warum so selten "echte" Oberleitung ?

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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#51

Beitrag von Analogbahner » So 13. Okt 2019, 00:22

histor hat geschrieben:
Sa 12. Okt 2019, 22:46
Eine Möglichkeit beim Analogbetrieb mit Gleichstrom ist: Echte Oberleitung und beide Fahrschienen als 2. Pol.
Dann können NUR Loks mit Pantografen fahren, richtig? Oder verstehe ich da was falsch? Ab und zu eine V 60 oder eine BR 44 hätte ich dann doch ganz gerne... ;)
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#52

Beitrag von Dreispur » So 13. Okt 2019, 07:34

Hallo !
Ich denke das ältere Semester war gezwungen Oberleitung für besseren Mehrzug Betrieb zu montieren .
Ich verbaute auch bis zur digitaler Welt Oberleitung .
Dann wurde abgebaut . Obwohl es lieb Vorbildgerecht war .
Die Betriebsicherheit war mir wichtiger . Ein MoBahner hat es mir mit Freude abgenommen und ich hatte die ersten digi Lok und Steuerung . Bin nicht mehr auf OL angewiesen .
Also man sieht sehr vielfältige Gründe .
Ich vermisse die OL nicht wirklich . Das Geld investiere ich lieber in vernüftiger Steuerung was auch wieder ein Zwiespalt ist . Nähmlich übers Ziel schiessen .
Wer mag soll es montieren .

Zur Frage selbst ungenügende Betriebsicherheit .
mfG ANTON

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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#53

Beitrag von histor » So 13. Okt 2019, 08:28

Analogbahner hat geschrieben:
So 13. Okt 2019, 00:22
Dann können NUR Loks mit Pantografen fahren, richtig? Oder verstehe ich da was falsch? Ab und zu eine V 60 oder eine BR 44 hätte ich dann doch ganz gerne... ;)
Logischerweise ja - damit NUR Oberleitung. Es sei denn, du gehst elektrisch einen Schritt weiter und trennst beide Schienen und hast dann zwei Modi:
* Beide Schienen zusammen geachaltet = sicherer Oberleitungsbetrieb
* beide Schienen getrennt geschaltet = konventioneller Fahrbetrieb "Unterleitung".
Wird dann natürlich bei Herzstückpolarisation der Weichen relativ kompliziert.


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#54

Beitrag von tramspotters » So 13. Okt 2019, 11:55

Hallo zusammen,

bei meinen Straßenbahnanlagen (zu Hause oder auch für Ausstellungen) gibt es nur einen vorbildgetreuen Oberleitungsbetrieb mit DCC, die Schienen sind miteinander verbunden. Betriebsstörungen haben wir daher kaum. Aufgrund der verwendeten Gleiskonstruktionen (Dreiecke, Gleiswechsel, Wendeschleifen) ist ein Unterleitungsbetrieb nur mit großem Aufwand möglich. Auch sind kurze Zweiachser (Achsstand im Modell 25mm) im Unterleitungsbetrieb sehr unsicher.

Die Oberleitung ist vielfach eine Einfachoberleitung, aber ich habe auch etliches in Hochkette gebaut. Alles ist vollständig aus 0,4mm starken Draht selber gebaut mit Abspannungen, wie im Original.

Bild

Bild

Auch eine mobile Kleinanlage hat eine Oberleitung, diese ist theoretisch auch funktionsfähig:

Bild

Natürlich ist es aufwendig, eine Oberleitung selber zu bauen, aber wenn man sich Gedanken darum macht, ob ein Kleineisen am Gleis richtig nachgebildet ist, dann sollte es selbstverständlich sein, auch die Oberleitung zu bauen, außer man verzichtet vollständig auf Elektroloks.

Ja, ein Betrieb ohne Stromabnehmer am Dach ist nicht möglich, dafür habe ich einige Fahrzeuge mit Akku und einer RC-Steuerung ausgestattet, damit sie auch fahren können.

