Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

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Settebello
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Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#1

Beitrag von Settebello »

Hallo ins Forum,

vor kurzem hatte ich das Glück, eine Fernreise nach Japan machen zu können. Zweieinhalb Wochen sind wir mit dem Japan Rail Pass durch Japan gefahren :clap: Eigentlich dachte ich, daß ich damit auch etwas Abstand gewinnen würde von meinem Eisenbahnhobby – weit gefehlt! Daß Japan interessante Eisenbahnen hat, wußte ich ja seit meinen Quartett-Zeiten als Jugendlicher in den 1970er Jahren, wo man mit der Karte des "Shinkansen" fast immer gewinnen konnte. Was mich dann erwartet hat, war allerdings umwerfend. Während der Reise habe ich einige Bilder vom laufenden Bahnbetrieb aufgenommen, mehr oder weniger zufällig und oft mit dem Mobiltelefon. Trotzdem finde ich sie so interessant, daß ich Sie Euch nicht vorenthalten möchte :redzwinker:

Der Zug vom Flughafen Narita nach Tokio (Narita-Express) war noch recht konventionell, er erinnert an niederländische Fahrzeuge:

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Der Hauptbahnhof von Tokio präsentiert sich total modernisiert:

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Hier die andere Seite; das Dach wurde erst kürzlich fertiggestellt:

Bild

An den Gleisen erwartet einen dann der Wahnsinn :shock: hier wurden zwei Sinkansen getrennt, natürlich streng überwacht vom Personal:

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Bild

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Auf einem anderen Tokioter Bahnhof sah ich dann den neuesten Shinkansen, dessen Form sehr beeindruckend ist:

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Bild

Bild

Auf dem Hauptbahnhof von Okayama begegnete mir ein Shinkansen der Serie 500. Der erschien mir fast genauso futuristisch:

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Erst später erfuhr ich, daß dieses Modell schon ab ca. Mitte der 1990er Jahre beschafft wurde. Inzwischen ist es fast selten geworden und in Kyoto schon im Museum zu sehen :oops: Allgegenwärtig sind derzeit die Shinkansen der Serie 700. Hier ein kleines Video vom Hauptbahnhof in Okayama:



Das waren meine Eindrücke vor allem vom Hochgeschwindigkeitsverkehr in Japan. Das Reisen mit den Shinkansen ist eine wahre Freude. Auffallend ist auch die Höflichkeit und Freundlichkeit des Personals. Daß jeder Bedienstete beim Betreten des Großraumwagens zunächst innehält und sich vor den Fahrgästen verbeugt (ebenso beim Verlassen des Waggons) würde ich vom Personal der Deutschen Bahn AG vielleicht nicht verlangen, aber trotzdem könnte es von den Japanern einiges lernen!

Ich habe noch Bilder von anderen Fahrzeugen und von den Besuchen in zwei Eisenbahnmuseen :redzwinker: Für heute mache ich aber erstmal Schluß.

Viele Grüße von Sebastian
Zuletzt geändert von Settebello am Fr 23. Aug 2019, 21:02, insgesamt 4-mal geändert.
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BigDiesel
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Re: Eisenbahnland Japan: Hochgeschwindigkeitsverkehr

#2

Beitrag von BigDiesel »

Hallo,

vielen Dank für das Zeigen.

Leider konnte ich nur einmal mit dem Haruka Express in Osaka fahren. Begeistert war ich von Japan trotzdem, alles sauber, super freundlich, manchmal schon peinlich freundlich.
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Settebello
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Re: Eisenbahnland Japan: Hochgeschwindigkeitsverkehr

#3

Beitrag von Settebello »

Hallo Hardy,

ja, man staunt, wie sauber es in Japan ist. Ich habe nirgendwo in Japan Graffiti gesehen und Kaugummiflecken auf den Trottoirs sind seeehr selten - in Tokio gibt es praktisch gar keine. Die Japaner sind in der Tat sehr höflich und freundlich. Peinlich ist mir nur dabei, wenn ich an den Umgang in Deutschland denke. Wenn Japaner nach Deutschland kommen, müssen sie einen Kulturschock erleiden, so wie man hier miteinander zuweilen umgeht.

