Polkritz - neue Ohren für Rocos alte 17-er - Ergänzung

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!

wolferl65
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1226

Beitrag von wolferl65 »

Morgen Holger,

die Nietenreihen sind im zweiten Anlauf bestens gelungen, schön daß Du auch den Fehlversuch dokumentiert hast. Den eigenen Anspruch hochhalten, nur so entstehen zunächst kompromißlose und in Folge so vorbildgerechte Resultate wie in Polkritz. Für mich sehr motivierend!

Wenn ich mir so Deine (wie auch andere) "Zangeleien" hier betrachte, werde auch ich um das Thema Messingbearbeitung wohl nicht herumkommen. Der Reiz der nur mit Metall zu erreichenden Filigranität ist einfach unwiderstehlich... :D

Auch Dir frohes Basteln und gutes Gelingen, freu mich immer, wenn es bei Dir etwas zu sehen gibt!

Gruß
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Rheingold 1928
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1227

Beitrag von Rheingold 1928 »

Morgen Holger
Das ist doch mal wieder ein schöner Bausatz geworden,besonders was du daraus gemacht hast,gefällt mir sehr gut,ja ja die Heico Bausätze,die haben mir damals sehr gut gefallen und ich hatte mal den Bekohlungskran den hatte ich mal vor einiger Zeit verkauft weil ich keine Verwendung dafür hatte,er wurde mir förmlich aus der Hand gerissen.
Was du hier zeigst ist wirklich Spitze und ich bin immer wieder gespannt was noch so kommt,also mache weiter so und ich bin immer wieder neugierig.
Gruß Thomas

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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1228

Beitrag von 7-Kuppler »

Jo Raoul

Dat Ding ist aber nicht für die Metallbearbeitung geeignet.
Und richtig viel Übung brauchts mit dem Ding bestimmt auch.


Hallo Holger

Klasse Modellbau, Respekt!
Gruß in die Runde aus der "halben Rotunde" !
....... natürlich in TT !

Dirk

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Claus B
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1229

Beitrag von Claus B »

Hallo Holger,

super Messing Metallbau den du da zeigst - an sowas habe ich mich noch nicht herangetraut. Das hast Du super hinbekommen. :gfm:
Ich habe mal beim Schiffsmodellbau einem Hafenschlepper das Deck mit Kupferplatten belegt. Die waren aus dünnem Blech und ich habe die Nietreihen mit einem Kopierroller aus dem Textilbereich gemacht. So ein Rädchen mit Spitzen mit denen Schneider den Umriss eines Kleidzuschnitts auf den Stoff kopieren.

Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby
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alex57
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1230

Beitrag von alex57 »

Mausebär hat geschrieben: Sa 30. Nov 2019, 00:28
Unsinnnig und müßig mit solchen Leuten zu diskutieren.

Hey Holger,


Absolut R i c h t i g :!: :!: :!: :!: :clap: :clap: :gfm: :gfm:

Anders wird man diese von dir beschriebene Spezies nicht mehr los.


Deine Nietenreihen sind :hammer: :hammer: :hammer: Die werten den Behälter enorm auf. Ich hoffe, deine Finger haben sich von dieser Arbeit wieder erholt. :redzwinker:
Sehr schöne kleine aber feine Details bringstdu an der Besandungsanlage an. :gfm: :gfm: :gfm:

Ich hab jetzt auch ein paar Messingätzteile bestellt. :redzwinker:

Deshalb werde ich mit großem Interesse verfolgen, wie du das Messing patinierst. :bigeek:


Liebe Grüsse


Alex
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1231

Beitrag von schnuffi02 »

Hallo Holger,

sehr schöne Arbeit von dir, wenn auch etwas mühselig - aber so sauber vernietet, wie es damals auch üblich war wertet so ein Objekt schon enorm auf. Aber eine kleine Beule hätte da auch nicht geschadet - sieht manchmal sogar realistischer aus.