Tschoe, Guido


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#55

Beitrag von Analogbahner » So 13. Okt 2019, 14:05

histor hat geschrieben:
So 13. Okt 2019, 08:28
Analogbahner hat geschrieben:
So 13. Okt 2019, 00:22
Dann können NUR Loks mit Pantografen fahren, richtig? Oder verstehe ich da was falsch? Ab und zu eine V 60 oder eine BR 44 hätte ich dann doch ganz gerne... ;)
Logischerweise ja - damit NUR Oberleitung. Es sei denn, du gehst elektrisch einen Schritt weiter und trennst beide Schienen und hast dann zwei Modi:
* Beide Schienen zusammen geachaltet = sicherer Oberleitungsbetrieb
* beide Schienen getrennt geschaltet = konventioneller Fahrbetrieb "Unterleitung".
Wird dann natürlich bei Herzstückpolarisation der Weichen relativ kompliziert.
Nun, das Zweileitersystem funktioniert seit jeher so: durch eine Schiene rein, durch eine Schiene raus. Offenbar stört der vermeintliche unsichere Betrieb aber die Millionen von Modellbahner nicht, und das Weichenproblem (was ich als Märklinbahner eh nicht kenne) besteht ja immer. Da würde ich die mögliche Kontaktschwäche bei der Oberleitung suchen, das heißt, ob ich nun über ein oder zwei Gleise den Strom zurückführe, ist eigentlich zweitrangig, wenn der Pantograph nicht richtig anliegt. Ob ich nun OL-Betrieb und Masse über beide Schienen mit dem Märklin-Pukosystem vergleichen kann? Dort ist das Nadelöhr ja auch der Mittelleiter. Fehlt dort der Kontakt zum Schleifer, kann noch so viel Masse-Gleiskontakt vorliegen - die Lok bleibt stehen.
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#56

Beitrag von histor » So 13. Okt 2019, 15:10

Wobei allerdings die Kontaktsicherheit zur Oberleitung erfahrungsgemäß deutlich besser ist als zu den Schienen. Daher ist 1X Oberleitung und 2X Schiene schon ein Gesichtspunkt für die Betriebssicherheit. Siehe Beitrag von "Tramspotters".

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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#57

Beitrag von histor » So 13. Okt 2019, 15:12

@ Tramspotters: Der Hamburger! :gfm:
Fährt der echt mit der Rolle? Das allerdings stelle ich mir schwierig vor.


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#58

Beitrag von Analogbahner » So 13. Okt 2019, 15:18

Hatte das nicht erwartet. Immerhin haben meist mehr Räder Kontakt zur Schiene als Pantographen zur Oberleitung (in der Regel ist die Fläche sogar kleiner als der Fahrdrahtdurchmesser). Aber sicher macht es sich besser, weil der Bügel per Federdruck angepresst wird. Und auf der Schiene macht sich Dreckplaque breit.
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#59

Beitrag von tramspotters » So 13. Okt 2019, 15:26

@histor:

Ja, der kann auch mit dem Stangenstromabnehmer fahren. Aber der Betrieb damit ist in der Tat nicht sehr einfach, was aber daran liegt, dass ich kein monströses Schleifstück verwende. Daher ist der Betrieb in Koffertown per Unterleitung.

@Analogbahner:
Der Kontakt ist sehr gut, besser als sich die meisten vorstellen, weil sie es halt nicht wissen. Wichtig ist natürlich ein sauberes Schleifstück. Zur Verbesserung des Kontaktes verwende ich Ballistol-Öl.

Da der Draht von unten bestrichen wird, kann sich auch kein Staub etc. dort ablagern.


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#60

Beitrag von Analogbahner » So 13. Okt 2019, 15:44

Ich hatte bei meinen Weichenstraßen immer das "Gefühl", dass eine echte, funktionierende Oberleitung da extrem kompliziert werden würde. Bei mir gab es nie einen Fahrdraht, nicht mal einen funktionslosen - nur mit Gummifäden habe ich es mal probiert. Und da war das Problem schon kaum lösbar.
Immerhin überkreuzen sich die Fahrdrähte in einer originalgetreuen OL, während die alte Mä-Oberleitung die Kreuzungen auf gleicher Höhe vornimmt, was für den Betrieb gut, für die Optik aber doof ist. Bei der Modellbahn sind die Weichenstraßen deutlich verkürzt, so dass der Panto ganz schön "kippeln" muss, um nacheinander die DKWs und Weichenstücke zu überfahren. Deshalb vermutete ich den schlechten Kontakt, denn bei der Moba ist die Strecke der aufeinander zulaufenden Fahrdrähte einfach sehr kurz...

