Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)
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Darius
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2101

Beitrag von Darius » So 28. Apr 2019, 14:58

Hallo Hubert,

vielen Dank für Deine Berichte. Das sieht recht fummelig aus. Hm, und die nötigen Vorkenntnisse fehlen mir da komplett. Naja. Ich erfreue mich einfach an Deinen Bildern und Bastelberichten :D
Wie machst Du das mit dem Gestänge der Lok? ziehst Du das auch ab, wenn Du sie wartest oder etwas verbesserst? Wie geht das?, Ich glaube, ich würde die nie wieder richtig passend zusammen bekommen..... :bigeek: :bigeek:

Viele Grüße,
Daniel
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Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.


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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2102

Beitrag von inet_surfer88 » So 28. Apr 2019, 21:32

Hallo Hubert,

Hut ab vor deinen Bastelarbeiten an der Lok. Nix für meine Nerven. Ich drücke mich immer so lange es geht vor einer Lokreparatur oder Lokwartung. Und du baust nochmals eine Nummer kleiner.
Wahnsinn. :gfm:


Gruß Rüdiger

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2103

Beitrag von KaBeEs246 » Mo 29. Apr 2019, 10:38

Hallo Hubert,

Getriebeumbau in N, :bigeek: nee du, wenn du nicht bald etwas bastelst, was auch ich Otto Normalverbraucher nachmachen kann, werde ich hier völlig frustriert mein Lesezeichen entfernen. :fool:
Nee, mach ich natürlich nicht, sondern warte lieber auf bessere Zeiten.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2104

Beitrag von derOlli » Mo 29. Apr 2019, 14:40

Hallo Hubert, :D

Was sehe ich da, du hast dir auch einen 3D Druckerbausatz gekauft?
Ich bin mal gespannt welche Erfahrungen du machen wirst. Mein erster Druckerbausatz, der K8200 war ja nicht so der Hit :cry:
Der zweite Bausatz, ein Prusa i3 ist da deutlich besser und ich bin sehr zufrieden.
Über einen Baubericht und erste Druckerfahrungen würde ich mich freuen. :D
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

Bild

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2105

Beitrag von hubedi » Mo 29. Apr 2019, 16:45

Hallo zusammen,

mein heutiger Zwischenbericht kann von einem Erfolg, einem Misserfolg mit anschließendem Teilerfolg erzählen. :D Tatsächlich ist die Sache etwas kompliziert geworden. Die Verbesserung der Stromabnahmebasis ist noch nicht endgültig geklärt. Ich hoffe aber, die Probleme lösen zu können.

Die Post war wieder da ... :D
Miraculus hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 00:01
... Multitalent ...
@Peter
Juhu, ein neuer Titel ... :D Danke für Dein Lob.
Aber es geht hier zugegeben ganz schön durcheinander. Irgendwie und irgendwann muss ich mal aufräumen ... bloß wie :?:
Schwellenzähler hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 08:29
... Selbst wenn du es tatsächlich nachgebaut hättest, wäre das doch kein Problem! Dafür ist so ein Forum doch da, sich gegenseitig mit Ideen zu helfen ...
@Carsten.. (aus meiner Sicht würde ich es auch bei Modul 0,3 belassen) ...[/quote]

@Andy
Meisterstück im Bereich Universal-Dilettantismus ... das könnte hinkommen. :D Und Du hast recht, es bleibt erst einmal bei Modul 0,3. Die ersten Tests zeigen einen beachtlichen Unterschied.
Darius hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 14:58
... Wie machst Du das mit dem Gestänge der Lok? ziehst Du das auch ab, wenn Du sie wartest oder etwas verbesserst? Wie geht das?, Ich glaube, ich würde die nie wieder richtig passend zusammen bekommen ...
@Daniel
Beschreibung meiner Methode ... siehe unten. Es gibt einen einfachen Trick, wenn man alles wieder ordentlich zusammen kriegen will. Ich fotografiere vor der Demontage alles im ursprünglichen Zustand. Und alle Teile sollte man sofort in einem Kästchen - am besten mit Unterteilungen - sichern. Gerade Kleinteile wie Schräubchen oder die Steckbolzen des Gestänges machen sich sonst gerne davon.
inet_surfer88 hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 21:32
... Ich drücke mich immer so lange es geht vor einer Lokreparatur oder Lokwartung. ...
@Rüdiger
Man muss es zwar auch nicht übertreiben. Aber so ab und zu ... sooon bisschen Dreck raus und Fett rein ... schaden tut's nicht. Es sei denn, man kippt zu viel Öl rein. Nee, mir ist wieder eine Maschine unter gekommen, die in Öl gebadet wurde. Das ist ein schönes Stück Arbeit, bis so eine tropfende Lok wieder geht ...
KaBeEs246 hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 10:38
... wenn du nicht bald etwas bastelst, was auch ich Otto Normalverbraucher nachmachen kann, werde ich hier völlig frustriert mein Lesezeichen entfernen. ...
@Hans
:bigeek: ... schock ... aber wenn hier eines sicher ist, dann der Wandel der Themen. :fool: Darauf kannst Du Dich verlassen. Ich habe noch einige Interessante Pläne für mein Sommer-Terrassenprojekt ... es wird super ... Werbung mach ... einlad ... um jeden Begleiter kämpf ... :D
derOlli hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 14:40
... Was sehe ich da, du hast dir auch einen 3D Druckerbausatz gekauft? ... Über einen Baubericht und erste Druckerfahrungen würde ich mich freuen. ...
@Olli
Yes Sir ... hab ich. :D Es wird noch eine kleine Weile dauern, bis ich zum Zusammenbau komme. Ich muss mich dann erst einmal in die neue Technik einarbeiten. Der Bericht kommt aber nicht hier rein, sondern in die 3D-Rubrik.

