Pyrkerbahn: Zurück in IIIa

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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homo mibanicus
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Re: In und um Pyrkerfeld: Neue Module

#176

Beitrag von homo mibanicus » So 13. Mai 2018, 21:46

Sieht sehr gut aus Kupzinger! :gfm:

Ich gehe auch das Fokus Stacking versuchen. Frage noch: welche Grasfaser benutzt Du? Sind die kurze 2 mm lang?
Viele Grüsse aus Holland,
Harry

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Re: In und um Pyrkerfeld: Neue Module

#177

Beitrag von Heldvomerdbeerfeld » Mo 14. Mai 2018, 18:55

Kupzinger hat geschrieben:
So 13. Mai 2018, 21:25

Ich freu mich schon, die neue Strecke zusammenzustecken :)
Wir uns auch!
Da musst du dir wohl noch einen Haufen neue Grasfasern zulegen und dann loslegen. Weil selbst ohne Büsche und Bäume schaut das schon sehr gut aus :wink:
Neustadt an der Südbahn, ÖBB Epoche V-VI entsteht
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Re: In und um Pyrkerfeld: Neue Module

#178

Beitrag von Kupzinger » Di 15. Mai 2018, 21:25

homo mibanicus hat geschrieben:
So 13. Mai 2018, 21:46
Frage noch: welche Grasfaser benutzt Du? Sind die kurze 2 mm lang?
Hallo Harry,
ja, die kurzen sind 2 mm (in zwei Schichten). Die längeren sind 4 mm. Sommer, beige und Frühherbst von Mininatur.

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Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#179

Beitrag von Kupzinger » Di 5. Jun 2018, 20:09

Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

In Vorbereitung zum diesjährigen „Pyrkerbahn-Fahrtag“ mit Freunden (analog zur „Jam-Session“ im letzten Jahr) habe ich mir noch ein neues Feature eingebaut, was wirklich sehr viel Spaß in der Bedienung macht: der Bahnhof Oberpyrkersdorf hat ein mechanisches Stellwerk mit Fahrstraßenverriegelung bekommen.

Bild

Bild

Die Idee geistert in meinem Kopf schön länger herum, ist im Prinzip sehr naheliegend, ich habe sowas aber bisher noch nirgends gesehen. Meine Weichen im Bahnhof werden durch die weit verbreitete Ansteuerung mit Querachse durch das Modul gestellt, mit einem Kippschalter für das Rastmoment und die Herzstückpolarisation. Ich habe diese Mechanik nun durch dazu quer verlaufende Verriegelungsstangen erweitert, die über Drehknöpfe bewegt werden. Im Folgenden möchte ich meine Lösung Schritt für Schritt vorstellen. Sie ist leicht nachrüstbar und ohne übermäßig aufwändige Ausstattung für Metallverarbeitung umsetzbar (Eisensäge, Metallbohrer und Feile haben genügt).

1. Die Weichen
Meine Peco-Weichenoptimierung hatte ich weiter vorne im diesem Thread schon mal vorgestellt, die Ansteuerung geschieht wie gesagt manuell und recht konventionell über Rein- und Rauschschieben einer Stellachse, die mit dem Stelldraht und einem Kippschalter verbunden ist. Die Bewegung dieser Achse wird nun unter bestimmten Bedingungen eingeschränkt. https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 5#p1667977


2. Die Signale
Oberpyrkersdorf hat nur zwei Gleise, und bisher nur Einfahrt- aber keine Ausfahrtsignale. Auf meiner Modulanlage habe ich nun das dreibegriffliche Einfahrtsignal zum „Standard“ erhoben (Ausnahmen bestätigen die Regel…). Ich habe eine Servoansteuerung konzipiert, die auch mit Wechselstromimpulsen als Input zurecht kommt. Dazu ggf. später mehr.

Bild

Die Servohalterung mit Korkdämmung wird mit Pattex von unten an das Modul geklebt

Bild

Beim Signal im Bild war der Antrieb abgeraucht, beim Ersatz habe ich gleich die Flügel entkoppelt


Bild

Die Kopplungsstange wird durchtrennt und an geeigneter Stelle (man vergleiche das von Haus aus ungekoppelte Signal) mit der Blendensteuerung des unteren Flügels verklebt. Beide Flügel bekommen neue Ösen zum Einhängen der neuen Stelldrähte, hier aus einem nicht verwendeten Messingbausatz mit feinen Löchern.


Bild

Da kommen dann neue Stelldrähte rein (ok, könnten gerader sein) und gehen durch zwei kleine Löcher …


Bild

… unter das Modul auf die Servos.