Ergänzung:
Bild
Die Abzweigwinkel sind bei normalen Weichen, sogar noch bei "schlanken" Weichen zu steil, um eine sichere Überkreuzung zu gewährleisten. Es passierte ab und zu, dass sich der Panto vorher verhedderte ("falsch abbog"...) oder über den Faden geriet, weil seine Schleifleiste einfach nicht breit genug war (der Panto soll natürlich das 1:1-Modell darstellen), so dass es zu riskant war, den Stromabnehmer richtig anzulegen. Hab es dann nach wenigen Tagen gelassen...
Außerdem war der Andruck der Federn für Gummifaden zu hoch.

Angenommen, es hätte sich um eine funktionierende OL gehandelt, würde ich den Kontakt im Weichenbereich eher als "riskant" denn als "sicher" einstufen.
Zuletzt geändert von Analogbahner am So 13. Okt 2019, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#61

Beitrag von Peter BR44 » So 13. Okt 2019, 16:21

Hallo Wolf,

wie schon einige mehr oder weniger geschrieben haben,
war es bei mir auch so, dass ich früher die Oberleitung genutzt habe,
um zwei Züge auf ein und dem selben Gleis unabhängig von einander zu steuern.
Eben analoge Welt.

Heute mit der fortschreitenden Digitalisierung wird diese Möglichkeit überflüssig.
Man kann eben so viele Züge auf dem Gleis unabhängig steuern, wie Platz darauf ist.
Ergo wird keine mehr aufgebaut oder nur noch als "Alibi".
Damit es so schön funkt wie damals, werden jetzt an den Pantos LED´s verbaut.

Von daher bekommt die neue Oberleitung bei mir, auch nur noch eine optische Funktion.
Viele Grüße Peter

weist Du nicht mehr vor und zurück,
helfen dir die Stummis, was ein Glück.


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#62

Beitrag von fdl » Mo 14. Okt 2019, 09:59

Alle,

Selbstverständlich kann jeder wählen was er/sie macht auf die Modellbahn. Elektrischer Bahnbetrieb existiert schon etwa 100 Jahre. Ohne elektrische Traktion sind die Leistungen die ab Epoche IV gemacht worden nicht möglich.
Oberleitung gehört also zu der Bahn wie Gleise und Signale, wenigstens auf Hauptstrecken.

Im Maßstab HO ist Bau und Wartung von Fahrleitung nicht schwieriger als Gleisbau.

Ich möchte noch erwähnen das Betrieb auf einer Modellbahn mit Oberleitung interessanter ist.
Lokwechsel oder Vorspann sind dann vorbildgerecht, vor allem wenn die Anlage teilweise Fahrleitung hat.

Schon Jahrzehnte hat meine Anlage Fahrleitung. Ganz selten habe ich einen Stromabnehmer ersetzt.

Grus, Willem


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#63

Beitrag von Analogbahner » Mo 14. Okt 2019, 13:59

Der Aufbau einer Oberleitung mag nicht schwieriger als der Gleisbau sein, vielleicht. Aber später kann man eben alles, was darunter liegt, nur schwer erreichen. Sogar eine entgleiste Lok aufzugleisen, ist unter Oberleitung deutlich kniffliger. Vor allem dann, wenn man Wert auf eine vorbildgetreue OL legt, bei der alle Fahrdrähte (zumindest optisch) abgespannt sein sollten. Das bedeutet bei Vorfeldern, dass in der Regel kaum noch Eingriffslücken bestehen. Es ist komplett voll. Es gibt im Original keine Y- oder X-Abzweigungen.