Das wird mal wieder ein echter Hingucker und ein absolutes Unikat :clap: :clap: :clap:

Mir ist da auch klar, dass da eine Menge Zeit drin steckt - man durchläuft ja alle Arbeitsprozesse in einer Person - von der Planung bis zum eigentlichen Einbau in der Anlage.

Ich finde es auch toll - eigentlich auch von dir gewohnt - dass du den Bausatz richtig aufarbeitest.

Freue mich jetzt schon auf die Bilder des fertigen Objekts.

Dir noch einen schönen 1. Advent und bis demnächst
Grüsse aus dem Markgräflerland sendet

Wolfgang


Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. (I. Kant)

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Anlagenbau: (Kleine Objekte) viewtopic.php?f=15&t=133528
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hubedi
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1232

Beitrag von hubedi »

Hallo Holger,

ach wie ich das kenne ... in meiner Bastelkiste liegen auch nich so einige Schätzchen aus Messing, die auf ihren Zussmnenbau warten. Bausätze aus geätztem Messing- oder Neusilberblech kommen irgendwie aus der Mode, seit es den Lasercut gibt. Die Stabilität der zusammengesetzten Metallbausätze ist dabei - vor allem wennn es um Funktionsmodelle geht - immer noch um Größenordnungen besser.

Deine Nietenreihe hast Du famos hinbekommen. Spontan hatte ich beim Lesen Deines Berichtes wie Claus an ein Kopierrädchen aus dem Schneiderbedarf zum Einprägen gedacht. Irgendwo habe ich mal gelesen, wie ein Modellbaukollege sogar eine alte Nähmaschine mit abgeschliffenener Nadel zur Produktion von meterlangen Streifen mit Nietenreihen für Flugzeugmodelle zweckentfremdet hat. :D Dann gibt es hier gebohrte Schablonen, um mit einem Stichel die Nieten im gleichmäßigen Abstsnd zu setzen. Zu spät ... aber wenn Du noch mehr Nieten setzen möchtest. :wink:

Deine Methode zum Lackieren des Messingmodells interessiert mich besonders. Messingblech ist sicher keine einfache Basis für Lacke. Ich habe meine Modelle zur Vorbereitung zumeist mit einer Brünierbeize geschwärzt und damit auch die Oberfläche etwas angeraut. So hielt die Farbe ganz ordentlich.

LG
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1233

Beitrag von 7-Kuppler »

Nö Hubert,

sehe ich nicht so, mit den "Metallbausätzen"!
Kenne ich doch etliche die sich damit befassen.
Für den Anwender ist es nur ungleich aufwendiger sie zu montieren.
Und grad die jungen haben nicht mehr die Ausdauer und den Anspruch genügend Zeit zu investieren.

Trotzdem würde ich immer wieder meine Modelle in Metall verwirklichen.

Die Materialstärken und Filigranität sind aber über jeden Zweifel erhaben.

Zur Lackierung:

Lass die Finger von der Beize!
Nutze einen Glashaarpinsel und rauhe die Oberflächen auf.
Grundiere sie, lass sie lange trocknen und dann erst lackieren.
Gruß in die Runde aus der "halben Rotunde" !
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Dirk

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hubedi
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Re: Polkritz - Besandungsanlage zum 2.

#1234

Beitrag von hubedi »

Hallo Dirk,

klar, verschwunden sind Metallbausätze nicht. Es gibt auch einige neue Anbieter, die sich sogar auf die von mir bevorzugte Spur N konzentrieren. Vlt. ist es nur ein persönlicher Eindruck, dass das Angebot dennoch schwindet. Viele Bausätze sehe ich nur noch in der Bucht und mir bekanntere Anbieter haben den Laden aus Altersgründen geschlossen bzw. können nicht liefern. Was nachwächst sind in 1zu160 eher Lasercut-Anbieter. Eine hochwertige Platine zu ätzen ist für einen Hersteller wohl auch relativ aufwendig. Wie auch immer ...

