Fragen zur Dampfentwicklern in Roco-Loks

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Fragen zur Dampfentwicklern in Roco-Loks

#1

Beitrag von Stadtbahner » Di 17. Apr 2018, 07:56

Hallo liebe Stummis,

ich habe zwei Roco-Dampfloks (BR 80 039, Roco 63338 und BR 023 102-7, Roco 63323). Die eine ist bereits mit einem ESU Lopi V4 für den Digitalbetrieb nachgerüstet worden, bei der anderen werde ich es ebenfalls so machen.

Nun habe ich in der BR 80 den Rauchsatz Roco Dampfentwickler 40160 verbaut und mit SR 24 Öl befüllt. Wird mit F0 geschaltet (Licht hat die BR 80 eh nicht). Dampft schön vor sich hin, aber riecht ehrlich gesagt etwas unangenehm verbrannt. Nun gut, ich musste das Röhrchen vorsichtig mit einer Pipette befüllen, da ist sicher etwas daneben gegangen - eine passende Spritze mit dünner Nadel legt Roco leider nicht bei. Angenehm ist, dass nichts im Betrieb "spritzt", so bleiben Lokgehäuse und Schienen sauber.

Laut Roco soll der Rauchsatz "für analog und digital" gleichermaßen geeignet sein. Eine Suche auf der Seuthe-Internetseite brachte zutage, dass Roco 40160 optisch gleich zu Seuthe Nr. 20 (10 - 16V) ist, beide haben eine rote Unterseite. Nanu, da gibt es noch einen Seuthe Nr. 24 (16 - 22 V) mit grüner Unterseite?

Auf der Suche nach einem Rauchsatz für die BR 023 fand ich im Stummiforum folgenden Thread:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?t=2965
Dort ist die Rede von Seuthe 10 (10 - 16 V, rote Unterseite) für den Analogbetrieb, und Seuthe 11 (16 - 22 V, grüne Unterseite) für den Digitalbetrieb.


Hat mich Roco bei der BR 80 für dumm verkauft?

Meine Fragen:
1. Hat mir Roco für teures Geld (UVP € 34,90) den FALSCHEN Rauchsatz angeboten, optisch identisch zu Seuthe Nr. 20 (UVP 22,45 €), weil er eigentlich nur für analog geeignet ist?
2. Was passiert, wenn ich diesen Rauchsatz weiterhin in meiner BR 80 digital betreibe?
3. Sollte ich den Roco Rauchsatz in der BR 80 besser durch einen Seuthe Nr. 24 tauschen?
4. Ist Seuthe 11 der richtige Rauchsatz für meine BR 023 im Digitalbetrieb? Ich werde die Roco-Steckbrücke so konfigurieren, dass Dampf mit F1 getrennt von der Beleuchtung geschaltet wird.
5. Ist es normal, das Dampföl, speziell SR 24, so unangenehm verbrannt riecht?
6. Gibt es auch Dampföl, dass geruchslos verdampft? Oder welche anderen Öle könnt ihr empfehlen?
7. Was passiert, wenn ich den Rauchsatz versehentlich angeschaltet lasse, obwohl das Öl im Röhrchen verbraucht ist?
Viele Grüße, Marc

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Re: Fragen zur Dampfentwicklern in Roco-Loks

#2

Beitrag von Flo_85 » Di 17. Apr 2018, 15:13

Die Formulierung "geeignet für analog bzw. digital" bei Dampferzeugern wird zwar gerne verwendet, ist aber aus meiner Sicht etwas unglücklich.

Denn da geht es ja nur um den Spannungsbereich in dem der Dampferzeuger betrieben werden darf. Und das hat nichts mit Analog oder Digital zu tun. Bei Digital wird zwar oft eine etwas höhere Spannung am Gleis verwendet. Das relativiert sich aber (zum Teil) wieder durch Gleichrichter und Transistorschaltungen in den Decodern.

Bei Roco Loks kommt dazu dass der Raucherzeuger im Digitalbetrieb über die Lokmasse geschaltet ist und somit nur mit einer Halbwelle des Wechselsignals betrieben wird. Die Verwendung eines Raucherzeugers mit hoher Betriebsspannung - für Digitalbetrieb - führt daher oft zu einer eher mäßigen Rauchentwicklung da zu wenig Wärme entsteht. Die Verwendung Dampferzeugers mit niedrigerer Spannung ist hier durchaus legitim und führt oft zu einer schöneren Dampfentwicklung.

Das dir Roco also den falschen Raucherzeuger verkauft hat würde ich so nicht sagen. Denn bei Roco ist man sich des oben erwähnten Umstandens wohl bewusst.

Zum Geruch kann man hier jetzt allerdings nicht viel sagen, vermute aber das es am Dampföl liegt.
Mfg aus Österreich, Flo

Mein Anlagen Tagebuch: viewtopic.php?f=15&t=148671

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Re: Fragen zur Dampfentwicklern in Roco-Loks

#3

Beitrag von Stadtbahner » Di 17. Apr 2018, 15:54

Hallo Flo,

vielen Dank! Ja, du hast recht, bei der BR 80 zum Beispiel ist der Dampfentwickler mit der Lokmasse verbunden. Und es kommt genügend Dampf. Cool, dann habe ich ja nichts falsch gemacht, hehe.

Ich schau mir mal an, wie es mit der BR 23 ausschaut. Wenn dieser ebenfalls mit der Lokmasse verbunden sein sollte, dann wird es wohl ein Seuthe 10. Da ich den dort mit F1 schalten will, kann ich sicherheitshalber vor Kauf des Seuthe 10 und Umbau der BR 23 eine Testschaltung mitsamt dem Seuthe 20/Roco 40160 und dem LopiV4 aufbauen.


Ergänzend noch Infos auf der Seuthe-Internetseite:
http://seuthe-dampf.de/service/
Viele Grüße, Marc

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Re: Fragen zur Dampfentwicklern in Roco-Loks

#4

Beitrag von Robert Bestmann » Mi 18. Apr 2018, 07:48

Hallo Marc,

es gibt eigentlich nur zwei Fälle, in denen die Rauchsätze für Digitalbetrieb richtig wären (im Analogbetrieb funktionieren die nie, da zu wenig Spannung am Gleis):

1. Der Rauchsatz wird mit beiden Polen direkt mit Schienenstrom versorgt, ggf. mit Zwischenschaltung eines decodergesteuerten Relais für Abschaltbarkeit.

2. Der Rauchsatz wird in die Lok komplett Isoliert vom Fahrgestell eingebaut und hängt mit beiden Polen am Decoder. Das geht - wenn überhaupt - nur mit den gummi-ummantelten Seuthe-Teilen.

In allen anderen Fällen sind die Rauchsätze für Analogbetrieb zu verwenden, also auch für die 023. Es empfiehlt sich, den Decoderausgang leicht zu dimmen, siehe dazu auch die Decoderanleitung. Schau Dir dazu auch die möglichen Einstellungen an, der LoPi kann den Decoder so ansteuern, dass es im Stand und während der Fahrt unterschiedlich stark raucht.

Viele Grüße
Robert

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Re: Fragen zur Dampfentwicklern in Roco-Loks

#5

Beitrag von Stadtbahner » Mi 18. Apr 2018, 07:51

Hallo Robert,
Das hört sich ja ausgezeichnet an, gerade was die Steuerung der Rauch/Dampfstärke durch den Decoder angeht. Danke für die Aufklärung! :gfm:
Viele Grüße, Marc

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