Anfängerhilfe Systemauswahl

Bereich für alle Fragen von Anfängern und Einsteigern rund um die Modellbahn.

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Fishmastr
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#76

Beitrag von Fishmastr »

So, Weihnachten und Jahreswechsel sind geschafft, und auch der Umzug ist abgeschlossen. Das heißt die Planungen werden erheblich konkreter werden. So besteht auch schon eine erste Idee die ich noch in irgendeiner Art und Weise digitalisieren muss um sie hier von euch zerreißen zu lassen. :)
Bisher hatte ich mich auf das LocoNet als Bus eingeschossen, bin nun aber über Umwege auf den BiDiB aufmerksam geworden. Kann mir da jemand von seinen Erfahrungen berichten? Ich habe bei TAMS verschiedene Module wie Zeus und Hermes gesehen, und die machen ja auch alle sinn. Aber wenn ich auf die Preise schaue liegen die im selben Segment wie LocoNet. Wie schaut es hier mit der Zukunftssicherheit aus? Wird noch aktiv entwickelt? Wie ist der Support durch die anderen Hard-/Softwarehersteller? Hier sind die letzten Änderungen auf bidib.org von 2017, was mir etwas aufstößt.
Zusätzlich stellt sich noch die Frage der FREMO Kompatibilität, die ja bekanntlich auf LocoNet bauen. Hier bin ich gerade etwas zwiespalten und würde mich freuen wenn ihr mich mit euren Erfahrungen wieder auf den richtigen Pfad schubsen könntet.
Planung: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=176065
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Tilly
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#77

Beitrag von Tilly »

Hallo,
Fishmastr hat geschrieben: ...
Bisher hatte ich mich auf das LocoNet als Bus eingeschossen, bin nun aber über Umwege auf den BiDiB aufmerksam geworden. Kann mir da jemand von seinen Erfahrungen berichten? Ich habe bei TAMS verschiedene Module wie Zeus und Hermes gesehen, und die machen ja auch alle sinn. Aber wenn ich auf die Preise schaue liegen die im selben Segment wie LocoNet. Wie schaut es hier mit der Zukunftssicherheit aus? Wird noch aktiv entwickelt? Wie ist der Support durch die anderen Hard-/Softwarehersteller? Hier sind die letzten Änderungen auf bidib.org von 2017, was mir etwas aufstößt.
Zusätzlich stellt sich noch die Frage der FREMO Kompatibilität, die ja bekanntlich auf LocoNet bauen. Hier bin ich gerade etwas zwiespalten und würde mich freuen wenn ihr mich mit euren Erfahrungen wieder auf den richtigen Pfad schubsen könntet.
Auf BiDiB.org wird die Spezifikation des BiDiB-Protokolls beschrieben. Diese Spezifikation ändert sich natürlich nicht sehr häufig.
Ansonsten müssten die Hersteller von Bausteinen und SW ja ständig "hinterher" Programmieren.

Unter "Anbieter" sieht man welche Hersteller BiDiB unterstützen.
Es gibt ein sehr aktives Forum.
Dort sind alle Entwickler vertreten und antworten direkt zu Fragen.
Auch im BiDiB-Wiki findet man viele Infos.
Dort sind gerade erst neue Versionen der BiDiB-Tools Monitor und Wizard bereit gestellt worden. (alles Freeware)

Gerade im Bereich RailCom ist BiDiB zur Zeit wohl mit das beste am Markt.
Die aktuellen Belegtmelder von Tams und FichtelBahn können Channel 1 und 2 auf jedem einzelnen Belegtmelderanschluß auswerten.
Mit Erkennung von bis zu vier Adressen je Belegtmelderanschluß.
Und aufgrund der hohen Busdurchsatzrate kann BiDiB diese Informationen auch vollständig an die Steuerprogramme (PC) übertragen.

Gruß,

Andreas
Fahren mit BiDiB und iTrain.
Ein paar BiDiB-Videos auf YouTube.

