Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)
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Ralf Franke
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2176

Beitrag von Ralf Franke » Mi 5. Jun 2019, 10:41

hallo Hubert,
wie stellt man das nur an, in so kleine Modelle auch noch Fahrwerksbeleuchtungen einzubauen?
Hast Du dir Mikroskop Linsen in die Augen operieren lassen :bigeek:
Der Beruf des Pensionär ist allerdings gar nicht so ohne - Da wird die Zeit für die Modellbahn knapp - keinen Feierabend, keine Wochenenden und Feiertage mehr, kein Urlaub und zu allem Überfluss meist tödlich endend :(
Ich wünsch Dir allerdings noch viel Freizeit für die Modellbahn und ein langes leben (eigen nutz um noch viele Berichte von Dir lesen zu können).

MfG
Ralf
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Bremsklotz
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2177

Beitrag von Bremsklotz » Mi 5. Jun 2019, 19:10

Hallo Hubert,

ich melde mich auch mal wieder. Irgendwie kam ich in den letzten Wochen nicht wirklich dazu, im Forum zu stöbern. Bin ganz erschrocken, wie viele neue Beiträge es in deinem Thread gibt, aber ich habe mich freudig über das Lesen der Berichte hergemacht. Die BR38 sieht nach dem umbau hervorragend aus. Der Aufwand hat sich allemal gelohnt und der Umbau deiner 2. Dampflok ist genau so vielverprechend. Einen Decoder in eine Dampflok einbauen ist eine Sache, aber diese ganzen anderen Umbauarbeiten an dieser Lok treiben mir den Schweiß auf die Stirn. Diese winzigen "Fummelarbeiten" würden mich in den Wahnsinn treiben, ich könnte das nicht und hätte auch nicht diese ausdauernde Geduld dazu :oops:
Also Hut ab vor deiner Ausdauer, Geduld und natürlich auch vor deinem handwerklichen Geschick und Wissen um die Materie :gfm:

Was macht eigentlich dein Zugspeicher/Schattenbahnhof in Form eines "Aufzuges"? Am Wochenende bin ich auf YT über was ähnliches gestolpert, allerdings in Form eines Paternosters. Hier mal der Link zu diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=fZOsnZ_ ... dex=2&t=0s Die entsprechende Stelle im Video kommt ab 3.05 Min.
Gruß aus Hessen
Frank
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Herzlich willkommen bei meiner kleinen N-Anlage:Güglingen reloaded
Hier geht's zu meiner alten Anlage:Güglingen Endbahnhof

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2178

Beitrag von derOlli » Mi 5. Jun 2019, 20:26

Hallo Hubert und Frank, :D

das Video mit dem Paternoster habe ich schon mal irgendwo gesehen und erinnert mich etwas an meinem Zugspeicher. nur die Geräusche sind ja grauenhaft :evil: Da hätte ich schon einiges umgebaut.
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2179

Beitrag von GSB » Do 6. Jun 2019, 07:15

Guten Morgen Hubert,

Also was Du da an Deinen winzigen N-Loks rumbaust :bigeek: - Wahnsinn! :fool:

Und ich traue mich noch nicht mal bei H0e nen Decoder einzulöten... :pflaster: :oops:

Gruß Matthias
GSB - eine schmalspurige Privatbahn 《Bild anklicken》

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:arrow: GSB 2.0: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=171465


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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2180

Beitrag von wolferl65 » Do 6. Jun 2019, 12:56

Servus Hubert,

so, bin bei Dir jetzt wieder auf dem neusten Stand. Wow, einfach nur Respekt für diese Hingabe. Den Begriff Schmierpumpenantrieb sollte ich hier besser nicht fallen lassen... :fool:

Gruß
Wolfgang
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2181

Beitrag von hubedi » Fr 7. Jun 2019, 15:53

Hallo werte Freunde der Mark Michingen,

mein Projekt kommt so langsam voran ... auch wenn ich meine gesundheitliche Regeneration noch nicht so recht loben kann. Das bedächtige Tempo liegt unter anderem an meiner mangelnden Erfahrung mit Sound-Umbauten. So hatte ich es mit dem Eigenbau eines genau angepassten Resonanzkörpers zwar gut gemeint, aber offensichtlich einiges falsch gemacht. Erfahrungen kann man sich nicht anlesen ... da muss man durch. :D

N Bahnwurfn hat geschrieben:
So 2. Jun 2019, 21:05
... Pensionär ist sowiso der beste Beruf, da kann man endlich machen was man will. :mrgreen:
Das du da noch eine Fahrwerksbeleuchtung rein friemelst war mir doch irgendwie klar. ...
@Peter
Solange die Gesundheit nicht verquere Vorstellungen entwickelt und die finanzielle Seite geklärt ist, hat das Pensionärsdasein durchaus seine Vorzüge. Ich freue mich in der Tat sehr auf die neuen Möglichkeiten ... an Plänen mangelt es nicht.
Darius hat geschrieben:
So 2. Jun 2019, 21:15
... Krass ich würde die Teile gar nicht mehr zusammen bekommen. ... Sieht man die Beleuchtung, wenn die Lok an einem vorbeizieht? ...
@Daniel
Die Montage der Teile ist m.E. nicht das größte Problem. Schließlich mache ich genug Bilder, um den Ursprungszustand rekapitulieren zu können. Die Neukonstruktion der für den Umbau benötigten Teile ist wesentlich aufwändiger. Es kommt mir vor wie die Entwicklung eines Prototyps ohne Netz und doppeltem Boden. In diesem Falle sogar noch mit Publikum ... aber es freut mich, wenn ich Dich mit meinen Basteleien begeistern kann.
Zu Deiner Frage ... die Triebwerksbeleuchtung diente in der Praxis der Wartung einer stehenden Lok z.B. zum Abschmieren des Gestänges oder der Sichtkontrolle. Während der Fahrt wäre die Beleuchtung kaum sinnvoll. So soll es auch bei mir sein ... sie wird im Stand eingeschaltet, wenn das Personal um die Maschine herumläuft. Obwohl ... so viel laufen können meine Püppchen schon seit ihrer Geburt nicht. :D
notbremse hat geschrieben:
So 2. Jun 2019, 21:28
... Er macht es wirklich, er macht es wirklich ...
@Karl
Yep ... so ist es ... :D
Heichtl hat geschrieben:
Mo 3. Jun 2019, 06:29
... Positiv verrückt oder einfach der Herausforderung stellend ...
@Matthias
Es ist vermutlich eine Mischung ... gespannt bin ich auch.
Ralf1968 hat geschrieben:
Di 4. Jun 2019, 20:03
... An Hubert, wenn du es nicht magst, dann entferne ich den Beitrag wieder ... Ich kann ja leider nicht alle Naslang einen neuen Tröd aufmachen und poste auch mal etwas Themenfremdes ...
@Ralf
Du kannst Deine Sachen gern drin lassen. Aber für den Umbau lohnt sich vlt. doch ein eigener Thread ...