Wegen der geringen Radien sind auch mehr Abzüge und engere Mastabstände vorhanden, damit die Stromabnehmer immer Kontakt haben. Eine Ausnahme sind natürlich die gebogenen Märklin-Fahrdrähte, die jedoch nicht jedermanns Sache sind.

Bei echter abgespannter Sommerfeldt-Oberleitung gibt es immerhin noch Flexibiliät, aber so eine Konstruktion muss wirklich durchdacht und stabil sein, während die gelötete Viessmann-OL sozusagen starr sich selbst stabil hält. Dort ist ein falscher Griff allerdings meist mit mehr großräumiger Sanierung verbunden...
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#64

Beitrag von Djian » Mo 14. Okt 2019, 15:13

Moin Jochen,

dein letzter Satz erschließt sich mir nicht. Inwiefern meist du das mit den großräumigen Sanierungsarbeiten? Verbiegst du mal ein Stück Fahrdraht, so kannst du es austauschen und auch Mast und Ausleger lassen sich voneinander trennen. Ich kenne bis jetzt keine so reparaturfreundliche OL wie die Viessmann/Märklin (sind ja baugleich, weshalb ich im Weiteren dann von Viessmann schreib). Und bei "keine" ist die alte Mä-OL mit eingeschlossen; hier waren die Ausgleichsstücke zur besseren Stabilität oftmals noch mit Schrauben (Art.-Nr. 7005 (?)) gesichert, die man auch erst lösen musste und die Masten waren aus Kunststoff und hin und wieder ist mir mal einer abgebrochen.
Sollte bei der Viessmann OL mal ein Mast kaputt sein, hänge ich zuerst den Ausleger aus, schiebe den defekten Mast aus seinem Klemmschuh, einen neuen Mast rein, Ausleger einhängen und es geht weiter. Da muss man nicht mal großartig ausrichten, bei den beiden Masten die ich ersetzen musste reichte ein langsamer Probelauf der "Problemlok", alles war ok und der Regler konnte wieder aufgedreht werden.
Und das Auf- und Abgleisen ist gar nicht so problematisch, wie hier oftmals geschrieben wird. Klar, wenn man absolut vorbildgetreu baut, dann wird's schwieriger. Doch mit der Durchschnittskompromissoberleitungdermeistenmodelleisenbahner hat man das bereits nach einer Lokomotive und 5 Schnellzugwagen raus, spätestens. Irgendwann fasst du das Rollmaterial dann immer so an und weißt gar nicht mehr wie und wo du ohne OL zugegriffen hast. Das ist wie beim Schwimmen. So kalt, wie man sich das Wasser am Startblock noch vorgestellt hat ist es nämlich gar nicht. Das größte Hemmnis ist hat immer der sog. Vorbehalt :wink: .

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#65

Beitrag von Analogbahner » Mo 14. Okt 2019, 17:21

dein letzter Satz erschließt sich mir nicht. Inwiefern meist du das mit den großräumigen Sanierungsarbeiten?
Da die übliche Oberleitung quasi komplett verlötet ist, reißt man viel mehr runter. Alles hängt miteinander zusammen. Sind die Fahrleitungen aber einzeln federnd gespannt, wie bei Sommerfeldt, beschädigt man vielleicht ein oder zwei Aufhängungen, die anderen Leitungen sind aber nicht betroffen. Da die Drähte auch nachgeben, weil sie „echt“ gespannt sind, kann man sie auch ein wenig wegdrücken. Bei verlöteten Oberleitungen sollte man das besser bleiben lassen...