@All
Heute möchte ich wie versprochen mit Daniels Frage beginnen. Das Auseinander nehmen ist ziemlich simpel. Das Gestänge zergliedert sich bei fast allen Herstellern in ähnliche Baugruppen, die i.d.R. nicht weiter zerlegt werden müssen. Wenn doch, wird es allerdings komplizierter.

Bild

Hier habe ich die Teile meines aktuellen Projektes zusammengelegt. Und so demontiere ich das Gestänge:

Bild

Zunächst werden die Steckbolzen gezogen. Mit etwas Hebeln sind die Bolzen in der Kuppelstange flott gezogen. Du merkst sofort, wenn sie sich lösen. Dann vorsichtig weiter machen, damit sie nicht davon springen. Ich setzte meine Pinzette gern unter der Treibstange an, damit sie nicht beschädigt wird.
In der Mitte sitzt die Gegenkurbel. Sie besitzt einen viereckigen Zapfen. Wenn sie gezogen wird, fallen Dir manchmal schon ein paar Einzelteile wie die Treibstange mit dem Kreuzkopf entgegen. Wie Du auf dem ersten Foto erkennen kannst, hängt die Nachbildung der Steuerung mit Voreilhebel und der Gleitbahn für den Kreuzkopf oft an der Abdeckplatte mit den Stromabnahmefedern. An diese Platte kommst Du, wenn Du das Lokgehäuse abnimmst. Auf die Stromabnahmefedern gilt es aufzupassen, damit sie nicht verbiegen oder gar beschädigt werden. Hier lohnt sich ein Blick auf die Kontaktstellen. Wenn die Lok schon lange marschiert ist, kann die Kontaktfeder eingelaufen oder sogar vom Spurkranz geschlitzt worden sein. Dann heißt es tauschen ... oder reparieren. :D

Du siehst, so viele Teile sind es gar nicht ... mit etwas Gefühl kannst Du alles prima demontieren. Wenn Du / Ihr Interesse habt, zeige ich Euch auch den Zusammenbau meiner Projektlok.

Jetzt aber zum Erfolg. Ich habe Motor und neues Getriebe zusammengesetzt und laufen lassen. Hm ... erst lief alles recht zäh und schwergängig. Die Ursache war aber schnell gefunden. Das Spiel zwischen Schnecke und Ritzel war doch zu klein und die Kraftübertragung zu schwergängig. Nachdem ich ein Messingplättchen unter den Motor gelegt hatte, lief die neue Kombination richtig super ... freu ... :D Die größere Übersetzung war deutlich zu spüren und der Motor hatte gerade im unteren Geschwindigkeitsbereich weniger Mühe, die Mechanik in Bewegung zu setzen. Ich konnte die Lok zwar noch nicht testen, aber es deutet sich ein echter Gewinn an.

Nun zum Misserfolg: Im Tender hängen die beiden mittleren Achsen wie beschrieben in der Luft. Sie sollten aber zur Stromaufnahme beitragen. Ich maß erst einmal die Distanz der beiden Schmarotzerachsen zur Schienenoberkante:

Bild

Wie auf den beiden Bildhälften zu sehen ist, betrug die Differenz eines Rades mit bzw. ohne Haftreifen ca. zwei Zehntelmillimeter. Um genau diesen Betrag hingen die Achsen im Betrieb in der Luft. Die ursprüngliche Idee war, die Bohrungen im Chassis einfach zu einem Oval aufzufräsen, so dass die Achsen diese Zehntel herunterfallen. Von oben sollten Kontaktfedern die Räder nach unten drücken. Ich machte mich sogleich optimistisch ans Werk:

Bild

Vorsichtig und mühsam erledigte ich das Weiten der Bohrungen von Hand. Das Foto zeigt übrigens mein persönliches Handmodel ... meine Frau. :hearts:

Bild

Nach einiger Zeit sahen die Löcher schon ovaler aus und die Achsen erhielten das notwendige Spiel nach unten. So weit, so gut ... aber dann. Die zweite Achse wurde vom Antriebsritzel je nach Drehrichtung herauf oder hinunter gedrückt. Es wackelte so stark, dass sich die nachfolgende Zahnradkette verkantete und manchmal sogar blockierte. Die Kontaktfeder konnten von oben nicht genug Anpressdruck entwickeln, um dem Gewackel ernsthaft Paroli zu bieten. Pause ... und erst mal nachdenken ... :cry:

Heute hatte ich noch ein wenig Zeit, um das Ergebnis der neuen Überlegungen auszutesten. Ich will zwei Versionen bauen und vergleichen. Einen Tender habe ich ohne Absenkung der beiden Achsen montiert um später einen Vergleich zu haben. Der schon aufgebohrte Chassisblock sollte neue Lagerbuchsen erhalten, die ich um die zwei Zehntel abgesenkt einsetzen wollte.