Immer noch das elegantere Stellverhalten im Vergleich zu den Servos hat meiner Meinung nach das dreibegriffliche Vissmann-Formsignal, auch wenn es ganz schön ins Geld geht. Darum habe ich alte zweiflügelige Vissmänner, wo mir der Antrieb abgeraucht ist, entkoppelt und mit Servos angesteuert. Die Einfahrtsignale und ihre dreibegriffliche Ansteuerung erfolgt auf jeden Fall elektrisch über eine sechspolige Verbindung:

1. Gemeinsamer Rückleiter für Steuerpulse
2. Steuerpuls für HP0 (DC oder AC)
3. Steuerpults für HP1 (DC oder AC)
4. Steuerpuls für HP2 (DC oder AC)
5. Beleuchtung Pol 1 (DC oder AC, auch Servo-Versorgung)
6. Beleuchtung Pol 2 (DC oder AC, auch Servo-Versorgung)

Ich verwende gerne diese steckbaren Reihenklemmen, die z.B. bei Conrad zu bekommen sind. Jedes Einfahrtsignal hat eine entsprechende Buchse, und jede Betriebsstelle ein oder mehrere Kabel mit Stecker für die entsprechenden entfernten Signale. So kann man je nach Aufbau verschiedene Module als Einfahrtsignale nutzen.

3. Die Verriegelung
Ich habe nun eine einfache mechanische Verriegelung realisiert, welche die klassischen Stellwerkfeatures hat:

1. Fahrstraße kann nur eingestellt werden, wenn alle Weichen in richtiger Position sind
2. Wenn eine Fahrstraße eingestellt ist, können Weichen nicht mehr umgelegt werden
3. Gleichzeitige Einfahrten aus beiden Richtungen werden verhindert (kurzer Bf, kein Durchrutschweg vorhanden).

Der Einfachheit halber wird der mit Fahrstraßenverriegelung einer Bahnhofseite auch gleich das entsprechende Einfahrtsignal mit geschaltet. Das ist zwar nicht ganz ideal (z.B. kann das Einfahrtsignal nicht unabhängig von der Fahrwegsicherung auf Halt zurück gestellt werden), aber es macht die Mechanik doch um einiges einfacher. So gefinkelte Sachen wie Wiederholsperren etc. gibt es natürlich nicht.

Bild

Die Verriegelungsfunktion wird von zwei Messingstäben (ca. 2mm x 8 mm) aus dem Baumarkt erfüllt, je einer pro Bahnhofkopf. Ein Drehknopf wirkt auf eine 4mm-Achse mit Zahnrad, das wiederum in eine Zahnstange auf dem Messingstab eingreift (Conrad-Zahnradset). Die Stange wird hin und her geschoben. In Mittelstellung ist die neutrale Stellung, keine Fahrstraße ist eingestellt, alle Weichen beweglich, Einfahrtsignal auf Hp0. Bewegt sich die Stange in die Bahnhofsmitte hin, wird eine Einfahrt gestellt, umgekehrt eine Ausfahrt. Die beiden Stangen treffen sich in der Bahnhofsmitte, so dass nur eine Einfahrt auf einmal möglich ist.

Bild

Zum Schalten der Signale verwende ich einen Drehschalter (mindestens drei Positionen), der über der Stange montiert ist und von einem Hebel mitgenommen wird. Das ergibt ein angenehm weiches Rastmoment und einen satten Umschaltsound.

Bild

Auf den Verriegelungsstangen habe ich dann einfach 0,3 mm Messingblechstücke (kann man mit der Schere schneiden) an geeigneten Stellen in geeigneter Form angelötet, um Ausschluss und Verriegelung zu realisieren. Kleine „Nasen“ an den Weichenstellachsen kollidieren dann mit diesen Messingblech-Kulissen. So lässt sich z.B. keine Fahrstraße einstellen, wenn eine Weiche auf ein Nebengleis gestellt ist. Sobald die Fahrstraße eingestellt ist, werden alle Weichen in ihre aktuelle Position gezwungen.