Nachtrag: ja, die Viessmann-OL ist schon gut und stabil. Gegen sie habe ich wahrhaftig nichts gesagt. Sommerfeldt wäre mir dann auch zu teuer und erfordert einen sehr stabilen Aufbau, der nicht auf einer fliegenden Platte geht. Klar kann man auch bei Sommerfeldt schummeln und modellbahnerkompromissbereit sein. Doch würde man wie beim Original alle Drähte vorschriftsmäßig abspannen, hat man tatsächlich ein Drahtverhau über dem Bahnhof...
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#66

Beitrag von Djian » Mo 14. Okt 2019, 18:14

Moin Jochen,

ich meine, dass es bei der OL im Bahnhof auf alle Fälle statthaft ist Kompromisse einzugehen: Machen wir uns nichts vor. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Bahnhöfe in ihrer Längenausdehnung in erheblichem Maße gestaucht. Wenn dann dort alle 15cm ein Mast steht bekommst du natürlich große Schwierigkeiten. Der Kunstgriff einer Modelleisenbahn besteht im Wesentlichen doch darin, die Realität mit den zur Verfügung stehenden Ausmaßen wiederzugeben sodass man ein stimmiges Bild erhält, nicht sie in 87facher Verkleinerung zu imitieren. Ich weiß, der Anspruch ist verbreitet. Doch man zeige mir einen Aspekt, wo das gelungen ist und ich zeige dir auf derselben Anlage fünf Kompromisse. Das ist nicht schlimm oder soll dem Erbauer gegenüber abwertend gemeint sein; es kennzeichnet einfach nur das Wesen unseres Hobbies.

Schöne Grüße aus Ostholstein
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#67

Beitrag von Analogbahner » Mo 14. Okt 2019, 18:33

Ja, das ist in Ordnung. Die Moba ist immer ein Kompromiss.

Mir fiel bei meinem Gummifadenexperiment auf, dass man wirklich alle Fäden irgendwo abspannen muss. Im Gegensatz zu gelöteten Fahrdrähten konnte man nicht irgendwo stumpf „aufhören“. Klar, ich habe dann die Fäden an irgendwelchen Masten angeknotet, weil ich nicht so viele Abspannwerke hatte. Beim Original sind an allen Quertragwerken jede Menge Abspannwerke für die Schrägverbindungen, und dazu reichlich Abspannmasten zwischendrin. Tatsächlich erzwang dies eine überlegte Planung, wo welcher Faden entlanglaufen musste - es gab jede Menge „Enden“ zu optimieren. :mrgreen: .

Deshalb war der Bahnhof bei ca. drei DKW und sechs Weichen bereits „voll“, das heißt, ein Eingriff von oben wäre bei „richtiger“ Oberleitung, die nicht flexibel ist, schon mühsam:
Bild
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#68

Beitrag von Analogbahner » Mo 14. Okt 2019, 19:26

Dann gehört das auch hier rein...: :mrgreen: :lol: :sabber:

Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#69

Beitrag von tramspotters » Mo 14. Okt 2019, 21:21

Sagt mal, was macht ihr, dass ihr Angst habt, die Oberleitung großflächig abzureißen? Das schaffte noch nicht mal mein Sohn mit 6 Jahren.

Meine Oberleitung ist aus einer Phosphorbronze, 0,3mm dünn (https://www.hassler-profile.li/index.ph ... erollt-m14), die reißt nicht mal eben. Auch die Masten brechen nicht ab, die sind auch aus Metall, da eine solche Oberleitung auch vernünftig verspannt sein muss, damit man darauf Harfe spielen kann ;-) https://www.youtube.com/watch?v=9J5ghWHlQn4

Bei Koffertown ist die ganze Oberleitung demontierbar, d.h. die Masten sind nur eingesteckt und die Oberleitung entsprechend auf die Masten geschoben. Dort verwendete ich den 0,4mm Draht von Sommerfeld. Aber auch dort ist noch nichts kaputt gegangen.

Tschoe, Guido


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#70

Beitrag von Schwanck » Di 15. Okt 2019, 10:06

Moin zusammen,

im Titel steht "echte" Oberleitung! Und davor die Frage: Warum so selten?
Vorweg: ""echte" Oberleitung" heißt für mich Stromabnehmer am Fahrdraht.

