Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

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Thomas I
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#126

Beitrag von Thomas I » Mi 11. Jul 2018, 21:26

Frank 72 hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 21:17
Zu #127: Welche Argumentation? Seine Horrorgeschichten glaubt er vermutlich nicht mal selbst.

15 Meter lange Züge. Wenn ich die fahren kann, wieso habe ich dann keinen Platz für eine sog. Kehrschleife? Und das ist dann ein Systemnachteil von DC?
Und klar: Zweileiterfahrzeuge sind grundsätzlich schlecht verarbeitet, fahren grottenschlecht und man muss elektrotechnisch Studierter sein, um die zum Fahren zu kriegen. Hilfe...! :roll:
15 Meter lange Züge.
Er bildet eine amerikanische Bahn auf AC nach?
Weil der längste europäische Güterzug (ausser Russland) kommt nach Adam Riese in H0 auf 9,78m...
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drum58
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#127

Beitrag von drum58 » Mi 11. Jul 2018, 21:27

Ach Leute (Frank, Thomas, Michael),

warum lasst Ihr Euch von Gustav und Rüdiger so einwickeln, für die beiden gibt es nur Märklin oder Schrott. Die Qualität oder Funktion eines Modells hängt für sie ausschließlich vom Firmenlogo ab. Da ist jeder Post reine Zeitverschwendung.

Das musste jetzt mal gesagt (bzw. geschrieben) werden.

Gruß
Werner

PS: Mit der Eingangsfrage hat diese Diskussion eh nichts mehr zu tun. Und ich bin jetzt hier weg.

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Frank 72
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#128

Beitrag von Frank 72 » Mi 11. Jul 2018, 21:33

Ok, Werner, hast ja Recht.
Ich finde es nur traurig für Anfänger, die in dieses Thema gucken und vielleicht tatsächlich keine Ahnung von Modellbahn haben. Die könnten diesen Schwachsinn glauben.
Gruß Frank
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#129

Beitrag von Analogbahner » Mi 11. Jul 2018, 21:39

Wenn eine Kehrschleife kürzer ist als die längsten Züge, könnten diese Züge auch auf Märklin 3L-Gleisen nicht fahren... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#130

Beitrag von JoMa » Do 12. Jul 2018, 07:57

Frank 72 hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 21:33
Ok, Werner, hast ja Recht.
Ich finde es nur traurig für Anfänger, die in dieses Thema gucken und vielleicht tatsächlich keine Ahnung von Modellbahn haben. Die könnten diesen Schwachsinn glauben.
Hi Frank,

genau, Du hast Recht, die armen Anfänger. Sorry, von keiner Seite kamen wirklich gute Argumente, das ist das Problem. Jeder scheint es, als persönliche Niederlage zu empfinden, wenn ein anderer vom eigenen ins - und das ist das Problem hier - vermeintlich gegnerische Lager wechselt. Und Apple-Jünger-Anwandlungen gibt es doch auf allen Seiten. Bei wie vielen Threads, wenn jemand nach ausschließlich ein paar Produktdetails fragt, kommt plötzlich fast immer die gleiche Gruppe Kollegen und versucht ihm ein Produkt einer bestimmten anderen Firma unterzuschieben. Nach dem Motto, es kann nur ein guter Tag sein, wenn wir den Kollegen bekehrt haben. Oldtimer-Bastler laufen z. B. Bei der Veterama mit leuchtenden Augen von Wagen zu Wagen und lassen sich vom Kollegen dessen Wagen zeigen. Da sitzt ein Ford-Sammler begeistert in einem Opel und umgekehrt. Ich erfreue mich an tollen Zweileiter-MoBas, wenn auf Industrieanlagen Beton oder ein alter Straßenbelag liegt oder eine Grube zwischen den Gleisen sich befindet. Das geht auch alles bei Dreileiter - siehe hier im Forum - ist aber mühsam. Wir haben ein gemeinsames Hobby, deren Systeme zweitrangig sind. Mit genügend Ausdauer und Geschick gelingt in beiden Welten, die eigentlich EINE große sind, grandioses, das dem anderen in nichts nachsteht.