Eine weitere Vereinfachung gegenüber einem echten mechanischen Stellwerk ist, dass nur eine Fahrstraßenstange für beide Gleise verwendet wird. Ob Gleis 1 oder Gleis 2 hängt also nur von der Einfahrtweiche ab, die in beiden Stellungen jeweils verriegelt wird. Die hat einen Umschalter dran, der zwischen Hp1 und Hp2 am Einfahrtsignal wählt. Ähnlich könnte auch eine Wahl zwischen zwei zweibegrifflichen Ausfahrsignalen aussehen, wenn ich welche hätte. Die Vereinfachung hat aber einen gravierenden Nachteil (den ich akzeptiere): Weichen zu Nebengleisen müssen sowohl bei Fahrt von/in Gleis 1 als auch von/in Gleis 2 in identischen Positionen verriegelt werden. Das führt dazu, dass man also z.B. in Gleis 2 nicht rangieren kann, während auf Gleis 1 eine Einfahrt gestellt ist, obwohl sich die beiden nicht in die Quere kommen. Das Verfahren sollte prinzipiell auch mit mehr als zwei Gleisen so funktionieren, wenn genug elektrische Kontakte für die Signalwahl vorhanden sind.

Bild

Das Bild oben zeigt die ganze Verriegelung auf einer Bahnhofshälfte. Von links nach rechts: „Puffer“ für die von links kommende Stange zum Ausschluss gleichzeitiger Einfahrten. Mitnehmer für Drehschalter. Halterung aus Holz, Schlitz mit Messingblech ausgelegt. Weichenachse. Antriebsachse, Halterung, Weichenachse.

Conclusio: Fahrstraßen stellen macht jetzt viel Spaß, viel mehr als bei meinem elektrisch verriegelten System in Pykerfeld https://www.mobablog.info/blog.php?id=1823, vor allem wenns ein bisserl quietscht. Ich denke schon über ein Blockwerk nach …. dann aber wieder mit Relais :)

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#180

Beitrag von Personenzügler » Do 7. Jun 2018, 20:51

Hallo Kupzinger,

Sehr schöner und umfangreicher Bericht! :gfm:
Danke dafür!

Bei dir schau ich immer gerne rein und freue mich wenn es weiter geht. Auf die Gestaltung deiner nächsten Module bin ich gespannt! Und gerne immer wieder dazwischen ein paar Betriebs-/Zugbilder :D :redzwinker:

Noch eine Frage: Von welcher Marke sind deine Schnellzugwagen (Blau-Beige/Rot-Beige)?
Gruß aus Baden
Bernd

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#181

Beitrag von H0er » Fr 8. Jun 2018, 10:10

Hallo,

super Bericht, Stellwerkstechnik vom Feinsten mit einfachen Mitteln!

Frage woher hast du den Drehschalter ???


LG

Gottfried
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#182

Beitrag von Kupzinger » So 10. Jun 2018, 16:15

Hallo Kollegen,

danke für Eure Rückmeldungen. Ok, Betriebsfotos! Wird gemacht. Aber kurz noch die Antworten:

@Gottfried: Der Drehschalter ist dieser hier: http://shop.monacor.at/de/bauen-energie ... er-2-polig. Gabs mal beim "Großen C", inzwischen scheinbar nicht mehr. Aber jede Menge anderer.

@Personenzügler: Die IC-Wagen sind von Minitrix.

Ich habe inzwischen nochmal mit Focus Stacking herumgespielt, das sind die ersten Ergebnisse. Immer noch teilweise zu wenig Ebenen fotografiert, aber es schaut doch schon mal ganz gut aus.

Bild

Bild

Bild

Das war sozusagen "the making of". Schmale Module im Bogen, von beiden Seiten zugänglich, weit dahinter ein Hintergrundbild.

Bild

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#183

Beitrag von E 03 » So 10. Jun 2018, 16:40

Kupzinger hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 16:15


Bild


Hallo Kupzinger, Dein Modellbau, den die letzten Bilder zeigen, kommt der Realität immer näher! :sabber: Fotografisch sehr schön eingefangen, kann er nicht nur N-Bahner begeistern. :gfm:

Viele Grüße
Friedl
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#184

Beitrag von kanther » So 10. Jun 2018, 18:09

Das von Friedl zitierte Bild ist wirklich fantastisch! Ganz großes Kompliment für Foto und Motiv!

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Remo Suriani
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#185

Beitrag von Remo Suriani » Mo 11. Jun 2018, 09:36

Hallo Kupzinger,

die Bilder Deine Anlage sind fantastisch. Insbesondere die Wirkung des Hintergrundes ist grandios. Der passt so perfekt, dass ich erstmal auf den einem Bild, an dem man die Unterkante sehen kann, sichergehen musste, dass es keine Montage mit einem Foto ist.

Aber eigentlich schreibe ich wegen des Stellwerkes.