Glashaarpinsel ... hm. .. ich mag die Dinger eigentlich nicht. Trotz Schutzhandschuhe hat sich mir mal eine Faser in den Finger gebohrt. Ich bin das Ding ein paar Tage lang nicht losgeworden. Seither bin ich vorsichtig. Da würde ich lieber feines Schleifpapier nehmen.

Das Brünieren hat für mich den Vorteil einer vorgedunkelten Oberfläche. Wenn der Lack mal zu dünn aufgesprüht wurde, sieht man das Metall nicht glänzend durchscheinen. Naja, jedenfalls waren das meine Überlegungen. Aber ich bin kein Spezialist für Farben und Lacke und lerne gerne dazu ...

LG
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Mausebär
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Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1235

Beitrag von Mausebär »

Hallo ins Stummiland,


nachdem ich gefühlt endlos lange mit der elendigen Kabelei beschäftigt war geht es wie Ihr sehen könnt endlich wieder richtig vorwärts. So konnte ich neben der Besandungsanlage diese Woche auch das Zubehör für Schlacke und Wasser fertig stellen.

Zunächst erstmal herzlichen Dank für die tolle Post, für die Tipps und Links an Raoul, Wolfgang (Wolferl65), Thomas, Dirk, Claus, Alex, Wolfgang (Schnuffi), Hubert sowie Dirk und Hubert zum 2.

Die Schablonen für Nietreihen finde ich natürlich hoch interessant. Und auch die beiden anderen Ideen sind wirklich super. Vielen lieben Dank :)

Lasercut- sowie Kunststoffbausätzen sind schon fertigungs- und materialtechnisch bedingt Grenzen gesetzt. Und grade bei Stahlfachwerkkonstruktionen sind solch filigrane Ergebnisse nur mit dem Werkstoff Metall erreichbar. Bei Alex hat es ja schon funktioniert, und evtl.sind meine Berichte dem ein oder anderen von Euch Hilfestellung, vielleicht nehmen sie die Scheu vor der Montage, oder sie liefern einfach Ideen oder regen an es mal selber zu versuchen. :wink:

Nichts ist so beständig wie der Wandel - eine völlig abgedroschene Phrase :roll: . Doch sie stimmt nun mal. Auch das Hobby Modellbahn hat sich sehr verändert. Vieles, was wir in den 90-ern noch mehr oder minder mühevoll selber gebastelt haben, gibt es heute fix und fertig. Anderes - und darunter oft genug - sehr nützliches und feines Zubehör ist vom Markt verschwunden. Insofern finde ich schon, daß Hubert und Dirk mit Ihren Aussagen völlig richtig liegen.
Die Digitalisierung ändert die Modellbahn sehr nachhaltig, aber auch die Vorlieben der Modellbahner haben sich sehr gewandelt. In den Fachzeitschriften finden sich heute andere Berichte, als das noch vor 20 Jahren der Fall war, Anlagenkonzepte sind heute ganz andere als früher, und, und, und ...
Das finde ich zwar z.T. schade, doch es ist wie es ist. Modellbahn ist Hobby, und das soll jeder so ausüben, wie er mag.


Die Besandungsanlage ist mit der Entschlackung kombiniert. Und wo die Ausschlackgrube ist braucht es auch Schlackenhunte. Diese Schätzchen sind von Josef Cramer. Der legte schon in den 80-ern feines Zubehör für die Dampflokepochen auf. Später wurde das Sortiment von Pitters Pappkisten fortgeführt. Heute gibt es das leider nur noch in der Bucht, oder - kleiner Tipp nebenbei - einem Nachbau steht sicherlich nichts im Wege.

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Die Hunte sind sehr einfach zu montieren, lediglich ein wenig Geduld braucht es.

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Und - wer hätte es gedacht - sie passen genau in die Grube von Bochmann & Kochendörfer, wahlweise mit oder ohne Rost.
Warum nun der Aufwand? Ganz einfach, die sind sogar noch besser, als die Messingguß-Hunte von Weinert.

