Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

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Erich Müller
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#151

Beitrag von Erich Müller » Sa 14. Jul 2018, 09:00

Analogbahner hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 21:39
Wenn eine Kehrschleife kürzer ist als die längsten Züge, könnten diese Züge auch auf Märklin 3L-Gleisen nicht fahren... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Nur mal so am Rande angemerkt: wenn das so einfach ist, warum gibt es dann so viele Fragen dazu, wo der umpolbare Abschnitt angelegt werden kann?
Wenn die Kehrschleife achtgleisig ist, weil Schattenbahnhof, setzt du dann acht KSM ein, in jedem Gleis eins? Und wenn die Gleise noch dazu sequentiell genutzt werden?

Ich schreibe dir das nur, weil du eigentlich nicht so ein Kampfhahn bist wie die Wortführer beider Couleur hier im Thread - und bin dann mal wieder raus: :popcorn: ist alle.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#152

Beitrag von US-Bahner1970 » Sa 14. Jul 2018, 12:02

Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 09:00
Nur mal so am Rande angemerkt: wenn das so einfach ist, warum gibt es dann so viele Fragen dazu, wo der umpolbare Abschnitt angelegt werden kann?
Weil nicht wenige erst bauen und dann nachdenken oder einfachste elektrische Schaltungen nicht kapieren (wollen) oder das Begleitpapier nicht lesen.
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 09:00
Wenn die Kehrschleife achtgleisig ist, weil Schattenbahnhof, setzt du dann acht KSM ein, in jedem Gleis eins? Und wenn die Gleise noch dazu sequentiell genutzt werden?
Im Normalfalle nimmt man die Strecke die um den Schattenbahnhof herum führt für die Umschaltung. Ganz gewiefte Bastler lösen das Problemchen auch ohne fertige Kehrschleifenschaltung mit Hilfe einer handvoll 2€ Miniaturrelais.
Bild


Erich Müller
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#153

Beitrag von Erich Müller » Sa 14. Jul 2018, 12:27

Hallo erst mal (Höflichkeit ist eine Zier...),
US-Bahner1970 hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:02
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 09:00
Nur mal so am Rande angemerkt: wenn das so einfach ist, warum gibt es dann so viele Fragen dazu, wo der umpolbare Abschnitt angelegt werden kann?
Weil nicht wenige erst bauen und dann nachdenken oder einfachste elektrische Schaltungen nicht kapieren (wollen) oder das Begleitpapier nicht lesen.
Das klingt jetzt verdächtig nach "weil die zu doof sind"...

[/quote]
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 09:00
Wenn die Kehrschleife achtgleisig ist, weil Schattenbahnhof, setzt du dann acht KSM ein, in jedem Gleis eins? Und wenn die Gleise noch dazu sequentiell genutzt werden?
Im Normalfalle nimmt man die Strecke die um den Schattenbahnhof herum führt für die Umschaltung. Ganz gewiefte Bastler lösen das Problemchen auch ohne fertige Kehrschleifenschaltung mit Hilfe einer handvoll 2€ Miniaturrelais.
[/quote]

Na dann viel Spaß:
http://www.edalon.net/grafik/gleisplan- ... ahnhof.jpg

Und auch bei Anlagen mit Verteilerkreis kann es durchaus haarig werden, weil es eben zwischen zwei Weichen nicht unbedingt genügend Platz gibt für den längsten Zug.

Das soll hier aber nicht zum Diskussionspunkt werden. Lediglich als Hinweis dienen, dass das mit den Kehrschleifen, wiewohl meist lösbar, doch nicht unbedingt ganz so einfach ist, wie einige Dogmatiker und Apologeten des Zweischienen-Zweileitersystems es gern hinstellen.
Und wie gut, dass uns die Digitaltechnik von der Oberleitung als Stromzuführung erlöst hat - denn Kehrschleifen auf Zweischienen-Zweileiter-plus-Oberleitung, das ist ein gaaaaanz lustiges Thema. :fool:
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#154