@All
Zuerst standen einige Tests auf dem Plan. Die BR 51 gehört zwar nicht gerade zu den kleinsten Loks, aber dennoch ist wenig Platz zum Einbau zusätzlicher Komponenten vorhanden. Das ist zu einem großen Teil dem freien Durchblick unter dem Kessel geschuldet. Im Kessel selbst wäre vlt. Platz gewesen, wenn ich wie oben beschrieben die Rauchkammertür aufbekommen hätte. Also blieben für den Lautsprecher nicht so viele Optionen. Ich entschied mich für das Führerhäuschen, wollte aber den Durchblick durch die Fenster nicht allzu sehr beeinträchtigen. Da blieb nur der kleine Lautsprecher mit 8x12 mm. Wenigstens wollte ich dem kleinen Ding einen ordentlichen Resonanzkörper zur Seite stellen. Aus PS-Resten schnippelte ich einen genau in die Lok passenden Kasten ... und erhielt ein Set für die Tonne ... :cry:

Bild

Der Test zeigte, ich hatte wohl zu dünne Platten genommen. Das Ding passte zwar gut in das hinten offene Führerhaus, aber der Klang war enttäuschend. Der originale Resonanzkörper funktionierte wesentlich besser. Also wurde er so ergänzt, dass er an der Stelle des Eigenbaus eingeklebt werden konnte.

Natürlich will ich wo immer möglich keine Geisterloks ohne Personal herumfahren lassen. Vor einige Zeit hatte ich mir ein paar halbe Figuren gekauft, die eigentlich eine Ausbildung zum Diesel- und Elektrolokfahrer absolviert haben. Von Geburt an besitzen sie eine spezielle genetischen Ausstattung, die das Wachstum der Beine unterdrückte. Als ich ihnen erklärte, die Lok sähe nur wie ein Dampflok aus, aber es wäre eigentlich ein Elektromotor eingebaut, willigten sie in die neue Tätigkeit ein und ließen sich auf den Lautsprecherkasten kleben:

Bild

Der Heizer hatte die Vorzüge seines neuen Arbeitsplatzes gleich erkannt. Die Kohlen waren nur eine Attrappe und sie mussten nicht geschaufelt werden. Der erfahrene Darsteller ließ sich in einer bequemen Haltung mit Blick nach draußen aufkleben. Der diensteifrige Meister meinte, er müsste so tun, als betätige er einige Hebel und hätte ein wichtige Aufgabe. Wenn er meint ... bitteschön ...

Bild

Bild

Wenn der Lautsprecher eingeklebt wird, lässt er sich nicht so ohne weiteres entfernen. Das Einkleben bewirkt, dass auch das gesamte Gehäuse der Lok mitschwingt und sich die Klangwirkung des Lautsprechers deutlich verbessert. Nur das Abnehmen des Kessels wird im Fall des Falles nicht ganz einfach, wenn der Decoder fest angeschlossen ist.
In meinem Fundus fanden sich noch ein paar Mikro-Steckverbindungen. Damit wäre dieses Problem zu lösen. Also ab zum Lötplatz ... und da erlebte ich die nächste Überraschung. Eigentlich hätte ich mir denken können, dass der Magnet des Lautsprechers nur allzu gern Kontakt zum heißen Lötkolben aufnehmen würde. Schnapp ... schon klebte das Teil an der Lötspitze. Mit einer Klemmpinzette konnte ich diesem Treiben Einhalt gebieten und die Strippen anlöten:

Bild

Wie man sieht, hatten sich die beiden Bediensteten inzwischen umgezogen, ihr graues Einerlei abgelegt und ein angemessenes Makeup aufgelegt.

Bild

Hier ist der Steckkontakt zu sehen. Zum Schutz vor Kurzschlüssen stabilisierte ich die beiden Leitungen mit einem Tropfen 2K-KLeber. Schrumpfschläuche wäre einfach zu dick gewesen.

Zum Abschluss dieses Schrittes klebte ich den besetzten Kasten ein und spendierte ihm noch ein wenig Farbe. Die beiden Kollegen sitzen jetzt auf ihrer Position und warten erwartungsvoll und freudig auf angenehme Vibrationen von unten ... :D

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2182

Beitrag von hubedi » Fr 7. Jun 2019, 16:28

Huch ... jetzt habe ich zu schnell auf den Absende-Button geklickt und einige Beiträge unterschlagen ... nee ... ich brauche meine Droppe.
Ralf Franke hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 10:41
... Hast Du dir Mikroskop Linsen in die Augen operieren lassen ... Ich wünsch Dir allerdings noch viel Freizeit für die Modellbahn und ein langes leben (eigen nutz um noch viele Berichte von Dir lesen zu können) ...
@Ralf
Nee, nicht in die Augen, aber davor. Wie ich weiter oben im Thread bereits erwähnt habe, sind wir mit einer Optikerin befreundet. Sie hat mir eine spezielle Bastelbrille mit einer leichten Vergrößerung angepasst. Der Rest wird von einer Lupenlampe erledigt.
Ich sehe ... auch als Pensionär kann man nicht einfach so vor sich hin leben sondern muss sein Dasein wenigstens mit einem gewissen Unterhaltungswert rechtfertigen ... :fool:
Bremsklotz hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 19:10
... Was macht eigentlich dein Zugspeicher/Schattenbahnhof in Form eines "Aufzuges"? Am Wochenende bin ich auf YT über was ähnliches gestolpert, allerdings in Form eines Paternosters. Hier mal der Link zu diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=fZOsnZ_ ... dex=2&t=0s Die entsprechende Stelle im Video kommt ab 3.05 Min. ...
derOlli hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 20:26
... das Video mit dem Paternoster habe ich schon mal irgendwo gesehen und erinnert mich etwas an meinem Zugspeicher. nur die Geräusche sind ja grauenhaft :evil: Da hätte ich schon einiges umgebaut. ...
@Frank und Olli
Mein "Bremsklotz" heißt im Augenblick immer noch Gesundheit. Ich traue mich noch nicht an Werkzeugmaschinen wie Kreissäge und Fräse, solange meine Schwindelattacken nicht weg sind. Die Arbeiten am Aufzug gehen weiter, sobald ich mich besser fühle. Schließlich werden die Finger noch gebraucht. Es wird zwar weniger, aber gestern sorgte der extreme Wetterwechsel wieder für Überraschungen ...
Die Videos des Paternosters kannte ich schon. Ich habe mich allerdings bewusst dagegen entschieden, da der mechanische Aufwand dieser Lösung nicht unerheblich ist. Fertige, sicher gut funktionierende Industrielösungen liegen im Bereich von einigen Kiloeuronen. Das übersteigt mein Budget um Größenordnungen.
GSB hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 07:15
... Und ich traue mich noch nicht mal bei H0e nen Decoder einzulöten...
@Matthias
Das ist genau das Problem ... man muss sich trauen ... :D ... der Rest kommt dann von ganz allein. Klar, es geht mal was kaputt oder daneben (s.o.). Was soll's :!:
wolferl65 hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 12:56
... Den Begriff Schmierpumpenantrieb sollte ich hier besser nicht fallen lassen...
@Wolfgang
:lol: ... kannst Du ganz beruhigt machen ... ich kenne meine Grenzen.