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#78

Beitrag von Fishmastr »

Moin Andreas,

die technischen Vorteile sind mir bewusst, genau aus diesem Grund bin ich auch abermals am überlegen welchem System ich meine Seele verpfände. Da ich allerdings meine Zeit eher mit dem Modellbau an sich und nicht unbedingt mit Problemlösung in Bussystemen verbringen möchte scheint es mir eine Entscheidung für eine Standardlösung(LocoNet) oder eine (bessere, aber noch nicht 100% ausgereifte/durchimplementierte)Pioniertechnologie(BiDiB) zu sein. Ich möchte ja an sich FREMO kompatibel bleiben, hier wird ja LocoNet zum Fahren benutzt. Wie genau geschalten wird das ist bei mir noch nicht zu 100% klar. Teils habe ich manuelle Hebel gesehen, in Segmentierten Bahnhöfen aber auch elektronische Anlagen. Wie ist es hier mit Strecken-/Blocksignalen? Wird hier auch das LocoNet verlangt oder sind proprietäre Lösungen möglich?

Eben auf der "Anbieter" Seite ist die letzte Aktualisierung aus 2017. Ich möchte für mich daheim Digikeijs und Traincontroller nutzen, da bin ich nun interessiert ob sich hier schon Support andeutet. Alles in allem stehe ich im Moment zu ca 80% beim LocoNet, möchte aber alle Möglichkeiten beleuchten.

Ich lese mit Interesse von Bauberichten und Problemen in Verbindung mit dem BiDiB hier im Forum und auch im restlichen Internetz, generell gefällt mir die Idee einer durchdachten und strukturierten Lösung, mit einfachem Aufbau und schlanker Verkabelung, was der BiDiB ja nun auch ist. Aber der Unterschied zum LocoNet ist da meiner Meinung nach derzeit noch marginal. Hier kann der BiDiB wohl erst mit steigender Nutzung der Rückmeldung sein Potenzial voll ausspielen. Hier ist also die Entscheidung auf FREMO oder eine potenzielle Zukunftstechnologie zu setzen?

Vielen Dank für deine Hinweise!
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#79

Beitrag von Fishmastr »

Moin Kollegen,

nachdem ich mich nun weitere 2 Tage intensiv mit BiDiB und den Möglichkeiten und Gegebenheiten beschäftigt habe, habe ich mich am Ende doch fürs LocoNet entschieden. Am Ende waren dafür 2 Gründe entscheidend:
1. Ich finde den Traincontroller ein sehr gutes Produkt und möchte diesen gern nutzen (auch wenn die Firmenphilosophie fragwürdig ist). Da dieser keine Unterstützung für BiDiB bietet ist das schon ein KO Kriterium, allerdings hätte ich mich bei entsprechendem Mehrwert auch mit Rocrail/iTrain anfreunden können.
2. Leider ist derzeit noch nicht absehbar ob sich BiDiB als neue Standardlösung etabliert. Ohne Frage ist die Technik ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung, nämlich nach vorn. Allerdings ist die Verbreitung noch nicht so groß das nicht ein anderes System dieses schnell überrennen kann. Des weiteren ist der Mehrwert auf RailCom Channel 2 für mich dieses Risiko nicht wert. Die Rückmeldung der Adresse auf Channel 1 (Transponding) funktioniert auch mit Digikeijs Komponenten übers LocoNet für meine Anlagengröße.

Ich denke diese Entscheidung ist verständlich und hilft vielleicht auch einigen die vor der selben Entscheidung stehen.

Über eure Kommentare freue ich mich natürlich weiterhin. Ich bin der Meinung ich habe soweit alle Grundlagen einmal durchleuchtet und für mich eine akzeptable Lösung gefunden. Lasst mich wissen wenn ich irgendetwas vergessen habe. Basis ist wie immer die Zusammenfassung in #1.
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#80

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

viele Fragen würden sich - entschuldige bitte - von selbst erledigen wenn Du berücksichtigst:

1. bei FREMO nutzt man Module: jeder Bahnhof oder Betriebsstelle wird "selber gesichert", dabei ist es dem Nutzer selbst überlassen wie er es macht.
Daher gibt es die Lösungen von manchen mittels Nachbau eines mechanischen Stellwerks (Aufwändig, geht zwar auch mit einem optischen Gleisbild auf einem Computerschirm, jedoch geht die Betätigung von Weichen und Signalen und Legung von Fahrstraßen bzw. deren Auflösung nur die manuell, wie früher also mittels "Muskelkraft" - wobei die kleinen Hebelchen heute sich viel einfacher umlegen lassen....