Sehr viele Beiträge dieses Threads beschäftigen mit den Themen: Ja/nein, welche Marke, welches Material von Mast und Fahrdraht mit welcher Stärke, von Verspannung und mit der Pseudo-Fahrleitung.
Auf die Tatsache, dass eine Fahrleitung in allen diesen Aspekten sehr sorgfältig geplant, noch sorgfäliger errichtet und gespannt und am sorgfältigsten überprüft und gewartet werden muss, um einen echten sicheren Betrieb zu haben, wird kaum eingegangen. Dass das zuletzt Dargestellte, sehr viel Arbeit, Fleiß und Zeit, die man eigentlich zum Eisenbahnspielen auch braucht, kostet, wird weit weniger betont. Dass der 'normale' Mensch (der männliche besonders) von Natur aus die Bequemlichkeit liebt und in diesem Sinne 'faul' ist, ist auch bei uns im Modellbahnclub und bei mir zu Hause der wahre Grund dafür, dass der Bügel der Eloks unten bleibt. Gebt es doch endlich auch zu! Da fällt euch kein Stein aus der Krone (der Schöpfung)!
Tschüss

KFS

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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#71

Beitrag von zofman » Di 15. Okt 2019, 10:44

Moin allen,
Kennen Sie diese dingen?
https://www.stillertec.com/
Die verringeren das gefahr des verhaken.
Jan

Ps( fehler im sprache: Holländer) :D
Bürgermeister von Scheisse am Alln
https://www.youtube.com/channel/UC7-t1d ... JBdde_hbCA


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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#72

Beitrag von Analogbahner » Di 15. Okt 2019, 12:58

Schwanck: dann wäre eine "echte" Oberleitung tatsächlich eine funktionierende und weniger eine schöne. Dann müsste die alte Märklin-Oberleitung aufgrund ihrer unverwüstlichen Betriebssicherheit ganz oben stehen. Die ist aber dick und nicht originalgetreu. Deswegen sollte man "echt" mit zweierlei Maßstab messen; nämlich einerseits die OL, die "echt" aussieht und die OL, die "echt" funktioniert. Es geht natürlich beides zusammen. Aber es ist wenig zielführend, bei einer "echten" Oberleitung die echte Funktion zu verlangen, während Diesel- und Dampfloks auf einer Moba mit Strom laufen. Diese Selektion ist demnach total beliebig, das eine soll "echt" sein, das andere nicht?
Gruß
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#73

Beitrag von Schwanck » Di 15. Okt 2019, 13:32

Moin Jochen,

Widerspruch!
Analogbahner hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 12:58
Aber es ist wenig zielführend, bei einer "echten" Oberleitung die echte Funktion zu verlangen, ...
Habe ich doch gar nicht!
Schwanck hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 10:06
Vorweg: ""echte" Oberleitung" heißt für mich Stromabnehmer am Fahrdraht.
heißt doch nicht, dass da auch Strom fließen muss.
Aber darum geht es mir nicht, wie man nun deutlich erkennen sollte, wenn man weiter liest. Mir scheint, dass das wohl als Peinlichkeit empfunden wird und man deshalb davon ablenken will.
Oder warum wird die Titelfrage nicht oder nur ausweichend beantwortet?
Tschüss

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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#74

Beitrag von E-Lok-Muffel » Di 15. Okt 2019, 14:47

Hallo Leute,

Ich weiß, ich bin eigentlich hier fehl am Platz (s. mein Avatar), aber ich muss den Hinweis von Wolf am Anfang dieses Threads bestätigen:
lupus51 hat geschrieben:
Di 8. Okt 2019, 08:10
Auch dank diesen Forums habe ich ja nun schon viele Anlagen in Betrieb gesehen, da fällt mir auf,
daß auf nur wenigen Anlagen überhaupt eine Oberleitung montiert ist, obwohl E-Loks zuhauf fahren, und dann oft auch nur
mit "abgelegtem" Pantograf !
Allerdings hat das nach meiner Meinung einen ganz einfachen Grund: Die meisten Anlagen sind einfach nicht fertig! Die OL wird als letztes gebaut, weil sie eben oben hängt und aufgrund ihrer Filigranität nicht gleich wieder kaputt gehen soll.
Wenn also ein Anlagen-Abschnitt mehr oder weniger landschaftlich durchgestaltet ist, Gleisbett geschottert, Details angebracht, kann über diesem Abschnitt dann die OL installiert werden.
Hier könnten jetzt auch Bilder von Loks mit angelegtem Pantho erfolgen, Videos hingegen noch nicht, da noch nicht überall auf der Anlage Fahrdraht hängt - und aufgrund der schon erwähnten Faulheit bleiben meist die Stromabnehmer unten, was dann auch der Sicherheit dient, wenn die Loks irgendwann wieder bewegt werden und niemand mehr an den Panto denkt.

