Was haltet ihr von Piko ~

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232 U 1
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#51

Beitrag von 232 U 1 » Do 14. Jun 2018, 18:58

Hallo Sebastian,

jetzt gehen wir ja noch weiter zurück, die S10 kam in 1996 und war eine Trix-Konstruktion (innerhalb der Zusammenarbeit mit Märklin). Die 2. Variante der S10 wurde von Märklin überarbeitet und war dann für Dauerlauf geeignet. Den Henschel-Wegmann-Zug besitze ich und ich kann keinen Mangel erkennen. Der C-Sinus-Antrieb war seiner Zeit vorraus, aber er neigte leider dazu, bei Analog-Betrieb zu zicken bzw. ruckeln. Wie einige andere hier in Forum trauere ich ihm nach. Es gibt keinen besseren Antrieb - sofern man digital fährt.

Mit deinem letzten Satz stimme ich übrigens überein (was man ja in meinem Beitrag Nr. 12 lesen kann). Auch ich wünsche Piko, dass sie sich weiterhin gut entwickeln. Konkurrenz ist in der Marktwirtschaft unverzichtbar. Ich sehe keinen Anlass, an Piko-Modellen herumzukritteln.

Grüße Peter


JoMa
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#52

Beitrag von JoMa » Do 14. Jun 2018, 21:28

Hallo Zusammen,

was halte ich als Märklin-Insider und Pickelbahner von PIKO? Mir gefällt an PIKO und seinen Modellen vieles, aber wo viel Licht, da auch viel Schatten, wie bei vielen der großen Hersteller. Und - es hängt ab von den eigenen Bedürfnissen, ob das Pendel - und das wurde hier ja gefragt - zu PIKO oder zu Märklin ausschlägt.
Als erstes steht die Frage, gibt es eine Wahl. In bin Südtirol-Fan, da fahren viele Stadlers durch die Gegend. Hier gibt es nichts von Märklin, dafür vieles von PIKO. Das gleiche bei den DDR-Großdieseln. Anders bei z. B. der BR 221, hier gibt es von beiden Herstellern etwas, aber Märklin bietet nichts aktuelles, man muß auf den Gebrauchtmarkt - zumindest in o/b.
Als nächstes stellt sich die Frage, welches Equipment habe ich. Ich habe z. B. eine CS2, da ich von Kindheit her Märklin hatte und zur Zeit viele Modelle von Märklin dazukamen. Ich staune teilweise hier, wie sich Kollegen schwertun, die einerseits viele Märklin-Produkte (Loks und Funktionsmodelle) und dann mit anderen Zentralen ständig Probleme haben oder teilweise auf Updates warten. Umgekehrt ist zumindest die CS2 anstrengend, wenn ich ausschließlich DCC als Protokoll wünsche. Wer auf mfx steht und sich mit digital und händischer Konfiguration schwertut, also ein echter Plug-und-Player ist, der tut sich mit Märklin leicht, mit PIKO deutlich schwerer. Wer eine andere Zentrale, nicht-Märklin, hat, tut sich eher mit mfx schwer, dann ist Märklin neuerdings vielleicht eine Wahl, seit jede neue Lok auch DCC kann, aber PIKO hat hier meiner Ansicht nach sicher die Nase vorn.

