Neuheiten 2021

Diskussionen zu den veröffentlichten Neuheiten finden sich im Forum Allgemeines (da sie in der Regel spurgrößenübergreifend sind), bzw. werden dahin verschoben. Bitte schaut zunächst hier nach, bevor ihr einen neuen Thread aufmacht, ob ihr dort nicht schon eine Diskussion zur Neuheitenveröffentlichung Eures Herstellers findet. Es macht keinen Sinn mehrere Threads zum gleichen Thema in zig Unterforen zu führen.

Die Diskussionsthreads zu den bereits veröffentlichten Neuheiten 2021 der am häufigsten diskutierten Hersteller:

Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Fokus-Stacking

Bereich zur Vorstellung der eigenen Module und Segmente.

Gewünscht sind insbesondere Fotos (bitte Größenbeschränkungen beachten!) und technische Infos.
Handwerkliche Fragen und Diskussionen rund um das Thema Module und Segmente im Allgemeinen sollte im Unterforum "Anlagenbau - Module / Segmente" erfolgen.

Bitte startet in diesem Bereich für jedes Modul / Segment einen eigenen Thread!
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hubedi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Fahrstraßen und Schlüsselweichen

#226

Beitrag von hubedi »

Hallo Max,

Deine Lösung für den Fahrdienstleiter ist wirklich bemerkenswert. Ursprünglich wollte ich mir die Sache an meiner Anlage etwas einfacher machen und die Weichen bzw. Signale am Stelltisch direkt via Schalter betätigen. Die sicherheitsrelevanten Feinheiten und Dienstvorgaben müsste ich dann nur in den Kopf des Fahrdienstleiters und nicht in einen Mikrocontroler einprogrammieren. Die Schalter und Taster wären auch bei mir über Loconet und Arduinos mit der Zentrale verbunden.

Tja, eigentlich hast Du ja recht. Wenn schon Arduinos in der Stellwerkskiste sitzen, können sie im Gegenzug für die ständige Zufuhr mit frischen, vitalen und geladenen Elektronen eine ordentliche Leistung erbringen. Hm ... vielleicht trete ich doch in Deine Fußstapfen und baue mir einen vorbildnäheren Stelltisch. Mal sehen ...

LG
Hubert
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Remo Suriani
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Fahrstraßen und Schlüsselweichen

#227

Beitrag von Remo Suriani »

Hallo PcVD
Generell: Die Form-Ausfahrsignale zeigen einen generellen Haltbegriff, der auch für Rangierfahrten gilt. Eine Zustimmung zur Vorbeifahrt beim Rangieren kann dann nur mündlich gegeben werden. Richtig für DrS2 wären daher Lichthauptsignale mit damaligem Hp00 (zwei rote Lichter) und der Möglichkeit, ein Sh1 aufleuchten zu lassen für das Rangieren, wozu dann das rechte der roten Lichter solange gelöscht wäre. Damit lebt der Haltbegriff für den Zug solange weiter - so die damalige Philosophie.
Das ist für die "damalig Philosophie" nicht korrekt. Hp0 in Westdeutschland erst seit irgendwann um 2000 für Rangierfahrten. Demnach ist die Farge von Max durchaus berechtigt. Wenn dort viel rangier wird, wäre es tatsächlich eine Überlegung noch Sperrsignale vor die Hauptsignale zu stellen. Nötig ist es aber nicht zwingen, da man den Flankenschutz auch über ein Rangierverbot herstellen kann. Das schränkt natürlich etwas den Betrieb ein. Wenn es aber damals so war, würde das gehen. Dazu muss man wissen, dass ja eh nur mit der Zustimmung des Wärters (in Personalunion vermutlich Fdl) rangiert werden darf, ach vorheriger Abstimmung. Insofern gilt quasi grundsätzlich ein Rangierverbot, was mit Zustimmung des Wärters dann aufgehoben wird. Wenn aber tatsächlich in Gleis 1 gleichzeitig rangiert werden soll, wenn in Gleis 2 von Weilburg ein Zug einfährt, wäre da ein Sperrsignal sinnvoll
Viele Grüße
Dirk

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Fahrstraßen und Schlüsselweichen

#228

Beitrag von Max13 »

Probestückl, Teil 1

Mal etwas anderes...

Guten Abend liebe Stummis,

nachdem mit den Stelltischen ein kleiner Zwischenabschnitt fertig gestellt war, habe ich nach etwas Abwechslung gesucht. Dabei fiel mir auf, dass ich mich nach meinem Wiedereinstieg in unser Hobby zwar ausgiebig rund um die Technik gekümmert habe, dass die vielen gestalterischen Aufgaben bisher aber sträflich vernachlässigt wurden. Genau genommen habe ich mich noch nie wirklich mit dem Landschaftsbau befasst. Dies soll sich ändern, weshalb ich beschloss, zunächst etwas zu üben.

Um nicht gleich an den mühsam erbauten Weilmünster-Segmentkästen zu experimentieren, habe ich mich entschlossen, ein bisschen an einem kleinem Probestückchen - das später z.B. als Fotohintergrund für (noch nicht vorhandene) verfeinerte Fahrzeuge herhalten könnte - zu üben. Hier nun die ersten vorsichtigen Schritte: Zunächst habe ich die Bastelkiste ein wenig bemüht, einen kleinen Unterbau gestaltet und anschließend ein paar Code40-Profile auf 2 Schwellenroste gelötet. Nachfolgend dargestellt ist das ganze schon mit einer ersten Farbschicht versehen.

Bild

Im Anschluss habe ich versucht, mich einer vernünftigen Farbgebung der Schwellen zu nähern. Hier bin ich mit Sicherheit noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Das prinzipielle Vorgehen ist wie folgt: Zunächst werden die gefrästen Schwellenroste bzw. die Pertinaxschwellen mit unverdünnter Acrylfarbe in braun gestrichen. Da fertigungsbedingt keine Holzmaserung vorhanden ist, ist der Auftrag der eher dickflüssigen Farbe in Längsrichtung der Schwellen wichtiger als der eigentliche Farbton. Durch die Pinselstriche hoffe ich, etwas Struktur ähnlich einer Maserung auf das Grundmaterial zu bringen. Die eigentliche Grundfärbung habe ich dann mittels Airbrush unter Verwendung von Revell Aqua Color auf die Schwellen und Gleisprofile aufgebracht. Nach einigem Experimentieren würde ich hier einer Mischung aus lederbraun und dunkel- oder staubgrau den Verzug gegenüber der Mischung aus lederbraun und teerschwarz geben. Je nachdem wie dunkel der Farbton wirkt, habe ich im Anschluss noch etwas mit einem selbst hergestellten Washing aus helleren Grau- und Brauntönen nachgearbeitet. Diese werden bewusst etwas ungleichmäßig aufgetragen. Abschließend können Kanten und Struktur noch mit hellgrau/beige in DryBrush-Technik hervorgehoben werden. Ich werde hier sicher aber auch noch andere Verfahren ausprobieren, wie beispielsweise im hervorragenden Thread der Görtschitztalbahn unter viewtopic.php?p=1427315#p1427315 beschrieben.

Die ersten Ergebnisse finden sich nachstehend. Leider ist die Wirkung auf den Fotos etwas dunkler als für das menschliche Auge am Original. Trotzdem hoffe ich, dass das gewünscht uneinheitliche Schwellenbild ein wenig rüberkommt. Konstruktive Kritik und Anregungen sind jederzeit erwünscht. :wink:

Bild

Bild

Ich habe nun versucht, in der mittlerweile vielfach erprobten und etablierten Methode einen Geländeverlauf durch Verkleben, Beschneiden und Raspeln von Styrodur herauszuarbeiten. Nachstehend ein erstes Zwischenstadium.

Bild

Man sieht im Vordergrund die noch fehlende Straßen- bzw. Wegoberfläche. Im Hintergrund habe ich in die steilere Hanglage eine Stützmauer als Gipsabguss eingearbeitet und einige Löcher für die Aufnahme von Felsformationen vorgesehen. Letztere habe ich nun versucht, aus Gips zu formen und herauszuarbeiten. Da ich auch hier blutiger Anfänger bin, kommt es mir zunächst weniger auf die Nachbildung einer konkreten Gesteinsart als vielmahr auf eine halbwegs Glaubhafte Gesamterscheinung an. Vor den Gipsarbeiten habe ich der Stützmauer im Übrigen noch eine Schicht aus Decksteinen (Finnpappe) spendiert. Hier wiederum ein Blick auf die ersten Ergebnisse.

Bild

Bild

Zum Abschluss nun noch ein Blickauf den aktuellen Bastelzustand. Der Bahnübergang ist noch nicht modelliert und auch der zugehörige Weg noch nicht verschliffen.

Bild

Bild

Das ganze Diorama hat im Übrigen noch eine Einfassung aus Multiplex bekommen, um das Styrodur nach außen zu verdecken. Ähnlich möchte ich auch später vorgehen, d.h. Landschaftskontur zunächst frei gestalten und hier frei in der Formgebung sein. Die Einfassung soll dann erst zum Schluss erfolgen.

So, das wars zunächst von meinem kleinen Exkurs, den ich gerne in den kommenden Folgen fortsetzen möchte.

Bis dahin, viele Grüße und bleibt gesund
Max
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hubedi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#229

Beitrag von hubedi »

Hallo Max,

wenn das die Arbeit eines wie Du schreibst - blutigen Anfängers - ist, dann, ja dann ... holla die Waldfee ... was für phantastische Ergebnisse haben wir dann noch zu erwarten. :bigeek: Ich freue mich darauf. :D

Deine Idee, ein Übungsstück vor die eigentliche Arbeit an der Anlage zu schalten, kann ich nur unterstützen. So habe ich es auch gemacht. Auch eine schnell zusammengestellte Besenszene hilft, die spätere Wirkung von einzelnen Modellen in der späteren Landschaft zu beurteilen. Aber was Du uns jetzt zeigst, hätte auch gleich auf der Anlage stehen können. :D

Deine Felsen sind wirklich prima geworden. Nicht nur als Erstlingswerk ist das absolute Spitze. Da habe ich schon ganz andere Gebilde gesehen, die nur mit viel Phantasie und gutem Willen in die Kategorie Fels einzusortieren waren.

Ich denke, Du hast ein feines Händchen für Gestaltungarbeiten. Ich bin gespannt, was noch kommt ...