2. bei DCC wird "übers Gleis" geschaltet: der Bus ist egal. Die Schaltsignale haben mit dem Fahrsignal nix zu tun liegen aber ebenfalls "auf dem Gleis", ob direkt über die Zentrale oder wie bei größeren Strombedarf über Booster ist ebenso egal. Nur zur Klarstellung: Schaltbefehle werden im Gegensatz zu Fahrbefehlen nach NMRA nur 2 x übertragen, die Empfänger-Decoder müssen nachweisen, dass dieses auch reicht, sonst sind sie nicht NMRA-DCC

3. DCC wird auf ewig lange Zeiten der Standard bleiben, also auch mit allen Nachteilen eben wie der kleinen Austastlücke für Rückmeldung.
Märklin hat sich trotz seines Marktanteils und der konsequenten Digitalisierung bei ihrem "neuen" Digitalsystem "Systems/mfx" bei der eigenen
Kundschaft auch nicht durchsetzen können

Beim Fremo wird Loconet für die Fahrregler genutzt, thats all, weil meist "nach Sicht" gefahren wird bzw. weil bei Modulübergang der jeweilige Eigner festlegt wies bei ihm läuft.

Daher ist mein Problem zu verstehen wo tatsächlich Dein Problem ist. Vielleicht lässt Du Dich von einem FREMO-Mitglied mal einladen und guggst bei solch einem Treffen zu. Die Philosophie ist halt eine ganz andere als wenn ich eine Heimanlage aufbaue.

Peter
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#81

Beitrag von vikr »

Hallo Peter,
8erberg hat geschrieben: Mi 8. Jan 2020, 08:51 Daher ist mein Problem zu verstehen wo tatsächlich Dein Problem ist. Vielleicht lässt Du Dich von einem FREMO-Mitglied mal einladen und guggst bei solch einem Treffen zu. Die Philosophie ist halt eine ganz andere als wenn ich eine Heimanlage aufbaue.
Wie würdest Du die grundsätzlichen Unterschiede beim Bau einer Heim-, Vereins- oder Fremoanlage charakterisieren?

MfG

vik

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#82

Beitrag von Fishmastr »

Moin Peter,

ja, mein fehlender physischer Kontakt zu einen Individuum der FREMO Spezies ist tatsächlich ein Manko. Leider ist meine Freizeit sehr begrenzt sodass ich diesem Problem noch nicht entgegenwirken konnte. Das wird sich allerdings auch noch ändern.
Mein Problem derzeit ist tatsächlich mehr oder weniger "selbst gemacht" und ich möchte es hier verdeutlichen:

Daheim möchte ich eine kleine modulare Anlage die halbautomatisch gesteuert wird. Diese Module sollen aber teilweise auch für FREMO treffen nutzbar sein. Hier stellt sich nun wie von dir beschrieben das Problem der 2 unterschiedlichen Welten. Während FREMO eher manuell gesichert wird, also nur wenige Blöcke und Sensoren erfordert ist für die automatische Steuerung dies zwingend notwendig.
Im Bahnhofsbereich in dem ich zusammenhängende Segmente habe ist das kein Problem. Für Blockstellen mitten auf der Strecke bin ich derzeit der Meinung das hier wiederum eine Instanz der Spezies FREMO als Wärter notwendig ist, diese muss dann auch teilweise die Strecke bis zum Signal laufen um dieses manuell zu stellen da ja durch die verschiedenen Hersteller der Module keine zentrale Steuerung (von der Blockstelle aus) möglich ist. Seh ich das korrekt oder fehlt mir hier ein Puzzleteil?

Zu 3. ist mir bewusst und eben diesen Umstand wollte ich auch deutlich machen. Aber BiDiB hat derzeit nur wenig Unterstützung aus der Großserie. Mit TAMS haben sie einen Namen im Repertoire aber keinen Marktanteil. Sollte hier Roco oder Märklin auf einmal ein vergleichbares System auf den Markt werfen werden sich vermutlich viele für diese Lösungen entscheiden und BiDiB wird es sehr schwer haben genug Macht zur Standardisierung aufzubringen.

Zu 2. werde ich mir einmal eine Skizze machen, hier sagen Bilder oft mehr als 1000 Worte. So wie ich es verstanden habe läuft die Kommunikation Zentrale -> Dekoder per DCC über das Gleis / Fahrstromleitung. Rückmeldungen allerdings über den BUS, wie zb. Belegmeldung. Die Laststromversorgung der Schaltdekoder wird von einem Trafo erbracht, für den Fahrstrom ist die Zentrale / Booster zuständig.