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Sehr oft wurde das Ausschlacken gleich mit dem Auffüllen der Wasservorräte kombiniert. Gelenkwasserkräne - so schön sie auch sind - wären an dieser Stelle total überdimensioniert. Diese stehen z.B. am Bahnsteig, wo Loks durchfahrender Züge Wasser fassen und der Lokführer die Lok samt Zug nicht ganz genau zum stehen bringen kann. Anders im BW, dort kann die Lok sehr genau an den Wasserkran rangiert werden. Hier einer von meinen beiden (Weinert), bereits fix fertig.

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Jetzt hoffe ich Hubert ein wenig helfen zu können. Irgendwann muß ja dann Farbe auf das Messinggerüst drauf. Erst einmal habe ich die Löstellen mit besagtem Glashaarpinsel gesäubert und die Oberfläche etwas aufgerauht. Schleifpapier ginge auch, aber nicht so doll drücken und die Teile am besten unterlegen, damit nichts versehentlich nach unten gedrückt wird.
Danach folgt ein Bad in Waschbenzin oder Spiritus.

Welche Lacke man nimmt, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich bevorzuge die normalen Revell- / Humbrol- / Elita - emaille-Farben oder die Spirituslacke von Herrn Reitz. (Nitrolacke hingegen meide ich!!)
Zuerst muss ein Haftgrund drauf, damit eben später nichts von dem Messing durchscheinen kann. Wer keine Spritzpistole hat kann auch ein Spray nehmen.
Grade bei solchen Fachwerkkonstruktionen oder auch bei z.B. Dampfloks lackiere ich immer erst die Ecken und Innenseiten ....

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Das Bild ist nicht optimal, aber ich denke es zeigt die Vorgehensweise. Wenn das trocken ist kommt nach dem gleichen Muster die Hauptfarbe drauf. Hier könnte man übrigens auch schon wieder mit einem Pinsel arbeiten (ist ja grundiert!)

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Danach folgt die alt bekannte schwarz-grau-braune Schmutzbrühe (Wasser-/Plakafarben). Damit die dünne Farbe der Schwerkraft folgend nicht gleich nach unten rennt und man oben nix und unten ganz viel davon hat lege ich das Gerüst und arbeite mich dann Seite für Seite durch. Dauert eben wegen der notwendigen Trocknungszeiten etwas ...

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Wo Dampfloks behandelt werden kann es nicht sauber zugehen, Wasser(dampf) und Russ sind allgegenwärtigund bilden die beste Basis für Rost. In der von mir nachgebildeten Zeit waren die Anlagen dennoch nicht in einem derartig maroden Zustand wie zum Ende der Dampflokzeit in den 70-ern. Also lieber ein bißchen sparsam mit den Rostspuren umgehen.

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Schließlich kommen die letzten Details wie die Stromleitung zur Kranspindel (was eine Fummelei :shock:), das Fallrohr für den Sand (ein Kabel), die Bohlen für den Bedienstand ..... an den Bausatz. :wink:

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Beim letzten BW machte ich einen Fehler. Das Entschlackung lag vor der Bekohlung. Das sah gut aus, war aber nicht ganz richtig. Nach dem Entschlackungsvorgang haben die Loks nur noch das Ruhefeuer (mehr ist auch nicht nötig, da die Lok ja erstmal Pause hat, bzw. das Feuer erst wieder hochgeheizt werden muss). Der "Restdampf" reicht aber grade noch bis zur Drehscheibe und in den Lokschuppen, nicht aber um die Lok erst noch mit frischen Kohlen zu versorgen.

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Dieses Mal mache ich es besser, die Anlage liegt hinter der Bekohlungsanlage. Und genau da geht es dann demnächst weiter.

Bis dahin und weiter ne schöne Adventszeit :D

Viele Grüße

Holger
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1236

Beitrag von 7-Kuppler »

Hallo Holger

Sieht wirklich schön filigran aus die Besandung!