Shinkansen gibt es natürlich auch als Modell. In Japan scheint die Spur N sehr beleibt zu sein, im Einsebahnmuseum von Kyoto sah ich jedoch auch eine Vitrine mit Shinkansen im Maßstan H0. Hier der Triebkopf des neuesten Modells:

Bild

Und hier die Vitrine mit den kompletten Zügen der wichtigsten Serien (ganz unten der neueste Zug):

Bild

Die Nachbildung vorbildgerecht langer Züge dürfte dem normalen Modellbahner kaum möglich sein.

Viele Grüße, Sebastian
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kartusche
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Re: Eisenbahnland Japan: Hochgeschwindigkeitsverkehr

#4

Beitrag von kartusche »

Der 500er Nozomi Kopf im Museum in Kyoto...
Bild

Es gibt ein H0 Modell des Zuges von Bachmann..., den grünen Hayabusa gibt es als (maximal 14teiliges?) H0-Modell von Kato. In Messing noch ein paar andere. Dann noch der alte Lima Zug......
In "Spur N" noch mehr Modelle, wie die Vitrine zeigt.
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8erberg
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Re: Eisenbahnland Japan: Hochgeschwindigkeitsverkehr

#5

Beitrag von 8erberg »

Hallo,

ja, Japan ist ein Eisenbahn-Vorbildland. Die Shinkansen fahren auf den Hauptstrecken fast im Straßenbahntakt und sind pünktlich.

Sämtliche Verspätungen auf der Strecke Tokyo-Osaka aus einem Jahr addiert erreichten ca. 25 Minuten! Ab 3 Minuten Verspätung ist der Triebfahrzeugführer verpflichtet einen Bericht vorzulegen warum er zu spät angekommen ist.

Zu den Modellen: Wohnraum ist in Japan knapp und teuer. Dennoch ist Modellbahn in Japan ein beliebtes Hobby, die wichtigste Spurweite ist Spur N, die Gleissysteme der beiden Marktführer Kato und Tomix sind für schnellen Auf- und Abbau gedacht, denn eine feste Anlage kann sich kaum jemand leisten.

Die Gleissysteme sind äusserst durchdacht, praxisgerecht, stabil und preiswert - und dabei fein detalliert. Auch kosten Shinkansen nicht viel, die Modelle sind bezahlbar. Mal zum Beispiel den "klassischen" Shinkansen 0, die Mutter aller Hochgeschwindigkeitszüge: https://www.1999.co.jp/eng/10536144

Die Japaner fahren fast ausschließlich analog, was auch wohl am "fliegenden" Aufbau liegt, ebenfalls gibt es für den schnellen Auf- und Abbau günstige Gebäude, die man auch "germanisieren" kann wenn man nicht "little Tokyo" bauen möchte.

Kein Wunder, dass die japanische Art der Modellbahn auch in Deutschland Freunde findet.

Peter
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Settebello
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Re: Eisenbahnland Japan: jenseits des Hochgeschwindigkeitsverkehrs

#6

Beitrag von Settebello »

Einen guten Tag ins Forum!

Hallo Ralf, den Zug aus dem Museum in Kyoto hatte ich oben erwähnt; Danke für die Aufnahme!. Die Fahrzeuge in der Vitrine sind übrigens alle Spur H0.