EDIT:
Anschlussskizze für Schaltaufgaben:
https://digikeijs-wiki.com/doku.php?id= ... sbeispiele

Anschluss für Rückmelder:
https://digikeijs-wiki.com/lib/exe/fetc ... spiele.pdf

Ich finde diese Skizzen sehr übersichtlich und mir machen diese auch Sinn. Das heißt im Gegenzug auch ich kann alles ganz normal aufbauen. Ob die Rückmeldung dann im FREMO genutzt wird ist ja egal. Was ich damit ändern müsste wäre die Speisung des Fahrstromes von meiner Zentrale auf die FREMO Leitung zu ändern und die LocoNet Auswertung bleibt mir überlassen. So gesehen dürfte das aber keine Probleme geben oder?

Vielen Dank für deine Hilfe!
Zuletzt geändert von Fishmastr am Mi 8. Jan 2020, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#83

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

daher kann man auch im Prinzip sicherheitshalber immer nur nach der Devise arbeiten: Kompatibel ist nur das was genormt ist.

Die Hersteller nehmen sich sonst "gerne" manche merkwürdigen Dinger aus und pfeifen auf kompatibel "nehmen Sie unsere Decoder/Bauteile dann funktioniert es" ist das was man (leider) zu oft hört.
Ob Bremsverfahren, ob Lage der CVs ausserhab derer die strikt festgelegt sind... jeder backt lieber seinen eigenen Kuchen.

Tatsächlich ist es so, dass die Fahrstraßenstellung ortsgebunden vorgenommen wird. Bei FREMO-Fahrtagen sieht man daher viele besetzte "Dienststellen", die über eine eigene BASA (Bahntelefon) miteinander kommunizieren, also nicht wundern wenn da alte Telefone rumstehen.

Natürlich kann man das "doppelt" verkabeln, sodass man einerseits mittels Computer beim "Heimbetrieb" über Decoder arbeitet, andersrum bei FREMO mittels Handbetrieb die Fahrstraße - jetzt mal allgemein gehalten - bestimmt.

Wie gesagt: auch die "Hersteller" haben nicht mehr die Macht da groß was zu ändern, daher muss man schon seinen eigenen Weg wählen und gehen.

BTW entfernt man sich schon durch die Wahl von Railcom zur eigentlichen NMRA-Norm, denn in den NMRA-Regularien steht nix davon und es wird auch so schnell dort nichts passieren.

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#84

Beitrag von vikr »

Hallo Peter,
8erberg hat geschrieben: Mi 8. Jan 2020, 10:03
... Die Philosophie ist halt eine ganz andere als wenn ich eine Heimanlage aufbaue.
Wie würdest Du die grundsätzlichen Unterschiede beim Bau einer Heim-, Vereins- oder Fremoanlage charakterisieren?

MfG

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#85

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

also man kann auch eine Club- oder Privatanlage mit Modulen erstellen. Bei Modulen hast Du natürlich eine große Längenausdehnung, weil die Gleise und Weichen vorbildlicher gestaltet werden (bei Fremo auch Vorgabe). Daher kommt man mit dem bekannten "Brett" von 2 x 1 mtr. auch nicht weit.
Mit 24 Grad Weichenwinkel und 360 mm Radius wird keiner eine Modulanlage bauen, daher sind dann auch die Dimensionen ganz anders.
Rechne ich mit 400 mtr. Vorbild-Nutzlänge bei Gleisen ist ein Bahnhof schon gerne mal 6 - 7 mtr. lang!

WIE ich die Sache steuer ist letztlich eine Geschmacksfrage: viele wollen unbedingt eine vollautomatische Modellbahn, denen rate ich zum MM-Bildschirmschoner oder eine Dauerkarte im MiWuLa.
Schön ist natürlich wenn bei einem teilautomatischen Betrieb ein "Fahrplan" läuft, aber gleichzeitig der Nutzer seinen Nahgüterzug mittels Handregler rangiert. Der Computer muss die Fahrstraßen festlegen und wenn sich was beisst eben den Zug stehenlassen...

Allerdings ist das alles Geschmackssache und da hat man 10 Modellbahner mit 11 Meinungen.
Alleine so etwas in einem Club allen Mitgliedern klarzumachen kostet schon Nerven. Die Meisten wollen einfach fahren und verkennen das "dahinter".