Der Hauptgrund aber warum sich die Besandung grundsätzlich hinter der Bekohlung befindet ist der Faktor Zeit.
Braucht es doch sehr viel länger eine Lok zu bekohlen als den Sand nachzufüllen.

Steht nun eine Lok vor dem Bekohlungsgleis zur Besandung, müssen alle anderen warten.
Hatte also nicht wirklich etwas mit dem Wärmehaushalt einer Dampflok zu tun.

Grüße aus dem Bärliner RAW,

Dirk
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Dirk

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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1237

Beitrag von Mausebär »

Hallo Dirk,

ich selbst habe das so ja alles nicht erlebt. Also habe ich mich auf die Publikation im EJ von Herrn Tiedke verlassen ....

Und Du glaubst garnicht wie gut es mir tut, daß er sich da verhauen hat (echt - ohne Sch...) :lol:

Danke für die Info :)

Bis bald und viele Grüße

Holger
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1238

Beitrag von wolferl65 »

Grüß Dich Holger!

Ich seh schon, um die Beschäftigung mit Metallbausätzen komme ich auf Dauer nicht herum (wie auch bei der Oberleitung :fool: ). Zu groß ist die Faszination, die von der gezeigten Filigranität ausgeht! Schön, daß Du auch Tips für die Herstellung gibst.

Wenn das mal alles noch in einem gestalteten Umfeld steht.... freu mich drauf!

Gruß
Wolfgang
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1239

Beitrag von hubedi »

Hallo Holger,

das Teil sieht wirklich famos aus ... der Metallmodellbau lebt ... Hersteller, hört die Signale ... :D

Naja, ich pflege für mich den Grundsatz: Nimm am besten das richtige Material für das jeweilige Projekt. Die sich nun gleich dazu stellenden Fragen ignoriere ich hier mal ganz eifrig. :wink:

Nitrolacke versuche ich auch wo es geht zu vermeiden.,Die Stinkerei will ich nicht in der Bastelbude haben. Aber genau diese Grundierungen für Metalle sind oft auf Nitrobasis. Nun interessiert mich besonders, was Du genau genommen hast, da gerade die Grundierung oder der Haftgrund über die Haltbarkeit der Lackierung entscheidet.

Natürlich ist das von Dir angesprochene Entfetten wichtig. Mit irgendwelchem Fingerfett auf der Oberfläche kann man sich das Lackieren sparen, da die Herrlichkeit nach der ersten Belastung abblättert.

Ich höre übrigens immer wieder, man solle den Bausatz ins Ätzbad werfen ... also dieses Zeugs, mit dem auch Platinen gefertigt werden. Natürlich muss der Bsusatz raus, bevor er sich aufgelöst hat. :D Es geht nur um das Aufrauen der Oberfläche. Das Anätzen scheint mir ein naher Verwandter des von mir bislang verwendeten Brünierens zu sein. Hat jemand hier Erfahrungen damit sammeln können?

Ich hoffe, ich kriege jetzt mit meiner Fragerei nicht die gelbe Karte. Aber es passt gerade so schön zum Thema ...

LG
Hubert

PS: Hm ... vlt. muss ich auch bei Punkt Mitternacht und exakt senkrechter Mondbescheinung mit meinem Bausatz um ein Töpfchen Ameisenfett herumlaufen, welches im Zeichen des Wassermanns in selbstgemolkener Mäusemilch aufgelöst wurde. Und wenn der Lack trotzdem nicht hält, lag es gaaaaanz bestimmt am falsch gemurmelten, völlig unbekannten Zauberspruch. :fool:
Zuletzt geändert von hubedi am Mo 9. Dez 2019, 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1240

Beitrag von 7-Kuppler »

Ne HUbert

Hier kriegste nix auf die Finger!
Dazu ist so ein Forum doch da!

Ich hab gute Erfahrungen mit Zahnbürsten und Scheuermittel gemacht!

Danach gründlich mit Fitwasser abspülen und hernach mit Klarwasser!
Möglichst gleich hinterher mit einem Fön trocknen, könnte sich doch sonst Wasserflecke bilden, diese ergeben auch nicht unbedingt eine solide Basis für die Grundierung.

