und ohne "Shift" abrufbar.

Fertig :D

Felix

PS: Und noch ein Tipp: Die Kupplungsfunktion muss solange betätigt werden, bis der Kupplungswalzer abgeschlossen ist. Wird die Funktion vorher beendet, führt dies zum frühzeitigen Abbruch des Kupplungswalzers, d.h. der Wagen wird vermutlich nicht entkuppelt. Ideal hat sich folgende Einstellung an der MS2 erwiesen: Kupplung, Ausgabe der Funktion = 5s.
Wird die Abrückfahrt (CV116) verlängert, muss auch die Ausgabe der Kupplungsfunktion an der MS2 verlängert werden, damit ein Effekt spürbar wird.
Alles sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher.

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Re: Aufwand Digitalisierung Stainz (neueste Fertigung)

#8

Beitrag von fgee » Di 24. Sep 2013, 20:55

Stainz Doppeltraktion und Kupplungswalzer

Noch ein Nachtrag: Ich baute noch eine zweite Stainz um. Für die Doppeltraktion änderte ich folgende Parameter:

Loks vorbereiten (einmalig)
Vordere Lok
CV58 = 220 (Regeleinfluss leicht reduziert)
CV22 = 1 (Licht vorn gesteuert durch Verbundadresse)
CV21 = 255 (Funktionen F1...F8 gesteuert durch Verbundadresse)
CV131 = 48 (fiktive Entkupplung auf FA5)
Hintere Lok
CV58 = 220 (Regeleinfluss leicht reduziert)CV22 = 2 (Licht hinten gesteuert durch Verbundadresse)
CV21 = 185 (Alle Funktionen ausser Schaffnerpfiff (F2), Dampfpfeife (F3), Glocke (F7) durch Verbundadresse gesteuert - Signal geben soll nur der Lokführer der vorderen Lok)
CV131 = 48 (fiktive Entkupplung auf FA5)

Doppeltraktion einrichten
Vordere Lok
CV19 = 5 (Verbundadresse => Stainz 2 plus Stainz 3 ergibt fünf :wink: )
CV44 = 96 (Vordere Kupplung auf FA4, hintere Kupplung (fiktiv) auf FA5)
Hintere Lok
CV19 = 5 (Verbund-Adresse)
CV44 = 80 (Vordere Kupplung (fiktiv) auf FA5, hintere Kupplung auf FA3)

Das Parametrieren der "innenliegenden" Kupplungen auf den nicht angeschlossenen Ausgang FA5 bewirkt, dass beide Loks den Kupplungswalzer fahren, aber nur die "aussenliegenden" Kupplungen betätigt werden. Die Doppeltraktion kann also den Kupplungswalzer vorn und hinten.

Doppeltraktion aufheben
Bei beiden Loks durchführen:
CV19 = 0 (Verbundadresse => Doppeltraktion aufgehoben)
CV44 = 48 (Vordere Kupplung auf FA4, hintere Kupplung auf FA3)

Felix
Alles sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher.

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