Hallo Peter, Deine Beschreibung der Modellbahnsituation entspricht meinen (wenigen) Beobachtungen. Zweimal habe ich Modellbahngeschäfte besucht und dort gab es weit überwiegend Modelle der von Dir genannten Hersteller und weit überwiegend in Spur N. Ich habe gestaunt, daß auch gut detaillierte Modelle gar nicht so teuer sind. Das Preisniveau in Europa ist deutlich höher :(

Auch jenseits des Hochgeschwindigkeitsverkehrs kann man eisenbahnmäßig in Japan vielfältige Entdeckungen machen. Ich stelle einfach meine Schnappschüsse in ungeordneter Folge ein:

Der alte Bahnhof von Nikko (dort befinden sich bedeutende Tempel) ist einfach zuckersüß:

Bild

Der totale Gegensatz ist der futuristische neue Bahnhof von Kyoto (natürlich ein Gewerbekomplex mit Gleisanschluß, wie jetzt überall üblich):

Bild

Zur Tempelstadt Kamakura fährt eine historische Sraßenbahn:

Bild

In Hiroshima fahren sowohl sehr moderne als auch alte Straßenbahnen gemischt:

Bild

Im Raum Hiroshima fahren solche S-Bahnzüge:

Bild

Manche Züge sind trotz (oder gerade wegen) ihres etwas fortgeschrittenen Alters interessant (Kurashiki):

Bild

Bild

Bild

Zur Gokurakubashi Station fährt die Bahngesellschaft Nankai (der Japan Rail Pass gilt dort nicht :cry: ) mit ihren schönen Fahrzeugen:

Bild

Bild

Bild

Die Stimmung der Bergstation ist gar nicht so viel anders als in einer vergleichbaren Station in Europa:

Bild


So viel für heute,

viele Grüße von Sebastian
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Re: Eisenbahnland Japan: jenseits des Hochgeschwindigkeitsverkehrs - neues Video

#7

Beitrag von Settebello »

Hallo ins Forum,

aus meinen spontan aufgeommenen Videos habe ich einen Japan - Eisenbahn - Mix zusammengestellt, hier ist er:



Vielleicht bekommt man auch einen Eindruck, wie gepflegt alle Bahnanlagen sind. Auf der ganzen Reise habe ich keinerlei (!) Graffiti gesehen, alle Bahnhöfe waren sauber und aufgeräumt, es war viel Personal unterwegs und alles machte einen sehr gut organisierten und durchdachten Eindruck.

Viele Grüße, Sebastian
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Re: Eisenbahnland Japan: jenseits des Hochgeschwindigkeitsverkehrs - neues Video

#8

Beitrag von BigDiesel »

'Hi,
vielen Dank fürs Zeigen
:D
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Settebello
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#9

Beitrag von Settebello »

Hallo ins Forum,

in unseren ansonsten recht straffen Reiseplan hat meine private Reiseleitung :hearts: einen Besuch im Museum der Central Japan Railways in Nagoya eingeplant. Das möchte ich Euch nicht vorenthalten :wink: Das Museum liegt etwas abseits, ist aber mit der Bahn gut zu erreichen.

Bild

Zunächst betritt man eine dunkle Halle mit einer kurzen Fimvorführung und drei spektakulären Fahrzeugen:

Bild

Boxpokräder hat es also auch in Japan gegeben:

Bild

In der großen Halle (hier von der Galerie aus betrachtet) erwarten einen dann die wichtigsten Fahrzeuge:

Bild

Schwerpunkt ist der Hochgeschrindigkeitsverkehr - hier mein Favorit, der Shinkansen der 0 - Serie:

Bild

Der Speisewagen hatte einen Seitengang (rechts im Bild, hinter den Fenstern). Dadurch war zwar weniger Platz für die Gäste, die waren aber vom Durchgangsverkehr ungestört:

Bild

Hier ein zeitgenössisches Foto:

Bild

Die Shinkansen der 0 - Serie wurden auch als Inspektons- und Revisionszüge benutzt und dann entsprechend ihrer Farbgebung "Dr. Yellow" genannt:

Bild

In bezug auf Hochgeschwindigkeitsverkehr sieht man sich in Japan wohl zu Recht als Vorreiter. In einer Fotoausstellung werden auch die "Nachahmer" in Europa erwähnt:

Bild

Aber auch ältere Fahrzuege werden gezeigt. Dabei ist es erstaunlich, daß es bestimmte Typen von Fahrzeugen anscheinend überall auf der Welt gegeben hat. Hier ein Dampftriebwagen:

Bild

Hier der Fahrgastraum mit Blick in den Führerstand mit der Dampfmaschine:

Bild

Dieser Elektrotriebwagen sieht schon moderner aus ...