Was gefällt mir an PIKO als Pickelbahner?
  • Für mich außergewöhnliche Modell-Auswahl wie die G6, DDR-Großdiesel, Stadler-Triebwagen, Modelle in verschiedenen Varianten, scheinbar hört PIKO auch darauf, was die Kunden noch an weiteren Bedruckungsvarianten wünschen.
  • PIKO-Loks und -Wagen sollen sicher auch C- und K-Gleis laufen, in jedem Falle kann ich das für M-Gleis bestätigen, auch bei R1 und S-Kurven über Weichen. Mir ist noch kein Fahrzeug von PIKO unerwartet entgleist.
  • Leise Antriebe, meine Loks und Triebwagen haben sehr gute Fahreigenschaften.
  • Aufgeräumtes, ordentliches Innenleben.
  • Gute bis sehr gute Detaillierung, gerade die G6 ist sehr schön. Auch filigrane Teile scheinen stabil und damit analgentauglich.
  • Die BR 221 hat einen super Sound, er klingt differenzierter, als ich es von Märklin gewohnt bin - der Decoder ist von ESU.
  • Günstige Preise, aber auf Kosten teilweise von Funktionalität (nicht abschaltbare Rückleuchten, fehlende Innenbeleuchtung oder fehlender Sound).
  • PIKO macht transparent, wo sie produzieren, viele Hersteller machen da mehr Geheimnisse drum - gerade auch Märklin.
Was gefällt mir nicht bei PIKO?
  • Ich mag keine Kunststoffgehäuse und schon gar nicht mit Rastnasen, das hält nicht dauerhaft. Aus eigener Erfahrung mit einem Stadler von PIKO, bei dem das Gehäuse des Motorblocks nicht am Rahmen festhält. Selbst nach Reklamation und Reparatur bei PIKO hält das nicht. Man sieht es, da sich das Gehäuse leicht einseitig anlupft und schief steht. Auch in Rabland konnte man das gleiche an den Vinschgerzügen sehen.
  • Die Gehäuse lassen sich teilweise zu Wartungszwecken schlecht abnehmen. Die Bedienungsanleitung hierzu hat Verbesserungspotential.
  • Bei mir fiel bisher noch nichts an Ansteckteilen ab, man sagt es aber PIKO nach.
  • PIKO-Loks fehlt es bisweilen an Gewicht aufgrund der Kunststoffgehäuse, was wahrscheinlich auch sich in der Zugkraft niederschlägt.
  • Die Decoder der soundlosen Loks werden gescholten, ich fand sie hinreichend, aber nicht toll. Aber es gibt immer noch (neu aufgelegte) Modelle mit 8-poligem Decoder (z. B. die Luther-Lok, vor nicht ganz einem Jahr, oder schon etwas länger aufgelegte DDR-Großdiesel). Bei diesen können zum Beispiel die Schlußleuchten nicht separat abgeschaltet werden. Um das auf diesen Mindeststandard zu bekommen, muß nicht nur der Decoder, sondern auch die Schnittstelle getauscht werden.
  • Die BR 221 hat z. B. einen ESO-Sounddecoder mit M4. Sie hat 23 Funktionen, unter M4 können aber nur 16 angesprochen werden. Das finde ich für eine mfx-kompatible Lok völlig indiskutabel, wird diese M4-Funktionalität in einem Atemzug mit der Zahl der Funktionen ohne Hinweis auf diese eklatante Einschränkung beworben. Unter M4 ließen sich die Funktionstasten nicht ummappen, besser gesagt das ging eigentlich, hatte aber keine Auswirkung. Ob das an der CS2 oder an dem Decoder liegt, weiß ich allerdings nicht. Ich betreibe die 221er jetzt in DCC, da sind alle Funktionen zugänglich, aber damit ist die Selbstanmeldung dahin, M4 ist somit völlig überflüssig. Ein Ummappen über hunderte CVs auf der CS2 habe ich erst einmal hinten angestellt. Das finde ich in der heutigen Zeit fast ein ko-Kriterium. Des weiteren hatten die Icons der Funktionstasten keinen Zusammenhang mit der jeweils hinterlegten Funktion. Das geht deutlich besser.
  • Sorry, um eine fehlerfrei arbeitende Lok zu erhalten, kann es nicht sein, daß man einen Kondensator auslöten muß. Märklin wäre dafür zerrissen worden...
  • Sounddecoder können nachgerüstet werden, sogar relativ einfach. Sie sind aber recht teuer (nur für den Sound um 90 €). Beim Stadler ist der Sounddecoder zu leise, bei schneller Fahrt gehen die Sounds fast im Roll- und Schleifergeräusch unter.
  • Ein Stadler-Triebwagen mit nur zwei Endwagen kostet laut Liste in Vollausstattung, also mit Nachrüstung von Innenbeleuchtung und Sounddecoder knapp über 400 €. Da sehe ich keinen Abstand zu Märklin. Das ist teuer.
  • Ein Taurus von mir hat nicht vom Klang, aber von der Lautstärke her eine vorbildliche Geräuschkulisse. Der Schleifer ist unglaublich laut, bei der Leistung, die in Schall umgesetzt wird, muß das schon fast die Zugkraft und Endgeschwindigkeit mindern - das war ein Scherz.
  • Gustav hat nicht Unrecht. Ich bin weder auslandsfeindlich, noch ein Globalisierungsgegner, aber eine hohe - nicht komplette, das geht heute nicht mehr - Fertigungsdichte innerhalb Deutschlands oder der EU honoriere ich, brauchen wir auch hier genügend Arbeitsplätze und Sozialabgaben. Herr Wu zahlt dafür nicht.
Was gefällt mir an Märklin?
  • Metallgehäuse, schwer, vorbildgerecht, super Haptik - kühl, kein Nachgeben, keine knackenden, knarzenden Geräusche beim Anfassen, schöne, nicht-plastikhafte Optik.
  • Gute Zugkraft, gute Fahreigenschaften.
  • Echte Multiprotokoll-Decoder mfx/teilweise mfx+//MM//DCC
    mfx/mfx+ - Selbstanmeldung an der Zentrale, nahezu selbsterklärende graphische Konfiguration. Hoher Spielwert der Spielewelt - siehe auch Nachbarthread (Wer nützt die mfx+ Spielereien wirklich aus?). Da das nur ein Stück Software ist, das inzwischen in sehr vielen Loks integriert ist, halte ich den Aufpreis für die Spielewelt gegenüber den reinen mfx-Decodern für überschaubar, nicht wie von den mfx+-Gegnern als den ultimativen Preistreiber.
  • Meist leicht abnehmbare Gehäuse, häufig über eine zentrale Schraube, kaum bis keine Rastnasen.
  • Aufgeräumtes, ordentliches Innenleben, gute Wartbarkeit, z. B. Haftreifenwechsel ohne komplette Zerlegung des Modells.
  • Vollständige Lichtfunktionalität bei allen neuen Modellen, bis auf bei den aller günstigsten Loks. Abschaltbare Schlußleuchten, Doppel-A.
  • Bei fast allen Loks und Funktionsmodellen plausibler, bisweilen leider nicht immer korrekter Sound.
  • Gute bis sehr gute Detaillierung bei nicht Start-Up- und Anfängermodellen. Detaillierung ist stabil und fällt auch nicht ab.
  • Tolle neue Innovationen, absinkender Kohlehaufen, wechselnde Lokführer, Türendisplays, Wasserzerstäuber usw.
Was gefällt mir nicht an Märklin?
  • Neue Modelle top aktueller Vorbilder kommen häufig nicht oder zu spät, z. B. die FLIRT 3 oder andere aktuelle Nahverkehrszüge, die IC2 waren ja mal ein Anfang.
  • Überdurchschnittliche Preise; da fast alle Händler maximal auf den Punkt 10 % Rabatt geben, scheinen die Preise irgendwie stabilisiert zu werden. Als das über Nacht kam, hat das mich sehr gestört.
  • Immer wieder Fehler in der Detaillierung oder unnötige Probleme wie z. B. bei den Führerstandsfenstern des Insider-Modells der 103 oder den häufig unvollständigen Dachgärten.
  • Der Sound bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Auch die Soundbibliothek für die msd/3 ist eher spärlich.
Ja, Christian (Christian112), ich habe Dir versucht, aus meiner Perspektive, aber möglichst fair PIKO und Märklin gegenüberzustellen. Ich habe versucht, die Insider-Brille abzuziehen. Es hängt davon ab, welche Ausstattung Du hast und was Dir wichtig ist.
Als Naturwissenschaftler habe ich mich viel mit Atommodellen beschäftigen müssen. Daher habe ich eine etwas andere Sicht auf das Thema Modell. Für mich muß das Modell möglichst plausibel das Original wiedergeben. Das bedeutet aber auch, daß ein Dampfloksound einen Eindruck vermitteln soll, ob er exakt das Original wiedergibt, ist mir nicht ganz so wichtig, natürlich sollte ein Ölverbrenner keinen Schüttelrost haben, zumindest sollte es nicht gemapped sein. Auch sehe ich gerade beim Sound manche Ausführungen kritisch. Leidet Polizei und Justiz darunter, daß Zeugen nicht einmal drei Geräusche von Klang und Reihenfolge richtig aussagen können, können aber Kollegen genau sagen, wie eine Lok, die sie vor 30 Jahren das letzte Mal gesehen haben, genau klingt, und wissen, daß der Märklin-Sound falsch sein muß. Da bin ich manchmal skeptisch. Auch die Optik muß plausibel sein, wenn es der Fahrtauglichkeit dient, dann müssen Spurkränze größer sein, Trittstufen der Kompatibilität enger Radien angepaßt werden usw.
PIKO baut sehr gute Loks, entgegen der Hurra-Beiträge für PIKO oben, muß man aber auch realistisch die Nachteile sehen. Unter dem Strich meiner Abwägungen oben kann ich PIKO empfehlen. Da mir die 100 %ige Umsetzung der Optik und des Sounds nicht unwichtig, aber nicht das Maß aller Dinge ist, sehe ich auch die anderen Punkte, wie die sichere Fixierung des Gehäuses und dessen leichte Abnahmemöglichkeit, gute Wartbarkeit, Anlagentauglichkeit, volle elektronische Kompatibilität, selbständige Anmeldung usw. als wichtig an. Auch Innovationen begeistern mich. Das ist der Zeitgeist auch bei Produkten anderer Branchen. Daher entscheide ich mich häufig, wenn ich sowohl ein Märklin- als auch ein PIKO-Modell gleichzeitig zur Auswahl habe, für Märklin. Das ist aber auch nicht sklavisch so. Und was Märklin nicht hat, dann stehe ich sofort bei PIKO auf der Matte. Märklin- und PIKO-Modelle haben beide viele Vorteile, aber beide auch ihre Nachteile, Vor- und Nachteile sind unterschiedlich verteilt, deshalb steuern Deine Vorlieben vielleicht in eine andere Richtung. Beides ist gut, beides ist richtig und PIKO baut wirklich gute Modelle.