Das hast Du echt gut hinbekomme. Du beschreibst es als mechanisches Stellwerk mit Kompromissen. Ist Dir eigentlich klar, dass Du unbewusst fast 1:1 ein elektromechanisches Stellwerk nachgebaut hast? Es hat die gleiche Verschlusslogik, wie ein mechanisches, aber da es werden nur Kontakte angesteuert, die dann die Weichen und Signale schalten.
Anstelle von Hebeln kommen Drehschalter zum Einsatz. Und nun kommt die Gemeinsamkeit:
- Die Drehschalter werden wie bei Herdplatten in einer Front angeordnet, so wie Deine Weichen und Signalschalter in der Modulfront sind
- Fahrstraßen und Signale hängen an einem gemeinsamen Heben, auch wie bei Dir
- An diesem Hebel hängt die Verschlussstange, die auf Achsen der Weichenschalter wirken, wie bei Dir
- Die Fahrstraßensignalschalter können so wie bei Dir nach links eine und nach recht eine andere, sich ausschließende Fahrstraße einstellen
- Selbst die Funktion, dass der Weichenschalter einen elektrischen Kontakt betätigt, ist ja mit der Weichenpolarisierung quasi erfüllt ;-) .
Wenn Du Dir vorstellst, das der auch die Weiche umstellen würde hast Du quasi das perfekte elektromechanische Stellwerk.

Nagut einen kleinen Unterschied gibt es: Der Fahrstraßensignalhebel hat in jede Richtung drei statt einer Stellung ausgehend von 0° bei 12 Uhr:
30°: Weichen werden über den Verschlussriegel verschlossen. Man kann den Hebel jetzt noch zurückstellen und die Weichen wieder freigeben
45°: Es erfolgt die elektrische Festlegung, die ist nur durch Hilfshandlung oder den Zug auflösbar
90°: Signal kommt auf Fahrt.

Die 45° Stellung ist sicherlich auf der Modellbahn übertrieben, aber wenn Du es schaffst, bei den Weichen und Signalen so Spiel einzubauen, dass bei einer kleinen Drehung die Weichen bereits verschließen, man den Hebel aber och weiterdrehen kann um das Signal dann erst zu betätigen, dann hast zumindest die mechanische Komponente voll abgebildet. Dann müsste es auch möglich sein, dass Du das Signal auf Halt legst, ohne die Weichen freizugeben (in dem Du auf 15° zurückstellst). Beim Vorbild könnte man ohne Auflösung der Fahrstraße natürlich nur bis zur zweiten 45° zurückstellen, um das Signal auf Halt zu stellen, aber die Fahrstraße nicht aufzulösen

Und noch ein kleines Manko: Da die Schalter natürlich örtlich von den Weichen entkoppelt sind, liegen natürlich alle Weichenschalter direkt nebeneinander, aber das geht natürlich bei Dir nicht.

Kleiner Tipp: Die Weichenschalter sind blau, der Fahrstaßensignalschalter rot.
https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrome ... _Stellwerk
Viele Grüße
Dirk

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#186

Beitrag von Kupzinger » Mo 11. Jun 2018, 17:54

Hallo Kollegen,

wow, danke für das Lob :oops:

Friedl, auf meiner Anlage gibt's aber nur wenige sehr eingeengte Perspektiven, wo solche Fotos funktionieren, im Gegensatz zu Deiner!

Lieber Dirk, danke für den ausführlichen Kommentar! Auf ein Feedback von Dir hatte ich insgeheim gehofft, immerhin bist Du ja seit Planung des Abzweigs Pyrkerfeld sozusagen der stellwerkstechnische Referent der Pyrkerbahn ... :)

Die Ähnlichkeit zum elektromechanischen Stellwerk ist natürlich nicht ganz zufällig. Die Idee mit dem Drehschalter kommt daher. Im Eisenbahnmuseum Schwechat bei Wien habe ich mir so ein Gerät (Baumform 1912 oder ähnlich) vor drei Jahren mal in aller Ruhe genau anschauen können.

Farben kommen noch ins Spiel, die Module sollen eine einheitliche Seitenfarbe bekommen, und im Zuge dessen werden auch die Bedienelemente in Oberpyrkersdorf farblich ausgelegt. Danke für den Tipp, ob der Signalfahrstraßenknopf grün oder rot sein muss, war mir nämlich nicht klar. Also rot.