Allerdings stellt sich mir jetzt als Nicht-Betroffener eine ganz andere Frage an alle E-Lok-Fahrer ohne (echte) OL: Nach den Wortmeldungen hier im Thread zu urteilen, scheint es doch nicht zu gefallen, E-Loks "abgebügelt" zu fahren. Trotzdem sehe ich bei der Bodenbahn-Fraktion selten oder nie ausgefahrene Stromabnehmer???
Ohne die Begrenzung durch einen Fahrdraht sehen "maximal angehobene" Pantographen für meine Begriffe auch eher unnatürlich aus, allerdings könnte man die Hubhöhe von Pantographen ja mit Faden oder den hier auch schon erwähnten Pantofixern begrenzen, sodass heir ein zumindest vorbildähnlicheres Aussehen resultierte...

Im Übrigen muss auch einmal gesagt werden, dass "echte", d.h. funktionsfähige OL mit Strom drauf ein Märklin-spezifisches Phänomen ist. Die DC-Welt kennt keine echte OL, das war dort immer Attrappe und kein Hersteller ausser Märklin hat je E-Loks mit Stromabnehmern gebaut, die Ihren Namen verdient hätten. Selbst Märklin baut seit X Jahren keine neuen Modelle mit "funktionierenden" Pantographen, damit hat sich eigentlich die Diskussion über eine "echte" OL erledigt...

Gruß
uLi
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Dölerich Hirnfiedler
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Re: warum so selten "echte" Oberleitung ?

#75

Beitrag von Dölerich Hirnfiedler » Di 15. Okt 2019, 15:21

E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Di 15. Okt 2019, 14:47


Im Übrigen muss auch einmal gesagt werden, dass "echte", d.h. funktionsfähige OL mit Strom drauf ein Märklin-spezifisches Phänomen ist. Die DC-Welt kennt keine echte OL, das war dort immer Attrappe und kein Hersteller ausser Märklin hat je E-Loks mit Stromabnehmern gebaut, die Ihren Namen verdient hätten. Selbst Märklin baut seit X Jahren keine neuen Modelle mit "funktionierenden" Pantographen, damit hat sich eigentlich die Diskussion über eine "echte" OL erledigt...

Hallo Uli,

Es ist auch gut das das bisher niemand gesagt hat. Es ist nämlich falsch. FLEISCHMANN führte viele Jahre die elektrisch funktionsfähige VOLLMER-Oberleitung im Katalog und stattete seine Lokomotiven auch mit Umschalter aus. in der DDR kam die elektrisch funktionsfähige Oberleitung vom VEB PLASTICART. RIVAROSSI hatte eine Straßenbahn mit funktionsfähiger Oberleitung, HAMO auch. In Italien hatte LIMA eine Oberleitung mit Metallfahrdrähten und in Frankreich VB. in größeren Spuren hatte LGB ein elektrisch funktionsfähiges Oberleitungsangebot das gerne für Straßenbahnen genutzt wurde.

Ich fahre übrigens zuweilen E-Loks von Fleischmann auf M-Gleis mit Gleichstrom aus der Märklin-Fahrleitung. Das funktioniert ganz gut. Ich möchte die funktionsfähige Oberleitung nicht missen und kenne die Vorteile wenn man eine hat. So bin ich der falsche Ansprechpartner für die Ursprungsfrage.

mfg

D.
Wir leben in einer unruhigen, durch und durch egoistischen, schlimmen Zeit.
Allgemeine Schulzeitung, Nr. 201 vom 21.12.1843

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