Viele Grüße aus BaWü, Stefan

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#53

Beitrag von oberlandbahn » Fr 15. Jun 2018, 18:21

Guten Abend zusammen,

ich habe die V 200 123 und die V 200 124 und bin von beiden Modellen maximal begeistert :gfm: :clap:! Von mir aus kann Piko noch mehr Betriebsnummernvarianten der V 200.1 auflegen :sabber:.

Bild
Servus sagt der Guido aus Oberbayern
Für 'n Appel und 'n Ei - Decoder marsch...
Und jetzt kommen die "Jumbos"
Baureihe 01.10 - die leistungsstarken Pacifics
Baureihe 03.10 – das Rennpferd mit Schwachstelle

Und nach dem großen Themenfahrtag im Juni ist erst einmal Schluß mit der Modellbahn!
Falls ich mal meine große Signatur vergesse: Servus sagt der Guido aus Oberbayern
Epoche 3 auf Höhe Null, das ist das Großprojekt Rollbahn 2018 hier im Forum


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#54

Beitrag von Eichhörnchen » Fr 15. Jun 2018, 18:37

oberlandbahn hat geschrieben:
Fr 15. Jun 2018, 18:21
Von mir aus kann Piko noch mehr Betriebsnummernvarianten der V 200.1 auflegen
Von mir aus darf Piko auch Betriebsnummernvarianten der V100.1 bzw. V100.2 herausbringen. :wink:


Erich Müller
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#55

Beitrag von Erich Müller » Sa 16. Jun 2018, 07:24

Hallo Eichhörnchen,

an der Eder sind nur V100.10 und V100.20 gefahren... ;)
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#56

Beitrag von Eichhörnchen » Sa 16. Jun 2018, 09:02

Erich Müller hat geschrieben:
Sa 16. Jun 2018, 07:24
an der Eder sind nur V100.10 und V100.20 gefahren... ;)
Danke Erich,

die meinte ich doch auch. :wink:


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#57

Beitrag von labrador » Sa 16. Jun 2018, 10:44

Der Thread ist jetzt wieder offen und "passend" zurechtgelöscht! Sehr seltsam....


