Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

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Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#1

Beitrag von privatbahner »

An einem gemeinsamen Medienauftritt fordern SBB Cargo, BLS Cargo und Hupac eine Anbindung der belgischen Häfen via Frankreich unter Umgehung von Deutschland.
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft ... y/13421981


CarstenLB
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#2

Beitrag von CarstenLB »

Danke für den Link.
Viele Grüße

Carsten

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Joak
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#3

Beitrag von Joak »

Danke für den Link.

Dem ist nichts hinzuzufügen... :evil:

Aber lieber Milliarden in neue ICE und ich weiß nicht wo versenken und den Autofahrern und Hausbesitzern Ökosteuern und CO2 Abgaben aus den Kreuz leiern. Bevor man den Güterverkehr auf die Bahn umlenkt, oder die LKW Kolonnen auf die rollende Landstraße verfrachtet, müssen wohl erst unsere Nachbarn der Regierung einen A-Tritt verpassen :evil:
Grüsse
Hauke

Platzmangel ist die Unfähigkeit aus dem Vorhandenen etwas zu erschaffen :redzwinker:
www.moba-kahlsberg.de


Railwolf
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#4

Beitrag von Railwolf »

Immerhin fahren in Deutschland Züge.
In Frankreich gerade mal wieder nicht, weil die Mittel des Arbeitskampfes zu politischen Zwecken mi... gebraucht werden.
Mit vielen Grüßen

Wolf 🐺


supermoee
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#5

Beitrag von supermoee »

Joak hat geschrieben:
Fr 20. Dez 2019, 12:59
Dem ist nichts hinzuzufügen... :evil:

Aber lieber Milliarden in neue ICE und ich weiß nicht wo versenken und den Autofahrern und Hausbesitzern Ökosteuern und CO2 Abgaben aus den Kreuz leiern.
Hallo,

hast du den Artikel auch richtig gelesen? Das hat eher indirekt mit dem Ausgeben von Geldern für ICE's zu tun. Für den Ausbau der Rheintalbahn liegen seitens der Bevölkerung tausende von Einsprachen vor. Die müssen erstmal alle abgearbeitet werden. Klar, mit mehr Geldern könnte man vielleicht die eine oder andere Einsprache verhindern, aber im Grundsatz ändert sich wenig. Die Bevölkerung verhindert den Ausbau.

Das ist typisch für die heutige Gesellschaft. Alle schreien nach Ökostrom, aber keiner will Windräder oder Hochspannungsleitungen vorm Haus haben. Alle wollen mehr fliegen, aber keinen Flughafen als Nachbarn haben. Die Güter müssen von der Strasse auf die Bahn, aber keiner will die Bahnstrecken vorm Haus haben.

Gruss

Stephan
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chrilu
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#6

Beitrag von chrilu »

Was spricht eigentlich dagegen, die NBS Frankfurt-Köln auszubauen, um sie für den ICE- und Güterverkehr zugängig zu machen? Oder gibts die Proteste nur am oberen Rheinabschnitt?
Viele Grüße

Christian

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Wisgurd
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#7

Beitrag von Wisgurd »

privatbahner hat geschrieben:
Do 19. Dez 2019, 21:27
An einem gemeinsamen Medienauftritt fordern SBB Cargo, BLS Cargo und Hupac eine Anbindung der belgischen Häfen via Frankreich unter Umgehung von Deutschland.
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft ... y/13421981
Sollen sie doch ...... den Krach in der Nacht können dann die Franzosen ertragen ...... die haben eh' mehr Land bei weniger Einwohnern!


supermoee
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#8

Beitrag von supermoee »

Hallo,

Güter- und Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der selben Strecke würden sich nur gegenseitig behindern. Wenn die DB noch die Passagierzahlen verdoppeln will, würden die Güterzüge die meiste Zeit auf dem Überholgleis stehen statt fahren. Die nachhaltigste Lösung wäre den Güter- und Personenverkehr strickt zu trennen. Nur so kann der Schienengüterverkehr im Gegensatz zur Strasse gewinnen. Holland hat das eingesehen und Güterzugstrecken aus den Häfen herausgeführt, dazu noch so weit es ging von Wohngebieten ferngehalten. Dann kommen die Güterzüge an die Deutsche Grenze und bleiben stehen.