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#86

Beitrag von Fishmastr »

8erberg hat geschrieben: Mi 8. Jan 2020, 14:26 Schön ist natürlich wenn bei einem teilautomatischen Betrieb ein "Fahrplan" läuft, aber gleichzeitig der Nutzer seinen Nahgüterzug mittels Handregler rangiert. Der Computer muss die Fahrstraßen festlegen und wenn sich was beisst eben den Zug stehenlassen...
Moin Peter,
genau das ist mein Ziel ;).

Leider gibt mein "Raum" eben keine 6 Meter her, wie allerdings in meinem Planungsthread beschrieben versuche ich das beste herauszuholen. viewtopic.php?f=24&t=176065
Ich bin mir der Anforderungen des FREMO bewusst, ich tendiere sogar mit meiner eigenen Überzeugung eher Richtung H0fine, aber dafür werde ich noch etwas üben müssen. Ganz unabhängig vom Gleismaterial und Detaillierung ist aber eben die Bus Auswahl. Und ob ich bei FREMO nun die Rückmeldung über LocoNet oder über BiDiB ignoriere ist egal, aber für daheim macht es eben doch einen Unterschied. Gerade wenn man Geldbeutel, Verkabelung und KnowHow vergleicht. Hier habe ich versucht mir das Lehrgeld zu sparen und von den Erfahrungen anderer, so auch dir, zu profitieren. Wenn du dann noch Erfahrung aus dem FREMO Umfeld beisteuern kannst hilft mir das umso mehr. Sicher wäre das auch bei einem persönlichen Treffen zu klären gewesen, aber so können möglicherweise noch andere ihre Schlüsse ziehen, und für mich habe ich das Wissen dokumentiert. Davon abgesehen bekomme ich mehr als eine Meinung, wie wir ja wissen ist jeder von seiner Lösung überzeugt, sodass man hier durchaus aufs falsche Pferd setzen kann.
Planung: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=24&t=176065
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#87

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

naja, das musst Du dann mit Dir selber ausmachen.

Wenn Du meine bescheidene Meinung dazu hören möchtest: nehm Loconet

Peter
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#88

Beitrag von Fishmastr »

Moin Peter,

du hast recht, hier werde ich wohl beim aktuell etablierten Standard bleiben und mit dem Loconet gehen.

Moin an alle,

Nachdem ich mich nun für Epoche II DRG entschieden habe bin ich langsam auf der Suche nach geeignetem Rollmaterial. Derzeit habe ich hier die alt etablierten Hersteller im Blick, also Fleischmann / Roco, aber auch Brawa und Piko. Welche Hersteller kann man noch empfehlen wenn es um Qualität und Detaillierung geht. Sinnvoll ist hier sicher auch die Unterscheidung nach Lokomotiven und Wagen. Ein Austausch der Achsen und Kupplungen ist kein Problem, allerdings möchte ich nicht 150€ für Superung ausgeben müssen um ein ansehnliches Modell zu haben.

Ich habe mich mal bei LS Models, Hornby und ähnlichen umgesehen, diese verfolgen aber ganz andere Kernsegmente. Bei Kleinserienherstellern bin ich noch skeptisch ob diese mit dem Preis/Leistungsverhältnis der Großserienhersteller mithalten können. Für ein gutes Modell zahle ich gern etwas mehr aber irgendwann ist auch bei mir der Geldbeutel leer. Hat hier jemand gute Erfahrungen gemacht, mir schwebt da zum Beispiel "Sachsenmodelle" im Kopf umher.

Vielen Dank für eure Kommentare!

Viele Grüße aus Hamburg
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#89

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

Trix hat ebenfalls schöne Modelle wo mich jedoch der verbaute Decoder stören würde.
Auch Liliput, z.B. die Akku-Triebwagen, hat nette Dinge.

Andersrum hat so fast jeder Hersteller auch Dinge wo man sich doch etwas fragt...

Im Zweifelsfall einfach nach Erfahrungen fragen.

Ep. II ist natürlich ein großes Thema, damals war die DRG ja das größte Unternehmen der Welt.

Peter
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#90

Beitrag von Fishmastr »

Moin Peter,

ja Trix hat in der Tat schöne Modelle. Hier möchte ich aber etwas genauer wissen wie infwiefern sich Märklin und Trix bei ihrer Technik unterscheiden, im Vergleich zu den "herkömmlichen" 2 Leiter Herstellern. Ich möchte mir hier nicht eine komplett andere Motor und Dekodertechnik ins Haus holen und da vermute ich das bei Trix und Märklin die gleichen Motoren und Dekoder verbaut werden und lediglich die Leitungsführung im Modell anders ist um eben 2 oder 3 Leiter kompatibel zu sein.