Und hier könnte sich ein Erfolg abzeichnen. Erst bohrte ich die mittleren Achslöcher auf den Außendurchmesser der neuen Lagerbuchsen aus Messing auf:

Bild

Mit etwas Einsatz beim Einspannen konnte ich diese Bohrungen tatsächlich präzise setzen. Dann passte ich die neuen Messingbuchsen an bzw. ein:

Bild

Die Räder drehten nun fast ohne Spiel im neuen Lager. Und tatsächlich, der Testlauf auf dem Stahllineal zeigte es ... alle Räder liegen auf der Kante auf und drehen sich beim Hin- und Herschieben auch ohne Zwischenzahnräder mit. Der Brückeneffekt ist bereinigt:

Bild

So könnte es gehen. Aber was diese Absenkung in der Praxis für die Zugkraft der Lok bedeutet kann wohl erst tatsächlich die Praxis zeigen. Klar, wenn die mittleren Achsen auch aufliegen, reduziert sich die Kraft auf die Haftreifen. Mal sehen, ob sich ein guter Kompromiss zwischen Stromabnahmeverbesserung und Zugkraft finden lässt. Das Getriebe des zweiten Tenders mit dem originalen Doppelzahnrad läuft auf jeden Fall einwandfrei. Ich werde nun erst einmal ein zweites Zahnrad mit Modul 0,3 herstellen ...

Aber der Hans hat ja nicht unrecht. Es wird vlt. doch etwas langweilig ... immer die gleichen Bilder ... immer das gleiche Gedöns ... immer wieder neue Probleme ... immer abenteuerlichere Lösungen ... ich denke, bald kommt was anderes dran.

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2106

Beitrag von Miraculus » Mo 29. Apr 2019, 16:59

Hallole Hubert,
als latenter Muli, ähem Multitalent hast Du wieder was gezaubert, meine Herrn :fool: :gfm:
Fragen dazu. Wie genau hast Du jetzt die Löcher etwas nach unten versetzt. "Verlief" der Bohrer nicht in den bereits aufgeweiteten, "ovalisierten" Löchern :bigeek: , oder ist das Material so "weich", dass es solcherlei Bohrungen zulässt?? Das Bild zeigt ja einen Bohrer und keinen Fräser.

Wenn Du nun die Bohrungen einfach mit einem größeren Bohrer aufgeweitet hast um die Messingbuchsen einzusetzen, dann hast Du ja nichts gewonnen. Sorry wenn ich so dumm frage, aber ich steh glaube ich gerade auf dem Schlauch.

Hast Du noch ein Bild, welches die neuen Lagerbuchsen von oben zeigt? Diese müssten ja jetzt um ca. 0,2 mm nach "unten" versetzt sein, richtig?

Weitere Frage, wo werden die Kontaktfedern nochmal genau eingesetzt?
Aber egal wie, wieder eine Filigranarbeit, welche (fast) nur der Hubert zuwege bringt :fool:


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2107

Beitrag von hubedi » Mo 29. Apr 2019, 19:09

Hallo Peter,

Danke für Dein Interesse. Deine Bedenken hätte von mir stammen können. Aaaber, ich hatte eine Hintertür ... die konnte zu bleiben.
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Fragen dazu. Wie genau hast Du jetzt die Löcher etwas nach unten versetzt. "Verlief" der Bohrer nicht in den bereits aufgeweiteten, "ovalisierten" Löchern :bigeek: , oder ist das Material so "weich", dass es solcherlei Bohrungen zulässt?? Das Bild zeigt ja einen Bohrer und keinen Fräser ...
Das waren auch meine Gedanken. Die ursprüngliche Bohrung war aber bereits oval ausgefeilt. Wie Du ganz richtig vermutet hast, handelt es sich zudem um ein sehr weiches Gussmetall. Ich habe mit einem Fräser eine Startvertiefung in das Oval gesetzt und dann lief der Bohrer ganz brav in das neue, größere Loch. Als ich fertig war, stellte ich ganz überrascht die bekannte Frage: "Bist Du schon drin ..." :bigeek:
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Wenn Du nun die Bohrungen einfach mit einem größeren Bohrer aufgeweitet hast um die Messingbuchsen einzusetzen, dann hast Du ja nichts gewonnen. Sorry wenn ich so dumm frage, aber ich steh glaube ich gerade auf dem Schlauch ...
Dann wollen wir Dich mal vom Schlauch holen. Selbst wenn der Bohrer nicht brav gewesen wäre, wären die Chancen nicht schlecht gewesen. Dann hätte ich eben dieses größere Loch nach unten aufgeweitet und die Lagerbuchse in der unteren Position eingeklebt (die Hintertür). Die Radachse wäre dann auch präzise geführt worden
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Hast Du noch ein Bild, welches die neuen Lagerbuchsen von oben zeigt? Diese müssten ja jetzt um ca. 0,2 mm nach "unten" versetzt sein, richtig? ...
Hab ich ... frisch aus dem Pixelkasten, extra für Dich ...