LG
Hubert
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Kupzinger
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#230

Beitrag von Kupzinger »

Hallo Max,

dem kann ich mich nur anschließen - schaut höchst professionell aus! Viel Spaß, und nicht zu lange offline rumprobieren :) Zur Not kann man das eine oder andere auch wieder ändern. Ok, Gleisschotter und Farbe sollte schon passen bei dem mühsam gebauten genialen Selbstbaugleis 8)

Liebe Grüße
Kupzinger
Bild
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punch
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#231

Beitrag von punch »

Hallo Max,

da ich mehr der Landschaftsbauer als der Techniker bin, konnte ich bislang nur staunend zuschauen. Zur Landschaft kann ich jetzt endlich auch mal meinen Senf dazugeben :lol:

Das Landschaftsmodul ist schon im Rohbau sehr professionell geraten. Wenn das ein Übungsobjekt sein soll, will ich gar nicht wissen, was uns auf den "echten" Modulen erwartet :gfm: :gfm: :gfm:

Die Felsen sind wirklich klasse und keineswegs vorbildlos, ganz im Gegenteil: Die ähneln sehr den Eschbacher Klippen und passen damit perfekt in den Taunus.

Kurzum: Ein sehr schönes Projekt und so langsam nimmt es auch für die Techniklaien Gestalt an.

Viele Grüße

Patrick
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Bild
Ab nach Sistenix

Marzibahner mit eigenem Stollenmarzipanbergwerk

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Max13
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#232

Beitrag von Max13 »

Probestückl, Teil 2

Jetzt wird's bunt!

Gute Abend liebe Stummis,

hier mal wieder ein paar kleine und vermutlich eher langweilige Fortschritte aus Weilmünster bzw. vom zugehörigen Übungsstück.

Zuvor aber zu euren Kommentaren:
hubedi hat geschrieben: Mi 28. Okt 2020, 00:14 Hallo Max,

wenn das die Arbeit eines wie Du schreibst - blutigen Anfängers - ist, dann, ja dann ... holla die Waldfee ... was für phantastische Ergebnisse haben wir dann noch zu erwarten. :bigeek: Ich freue mich darauf. :D

Deine Idee, ein Übungsstück vor die eigentliche Arbeit an der Anlage zu schalten, kann ich nur unterstützen. So habe ich es auch gemacht. Auch eine schnell zusammengestellte Besenszene hilft, die spätere Wirkung von einzelnen Modellen in der späteren Landschaft zu beurteilen. Aber was Du uns jetzt zeigst, hätte auch gleich auf der Anlage stehen können. :D

Deine Felsen sind wirklich prima geworden. Nicht nur als Erstlingswerk ist das absolute Spitze. Da habe ich schon ganz andere Gebilde gesehen, die nur mit viel Phantasie und gutem Willen in die Kategorie Fels einzusortieren waren.

Ich denke, Du hast ein feines Händchen für Gestaltungarbeiten. Ich bin gespannt, was noch kommt ...

LG
Hubert
Hallo Hubert, die Komplimente von deiner Seite freuen mich immer wieder besonders - vor allem wenn ich auf deine Werke schaue und sehe, mit welchem Kompetenzen du ausgestattet bist. Das macht das Feedback umso wertiger. :D Ich weiß es sehr zu schätzen, einen so treuen Mitleser und -schreiber zu haben.
Kupzinger hat geschrieben: Sa 7. Nov 2020, 22:44 Hallo Max,

dem kann ich mich nur anschließen - schaut höchst professionell aus! Viel Spaß, und nicht zu lange offline rumprobieren :) Zur Not kann man das eine oder andere auch wieder ändern. Ok, Gleisschotter und Farbe sollte schon passen bei dem mühsam gebauten genialen Selbstbaugleis 8)

Liebe Grüße
Kupzinger
Hallo Kapuzinger, auch hier freue ich mich sehr über dein Urteil! Auch wenn ich selbst feststelle, dass die gestalterischen Themen tatsächlich ganz gut von der Hand gehen und vor allem Spaß machen, bin ich froh, ein bisschen üben zu dürfen. Nicht alles, was jetzt schon halbwegs passabel aussieht, war von Anfang an so. Besonders der sichere Umgang mit Farben ist für mich nicht ganz einfach (dazu auch unten mehr). Aus meiner Sicht könnte man sich in Sachen Maßstäblichkeit, Vorbildnähe, etc. durchaus einige Nachlässigkeiten leisten, solange die farblichen Harmonien passen. Was mir sofort negativ ins Auge springt, sind allzu knallige Farben und harte Übergänge. Hier hat jedoch vermutlich (und vollkommen zurecht) jeder etwas andere Präferenzen. Ich versuche jedoch, deinem Wunsch nachzukommen und auch mit der Umsetzung in Weilmünster nicht zu lange zu warten. Ehrenwort... :D
punch hat geschrieben: So 8. Nov 2020, 12:03 Hallo Max,

da ich mehr der Landschaftsbauer als der Techniker bin, konnte ich bislang nur staunend zuschauen. Zur Landschaft kann ich jetzt endlich auch mal meinen Senf dazugeben :lol:

Das Landschaftsmodul ist schon im Rohbau sehr professionell geraten. Wenn das ein Übungsobjekt sein soll, will ich gar nicht wissen, was uns auf den "echten" Modulen erwartet :gfm: :gfm: :gfm:

Die Felsen sind wirklich klasse und keineswegs vorbildlos, ganz im Gegenteil: Die ähneln sehr den Eschbacher Klippen und passen damit perfekt in den Taunus.

Kurzum: Ein sehr schönes Projekt und so langsam nimmt es auch für die Techniklaien Gestalt an.

Viele Grüße

Patrick
Hallo Patrick, ich freue mich sehr, einen neuen Mitschreiber gefunden zu haben. Herzlich willkommen in Weilmünster. Ich freue mich auf Anregungen von deiner Seite. Die Ähnlichkeit zu den Eschbacher Klippen, die ich zumindest im Vorfeld auch ein paar Mal gegoogelt habe, nehme ich gerne zur Kenntnis.

So, jetzt aber endlich zum aktuellen Übungsstadium: Ich habe mich in den letzten Tagen vor allem mit der Farbgebung meines 'Probestückls' auseinandergesetzt. Vielmehr mit der Grundierung. Hierbei lag das Augenmerk im Wesentlichen auf vier Teilaspekten:
  • Geländehaut: Zunächst habe ich mir vorgenommen, die Geländehaut zu kolorieren. Obwohl man hiervon nach der Begrünung hoffentlich nicht mehr viel sehen kann, sollte auch das mögliche Durchscheinen an einigen Stellen nicht zu Irritationen führen. Gearbeitet habe ich mit einfachen Acryl-Abtönfarben. Um - frei nach Brandl - sowohl das Grau des Gesteins als auch die Brauntöne der Erde zu berücksichtigen, habe ich ein Graubraun als Grundton zusammen gemischt. Leider führten die verfügbaren Brauntöne zu einem deutlich sichtbaren Rotstich, den ich durch beimischen von Gelb- und Grünanteilen wieder etwas brechen konnte. Je nach Beleuchtungssituation dominiert letztlich in Summe der Grauanteil etwas, je nach Vorbildsituation erscheint mir dies aber durchaus nicht unplausibel.
  • Felsen: Die Felsen habe ich mit dem üblichen Dreiklang aus Grundieren, Lasieren und Granieren zum Leben erweckt. Für die Grundierung kam hierbei der Farbton Granit von Heki zum Einsatz, der aus meiner Sicht schön matt und nicht zu kühl auftrocknet. Ich habe anschließend eine sehr dünne Lasur aus dunklen Grau- und Brauntönen erstellt, die ich großzügig aufgebracht und zügig wieder mit einem feuchten Schwamm entfernt habe. Im Ergebnis ließen sich die Spalten und Vertiefungen so schön betonen. Zu guter letzt habe ich die Spitzen und kannten mit einem fast trockenen Pinsel aus beige/weiß noch etwas graniert.
  • Stützmauer: Die Stützmauer ließ sich aufgrund der sehr feinen Oberflächenstruktur nicht wie die Felsen behandeln. Im Ergebnis habe ich beim Lasieren entweder zu viele dunkle Rückstände hinterlassen oder aber die Gesamte Lasur mit dem Schwamm wieder entfernt. Ich bin daher einen etwas anderen Weg gegangen. Nach eine gleichmäßigen Grundierung habe ich die Mauer nochmal angefeuchtet und dann einzelne Maserungen oder Bereiche nass in nass mit verschiedenen Braun-, Grün- und Rosttönen bearbeitet. Insgesmat ließen sich so ganz ordentliche Verläufe realisieren. Nach einigen Runden konnte ich einzelne Stellen noch mit einigen Pigmenten in Pulverform betonen und mattieren.
  • Straße: Zuletzt hat auch die kleine Straße noch eine schöne Patina erhalten. Nachdem die gewünschten Farben von Heki aktuell nicht lieferbar waren, habe ich auch hier wieder auf eine Nass-in-nass-Technik zurückgegriffen und Stück für Stück verschiedene Farbnuacen aufgebracht. Insgesamt konnte hiermit die natürliche Rauhigkeit des verschliffenen Untergrundes ganz ordentlich betont werden, was eine ganz interessante Wirkung nach sich zieht.
Ich will euch aber nun auch nicht länger auf die Folter spannen. Nachstehend einfach ein paar Bilder. Zunächst ein Blick auf die Felspartie mit der Stützmauer und anschließend die Übersicht über das Diorama.

Bild

Bild

Aufgenommen wurde das ganze abends bei (sicher nicht optimalem) Kunstlicht. Über Tipps zum vernünftigen Fotografieren bin ich übrigens sehr dankbar, da auch dies ein neues Feld für mich ist. Ich merke, dass der Einfluss der Fotografie gerade bei der Darstellung von Farben von maßgeblicher Bedeutung ist.

Um den Einfluss der Beleuchtung etwas besser zu verstehen, habe ich nachstehend zum Vergleich einen warmweißen Spot auf die Partie gerichtet, was eine gänzlich andere Lichtstimmung hervorruft.

Bild

Möglicherweise muss ich mich aber auch bzw. zusätzlich einfach mal mit den Funktionen zum Weißablgleich meiner Kamera beschäftigen, die vermutlich auch keinen zu unterschätzenden Einfluss haben dürften. Vielleicht demnächst irgendwann... Um schließlich noch einen Eindruck bei Tageslicht zu bekommen, habe ich das Werkstück deshalb schließlich nochmal ins Freie gestellt und (bei allerdings sehr hartem Lichteinfall) die beiden abschließenden Aufnahmen zu machen.