Moin an alle,

Bei einem Roco/FLM/BRAWA/PIKO Modell gehe ich davon aus das ich einfach einen anderen DCC Dekoder stecken kann und womöglich ein paar Paramter anpassen muss und gut. Bei den Mätrix Modellen habe ich den Eindruck das teilweise noch andere Arbeiten und Modifikationen notwendig sind (z.B. Permanentmagneten?) und eben auch die Motoren ganz anders behandelt und eingestellt werden wollen. Ich tendiere auch eher dazu wenige Modelle zu kaufen und da womöglich Faulhaber nachzurüsten. Dies erscheint mir bei Mätrix Modellen ungemein schwieriger. Daher würde ich von diese beiden Herstellern eher Abstand nehmen. Falls ich hier auf einem Irrweg bin, bitte lasst es mich wissen.

Für Wagen sind beide Hersteller aufgrund des obligatorischen Kupplungs- und Radsatztausches aber auf jeden Fall interessant.
Liliput sieht auch ganz interessant aus, hier wären ein paar Berichte über Laufkultur und Qualität interessant. Leider habe ich selbst so gut wie keine Erfahrung.

Ich besitze eine aktuelle BRAWA und je eine ältere FLM und Piko. Die Brawa läuft sehr gut, ist halt ein aktuelle Produkt. Die FLM ist schön detailliert und bietet auch gute Fahreigenschaften. Die Piko ist sehr einfach und macht krach wie eine Kaffeemühle. Da hat sich gerade bei Piko in den letzten Jahren sicher auch einiges getan, aber daher kommen meine Vorurteile bzgl. dieser Marken. Leider bin ich auch nicht derjenige der bei Ebay einfach ein paar Loks schiesst und diese dann testet. Ich frage da gern nach objektiven und ehrlichen Erfahrungen. Mir ist durchaus bewusst das diese auch bei einzelnen Modellen mal abweichen können.
Generell werde ich auch trotz der kontroversen Meinungen und Diskussionen mit ESU Dekodern starten. Bei der Brawa (Lopi v3) hatte ich keine Probleme und konnte sehr schnell und einfach die Parameter ändern und sogar Funktionen mappen ohne mich wochenlang einarbeiten zu müssen. Hier hat mir die ausführliche Anleitung von ESU sehr gefallen. Dies einmal als positives Feedback bzgl. ESU.

Gibt es irgendwo eine Übersicht welche Hersteller welche Dekoder verwenden oder müsste ich das für jedes Modell explizit nachforschen?

Ich hoffe ihr versteht die bitte um Erfahrungen nicht als Anlass zum Glaubenskrieg. Bitte schildert eure Erfahrungen objektiv, ich werde für mich diese Erfahrungen zusammenfassen und diese können wir dann diskutieren.

Viele Grüße aus Hamburg
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#91

Beitrag von Railwolf »

Hallo,
Fishmastr hat geschrieben: Do 11. Jun 2020, 10:41 Ich möchte mir hier nicht eine komplett andere Motor und Dekodertechnik ins Haus holen und da vermute ich das bei Trix und Märklin die gleichen Motoren und Dekoder verbaut werden und lediglich die Leitungsführung im Modell anders ist um eben 2 oder 3 Leiter kompatibel zu sein.
Da vermutest du ziemlich richtig - und im Prinzip kannst du davon ausgehen, daß die Loks heute - wie bei allen anderen Herstellern auch - als Zweileiterloks konzipiert werden. Bei Loks, die mit Schleifer ausgeliefert werden, ist dann die Verkabelung angepaßt und haben die Radsätze keine Isolation. Deshalb kaufen einige Mittelleiter-Kollegen nicht nur bei Piko, sondern auch bei Trix die Zweileiterversion und rüsten selbst auf Mittelleiter um.
Die Motorentechnik unterscheidet sich in der Regel nicht von der bei anderen Herstellern. Sinus-Motoren gibt es nicht mehr - hat es sie bei Trix je gegeben? Der gute alte HLA mit Stirnradgetriebe stirbt auch langsam aus.
Fishmastr hat geschrieben: Do 11. Jun 2020, 10:41 Bei den Mätrix Modellen habe ich den Eindruck das teilweise noch andere Arbeiten und Modifikationen notwendig sind (z.B. Permanentmagneten?) und eben auch die Motoren ganz anders behandelt und eingestellt werden wollen.
Das gilt nur für alte Märklin-Modelle. Ein Märklin-Modell auf Zweileiterbetrieb umrüsten ist eine ziemlich lästige Sache und lohnt meist den Aufwand nicht. Diese alten Märklin-Loks sind aber zu tausenden unterwegs und beschäftigen darum das Forum bei der Umrüstung auf Digital viel mehr als neue Modelle mit Mittelmotor. Vergiß Märklin, konzentrier dich auf Trix, jedenfalls was Loks angeht.
Trix-Modelle sind grundsätzlich mit Gleichstrommotor ausgestattet, also kein Motorumbau.