Beitrag von JoMa » Sa 14. Jul 2018, 13:32

Hallo Zusammen,

daß hier so vehement die Ansichten aufeinanderprallen liegt einzig daran, daß der Unterschied zwischen beiden Systemen wirklich nicht so gravierend ist.
Man kann in Zweileiter super schöne Anlagen bauen, da das Gleismaterial vielfältiger ist und der Mitteleiter fehlt. Man kann den Mitteleiter aber aufwendig tarnen, dafür braucht man bei Zweileiter die Zeit für die Planung der Elektrik, und damit meine ich nicht nur das Verdrahten der KSMs, sondern auch im Vorfeld, um überhaupt herauszufinden, ob man nicht versehentlich einen Kurzschluß eingebaut hat. Daß das völlig "simple" ist, zeigen gerade wieder aktuelle Threads mit so sprechendem Namen wie Schleifen, Kehrschleifen - Ich blick nicht mehr durch - oder sind die Kollegen alle minderbegabt? Ich glaube wohl kaum.
Ich kann mich an Zweileiter erfreuen und dennoch für meine Belange Dreileiter besser finden, genauso sieht das umgekehrt aus. Jedes hat seine Berechtigung. Daß das eine vorbildlicher als das andere ist, hängt vom Geschick des Bastlers ab. Ich frage mich z. B., ob man nicht sogar den Mitteleiter als das schwarze Kabel, das heute mittig zwischen vielen Gleisen des Vorbilds verläuft, tarnen kann, indem man entsprechende schwarze Kunststoffattrappen zwischen den Pukos plaziert? Egal.
Jede Seite zieht halt genüßlich Punkte heraus und breitet diese episch aus, die nachteilig am anderen System sind, obwohl es für alles eine mehr oder minder aufwendige Lösung gibt. Auch hängt es ganz extrem von der eigenen Anlage und dem Thema ab, ob die Nachteile überhaupt zum Tragen kommen. In jedem Fall hat jede Seite Einschränkungen und Freiheiten, alle sind wenn man an seiner Anlage dadurch an Grenzen stößt störend oder andernfalls befreiend.
In jedem Falle nervt dieser Glaubenskrieg. Wenn ich meine Anlage beginnen werde, dann frage ich evtl. hier nach, wie man Probleme lösen kann. Dann möchte ich genauso wenig hämisch hören, hättest Du mal Zweileiter genommen. Genauso schmiere ich das auch nicht permanent der Zweileitergemeinde unter die Nase, wenn sie ihre KSMs episch diskutieren. Und ca. 90 % der Anlage ist Landschaft und da haben wir gemeinsam unabhängig vom System unsern Schaff mit - oder?

Also alle mal einen Gang zurück, und was war noch mal die Frage, ah ja, ob die Aspekte des Threaderstellers zu einem Wechsel führen sollen: Als Dreileiterliebhaber sage ich: "Ja" mit Dreileiter wirst Du nicht glücklich. Denke noch mal genau nach und dann mach es.
Mir geht doch nichts verloren, wenn er wechselt, ich gewinne auch nichts, wenn jemand zu Dreileiter wechselt.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende. Oder muß man diesen Wunsch auch nach Zwei- oder Dreileiter-Aspekten unterscheiden?

Fragt sich Stefan aus BaWü


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#155

Beitrag von BernhardI » Sa 14. Jul 2018, 13:54

Hallo Erich,
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Na dann viel Spaß:
http://www.edalon.net/grafik/gleisplan- ... ahnhof.jpg
Das ist dermaßen simpel, daß es kaum Spaß macht, die Lösung zu finden:
An das Kehrschleifenmodul angeschlossen wird ein Abschnitt des inneren Wendelgleises, länger als der längste Zug, eingeschlossen in den Abschnitt die erste (bzw. letzte) Weiche des Schattenbahnhofs. Fertig. Ein Kehrschleifenmodul, keine Abstellgleise und auch nicht notwendigerweise Rückmelder im Umschaltabschnitt (da freie Strecke).

Wer so einen Schattenbahnhof baut, wird daran nicht scheitern.
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Und auch bei Anlagen mit Verteilerkreis kann es durchaus haarig werden, weil es eben zwischen zwei Weichen nicht unbedingt genügend Platz gibt für den längsten Zug.
Das macht gar nichts, weil der Umschaltabschnitt über Weichen hinausgehen kann.

Grüße,
Bernhard
Früher waren die Klagen über die verlorene gute alte Zeit viel intelligenter.