Bild

... die Klimatisierung wirkt allerdings noch etwas altertümlich :redzwinker: :

Bild

MIt einem solchen Fahrzeug wurde das Lichtraumprofil geprüft (die weißen Spitzen waren beweglich):

Bild

Hier zwei Triebwagen aus den 1960er (rechts) und den 1970er Jahren:

Bild

Wagen des rechten Typs sind auch heute noch in veränderter Form unterwegs, wie man auf dem Bild aus Kurashiki weiter oben sehen kann.

Fahrzeuge mit Neigetechnik gab es natürlich auch, hier ein Fahrzeug von 1974:

Bild

Auch solche Züge fahren heute noch, wie man ebenfalls oben in Kurashiki sehen kann.

Das war's für heute,

viele Grüße von Sebastian
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Moon
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#10

Beitrag von Moon »

Hi Sebastian,
boah das sind geniale Bilder. Sehr sehr futuristisch. Vielen Dank dafür.

Was auffällt: Nicht nur die Hochgeschwindigkeitszüge glänzen alle wie frisch gewaschen, sondern auch die "normalen" Züge sehen sehr sehr sauber aus (im Gegensatz zu den DB Fahrzeugen die ich hier so sehe), Hast Du die vor dem Foro erstmal mit dem Kärcher bearbeitet? :lol:

Viele Grüße von der Mosel
Olli

alexanderonline
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#11

Beitrag von alexanderonline »

Hallo,

Tolle BIlder - vielen Dank fürs hier Zeigen!

Japan scheint wirklich ein Eisenbahn-Musterland zu sein!

Viele Grüße
Alex
Anlage Epoche 3 (wird grosszügig ausgelegt) Sammeln gelegentlich auch andere Epochen;hauptsächlich Märklin + Roco in letzter Zeit immer mehr Piko

UKR
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#12

Beitrag von UKR »

Moin Sebastian,

vielen Dank für`s zeigen und die coolen Bilder. Grade die älteren Modelle sind wie eine Zeitreise durch die alten Kato Kataloge :gfm:

Harzliche Grüsse

Ulrich
Hier geht es zu meinen Fahrzeugen:
Bild
Marzibahner .....auf Schiene und Straße
Ulrich

Rangierleiter
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#13

Beitrag von Rangierleiter »

Hallo,


Bild


dieses Fahrzeug schreit geradezu nach einem Modell-Nachbau. Gibt es dazu weitere Informationen?



btw: Toller Reisebericht, Danke!



Gruß

Thomas
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Settebello
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#14

Beitrag von Settebello »

Hallo Olli, Alex, Ulrich, Thomas und alle anderen Interessierten an den japanischen Eisenbahnen,

ich freue mich, daß meine Reisefotos so viel Interesse hervorrufen :hearts: und daß ich etwas von meiner Begeisterung teilen kann. Bis auf den alten Shinkansen hatte ich ja keine Vorstellung von den japanischen Eisenbahnen. Da hat der Besuch des Museums in Nagoya einen guten Überblick gebracht.