Diese Technologie hat übrigens den nicht zu unterschätzenden Vorteil daß auch angeklebt Kunststoffteile am Modell verbleiben!
Gruß in die Runde aus der "halben Rotunde" !
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Dirk

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Frank K
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1241

Beitrag von Frank K »

Servus, Holger,

höchste Zeit, mal wieder ein großes :gfm: bei Dir da zu lassen. Hab mir grad Deine letzten "Zaubereien" angeschaut und bin, wie jedes Mal schwer beeindruckt. Da passen wirklich auch die kleinsten Details. :bigeek: :bigeek: :bigeek:

Ciao, Frank
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Brumfda
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1242

Beitrag von Brumfda »

Moin Holger!


Bei Dir passiert mir stets das Leid, was mir genauso bei Wolfgang in der Gleiswüste oder Huberts Michingen:

Bild Bild Bild

Immer Vorsicht vor Austrocknung der Mundschleimhaut. Sonst passiert das, was bei Dir stattfindet auf der Anlage. Vorzeitiges Altern. In all seiner Tiefe, Romantik und Realitätsnähe. Zum Niederknien :wink: .


Flauschiges Wöchlein, Fe :fool: lix
Loks und Züge, die es niemals gab, aber teils geplant waren: :redzwinker:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?f= ... 5#p1844365

Mein Modul mit Naturmaterialien: :mrgreen:
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duke1
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1243

Beitrag von duke1 »

Guten Abend Holger,
da ich nun schon reichlich über Monate in loser Folge bei Dir in Polkritz mitlese,möchte ich heute mal die Gelegenheit nutzen und etwas dazu schreiben.
Ich habe keine Ahnung wieviel Lob,Anerkennung Du von unseren Forenteilnehmer bekommen hast.Will sagen,es ist ja wahrscheinlich schon alles gesagt und das viele,viele Male,und trotzdem möchte ich mich gerne in den Reigen noch einreihen und einmal sagen das mir Alt Polkritz und Neu Polkritz
sowas von gut gefällt.
Du schaffst es auch irgendwie,die Stimmung über die Bilder von Deiner Anlage zu transportieren,also alles in Allem sehr schöne Modelle,sehr schöne Arbeiten und sehr schöne Ausgestaltung.

Viele Grüße und gerne viele Bilder
Uwe
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alex57
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1244

Beitrag von alex57 »

Hallo Holger,

wir haben uns ja gestern trefflich über Ätzblech, Bausätze und Patinierung der Bausätze telefonisch unterhalten.....in der Form....ich hatte Fragen und du die Antworten :gfm: :gfm: :gfm:
Jetzt kommen auch noch passend die Bilder zum Thema Lackierung. :hammer: :hammer: :hammer:

Sand, Schlacke, Wasser :bigeek: ......sind ganz ganz großes Kino für mich.

Ich war übrigens heute im Baumarkt .... :redzwinker:


Liebe Grüsse


Alex
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1245

Beitrag von Mornsgrans »

alex57 hat geschrieben: Di 10. Dez 2019, 23:01 Ich war übrigens heute im Baumarkt .... :redzwinker:
Sand kaufen? :fool:

Holger,
wie gewohnt sehr schöne (Zwischen-)Ergebnisse. :gfm:

Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1246

Beitrag von Dampflokfreund »

Hallo Holger,

wieder eine tolle Arbeit von Dir. Ich kann mich da nur anschließen und sagen ich freue mich schon sehr auf das fertige Gesamtbild. Was mir außerdem immer wieder sehr positiv bei Dir auffällt, Du lamentierst nicht, wenn mal was nicht ganz so Deinen Vorstellungen entspricht, sondern Du hast dann immer Ideen wie Du es so gestalten kannst, daß es für Dich passt (Nietreihen) :gfm: .
Sehr gut gelungen ist die Patienierung des Bausatzes :!: :D