Bild

Bild

So, dies wars auch schon wieder fürs erste von meinem Exkurs. Ich hoffe, ich drifte nicht zu sehr ab von Weilmünster.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend. Bis demnächst
Max
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reinout
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#233

Beitrag von reinout »

Ja, mit unterschiedliche Beleuchtungen und Kameraeinstellungen sieht es anders aus. Dasselbe gibt es auch in Wirklichkeit: sobalt es geregnet hat, wirkt jede harte Oberfläche 2x so dunkel :)
Also.... sobald deine Anlage mit irgendeine Beleuchtung gut aussieht genügt es.
Wenn ich Felse bepinsele und sie sind zu dunkel: "es hat soeben geregnet".
Sind sie etwas zu hell: "komisches morgenlicht, und es war schon lange trocken".

Das Diorama gefällt mich schon jetzt. "Nur" etwas landschaft. Ganz schön ruhig. Einfach eine nette Stelle um eine Zu gzu fotografieren.

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Bau meiner Modellbahn: Eifelburgenbahn, eingleisig, Eifel, 1970.
Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! Tragödie, Tiere, Todesschrecken und Träne: Bangen in der Eifel (Neue serie, 18. Dez - 18. Jan)
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hubedi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#234

Beitrag von hubedi »

Hallo Max,

das Maß für alle Beleuchtungen ist natürlich das Tagesichts. Dann ist natürlich der persönliche Eindruck unter den Lichtverhältnissen am künftigen Standort wichtig. Die hierzulande in Wohnräumen gern verwendete warmweiße Lichtjahre (ca. 2700 K) ist für mich und meine Anlage eigentlich disqualifiziert, da der Farbeindruck gegenüber dem natürlichen Licht erhebliche Abweichungen zeigt.

Kameraaufnahmen sind zur Beurteilung der Farben ebenfalls problematisch, da hier die Hersteller das Auge nur sehr angenähert nachbilden können. Ein automatischer Weißabgleich funktioniert leider nicht immer und die Einstellungen von Hand sind nicht einfach. Wenn es richtig gut werden soll, greifst Du zu einer Standardfarbkarte, wie sie die Fotografen verwenden. Damit gelingt die Kalibrierung schon besser.

Beim Einfärben der Gipsfelsen habe ich lange herumprobiert und einige Fehler gemacht. Die besten Ergebnisse erzielte ich, wenn ich die mehr oder weniger weiße Grundfarbe des Gipsgesteins nicht überdeckt, sondern als Mitspieler beachtet habe. Dann bin ich zu der Erkenntnis gelangt, die Kolorierung nie in einem Schritt sondern mit hochverdünnten Farben vorsichtig in mehreren Schritten lasierend aufzutragen. Zwischendurch lasse ich die Farben durchtrocknen, um das Zwischenergebnis richtig beurteilen zu können.

Ich verwende keine Acryl-Lasurfarben sondern Holzbeizen. Sie weisen m.E. zum Einfärben von Gips nahezu ideale Eigenschaften auf wenn man sie mit Wasser hochverdünnt aufträgt. Gern nehme ich schwarz, grau und moorbraun. Der braune Farbton ist wichtig, um die Farbe zu brechen. Andernfalls entwickeln die schwarz-grauen Farben in Kombination mit den hellen Gips schnell einen Stich ins Blau.

Viel Spaß beim Herumprobieren. Ich hätte vorher auch ein Probestück bei den Felsen anfertigen sollen. Ich war zu ungeduldig und musste Lehrgeld bezahlen ...

LG
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#235

Beitrag von Max13 »

Probestückl, Teil 3

Splitt und Schotter

Hallo liebe Stummis,

vielen Dank für eure Gedanken, Erfahrungen und Tipps!
reinout hat geschrieben: Sa 21. Nov 2020, 23:26 Ja, mit unterschiedliche Beleuchtungen und Kameraeinstellungen sieht es anders aus. Dasselbe gibt es auch in Wirklichkeit: sobalt es geregnet hat, wirkt jede harte Oberfläche 2x so dunkel :)
Also.... sobald deine Anlage mit irgendeine Beleuchtung gut aussieht genügt es.
Wenn ich Felse bepinsele und sie sind zu dunkel: "es hat soeben geregnet".
Sind sie etwas zu hell: "komisches morgenlicht, und es war schon lange trocken".

Das Diorama gefällt mich schon jetzt. "Nur" etwas landschaft. Ganz schön ruhig. Einfach eine nette Stelle um eine Zu gzu fotografieren.

Reinout
Hallo Reinout, es freut mich, dass die der Charakter des Dioramas gefällt. Insgesamt geht meine Vorstellung auch genau in die von dir genannte Richtung: Nichts aufregendes, Normalität und Authentizität. Zu deinem Punkt mit den verschiedenen Stimmungen. Du hast zwar recht, dass man verschiedene Ergebnisse irgendwie rechtfertigen könnte. Ich fürchte allerdings, dass ich dann auf einer räumlich begrenzten Fläche aufgrund mangelnden Könnens sehr unterschiedliche Stimmungen (Regen, Trockenheit, etc.) in unmittelbarer Nähe erzeugen würde. Das möchte ich gerne vermeiden und muss wohl weiterhin versuchen, die Stimmungen bewusst zu "erzeugen". Mal sehen, inwiefern das gelingt... ? :?
hubedi hat geschrieben: So 22. Nov 2020, 09:57 Hallo Max,

das Maß für alle Beleuchtungen ist natürlich das Tagesichts. Dann ist natürlich der persönliche Eindruck unter den Lichtverhältnissen am künftigen Standort wichtig. Die hierzulande in Wohnräumen gern verwendete warmweiße Lichtjahre (ca. 2700 K) ist für mich und meine Anlage eigentlich disqualifiziert, da der Farbeindruck gegenüber dem natürlichen Licht erhebliche Abweichungen zeigt.

Kameraaufnahmen sind zur Beurteilung der Farben ebenfalls problematisch, da hier die Hersteller das Auge nur sehr angenähert nachbilden können. Ein automatischer Weißabgleich funktioniert leider nicht immer und die Einstellungen von Hand sind nicht einfach. Wenn es richtig gut werden soll, greifst Du zu einer Standardfarbkarte, wie sie die Fotografen verwenden. Damit gelingt die Kalibrierung schon besser.

Beim Einfärben der Gipsfelsen habe ich lange herumprobiert und einige Fehler gemacht. Die besten Ergebnisse erzielte ich, wenn ich die mehr oder weniger weiße Grundfarbe des Gipsgesteins nicht überdeckt, sondern als Mitspieler beachtet habe. Dann bin ich zu der Erkenntnis gelangt, die Kolorierung nie in einem Schritt sondern mit hochverdünnten Farben vorsichtig in mehreren Schritten lasierend aufzutragen. Zwischendurch lasse ich die Farben durchtrocknen, um das Zwischenergebnis richtig beurteilen zu können.

Ich verwende keine Acryl-Lasurfarben sondern Holzbeizen. Sie weisen m.E. zum Einfärben von Gips nahezu ideale Eigenschaften auf wenn man sie mit Wasser hochverdünnt aufträgt. Gern nehme ich schwarz, grau und moorbraun. Der braune Farbton ist wichtig, um die Farbe zu brechen. Andernfalls entwickeln die schwarz-grauen Farben in Kombination mit den hellen Gips schnell einen Stich ins Blau.

Viel Spaß beim Herumprobieren. Ich hätte vorher auch ein Probestück bei den Felsen anfertigen sollen. Ich war zu ungeduldig und musste Lehrgeld bezahlen ...

LG
Hubert
Hallo Hubert, ich freue mich wie immer über deinen Besuch und deine Erfahrungsschätze! Bei der Fotografie scheinst du deutlich weiter zu sein als ich. Das mit den Farbkarten war mir bis dato unbekannt - danke für den Tip! (Auch wenn ich noch nicht genau weiß, wie ich an so etwas herankomme.) Ich habe in der Zwischenzeit ein bisschen mit dem Weißabgleich experimentiert, den ich zuvor tatsächlich nicht nur missachtet, sondern aus Unwissenheit sogar eher falsch eingesetzt habe. Das führt zumindest schon deutlich in die richtige Richtung. Mal sehen, wie ich hier hier vorwärtskomme... Was die Kolorierung der Felsen angeht, gebe ich dir recht, dass man die Farben (z.B. schwarz durch Zugabe von braun) stets etwas brechen sollte. Dies gilt aus meiner Sicht für fast alle Facetten der Moba - lässt alles weicher und realistischer wirken. Danke auch für den Tip mit der Beize. Kannst du hier auch konkrete Produkte nennen? Ansonsten komme ich aber auch mit den Acrylfarben ziemlich gut zurecht.

So, nun ein paar kurze und knappe Impressionen zum Fortschritt. Ich habe mich ein bisschen an Splitt und Schotter herangewagt. Grundsätzlich habe ich mich schon vor einiger Zeit für die Produkte von Koemo entschieden und mit diesen in den letzten ein bisschen experimentiert - sowohl in Sachen Körnung als auch bei den unterschiedlichen Farbtönungen. Unter Berücksichtigung des Nachdunkelns beim Trockenen habe ich mich schließlich für R10 in der maßstäblichen Körnung entschieden. Was die konkrete Vorgehensweise beim Einschottern anbetrifft, kann ich die Seite von Elvis Müller empfehlen. Hier einfach mal ein Eindruck ... (heute alledings mit der Handy-Kamera)

Bild

... und zusätzlich eine Nahaufnahme.

Bild

Was man hier ebenso sieht, ist die Darstellung des Randwegs aus feinem Split (Gesteinsmehl) im Vordergrund. Im Nachgang habe ich gedacht, dass man die seitlich abfallende Schotterböschung auch mit einem etwas weniger patiniertem Schotter hätte überlagern können. Aber für den Einstieg wollen wir die Kirche ja auch erstmal im Dorf lassen... :wink:

Hier nochmal ein Blick auf die Passage mit der Stützmauer.

Bild

Um einen fließenden Übergang ins Gelände zu ermöglichen und ein direktes "Heranbegrasen" an die Fahrbahn zu vermeiden, hat die kleine Nebenstraße auch noch ein entsprechendes Bankett aus feinem Splitt erhalten.