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#156

Beitrag von US-Bahner1970 » Sa 14. Jul 2018, 15:22

Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Na dann viel Spaß:
http://www.edalon.net/grafik/gleisplan- ... ahnhof.jpg
Das ist ein Thema für die Katerogie "erst nachdenken, dann bauen". Viel Spaß noch beim theoretisieren und dramatisieren.
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#157

Beitrag von UP4001 » Sa 14. Jul 2018, 15:33

Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Na dann viel Spaß:
http://www.edalon.net/grafik/gleisplan- ... ahnhof.jpg
Bild
...und? :fool:
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Das soll hier aber nicht zum Diskussionspunkt werden. Lediglich als Hinweis dienen, dass das mit den Kehrschleifen, wiewohl meist lösbar, doch nicht unbedingt ganz so einfach ist, wie einige Dogmatiker und Apologeten des Zweischienen-Zweileitersystems es gern hinstellen.
Ich fühle mich zwar nicht als Messias, Dogmatiker oder Apologet, aber Kehrschleifen machen mir keine Angst mehr, seitdem ich mich damit auseinandergesetzt habe. Natürlich muss ich vorab etwas nachdenken und kann nicht einfach wie ein dreijähriger Gleise zusammenfriemeln, aber wenn ich so manche Umbauten (Loks, Wagen, Elektronik) sehe, scheint tüfteln nicht ganz unbeliebt zu sein. Ist es doch Teil unseres Hobbies.
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Und wie gut, dass uns die Digitaltechnik von der Oberleitung als Stromzuführung erlöst hat - denn Kehrschleifen auf Zweischienen-Zweileiter-plus-Oberleitung, das ist ein gaaaaanz lustiges Thema. :fool:
Zum Glück gibt es Fortschritt (technisch wie menschlich). :D
Andernfalls hätte ich mit 17 Jahren bei Märklin bleiben müssen. Ich kenne die Vor- und Nachteiler beider Systeme und habe den Wechsel nie bereut :mrgreen:
LG

Horst


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#158

Beitrag von Erich Müller » Sa 14. Jul 2018, 20:58

Hallo Grußloser,
US-Bahner1970 hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 15:22
Das ist ein Thema für die Katerogie "erst nachdenken, dann bauen". Viel Spaß noch beim theoretisieren und dramatisieren.
Deinen Beitrag empfinde ich als ziemlich agressiv. Warum? Fühlst du dich angegriffen?
Ich dramatisiere doch gar nicht - ich sage nur, dass es nicht unbedingt so einfach ist, wie du behauptest. Dass du alle, die das nicht so toll können, wie du, für im besten Fall planlos hältst (da kommen unterschwellig auch noch Ansichten über die Intelligenz mit - falls du das nicht beabsichtigst hast, gib bitte demnächst besser acht, was du sagst!), finde ich weder respektvoll noch in irgendeiner Weise gerechtfertigt.



Da du nicht grüßen willst, kriegst du auch keinen Abschiedsgruß...



Hallo Horst und Bernhard,

da darf der Zug aber nicht ausnehmend lang sein; mit einer KSS mit Sensorzone wird's schon schwierig. Die hatte der Bildautor allerdings wohl auch nicht vorgesehen...

die Lösung, die der Autor des Bildes gefunden hatte (das ich aus gutem Grund nur verlinkt, aber nicht eingebunden hatte!), ist: die gesamte grüne Zone wird Umschaltzone. Muss man erst mal drauf kommen.
UP4001 hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 15:33
Ich kenne die Vor- und Nachteiler beider Systeme und habe den Wechsel nie bereut :mrgreen:
Wobei "Vor- und Nachteil" immer subjektiv ist und vom Lastenheft abhängt. Aber: ja, ich denke, ich kenne sie auch. Und mit ein bisschen Hirnschmalz ist eigentlich alles lösbar, sorum oder sorum.
Für dich ist 2L richtig besser, für Gustav ist ML richtig besser. Für mich... hält es sich die Waage, und ich empfinde keinen Reiz zum Wechsel, ohne darum ein entschiedener Verfechter "meines" Systems zu sein.
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#159

Beitrag von Thomas I » Sa 14. Jul 2018, 21:43

Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 20:58


die Lösung, die der Autor des Bildes gefunden hatte (das ich aus gutem Grund nur verlinkt, aber nicht eingebunden hatte!), ist: die gesamte grüne Zone wird Umschaltzone. Muss man erst mal drauf kommen.

Hallo Erich!
Also ganz ehrlich, darauf war ich gekommen nach dem ich 15 Sekunden diesen Plan angeschaut habe....
...und ich bin so ein Akademiker, also ....😎
Allerdings, mit einem anderen DC-Gleis kann man auch weniger starr bauen und die Situation ggf. eleganter lösen.
Mit Gruß
Thomas
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