Noch ein Wort zur Anordnung im BW. Unbenommen der Besandung, die Du ja hier mit der Entschlackung kombinierst und die mit der Feuerführung der Dampflok absolut garnichts zu tun hat, das Entschlacken einer Lok dauerte am längsten und war deshalb hinter den anderen Behandlungsanlagen angelegt. Und da bis auf einen Rest der gesamte Inhalt des Aschkastens und weitgehend des gesamte Feuerrosts entleert wurde, blieb wirklich nicht viel Feuer zur Weiterfahrt übrig. Du hast da also schon vollkommen recht mit Deiner Beschreibung, weshalb die Entschlackung zum Schluß kam.

Doch zurück zu Deinen Arbeiten. Bei solchen Ergebnissen, wie Du sie hier zeigst freue ich mich natürlich auf ein baldige Fortsetzung Deiner Berichte.

Sei herzlich gegrüßt

Joachim
Freundliche Grüße

Joachim

zugpferdchen
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Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1247

Beitrag von zugpferdchen »

Ich danke dir auch für die ausführliche Darstellung v.a. der Schlacken-Hunte, sieht man nicht so oft.

Ich habe etwas ähnliches in Spur G vor, da muss es nicht ganz so fein (und nicht so frickelig: ist 3-4x so groß) sein...

Wozu waren/sind die Gitter auf den Hunten?
Viele Grüße
Daniel

Gartenfritzchen
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Re: Polkritz - Sand, Schlacke, Wasser - Lackierung und Finish

#1248

Beitrag von Gartenfritzchen »

Hey Holger,

den Messingbausatz hast Du wunderbar "veredelt" :gfm: wie eigentlich immer und von Dir ja schon gewohnt. Bemerkenswert find ich welche genialen Ideen Du immer wieder hast, und dann auch umsetzt :!:

Super :D

Bye Jo
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Mausebär
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Polkritz - n` Haufen Kohle (:

#1249

Beitrag von Mausebär »

Ein spätes Hallo ins Stummiland,

kurz bevor die Bastelwut hinter den weihnachtlichen Fahrtagen zurückstehen muss, will ich Euch noch kurz auf den aktuellen Stand bringen :)

Und natürlich vielen lieben Dank für Eure lobenden Worte an Dirk, Wolfgang, Hubert, Frank, Felix, Uwe, Alex, Erich, Joachim, Zugpferdchen und Jo. Freut mich immer wieder, wenn meine Basteleien gefallen :wink:

Metallgrundierung gibt es auf Kunstharzbasis z.B. von Humbrol oder von Elita (LifeColours) und von einem Bad in irgendwelchen Säuren / Laugen oder sonstigem Gemisch würde ich abraten, normales Waschbenzin oder Spiritus oder der von Dirk beschriebene Weg reichen völlig aus.

Wozu die Roste in den Schlackebehältern dienen sollen steht leider nicht dabei und eine vollends schlüssige Erklärung habe ich leider auch nicht dafür, sorry :) .

Nun zum heutigen Thema, wie der Name schon verrät geht es um die Bekohlung .... yeah, jetzt aber Portaldrehkran, Wiegebunker, riesiger Kohlebansen mit hoch gelegtem Zufahrtsgleis für die Selbstenladewagen ..... :shock:

Noi, noi, nur koi Angschd, es nur war n Spässle :) :P :redzwinker:

Also so natürlich nicht, Wollen mal sehen was die Fibel da sagt ( Eisenbahnjournal, 1x1 Anlagenbau - Bahnbetriebswerke). Da steht ziemlich genau beschrieben, wie BW`s sein sollten.