Bild

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und freue mich über Feedback und Anregungen.

Viele liebe Grüße
Max
Zuletzt geändert von Max13 am Do 3. Dez 2020, 08:59, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#236

Beitrag von Enphil »

Hallo Max,

ich hab schon länger ein Lesezeichen bei dir gesetzt. Jetzt muss ich mich aber mal zu Wort melden. Was du präsentierst ist der absolute :hammer: :hammer: :hammer:

Deine Herangehensweise und die technische Ausführung der Segmente von Weilmünster ist bemerkenswert. Aber dein Feldversuch /dein Übungsdiorama ist ein Augenschmaus. Ich freu mich schon auf deinen nächsten Eintrag. :hearts:

Liebe Grüße
Philipp

PS: Danke für den detailreichen Baubericht. Da kann ich sehr viel für mich mitnehmen als N-Bahner. :gfm:
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#237

Beitrag von hubedi »

Hallo Max,

Boh ... Dein Probestück sieht wirklich prima aus. Der Schotter gefällt mir ausgezeichnet. Da können meine Strecken nicht mithalten.

Ich hatte mich für einen dunkleren Farbton entschieden und eine etwas zu grobe Körnung ausgesiebt. Seinerzeit gefiel es mir so besser, da die Steinchen vor der Anlage stehend mit dem bloßen Auge deutlicher hervortraten. Auf Fotos wirkt es dagegen weniger passend. Je weiter der Landschaftsbau voran schreitet, erscheint mir ein hellerer Schienenweg immer passender. Ich denke, Du hast eine gute Wahl getroffen.

Mit meinem Hinweis auf eine professionelle Farbkarte habe ich wohl ein Fass aufgemacht. :D

Naja, ob Du für die Modellbahnfotografie wirklich so eine Karte brauchst, musst Du entscheiden. Immerhin kosten solche Karten auf Grund einer wirklich exakten Reproduktion der Farb- und Grauabstufungen beim Druck zwischen 50 und 100 €. Dann kannst Du von einem Foto z.B. den genauen RGB-Wert abgreifen und mit dem Original vergleichen. Den Aufwand treibe ich persönlich allerdings nicht.

Diese Vorgehensweise ist für Profis wichtig, die z.B. ein Kunstwerk exakt reproduzieren wollen. Wenn Du ein Foto von der Mona Lisa ablichten und in einem Kunstband veröffentlichen willst, ist jede Farbabweichung fatal. Dazu gehören dann aber kalibrierte Geräte über die gesamte Produktionskette, also von der Kamera über den Monitor bis zum Drucker. Für das Ablichten einer Modelleisenbahn wäre das doch etwas übertrieben.

Ich würde mir selbst noch nicht mal den Titel eines Hobbyfotografen gönnen sondern mich mehr so als interessierten Knipser bezeichnen. Vlt. gibt es aber in Deinem Bekanntenten- und Freundeskreis Amateure oder gar Fachleute, die Dir vor Ort weiterhelfen können. Es gibt auch so einige Anleitungen in der Modellbahnliteratur, die das Thema Anlagenfotografie kompetent beackern. Spontan fällt mir das Heft "Modellbahn Schule" Nr. 38 mit dem Schwerpunktthema Modellfotografie ein.

Es lohnt sich m.E. mehr, in eine gute Anlagenbeleuchtung zu investieren. Dann erreichen die Fotos i.d.R. eine zur Dokumentation brauchbare Farbqualität. Und was noch besser ist, die Farben wirken dann auch beim Betrachten einfach prächtiger. Im Forum treffen Deine Bilder zudem auf die unterschiedlichsten Geräte bzw. Grafiksysteme. Könntest Du die Monitore der Betrachter in einer langen Reihe abschreiten, würdest Du Dich wohl wundern, was aus den Farben Deiner Bilder tatsächlich wird. Wer hat schon einen farbkalibrieren Monitor ...

Ich persönlich hatte für mich oben gegen die in den Baumärkten zumeist angebotene warmweiße Beleuchtung (ca. 2700 K) ausgesprochen. Das ist genau genommen nur ein Teil meiner Kritik. Es kommt auch auf einen möglichst gleichmäßige Verteilung der abgestrahlten Lichtfarben an. Davon sind die meisten Standardbeleuchtungen weit entfernt. Die üblicherweise angebotenen Leuchtmittel halten sich an einen in der EU für Innenräume vorgeschriebenen CRI Farbwiedergabeindex von 80. Das ist aber nur als ein Mindestwert zu betrachten, der bereits erhebliche Farbabweichungen gegenüber natürlichem Licht beinhaltet. Ideal wäre ein CRI von 100. Technisch könnte man sich dem Ideal durchaus annähern. In der Praxis wären solche Leuchtmittel aufwändiger herzustellen und damit teurer.

Ich persönlich bin der Ansicht, es lohnt sich nach besseren Beleuchtungen zu suchen. Es war für mich ein Augenöffner, als ich vor einiger Zeit meine LED-Streifen mit einem CRI < 95 zum ersten Mal einschaltete.

LG
Hubert
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Rudi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#238

Beitrag von Rudi »

Hallo Max
Muss mich auch mal wieder bei dir melden. Das sieht einfach nur gut aus. Vor allem die Stützwand gefällt mir (das andere natürlich auch).
Aber die Oberfläche ist schön strukturiert. Und überhaupt. Alles nur zur 'Übung'. Dann möchte ich nicht das Endergebnis sehen. :D
Gruß Rudi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#239

Beitrag von mosi62 »

Hallo Max, dann will ich auch mal wieder meinen Senf da lassen :mrgreen:

Deine Landschaftsversuche und das schottern schauen ja schonmal viel versprechend aus.
Auch dein Srellpult ist gelungen. :wink: :wink:

Zum Thema fotografieren kann ich was beitragen, ist ja auch ein Steckenpferd von mir.
Farbkarten bedarf es nicht, Graukarten sind vollkommen ausreichend für einen individuellen Weißabgleich, den wohl jede moderne Kamera hinkriegen sollte. Dafür sind knappe 12€ zu investieren, einfach mal ins Bild legen, Sofortweißabgkeich machen, fertig. :wink:
https://www.enjoyyourcamera.com/Blitzge ... 78_57.html

Licht mache ich meistens mit ferngesteuerten Metz-Blitzen, davon habe ich genug, oder auch mal mit einem ollen 500Watt Halogen-Fotolicht aus dem Fundus meines Schwiegervaters. Das maćht allerdings auch ordentlich Wärme, was also eher nur für kurzes Dauerlicht taugt, sonst schmelzen die Preiserlein dahin.
https://www.mosi62.de/html/Moba2009_fil ... a09026.jpg

Jedoch gibt es ja heute schon günstige LED-Dauerlichter teilweise mit Farbtemperatur zum vorwählen.
Wenn du mal in Stuggi bist geh mal zu Calumet oder Planet.
https://www.calumetphoto.de/product/Man ... LLYKOS2IN1
https://www.enjoyyourcamera.com/advance ... erSearch=1

Normale Baudoku mache ich allerdings meist freihand mit der vorhandenen Anlagenbeleuchtung (Neonlicht) und höheren ISO. Habe allerdings einen Bildstabi in der Kamera und einen Stabi im Objektiv die zusammenarbeiten.
Einen benutzerdefinierten WB habe ich fix für die Modellbahn eingestellt, so das meist die Farben einigermaßen passen. https://www.mosi62.de/html/2020.html

Achso um Hubert seine Monitorfrage zu beantworten:
HIer ich......... ich arbeite mit 2 kalibrierten EIZO.Monitoren unter Linux.
Aber natürlich nicht für die Modellbahnfotografie angeschafft :mrgreen: :mrgreen:

Gruß aus dem badischen
Uwe
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hubedi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#240

Beitrag von hubedi »

Hallo Uwe und Max,

@Uwe
Danke für Deine Ergänzungen. Da sind sie, die wahren Fotografen. Jetzt bin ich ruhig ... :D

Warum müssen die Fotoartikel nur so sauteuer sein. :shock: Ich habe mir gerade Deine Lampenvorschläge angeschaut. LED-Streifen mit einem hohen CRI-Wert gibt es inzwischen erheblich günstiger zu kaufen. Daraus will lch mir selbst eine Fotolampe bauen. Für meine Zwecke sollte das mehr als ausreichen.

@Max
Ich hatte noch ganz vergessen, Deine Frage nach den Holzbeizen zu beantworten. Ich nehme die Beizen von Clou, die Du auch in gut sortierten Baumärkten findest. Ich hatte noch fertige Beizen herumstehen in schwarz und moorbraun. In einem ersten Experiment hatte ich die Beizen noch zu wenig verdünnt und da sie einen hohen Pigmentanteil besitzen, ist der Testfelsen viel zu dunkel geraten. Inzwischen nehme ich eine hochverdünnte Lösung in mehreren Durchgängen.

Zur Ergänzung hatte ich aus meinen Experimenten mit selbstgefärbtem Streumaterial noch eine Reihe von Pulverbeizen auch von Clou. Die kann man sich selbst anrühren und sie sind erheblich günstiger als die fertigen Farben im Fläschchen.

Ich denke, Acrylfarben, wie Du sie verwendest, sollten auch gehen. Auf die Holzbeizen bin ich gekommen, um die Reste zu verwerten. Das Ergebnis und die Arbeitsweise gefielen mir dann persönlich sehr gut.

LG
Hubert
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#241

Beitrag von mosi62 »

hubedi hat geschrieben: Di 1. Dez 2020, 10:51
@Uwe
Danke für Deine Ergänzungen. Da sind sie, die wahren Fotografen. Jetzt bin ich ruhig ... :D
LG
Hubert
Hallo Hubert,
ich wollte dich nicht ruhigstellen, nur ergänzen. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Soweit ich das verstanden habe, wird der WB der Kameras auf das Normgrau kalibriert, und somit macht eine Graukarte für den Weißabgleich mehr Sinn als ne Farbkarte die eher fürs Farbmanagement tauglich sein sollte.
Sehe mich selbst jedoch nicht als "wahren Fotografen" eher als ambitionierten Hobbyknipser :wink:

Warum Fotoprodukte so teuer sind kann ich dir auch nicht beantworten, evtl. sind die qualitativ etwas besser.
Bei Filtern und Blitzen ist das m.M.n. der Fall. Bei LED-Leuchten hatte ich noch nicht den Bedarf und habe mich deshalb nicht näher damit beschäftigt, sondern nur mal die ersten Qwant-Suchergebnisse verlinkt.
Schaue mir daher gerne deine Bastelvorschläge zu dem Thema an :wink:

Gruß Uwe
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#242

Beitrag von hubedi »

Hallo Uwe,

alles gut. :D Mein bescheidenes Wissen ist nur angelesen und ich weit von den Fähigkeiten eines Fotografen entfernt.