Gruß


rennegade
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#58

Beitrag von rennegade » Sa 16. Jun 2018, 13:50

...um nochmals auf die C4-problematik zurückzukommen - wenn sich das Fahrverhalten wirklich durch Entfernen dieses Bauteils deutlich verbessern lässt

-wieso stört C4 nur bei einigen Modellen?
und
- warum hat Piko nicht längst reagiert und die Funkentstörung überarbeitet - etwa mit Drosseln ähnlich wie bei M.?

ralph

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#59

Beitrag von Peter Müller » Sa 16. Jun 2018, 15:13

Als Märklin mit der Behauptung vor Gericht zog, der Pko-ICE-3 sei abgekupfert, dachte ich mir, dann muss der gut sein, und habe ihn meinem Sohn als Weihnachtsgeschenk gekauft.

Später kosteten Märklin-TRAXXe teilweise unter 50,- Euro, um gegen die billige Piko-Konkurrenz bestehen zu können. Da wurde dann gleich mehrfach zugeschlagen.

Als die Märklin-Meute dann Piko überall schlecht redete, konnte ich Piko günstig erstehen.

Wenn es Piko nicht gegeben hätte, wäre ich nicht wieder in das Hobby eingestiegen. Jetzt, wo Piko das Preisniveau der Mitbewerber erreicht und die Angebote der Mitbewerber wieder seltener geworden sind, ist natürlich mit Neukäufen vorbei (sich lange auf die Lauer legen habe ich keinen Bock). Aber man kann Jahrzehnte aus dem Bestand leben, also kein Problem. Piko war ein Segen :wink:. Vielleicht kommt ja irgendwann ein neuer Billiganbieter und mischt den Markt wieder auf.
Grüße, Peter

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#60

Beitrag von Badische4h » Sa 16. Jun 2018, 16:10

Wobei Piko immer noch gute Modelle für einen günstigen Preis anbietet. Was wiederum Roco und Fleischmann einige Modelle günstiger anbieten lässt, z.B. Ludmilla und Schienenbus von Roco.

Habe mir vor ein paar Monaten die E04 neu für etwas über 160€ gekauft, die Bügelfalten E10 und die E18, jeweils in Epoche III Version, werden folgen.

Also für die Gleichstromfraktion ist Piko jedenfalls immer noch eine überlegenswerte Alternative. Die E52 allerdings werde ich mir von Fleischmann beschaffen, einfach weil sie besser gemacht ist.

Ich habe schon lange mit Piko zu tun, noch zu DDR Zeiten brachte mir ein Bekannter immer mal den ein oder anderen Güterwagen mit, wenn er vom Verwandschaftsbesuch zurückkam, irgendwie musste man ja den Zwangsumtausch loswerden. Und die Modelle waren für die damalige Zeit gut gemacht, Radsätze musste man halt tauschen.

Piko hat auf jeden Fall seinen Platz im Markt gefunden, liefert meist gute Qualität, wenn auch manchmal unnötige Fehler mit eingebaut sind, z.B. loses Führerhaus bei der E63....
Aber andere Hersteller leisten sich auch Fehler.

viele Grüße

Jürgen
Rechtschreibfehler habe ich mit Absicht eingefügt, sie dienen der allgemeinen Belustigung

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#61

Beitrag von Shoogar » Sa 16. Jun 2018, 23:54

Settebello hat geschrieben:
Do 14. Jun 2018, 17:49
Hallo Peter,

also daß ich mit der Märklin P8 ein paar Hundert Piepen in den Sand gesetzt habe, langweilt mich gar nicht :twisted: Man könnte neben der T14 im übrigen auch die S10 nennen und die BR 61 vom Henschel-Wegmannzug. Darüber hinaus hat Märklin bis heute keinen vernünftigen Weichenantrieb für das K-Gleis konstruiert. Von der Pleite mit dem C-Sinus Motor ganz zu schweigen. Wenn man hier im Forum etwas sucht, wird man weiter fündig.

Ich will Märklin ja nicht übermäßig schlechtmachen, aber die Zeiten der sprichwörtlichen Märklinqualität sind vorbei. Man muß schon genauer hinschauen bevor man etwas kauft, darin unterscheidet sich Märklin von den anderen Marken nicht mehr. Und Piko ist da eine interessante Alternative geworden - Konkurrenz belebt das Geschäft!

Meint Sebastian
Diese ewig ermüdende einseitige Debatte über Hersteller ist langsam nervig.
Ich hab die Märklin BR 38 (37030), ein wunderschönes Modell mit herausragenden Laufeigenschaften, die ist äußerst leise, und zieht anstandslos 5 maßstäbliche n-Wagen (von Piko und Roco) auf 2,5% Steigung in R2 (altes K-Gleis (Hohlprofil)).

Ich sortiere meine Lieblingsmodelle nicht nach Hersteller.
Mir muß ein Modell gefallen.
Dazu gehören nicht nur die optischen Eigenschaften (da gehe ich auch mal Kompromisse bzgl. der Vorbildtreue ein (zB. Liliput BR 75, eine hübsche Diva bzgl. der Stromaufnahme, die mir trotz falschem Fahrwerk wirklich gefällt)).
Sondern auch das Fahrverhalten auf meinen Gleisen.

Da ist mir echt wurscht, welcher Markenname auf der Verpackung steht.

Drum nutze ich auch nicht jeden Moment, um einem Hersteller ans Bein zu pinkeln.

Gekauft wird ausschließlich, was mir zusagt.