Für ein kleines BW sollen lt. obiger Quelle folgende Richtlinien gelten :

- Heimat für für max. 20 Loks bis zur Größe einer 50-er = passt
- ca. 10 Stände für die Loks = passt (werdet Ihr noch sehen)
- keine größeren Werstatteinrichtigen = passt
- Drehscheiben von 16 - 23 m (also nicht die riesige FLM-Scheibe) = passt
- Entschlackung mittels Hunten / kleinerem Kran = passt

- Bekohlung mittels Säulendrehkran / Hunten
- Kohlebansen , in H0 ca. 1 Din-A4-Blatt groß, Inhalt Ladung von ca. 30 offenen Güterwagen (war im letzten BW viiiiiiel zu klein)

Mal sehen ...

Bild

... scheint groß genug zu werden :) . Auf der Fläche kann ich insgesamt 18 offene Güterwagen hinlegen, 18 x 2 (je 2 in der Höhe) = 36 = passt

Für den Kran musste ich dieses Mal improvisieren. In 2012 kaufte ich ein entsprechendes Modell (sollte ja wieder besonders und ein nettes Extra werden) und dachte ich hätte da was richtig Gutes. Wie ich den Bausatz jetzt montieren wollte mußte ich leider feststellen, daß ich da genau nichts, oder eben nichts Vernünftiges hatte. Der Preis sind der zeitliche Mehraufwand und unnötig ausgegebenes Geld. Ganz ehrlich, das hat mich schon ziemlich geärgert :(

Ich landete dann doch wieder bei dem bereits bisher verwendeten Faller-Modell. Leider sind die Wände von dem allerdings auch schon sehr betagten Kranhäuschen arg dick. Also habe ich die erstmal dünner gefeilt ...

Bild

.... und konnte die Wandstärke von 1,8 mm auf 1,0 mm reduzieren (Feile immer schön grade führen :) )

Bild

Dabei geht natürlich die Holzimitation verloren. Deshalb habe das Häuschen dann mit 0,2 mm starken Lindenholzstreifchen (Northeastern) neu verkleidet.

Bild

Die Fallerschen Zutaten zum Kran habe ich entfernt, und statt dessen dieses Teil für den Kranausleger montiert.

Bild

Es stammt von Krüger und ist in der entsprechenden Falt- und Knicktechnik des Hauses ausgeführt. Die Montage ist mir dann doch nicht ganz so leicht von der Hand gegangen.

Dazu kommt noch eine Metalltreppe ...

Bild

.... und wie im Hintergrund zu sehen, erhielt der Kransockel eine Verkleidung aus Ziegel :)

Den Kranhaken habe ich mir aus einem Kupplungshaken einer Originalkupplung (Reitz) selbst gebastelt.

Bild

Zudem habe ich noch ein neues Dach gebastelt, das von Faller ist untypisch spitz zulaufend (was nicht heißen soll, daß es das so nicht gab)

Bild

Außerdem dachte ich mir, daß eine kleine Wellblechbude für das Personal die eigentliche Bekohlungsanlage abrunden würde.

Bild

Bild

Die Bude stammt von Herrn Reitz. Passgenauigkeit, stimmige Details, kinderleichte Montage zeichnen den Bausatz von Herrn Reitz aus. :)

Nach einer ganzen Weile Bastelei kommt dann schließlich das heraus ....

Bild

Bild

Mag sein, daß es noch besseres gibt. Die Dimensionen des alten Faller-Kranhäuschens werden vermutlich nicht ganz stimmen. Für den Weiterbau ist das jetzt erstmal so ganz in Ordnung :)

Sodele, Euch jetzt erstmal ein schönes Wochendende, genießt den 4. Advent :)

Viele Grüße

Holger
hier geht`s zum Neubau meiner Anlage Polkritz (ab S.22)
viewtopic.php?f=64&t=135473&start=550#p1696617

+ hier zu meinen Lokumbauten
viewtopic.php?p=2161599#p2161599

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Re: Polkritz - n` Haufen Kohle (:

#1250

Beitrag von zugpferdchen »

Du willst uns wohl verkohlen? :wink:

Ich stelle meine Frage dann einfach nochmal (etwas größer, dann geht sie nicht unter):
Wozu waren denn die Gitter auf den Hunten?
Viele Grüße
Daniel
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