Bild

Jetzt bin ich gespannt, ob Du die zwei Zehntel siehst ... dann kannst Du gleich bei mir als Messknecht anfangen. :D Ich habe nachgemessen und den Kantendrehtest (siehe oben) durchgeführt. Die beiden inneren Messingeinsätze sitzen tatsächlich exakt zwei Zehntel tiefer ... auf dem Bild Richtung Räder.
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Weitere Frage, wo werden die Kontaktfedern nochmal genau eingesetzt? ...
Die Kontaktfeder wollte ich - natürlich mit einer elektrischen Isolation dazwischen - unter den Motorträger kleben ... also, dieser merkwürdig geformte Winkel. der aus der oberen Bildmitte herauswächst. Die Feder würde oberhalb der eingesteckten mittleren Räder auf dem Spurkranz liegen ... alternativ auf der Lauffläche ... das muss ich ausprobieren. Auf der anderen Seite wäre dann natürlich das Gegenstück.

Ich hoffe, Deine Fragen sind hinreichend verständlich beantwortet und der Schlauch ist wieder frei ...

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2108

Beitrag von Darius » Mo 29. Apr 2019, 22:39

Hallo Hubert,

vielen vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung. Das ist total interessant und sehr schön anzusehen.
Natürlich interessiert mich auch brennend, wie man so ein Gestänge wieder verkantungsfrei zusammensetzt.
Wenn es Dir nichts ausmacht, würde ich das gerne sehen. Du machst Dir immer so viel Arbeit und gibst Dir solche Mühe, alles genau und leicht verständlich zu beschreiben, das ist ganz toll von Dir und ich freue mich total, daran teilhaben zu dürfen.
Und auch ein Dankeschön an Deine Frau, die als Handmodel so geduldig und mit ruhiger Hand zum Gelingen der tollen Bilder beiträgt.
:gfm:

Vielen Dank und viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2109

Beitrag von GMWE » Di 30. Apr 2019, 10:39

hubedi hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 19:09
Selbst wenn der Bohrer nicht brav gewesen wäre, wären die Chancen nicht schlecht gewesen. Dann hätte ich eben dieses größere Loch nach unten aufgeweitet und die Lagerbuchse in der unteren Position eingeklebt (die Hintertür). Die Radachse wäre dann auch präzise geführt worden
Hätte ich ähnlich gemacht. Alles gut!
Genau so wichtig ist übrigens die rechtwinklige Lage der Bohrungen im Rahmen,
sonst steht das Fahrzeug schräg auf dem Gleis.

Gruß, Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2110

Beitrag von Bremsklotz » Mi 1. Mai 2019, 14:25

Hallo Hubert,

es ist mal wieder der Wahnsinn was ein Bastelvirus so anrichten kann :fool:

Die 38er von Fleischmann gehört zu meinen Lieblingsdampfloks, weil sie sehr "genügsam" ist und bisher immer problemlos auch schwierige Gleisabschnitte, Radius 1-Kurven mit Bogenweiche problemlos meisterte. Fahrverhalten leise und die Übersetzung Motor/Zahnräder ist nach meinem Empfingen sehr gut. Außerdem hat sie eine vergleichsweise sehr gute Zugkraft. Simpel ausgedrückt: Ich bin begeistert von dieser Lok. Auch bekommt man sie relativ günstig und sie lassen sich recht gut öffnen, reinigen. Das Gestänge in seine Einzelteile zerlegen, habe ich mich allerdings noch nicht getraut. Erfahrungsgemäß, von anderen Dampfloks, kriege ich das Gestänge nie mehr so eingebaut, dass die Lok "schaukelfrei" hinterher wieder fährt.
Dein Bericht rückt diese Lok in meinen Augen in ein ganz anderes Licht :shock: was an diesem Modell eigentlich alles an Anbauteilen fehlt und mit welcher Präzision du dieses Modell verfeinerst und optimierst.

Ich bin schwer beeindruckt :gfm: :gfm: :gfm:
Gruß aus Hessen
Frank
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Herzlich willkommen bei meiner kleinen N-Anlage:Güglingen reloaded
Hier geht's zu meiner alten Anlage:Güglingen Endbahnhof

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2111

Beitrag von hubedi » Fr 3. Mai 2019, 18:28

Hallo liebe Modellbahnfreunde,

in den letzten Tagen habe ich aus diversen Gründen nicht so viel an meinem P8-Umbauprojekt arbeiten können. Dennoch nähert sich der BW-Aufenthalt dem Ende. Es fehlt noch das elektronische Lokpersonal und dann kann getestet werden. Ich habe vorerst nur das Vorlaufdrehgestell mit neuen Stromabnehmern ausgestattet und aus Zeitgründen den weiteren Umbau des Tenders erst einmal gelassen. Das umgebaute Getriebe habe in ein anderes, unbearbeitetes Tender-Chassis verpflanzt. Die Stromabnahme aus dem Tender teste ich bei einer weiteren BR 38, die noch in der Schublade liegt. Die Testfahrten auf der Anlage werden dann zeigen, ob auch dieser Tender noch zur Stromabnahme herangezogen wird.

Vor der neuen Bilderflut die Post:
Darius hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 22:39
... Das ist total interessant und sehr schön anzusehen. Natürlich interessiert mich auch brennend, wie man so ein Gestänge wieder verkantungsfrei zusammensetzt. Wenn es Dir nichts ausmacht, würde ich das gerne sehen ...
@Daniel
Den Dank habe ich an meine Frau weitergeleitet. Sie meinte, sie hätte sich kaum getraut, die kleinen Teile in die Hand zu nehmen. Naja, wenn man das nicht so oft macht ... sooo empfindlich sind die meisten Teile ja nicht. Die alten Konstruktionen haben den Vorteil, relativ robust und betriebstauglich zu sein. Meine Ergänzungen habe ich eigentlich auch so stabil wie möglich ausgelegt. Wir werden sehen, wie sich meinen Anbauten in der Praxis bewähren.