Alles Andere bleibt beim Händler.
Darüber muß ich aber auch nicht herumkreischen.
viele Grüße

Armin


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#62

Beitrag von Vau100 » So 17. Jun 2018, 00:55

Hallo,

also gleich vorweg gesagt - ich habe keine Piko-Produkte, und früher hätte ich es nur abgetan als "liadrigs Plaschdik-Glomb" ... liederlieches Kunststoff-Gelumpe ;-) ... Aber was ich so in letzter Zeit mit Mä in Sachen Qualität und Endkontrolle erlebt habe, das ist nicht mehr feierlich - und ich bin kein notorischer Märklin-Stänker, im Gegenteil. Und "Plaste und Elaste" gibts auch in Göppingen immer mehr ;-) Aber lassen wir das.

Das was ich so von Bekannten und Freunden über Piko gehört habe; lässt aufhorchen; die Marke soll gar nicht schlecht sein; vor allem der VT 798, die DB-Altbauelloks & die 103, die in letzter Zeit so herauskommen. Auch in Tests schneiden die Loks immer ziemlich gut ab.


Nix für ungut,


Gruß Wolfgang
I. d. letzten Jahren nur Sammler und Teppichbahner Epoche III/IV bis ca. 1984, nur Märklin, aber offen für alles, Kein Insider. K-Gleis Anlage mit CU in Planung.


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#63

Beitrag von kukuk » So 17. Jun 2018, 07:28

Peter Müller hat geschrieben:
Sa 16. Jun 2018, 15:13
Später kosteten Märklin-TRAXXe teilweise unter 50,- Euro, um gegen die billige Piko-Konkurrenz bestehen zu können. Da wurde dann gleich mehrfach zugeschlagen.

Als die Märklin-Meute dann Piko überall schlecht redete, konnte ich Piko günstig erstehen.

Wenn es Piko nicht gegeben hätte, wäre ich nicht wieder in das Hobby eingestiegen. Jetzt, wo Piko das Preisniveau der Mitbewerber erreicht und die Angebote der Mitbewerber wieder seltener geworden sind, ist natürlich mit Neukäufen vorbei
Und bei mir war es genau umgekehrt: die billigen PIKO Hobbymodelle und somit auch die billigen Märklin TRAXXe habe ich ganz schnell wieder entsorgt und auch nie wieder gekauft: ja, der Preis ist billig, aber die Modelle sind auch entsprechend billig, da Ärgert mich selbst das wenige Geld. Seitdem PIKO gescheite Expert-Modelle macht, die auch noch deutlich günstiger als die von Märklin und ROCO sind, haben Märklin und ROCO einen schweren Stand. Im Moment werden Loks eigentlich nur noch von PIKO gekauft. Da stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis einfach und man bekommt auch den entsprechenden Gegenwert.

PIKO Loks haben eigentlich nur 2 Probleme: der Schleifer ist ein echter Radaumacher und der Dekoder ist Schrott. Aber die sind schnell ausgetauscht, das rentiert sich noch. Mal sehen wie das mit PIKOs Eigengewächs von Dekoder mit MFX Anmeldung wird: ich habe da keine Hoffnungen, dass der brauchbar ist, die bisherigen Berichte bestärken mich da. Und mit dem Aufpreis für diesen Dekoder werden PIKO Loks eigentlich schon wieder uninteressant, da der AC-Aufschlag damit deutlich teurer ist als ein gescheiter Flüsterschleifer + gescheiter Decoder wie ein LokPilot einzeln kosten. Damit scheint PIKO richtig Kohle scheffeln zu wollen. Da Märklin und ROCO Loks gleich mit Flüsterschleifer und gescheitem Dekoder kommen, werden die da im Vergleich wieder günstiger. Und bisher hat man ja zum Glück die Wahl, meine Wunschmodelle werden eigentlich alle von mind. 2 Herstellern heraus gebracht.

Grüße,
Thorsten
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#64

Beitrag von Settebello » So 17. Jun 2018, 09:27

Shoogar hat geschrieben:
Sa 16. Jun 2018, 23:54
Diese ewig ermüdende einseitige Debatte über Hersteller ist langsam nervig.
Hallo Armin,

schau doch mal oben nach, worum es in diesem Thread geht, es geht darum, was man von Piko ~ hält, im Vergleich zu Märklin. Wenn Dich die Debatte nervt, dann frage ich mich, warum Du Dich hier zu Wort gemeldet hast.

Ich kreische auch nicht herum, sondern meine Märklin P8 (BR 38 DRG, #37039) kreischt und sie hat so wenig Zugkraft, daß ich sie auf 3% Steigung (K-Gleis Vollprofil, gerade Gleise kombiniert mit Großkreis II, # 2251) nicht mit vier vierachsigen Eilzugwagen (Roco, aus Set 43032) einsetzen kann - sogar mit drei Wagen ist es kritisch. Es bleibt bei mir die Leig-Einheit als vorbildgerechte Zugbildung. Optisch ist sie schon schön, aber gegenüber dem alten Fleichmann-Modell auch kein wirklicher Fortschritt. Dafür war sie teuer.

Daß meine Kritik hier einseitig ist, liegt daran, daß ich Vergleichbares mit Piko-Modellen noch nicht erlebt habe. Ich nutze auch nicht die Gelegenheit, einem Hersteller "ans Bein zu pinkeln". Da verwechselst Du etwas, denn ich bin ja nicht dafür verantwortlich, sondern der Hersteller selbst. Aber wenn ein Hersteller so mit seiner Qualität und Wertbeständigkeit wirbt, ist der Fall eben tief.