Für mich ist es nur immer wieder erstaunlich, welche technischen Klimmzüge unternommen wurden, um eine Kamera so zu bauen, dass ein Bild dem Eindruck von der Wirklichkeit nahekommt, wie wir sie erleben. Die Erkenntnis, das eine damals noch analoge Kamera nur unsere Art der Wahrnehmung nachstellt und nicht dazu gedacht ist, die wirkliche Außenwelt physikalisch abzulichten, hat mich seinerzeit total fasziniert. Diese Überlegung führte mich als Jugendlicher unweigerlich zu der Frage, was wir überhaupt von der Welt erfahren können und wie viel wir vielleicht niemals herausfinden werden. Ich fand es ziemlich beunruhigend, immer nur durch ein Schlüsselloch blicken zu können und alles was ich zuvor für die Wirklichkeit gehalten hatte, nur einem Konstrukt auf einer ziemlich schmalen Datenbasis entsprechen sollte. Nun ja, Ich hab mich daran gewöhnt ... :D ... und auf meine damalige Frage kann es keine Antwort geben. Schluss mit der lustigen Exkursion ... :!:

Prinzipiell könntest Du mit Deiner Annahme recht haben, dass der Weißabgleich über den Grauwert des Gesantbildes bestimmt wird. Welche Tricks die Kamerahersteller noch an Bord haben, weiß ich allerdings nicht. Ich vermute, es steckt noch mehr dahinter. So gesehen reicht eine Graukarte im Normalfall.

Wenn Du aber Farbabweichungen wirklich feststellen willst, kommst Du um eine kalibrierte Farbkarte nicht herum. Nur so lässt sich feststellen, ob die einzelnen Farben korrekt abgelichtet werden. Aber dann wird es wirklich aufwändig und wie ich schon schrieb, das ist für die Modellfotografie im Hobbybereich m.E. eher irrelevant. Wie auch immer ...

LG
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#243

Beitrag von Max13 »

Antworten, Fragen und neue Themen

Hallo zusammen,

nachdem mein letzter Beitrag ja doch zu einigem Austausch geführt hat, worüber ich mich sehr freue, heute mal eine reine 'Frage und Antwort Session'. (Vorwarnung: Musste in euren Zitaten ein paar Smilies rauswerfen, da da das Forum sonst mit mir schimpft :shock: - ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel?!)
Neben der Abarbeitung alter Aufgaben, habe ich darüber hinaus ein neues weiteres Interessensgebiet, zudem mich eure Meinungen und Erfahrungen sehr interessieren würden. Hierzu dann mehr am Schluss dieses Beitrags.
Enphil hat geschrieben: So 29. Nov 2020, 22:50 Hallo Max,

ich hab schon länger ein Lesezeichen bei dir gesetzt. Jetzt muss ich mich aber mal zu Wort melden. Was du präsentierst ist der absolute :hammer:

Deine Herangehensweise und die technische Ausführung der Segmente von Weilmünster ist bemerkenswert. Aber dein Feldversuch /dein Übungsdiorama ist ein Augenschmaus. Ich freu mich schon auf deinen nächsten Eintrag. :hearts:

Liebe Grüße
Philipp

PS: Danke für den detailreichen Baubericht. Da kann ich sehr viel für mich mitnehmen als N-Bahner.
Hallo Philipp, willkommen in Weilmünster - ich freue mich, dass du dabei bist! Ich habe bei der Gelegenheit auch Eckenreuth einen Besuch abgestattet und muss sagen: Gefällt mir! Toll finde ich vor allem das Konzept nach Vorbild, deine bis dato saubere Bauweise, Tipps zu Herstellern und Materialien (Inari, MBZ, ...). Kurzum, auch du hast einen Leser gefunden und ich freue mich auf den weiteren Austausch!
Rudi hat geschrieben: Mo 30. Nov 2020, 13:48 Hallo Max
Muss mich auch mal wieder bei dir melden. Das sieht einfach nur gut aus. Vor allem die Stützwand gefällt mir (das andere natürlich auch).
Aber die Oberfläche ist schön strukturiert. Und überhaupt. Alles nur zur 'Übung'. Dann möchte ich nicht das Endergebnis sehen.
Gruß Rudi
Hi Rudi, vielen Dank für dein Feedback. Vor allem aus deinem Munde! Gibt es eigentlich von dir mal wieder ein Update zur Königssee-Bahn...?
hubedi hat geschrieben: Mo 30. Nov 2020, 00:26 Hallo Max,

Boh ... Dein Probestück sieht wirklich prima aus. Der Schotter gefällt mir ausgezeichnet. Da können meine Strecken nicht mithalten.

Ich hatte mich für einen dunkleren Farbton entschieden und eine etwas zu grobe Körnung ausgesiebt. Seinerzeit gefiel es mir so besser, da die Steinchen vor der Anlage stehend mit dem bloßen Auge deutlicher hervortraten. Auf Fotos wirkt es dagegen weniger passend. Je weiter der Landschaftsbau voran schreitet, erscheint mir ein hellerer Schienenweg immer passender. Ich denke, Du hast eine gute Wahl getroffen.

Mit meinem Hinweis auf eine professionelle Farbkarte habe ich wohl ein Fass aufgemacht.

Naja, ob Du für die Modellbahnfotografie wirklich so eine Karte brauchst, musst Du entscheiden. Immerhin kosten solche Karten auf Grund einer wirklich exakten Reproduktion der Farb- und Grauabstufungen beim Druck zwischen 50 und 100 €. Dann kannst Du von einem Foto z.B. den genauen RGB-Wert abgreifen und mit dem Original vergleichen. Den Aufwand treibe ich persönlich allerdings nicht.

Diese Vorgehensweise ist für Profis wichtig, die z.B. ein Kunstwerk exakt reproduzieren wollen. Wenn Du ein Foto von der Mona Lisa ablichten und in einem Kunstband veröffentlichen willst, ist jede Farbabweichung fatal. Dazu gehören dann aber kalibrierte Geräte über die gesamte Produktionskette, also von der Kamera über den Monitor bis zum Drucker. Für das Ablichten einer Modelleisenbahn wäre das doch etwas übertrieben.

Ich würde mir selbst noch nicht mal den Titel eines Hobbyfotografen gönnen sondern mich mehr so als interessierten Knipser bezeichnen. Vlt. gibt es aber in Deinem Bekanntenten- und Freundeskreis Amateure oder gar Fachleute, die Dir vor Ort weiterhelfen können. Es gibt auch so einige Anleitungen in der Modellbahnliteratur, die das Thema Anlagenfotografie kompetent beackern. Spontan fällt mir das Heft "Modellbahn Schule" Nr. 38 mit dem Schwerpunktthema Modellfotografie ein.

Es lohnt sich m.E. mehr, in eine gute Anlagenbeleuchtung zu investieren. Dann erreichen die Fotos i.d.R. eine zur Dokumentation brauchbare Farbqualität. Und was noch besser ist, die Farben wirken dann auch beim Betrachten einfach prächtiger. Im Forum treffen Deine Bilder zudem auf die unterschiedlichsten Geräte bzw. Grafiksysteme. Könntest Du die Monitore der Betrachter in einer langen Reihe abschreiten, würdest Du Dich wohl wundern, was aus den Farben Deiner Bilder tatsächlich wird. Wer hat schon einen farbkalibrieren Monitor ...

Ich persönlich hatte für mich oben gegen die in den Baumärkten zumeist angebotene warmweiße Beleuchtung (ca. 2700 K) ausgesprochen. Das ist genau genommen nur ein Teil meiner Kritik. Es kommt auch auf einen möglichst gleichmäßige Verteilung der abgestrahlten Lichtfarben an. Davon sind die meisten Standardbeleuchtungen weit entfernt. Die üblicherweise angebotenen Leuchtmittel halten sich an einen in der EU für Innenräume vorgeschriebenen CRI Farbwiedergabeindex von 80. Das ist aber nur als ein Mindestwert zu betrachten, der bereits erhebliche Farbabweichungen gegenüber natürlichem Licht beinhaltet. Ideal wäre ein CRI von 100. Technisch könnte man sich dem Ideal durchaus annähern. In der Praxis wären solche Leuchtmittel aufwändiger herzustellen und damit teurer.

Ich persönlich bin der Ansicht, es lohnt sich nach besseren Beleuchtungen zu suchen. Es war für mich ein Augenöffner, als ich vor einiger Zeit meine LED-Streifen mit einem CRI < 95 zum ersten Mal einschaltete.

LG
Hubert
mosi62 hat geschrieben: Di 1. Dez 2020, 01:41 Hallo Max, dann will ich auch mal wieder meinen Senf da lassen

Deine Landschaftsversuche und das schottern schauen ja schonmal viel versprechend aus.
Auch dein Srellpult ist gelungen.