Ja, die Sache mit der 45°-Positionen des Drehschalters ist noch ein fehlendes Feature, hast Du trefflichst erkannt! Das war ursprünglich geplant, und zwar so, dass man den Drehschalter je Richtung zwei Raststellungen weiterlegen muss, um das Signal zu ziehen. In der ersten Raststellung passiert elektrisch nichts, aber die mechanischen Riegel greifen schon. In der zweiten Stellung wird dann auch das Signal gestellt. Meine etwas steinzeitliche Ansteuerung des Drehschalters (siehe Bild oben) hat das aber leider vereitelt, weil die erste Raststellung erst bei ca. 120° erreicht wird. Da müsste eine weitere Zahnstange und ein Zahnrad auf der Drehschalterachse ran, hatte ich aber keine mehr übrig. (Außerdem ist das Stellwerk in einem 7-Stunden-Marathon entstanden und musste am Ende fertig sein, aber dazu später mehr.) Mal sehen, ob ich das nachrüste. Betrieblich hat es aktuell keine Bewandnis. Oder wurden/werden bei Rangierfahrten die Fahrwege dann jeweils durch die 30°-Position verriegelt?

Auf jeden Fall hat sich die Bastelei gelohnt. Mich juckt es jetzt immer in den Fingern, eine Fahrstraße einzulegen :)

Für alle, die Stellwerkstechnik nicht so spannend finden, noch ein "Beifang" von der gestrigen Fototour in Pyrkerfeld.

Bild

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#187

Beitrag von Personenzügler » Mo 11. Jun 2018, 20:27

Hallo Kupzinger,

Wow! Ein sehr Stimmungsvolles Foto! :gfm:
Die Kombination aus der Perspektive, dem Hintergrund und natürlich deiner sehr realistisch gestalteten Landschaft ist dir sehr gut gelungen. Auch der Zug von hinten versetzt die Szene noch mehr in die Realität :redzwinker: :gfm:
Vielen Dank für das Bild!
Gruß aus Baden
Bernd

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#188

Beitrag von EnWilPu » Di 12. Jun 2018, 08:21

Hallo Kupzinger,

ich oute mich mal als stiller Mitleser :wink:
Ich verfolge deinen Thread seit Beginn an (war damals, glaub ich, noch nicht mal angemeldet). Die Feinmotorik hätte ich auch gerne :lol:
Aber die Ecke ist echt gut geeignet, um interessante Bilder zu machen- stimmig ist die ganze "Anlage" sowieso. :gfm:

Um die Frage zum Stellwerk zu beantworten: es gibt bei mechanischen und elektromechanischen Stellwerken im Regelfall keine Rangierfahrstraßen. Die 30°-Stellung "wirkte" demzufolge auch nur bei Zugfahrten. Allerdings wurden sie durchaus auch für Rangierfahrten benutzt, wenn es denn möglich war :lol: Betrieblich ist jeder verriegelte Fahrweg eine Gefahrenquelle weniger :wink:
Vordergrundig kenne ich aus meiner Ausbildungszeit allerdings nur noch die Verwendung bei Zugfahrten ohne Hauptsignal (z.B. Einfahrt vom Gegengleis, wenn es an diesem Gleis kein Einfahrsignal gab, aber für die Gegenrichtung eine Fahrstraße). Ob es noch mehr gab, weiß ich gar nicht mehr :?

Enrico

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#189

Beitrag von Remo Suriani » Do 14. Jun 2018, 06:22

Hallo Kupzinger,

Enrico hat das schon sehr gut zusamengefasst. Ergänzen kann man noch, dass es auch Abhängig davon ist, ob es Sperrsignale gibt und wie sie in die Fahrstraße eingebunden sind:
- Wenn es gar keine gibt, kann man natürlich den Rangierfahrweg mit dem Fahrstraßenhebel prüfen und sichern.
- Wenn sie direkt am Hauptsignal stehen, sind sie normalerweise Teil der Fahrstraße und verhalten sich wie eine Weiche. Du kannst den Fahrstraßenhebel erst auflegen, wenn das Signal schon Sh1 zeigt. Damit ist zumindest der Zweck, die Lage der Weichen zu überprüfen obsolet, denn wenn Du feststellst dass die Weichen falsch liegen, da der Hebel nicht drauf geht, ist die Rabt bereits unterwegs.
- Bei Sperrsignalen einer Gruppenausfahrt ist es anders. Da das Asig gestellt werden muss, bevor man Sh1 zieht, kann das Signal nicht in die Fahrstraße eingebunden weden.
- Es kann u.U. auch Fahrstraßenhebel für Rangierstraßen geben. Zum einen wenn planmäßig mit besetzten Reisezüge rangiert wird (Kurswagen), zum anderen kenne ich den Fall einer Zechenanschlussbahn bei der die Einfahrten in den Übergabebahnhof de jure Rangierfahrten sind, aber die Züge quasi von einer Strecke einfahren. Dort wurde Einfahrt über ein Sperrsignal gesichert, dass man nur stellen kann, wenn für die folgenden möglichen Rangierstraßen ein Fahrstraßenhebel aufgelegt ist. Eine Fahrstraßenfestlegung gibt es aber nicht.
Viele Grüße
Dirk

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#190

Beitrag von Kupzinger » Do 14. Jun 2018, 22:18

Hallo Enrico, hallo Dirk,

Danke für alle Infos. Sehr hilfreich. Super beschrieben, kann es mir lebhaft vorstellen, wie die Bedienung jeweils abläuft.