Der Threadersteller hat sein Fragenportfolio präsentiert und seine Antworten darauf. Das war schlüssig und spricht bei ihm ganz klar für Zweileiter. Jemand anderes schrieb danach, daß er die gleichen Fragen gegenteilig beantwortet hat. Und so ist es, die Systemwahl ist so individuell wie die Kollegen, die das Hobby betreiben. Die typischen vier Probleme eines jeden Systems sind viel zu grob und lassen sich allesamt irgendwie lösen, zu was wer bereit ist, ist eine andere Frage. Deshalb käme mir nicht in den Sinn, auf Zweileiter zu wechseln, aber nicht, weil ich nur Märklin kaufe und mit dem roten Schildchen schon glücklich bin, sondern weil es im gesamten für mich stimmig ist. Daß ich jetzt zu minderbegabt sein soll, mehr als zwei Drähte irgendwo anzuschließen, finde ich in gewissem Maße beleidigend, stellt es die Kritiker auf keine bessere Stufe, wie denjenigen, den sie kritisiert haben und auf diese Stufe stellten. Die entsprechenden Beiträge blieben demnach sehr, sehr weit hinter deren Möglichkeiten zurück.
Schade, daß jeder Thread zu diesem Thema sich ins belangliche Nirwana verabschiedet, deshalb sollten Anfänger diesen Thread hier eigentlich meiden, denn er würde sie nur fehlleiten oder gar vom Hobby abschrecken, schade, sehr schade...

Mit desillusionierten Grüßen, Stefan aus BaWü


Michael K.
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#131

Beitrag von Michael K. » Do 12. Jul 2018, 09:34

Hallo Stefan,

ich gebe Dir vollkommen Recht in den Punkten, die Du ansprichst. Florian (wir erinnern uns dunkel, der mit dem Ausgangsposting...) fragte unter anderem danach, wer diesen Schritt gemacht hat und welche Erfahrungen dabei gesammelt wurden.
Darauf kann man antworten - "Ja, hab ich, läuft super, achten solltest Du auf..." oder "Hab ich, war Mist weil..." und "Hab ich nicht, weil...". Fragwürdig finde ich das allerdings dann, wenn Menschen, für die dass offenbar nie ein Thema war und die vieles nur vom Hörensagen her kennen, dann mit pseudotechnischen Argumenten um die Kurve kommen und - gelinde gesagt - Quatsch erzählen.
Vielleicht sollten die Moderatoren mal alles löschen, was nicht die Fragestellung des Ausgangsposts betrifft, das würde den Strang deutlich verkürzen. :roll:

Bis denn
Michael
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#132

Beitrag von 3047 » Do 12. Jul 2018, 10:06

Michael K. hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 20:37
Hallo Gustav,
3047 hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 16:54


Leider nicht!
viewtopic.php?f=21&t=160810

Meine Züge sind bis zu 15 Meter lang (Güterzüge) und ich soll jetzt jede Kehrschleife mindestens 15 Meter lang machen damit es keinen "Kurzen" gibt? MIWULA kann das vielleicht machen - ich nicht!
...und was machst Du dann bei Deiner Kehrschleife, wenn die kürzer ist als Deine Züge? Flankenfahrten?
Irgendwie verstehe ich die Argumentation nicht....ich hab gewechselt, bei Kehrschleifen hängt man ein Modul dran, 4 Drähte, läuft.

Bis denn
Michael

Ach ja, es ist ja alle soooo einfach, einfach 2 Drähte dran, oder 4, und alle die das nicht können sind Märklin Jünger die das DC System nur verunglimpfen wollen.

Ich verstehe nur nicht, dass es so viele Beiträe gibt die mit diesen Problemen nicht fertig werden und hier um Hilfe nachsuchen:

Hallo Martin,
ich sehe da keinen Fehler, du musst dich nur von der klassischen Kehrschleife lösen. Einen Kehrschleife kann auch eine 180°-Kehre zwischen den 2 Gleisen einer 2-gleisigen Strecke sein, die wegen Gleiswechseln gleichgepolt sind.
Volker

viewtopic.php?f=21&t=160810

viewtopic.php?f=29&t=160821

viewtopic.php?f=21&t=158488

wahrscheinlich auch alles nur Märklin Jünger die die 2 Leiter Jünger bekehren wollen.

Es ist schon komisch dass es doch immer wieder die 2 Leiter Fahrer sind die uns mit solchen Threads beglücken in denen es doch immer wieder nur auf einen Disput hinausläuft - Märklin oder der Rest der Welt.