Zum Thema fotografieren kann ich was beitragen, ist ja auch ein Steckenpferd von mir.
Farbkarten bedarf es nicht, Graukarten sind vollkommen ausreichend für einen individuellen Weißabgleich, den wohl jede moderne Kamera hinkriegen sollte. Dafür sind knappe 12€ zu investieren, einfach mal ins Bild legen, Sofortweißabgkeich machen, fertig. :wink
https://www.enjoyyourcamera.com/Blitzge ... 78_57.html

Licht mache ich meistens mit ferngesteuerten Metz-Blitzen, davon habe ich genug, oder auch mal mit einem ollen 500Watt Halogen-Fotolicht aus dem Fundus meines Schwiegervaters. Das maćht allerdings auch ordentlich Wärme, was also eher nur für kurzes Dauerlicht taugt, sonst schmelzen die Preiserlein dahin.
https://www.mosi62.de/html/Moba2009_fil ... a09026.jpg

Jedoch gibt es ja heute schon günstige LED-Dauerlichter teilweise mit Farbtemperatur zum vorwählen.
Wenn du mal in Stuggi bist geh mal zu Calumet oder Planet.
https://www.calumetphoto.de/product/Man ... LLYKOS2IN1
https://www.enjoyyourcamera.com/advance ... erSearch=1

Normale Baudoku mache ich allerdings meist freihand mit der vorhandenen Anlagenbeleuchtung (Neonlicht) und höheren ISO. Habe allerdings einen Bildstabi in der Kamera und einen Stabi im Objektiv die zusammenarbeiten.
Einen benutzerdefinierten WB habe ich fix für die Modellbahn eingestellt, so das meist die Farben einigermaßen passen. https://www.mosi62.de/html/2020.html

Achso um Hubert seine Monitorfrage zu beantworten:
HIer ich......... ich arbeite mit 2 kalibrierten EIZO.Monitoren unter Linux.
Aber natürlich nicht für die Modellbahnfotografie angeschafft

Gruß aus dem badischen
Uwe
hubedi hat geschrieben: Di 1. Dez 2020, 10:51 Hallo Uwe und Max,

@Uwe
Danke für Deine Ergänzungen. Da sind sie, die wahren Fotografen. Jetzt bin ich ruhig ... :D

Warum müssen die Fotoartikel nur so sauteuer sein. :shock: Ich habe mir gerade Deine Lampenvorschläge angeschaut. LED-Streifen mit einem hohen CRI-Wert gibt es inzwischen erheblich günstiger zu kaufen. Daraus will lch mir selbst eine Fotolampe bauen. Für meine Zwecke sollte das mehr als ausreichen.

@Max
Ich hatte noch ganz vergessen, Deine Frage nach den Holzbeizen zu beantworten. Ich nehme die Beizen von Clou, die Du auch in gut sortierten Baumärkten findest. Ich hatte noch fertige Beizen herumstehen in schwarz und moorbraun. In einem ersten Experiment hatte ich die Beizen noch zu wenig verdünnt und da sie einen hohen Pigmentanteil besitzen, ist der Testfelsen viel zu dunkel geraten. Inzwischen nehme ich eine hochverdünnte Lösung in mehreren Durchgängen.

Zur Ergänzung hatte ich aus meinen Experimenten mit selbstgefärbtem Streumaterial noch eine Reihe von Pulverbeizen auch von Clou. Die kann man sich selbst anrühren und sie sind erheblich günstiger als die fertigen Farben im Fläschchen.

Ich denke, Acrylfarben, wie Du sie verwendest, sollten auch gehen. Auf die Holzbeizen bin ich gekommen, um die Reste zu verwerten. Das Ergebnis und die Arbeitsweise gefielen mir dann persönlich sehr gut.

LG
Hubert
mosi62 hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 01:26
hubedi hat geschrieben: Di 1. Dez 2020, 10:51
@Uwe
Danke für Deine Ergänzungen. Da sind sie, die wahren Fotografen. Jetzt bin ich ruhig ... :D
LG
Hubert
Hallo Hubert,
ich wollte dich nicht ruhigstellen, nur ergänzen. :mrgreen:
Soweit ich das verstanden habe, wird der WB der Kameras auf das Normgrau kalibriert, und somit macht eine Graukarte für den Weißabgleich mehr Sinn als ne Farbkarte die eher fürs Farbmanagement tauglich sein sollte.
Sehe mich selbst jedoch nicht als "wahren Fotografen" eher als ambitionierten Hobbyknipser :wink:

Warum Fotoprodukte so teuer sind kann ich dir auch nicht beantworten, evtl. sind die qualitativ etwas besser.
Bei Filtern und Blitzen ist das m.M.n. der Fall. Bei LED-Leuchten hatte ich noch nicht den Bedarf und habe mich deshalb nicht näher damit beschäftigt, sondern nur mal die ersten Qwant-Suchergebnisse verlinkt.
Schaue mir daher gerne deine Bastelvorschläge zu dem Thema an :wink:

Gruß Uwe
hubedi hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 02:29 Hallo Uwe,

alles gut. :D Mein bescheidenes Wissen ist nur angelesen und ich weit von den Fähigkeiten eines Fotografen entfernt.

Für mich ist es nur immer wieder erstaunlich, welche technischen Klimmzüge unternommen wurden, um eine Kamera so zu bauen, dass ein Bild dem Eindruck von der Wirklichkeit nahekommt, wie wir sie erleben. Die Erkenntnis, das eine damals noch analoge Kamera nur unsere Art der Wahrnehmung nachstellt und nicht dazu gedacht ist, die wirkliche Außenwelt physikalisch abzulichten, hat mich seinerzeit total fasziniert. Diese Überlegung führte mich als Jugendlicher unweigerlich zu der Frage, was wir überhaupt von der Welt erfahren können und wie viel wir vielleicht niemals herausfinden werden. Ich fand es ziemlich beunruhigend, immer nur durch ein Schlüsselloch blicken zu können und alles was ich zuvor für die Wirklichkeit gehalten hatte, nur einem Konstrukt auf einer ziemlich schmalen Datenbasis entsprechen sollte. Nun ja, Ich hab mich daran gewöhnt ... :D ... und auf meine damalige Frage kann es keine Antwort geben. Schluss mit der lustigen Exkursion ... :!:

Prinzipiell könntest Du mit Deiner Annahme recht haben, dass der Weißabgleich über den Grauwert des Gesantbildes bestimmt wird. Welche Tricks die Kamerahersteller noch an Bord haben, weiß ich allerdings nicht. Ich vermute, es steckt noch mehr dahinter. So gesehen reicht eine Graukarte im Normalfall.

Wenn Du aber Farbabweichungen wirklich feststellen willst, kommst Du um eine kalibrierte Farbkarte nicht herum. Nur so lässt sich feststellen, ob die einzelnen Farben korrekt abgelichtet werden. Aber dann wird es wirklich aufwändig und wie ich schon schrieb, das ist für die Modellfotografie im Hobbybereich m.E. eher irrelevant. Wie auch immer ...

LG
Hubert
Hallo Hubert, hallo Uwe, vielen Dank für eure Überlegungen und Exkursionen - auch wenn wir alle keine Profis sind, bekommen doch viele von uns recht ansehnliche Fotos hin. Um nicht mehr und nicht weniger geht es mir. Und vertragen habt ihr euch auch wieder... :mrgreen: Ich fasse für mich mal kurz zusammen: Im Wesentlichen sollte die Kombination aus Weißabgleich und vernünftiger Beleuchtung ins Ziel führen. Bei bin ich schon ein paar erste Schritte gegangen. Das Vorgehen bei der Verwendung von Graukarten (bzw. im Allgemeinen mit Farbkarten) ist mir allerdings noch nicht ganz klar. Müsste ich meiner Kamera dann nicht sagen, welche Farbe bzw. Graustufe ich gerade beim Abgleich fotografiere? Bei Abgleich meiner Kamera kann ich sogar so etwas in der Art einstellen, mit der genauen Funktion habe ich mich aber bisher nicht beschäftigt. Würde es für den Weißabgleich nicht zunächst auch ausreichen, ein weißes Blatt Papier vor das Objektiv zu halten? Vielleicht habt ihr noch ein paar einfache Tips? Bei der Beleuchtung tue ich mich aktuell tatsächlich auch noch etwas schwerer. Von sehr einfachen bis sehr teueren Vorschlägen ist alles dabei ... mmh. Ich würde hier aktuell weder zu viel Zeit noch Geld investieren. Was mir Mut macht, ist, dass ihr offenbar auch mit recht einfachen Mitteln (LED-Streifen und/oder Neonröhren) und dem besagten Abgleich echt schöne Ergebnisse erzielt. Ich denke zudem über die Anschaffung eines Statives nach - ihr Lacht wahrscheinlich ob der Tatsache, dass ich bisher nur aus der freien Hand geknipst habe - ohje! :mrgreen:

Was ich aber auch noch loswerden wollte. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um euch auch mal wieder einen Besuch abzustatten.
@Hubert: Danke für dein Lob. Das mit dem Schotter ist tatsächlich so eine Sache. Im Prinzip gibt es beim Vorbild ja fast alles. Von dunkel bis sehr hell ist fast alles dabei. Frage ist für mich eher, welche konkrete Situation ich nachstellen möchte. Bei den mir bekannten Taunusstrecken allerdings eher deutlich ins (nicht zu helle) grau gehend. Mit dem zusätzlichem Rostcharakter gefällt mir meine Lösung tatsächlich ganz gut. Was du aber in der Mark an Feinheiten und Details raushaust ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Ich denke da nur an den Stelltisch in 1:160 oder die Arkaden, echt topp! Man müsste die verschiedenen Fähigkeiten der Leute hier einfach kombinieren können. Vielleicht kommen wir diesem Zustand über den tollen Austausch hier zumindest etwas näher... Mich bereichert das in jedem Fall, auch wenn wir oftmals doch eher selbstkritisch sind und eher das sehen, was uns vermeindlich weniger gut gelungen ist.
@Uwe: Auch deiner Seite habe ich mal wieder einen Besuch abgestattet. Hut ab vor deiner Produktivität. Da ist in 2020 ja schon wieder einiges dazugekommen! Ich habe jetzt mehr den je auf die Belichtung deiner Bilder geachtet und kann tatsächlich keine störende Stichigkeit entdecken. Das macht Hoffnung... :D

So, zum Schluss noch ein ganz anderes Thema, das mir auf dem Herzen liegt: Ich muss früher oder später auch mal an die Gebäude von Weilmünster ran. Da mein Nachbau ohnehin nicht 100%ig ist, kommt es nicht auf jedes Mäuerchen im dargestellten Umfeld an. Der Charakter der Gegend sollte passend wiedergegeben werden. Die ca. 5 Bahnbauten sind allerdings sehr charakteristisch. Hier möchte ich möglichst wenig Abstriche machen, weshalb Selbstbau unumgänglich ist. Dazu jetzt die konkrete Frage: Aus Aufwands- und Genauigkeitsgründen möchte ich hierfür die wesentlichen Teile (wie Korpusse, Fassadenplatten, ...) lasern lassen. Habt ihr Erfahrung mit dieser Technologie? Konkret interessiert mich:
  • Wo kann ich die Papp- oder Holzteile (in zu ordentlicher Qualität bei akzeptablem Preis) lasern lassen?
  • In welchem (digitalen) Format sind die entsprechenden Pläne abzugeben?
  • Hat jemand eine etablierte Toolchain (CAD-Tools, Insscape, etc.), die zum Ziel führt?
  • Womit muss ich preislich (natürlich größen- und komplexitätsabhängig) in etwa rechnen?
Über Tipps und konstruktive Diskussionen freue ich mich sehr.