In meinem Kopf geistert noch ein Blockwerk herum, das ist aber noch nicht ganz durchdacht. Melde mich ggf., wenn es konkreter wird.

Liebe Grüße
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#191

Beitrag von Kupzinger » Fr 15. Jun 2018, 21:20

Hallo zusammen,

ein Schnappschuss vom G109 von Bad Reichenhall nach Mühldorf beim Passieren des Einfahrtsignal von Oberpyrkersdorf. Hier wird er den P209 in die Gegenrichtung treffen, und fährt daher aufs Nebengleis. Der erste Wagen wird hier bleiben, der zweite geht nach Köstendorf, der Rest bleibt am Zug bis Mühldorf.

Bild

:)

Das Modul im Hintergrund habe ich 2001 in Köln gebaut und in meiner ersten eigenen Wohnung in Aachen in Betrieb genommen. Das Modul mit dem Einfahrtsignal ist 12 Jahre später begonnen worden. Das Signal im Hintergrund ist schon das Einfahrtsignal von Pyrkerfeld, also beide Betriebsstellen sozusagen Back-to-back ... kommt im Original in ländlicher Umgebung wohl eher selten vor, denke ich.

Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#192

Beitrag von EnWilPu » Sa 16. Jun 2018, 11:53

Kupzinger hat geschrieben:
Do 14. Jun 2018, 22:18
In meinem Kopf geistert noch ein Blockwerk herum, das ist aber noch nicht ganz durchdacht. Melde mich ggf., wenn es konkreter wird.
Hallo Kupzinger,

darüber hatte ich mir vor einiger Zeit auch mal Gedanken gemacht. Ich bin damals zu dem Entschluß gekommen, dass sich dies in meinem Augen nur mit Relais realisieren lässt. Die Verschlüsse unterhalt eines Blockwerks lassen sich einfach nicht minimieren (zumindest nicht so, dass sie technisch einwandfrei funktionieren). Dagegen sind die Verschlüße hinter den Hebelbänken ein Kinderspiel :lol: Meine Gedanken beruhten aber auch darauf, dass ich analog bauen wollte. Vielleicht hilft dir das weiter :wink:

Und ich möchte zwar nicht ausschließen, dass es irgendwo eine Situation gab/ gibt, wo 2 Bahnhöfe so knapp nebeneinander sind, aber im Regelfall ist es betrieblich meist dann ein Bahnhof mit mehreren Bahnhofsteilen, wo es dann Zwischensignale gibt. Ein Beispiel dafür habe ich hier sogar vor Ort (obwohl ich nicht ländlich wohne).

Solche kurzen Züge gefallen mir immer (wenns auch nicht unbedingt meine Epoche ist) :sabber: Vor allem das Hintergrundbild passt aber super dazu- täuscht gut räumliche Tiefe vor.
Aber du musst mal den Bauern zum Zaun schicken. Der erfüllt so seinen Zweck nicht mehr und kann ein Ausbüchsen der Pferde derzeit nicht verhindern (die Schwachstellen sind links neben dem weißen Pferd und als das erste Zaunfeld vorne erkennbar) :pflaster: Wobei ich allgemein auch glaube, dass dieser Zaun für Pferde ungeeignet ist- die können da ja problemlos drüber springen...

Enrico

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#193

Beitrag von Kupzinger » Di 19. Jun 2018, 21:07

Hallo Enrico,

ja, selbsthaltende Relaisschaltungen schweben mir auch vor. Aber ich bin etwas zögerlich. Bei Bedienung allein würde das bedeuten: rüber zum anderen Bahnhof, Erlaubnis abgeben, zurück zum Startpunkt, Zug losschicken, SIgnal auf Hp0, blocken, rüber zum anderen Bahnhof, warten bis Zug ankommt, entblocken, rüber zum Abfahrtbahnhof, Fahrstraße auflösen, Weichen in Grundstellung... na ja, mal schauen.