Die Bilder und Beschreibung zum Zusammenbau des Gestänges findest Du unten ...
GMWE hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 10:39
... Genau so wichtig ist übrigens die rechtwinklige Lage der Bohrungen im Rahmen, sonst steht das Fahrzeug schräg auf dem Gleis ...
@Peter
Damit hast Du völlig recht. Beim Einspannen habe ich mir einige Mühe gegeben. Bis jetzt wackelt nichts ...
Bremsklotz hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 14:25
... Die 38er von Fleischmann gehört zu meinen Lieblingsdampfloks, weil sie sehr "genügsam" ist und bisher immer problemlos auch schwierige Gleisabschnitte, Radius 1-Kurven mit Bogenweiche problemlos meisterte. Fahrverhalten leise und die Übersetzung Motor/Zahnräder ist nach meinem Empfingen sehr gut. Außerdem hat sie eine vergleichsweise sehr gute Zugkraft. Simpel ausgedrückt: Ich bin begeistert von dieser Lok. Auch bekommt man sie relativ günstig und sie lassen sich recht gut öffnen, reinigen. Das Gestänge in seine Einzelteile zerlegen, habe ich mich allerdings noch nicht getraut. Erfahrungsgemäß, von anderen Dampfloks, kriege ich das Gestänge nie mehr so eingebaut, dass die Lok "schaukelfrei" hinterher wieder fährt ...
@Frank
Das sehe ich ähnlich und ich mag die 38er ebenfalls sehr als Universallok. Sicher gibt es einige Kritikpunkte an der alten Konstruktion aus den 70ern. Die Stromabnahme nur von den drei Kuppelachsen bei der Kombination mit dem kleinen Kastentender 2´2´T21,5 ist etwas wenig. Die Zugkraft reicht m.E. für vorbildgerechte Garnituren. Man könnte aber sogar die beiden mittleren Tenderachsen auch noch mit Haftis ausrüsten. Dann würde es aber vlt. für den Motor gefährlich werden.
Bei der Getriebeübersetzung bin ich allerdings anderer Ansicht. Die Maschinen fahren viel zu schnell. Wir sind wohl zu sehr an das Bild rasender Modelle gewöhnt. Schau Dir z.B. mal an, wie langsam sich das Gestänge bei den Vorbildern bewegt. Die wirbelnden Stangen unserer Modelle wirst Du nicht finden.
Mit der Minitrix-Version gibt es zwar eine aktuelle Alternative, die aber auch - wie man so hört - ihre Macken hat. Mir persönlich ist das Modell zu teuer. Da schraube ich lieber an einem alten Modell herum und rette ein paar Schätzchen vor der Tonne.
Wenn die Lok nach dem Zusammenbau - wie von Dir beschrieben - eiert, hast Du wahrscheinlich die Lokräder auf einer Achse gegeneinander verdreht. Das lässt sich richten ...


@All
Heute will ich tatsächlich ausführlicher auf den Zusammenbau des Gestänges eingehen. Für die erfahrenen Lokschrauber wird's also vlt. etwas langweilig. Am besten wäre das mit einem Video zu zeigen. Ich hoffe, meine Bilder zeigen aber auch die Zusammenhänge.

Es gibt ein paar wichtige Dinge, auf die zu achten ist. Auf jeden Fall ist zu kontrollieren, ob die Räder alle auf der Achse den gleichen Versatz aufweisen. Die Löcher für die Steckbolzen sind bei den meisten Modellen um 90° gegeneinander versetzt. Sollten sich die Räder z.B. bei der Demontage auf der Achse gedreht haben, muss erst korrigiert werden. Dabei kann man auch gleich das Radsatzinnenmaß kontrollieren. stimmt der Abstand de Räder nicht, so sind Entgleisungen vorprogrammiert.
Oft lässt sich das Gestänge trotz verdrehter Räder montieren. Das Ergebnis ist ein Schaukelpferd oder gar ein klemmendes Gestänge. Nach der Montage sollte alles weich und reibungsarm laufen. Andernfalls heißt das Motto Fehlersuche bzw. Korrektur... :D So, auf geht's:

Bild

Das ist die Kontaktplatte mit Zylinderblock und ein paar angenieteten, beweglichen Teilen. Wie die scharfäugigen Beobachter vlt. feststellen werden, habe ich die Vertiefungen der Gestänge inzwischen rot ausgelegt. Ich habe aber nicht auf die von Peter (GMWE) vorgeschlagenen Streifendecals zurückgegriffen, sondern klassisch mit Pinsel und Farbe (Revell Nr. 330 "Feuerrot") gearbeitet. Mit einem feinen Pinsel 10/0 klappt das ganz ordentlich. Auch ich habe mal Farbe daneben gekleckert und über gemalt. Das ist aber nicht weiter tragisch. da sich diese Kleckse oder unscharfe Ränder mit einem Zahnstocher prima weg radieren lassen. Ich finde, das Rot steht den Stängelchen gut.