@Olli: Es ist wirklich auffällig, wie die Fahrzeuge herausgeputzt wurden. Besonders fiel mir das am Innenraum des Dampftriebwagens auf, der wahrscheinlich schöner aussah als am ersten Tag :redzwinker: Am Ende der Nutzungszeit dieses Gefährts hat der bestimmt anders ausgesehen. So beeindruckend diese Restaurierungen sind, so wenig haben sie doch mit der Wirklichkeit zu tun. Das Technikmuseum in Berlin restauriert deshalb keineswegs alle Fahrzeuge, sondern beläßt viele auch in ihrem "naturtrüben" Zustand. Ich finde sowohl das eine als auch das andere Konzept interessant. Spaß macht es in jedem Fall, die Fahrzeuge anzusehen :D

@Ulrich: nein, leider habe ich zu dem schokoladenfarbenen Elektrotriebwagen keine weiteren Informationen. Bei manchen Fahrzeugen habe ich das Schild mit den Erklärungen fotografiert, bei diesem aber nicht :oops: Vielleicht gibt es auf der Homepage des Museums weitere Infos, das könnte man mal versuchen.

Und da das Interesse so groß ist, zeige ich noch ein paar Bilder aus dem Museum :mrgreen:

Hier erstmal noch eine Dampflok:

Bild

Und ein Dieseltriebwagen für die in den 1960er Jahren noch nicht elektrifizierten Strecken:

Bild

Und dann noch ein weiterer meiner Favoriten, nämlich der Shinkansen der zweiten Serie (Einsatzzeitraum ca. 1985 bis 2000), dessen Form ich auch sehr gelungen finde. Man beachte den "Buckelspeisewagen" - man denkt natürlich an den ICE 1 - mit Panoramafenstern:

Bild

Der Speisewagen war doppelstöckig konzipiert; unten die Küche und ein Seitengang für die Reisenden des Zuges und oben der Speiseraum; hier das Konzept:

Bild

Hier der Blick in den Speiseraum:

Bild

Die Speisen wurden von der Küche im unteren Stockwerk mit einem Speisenaufzug nach oben befördert; hier der Raum mit dem Speisenaufzug im oberen Stockwerk:

Bild

Spaß gemacht hat auch der Zugsimulator, mit dem ich einen Shinkansen von einer Station zur nächsten fuhr:

Bild


So, das war's für heute,

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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#15

Beitrag von AE-66-Stefan »

Hallo Sebastian,

das ist ja ein wunderbarer Bericht und tolle Fotos von Dir über das Bahnland Japan, ich bin echt begeistert. :gfm:

Was wirklich auffällt ist, dass die Züge ja echt wie "geschleckt" aussehen und die angesprochene Höflichkeit der Angestellten der Bahn wohl - für unsere Verhältnisse - legendär ist. Dann die Musuemsbilder! :hearts: finde ich super dass die Japaner auch dafür ein Faible haben. Gerne noch ein paar Bilder mehr, ich könnte mir auch vorstellen mir das in "Natura" anzusehen. :wink:

Beste Grüße
Stefan
Von Frundsberg nach Kaibach,

Bild

Schmalspurglück in Frankreich viewtopic.php?p=1981723#p1981723
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#16

Beitrag von Settebello »

Hallo Stefan,

vielen Dank für die freundlichen Worte über meinen Bericht und wie schön, daß Du meine Begeisterung teilst. Ein Besuch in Japan lohnt aus vielen Gründen und ich kann Japan als Reiseland sehr empfehlen.

Im Eisenbahnmuseum von Nagoya gab es auch eine große MoBa. Drei Städte wurden ansatzweise mit markanten Gebäuden nachgebildet, hier Tokio mit dem Tokio Tower und dem neuen Sky Tree:

Bild

Das sollte Okayama sein, wenn ich mich recht erinnere:

Bild

Die Landschaft ist sehr schön gestaltet und man sieht auch den Fujiyama und die Magnetschwebebahn im Hintergrund. Die Japaner erfüllen die Erwartungen an die Technik voll; natürlich ist alles professionell beleuchtet, es gibt einen tagesabhängigen Betrieb und Sound. Hier ein Video:



Auf den Bildern sieht man nicht, daß die Modellautos auf der MoBa alle zu groß waren. Offenbar gibt es in Japan nicht genug Modellautos im Maßstab 1:87, so daß man andere (1:72, vermute ich) nehmen mußte.