Tja, und die Pferde und der Zaun ... Du hast recht ... aber: sie bleiben schon seit einigen Jahren in der Koppel, bisher ist noch keins rausgesprungen :) Liegt wohl an dem abwechslungsreichen Zugverkehr.

Heute zum Beispiel war der G205 etwas länger, nachdem er in Oberpyrkersdorf noch einen Schwung Leerwagen mitgenommen hat, die von Köstendorf nach Bad Reichenhall überstellt werden müssen.

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Liebe Grüße
Kupzinger
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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#194

Beitrag von Tauern » Di 19. Jun 2018, 21:11

Hallo Kupzinger,

Tolles bilder mit feinste details! :gfm:

mfg Chris

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#195

Beitrag von Kupzinger » Mi 20. Jun 2018, 20:11

Hallo Leute,

heute sind wir mit dem Stativ mal auf den kleinen Pyrkerfels geklettert ... eine geniale Aussicht von hier.
Der P106 ist heute mit einer V160 bespannt, die hat wenig zu tun mit ihren zwei 4yg.

Bild

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#196

Beitrag von Personenzügler » Do 21. Jun 2018, 15:51

Hallo Kupzinger,

Wie gewohnt ein sehr schönes und realistisches Bild mit typischer Garnitur! Danke dafür :gfm:
Gruß aus Baden
Bernd

Hier geht's ins Dieselparadies Schwarzburg: (N Epoche V)

:arrow: viewtopic.php?f=64&t=151804

Und schaut auch auf YouTube vorbei:

https://www.youtube.com/channel/UCglvyb ... MnLN_ODEog

Instagram.com/90erjahrebahner

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#197

Beitrag von Kupzinger » Do 21. Jun 2018, 21:01

Hallo Kollegen,

heute habe ich den P103 auf seiner Rückfahrt in der Pyrkerfelder Kurve erwischt. Sie war so freundlich und hat ein kleines Focus Stacking über sich ergehen lassen.

Bild

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#198

Beitrag von EnWilPu » Sa 23. Jun 2018, 09:29

Kupzinger hat geschrieben:
Di 19. Jun 2018, 21:07
ja, selbsthaltende Relaisschaltungen schweben mir auch vor. Aber ich bin etwas zögerlich. Bei Bedienung allein würde das bedeuten: rüber zum anderen Bahnhof, Erlaubnis abgeben, zurück zum Startpunkt, Zug losschicken, SIgnal auf Hp0, blocken, rüber zum anderen Bahnhof, warten bis Zug ankommt, entblocken, rüber zum Abfahrtbahnhof, Fahrstraße auflösen, Weichen in Grundstellung... na ja, mal schauen.
Hallo Kupzinger,

vielleicht kannst du ja eine Schaltung davor oder dazwischen bauen, wo du zwischen Ein-Mann-Bedienung und Mehrere-Mann-Bedienung wechseln kannst :wink:

Deine "Anlage", bzw deine Abzweigstelle/ Haltestelle brachte mich übrigens vor ein paar Tagen auf eine Idee für meine Anlage. Mal sehen, obs passt und so funktioniert, wie ich mir das vorstelle :roll:

Enrico

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Re: Ein mechanisches Stellwerk für die Pyrkerbahn

#199

Beitrag von Loki2014 » Sa 23. Jun 2018, 10:00

Hallo Kupzinger

Sehr schöne Fotos die Du hier zeigst :gfm: Die Hintergründe verleihen Deiner Modelleisenbahn eine Tiefe, wie man sie eigentlich nur in der realen Welt antrifft.

Grüsse
Sven

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Re: Pyrkerbahn Jam-Session 2018

#200

Beitrag von Kupzinger » Sa 23. Jun 2018, 22:54

Hallo Enrico, freut mich, dass Dich Pyrkerfeld auf eine Idee gebracht hat! Und ja, für eine Ein-Personen-Bedienung etwas dazwischenschalten ist auch eine gute Idee, werde ich mal weiter drüber grübeln...

Sven, danke für die Blumen!


Hallo an alle,

endlich komme ich dazu, die Materialien aufzubereiten. Hier der Bericht von der
Pyrkerbahn Jam Session 2018
Am ersten und zweiten Juni habe ich zwei Tage organisiert, wo wieder Freunde und Kollegen mit ausreichendem Nerdigkeitslevel mit mir gemeinsam Betrieb auf der Pyrkerbahn gemacht haben.