Bevor ich zur Montage des Gestänges komme, möchte ich Euch zuerst das umgebaute Drehgestell zeigen. Die beiden Achsen habe ich mit zusätzlichen Kontaktfedern ausgestattet. Leider habe ich erst nach dem Zusammenbau bemerkt, dass ich im Eifer des Bastelns keine Fotos gemacht habe ... sorry :oops: . Da ich das fertige Fahrwerk nicht wieder komplett zerlegen wollte, zeige ich Euch ein paar Bilder im eingebauten Zustand:

Bild

Bild

Ich hoffe, es ist auch so zu erkennen, wie die Kontaktfedern aus Federbronze auf den Spurkränzen aufliegen. Von oben sind die Kontakte rot lackiert, so dass sie im Betrieb kaum auffallen. Die Drähte sind durch zwei Bohrungen noch oben geführt:

Bild

Die dünnen, hochflexiblen Drähte behindern die Bewegung des Drehgestells kaum. Der hohe Teflonanteil bei der Isolierung sogt außerdem für eine exzellente Lötbarkeit der Litzen. Noch zwei Dinge sind zu sehen ... da ist zunächst einmal der Kratzer vor der Bohrung. Dieses Loch hat einige Nerven gekostet. Nee ... ich war fast durch, da bricht mir der 0,5 mm Bohrer ab. Die Spitze war zwar gerade noch zu greifen, aber sie hatte sich in dem weichen Metall festgefressen. Ich musste alle Kunst aufbieten, um das verflixte Ding wieder heraus zu kriegen. Naja, der Bohrer war sowieso tot, da konnte ich ein paar Würgetechniken anwenden. Nur, ohne Kratzer ging es nicht ab.

Wer die Fleischmann Drehgestelle kennt, dem wird zweitens das unten eingeklebte Metall zur Beschwerung auffallen. Wenn die Räder ihren neuen Zweitjob als Stromabnehmer ordentlich machen wollen, brauchen sie Druck. Sonst nehmen sie zwar Strom ab, aber verweigern die zusätzliche Drehung. Zusammen mit der Andruckfeder, die sich oben am Lokchassis abstützt, verhilft das Zusatzgewicht den Rädern zu ganz neuen Multitasking-Fähigkeiten.

Auch wenn es aus der Fotoperspektive vlt. anders aussieht, die Achsen sind trotz des Gewichtes frei beweglich und stoßen nicht an.

Die Leitungen tauchen nach dem Durchstecken tatsächlich oben auf ... alles andere wäre auch sehr merkwürdig. :D

Bild

Mit Hin- und Wegkleber sorge ich für einen Verlauf, der mir einigermaßen gefiel ... die Leitungen waren zunächst ganz anderer Ansicht. Sie hatten letztlich keine Chance und sie sitzen nun brav und angelötet an die Federbleche der Hauptstromabnahme auf ihrem Platz.

Und wo wir gerade bei den Federblechen sind ... ich habe die Kontaktflächen gereinigt und vorsichtig mit einem Glasfaserstift poliert. Einige Federn berührten nach dem Aufsetzen der Kontaktplatte die Spurkränze nicht. Mit der Pinzette bog ich sie wieder auf den Weg der Tugend. Sie sollen aufliegen, aber die Räder nicht blockieren.


Nun aber endlich zum Gestänge. Den Zusammenbau beginne ich i.d.R. mit einer Kuppelstange. Die Steckbolzen hüpfen gern davon. Mit der Pinzette kann man sie zwar gut am Kragen packen, aber man sollte nicht zu fest zudrücken. Bei zu viel Krafteinsatz springen die Teile meterweit durch die Bude ... weg sind sie. Sowieso ... nicht verkrampfen, locker bleiben und mit Bedacht und Überlegung arbeiten. Dann ist das alles ziemlich einfach zu machen.

Bild

Sind die Bolzen gesetzt, drücke ich sie mit einer Pinzette fest an ihren angestammten Platz:

Bild

In das viereckige Loch kommt die Gegenkurbel, die ja seit dem ersten Bild schon erwartungsvoll an der Kontaktplatte baumelt. Aber haaaalt ... es fehlt noch der Kreuzkopf mit der Treibstange. der Kreuzkopf läuft später auf der Gleitbahn hin und her und er trägt die Kolbenstange. Den Antriebsmost holt unsere Lok nun nicht aus dem Zylinder, dennoch will die Kolbenstange in das Loch am Zylinderblock eingefädelt werden. Und der Kreuzkopf will auf die Gleitbahn und dann will noch dieses kleine Hebelchen mitspielen ... der Voreilhebel ... der bei einer richtigen Dampfmaschine die Ventile oberhalb des Zylinders betätigt. Er ist ebenfalls auf dem ersten Bild vor dem Zylinderblock zu sehen. Das ganze Gedöns muss nun zusammenkommen ... keine Angst, die Fleischmänner haben sich hier ein paar Tricks einfallen lassen. Schauen wir uns den Kreuzkopf vor der Montage mal genauer an ... hier ist das Teil von hinten:

Bild

Oben ist die die Aussparung für die Gleitbahn sofort zu erkennen. Darunter ist die Treibstange beweglich angenietet. Hier fällt die Lasche auf, die sich vor die Gleitbahn legen lässt. Das nächste Bild zeigt die Sache mit der halb zugeklapptem Aussparung am Kreuzkopf .. das VGSH deutet darauf:

Bild

Ich sehe gerade. ich habe doch noch übergepinselt ... und Dreck mit eingepinselt. Ach, das kommt vom Metallguss oder so ... :D Ich hab's später noch korrigiert.