So, ich hoffe, ich habe nicht erneut Beiträge vergessen. :oops: Vielen Herzlichen Dank für Eure Begleitung und Euer Interesse. Bis demnächst ...

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2183

Beitrag von Darius » Fr 7. Jun 2019, 16:35

Hallo Hubert,

Du sagst das immer so einfach, weil Du immer auf die Bilder verweist 8) Trotzdem stelle ich mir das recht fummelig vor... :shock:
hubedi hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 15:53
sie wird im Stand eingeschaltet, wenn das Personal um die Maschine herumläuft. Obwohl ... so viel laufen können meine Püppchen schon seit ihrer Geburt nicht
Das wäre noch ein kleiner Punkt für Deine Pensionärs-Pläne-Liste :
Laufende/gehende N-Preiserlein :bigeek: :fool: :fool: :fool:

Vielen Dank für die unterhaltsame Beschreibung des Einbaus

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2184

Beitrag von Chneemann » Fr 7. Jun 2019, 20:20

Hallo Hubert,

ich scheue mich ja schon vor solchen Umbauten in H0 und Du machst das in N :shock:
Meine Hochachtung :D

Und natürlich weiter gute Besserung :wink:

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2185

Beitrag von Brumfda » Fr 7. Jun 2019, 21:50

Moin Hubert!

Um es kurz zu machen: Sollte ich meine Hand verlieren, möchte ich, dass Du sie wieder annähst :fool: .
Was für eine Präzision! Fass me an de Fööt! Du bist wahnsinnig
... gut :mrgreen:

Ein flauschiges Wochenende an alle! :fool: Felix
Loks und Züge, die es niemals gab, aber teils geplant waren:
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Mein Modul mit Naturmaterialien:
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2186

Beitrag von Djian » So 9. Jun 2019, 19:23

Moin Hubert,

ich habe die letzten 3 Wochen meiner Forenzeit zum Großteil damit verbracht 30 (!) Seiten nachzulesen. Mit grob überfligen geht das nicht, dafür passiert bei dir zuviel. Wo soll ich anfangen? Ich habe mich ganz besonders gefreut, dass du mit deinem Landschaftsbau ein großes Stück weiter gekommen bist. Du hattest mal die Übersicht gezeigt und ich war völlig angetan ob der Wirkung der Weitläufigkeit. Davon kann man als HO-Bahner mit gewöhnlichen Platzverhältnissen nur träumen, bzw. muss sich beschränken. Das wirkt sehr glaubhaft und der Viadukt muss da einfach hin. Läßt man die ehemalige Steilstrecke außer acht, gibt es für die Bahn keine andere Möglichkeit. Das du den Teil zudem noch elektrifizierst findet ebenfalls mein Wohlwollen. So haben sämtliche Traktionsarten die Möglichkeit, das Bauwerk artgerecht zu queren. Deinen Baumbau finde ich auch über jeden Zweifel erhaben.
Ich weiß nicht, ob du mit dem Bachbett schon weiter gekommen bist. Mir ist noch Jürgens Kommentar bezüglich der Beschaffenheit des Bachbetts in Erinnerung geblieben. Bloß, wie soll man sch das in Ruhe angucken können, fließt ja ewig Wasser? Mnchmal finden einen die Dinge dann auch: der Weg zu unserem Gehöft ist nicht befestigt und liegt im Gefälle. Vor ein paar Tagen kamen einige stattliche Regengüsse runter und haben den Weg ausgewaschen. Nun ist er trocken und dabei konnte man einige Details beobachten, wie sich ein "Bachbett" ausgewaschen hat. Ich hoffe, du kannst ein wenig davon erkennen:

Bild

hier habe ich die Kamera nahezu auf den Weg gelegt. Man erkennt, wo das Wasser geströmt ist und die "Felsbrocken und Steine" freigelegt hat und wo Sandablagerungen angespült wurde. Also das, ich nenne es mal Strömungs- und Überschwemmungsbett.

Bild

Ebenfalls ganz hübsch und anschaulich fand ich diese Szene, etwa einen Meter weiter Stromabwärts: hier hat sich ein "ausgewachsener Baumstamm" verkeilt und allerlei Treibgut sammelte sich daran. Vielleicht gibt dir das den einen oder anderen Hinweis für deinen Bach, oder du hältst bei einer deiner E-Bike-Touren selbst danach Ausschau (hast ja in Kürze viel mehr Zeit :wink: ). Wenn dich die Bilder stören, nehme ich sie selbstverständlich wieder raus.

Bei den technsischen Dingen bin ich größtenteils raus. Ich lese gerne mit und versuche das zu verstehen, doch das, was prozentual dabei hängenbleibt ist nach IKH-Norm mit "mangelhaft" zu bewerten. Deine Filigranbasteleien faszinieren mich immer wieder, aber mit er Triebwerksbeleuchtung der 50er hast du dich mal wieder selbst übertroffen. Auch dass du dir eine Fräse baust (ich bräuchte schon Hilfe eine zu bedienen), nötigt mir größten Respekt ab. Obwohl ich mir nicht sicher war, dass die tatsächlich von dir ist; mir fehlte hier schlicht und ergreifend das Streichholz.

Apropos Streichholz: deratige Dinge wie die Messingaufstiegstreppe bei der 38, oder die geätzten Oberleitungshaken, um zwei Beispiele zu nennen, wie fotografierst du die. Der Nahbreich von Standartobjektiven (35-70mm Brennweite) geht nur bis etwa 20cm, aber damit dürfte man auf den Fotos kaum etwas erkennen. Benutzt du ein besonderes Makroobjektiv?

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias
Bautagebuch: Sagau in Segmenten http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=73059

Sagau: Ländliches an der Magistrale http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=139007

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2187

Beitrag von wulfmanjack » Di 11. Jun 2019, 20:43

Hallo Hubert,

zu Deinem Umbau und dem außergewöhnlichen Bericht mein

RESPEKT !!!!