Auf Seite 7 ist der Bericht der Jam Session 2017 zu finden. Im Vergleich sind wir eine Epoche weiter geschritten, und das Arrangement ist größer geworden. Diesmal ging sich ein internationaler Betrieb zwischen Bahnhöfen der ÖBB und DB aus.

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Zu Spitzenzeiten am Freitag waren fünf Personen (zwei Fahrdienstleiter, drei Lokführer) auf der Anlage zugange. Am Samstag waren wir nur zu dritt und haben so eine Art Zugleitbetrieb, man könnte auch sagen Stellwerk-Selbstbedienung gespielt, damit drei Züge gleichzeitig auf der Anlage unterwegs sein konnten. Das hat auch sehr gut funktioniert, weil alle gute Fahrplankenntnis hatten (Aushang an jedem Bahnhof :) …)

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Den Fahrplan habe ich mir auf einer längeren Zugfahrt ausgetüftelt. Es war nicht der einzige, aber dieser hat sich bewährt. Jede Farbe steht für einen Lokführer-Dienst. Die Strichlierungen unterscheiden den Zugtyp. Die abgebildete Lok (unter der Linie) ist das jeweilige Triebfahrtzeug. Zwei Soundloks waren diesmal dabei, das hat allen sehr viel Spaß gemacht!


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Das Wagen- und Frachtkartensystem aus dem letzten Jahr hatte ich bereits nach dem letzten Fahrtag optimiert, was insbesondere bedeutete, die Karten kleiner zu machen und definierten Ablageplatz an jedem Bahnhof zu schaffen. Es gab 66 Frachtzettel, die wurden einmal gemischt, und dann pro Fahrplandurchlauf 10-30 Stück gezogen, je nach Lust und Laune (bzw. gewünschter Länge der Güterzüge).

Wie im letzten Jahr haben wir mit einer Ausbildungsfahrt begonnen, wo einmal die ganze Strecke befahren wurde, um Streckenkenntnis zu erlangen, und die Bedienung der verschiedenen Stellwerke und Fiddle-Yards geübt werden konnte.

Für einen Durchlauf haben wir ca. 90 min gebraucht. Bei hohem Güteraufkommen auf mehr. Güterzüge wurden an den Fiddle-Yards (Streckenenden) per Hand gebildet, aber in Overpyrkersdorf wurde echt rangiert. Die Einfahrtsignale wurden dabei oft belagert :)


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Das war der erste Güterzug, der auf die Strecke ging. Die Steuerung erfolgte wie 2017 mit z21 und Smartphones.


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Im Bild oben wartet der Eilzug auf Einfahrt, während die 2043 noch in Oberpyrkersdorf rangiert.


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Das ist der Ng 202, der bis Oberpyrkersdorf offenbar als Lz unterwegs war.


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P105 wartet in Pyrkerfeld...


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... auf den E204 nach Köstendorf. Da rauscht er durch.


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Die leeren Erzwagen im Bild sind nicht gealtert, sondern tragen die Spuren des Sandes, den wir als Ladegut verwendet haben. Das sollte Braunkohle für ein Österreichisches Aluminiumwerk sein :redzwinker: Das Gebäude ist noch ein Papier-Dummy.


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Der Starzug war natürlich das IC-Zugpaar IC205/IC113, in dieser Richtung mit einer 2043 bespannt bei der Überfahrt der seit Jahren nicht vollendeten Schlossbachklamm.


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Gleiche Lok, anderer Zug: P-Zug-Kreuzung in Oberpyrkersdorf.


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Blau- und Cremetöne haben sich hier auch getroffen, solche Begegnungen muss es auch beim Vorbild gegeben haben, allerdings vielleicht eher mit anderen ÖBB-Triebwagen.



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Im Fiddle-Yard Köstendorf steht ein Haufen leerer Güterwagen rum, die bald wieder beladen oder als Leeranforderung auf die Strecke gehen.


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Noch mal eine Zugkreuzung ...


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... und der letzte Zug der Veranstaltung: Ng214 macht um 21.48 Uhr noch einen Fotohalt, bevor er langsam in Bad Reichenhall eintuckert. Da waren wir alle schon fast sieben Stunden im "Dienst". Der laut Fahrplan letzte Zug P116 war schon vorher abgefahren, weil G214 mal wieder lange mit rangieren beschäftigt war. Wie es sich für einen letzten Güterzug am Tag gehört, ist nicht mehr viel Fracht übrig geblieben.

Damit gingen geniale zwei Tage vorbei. Ich freu mich schon aufs nächste Event :)

Liebe Grüße
Kupzinger
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Pyrkerfeld in N
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