Das wars für heute. Wenn Interesse besteht, kann ich noch vom Eisenbahnmuseum in Kyoto berichten.

Viele Grüße von Sebastian
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Knotenblech
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#17

Beitrag von Knotenblech »

Ja wie geil ist der Fred denn?!! :D :D :D :D :D :gfm:

Robert
Sinus-und MFX-Verweigerer, K-Gleis, R>500mm; optimierte, schlanke Mä-K-Weichen, Fahrzeuge verschiedener Hersteller, viele auf Glockenanker umgebaut.

Decoder: Esu, Zimo und Qdecoder

Die Gesetze der Mechanik, Elektrik und Physik gelten auch bei der Modellbahn

PeterGu
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#18

Beitrag von PeterGu »

Sehr beeindruckend, will ich auch unbedingt noch sehen.

GlassYuri
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Re: Eisenbahnland Japan: Eisenbahnmuseum in Nagoya

#19

Beitrag von GlassYuri »

Rangierleiter hat geschrieben: Do 8. Aug 2019, 21:54 Hallo,


Bild


dieses Fahrzeug schreit geradezu nach einem Modell-Nachbau. Gibt es dazu weitere Informationen?



btw: Toller Reisebericht, Danke!



Gruß

Thomas
Hallo,
dabei handelt es sich um (Ku)MoHa 52004, einen Triebkopf der Baureihe MoHa 52 (Nach 1959 KuMoHa 52), Baujahr 1937.
Dank der vom Fliegenden Hamburger inspirierten Stromlinienform erreichte das Teil übrigens sagenumwobene 95 km/h :mrgreen:
Die in aufgeklappter Position nicht einrastenden Seitenschürzen sollen wohl weniger bei voller Fahrt auf die Aerodynamik, als vielmehr im Betriebswerk auf Finger und Köpfe eingewirkt haben.

Schlechtreden will ich die elegante Serie 52 aber nicht, in den Augen der Japanischen Öffentlichkeit scheint sie auch sehr positiv angenommen worden sein. In der Anfangszeit oft als 魚雷形電車, "torpedoförmiger Zug" beschrieben, bekam sie später den Spitznamen 流電 Ryuuden, Stromlinienzug.

1948 erreichten wenigstens die Triebköpfe bei Testfahrten mit 119 km/h dann doch noch dreistellige Geschwindigkeiten, und trugen zur Entwicklung der wegweisenden Serie 80 bei.

(Alle Informationen: Japanische Wikipedia - Erkannt habe ich die Baureihe aber ohne Suchmaschine :P )
https://ja.wikipedia.org/wiki/%E5%9B%BD ... B%E8%BB%8A
https://en.wikipedia.org/wiki/52_series
Auf der Japanischen Wikipedia sieht man auch, dass die letzten Fahrzeuge einen langweiligeren, aber im Alltag weniger problematischen Wagenkasten erhielten.

Maßzeichnungen gibt es hier, sogar sauber in CAD nachgezeichnet anstatt nur als Scan:
http://tecs.g2.xrea.com/cad/tu/tec1.html (Runterscrollen zu Triebkopf モハ52, Mittelwagen サロハ66 und サハ48)
Interessant ist, dass der Führerstand nur die halbe Nase ausfüllt, und die andere Hälfte Teil des Fahrgastraumes ist.

Im Maßstab 1/150 gibt es Fertigmodelle von MicroAce, einen Bausatz (Plastikspritzguss) von Greenmax und ein motorisierbare Standmodelle als Teil der Tetsudou Collection von Tomytec.