Jedenfalls zeigt das nächste Bild das Schließen des Kanals von vorn, bevor es beim Schätzchen zur Sache geht:

Bild

Wir erkennen auf der Kolbenstange eine Lasche. Die Fleischmänner haben sich irgendwann entschlossen, hier den eingesteckten Voreilhebel mitzunehmen. Andere Hersteller haben andere Lösungen gefunden und z.B. die ganze Baugruppe komplett vernietet. Ich finde die Montage so aber sehr elegant und einfach. Also, man klappt die Gleitbahn auf, fädelt die Kolbenstange in das Loch am Zylinderblock, steckt von oben den Voreilhebel in die Tasche, setzt den Kreuzkopf auf die Gleitbahn, klappt die Treibstange nach hinten und ... es sitzt. Das geht mit etwas Üben wesentlich schneller, als Ihr es hier nachlesen könnt. Auf dem letzten Bild ist zu sehen, wie die Teile später alle sitzen müssen.

Vorher müssen wir uns noch um die immer noch unmotivierte Gehenkurbel kümmern. Dazu führen wir die Treibstange unter dem senkrechten Fangeisen mit der Öse über die entsprechende viereckige Stecköffnung am Treibrad. Warum ich betone, dass die Treibstange unter das Fangeisen gehört ... ob ihr es glaubt oder nicht ... ein Modellbahnkollege hatte es tatsächlich geschafft, die Stange darüber zu legen und so das Gestänge zusammen gesteckt. Klar, die Stange war dabei komplett verbogen und es drehte sich nix. So kam er kam völlig entnervt zu mir und hoffte auf Unterstützung. Es ist mir einigermaßen schleierhaft, wie man auf eine solche Idee kommen kann. Die Reparatur dauerte nur wenige Minuten und ich konnte ein paar leicht verdiente Pluspunkte sammeln.

Wie herum muss nun die Gegenkurbel rein. Das kann man sich mit einer Eselsbrücke ganz schnell ableiten. Wenn die Kuppelstange ganz unten ist, muss die Gegenkurbel nach oben zeigen ... es ist ja eine Gegen-Kurbel. Manchmal ist es etwas fummelig, die viereckige Stecknase in das Loch im Rad zu bekommen. Es gelingt nicht mit Gewalt, sondern mit Gefühl. Wenn man die Kurbel mit der Pinzette am Hals gepackt hat, findet sie fast von allein den richtigen Weg, wenn man sie leicht hin und herdreht. Da der Bolzen durch die Ösen an der Treib- und Kuppelstange gesteckt wird, können sie manchmal das Herunterdrücken der Gegenkurbel verhindern. Oben geht der viereckige Stift in eine runde Achse über. Die Ösen müssen also u.U. aus dem Weg geschoben werden, bis sie auf dem runden Teil laufen und der Vierkant komplett im Loch verschwunden ist. Sonst kann sich die Gegenkurbel bei voller Fahrt lösen und schwere Modellunfälle hervorrufen ... wer also Spaß am Feuerwehr- und Rettungswageneinsatz hat, kann es auch anders machen. :D

Bild

Was bleibt ... wer sein Modell liebt, der schiebt ...:

Bild

Nee ... nicht drauf drücken ... von hinten und von vorn ... waagerecht schieben. Wenn sich so ohne Haube und ohne Zusatzgewicht alles leicht und sauber dreht ... dann ist Zeit für ein zufriedenes Lächeln. :D

Noch ein paar Hinweise:
Wenn ich die zweite Seite montiere, lege ich zuerst die Kuppelstange auf die Räder. Sie sind ja bereits durch die fertige Seite mehr oder weniger fixiert. Die Montagelöcher in den Rädern sollten auf der Gegenseite alle in etwa unter den Ösen der Kuppelstange liegen. Ist das nicht der Fall und eine Öse schaut komplett in eine andere Richtung, stimmt der oben angedeutete 90°-Versatz nicht. Dann bleibt vor dem Lächeln nur eine Korrektur.
Achtet darauf, dass der alte Fettschmodder entfernt wurde. Ein neu und mit gutem Öl bzw. Fett geschmiertes Modell verursacht einfach ein breiteres Lächeln. Tut Euch selbst einen Gefallen und nehmt verharzugssichere Schmiermittel. Es genügt ein Hauch ... der Preis für ein hochwertiges Präzisionsfett spielt also kaum eine Rolle.

So, nun ist es aber gut mit meiner Schlaumeierei. :D

Aber etwas habe ich noch für Euch. Da ich ... Pardon, der zuständige Modell-Planungsdezernent der Bahndirektion Klustal natürlich ... auf meiner Anlage nur große Radien zugelassen habe bzw. hat, kann ich mir die Montage von Kolbenstangenschutzrohren erlauben. Ich musste mir aber erst welche bauen:

Bild

Sie entstanden aus Messingröhrchen und abgesägten Ringen. Zusammengelötet und brüniert konnte ich sie in die Zylinderlöcher einkleben. Vorsicht, sie dürfen nicht sehr weit in die vordere Bohrung ragen, da sonst die Kolbenstange am Totpunkt anstößt. Das habe ich natürlich zuvor getestet. So steht die Lok gerade aufrecht in einer Klemmvorrichtung auf dem Basteltisch. Sie wagt es nicht, sich zu rühren, bevor der Kleber ausgehärtet ist.