Und das gelingt wohl auch immer nur in einem Forum. Im normalen Leben, wenn sich Modellbahnkollegen treffen, egal welcher Systems oder Herstellervorlieben, gibt es solche Diskussionen nicht. Nur im Forum. Da werden dann die 2Leiter Systeme und Hersteller gepriesen als seien sie die Entdeckung schlechthin und die Märklin Systemeigenschaften lächerlich gemacht. Im realen Leben unter Modellbahnkollegen gibts das nicht, nur im Forum.

Wenn Jeder seine Entscheidung für sein System für sich behalten würde, hätten wir Alle viel mehr Spass an der Modellbahn weil die jenigen Jünger fehlten die uns den Spaß vermießen wollen.
Zuletzt geändert von 3047 am Do 12. Jul 2018, 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
kollegiale Grüße

Gustav

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#133

Beitrag von Werdenfels » Do 12. Jul 2018, 10:09

Michael K. hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 09:34
Vielleicht sollten die Moderatoren mal alles löschen, was nicht die Fragestellung des Ausgangsposts betrifft, das würde den Strang deutlich verkürzen. :roll:
Von vorne beginnen könnte die leichtere Übung sein. :oops:
Gruß
Michael
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BernhardI
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#134

Beitrag von BernhardI » Do 12. Jul 2018, 12:22

Ich möchte kein weiteres Öl ins Feuer gießen und bemühe mich um respektvolle Meinungsäußerung.

Wenn ein klein wenig Ironie erträglich wäre, könnte ich schreiben, daß es von manchen Märklinisten sehr fürsorglich ist, wie sie sich um die "Kehrschleifenprobleme" der 2L-Fahrer sorgen.

Persönlich bin ich mit der Legobahn aufgewachsen, 2-Leiter mit Stromschienen, ohne je auf die Idee gekommen zu sein, eine Kehrschleife zu brauchen. Weitere Millionen Kinder weltweit spielen mit 2L-Bahnen, offenbar mit der "Kurzschlußproblematik" gut zurechtkommend.

Als erwachsener Modellbahner habe ich auch noch nie eine Kehrschleife gebaut. Ich sehe mir immer gerne die Teppichbahnen im Forum an, auch dort haben die wenigsten eine Kehrschleife oder Gleisdreieck, das gilt auch für die 3L-Bahnen. Aber vielleicht ist es als 3L-Fahrer beruhigend, daß man jederzeit problemlos eine Kehrschleife ohne Kehrschleifenmodul einbauen könnte, wenn man wollte.

Wenn man eine Anlage nach dem Hundeknochenprinzip baut, dann hat man automatisch zwei Kehrschleifen auf der Anlage. In dem Fall ist der Einbau eines simplen Kehrschleifenmoduls sicher kein Akt im Rahmen solch eines Anlagenprojekts. Mir persönlich wird diese Erfahrung wahrscheinlich versagt bleiben, denn in 0 sind Kehrschleifen schon wegen der Größe unpraktikabel, und in H0 finde ich den Hundeknochen betrieblich dem Ringverkehr oder Punkt-zu-Punkt deutlich unterlegen.

Es gibt aber auch Fälle, in denen die symmetrische Stromaufnahme des 3L-Systems einen wirklichen Vorteil hat. Das gilt für die "Achterbahn" der alten Schule, wo auf wenig Platz möglichst viele "Fahrmöglichkeiten" untergebracht werden. Hier ein Beispiel:
https://dermodellbahnblog.de/wp-content ... age-12.jpg
Das wär mit Kehrschleifenmodulen vielleicht auch irgendwie zu machen, aber warum sich das antun, wenn man mit Märklin-Gleisen einfach nur zusammenstecken muß und (wenn digital) nur einen Anschluß benötigt?

Es kommt wie so oft drauf an was man machen will... und einen überzeugten Märklinisten kann man nicht "missionieren", schon wegen der Faszination der Marke Märklin. Aber man kann auch kaum jemand von 2L abbringen, indem man behauptet, damit könne man nur unter größten Schwierigkeiten Anlagen bauen und Fahrzeuge zum Laufen bringen.

In diesem Thread geht oder eher ging es um einen speziellen Fall, der eindeutig für DC spricht. Niemand will oder wollte deswegen 3L oder Märklin schlechtmachen, so wie ich die Beiträge gelesen habe.

