"schaltbarer" Elko im Eigenbau

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44 390
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"schaltbarer" Elko im Eigenbau

#1

Beitrag von 44 390 »

Hallo

Da ich gerade ein bisschen Zeit habe und vor geraumer Zeit schon mal mit Niklas drüber gequatscht hatte und wir auch nicht wirklich schlau aus diversen Threads wurden, habe ich mich mal ein bisschen schlau in diversen Anleitungen gemacht ( Für folgende Anleitung gebe ich natürlich keine Garantie :D ).

Ich persönlich bin kein großer Fan vom rumlöten am Decoder und möchte lieber alles über die Schnittstelle anschließen, dafür ist sie ja schlichtweg da, und man kann einfacher LokDecoder gegen Sounddecoder tauschen, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Folgende Dinge werden benötigt, wenn man es so machen will wie ich:

-Widerstand 100 ohm ( https://www.ebay.de/itm/Kohleschicht-Wi ... nXvl25tQ9w )
-Kondensator, hier muss man unbedingt die Größe beachten, sonst kauft man wie ich 2x, wichtig ist mindestens 35V! :fool:
-Diode 1N4007, noch besser Schottky Diode, da diese weniger Spannung verbraucht-Mikrostecker-Kabel ( https://www.ebay.de/itm/20x-JST-PH-2Pin ... SwE-pd0Gin)
-Schrumpfschlauch, Durchmesser ca 6mm( Den hatte ich noch)

Das sind natürlich nur Beispiele, aber die Preise waren eigentlich so das beste was ich gefunden habe, klar, direkt aus China ist günstiger, dauert aber auch ein wenig länger. Ich habe gerade mal zusammengerechnet und komme auf etwas 0,94€ pro "Set", ich denke im Gensatz zu den Herstellerangeboten ein guter Preis. Natürlich vergleicht man hier Äpfel mit Birnen, aber für ein/zwei Sekunden Akkulaufzeit absolut genug.

Warum das ganze absteckbar? Nunja, viele Hersteller warnen davor beim Programmieren einen Elko angeschlossen zu haben, und da ich kein Bock habe jedes mal den Elko abzulöten eben mit Stecker.

So, jetzt gehts an die Bauanleitung:

1. Schritt: Zu erst geht es an den Pluspol(Längeren Draht) des Kondensators, hier wird die Diode parallel zum Widerstand geschaltet, ich zeige direkt mal ein Bild meiner Schaltung dazu:
Bild
Und die Realität:
Bild
2. Schritt: Rotes Kabel dran und mit Schrumpfschlauch versehen:
Bild
3. Schritt: Schwarzes Kabel an Minus des Kondensator
Bild
4. Schritt. Den Kondensator komplett Isolieren, sodass da nichts mehr mit passieren kann wenn er irgendwo dran stößt. Foto erspare ich mir mal.

5. Schritt: Kabel an die Schnittstelle, hier lag auch immer mein großer Angstpunkt. Ich habe es nun wie folgt verschaltet,

Rotes Kabel ( Elko Plus) an V+/U+ an die Schnittstelle, konkret ist das bei einer Plux22 Schnittstelle Pin 5 und bei einer MTC21 Schnittstelle Pin 16.

Schwarzes Kabel (Elko Minus) an Ground /GND , konkret ist das bei einer Plux22 Schnittstelle Pin 6 und bei einer MTC Schnittstelle Pin 20.

Ich Zeige es hier mal am Beispiel einer ACME 186 mit MTC21 Schnittstelle(Vom orangenen Kabel nicht irritieren lassen, den Stecker habe ich leider auf keinem Bild, der ist aber auch verdrehsicher) :
Bild


Das war es auch schon, ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen helfen.
Wer nicht weiß welcher Pin was ist hier noch hilfreiche Links, wichtig ist bei MTC21 Schnittstellen, Drehrichtung beachten, ich glaube Brawa macht es da anders als z.B. ACME.
MTC21: http://www.miba.de/morop/nem660_d.pdf
Plux22: http://www.miba.de/morop/nem658_d.pdf

Schönes Wochenende
Paul

Änderung 1: Empfehlungen von Oligluck umgesetzt, danke nochmals an dieser Stelle!

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