Das dann auch noch mit einer herrlichen Geschichte um zwei Beinlose garniert. :lol:

Und wie Du denen ihren neuen Einsatzort schmackhaft gemacht hast; grandios. :gfm: Und wissentlich hast Du ihnen verschwiegen, dass sie auf dem Lautsprecher künftig, ob dieser Vibrationen, Phantomvibrationen in den Zehenspitzen spüren werden. So bringt man Versehrte an`s Laufen. :lol:
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2188

Beitrag von Darius » Di 11. Jun 2019, 21:02

wulfmanjack hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 20:43
Und wissentlich hast Du ihnen verschwiegen, dass sie auf dem Lautsprecher künftig, ob dieser Vibrationen, Phantomvibrationen in den Zehenspitzen spüren werden. So bringt man Versehrte an`s Laufen.
:gfm: :gfm: :gfm:

Tolle Vorstellung :fool:

Gruß,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2189

Beitrag von wolferl65 » Mi 12. Jun 2019, 09:35

Servus Hubert,
Brumfda hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 21:50
Um es kurz zu machen: Sollte ich meine Hand verlieren, möchte ich, dass Du sie wieder annähst :fool: .
Felix
Herrlich verpacktes Kompliment, dem schließe ich mich vorbehaltlos an!

Gruß
Wolfgang
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2190

Beitrag von hubedi » Do 20. Jun 2019, 01:19

Hallo zusammen,

schon mal gleich vorweg ... mein Bericht wird heute ein noch größeres Durcheinander zeigen als gewöhnlich. Das liegt diesmal allerdings nur bedingt an mir. Aber wer hier mitliest, braucht sowieso eine gewisse Resistenz gegen Chaos und Überraschungen. Ich bin also guter Hoffnung, dass die hartgesottenen, leidgeprüften Begleiter nicht alle endgültig schreiend davonlaufen. :D

Parallel zu den Lokumbauten habe ich die Terrassensaison eröffnet und einen Teil der Bastelaktivitäten nach draußen verlagert. Hier werde ich nahtlos an die Freiluftbauten 2018 anknüpfen. Die Vorbereitungen konnte ich gestern abschließen.

Die Post war da ...:

Darius hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 16:35
... Das wäre noch ein kleiner Punkt für Deine Pensionärs-Pläne-Liste : Laufende/gehende N-Preiserlein ...
@Daniel
Nee ... die Bevölkerung soll schön da stehen bleiben, wo ich sie angeklebt habe. Nachts haben die Preiserleins frei und können machen, was sie wollen.. Aber wenn ich zur Anlage gehe, sollen sie sich alle wieder auf ihrem Platz befinden.
Chneemann hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 20:20
... ich scheue mich ja schon vor solchen Umbauten in H0 und Du machst das in N ...
@Florian
H0 ist mir zu groß ... :fool:
Brumfda hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 21:50
... Sollte ich meine Hand verlieren, möchte ich, dass Du sie wieder annähst ...
wolferl65 hat geschrieben:
Mi 12. Jun 2019, 09:35
... Herrlich verpacktes Kompliment, dem schließe ich mich vorbehaltlos an! ...
@Felix und Wolfgang
Ich denke, wir lassen die Hand einfach da, wo sie jetzt ist. Wer weiß, wie ich sie umbauen würde ... z.B. den Daumen für immer fest nach oben. :fool:
Djian hat geschrieben:
So 9. Jun 2019, 19:23
... hier habe ich die Kamera nahezu auf den Weg gelegt. Man erkennt, wo das Wasser geströmt ist und die "Felsbrocken und Steine" freigelegt hat und wo Sandablagerungen angespült wurde. ... deratige Dinge wie die Messingaufstiegstreppe bei der 38, oder die geätzten Oberleitungshaken, um zwei Beispiele zu nennen, wie fotografierst du die. Der Nahbreich von Standartobjektiven (35-70mm Brennweite) geht nur bis etwa 20cm, aber damit dürfte man auf den Fotos kaum etwas erkennen. Benutzt du ein besonderes Makroobjektiv? ...
@Mattias
Ja prima ... das sind interessante Fotos eines Bachbettes. Sie zeigen perfekt die unterschiedliche Struktur der Steine und des Sandes je nach Strömung des Wassers. Das hilft mir tatsächlich beim Bau meines Flüsschens. Im Augenblick herrschen aber auf den Dachboden trotz Isolierung Schmelztemperaturen. Es wird noch etwas dauern, bis ich an der Anlage weiterarbeiten kann.

Die Fotos sind mit einer Standardausrüstung kaum zu machen. Ich benutze eine DSLR mit Makroobjektiv ... Brennweite 90 mm, Lichtstärke 1:2,8. Das Objektiv hatte ich mir zwar für einen anderen Zweck gekauft, aber es ist für diese Aufnahmen prima geeignet. Die Kamera steht auf einem Stativ und ich benutze einen Funk-Fernauslöser, um das Verwackeln zu verhindern. Die Kamera besitzt zusätzlich einen WLAN-Zugang und sie lässt sich z.B. über mein Tablet fernsteuern. Das hat den Vorteil, den Bildausschnitt auf einem relativ großen Bildschirm betrachten zu können und den Schärfepunkt mit einer Lupenfunktion zu bestimmen. Aber ich muss zugeben, manchmal knipse ich einfach aus der Hand, wenn mir der ganze technische Schnick-Schnack während des Bastelns zu groß ist.
wulfmanjack hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 20:43
... Und wie Du denen ihren neuen Einsatzort schmackhaft gemacht hast; grandios. :gfm: Und wissentlich hast Du ihnen verschwiegen, dass sie auf dem Lautsprecher künftig, ob dieser Vibrationen, Phantomvibrationen in den Zehenspitzen spüren werden. So bringt man Versehrte an`s Laufen. ...
Darius hat geschrieben:
Di 11. Jun 2019, 21:02
... Tolle Vorstellung ...
@Wolfgangund Daniel
Nee, im Gegenteil. Ich habe ihnen durchaus mitgeteilt, dass sie während ihrer Tätigkeit mit massierenden Vibrationen des Unterleibs rechen müssen. "Iss ja prima ...", war die Antwort des pfiffigen Heizers. "Es soll Leute geben, die für Vibrationen gewisser Körperregionen sogar Geld ausgeben." :D

@All
Tja ... wie soll ich das ganze Hin und Her jetzt bloß erklären, so dass es noch einen Sinn ergibt. Ich fange am besten mit einer missglückten Scheidung an.