Im Maßstab 1/80 gibt es einen Messingbausatz des mir bislang unbekannten Herstellers Tanikawa, hier ein Baubericht: http://hm-kochan.la.coocan.jp/tmhis32.htm
Im selben Maßstab ist auch dieser Eigenbau aus Karton: http://scarlet7000.net/01_works_jnr_0052.html
Leider scheint es das letzte Modell des Erbauers gewesen zu sein, da er laut Nachruf auf der Website etwa ein halbes Jahr nach der Fertigstellung verstarb.

Im Maßstab 1/87 scheint die Serie 52 nie produziert...nein stimmt gar nicht, ein Fertigmodell aus Messing findet sich doch: http://www.yakumoworks.com/product/sizutetu52.html
Interessant ist, dass hier das im Museum ausgestellte Fahrzeug im Nachkriegszustand nachgebildet ist. Das reine Fehlersuchspiel :shock:

Lang ist er geworden, mein erster Beitrag...
GlassYuri

Rangierleiter
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#20

Beitrag von Rangierleiter »

Doumo arigatou, GlassYuri-san!


MfG

Thomas

Schwedenzug
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Schweden

Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#21

Beitrag von Schwedenzug »

Danke für alle schöne bilder! Ich hatte auch der glück beruflich in Japan unterwegs zu sein, und fuhr Shinkansen von Osaka nach Tokyo, und einige weitere. Das blick von Mt Fuji vom Fenster in 300 km/h is unvergesslich. Habe nur alte APC fotos davon, kein digitales. Es ist alles anders in Japan, viel funktioniert sooo viel besser als in Europa. Die Eisenbahnen sind einfach vorbildlich. Wenn ein zug 5 minuten spät abfährt entschuldigt sich das Personal persönlich. Fast ein bisschen übertrieben aus unsere sicht. Japanern die in Europa unterwegs sind muss denken sie sind zurück ins Mittelalter gekommen. :)

/Martin aus Schweden.
Fahre 2 und 3-Leiter, Analog und DCC/Digital in eine herrliche mischung auf kaotischer anlage in Schweden, mit meistens Deutsche vorbilder.
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#22

Beitrag von Settebello »

Hallo Robert, PeterGu, GlassYuri und Martin,

zunächst :welcome: GlassYuri im Forum! Dein erster Beitrag war ja gleich eine geballte Ladung an Informationen! Den milchkaffeefarbenen Triebwagen fand ich an Ort und Stelle eigentlich gar nicht so spektakulär, aber je näher man sich mit ihm beschäftigt, desto interessanter wird er.

Die Freundlichkeit und Höflichkeit der Japaner ist ja sprichwörtlich und das erleichtert das Reisen in dem Land ungemein, wenn man die Sprache nicht spricht und die Schrift nicht lesen kann. Zum Glück ist vieles auf englisch angeschrieben. Es ist auch auffällig, wie ehrlich die Japaner in den Geschäften beim Umgang mit Geld sind. Man bekommt immer alles Wechselgeld genau vorgezählt und es wird Wert darauf gelegt, daß alles transparent und klar zugeht. Trinkgeld wird weder gegeben noch erwartet, auch das ist sehr angenehm. Vor ein paar Monaten las ich die Geschichte über ein japanisches Ehepaar, das für ein Pastagericht in einem Restaurant in Rom einen unglaublichen Betrag bezahlen sollte (200,- Euro oder mehr, ich erinnere mich nicht genau). Der Bericht war damals viral im Netz und ich dachte mir nur, was für einen Kulturschock die Japaner dabei wohl erlitten haben mögen :shock: Dazu fiel mir ein: In einem kleinen Restaurant am Bahnhof in Okayama kaufte ich mir an einem Automaten ein Ramengericht - große Portion - und gab den Gutschein an der Theke ab. Kurz darauf kam die Besitzerin des Restaurants zu mir und zeigte mir zwei Schüsseln, eine große und eine kleine. Sie wollte wissen, ob ich wirklich die große wollte, denn die war in der Tat viel zu groß und das hätte ich nicht aufessen können. Also zeigte ich auf die kleine Schüssel. Beim Essen kam die Besitzerin dann erneut zu mir - und gab mir 100 Yen (etwa 90 €-Cent). Das war die Preisdifferenz zwischen der kleinen und der großen Portion! Damit hatte ich gar nicht gerechnet, denn es war ja meine Schuld, daß ich am Automaten die zu große Portion gewählt hatte. Das sah die Besitzerin aber anders. Obwohl sie sicher sein konnte, daß sie mich nie wiedersehen würde (ich war als europäischer Tourist mit Kamera usw. mehr als deutlich erkennbar), war es ihr wichtiger, daß es ehrlich und transparent bei ihr zugeht. Daran mußte ich denken, als ich die Geschichte aus Rom las :roll:

Leider ist die Reise nach Japan schon so lange her und so schnell wird man nicht wieder normal reisen können :( Aber ich habe noch ein paar Fotos vom Eisenbahnmuseum in Kyoto, vielleicht stelle ich die noch ein, wenn Interesse besteht.

Viele Grüße, Sebastian
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Bendan
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#23

Beitrag von Bendan »

Hallo Sebastian,

vielen Dank für das Teilen der Bilder! Das Eisenbahnmuseum in Nagoya werde ich auf jeden Fall mitnehmen, falls es mich mal nach Japan verschlägt! Die Eisenbahnphilosophie ist dort wirklich bemerkenswert. Auch gerade der "Dr. Yellow", die Inspektionszüge des Shinkansen Netzes werden geradezu von Kindern verehrt (Hab mal ne Doku darüber gesehen, war sehr interessant!). Sie haben auch viele interessante Loks, die ja alle auf Kapspur laufen, daher die vergleichsweise geringe Geschwindigkeit des Stromlinientriebzuges. Mittlerweile verkehren Züge auf diesem "Altnetz" mit bis zu 160 km/h :!:
Auch interessant ist die alte Strecke von Tokio nach Nagano, eine Hauptbahn Zahradstrecke, die mittlerweile leider passé ist. https://de.wikipedia.org/wiki/Usui-Pass
Trotzdem aller Begeisterung muss ich sagen, dass das japanische System praktisch nicht mit dem deutschen vergleichbar ist und wir daher davon mit Ausnahme der Ordentlichkeit und Freundlichkeit nur wenig lernen können. Japan hat wie oben gesagt, zwei komplett getrennte Netze, Shinkansen und das Kapspur Altnetz, daher kommt es zu keinen Überschneidungen des Fernverkehrs auf der einen Seite und des Regional- und Güterverkehrs auf der anderen Seite. In Japan werden zudem viel weniger Güter auf der Schiene transportiert. Wichtigster Faktor ist aber, das Japan ein isolierter Inselstaat ist, das Netz besteht im wesentlichen aus zwei langgezogenen Hauptstrecken entlang der Küste mit kurzen Querverbindungen. Es ist damit viel viel weniger Komplex als das deutsche Schienensystem, wodurch die hohe Pünktlichkeit erreicht werden kann. Trotzdem bleibt es ein spannendes Land!

lg
Felix
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Barbara13
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Re: Eisenbahnland Japan: die MoBa im Eisenbahnmuseum in Nagoya (mit Video)

#24

Beitrag von Barbara13 »

Hallo Sebastian,

vielen, vielen Dank für die Bilder. :hearts: Das macht mal wieder richtig Lust auf 🇯🇵 (wenn man Kontakt sucht, braucht man nur suchend in eine Karte zu blicken und jede Menge Leute wollen einem helfen ... unglaublich hilfsbereit :D ). Wusste gar nicht, dass Kato auch in H0 anbietet. Muss ich gleich mal Googeln.
Viele Grüße

Michael

... nichts ist spannender als Intuition

http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1 ... 6#p1118087
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