Viele liebe Grüße
Max
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Remo Suriani
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#244

Beitrag von Remo Suriani »

Hi Max,

klasse wie Dein Teststück wächst.

Ich finde es immer spannend Koemo-Schotter zu sehen, weil ich auch immer um den kreise. Be mir wirkt er nur immer etwas rötlich, bei Dir, und auch bei anderen hier im Forum hat er so ein schönes Ocker. Ich habe meinen aber auch schon einige Jahre, vielleicht haben die da die Farbe noch etwas geändert. Da sind wir dann auch wieder bei der Kamera-Darstellung, aber die Bilder jetzt scheinen eine recht natürliche Farbe zu haben.

Falls ich tatsächlich mal Bedarf an einem Weichen-Care-Paket haben sollte, könnten da auch ein paar Körnchen Schotter für einen Farbvergleich dabei sein? Übrigens, das erste Herzstück ist gelötet. Ging einfacher als ich dachte, aber dafür hat mich das Auflöten auf die Schwellen mehr Nerven gekosten als erwartet :-D

Aber zurück zu Deinem Teststück:
Irgendwas hat mich an deinem Schotterbett irritiert, mit ein bisschen grübeln kommt es mir etwas wuchtig vor. Das passt so nicht zum Nebenbahncharkter.
Ich habe mal versucht per Pixel-Zählen und Dreisatz auf Basis der Spurweite die Breite des Schotterbettes an der Basis zu schätzen und bin auf rund 33mm oder 5,7m gekommen. Beim Vorbild hat ein eingleisiges Schotterbett nur 4,6m Breite, was so gut 28-29mm sind. Vielleicht vergleichst Du mal die Werte hier mit dem was Du gebaut hast: https://www.feine-module.de/files/tao/img/oberbau.gif

Hast die die Schwellen vielleicht zu stark unterfüttert? Die üblichen 2mm Kork sind eigentlich schon recht viel, wenn Du da mehr genommen hast, könnte das zu dick auftragen
Viele Grüße
Dirk

Rheinfort
Übergabebahnhof an eingleisiger elektrifizierter Strecke (Ep V/VI)
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=96070

Lehnshallig
Zwischen Niebüll und Klanxbüll: nach Vorbild in Spur N
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#245

Beitrag von Max13 »

Hallo Dirk,

freue mich, von dir zu hören. Du bist ein sehr guter und geschulter Beobachter... :D Dazu unten mehr.
Remo Suriani hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 23:06 Hi Max,

klasse wie Dein Teststück wächst.

Ich finde es immer spannend Koemo-Schotter zu sehen, weil ich auch immer um den kreise. Be mir wirkt er nur immer etwas rötlich, bei Dir, und auch bei anderen hier im Forum hat er so ein schönes Ocker. Ich habe meinen aber auch schon einige Jahre, vielleicht haben die da die Farbe noch etwas geändert. Da sind wir dann auch wieder bei der Kamera-Darstellung, aber die Bilder jetzt scheinen eine recht natürliche Farbe zu haben.

Falls ich tatsächlich mal Bedarf an einem Weichen-Care-Paket haben sollte, könnten da auch ein paar Körnchen Schotter für einen Farbvergleich dabei sein? Übrigens, das erste Herzstück ist gelötet. Ging einfacher als ich dachte, aber dafür hat mich das Auflöten auf die Schwellen mehr Nerven gekosten als erwartet :-D

Aber zurück zu Deinem Teststück:
Irgendwas hat mich an deinem Schotterbett irritiert, mit ein bisschen grübeln kommt es mir etwas wuchtig vor. Das passt so nicht zum Nebenbahncharkter.
Ich habe mal versucht per Pixel-Zählen und Dreisatz auf Basis der Spurweite die Breite des Schotterbettes an der Basis zu schätzen und bin auf rund 33mm oder 5,7m gekommen. Beim Vorbild hat ein eingleisiges Schotterbett nur 4,6m Breite, was so gut 28-29mm sind. Vielleicht vergleichst Du mal die Werte hier mit dem was Du gebaut hast: https://www.feine-module.de/files/tao/img/oberbau.gif

Hast die die Schwellen vielleicht zu stark unterfüttert? Die üblichen 2mm Kork sind eigentlich schon recht viel, wenn Du da mehr genommen hast, könnte das zu dick auftragen
Ich bin mit dem Koemo-Schotter tatsächlich sehr zufrieden. Das Rohprodukt war mir in der Variante R10 tatsächlich auch etwas zu rötlich, weshalb ich mit der Beimischung von DD experimeniert habe. Allerdings sieht die Sache nach dem Verleimen schon wieder ganz anders aus. Gerade in Kombination mit dem klassischen und günstigen Wasser-Weißleim-Gemisch hat sich nach meinem Geschmack eine sehr schöne Tönung eingestellt, weshalb ich letztlich dabei geblieben bin.

Das Care-Paket lässt sich bei Bedarf sicher schnüren. Allerdings gibt es von Koemo mittlerweile auch Probepackungen mit allen erhältlichen Färbungen für ein paar Euro, die ich sehr empfehlen kann. Ich freue mich aber umsomehr, dass du mit dem Gleisbau vorankommst! Das Auflöten der Profile auf die Schwellen ist tatsächlich etwas Übungssache. Hier noch ein paar Tips:
  • Profile von unten gut schleifen/reinigen, um die Brünierung abzubekommen, diese wirkt wie eine schöne und ungewünschte Lötmaske.
  • Etwas zusätzliches Flussmittel bewirkt Wunder. Ich verwende Lötfett, dass ich in kleinsten Dosen seitlich auf die Schwellen tupfe.
  • Vor dem Löten Schiene und Schwelle gleichmässig durch schräges Aufsetzen des Lötkolbens erwärmen.
Dann läufts mit etwas Übung echt gut. Ich freue mich schon auf deine Berichte!

Mit dem Schotterbett hast du je nach Betrachtung nicht ganz unrecht. Die Umsetzung ist vermutlich tatsächlich eher in Richtung Hauptbahn anzusiedeln. Auch ich habe mir vor dem Schottern die typischen Querschitte angeschaut. Beim Bau sind mir allerdings 2 kleine Fehler unterlaufen, deren Tolerierung ich für das Probestück beschlossen habe. Nebenbei bemerkt: Wenn man meinen Text so liest, merkt man vielleicht gar nicht, wie viele hunderte Lernerfahrungen (und kleine Fehler) in so einem Probestück liegen. Deren Aufzählung würde sicherlich den Rahmen sprengen. Aber es heißt ja auch nicht umsonst "Probestück" :D . Jetzt aber konkret. Zum einen ist meine Unterlage unter den Schwellen etwas zu dick. Ich habe kurzzeitig überlegt, ob ich den Randweg vor dem Schottern noch mit 1mm Pappe unterfüttere, habe mich dann aber für das Ausprobieren entschieden. Nicht zuletzt in der Annahme, dass auch das Aufbringen des Randwegs etwas Höhe wegnimmt. Was aber viel "schlimmer" wiegt und in Weilmünster glücklicherweise nicht der Fall sein wird: Ich habe die unterlage versehentlich 5mm zu breit angerissen und gesägt. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass ich vor dem Schottern und Färben der Schwellen die Kanten der Unterlage bereits so gut wie möglich angefast habe, um hier etwas Breite wegzunehmen. Ich musste am Ende trotzdem etwas breiter schottern als gewollt, um die Unterlage zu überdecken. Dies führt allerdings andererseits zu einem schönen Schotterhügel eines ordentlich in Stand gehaltenen Oberbaus. Alles in allem: Optik tendiert etwas in Richtung Hauptbahn - und du hast einen sehr guten Blick bewiesen. Es kommt eben doch auf die Details an. :mrgreen: Rund um den Übergang sieht es dagegen noch stimmiger aus.

Viele Grüße
Max
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hubedi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#246

Beitrag von hubedi »

Hallo Max,

das ist ja eine ganze Batterie von Fragen.

Gleich vorweg ... es bestand nie ein Grund, mich zu vertragen. Glasklar, ich habe nicht vor, mich in meinem Hobby selbst zu nerven und erst recht nicht Uwe oder sonst wem auf den Wecker zu gehen. :D Hey, die ganze Veranstaltung dient für mich dazu, Spaß zu haben und wo gewünscht das Wissen oder spezielle Fähigkeiten zusammen zu tragen, eine nette, gemeinsame Zeit im virtuellen Raum zu erleben und uns gegenseitig so zu unterstützen, dass wir möglichst alle noch mehr Spaß an unserem Hobby haben. :D

Um den Sinn einer Graukarte zu erläutern, muss ich etwas ausholen. Aus dem Physikunterricht ist sicher noch bekannt, dass alle Farben zusammen weiß ergeben. Hast Du also eine Lichtquelle, die wie die Sonne alle Farben abstrahlt, so reflektiert eine Oberfläche wie ein weißes Blatt Papier dieses Licht relativ gleichmäßig und es erscheint uns dann eben weiß.
Wenn Du nun eine Farbe aufträgst, so befinden sich auf der Oberfläche Pigmente, die aus dem auftretenden weißen Licht bestimmte Farben herausfiltern oder absorbieren. Bei einer roten Oberfläche wird z.B. das rote Licht reflektiert und der Rest ist weg. In der Praxis ist das nicht so ein idealer Vorgang sondern es werden mehrere Farben absorbiert bzw. reflektiert. Was von der Oberfläche zurückgeworfen wird, kombiniert unser Auge zu einem bestimmten Farbeindruck. Das nennt sich auch subtraktive Farbmischung, da Oberflächen bestimmte Lichtfarben abziehen, um als Resultat eine besondere Oberfächenfarbe zu erzielen.