Grüße,
Bernhard
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#135

Beitrag von Analogbahner » Do 12. Jul 2018, 13:17

Das Kehrschleifenproblem sehe ich nicht mal als so gravierend an wie das Auffahren / Aufschneiden von Weichen. Eine Kehrschleife kommt vielleicht zweimal vor, aber bei den Weichen hatte ich bestimmt 10, die regelmäßig falsch gelegt waren. Das lag einfach daran, dass ich nur Handweichen benutzte und an die Weichen im Schattenbahnhof (unterm Bett) kam ich einfach nicht mehr ran. Sie blieben immer in derselben Stellung, und bei Märklin ist das nun mal möglich. Wie es beim 2L-System aussieht, weiß ich nicht (habe keine Ahnung von Polarisieren und so, und habe mich nie damit beschäftigt), aber wenn ein Sprössling mit der Moba beginnt, wird der Einfachheit wegen eben gerne Märklin-3L gewählt. Das mag anfangs in Ordnung sein, die meisten wechseln dann aber ihr Leben lang nicht mehr.

Wenn also keine Gründe gegen das ordentliche Umlegen der Weichen sprechen, wäre 2L ebenso OK wie 3L. Und die festen Anlagen haben ja wohl immer elektrische Weichenantriebe, oder? :redzwinker:

Und obwohl ich Märklin-Bahner bin, habe ich keine Vorbehalte. Aus den schon hundert Mal genannten Gründen würde ich zu einem Systemwechsel raten. Ganz objektiv und unvoreingenommen.
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#136

Beitrag von drum58 » Do 12. Jul 2018, 13:31

Analogbahner hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 13:17
Das Kehrschleifenproblem sehe ich nicht mal als so gravierend an wie das Auffahren / Aufschneiden von Weichen. (...) Sie blieben immer in derselben Stellung, und bei Märklin ist das nun mal möglich. Wie es beim 2L-System aussieht, weiß ich nicht (habe keine Ahnung von Polarisieren und so, und habe mich nie damit beschäftigt).

Wenn also keine Gründe gegen das ordentliche Umlegen der Weichen sprechen, wäre 2L ebenso OK wie 3L. Und die festen Anlagen haben ja wohl immer elektrische Weichenantriebe, oder?
Hallo Jochen,

wenn keine Polarisierung vorhanden ist (und das ist bei 2L-Weichen der Regelfall), dann ist Auffahren auch bei 2L völlig unproblematisch. Und eine Polarisierung braucht es immer dort wo kurze Fahrzeuge langsam über Herzstücke (besonders bei schlanken Weichen mit langen Herzstücken) fahren sollen, also immer dort wo rangiert werden soll. Im Schattenbahnhof wird das selten der Fall sein.
Ich hatte bei der früheren Anlage alle Ausfahrweichen im Sbf ohne Antrieb verbaut und fuhr sie auf, das gab nie ein Problem. Deshalb baue ich jetzt wieder so und ohne Probleme. Das geht aber natürlich nur bei reinem Richtungsbetrieb, Zurückfahren ist so nicht möglich.

Gruß
Werner
Zuletzt geändert von drum58 am Do 12. Jul 2018, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#137

Beitrag von Analogbahner » Do 12. Jul 2018, 13:41

Vielen Dank für die Aufklärung. Jetzt bin ich ein bisschen schlauer. Na, dann steht einem Wechsel zu 2L ja ohnehin nichts mehr im Weg.

PS Mein Vater nannte die immer "Schnappweichen". Bei den M-Gleisen hatten wir ab und zu demolierte Weichen ganz ohne Mechanik, die einfach mit einer Feder in einer Stellung fixiert waren. Elektrischer Antrieb war auch vor 30 Jahren schon teuer...
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#138

Beitrag von BR 218 Fan » Do 12. Jul 2018, 13:51

Hallo,

es wäre doch am Besten, wenn Florian uns allen hier im Forum mitteilt,
welche Lösung er gewählt hat und wie zufrieden er nach Vollendung
seiner Anlage geworden ist.
Interessant ist natürlich nicht nur das System, sondern der bzw. die
Hersteller von Gleisen und Fuhrpark.
Kontaktsicherheit, Zugkraft, Betriebssicherheit und Kompatibilität
mit verschiedenen Herstellern ( Loks und Wagen ) sind wichtige
Punkte um so eine Entscheidung zu beurteilen.
Für welche Kupplungsart sich Florian entschieden hat wäre auch
interessant.

Also lasst uns warten bis es soweit ist.

Allen wünsche ich viel Freude mit der Moba und die Erfüllung Ihrer
Neuheitenwünsche.