Das einzige, was Trix da vorgehalten wird und dich stören könnte, ist, daß die Loks grundsätzlich mit Decoder verkauft werden. Ob es aber für dich ein Problem ist, DCC-einstellbare Decoder verschiedener Hersteller im Haus zu haben, und ob du mit der vom Modell angebotenen Geräuschkulisse zufrieden bist oder nicht - das kannst nur du selbst entscheiden. So ein Decoder kann aber auch durch ein anderes Modell ersetzt und verkauft werden.

Also: grünes Licht für Trix.
Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#92

Beitrag von Fishmastr »

Moin Kollegen,

hier mal wieder eine neue Frage. Ich habe mich nun da entsprechend Material vorhanden ist etwas mehr mit den Radsätzen beschäftigt. Ich orientiere mich bei einfachen Sachen an H0fine, möchte daher gern RP25/C88 (2.2mm Radscheibenbreite) Radsätze nutzen. Als Gleismaterial kommt ausschließlich Weinert zum Einsatz, mit der Kompatibilität sollte es also keine Probleme geben. Der Umbau von Lokomotiven ist ja bekanntlich etwas komplexer daher möchte ich mich zuerst an die Wagen setzen. Aus Gebrauchkäufen habe ich hauptsächlich Fleischmannwagen, den Großteil mit NEM Metallradsätzen, und einige wenige mit Plastikrädern auf Metallachsen. Nach meinem Gefühl laufen die Metallradsätze spürbar besser und leichter und daher möchte ich gern Wechseln. Diese Gelegenheit hätte ich auch gern genutzt um die ersten RP25 Radsätze anzuschaffen und damit Erfahrungen sammeln zu können.
Nach etwas Suche bin ich bei Luck Feinmechanik hängen geblieben. Gerade preislich und auch von der Auswahl her finde ich mich hier sehr gut aufgehoben, leider fehlen Radsätze in 23.8mm für Brawa Wagen. Derzeit habe ich noch keine im Bestand, aber von der Detaillierung her gefallen die mir sehr gut.
Hier hätte ich gern eure Meinung, oder vielleicht kennt jemand noch eine Alternative. Fa Thomschke kenn ich auch, die sind etwas günstiger, bieten allerdings nur RP25/C110 (2.8mm Radscheibenbreite), zumindest habe ich nur diese gefunden.

Im Fundus habe allerdings auch einen Wagen mit 2 Metallpuffern. Diese sind leider rostig, und es sind auch nur die Pufferteller aus Metall. Für Federpuffer sollte die entsprechende Mechanik ja in der Hülse sitzen oder? Welchen Grund gäbe es nur die Pufferteller auf Metall zu tauschen? Für Gewichtserhöhung gibt es sicher günstigere Möglichkeiten oder?

Vielen Dank für eure Hilfe und Erfahrungen

Viele Grüße aus Hamburg
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Michael K.
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#93

Beitrag von Michael K. »

Tag auch!

Luck kann ich persönlich nur empfehlen, ich habe alle meine RP25/88 Radsätze dort bezogen und auch alle P87_Radsätze, mir ist auch kein anderer Anbieter dafür bekannt, abgesehen von den Pur-Radsätzen von Günther Weimann, der aber leider derzeit nicht fertigt. Bei Luck einfach mal per Mail anfragen wegen der Brawa-Radsätze, meiner Erfahrung nach fertigt er auch, was nicht auf der Website steht; nicht wundern, die Kommunikation ist manchmal sehr eigen - meine letzte Anfrage nach p87 Radsätzen mit anderem Maß wurde nach 3 Tagen mit einer Rechnung beantwortet - bezahlt, 2 Tage später waren die Achsen da :wink:
Ansonsten habe ich noch einiges hier an RP25/88, dazu schicke ich Dir gerne eine PN, falls Interesse...