Unsere Augen, auf deren Farbsichtigkeit wir manchmal so stolz sind, können eigentlich nur die drei Farben rot, grün und blau voneinander unterscheiden. Die dazwischen liegenden Farben wie z.B. orange berechnet unser Gehirn aus sich überschneidenden Rezeptordaten in Echtzeit. Unsere Ohren können Frequenzabstufungen dagegen sehr wohl erkennen. Daher können wir in einem Orchester die Streicher von den Bläsern unterscheiden. Würden wir mit den Fähigkeiten der Augen hören, würden wir von der Musik wohl nur einen auf und abschwellenden Klangbrei wahrnehmen. Wären die Ohren zum Sehen geeignet, könnte sie mit ihrer feinen Frequenzerkennung genau feststellen, aus welchen Einzelfarben sich z.B. ein Blattgrün tatsächlich zusammensetzt. Dann wäre der Kamerabau eine ziemliche Herausforderung. :fool:

Naja, zurück zum Thema ... :D

Was macht nun die arme Kamera, wenn sie z.B. ein Foto Deiner Anlage farbneutral aufnehmen soll. Da haben wir einen blauen Himmel, grüne Vegetation, auf den Schienen steht z.B. ein roter Brummer ... was auch immer. Sie kann zum Abgleich keine weiße Fläche suchen, da es keine gibt. In dieser Verlegenheit greift der Prozessor auf einen Trick zurück. Wenn man das ganze Bild zu einem Lichtmatsch zusammenrührt, ist mit einer hohen Wahrscheinlichkeit von allem etwas drin. Das Resultat ist aber (zumeist) kein reines Weiß, da die Pigmente der Oberflächen einen Teil des Lichtes eingesackt haben. Alles ist auch nicht weg, denn sonst hätten wir schwarz. Der über das Bild gesammelte Lichtmatsch ist also irgendetwas zwischen weiß und schwarz ... also grau.

Das dieses Prinzip funktioniert, kannst Du z.B. bei einem Blick in den Staubsaugerbeutel überprüfen. Der Staub ist grau, obwohl alle Partikel und Bestandteile des Inhaltes im einzelnen sicher eine spezielle Eigenfarbe besitzen.

Zur Vollständigkeit brauchen wir jetzt nur noch eine Angabe, wie grau der Durchschnitt nun ist ... hellgrau, dunkelgrau ... anders ausgedrückt, wieviel Licht wird im Schnitt vom auftreffenden Licht von allen Oberflächen absorbiert? Über den dicken Daumen ist in den meisten Fällen um die 18% des auftreffenden Lichtes weg.

Damit haben wir alles beisammen ... die Kamera stellt das Foto vereinfacht betrachtet beim Weißabgleich so ein, dass unser Foto über alle Farben hinweg einem 18%-Grau entspricht.

Es gibt auch noch andere Möglichkeiten für die Kamera ... so wird m.W. einfach der hellste Punkt im Bild gesucht von dem der Bildprozessor dann annimmt, er sei weiß. Alle Farben werden dann an diesem Referenzbereich ausgerichtet.

Naja, was die Hersteller genau machen, ist mir nicht bekannt. So jedenfalls habe ich es mir angelesen.

Enthält nun das Umgebungslicht z.B. nicht alle Farben, sind im Bildausschnitt doch nicht alle Farben enthalten oder ist der Referenzbereich eben nicht weiß, kommt es beim Abgleich zu Abweichungen. Die Farben des Fotos besitzen möglicherweise einen Farbstich. Sie sind also z.B. in den blauen, grünen oder roten Bereich verschoben.

Wenn Du der Kamera aber etwas anbietest, was garantiert 18%-Grau ist, kann sie sich auf die Umgebung einstellen. Bei meiner Kamera funktioniert das so ... ich lege diese kalibrierte Graukarte an die Stelle, wo ich gleich fotografieren will, stelle im Menü den Unterpunkt "manueller Weißabgleich" ein, richte das Objektiv bildfüllend auf die Graukarte und drücke auf die entspr. Taste und die Kamera hat's.

Da der Weißabgleich somit nur eine Art Schätzung ist, sind einzelne Farbabweichungen immer noch möglich. Jetzt käme die Farbkarte ins Spiel. Aber das hatten wir ja schon.

Was das Lohnlasern betrifft, habe ich zwar keine Erfahrungen, würde mich aber vielleicht vertrauensvoll an Jürgen (Jaffa) hier aus dem Forum wenden. Er bietet in einer Kleinserie in seinem Shop so einige Lasercut-Bausätze an, die er z.T. für seine eigene Anlage - der Innerstetalbahn - entwickelt hat. Möglicherweise arbeitet er auch für einen Stummikollegen ... fragen kostet ja nix. :D

LG
Hubert
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#247

Beitrag von LaNgsambahNer »

Moin Hubert,

was für eine Erklärung.... :clap: :clap: :clap: :clap: besser gehts kaum noch.
Der Huberklärbär(t) unterichtet wieder. :fool: :fool: :fool: :fool:
Gröt ut Hamborg
Kai
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#248

Beitrag von Remo Suriani »

Hallo Hubert,

kleine Nachfrage: Was ist der Vorteil des Nutzens einer Graukarte für den Weißabgleich ggü. einer weißen Fläche? Ich kenne die Graukarte zur Einstellung der korrekten Belichtung, weil bei weiß die Kamera unterbelichtet und bei schwarz die Kamera überbelichtet. Aber der Weißabgleich kann doch einfach mit einem Stück Papier erfolgen (mal sollte natürlich mal bei Tageslicht prüfen, dass es nicht vergilbt ist). Klar, ich kann das auch mit der Graukarte machen, es schadet also nicht eine Graukarte zu haben, aber eigentlich tut es doch auch weiß. Zumindest habe ich damit gute Erfahrung.
Viele Grüße
Dirk

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#249

Beitrag von hubedi »

Hallo Dirk,

da streiten sich die Geister. Du hast recht, eigentlich sind die Graukarten vor allem in der Analogfotografie zur Belichtungsmesung eingesetzt worden. Nun sagen die einen, die digitalen Bildprozessoren seien auf dieses 18 % Grau kalibriert worden. Andere sagen, das der Weißabgleich über eine matte, weiße Fläche funktioniert.

Ich vermag es nicht zu entscheiden, da ich hier nicht tief genug in der Materie drinstecke. Wie gesagt, alles angelesen und dann bei mir ausprobiert. Ich denke, es ist sinngemäß wie in der Medizin, wer heilt hat Recht. Der Rest ist m.E. ein Gelehrtenstreit ... da halte ich mich raus und bastle lieber. :D

Bei meiner vor einiger Zeit neu erworbenen Kamera funktioniert der Weißabgleich übrigens bedeutend zielgenauer als beim Vorgänger. Von daher kann ich mich meistens auf die Automatik verlassen.

Inzwischen arbeite ich mehr mit der nachträglichen Korrektur des Bildes im RAW-Format in einer Bildbearbeitungssoftware. Da werden dann schnell trotz aller Fortschritte die Grenzen der Bildprozessoren in der Kamera klar. Am PC ist die Rechenleistung immer noch bedeutend höher. Zusätzlich kommt der persönliche Eindruck hinzu. Den kann keine Kamera ersetzen. Selbst die zunächst von der Kamera verhunzten Aufnahmen lassen sich oft nachträglich retten. Im RAW-Format stecken ja noch viel mehr Daten als z.B. im komprimierten JPG-Format. Aber da machen wir ein neues Fass auf ...

LG
Hubert
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Diorama als Übungsobjekt

#250

Beitrag von mosi62 »

Hallo,

ich hatte die Graukarte nur als kostengünstige Alternative zu diesen Farbdingenskirchen ins Feld geworfen.
Meiner Meinung nach bedarf letztere eigentlich auch den ganzen Rattenschwanz danach, wie kalibrierter Monitor, mit Farbmangament tauglicher Software, bis hin zu evtl. mit Normlicht ausgestattetem Arbeitsplatz.
Wie auch bei unserer Moba lässt sich der Aufwand bis ins kleinste betreiben, wenn man denn möchte............. :mrgreen:

Hubert hat das ja hervorragend erklärt, da braucht man nichts weiter ausführen. Graukarte ins Bild legen, Sofortweißabgleich machen und speichern :wink:
Da du Max, eine Pana G81 dein Eigen nennst, sollte das recht einfach zu bewerkstelligen sein, hat meines Wissen auch mehrere Speicherplätze im Menu.
Alternativ kann man auch im LiveView die verschiedenen WB durchgucken was zum jeweiligen Licht passt. Bei mir (Oly-EM1) mache ich das recht häufig so, wenn ich die Graukarte nicht mit habe.
Falls dir mal ein PanaLeica 45er/F2.8 Makro-Objektiv über den Weg läuft.........kann ich dir empfehlen, goiles Teil.

Beim Thema Stativ kannst du natürlich auch genug Geld versenken, denn da kommt ja noch ein g´scheiter Kugelkopf obendrauf, da bist du bei einer brauchbaren Kombi schnell auch 200-300€ los.
Bei der Modellbahn kommt man sogar recht schnell an die Grenzen der Stative, da die meisten sich auf Anlagenhöhen von >1Meter ausgezogen schnell als instabil erweisen.
Verkehrt ist so ein Stativ natürlich nicht für einen Hobbyfotografen, die vermehren sich jedoch mit der Zeit so häufig wie die Fototaschen.
Einbein-Stativ, Reise-Stativ, Moba-Stativ, Gorilla-Stativ, Blitz-Stativ :mrgreen: :mrgreen:

Licht ist natürlich immer gut, ob nun Dauerlicht oder Blitz ist zweitrangig. Mit der LED-Technik heutzutage ist Dauerlicht natürlich kostengünstig möglich.
Wenn Blitz auf der Moba dann entfesselt, also nicht auf der Kamera. Macht sich einfach besser, lässt sich besser kontrollieren (Lichtführung, Ablenkung, Lichtfarbe über Folien/Reflektoren)
Ich arbeite mit einem Funkauslöse-System mit bis zu 3 Blitzen. Ist halt Mehraufwand gegenüber Dauerlicht, aber in 30-40Jahren Fotohobby sammelt sich auch in diesen Bereich so einiges an :evil: :evil:

Ist also schnell ein Fass ohne Boden wenn man tiefer in die Fotografie einsteigen möchte.
Eigentlich Hobby im Hobby, oder Zweit-, oder Dritt-, oder Viert-hobby :roll: :roll: :mrgreen: :mrgreen:

Danke fürs besuchen meiner Homepage. Es ist 2020 sogar noch viel mehr passiert, habe gerade mal ein Update hochgeladen. :wink:
Habe sämtliche Gebäude im Rohbau fertig gestellt, da durch die Bauphase der Fahrbetrieb mal wieder für Hobbyfreuden sorgen soll.
https://www.mosi62.de/html/Moba2020_fil ... 020042.jpg

Gruß Uwe
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