Im Ergebnis scheinen wir immerhin einig zu sein, daß man beim Kauf kritisch sein muß - bei jedem Hersteller.

Es liegt wohl in der Natur der Sache, daß die negativen Erlebnisse präsenter ilm Gedächtnis sind. Um nicht nur als Märklin-Basher dazustehen, kann ich hier gern noch wissen lassen, daß ich nicht auf die Idee käme, mir die BR 143 von Piko in AC zu kaufen. Ich bin nämlich großer Fan der BR 243 (143) und aller ihrer Varianten von Märklin. Mir gefallen das schwere Metallgehäuse und die Motorisierung mit HLA, die ich mit Kugellagern noch verbessert habe. Der alte Decoder mit den Potis hat hinreichend Sonderfunktionen, so daß man die Beleuchtung mit einfachen Mitteln verbessern kann. Da ist für Piko nichts zu machen :wink:

Viele Grüße, Sebastian
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#65

Beitrag von 232 U 1 » So 17. Jun 2018, 11:12

Hallo Sebastian,

du hast hier 2 Modelle aus hunderten Märklin-Modellen rausgesucht, von der eines recht laut war (P8) und das andere in der ersten Variante ein falsch konstruiertes Getriebe hatte, an dem Trix (damals Märklin-Partner) Schuld war (S10). Die BR 94.5 war ja kein wirkliches Problem, die wenigen Schäden der Erstserie hatte Märklin sofort behoben. Die P 8 ist 15 Jahre alt, inzwischen schon längst überarbeitet und seitdem ein rundum gutes Modell. Aber selbst das etwas laute Fahrgeräusch der früheren Modelle konnte Märklin-Modellbahner nicht erschrecken, denn die waren damals an ein etwas höheres Fahrgeräusch gewöhnt. Die Zugkraft des Modells ist durchaus ausreichend. Die wirklich schlechte Erstvariante der S10 ist 22 Jahre alt, die nachfolgenden Varianten haben fehlerfreie und haltbare Getriebe bekommen und sind jeweils sehr schöne Modelle.

Es wäre ein Leichtes, aus den Piko-Neuheiten der Jahre 1996 bis 2005 einige "Krücken" herauszusuchen und über die hier herzufallen. Es ist lobenswert, dass dies niemand tut.

Deshalb wiederhole ich meine oben schon genannte Bitte: Halbwegs faire Vergleiche anstellen, also alte Modelle mit alten Modellen oder neue mit neuen. Alles andere ist Polemik.

Ich bin ein Modellbahner, der überwiegend (aber nicht ausschließlich) Märklin-Lokmodelle kauft (bei Schnellzugwagen habe ich mich für den Längenmaßstab 1:87 entschieden, da kommen überwiegend andere Anbieter zum Zug). Ich beobachte mit Erstaunen, dass zahlreiche Anhänger anderer Marken den Drang haben, Märklin-Modelle generell schlechtzureden. Umgekehrt kann ich das nicht annähernd in diesem Ausmaß beobachten. Dieses Phänomen sollte man mal analysieren (aber bitte nicht in diesem Forum, das sollten wir nicht mit solchen Diskussionen kaputt machen).

Natürlich lese ich mit großem Interesse fundierte Modellvergleiche und nehme auch gerne an solchen teil. Wichtig ist dabei, dass man akzeptiert, dass unterschiedliche Kundengruppen unterschiedliche Wünsche haben. Es ist kein Mangel, wenn ein Roco-Modell aus Kunststoff ist, denn die meisten Roco-Käufer ziehen diesen Werkstoff vor. Und es ist kein Mangel, wenn Märklin-Modelle nicht die allerniedrigsten Spurkränze und nicht die feinsten Dachstromabnehmer haben, denn die meisten Märklin-Käufer legen Wert auf eine bestimmte Betriebssicherheit und Robustheit.

Grüße Peter
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#66

Beitrag von riedochs » So 17. Jun 2018, 11:13

Ich hatte bisher nur eine Piko Lok (Rastatt Lok) aus der Hobby Reihe, technisch eine Enttäuschung:
Uralt Uhlenbrock Decoder, der Rückleiter der Beleuchtung auf Lok Masse angeschlossen. Hat geflackert wie bei den alten C90 Decodern
NEM Schacht war nicht Kompatibel zu den Fleischmann Profikupplungen, die bleiben entweder rechtes oder links hängen weil der Schneeräumer zu weit raus schaute.
Langsam Fahreigenschaften miserabel, was wohl auch an dem Uralten Uhlenbrock Decoder gelegen hat.

Sowas ist in 2018 inakzeptabel, selbst für die verlangten 130 Euro. Ich hatte Piko wegen der Beleuchtung angeschrieben. Antwort: Das ist ein Modell aus dem Hobby Programm, da müsse ich das Akzeptieren.
Wer in 2018 nicht in der Lage ist brauchbare Decoder für eine flackerfreie Beleuchtung zu verbauen weil der vielleicht 2 Euro mehr kostet als der 10 - 15 Jahre Schrott den man noch auf Lager hat macht etwas falsch.
Wenn Märklin sowas abliefern würde wäre das Firmengebäude in Göppingen schon in Flammen aufgegangen.