Gruss

Stephan
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Analogbahner
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#9

Beitrag von Analogbahner »

Wenn sie die Güter auf Rheinschiffe verladen, könnte es auch nicht langsamer sein... ;) ;)
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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silv1971
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#10

Beitrag von silv1971 »

chrilu hat geschrieben:
Fr 20. Dez 2019, 16:26
Was spricht eigentlich dagegen, die NBS Frankfurt-Köln auszubauen, um sie für den ICE- und Güterverkehr zugängig zu machen? Oder gibts die Proteste nur am oberen Rheinabschnitt?
Auszug aus Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Schnellfa ... Rhein/Main
Als erste deutsche Neubaustrecke wurde sie ausschließlich für den (Personen-)Hochgeschwindigkeitsverkehr vorgesehen,[5] was großzügigere Trassierungsparameter (Längsneigungen bis zu 40 Promille und engere Kurven mit entsprechend stärkerer Überhöhung) erlaubt. In diesem Zusammenhang wurde erstmals die neuartige Feste Fahrbahn auf nahezu der gesamten Länge verbaut sowie die Strecke für den uneingeschränkten Einsatz von Wirbelstrombremsen ertüchtigt. Als weitere Besonderheit gilt die enge Verkehrswegebündelung mit der A 3. Einmalig war weiterhin, dass die Strecke bis 2018 im regulären Betrieb ausschließlich von einem einzigen Fahrzeugtyp, dem ICE 3 befahren wurde. Güterverkehr findet generell nicht statt.
Es dürfen nur ICE mit Allradantrieb dort fahren. Deswegen wird man hier auch einen ICE 1 oder ICE 2 vergebens finden.
Viele Grüße
Silvio

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berndm
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#11

Beitrag von berndm »

privatbahner hat geschrieben:
Do 19. Dez 2019, 21:27
An einem gemeinsamen Medienauftritt fordern SBB Cargo, BLS Cargo und Hupac eine Anbindung der belgischen Häfen via Frankreich unter Umgehung von Deutschland.
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft ... y/13421981
Das war zu erwarten. Nun hört man ja, dass die DB AG in Geld nur so schwimmt und dass es noch ein Riesenloch in Stuttgart gibt. So irgendwie passt das alles nicht zusammen. Es scheint wohl, keinen rechten Plan zu geben.
Aber gut, gönnen wir Frankreich und Belgien die Trassengebühren.


märchenerzähler
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#12

Beitrag von märchenerzähler »

Eine Bahnverbindung von der Schweiz über Frankreich nach Belgien und den Niederlande gibt´s doch schon seit langer Zeit, nennt sich Edelweißroute und geht von Brüssel über Namur, Luxemburg, Metz, Straßburg direkt nach Basel. Gut dort kostet der Zugverkehr etwas mehr wie über die flachen Strecke entlang des Rheins weil es auf der Verbindung doch ein paar längere Rampen gibt und deshalb die Zuglasten geringer sind. Dazu braucht´s Viersystemlok mit den ganzen Zugsicherungssystemen der SNCF, CFL und der SNCB.

Ach ja es steht ja auch im Artikel das der Juradurchstich noch fehlt. Der wurde übrigens im Vertrag von Lugano ebenso vereinbart wie die Ausbauten der Rheintalstrecke. Das heißt eben auch die Schweizer sollten doch nicht so groß prahlen was sie alles schon getan haben wenn ein zentrales Streckenstück weiterhin fehlt.
Märchenerzähler


Tom_B82
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#13

Beitrag von Tom_B82 »

chrilu hat geschrieben:
Fr 20. Dez 2019, 16:26
Was spricht eigentlich dagegen, die NBS Frankfurt-Köln auszubauen, um sie für den ICE- und Güterverkehr zugängig zu machen?
Die SFS ist wegen der Steigungen nicht für Güterzüge geeignet bzw. eine Lok für eine Hand voll Güterwagen rechnet sich nicht.
Gruß Tom


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privatbahner
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#14

Beitrag von privatbahner »

Da erzählt der Märchenerzähler leider tatsächlich kein Märchen, in der Schweiz ist der 3 Juradurchstich noch nicht mal ernsthaft in der Pipeline. Und am Bözberg baut die SBB einen neue Scheiteltunnel neben dem alten, somit müssen wie im Artikel kritisiert, weiterhin Güterzüge mit Vorspann aus dem Fricktal über den Berg gewuchtet werden und die IC weiterhin mit ca. 100-110 über den Berg bummeln. Hier wurde verschlafen eine zukonftorientierte flache Neubaustrecke auf dem Niveau des Autobahntunnels zu realisieren, die auch dem Personenverkehr wenigstens bescheidene 160 ermöglicht hätte. Für den hochwertigen Fernverkehr ist die NEAT ohnehin weitgehend unbrauchbar. Ausserhalb der NEAT-Tunnels erlauben die Strecken mit wenigen Ausnahmen höchstens Überlandtramtempi von 80 bis 110 und mit zweimaligem Kopfmachen in Basel SBB und Luzern oder Zürich wird eine weitere halbe Stunde verbummelt. Bei der Zulaufstrecke von Zürich her wurde im Zimmerbergtunnel auf dem halben Weg nach Zug die Tunnelbohrmaschine abgestellt und demontiert und ein Notausgang nach Thalwil gebastelt. Und zwischen Zug und Arth-Goldau pappt die SBB z.Zt. einen Begegungsabschnitt an die einspurige Strecke, die weiterhin nur mit max. 75-80 befahren werden kann. Dass die FS keine Frecciarossas für solche Strecken hergeben will ist nachvollziehbar. Die Brennerroute dagegen wird durchgehend von der D/A Grenze bis Bologna durchgehend für Tempo 200-230 ausgebaut, da sind dann die roten Edelrenner wesensgerecht eingesetzt.
Allerdings kriegt man in Deutschland die Zulaufstrecken in Bayern voraussichtlich ebensowenig wie im Rheintal termingerecht auf die Reihe. Die Bayern granteln lieber, weil ihnen die Tiroler zum Schutz ihrer Bevölkerung die Schleichwege über die Dörfer nach Süden dichtgemacht haben.
Grüsse Privatbahner