Gruß
Roland
( Bestimmt kein Märklinfanatiker aber auch kein DC Betonschädel )


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#139

Beitrag von BernhardI » Do 12. Jul 2018, 14:11

BR 218 Fan hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 13:51
Interessant ist natürlich nicht nur das System, sondern der bzw. die
Hersteller von Gleisen und Fuhrpark.
Florian hat schon im ersten Posting geschrieben, daß er oberirdisch Gleise von Tillig oder Weinert verwenden möchte, und zwar auch wenn es bei AC bliebe (dann mit Pukos nachgerüstet). Deswegen der Rat zum Wechsel zu DC, denn die Nachrüstung mit Pukos wäre kosten- und zeitaufwendig, dazu nicht gerade einfach bei den schlanken Weichen dieser Gleissysteme.

Grüße,
Bernhard
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#140

Beitrag von Thomas I » Do 12. Jul 2018, 15:25

Irgendwie meinte mein PC beim Hochfahren den Beitrag von gestern Abend nochmals posten zu müssen.
Sorry!
Zuletzt geändert von Thomas I am Do 12. Jul 2018, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#141

Beitrag von hu.ms » Do 12. Jul 2018, 15:30

Leute, das mit dem 15m-zug ist einer von hunderten, die sich mit systemwechsel befassen.
Dieses argument zählt nur für diesen einen - lasst euch nicht von argumenten beeinflussen, die auf euch nicht zutreffen!

Hubert


Thomas I
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#142

Beitrag von Thomas I » Do 12. Jul 2018, 15:33

Analogbahner hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 13:17
Das Kehrschleifenproblem sehe ich nicht mal als so gravierend an wie das Auffahren / Aufschneiden von Weichen. Eine Kehrschleife kommt vielleicht zweimal vor, aber bei den Weichen hatte ich bestimmt 10, die regelmäßig falsch gelegt waren. Das lag einfach daran, dass ich nur Handweichen benutzte und an die Weichen im Schattenbahnhof (unterm Bett) kam ich einfach nicht mehr ran. Sie blieben immer in derselben Stellung, und bei Märklin ist das nun mal möglich. Wie es beim 2L-System aussieht, weiß ich nicht (habe keine Ahnung von Polarisieren und so, und habe mich nie damit beschäftigt), aber wenn ein Sprössling mit der Moba beginnt, wird der Einfachheit wegen eben gerne Märklin-3L gewählt. Das mag anfangs in Ordnung sein, die meisten wechseln dann aber ihr Leben lang nicht mehr.

Wenn also keine Gründe gegen das ordentliche Umlegen der Weichen sprechen, wäre 2L ebenso OK wie 3L. Und die festen Anlagen haben ja wohl immer elektrische Weichenantriebe, oder? :redzwinker:

Und obwohl ich Märklin-Bahner bin, habe ich keine Vorbehalte. Aus den schon hundert Mal genannten Gründen würde ich zu einem Systemwechsel raten. Ganz objektiv und unvoreingenommen.
Weichen auffahren ist in DC kein Problem, bei Weichen mit polarisiertem Herzstück natürlich nur wenn die Polarisierung automatisch umschaltet, kann man aber mit sogenannten Frog Juicer einfachst realisieren in DCC, dann kannst du sogar Weichen mit beweglichem Herzstück auffahren...
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#143

Beitrag von Thomas I » Do 12. Jul 2018, 15:39

BernhardI hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 14:11
BR 218 Fan hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 13:51
Interessant ist natürlich nicht nur das System, sondern der bzw. die
Hersteller von Gleisen und Fuhrpark.
Florian hat schon im ersten Posting geschrieben, daß er oberirdisch Gleise von Tillig oder Weinert verwenden möchte, und zwar auch wenn es bei AC bliebe (dann mit Pukos nachgerüstet). Deswegen der Rat zum Wechsel zu DC, denn die Nachrüstung mit Pukos wäre kosten- und zeitaufwendig, dazu nicht gerade einfach bei den schlanken Weichen dieser Gleissysteme.

Grüße,
Bernhard
Eben, bei sehr schlanken Weichen hat er dann einen Aufwand der eine Herzstück-Polarisierung oder ein Kehrschleifenmodul in DC (DCC) geradezu zum Kinderspiel werden lässt.
Und Kosten die auf Dauer wahrscheinlich weit über dem liegen was es ihn kosten würde alle seine AC- Triebfahrzeuge auf DC umzubauen.
Mal abgesehen davon, dass da verkaufen und in DC neu (gebraucht) wieder anschaffen noch weitaus günstiger kommt.