Es gibt bekanntlich auch unter den Bauteilen Nörgler, die mit nix zufrieden sind. So erging es meinem Doppelzahnrad. Die kleinere Hälfte litt bereits unter einer leichten Arthrose zwischen den Zähnen, hätte aber noch viele fröhliche Umdrehungen überstanden. Aber nein, der kleine Teil war sauer auf den fest verheirateten großen Zahnkranz mit 22 Zähnen und neidete ihm den direkten Kontakt zur herzallerliebsten Motorschnecke. Es war nicht mit anzuhören wir der Kleine behauptete, er mit seinen 14 Zähnen müsse sich bei jeder Umdrehung richtig anstrengen während der Bruder sich sanft in den Windungen der Schnecke suhlen könne. Mit der Zeit wurde es immer schlimmer und die Anschuldigungen richteten sich zum Schluss sogar gegen die Schnecke. Im ganzen Getriebe verkündete er, es wäre einfach ekelhaft, wenn die Schnecke in aufreizend schneller Umdrehung auch noch ihre Körperlotion im Gehäuse herumspritzen würde.
Der 14-Zähner hatte bereits einen neuen Partner im Blick ... eine elegante Erscheinung aus golden schimmerndem Messing, schräg gezahnt mit feinerem Modul 0,3 Profil bestückt. Der Motor hatte nichts dagegen, das dieses edle Rad auf einer neuen, feiner gewundenen Schnecke bestand. Es kam wie es kommen musste, die Scheidungsverhandlung exekutierte meine scharfe Feinsäge:

Bild

Was niemand bedacht hatte war, der 14-Zähner war alleine nicht lebensfähig. Das große Loch in der Mitte sowie der Überhang des Zahnkranzes führten nach der Trennung zu einem schwabbelnden Gebilde, dem der Prüfbeamte auf keinen Fall die Funktionstüchtigkeit zugestehen wollte. Das Zahnrad hatte verloren und sieht nun im Rundsammler einem ungewissen Schicksal entgegen. Eine neue Lösung in Form eines neuen Zahnrades musste her. Die Lieferung zog sich hin und erst gestern brachte der Bote das ersehnte Paket. Bis dahin ruhte der Umbau ...

Sollte in der Zwischenzeit ein Sommerloch drohen? Das Werkzeug lag bereit, der Lötkolben war angeheizt und das Personal wartete auf einen neuen Auftrag ... :shock: ... da liegt doch seit zwei Jahren eine Br 23 in der Schublade und hofft seit dieser Zeit auf ihren Sounddecoder mit speziell für diese Lok aufgespieltem Krach. Die mangelnde Zugkraft dieser Maschine führte seinerzeit beinahe zur Z-Stellung der von der Optik her m.E. sehr gelungenen Konstruktion von Fleischmann. Also schaute ich wieder mal zur Besprechung mit der Mannschaft in den magischen Spiegel. Wir einigten uns auf ein Parallelprojekt, solange das Zahnrad noch unterwegs war.

Zum Testen hatte ich mir ein paar China-Glockenanker bei Carsten Berger (1001-digital) bestellt. Eine gute Gelegenheit, die neuen Motoren zu testen. Die Zugkraftschwäche der schönen 23er wird i.d.R. auf zwei Arten bekämpft. Der Tenderantrieb verfügt nur über zwei Haftreifen jeweils auf der ersten und der dritten Tenderachse. Die beiden anderen Achsen werden zur Unterstützung der Stromabnahme herangezogen. Man kann die beide Achsen jeweils komplett mit Haftreifenräder ausstatten was, wie man lesen kann, mit dem Verlust der wirksamen Stromabnahme im Tender verbunden ist. Die Alternative wäre mehr Gewicht. Im Inneren des Tenders ist kein Platz für einen Metallklotz und das Gehäuse besteht bereits aus Metallguss. Da hatte ich eine Idee ... schauen wir uns die beiden ungleichen Motörchen einmal an:

Bild

Der kleine Chinese sieht gegenüber dem Original tatsächlich etwas mickrig aus. Aber da gibt es doch diese kompletten Umbausätze aus der Tramfabriek - auch einem Anbieter der kleinen Glockenanker. Hier wird der runde Motor eine Umhüllung aus dem 3D-Drucker gesteckt und er besitzt rein äußerlich die gleiche Form wie der Dreipoler von Fleischmann. Wenn man nun diese Umhüllung aus Messing dengeln würde, käme einiges Mehrgewicht auf die Waage. Ich fand sogar einige Anleitungen plus Zeichnungen dazu bei den Kollegen aus dem 1zu160 Forum. Mein Plan lautete, damit sich der kleine Rundling in einen Sumo-Ringer verwandeln kann, braucht er soviel Gewicht wie möglich. Da ich nur einen 2,5, mm flachen Messingstab in der erforderlichen Breite besaß hieß es zunächst, vier Abschnitte miteinander zu verbinden und dann als Wohnung für den Motor ein Loch von 8,1 mm in die Mitte zu bohren. Der Hohlraum unter der Haube sollte so gut wie möglich ausgefüllt werden:

Bild

Die vier Platten wurden an den Kontaktflächen verzinnt, mit einem Feilkloben zusammengepresst. Die Gasflamme sorgte für das Zusammenfügen. Ich dachte, das wäre eine ausreichende Verbindung, um nun das Loch für den Motor zu bohren. Bis fünf Millimeter ging alles gut. Bei 6 mm zeigten sich Risse zwischen den Platte. bei 7 mm war Schluss und der Stapel zerfiel durch die Kraft des Bohrers. Das Weichlot war den Kräften nicht gewachsen. Ich lötete die Reste wieder zusammen und rieb das Loch mit einer Rundfeile vorsichtig auf das richtige Maß auf. Das war zwar langwierig, aber es klappte. Jetzt konnte der Kleine mit seinem glänzenden Football-Outfit optisch mit dem Dreipoler mithalten:

Bild

Und das Beste zeigte sich auf der Waage ... ein Mehrgewicht von 12 Gramm. Das ist für einen Spur N Tender nicht schlecht. Es passt und auch die auf dem nächsten Foto noch nicht zu sehende Halteklammer für den Motor kann problemlos ihren Job erledigen.

Bild

Schön ... auch hier möchte ich den kleinen Chinesen durch eine neue Schnecke und ein Antriebsritzel mit Modul 0,3 unterstützen und durch die höhere Übersetzung die Geschwindigkeit der Fuhre dem Vorbild anpassen.