Brillenhuber
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#15

Beitrag von Brillenhuber »

privatbahner hat geschrieben:
Di 31. Dez 2019, 13:20
Da erzählt der Märchenerzähler leider tatsächlich kein Märchen, in der Schweiz ist der 3 Juradurchstich noch nicht mal ernsthaft in der Pipeline. Und am Bözberg baut die SBB einen neue Scheiteltunnel neben dem alten, somit müssen wie im Artikel kritisiert, weiterhin Güterzüge mit Vorspann aus dem Fricktal über den Berg gewuchtet werden und die IC weiterhin mit ca. 100-110 über den Berg bummeln. Hier wurde verschlafen eine zukonftorientierte flache Neubaustrecke auf dem Niveau des Autobahntunnels zu realisieren, die auch dem Personenverkehr wenigstens bescheidene 160 ermöglicht hätte.
Na ja, wer Märchen erzählt, lasse ich mal stehen:
Die Bözberglinie hat 14%0 Steigung und ist somit im realen Kontext der Zubringerlinien zum GBT.
Die nachfolgende aargauische Südbahn hat 13 Promille, also fast gleichviel.
Die massgebende Neigung, also die, die zur Berechnung der Last herangezogen wird, ist wesentlich kleiner, nämlich 12 Promille:
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q ... Y5mA8BzN7w
Zeile 249, Strecke 700 Spalte "Q"

Nun wächst auch in der Schweiz, das Geld nicht auf den Bäumen, so dass man sich den Tatsachen beugen muss:
Mit der Bözberglinie hat man einen vollwertigen zweiten 4 Meter Korridor durch den Jura, der auch heute noch schlecht ausgelastet ist (wenigstens für Schweizer Verhältnisse):
https://www.fahrplanfelder.ch/fileadmin ... 0/G511.pdf
Die Reisezüge nehmen meistens die Linie über Olten VL, die, im Verein mit dem Heitersberg schneller ist, als die Bözberglinie.
Einen Ausbau auf 160 würde eher die Kapazitäten verlangsamen, weil sich die Züge dann gegeseitig behindern.
Und: Wenn bei uns etas, in der Form von Rastatt passieren würde, hätten wir also verschiedene Möglichkeiten eine Streckensperre zu umfahren:
Hauenstein 1, Hauenstein 2, Bözberg, Klingnau,
Grenchenberg und Valorbe.

Solange wir jeden Zug, den Deutschland uns an die Grenze bringt wir weiter spedieren, kann man uns keinen Vorwurf machen.
https://www.youtube.com/watch?v=KFAgo7tIFKw
Wenn man rechnet, was die NEAT mit dem Ceneritunnel gekostet hat, könnte man mit diesen Geldern im Rheintal, alles vertunneln.
https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home/ ... unnel.html
Kosten Gotthardtunnel 12,2 Mia. Franken (inkl. Teuerung, MwSt. und Bauzinsen)
Kosten gesamte NEAT rund 23 Mia. Franken (inkl. Teuerung, MwSt. und Bauzinsen)
Und am Brenner bahnt sich das weitere Debakel an:
https://www.wiwo.de/politik/europa/bren ... 714-2.html
Also keinen Grund, da auf jemanden zu zeigen!

Nchtrag:
Und, heute ganz aktuell in der Zeitung, ein Beispiel von Vertragstreue:
https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/ ... -136192251
:-)
Gruss Heinz


Threadersteller
privatbahner
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Re: Schweizer Güterbahnen platzt der Kragen

#16

Beitrag von privatbahner »

Der schweizer BAV Chef und Tiroler Politiker kommen zum selben Schluss: Italien hat seinen Job gemacht, während Deutschland seinen Teil verbummelt und verschlampt.
Für selbstherrliches helvetisches chauvinistisches Eigenlob gibt es aber nicht allzuviel Grund: Die Brennerroute wird für den hochwertigen Fernverkehr durchgehend mit 200-230km/h und ohne Kopfbahnhöfe befahrbar sein. Durch die Schweiz bummeln die Züge auf Jahrzehnte noch mit 70-120km/h und vertrödeln mit zweimaligem Kopfmachen eine weiter halbe Stunde. Hochwertiger Fernverkehr geht anders.
https://www.zeit.de/mobilitaet/2020-01/ ... d-51166531
Grüsse Privatbahner

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