Aus meiner Sicht ist der Punkt mit Florians Gleiswahl schon der gewichtigste für einen Umstieg, andere Punkte wie, dass ihm auch viele Fahrzeuge gefallen, die es nur in DC gibt, verstärken das dann nur.
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#144

Beitrag von diebo » Do 12. Jul 2018, 16:01

Hallo Florian,
ich habe den Thread verfolgt, möcht aber (noch einemal) auf die Eingangsfrage zurückzukommen:
Dagegen spricht auch den „Erfahrungswert“ den ich mit Märklin gesammelt habe.
als vor 2 1/2 Jahren wieder ganz neu angefangen habe, hatte ich von Märklin nichts mehr als den besagten "Erfahrungswert",
da ich in meiner Jugend die Bahn mit M-Gleisen und natürlich analog von meinem Vater übernommen habe und vor 15 Jahren alles veräußerte. Das M-Gleis und viele Blechwagen vermisse ich auch nicht.
Ich muß zugeben, ich habe keinen Gedanken daran verschwendet, ein anderes System zu nehmen, sondern bin bei Märklin geblieben, wohl die Erfahrung machend, daß es eben nicht mehr das Märklin ist aus meiner Jugendzeit.
Ich genieße das K-Gleis, das ja jetzt auch in der 2. Generation vorliegt, inbesondere das Flexgleis und die Möglichkeit, es so zuechtschneiden zu können, wie ich mir den Gleisverlauf vorstelle.
Wie gut eine Gleisführung mit K-Gleis ausehen kann, zeigt für mich die im Bau befindliche "Anlage URI": viewtopic.php?f=64&t=30336&hilit=Anlage+uri von Nakott (für mich eine der besten hier im Forum).
Später habe ich auch erfahren, daß das K-Gleis bezüglich der Norm etwas zu grob (groß) ausgefallen ist. Aber das C-Gleis kam aufgrund der Bahndammoptik nicht in Frage, obwohl es hier zahlreiche Beispiele gibt, wie es nachträglich hervorragend eingeschottert werden kann.
Das rollende Material ist heute auch filigraner und für mich hinreichend detailgetreu, Kulissenführung und Kurzkupplungen kannte ich von früher auch nicht.
Weiter freue ich mich, mit der Mobilen Station ein relativ preiswerte und einfache Möglichkeit zu haben, digital zu fahren, schalten geschieht weiterhin analog.
Und ich muß auch gestehen, daß ich mir mit der Beschränkung allein auf das Märklin-Sortiment eine Grenze gesetzt habe, damit mein Haben-Wollen nichts ins uferlose expandiert, denn es wird immer etwas geben, was besser ist und besser paßt, aber dann leider auch teurer ist.
Was mir bei Märklin aber überhaupt nicht gefällt, ist die Modellpolitik, lange Vorankündigungen, kleine Serien einer Variante, Sondermodelle für alle möglichen Gruppierungen und große Lücken im Sortiment (einen G10 gibt es aktuell garnicht, meine Einheits-Abteilwagen mußte ich mir aus einem 8 Jahre alten Display 00792 zusammensuchen), das Theater um den "Tiger"m Januar ihat mir gezeigt, daß, wenn man das Modell zum Originalpreis haben möchte, man es ein 3/4 Jahr vorher bestellen müßte, um es nicht überteuert nach der Auslieferung über die Händler erwerben zu müssen (wobei ich Glück hatte, das mein Händler dieses Spiel nicht mitmachte und ich noch sehr kurzfristig einen bekommen konnte).
Insofern hilft mir bei meiner bescheidenen Kleinbahn der "Erfahrungswert" auch nur begrenzt weiter, weil trotz Märklin vieles neu ist.
vG
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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#145

Beitrag von TheK » Do 12. Jul 2018, 16:23

diebo hat geschrieben:
Do 12. Jul 2018, 16:01
Was mir bei Märklin aber überhaupt nicht gefällt, ist die Modellpolitik, lange Vorankündigungen, kleine Serien einer Variante, Sondermodelle für alle möglichen Gruppierungen und große Lücken im Sortiment
Das machen heute allerdings alle so. Dauersortimente gibt es so gut wie gar nicht mehr; bestenfalls gibt es hier und da schnell folgende ähnliche Varianten. Das ist allerdings eine Reaktion auf das Verhalten der Kunden fast nur die jeweiligen Neuheiten zu kaufen und zudem ermöglicht es natürlich viel mehr Varianten, wodurch viele Modelle dann effektiv mehrfach gekauft werden. Beschränkt man sich allerdings nicht auf einen Hersteller, ergibt sich in Summe weitgehend wieder ein Dauersortiment zumindest der wichtigeren Vorbilder.
Gruß Kai