Jetzt war ich neugierig und schloss den Krachmacher an meinen ESU-Decodertester an. Zuvor spendierte ich dem Decoder allerdings noch ein paar flexiblere Litzen. Ich prüfte alle Leitungen sorgfältig unter der Lupe, bevor ich die Digitalspannung anlegte. zunächst lief alles prächtig. Nach dem Erfolg und einer kleinen Pause die Überraschung ... der Decoder spielte beim Wiedereinschalten plötzlich verrückt. Mal krächzte der Lautsprecher heiser bis lustig, Dann drehte der Motor plötzlich auf volle Pulle und beim letzten Versuch blinkten die Beleuchtungslampen auf dem Testgerät nur noch aufgeregt vor sich hin. Mit einem feinen Haarpinsel versuchte ich den Decoder von allen Verunreinigungen zu reinigen und siehe da, das Bauchpinseln hatte ihm gut getan ... aber nur bis zum nächsten Blinken. Es stellte sich heraus, es handelte sich bei dem hysterisch blinkenden Schwerkranken um einen SD10A von Doehler&Haass, der dem Umbausatz als Gehirn dienen sollte. Was tun ... die Verlustliste ergänzen, das Gläschen mit den abgerauchten Helden befüllen, alles in die Ecke pfeffern, die Wunden lecken und in Selbstmitleid verfallen, das Hobby aufgeben ... nee, beim Kundendienst der Fa. D&H anrufen. Ein freundliche Dame empfahl, den pflichtvergessenen Decoder zusammen mit einer Fehlerbeschreibung an den Service zu schicken. Am 12.6. schickte ich den Krankentransport auf den Weg nach München und zu meiner Überraschung fand meine Frau heute den Antwort-Umschlag mit einem kostenlosen Ersatzdecoder in meinem Briefkasten. Das hatte ich nicht erwartet ... ein Kundendienst, wie man ihn nicht alle Tage findet. Ich konnte es noch nicht testen, aber der Service hat sogar mein Wunschsoundprojekt als Ersatz aufgespielt ... Begeisterung.

Die Decodergeschichte hatte es immerhin geschafft, auch das Zweitprojekt zu verzögern ... :cry: Nee ... wieder eine ernste Lagebesprechung mit dem Team im Spiegel. Das Team meinte, es ist Sommer, das Wetter ist warm und trocken, warum nicht an die weitere Ausgestaltung des letztjährigen Terrassenprojektes - dem Haus von Tina Pa, der Wohnung von Frau Bohne und meiner geplanten Wassermühle in Bad Dachstein -anknüpfen. Nicht schlecht, aber es musste erst zum Aufrichten des angezählten Selbstwertgefühls ein Erfolgserlebnis her. Die Gestaltung der Geländestufen soll mit Klötzchen aus Styrodur erfolgen. Einen Heißdrahtschneider besitze ich inzwischen. Passend zum Proxxon Tischgerät fand ich vor einiger Zeit das Tool No.5 und bestellte den Bausatz aus gelaserten MDF-Platten. Hinter der prosaischen Bezeichnung verbirgt sich für mich eine Vervielfältigung der Anwendungsmöglichkeiten des Heißdrahtgerätes. Der Zusammenbau war wirklich entspannend und lieferte den für die geschundene Bastelseele ersehnten Balsam. Die Anzahl der Einzelteile war zunächst etwas verwirrend, aber nachdem ich sie lt. engl. Aufbauanleitung sortiert hatte, ordnete sich die Bauteilflut:

Bild

Die Tasse mit Kaffee immer im Anschlag fügte sich zunächst die Grundplatte mit den Führungen zusammen. Ein paar Federklemmen leisteten dabei gute Dienste zur Fixierung der Teile bis zum Antrocknen des Leims.

Bild

Einige Teile wurden mit Hilfe passgenauer T-förmiger Verbinder fest miteinander verheiratet. Nach dem Abtrocknen gibt es nichts mehr zu trennen. Es empfiehlt sich also, die Anleitung und die Bilder genau zu studieren. Einige Teile können seitenverkehrt verbunden werden, Dann funktionieren die einstellbaren Winkelanschläge nicht mehr.

Bild

Manche Anschlagerhöhungen erschließen sich in ihrer Funktion vlt. nicht sofort. Aber bald ist diese Hürde genommen.

Bild

Die gelaserten Bauteile fügen sich tatsächlich erstaunlich winkelig zusammen:

Bild

Es dauert gar nicht so lange und die verschiedenen Anschläge lagen fertig auf dem Tisch ...

Bild

Bild

Bild

Das letzte Bild zeigt, es gibt neben den Führungen rechts noch eine Auflage für die verschiebbaren Anschläge. Ich finde, insgesamt eine sehr durchdachte Konstruktion.

So, nun lebe ich plötzlich im Überfluss. Die Teile für die Br 51 sind da, der Ersatz-Decoder ist gekommen, der Heißdrahtschneider wartet auf den Zuschnitt der geologischen Basis Bad Dachsteins. Was für ein Dilemma ... eine Entscheidungskrise ... ob das Wetter mir mit Blitz, Donnerschlag und Regen die Auswahl abnehmen wird. Ich höre es in der Ferne gerade grummeln ...

LG und GN8
Hubert
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2191

Beitrag von Ralf Franke » Do 20. Jun 2019, 06:49

Hallo Hubert,
ein sehr Humor voller Bericht der angenehm zu lesen ist.
Und durchaus sehr nachvollziehbar.
Wenn ich hier lese wie Du einer Lok einen neuen Motor verpast, verlier ich die Angst das mir mal ein Motor verreckt, den was Du hier in N machst sollte doch in H0 durchaus nach zu vollziehen sein.
Ich wünsch Dir noch viel Spass beim basteln.

MfG
Ralf
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2192

Beitrag von derOlli » Do 20. Jun 2019, 09:15

Hallo Hubert, :D

toller Bausatz. Ich habe ja den Handheissdrahtschneider von Proxxon. Nun bin ich am überlegen ob ich mir einen Tisch selber baue und mir auch den Bausatz kaufe.
Das hält mich schon wieder von anderen dingen ab :cry: :fool:
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

Bild

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2193

Beitrag von wulfmanjack » Do 20. Jun 2019, 10:23

Hallo Hubert,

und mit diesem Tool Nr. 5 kommst Du erst jetzt. :roll:
Dieses geniale Teil hätte mir in der Vergangenheit so manchen Fehlschnitt und jede Menge Arbeit erspart. Das hat Hand und Fuß und :gfm:

Nachdem Du die Konstruktion ja so schön zusammengebaut hast und entspannende Terassenstunden genossen hattest......
Du könntest mir ja das zusammengebaute Tool zur Verfügung stellen und ich stelle Dir dann einen neuen Bausatz zur Verfügung. :fool:

Danke für den Tip. :D

Ich wünsche Dir schöne Terrassenprojekte :!:
LG
Wolfgang

Link zu dem was mich seit längerem beschäftigt:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2194

Beitrag von Schwellenzähler » Do 20. Jun 2019, 10:28

Hallo Hubert!