Ich habe noch eine Vorbestellung für den Piko RBe540 laufen, mal sehen wie es damit aussieht.
gruß

Jochen


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#67

Beitrag von klein.uhu » So 17. Jun 2018, 11:28

riedochs hat geschrieben:
So 17. Jun 2018, 11:13
Ich hatte bisher nur eine Piko Lok (Rastatt Lok) aus der Hobby Reihe, technisch eine Enttäuschung:
Uralt Uhlenbrock Decoder, der Rückleiter der Beleuchtung auf Lok Masse angeschlossen. ...
NEM Schacht war nicht Kompatibel zu den Fleischmann Profikupplungen, die bleiben entweder rechtes oder links hängen weil der Schneeräumer zu weit raus schaute.
Moin,

Richtig, es ist ein Modell aus dem Hobby-Programm, also eher Spielzeug als für den anspruchsvolleren Modell-Eisenbahner.
Also muss man da erhebliche Abstriche in Kauf nehmen - das ist nun mal kein Modell aus dem Expert-Programm!

Auf Probleme mit Kurzkupplungen weißt Piko ausdrücklich hin. Hobby-Modelle haben keine Kullissenführung, und die ist nun mal Voraussetzung für eine Kurzkupplung. Der Hinweis steht bei den Modellbeschreibungen, in den FAQ, und in der Anleitung des Modells.
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Gruß von Bild klein.uhu
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#68

Beitrag von Settebello » So 17. Jun 2018, 11:40

Hallo Peter,

ich nehme nicht für mich in Anspruch, repräsentative Vergleiche beider Marken anzustellen. Ich berichte hier nur von meinen eigenen Erfahrungen, denn von denen weiß ich genau, daß sie zutreffen. Oben habe ich meine erste Piko-Lok, die BR 180, besprochen, die ist übrigens auch fast 20 Jahre alt :!: aber das nur nebenbei.

Tatsächlich gibt es viele Märklinbasher. Es gibt aber auch die andere Fraktion, die geradezu reflexhaft in einen Verteidgungsmodus verfällt. Beides ist verfehlt und Dein Beitrag #61 mit dem Bericht über Deine Erfahrungen mit der BR 38 hätte mehr Gewicht, wenn Du ihn nicht mit unsachlichen Bemerkungen versehen hättest.

meint Sebastian

edit: jetzt habe ich etwas verwechselt, der Beitrag #61 ist von Armin, pardon :oops:
Zuletzt geändert von Settebello am So 17. Jun 2018, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#69

Beitrag von Litra_EG » So 17. Jun 2018, 11:43

Moin,

generell mag ich Piko-Modelle.

Die 130er-Familie ist super, vor allem, weil die Loks super dargestellt sind, detailgetreu und in den Proportionen perfekt, und weil von der ersten 130 bis zur DB-Cargo 232 das Spektrum abgedeckt wird.

Auch die Elloks sind und fahren toll, sind für Sound vorbereitet, und der Service (Ersatzteile) kann sich ebenfalls sehen lassen.

Natürlich gilt das nicht fürs ganze Programm, da ist auch Schatten, und vom Hobbyprogramm halte ich persönlich mich fern. Aber alles in allem freue ich mich auf manche Neuheit und wünsche Piko alles Gute für die Zukunft.

Und mir eine Schweriner 234 in orientrot.
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#70

Beitrag von Murrrphy » So 17. Jun 2018, 11:48

Ich halte mittlerweile von Piko überhaupt nichts mehr.

3 Loks - 3 fundamentale Reinfälle, gepaart mit einem miserablen Kundendienst, da bin ich bei Mitbewerbern bei vergleichbaren Preisen deutlich besseres gewohnt.

Woran hakt es? Billige Plastikgehäuse, die das Basteln, was Piko einem auferlegt, wenn man die Lok mit einem Sound nachrüsten will, für die sie sogar die Zurüstsets anbieten, nicht überstehen. Die Zurüstsets selber 2 mal mit zu kurzen Kabeln geliefert, so dass das Set nicht montiert werden konnte und reklamiert werden musste (Kundendienst behauptete 2 mal, dass das Set okay sei, verbauen konnten sie es offenbar nach Reklamation auch nicht, nach dem zweiten Mal kam tatsächlich ein passendes Set, natürlich gegen Erstattung der Portokosten, aha.). Soweit zur Expert-Serie, in beiden Fällen die MaK-Serie.

Den Knaller aber dann ein Hobby-Taurus, dessen Licht flackert wie Sau, der vorwärts deutlich schneller fährt, als rückwärts, der nach nur 2-3 Runden auf der Anlage heiß wird, dass man Angst um den Decoder hat und ein Kundendienst, der auch das für normal erklärt. Letztendlich waren die Plastik-Zahnräder im Getriebe schlecht geschmiert und wohl auch nicht mehr so ganz taufrisch. Das ganze dann für schlappe 140 EUR.

Und bevor nun wieder ein Oberschlauer daher kommt, und einem erklärt, das man das alles bei einem Hobby-Modell akzeptieren müsse und man Abstriche in Kauf nehmen muss: ja, selbstverständlich muss man das. Ich meckere nicht über irgendeine Detallierung, oder darüber, dass die Lok nicht so seidenweich fährt oder miserables Langsamfahrverhalten hat und manchmal ruckt. Alles geschenkt, das darf von mir aus ein Hobby-Modell gerne tun, ich weiß, dass ich billig bekomme, wenn ich billig kaufe. Ich merke hier grundlegende Eigenschaften an, die ich für 130-140 EUR, was für die Lok aufgerufen wurden, auch im Hobby-Bereich nicht zuviel verlangt sind, die Loks sollte schon in der Lage sein, mit schlechten Fahreigenschaften mehr als 2 Runden auf der Anlage zu absolvieren (denn von solchen Einschränkungen steht in den Produktbeschreibungen nichts drin).