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#146

Beitrag von Erich Müller » Sa 14. Jul 2018, 09:00

Analogbahner hat geschrieben:
Mi 11. Jul 2018, 21:39
Wenn eine Kehrschleife kürzer ist als die längsten Züge, könnten diese Züge auch auf Märklin 3L-Gleisen nicht fahren... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Nur mal so am Rande angemerkt: wenn das so einfach ist, warum gibt es dann so viele Fragen dazu, wo der umpolbare Abschnitt angelegt werden kann?
Wenn die Kehrschleife achtgleisig ist, weil Schattenbahnhof, setzt du dann acht KSM ein, in jedem Gleis eins? Und wenn die Gleise noch dazu sequentiell genutzt werden?

Ich schreibe dir das nur, weil du eigentlich nicht so ein Kampfhahn bist wie die Wortführer beider Couleur hier im Thread - und bin dann mal wieder raus: :popcorn: ist alle.
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#147

Beitrag von JoMa » Sa 14. Jul 2018, 13:32

Hallo Zusammen,

daß hier so vehement die Ansichten aufeinanderprallen liegt einzig daran, daß der Unterschied zwischen beiden Systemen wirklich nicht so gravierend ist.
Man kann in Zweileiter super schöne Anlagen bauen, da das Gleismaterial vielfältiger ist und der Mitteleiter fehlt. Man kann den Mitteleiter aber aufwendig tarnen, dafür braucht man bei Zweileiter die Zeit für die Planung der Elektrik, und damit meine ich nicht nur das Verdrahten der KSMs, sondern auch im Vorfeld, um überhaupt herauszufinden, ob man nicht versehentlich einen Kurzschluß eingebaut hat. Daß das völlig "simple" ist, zeigen gerade wieder aktuelle Threads mit so sprechendem Namen wie Schleifen, Kehrschleifen - Ich blick nicht mehr durch - oder sind die Kollegen alle minderbegabt? Ich glaube wohl kaum.
Ich kann mich an Zweileiter erfreuen und dennoch für meine Belange Dreileiter besser finden, genauso sieht das umgekehrt aus. Jedes hat seine Berechtigung. Daß das eine vorbildlicher als das andere ist, hängt vom Geschick des Bastlers ab. Ich frage mich z. B., ob man nicht sogar den Mitteleiter als das schwarze Kabel, das heute mittig zwischen vielen Gleisen des Vorbilds verläuft, tarnen kann, indem man entsprechende schwarze Kunststoffattrappen zwischen den Pukos plaziert? Egal.
Jede Seite zieht halt genüßlich Punkte heraus und breitet diese episch aus, die nachteilig am anderen System sind, obwohl es für alles eine mehr oder minder aufwendige Lösung gibt. Auch hängt es ganz extrem von der eigenen Anlage und dem Thema ab, ob die Nachteile überhaupt zum Tragen kommen. In jedem Fall hat jede Seite Einschränkungen und Freiheiten, alle sind wenn man an seiner Anlage dadurch an Grenzen stößt störend oder andernfalls befreiend.
In jedem Falle nervt dieser Glaubenskrieg. Wenn ich meine Anlage beginnen werde, dann frage ich evtl. hier nach, wie man Probleme lösen kann. Dann möchte ich genauso wenig hämisch hören, hättest Du mal Zweileiter genommen. Genauso schmiere ich das auch nicht permanent der Zweileitergemeinde unter die Nase, wenn sie ihre KSMs episch diskutieren. Und ca. 90 % der Anlage ist Landschaft und da haben wir gemeinsam unabhängig vom System unsern Schaff mit - oder?

Also alle mal einen Gang zurück, und was war noch mal die Frage, ah ja, ob die Aspekte des Threaderstellers zu einem Wechsel führen sollen: Als Dreileiterliebhaber sage ich: "Ja" mit Dreileiter wirst Du nicht glücklich. Denke noch mal genau nach und dann mach es.
Mir geht doch nichts verloren, wenn er wechselt, ich gewinne auch nichts, wenn jemand zu Dreileiter wechselt.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende. Oder muß man diesen Wunsch auch nach Zwei- oder Dreileiter-Aspekten unterscheiden?