Was die Pufferteller angeht: Ich glaube, GFN hat häufig (immer?) Metalldrehteile in die Kunststoffpuffer gesetzt, das hat keinen speziellen Sinn. Wenn Du in Richtung Fine schielst, ist ohnehin der Austausch gegen Federpuffer ratsam. Auch da gibt es allerdings ein kleines Problem, weil es bei Weinert nur die runden Puffer gibt; für Silberlinge etc. müsstest Du da was aus einer Kombination der vorhandenen Plastikteile und Rundpuffern selbst was häkeln...

Bis denn
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#94

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

naja, wer bei Loks nur die Stromführung ändert wird auf die Nase fallen: NEM und Märklin haben unterschiedliche Radgeometrieen.

Bei Waggons ist es ja noch einfach: Räder tauschen, Mätrix-Händler tauschen meist kostenfrei Radsätze von oder auf NEM.

Peter
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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#95

Beitrag von Fishmastr »

Moin Michael,

ich gehe selbst in Richtung EPII in der Zeit der DRG. Daher ist mit Silberlingen nicht direkt ein Problem verbunden. Soweit ich weiß waren zu dieser Zeit auch die Drehgestellwagen noch mit runden Puffern bestückt, dann besteht hier also "noch" kein Grund zu wechseln.

Die betroffenen Wagen für die Metallradsätze sind 2x Fleischmann 5003 und ein passender Gepäckwagen. Mir ist bewusst das diese eher einfache Wagen sind ("Junior Serie"). Gerade deshalb möchte ich diese aber zum probieren nutzen. Daher sind die 10€ für Radsätze damit die Wagen ordentlich laufen und dann wird gealtert. Ich bin mir gerade nicht sicher ob hier die Scheibenräder korrekt sind. Angeblich kam der Wagen in den 1930 Jahren zum Einsatz, vorher wurden angeblich vermehrt Speichen/Doppelspeichenräder verbaut.
Erst mit dem Umbauprogramm der "Reichsbahn(?)" wurden Speichen durch Scheibenräder ersetzt. Nun steht da "Umbauwagen" aber unter Flagge der DRG, ist hier also ein Umbauprogramm der DRG gemeint, in der Länderbahnwagen mit Speichenrädern vereinheitlicht und mit Scheibenrädern ausgerüstet wurden?

Alle anderen Wagen der Verbandsbauart sind mit NEM Speichenrädern ausgerüstet, daher ist mir das bei diesen Wagen suspekt.

Moin Peter,

mit Umbau war in diesem Zusammenhang tatsächlich nur der Umbau der Räder gemeint, der ja bei Dampflokomotiven wie in meiner bevorzugten Epoche II auch schon abenteuerlich werden kann. Den umbau von AC auf DC werde ich nach Möglichkeit vermeiden, ich bin von der Märklin Motortechnik nicht so begeistert (rein subjektiv). Mit den "herkömmlichen" Langläufern oder Glockenankermotoren komme ich hingegen vom Verständnis her sehr gut aus, daher bleibe ich dabei.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Viele Grüße aus Hamburg
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Baubericht: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=181001

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Re: Anfängerhilfe Systemauswahl

#96

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

ach, Märklin hat die ollen "Allstrommotoren" auch zum Teufel gejagt, erst einmal sind chinesische Nachbauten von Mashima oder Mabuchi in anständiger Qualität spottenbillig wenn man entsprechende Mengen an Bulkware abnimmt und zum Zweiten kann man die auch für die Trix-Loks verwenden... :D

Da alle Märklin |:|-Loks mit Decoder seit Jahren mit Decoder (ein Umschaltrelais ist teurer) ausgeliefert werden ist das eh egal ob da so ein mittelalterlicher Allstrommotor oder ein Gleichströmer drinsitzt. Schlimm ist das Ganze nur wenn (wie Märklin das leider oft bei Minitrix macht) es sich um "Closed Can"-Motoren handelt bei denen man nicht die Kohlen wechseln kann und der Ersatzmotor nach 4-5 Jahren nicht mehr lieferbar ist.
Dann muss man guggen ob man im Internet vergleichbare Motoren bekommt...

Peter
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