Das sind ja mal wieder interessante Einblicke in die Klusthaler BW-Werkstatt :gfm: , die " Jungs haben´s drauf! Besonders deren Improvisationstalent ist nicht von schlechten Eltern. Mal eben ein nicht vorhandenes Stück Vollmaterial durch den Einsatz thermischer Fügetechnik zu ersetzen hat was.
Den D&H-Service werde ich die Tage auch in Anspruch nehmen müssen, denn die von dir beschriebenen Erfahrungen sind mir bei meinem Umbau der V60 ganz genau so passiert! Irgendwie passt da die Kommunikation deutscher Elektrotechnik nicht mit den Gepflogenheiten chinesischer Antriebskomponenten überein :( . Ich bin mal gespannt, wie du das löst und welche CV-Werte getunt werden müssen. Ich hatte ja einige Versuche gestartet, welche anfangs auch erfolgreich verliefen. Nur blöderweise habe ich keine Möglichkeit, mit der Multimaus Werte auszulesen, was wohl letzendlich dazu führte, das ich den Decoder "überfrisiert " habe und er darauf hin den Dienst quittierte :(

Weiterhin viel Erfolg,

Gruß

Carsten
Hier geht es nach Mühlental, einem kleinen (Spur-N)Bahnknoten in den 80´gern

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=151380

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2195

Beitrag von GMWE » Do 20. Jun 2019, 11:14

hubedi hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 01:19
Die vier Platten wurden an den Kontaktflächen verzinnt, mit einem Feilkloben zusammengepresst. Die Gasflamme sorgte für das Zusammenfügen. Ich dachte, das wäre eine ausreichende Verbindung, um nun das Loch für den Motor zu bohren. Bis fünf Millimeter ging alles gut. Bei 6 mm zeigten sich Risse zwischen den Platte. bei 7 mm war Schluss und der Stapel zerfiel durch die Kraft des Bohrers. Das Weichlot war den Kräften nicht gewachsen.
Hallo Hubert,
das dazugehörige Foto zeigt unzweifelhaft, daß die Temperatur beim Löten nicht ausgereicht hat. Du hast
sogenannte "kalte" Lötstellen geschaffen, die natürlich bei der Belastung durch den Bohrer auseinandergedriftet
sind. Geholfen hat dabei auch die beim Bohren entstandene Hitze.
Es gibt mehrere Möglichkeiten dem Ganzen Abhilfe zu schaffen. Das würde aber deinen Faden mit Sicherheit
sprengen. Nur bei Bedarf mehr davon.

Gruß, Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2196

Beitrag von Andy_1970 » Do 20. Jun 2019, 12:03

Hallo Hubert,
vielen Dank für den kurzweiligen Bericht aus Mark Michingen. :gfm:
Wenn es bei Deinen Filigranarbeiten zu Schwierigkeiten kommt, scheinen diese für Dich Motivation zu sein, die Herausforderungen mit genialen Lösungsansätzen zu bewältigen. 8)
Schön zu lesen, dass auf das Decoderproblem mit einem vorbildlichen Service reagiert wurde! :P
Viele Grüße
Andy

H0-Projekt Ottbergen: viewtopic.php?f=64&t=126993&p=1417767#p1417767
hier geht´s zum aktuellen N-Projekt Dreyenbeck: viewtopic.php?f=15&t=139390


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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2197

Beitrag von Christian69 » Do 20. Jun 2019, 12:23

Hallo Hubert,

super, dass du dich jetzt an die Vollendung der BR23 machst.
Bin schon gespannt, welche Lösung du am Ende für die Zugkraftprobleme, Stromaufnahme und Soundunterbringung findest. Meine kennst du ja.

Mir sind auch schon einmal 2 D&H Sounddecoder unter den Fingern gestorben (Soundumbau der BR50 Wannentender) und auch da hatte mir D&H zwei neue im Austaussch kostenlos zugesandt. Aber auch bei Zimo hatte ich das Glück über Carsten von 1001-digital einen MX649, welcher Probleme machte umgetauscht zu bekommen.

Weiterhin viel Spaß, ich bleibe an deinem Projekt dran.

Grüße
Christian

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2198

Beitrag von Miraculus » Do 20. Jun 2019, 13:25

Hi Hubert,

und schon wieder eine Vielzahl von Baustellen auf- und zugemacht. Dekoderkrampfkampf erfolgreich gemeistert, Dampf abgelassen, Fräsarbeiten zur Zufriedenheit des Hubedi-Teams erledigt und leichtgewichtige Beschwerungsgewichte eingepasst uvm. Ich kann gar nicht alles aufzählen, wobei das LED-Highlight ja die Fahrwerksbeleuchtung und Stirnbeleuchtung wurden. Wirklich erstklassig.

Dann steht der Unruhestand vor der Tür. Da fürcht ich mich jetzt schon vor, wenn ich da an deine zukünftigen Projekte denke 8) :fool: .


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2199

Beitrag von N Bahnwurfn » Do 20. Jun 2019, 13:35

Hallo Hubert,

ich bin ja Anfangs immer wieder geschockt ob deiner ellenlangen Berichte. Wer bitte soll das alles lesen ? :shock:
Deine tolle Art zu schreiben verwandelt den Lesezyklus allerdings immer wieder in eine amüsante Lesetour.
Schon interessant mal was aus dem Privatleben von Zahnrädern und Motorschnecken zu erfahren. Halten die sich doch normaler Weise recht bedeckt. Insoweit habe ich den Lesemaraton mal wieder genossen. :sabber:

Hoffe nur, jetzt wo plötzlich merere Optionen möglich sind, daß du dich am Ende nicht verzettelst, oder gar versehentlich die zuletzt gefertigte Anschlaglehre, oder was immer das sein soll, in eine deiner Loks einbaust. :mrgreen:

Freu mich nun schon auf weiteren Lesestoff. :wink:

MfG Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2200

Beitrag von hubedi » Do 20. Jun 2019, 17:18

Hallo werte Freunde der Mark Michingen,

puh ... nochmal Glück gehabt ... mein Chaos hat Euch nicht verscheucht. :D

Vielen Dank für Euere Post. Da ich später und auch morgen keine Gelegenheit haben werde zu antworten, schreibe ich nun ein paar Zeilen.
Ralf Franke hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 06:49
... Wenn ich hier lese wie Du einer Lok einen neuen Motor verpast, verlier ich die Angst das mir mal ein Motor verreckt, den was Du hier in N machst sollte doch in H0 durchaus nach zu vollziehen sein. ...
@Ralf
Freut mich, dass ich Dir Mut machen konnte. Es gibt meistens eine Lösung und dazu muss i.d.R. nicht gleich die Bastelkasse entleert werden.
derOlli hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 09:15
... Nun bin ich am überlegen ob ich mir einen Tisch selber baue und mir auch den Bausatz kaufe.
Das hält mich schon wieder von anderen dingen ab ...
@Olli
Ich habe gerade gesehen, das Tool No.5 ist aktuell nicht mehr verfügbar. Als Ich letzte Woche bestellte, war der Bestand schon knapp. Leider stehen fast alle Ergänzungen zum Schneidegerät aktuell auf rot. Vlt. gibt es eine Neuauflage.
Ein vergleichbarer Selbstbau ist durchaus möglich, aber der kostet wieder Zeit und auch Material. Ob es sich für Dich lohnt hängt davon ab, ob Du mit dem Anschlag von Proxxon auskommst.
wulfmanjack hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 10:23
... und mit diesem Tool Nr. 5 kommst Du erst jetzt. ... Du könntest mir ja das zusammengebaute Tool zur Verfügung stellen und ich stelle Dir dann einen neuen Bausatz zur Verfügung ...
@Wolfgang
Ich habe das Teil selbst erst letzte Woche entdeckt. Und ich wollte nichts vorstellen, bevor ich es nicht selbst zusammengesetzt hatte.
Ich würde den Tausch sogar für Dich machen, wenn es den Bausatz noch gäbe. Ich habe wohl eines der letzten Exemplare erwischt ... s.o.
Schwellenzähler hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 10:28
... Den D&H-Service werde ich die Tage auch in Anspruch nehmen müssen, denn die von dir beschriebenen Erfahrungen sind mir bei meinem Umbau der V60 ganz genau so passiert! Irgendwie passt da die Kommunikation deutscher Elektrotechnik nicht mit den Gepflogenheiten chinesischer Antriebskomponenten überein :( . Ich bin mal gespannt, wie du das löst und welche CV-Werte getunt werden müssen. Ich hatte ja einige Versuche gestartet, welche anfangs auch erfolgreich verliefen. Nur blöderweise habe ich keine Möglichkeit, mit der Multimaus Werte auszulesen, was wohl letzendlich dazu führte, das ich den Decoder "überfrisiert " habe und er darauf hin den Dienst quittierte ...
@Carsten
Das tut mir Leid. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass durch das Setzen von CV-Werten ein Decoder komplett zu himmeln ist. Man kann natürlich die Motorregelung verwirren, aber doch nicht zerstören.
Ich bin mir inzwischen fast sicher, der Motor auf dem Prüfstand ist mit Deinem Chinesen identisch. Schau Dir mal das Bild des Testmotors an ...

Bild

Der Ersatzdecoder von D&H dreht diesen Glockenanker inkl Schwungmasse nun mit seinen Werkseinstellungen bereits seit einer halben Stunde. Bislang alles prima ...
GMWE hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 11:14
... das dazugehörige Foto zeigt unzweifelhaft, daß die Temperatur beim Löten nicht ausgereicht hat. Du hast
sogenannte "kalte" Lötstellen geschaffen, ...
@Peter
Danke für Deinen Hinweis aber da ich meine Vorgehensweise kenne, beweist das Bild für mich das Gegenteil ... :D Wie ich oben geschrieben hatte, waren alle zusammen liegenden Oberflächen sorgfältig vorverzinnt worden. Ich habe dazu Fittinglot verwendet, dass ein aggressiveres Flussmittel einsetzt, als normales Elektroniklot. Erst als alles vollflächig verzinnt war, presste ich die Plättchen aufeinander. Dann kam die Gasflamme wieder zum Einsatz. Die Lotperlen entstanden, als die Temperatur das Metall aufgeschmolzen hatte und es durch den Druck des Feilklobens an den Spalten austreten konnte. An den Kanten hatte ich kein neues Flussmittel aufgetragen. Deshalb stehen die Perlen auf der Oberfläche und sehen wie kalte Lötstellen aus. Die Spalte waren alle mit Lötzinn aufgefüllt.
Beim Bohren wurde die Verbindungsfläche an den Kanten immer kleiner. Natürlich habe ich die Bohrung nicht heiß werden lassen und Kühlmittel zugeführt. Das half aber nicht gegen den Druck nach Außen, der beim Bohren kaum zu verhindern ist. In der Summe wurden irgendwann die Lötstellen gesprengt.
Sollte ich beim nächsten Mal wieder mit Plättchen arbeiten, werde ich Hartlot verwenden. Das sollte besser halten. Aber der nächste Motorhalter entsteht an meiner Drehmaschine aus Vollmaterial.
Andy_1970 hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 12:03
... vielen Dank für den kurzweiligen Bericht aus Mark Michingen. ...
@Andy
Gern geschehen. Ich habe mir so gedacht, ein langweiliger Bericht wäre nicht besser geworden. Da habe ich ihn einfach kurzweilig gemacht ... :fool:
Christian69 hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 12:23
... Mir sind auch schon einmal 2 D&H Sounddecoder unter den Fingern gestorben (Soundumbau der BR50 Wannentender) und auch da hatte mir D&H zwei neue im Austaussch kostenlos zugesandt. Aber auch bei Zimo hatte ich das Glück über Carsten von 1001-digital einen MX649, welcher Probleme machte umgetauscht zu bekommen ...
@Christian
Dein Umbaubericht hatte mich motiviert, es noch mal mit der Br 23 zu versuchen. Ich bin gespannt, ob das Zusatzgewicht in Kombination mit neuen Haftreifen schon eine ausreichende Zugkraft ermöglicht. Falls das noch nicht reicht, habe ich schon Tauschräder mit Nut in der Bastelkiste.
Das von Dir beschriebene Decodersterben habe ich bislang noch nicht erlebt. Und dabei hatte ich oft die gern als empfindlich gekennzeichneten Exemplare von CT im Einsatz. Der einzige bislang hier erlebte Decoderunfall beruhte auf meiner Unachtsamkeit. Beim Testen schloss ich zwei lose Leitungsenden kurz ... Patsch ... das war's. Naja, und jetzt der an Verwirrung leidende Sounddecoder. Was den getrieben hat, weiß ich nicht ...
Miraculus hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 13:25
... Dann steht der Unruhestand vor der Tür. Da fürcht ich mich jetzt schon vor, wenn ich da an deine zukünftigen Projekte denke ...
@Peter
Gaaaanz ruhig Brauner ... alles wird gut. :D
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 13:35
... ich bin ja Anfangs immer wieder geschockt ob deiner ellenlangen Berichte. Wer bitte soll das alles lesen ? ... Hoffe nur, jetzt wo plötzlich merere Optionen möglich sind, daß du dich am Ende nicht verzettels ...
@Peter
Verzetteln ... ich ... neeee ... wie kommst Du darauf ... kann gar nicht sein ... nee jetzt ... wirklich, nie nicht ... :fool:
Tja, da ich Kurzfassungen nicht kann, versuche ich es wenigstens so interessant wie möglich zu machen. :D Und aus dem Sirren, Kreischen, Summen und sogar aus dem stummen Werkeln eines Getriebes lässt sich so manche Geschichte ableiten ... :D

Während der ganzen Zeit läuft nun der Ersatzdecoder am Testplatz ... alles ok! :D

Bild

LG
Hubert
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

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