Fragt sich Stefan aus BaWü


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#148

Beitrag von BernhardI » Sa 14. Jul 2018, 13:54

Hallo Erich,
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Na dann viel Spaß:
http://www.edalon.net/grafik/gleisplan- ... ahnhof.jpg
Das ist dermaßen simpel, daß es kaum Spaß macht, die Lösung zu finden:
An das Kehrschleifenmodul angeschlossen wird ein Abschnitt des inneren Wendelgleises, länger als der längste Zug, eingeschlossen in den Abschnitt die erste (bzw. letzte) Weiche des Schattenbahnhofs. Fertig. Ein Kehrschleifenmodul, keine Abstellgleise und auch nicht notwendigerweise Rückmelder im Umschaltabschnitt (da freie Strecke).

Wer so einen Schattenbahnhof baut, wird daran nicht scheitern.
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Und auch bei Anlagen mit Verteilerkreis kann es durchaus haarig werden, weil es eben zwischen zwei Weichen nicht unbedingt genügend Platz gibt für den längsten Zug.
Das macht gar nichts, weil der Umschaltabschnitt über Weichen hinausgehen kann.

Grüße,
Bernhard
Früher waren die Klagen über die verlorene gute alte Zeit viel intelligenter.

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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#149

Beitrag von UP4001 » Sa 14. Jul 2018, 15:33

Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Na dann viel Spaß:
http://www.edalon.net/grafik/gleisplan- ... ahnhof.jpg
Bild
...und? :fool:
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Das soll hier aber nicht zum Diskussionspunkt werden. Lediglich als Hinweis dienen, dass das mit den Kehrschleifen, wiewohl meist lösbar, doch nicht unbedingt ganz so einfach ist, wie einige Dogmatiker und Apologeten des Zweischienen-Zweileitersystems es gern hinstellen.
Ich fühle mich zwar nicht als Messias, Dogmatiker oder Apologet, aber Kehrschleifen machen mir keine Angst mehr, seitdem ich mich damit auseinandergesetzt habe. Natürlich muss ich vorab etwas nachdenken und kann nicht einfach wie ein dreijähriger Gleise zusammenfriemeln, aber wenn ich so manche Umbauten (Loks, Wagen, Elektronik) sehe, scheint tüfteln nicht ganz unbeliebt zu sein. Ist es doch Teil unseres Hobbies.
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 12:27
Und wie gut, dass uns die Digitaltechnik von der Oberleitung als Stromzuführung erlöst hat - denn Kehrschleifen auf Zweischienen-Zweileiter-plus-Oberleitung, das ist ein gaaaaanz lustiges Thema. :fool:
Zum Glück gibt es Fortschritt (technisch wie menschlich). :D
Andernfalls hätte ich mit 17 Jahren bei Märklin bleiben müssen. Ich kenne die Vor- und Nachteiler beider Systeme und habe den Wechsel nie bereut :mrgreen:
LG

Horst


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Re: Anlagenneubau AC oder DC, Systemwechsel ja oder nein

#150

Beitrag von Erich Müller » Sa 14. Jul 2018, 20:58

Hallo Horst und Bernhard,

da darf der Zug aber nicht ausnehmend lang sein; mit einer KSS mit Sensorzone wird's schon schwierig. Die hatte der Bildautor allerdings wohl auch nicht vorgesehen...

die Lösung, die der Autor des Bildes gefunden hatte (das ich aus gutem Grund nur verlinkt, aber nicht eingebunden hatte!), ist: die gesamte grüne Zone wird Umschaltzone. Muss man erst mal drauf kommen.
UP4001 hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 15:33
Ich kenne die Vor- und Nachteiler beider Systeme und habe den Wechsel nie bereut :mrgreen:
Wobei "Vor- und Nachteil" immer subjektiv ist und vom Lastenheft abhängt. Aber: ja, ich denke, ich kenne sie auch. Und mit ein bisschen Hirnschmalz ist eigentlich alles lösbar, sorum oder sorum.
Für dich ist 2L richtig besser, für Gustav ist ML richtig besser. Für mich... hält es sich die Waage, und ich empfinde keinen Reiz zum Wechsel, ohne darum ein entschiedener Verfechter "meines" Systems zu sein.
Freundliche Grüße
Erich

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