Wie gesagt: eigene Erfahrungen, aufgrund derer nie wieder. Andere mögen andere Erfahrungen gemacht haben, oder ausdauernder gewesen sein.
Viele Grüße, Achim

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#71

Beitrag von Settebello » So 17. Jun 2018, 12:06

Hallo Achim,

also wegen zu kurzer Kabel im Soundset hätte ich nichts zurückgeschickt und bei meinen Modellen finde ich das Plastikgehäuse nicht schlechter als bei Roco, aber alles andere was Du schilderst ist völlig unakzeptabel :roll: Zum Glück kommen bei mir die Hobby-Modelle nicht in Frage, weil sie mir zu wenig detailliert sind.

Viele Grüße, Sebastian
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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#72

Beitrag von Murrrphy » So 17. Jun 2018, 12:22

Settebello hat geschrieben:
So 17. Jun 2018, 12:06
also wegen zu kurzer Kabel im Soundset hätte ich nichts zurückgeschickt und bei meinen Modellen finde ich das Plastikgehäuse nicht schlechter als bei Roco
Siehst Du, scheinbar haben wir eine andere Philosophie. Wenn ich für etwas Geld ausgebe, dann verlange ich, dass die erbrachte Gegenleistung dem entspricht, was spezifiert bzw. versprochen wird. Und wenn ein Umbauset für eine Lok angeboten wird, was dann nicht in genau diese Lok passt, dann erfüllt es nicht die versprochene Spezifikation, dann wird es reklamiert. Das betrifft nicht nur den Modellbahnsektor, das mache ich auch in anderen Bereichen. Letztendlich müssen Hersteller auch merken, was sie für einen Murks geliefert haben und nicht, dass der geduldige Kunde, sein Geld da läßt und dann selber nachbessert und der Hersteller ist fein raus.

Und in genau der Disziplin, die spezifizierte Gegenleistung für das Geld zu liefern, auch im Billigsegment, hat Piko bei mir eben fundamental gepatzt. Und so etwas merke ich mir und meide es in Zukunft.
Viele Grüße, Achim

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#73

Beitrag von riedochs » So 17. Jun 2018, 12:31

klein.uhu hat geschrieben:
So 17. Jun 2018, 11:28
Moin,

Richtig, es ist ein Modell aus dem Hobby-Programm, also eher Spielzeug als für den anspruchsvolleren Modell-Eisenbahner.
Also muss man da erhebliche Abstriche in Kauf nehmen - das ist nun mal kein Modell aus dem Expert-Programm!

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Wenn erheblich Abstriche mindestens 10 Jahre Decoder und Flackerlicht bedeuten, dann verzichte ich auf Piko Loks. Jeder aktuelle 15 Euro Decoder kann das besser. Grundsätzlich ist es für die Montage und problemlose Beweglichkeit in der Lok egal ob Kulissenführung oder nicht. Ich rede hier nicht vom Betrieb, soweit bin ich nicht einmal gekommen.
gruß

Jochen


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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#74

Beitrag von Derrick23 » So 17. Jun 2018, 12:37

Nun, Achim, da seit ihr Märklinbahner aber auch irgendwie selbst schuld, für die meisten Gleichstrombahner ist es normal den Decoder einzubauen den man haben will, und nicht den, den der Hersteller da rein wirft.

Märklin macht das aber vor, und die Kunden verlangen scheinbar auch Modelle die eben direkt so das machen was sie sollen. Da sind die Gleichstrombahner dann doch anders.

Was jetzt allerdings dein Problem beim Gehäuse zum einbauen des Decoders ist, versteh ich nicht. Da hatte ich bisher eher Probleme mit den Metallgehäusen, das vom Märklin/Trix ER20 singt und scheppert, auch ohne Sounddecoder so, dass ich lieber mit dem Roco ER20 fahre.

Auch bei den Pikomodellen hatte ich bisher keine Probleme.

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Re: Was haltet ihr von Piko ~

#75

Beitrag von Murrrphy » So 17. Jun 2018, 12:43

Derrick23 hat geschrieben:
So 17. Jun 2018, 12:37
Nun, Achim, da seit ihr Märklinbahner aber auch irgendwie selbst schuld, für die meisten Gleichstrombahner ist es normal den Decoder einzubauen den man haben will, und nicht den, den der Hersteller da rein wirft.
Ach, ich bin Märklinbahner? Da weißt Du mehr, als ich ;-)

ich habe nicht einmal davon geredet, dass ich einen Decoder einbauen oder austauschen wollte, ich wollte nur ein von Hersteller geliefertes Zurüstset zusätzlich montieren.

Und wenn mir ein Hersteller eine Lok liefert, in der ein Decoder verbaut ist, dass man fahren kann, dann erwarte ich halt auch einfach, dass man genau das damit tun kann und nicht die Lok nach 2-3 Runden zum Abkühlen in den Schuppen holen muss. ;-) Aber wahrscheinlich habe ich da auch einfach nur antiquierte Vorstellungen.
Derrick23 hat geschrieben:
So 17. Jun 2018, 12:37
Was jetzt allerdings dein Problem beim Gehäuse zum einbauen des Decoders ist, versteh ich nicht.
Musst Du auch nicht verstehen, ich bin wahrscheinlich einfach zu blöd und alle anderen machen es richtig ;-) Aber abgebrochene Rastnasen bei der kleinsten Spreizung sprechen eher für ungenügende Kunststoffqualität für diesen Einsatzzweck.
Viele Grüße, Achim

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