Bild

Ich finde, die unscheinbaren Röhrchen machen was her. Das Loch vorne wird noch verschlossen.

Das waren die Neuigkeiten vom Basteltisch. Ich denke, morgen wird das Maschinchen fertig und die Testfahrten können beginnen. Puh ... durchatmen für alle, die bis hierher durchgehalten haben. Dann kommt wieder was Neues ... :D

LG
Hubert

PS: Sorry, ich hatte noch ein Bild vergessen. :oops:
Zuletzt geändert von hubedi am Fr 3. Mai 2019, 20:18, insgesamt 2-mal geändert.
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)


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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2112

Beitrag von wolferl65 » Fr 3. Mai 2019, 18:42

Servus Hubert,

so, mal wieder Zeit ein wenig nachzulesen... Kurz und knapp: Hammer. Hab die Dimensionen von Spur-N ja noch in den Fingern...

Gruß,
Wolfgang
Projekt Gleiswüste freut sich auf Euren Besuch: viewtopic.php?f=64&t=157926
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2113

Beitrag von derOlli » Fr 3. Mai 2019, 19:56

Hallo Hubert, :D

Du traust dir ja was mit der Lok :bigeek: :bigeek: :bigeek:
Als ich meinen letzten Dampfer digitalisiert hatte, hatte ich diverse Teile auf dem Tisch liegen die einfach abgefallen sind nachdem das Gehäuse ab war.
Der Zusammenbau hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Trotz Lokliege war das eine Herausforderung, und ich rede hier von H0. In N ist das bestimmt noch mal Fummliger was du da machst. Ich vermute mal das die Hersteller eine Vorrichtung für jede Lok haben wo jedes Teil an seinem Platz bleibt bis die Zentrale Halteschraube fest gezogen ist.

:gfm: was du da machst :bigeek:
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2114

Beitrag von Darius » Fr 3. Mai 2019, 23:19

Danke Hubert für diese tolle ausführliche Anleitung
:gfm:
Ich bin begeistert.

Und sprachlos...

Viele Grüße,
Daniel
Hier geht´s zur Baubegleitung:
viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2115

Beitrag von semisweet » Sa 4. Mai 2019, 00:10

Hubi,

Dein Lok Ballett gefällt!
Die Maschinen gehorchen Deinem Befehl.
Was Du zauberst, verzaubert mich ...

Du hast meinen vollen Respekt!
Bin gespannt darauf, wenn Atomteilchen oder Quantenteilchen in Deinen Beiträgen auftauchen ...

Du bist echt der Nerd of "N".
Kann Deinen nächsten Beitrag nicht abwarten!

KLASSE
Liebe Grüße
Klaus-Peter

meine Modellbahn in 1:160
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=132483
Mein Sommerhobby:
Neu - JUNI 2017:
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2116

Beitrag von Heichtl » Sa 4. Mai 2019, 06:47

Hallo Hubert,

Echt faszinierend, wie du das in N so machst!

Ich hätte dafür die Feinmotorik und Geduld nicht.
Mir reicht da schon H0 :mrgreen:

Jedesmal sehr schön zu verfolgen deine Berichte.

Gruß
Matthias
M-Gleis. Es gibt viel Neues und Besseres, aber was kann Kindheitsträume ersetzen?
Vielleicht K-Gleis, iTrain4, Ecos2? => Heichtlingen :mrgreen:


vorherige M-Gl.-Anlage

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2117

Beitrag von Miraculus » Sa 4. Mai 2019, 07:33

Huhu Hubert,

dem Multitalen-Erklärbär ein großartiges Danke für die reich bebilderte DiY-Anleitung in N.

KolbeNschutzrohre in N selber dengeln, MaNNomaNN Hubert. Was mich echt immer wieder verblüfft ist dein reicher Fundus an Material. Ich wüsst jetzt z.B. nicht wo und wie ich an solch filigranen Messingröhrchen komme.


Grüße
Peter

Anlage im Bau: Baubericht! "Klostermühl 1.0 - Neuordnung im Oberstübchen"

Unter: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=165487

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2118

Beitrag von Nutri » Sa 4. Mai 2019, 18:30

Servus Hubert,
Ne ne, Lokumbau und das auch noch in Spur N, da bin ich raus.
Ich zieh meinen Hut und wünsch Dir ein ruhiges Händchen. Aber das hast Du ja wohl, sonst wärst Du nicht schon so weit gekommen.

Grüße
Markus
(alias Rhön-Yeti, alias Nutri)
Hentershausen? Hier geht's lang>
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2119

Beitrag von Schwellenzähler » So 5. Mai 2019, 09:58

Hallo Hubert!


DANKE für die hervorragende Dokumentation. Bei soviel " Fuzzelarbeit " bleibt mir nur noch eines zu sagen( schreiben):

Hier arbeitet das RAW-Meinigen in 1 : 160 !!!!!!

Einfach der :hammer: :hammer: :hammer:

Gruß

Carsten
Hier geht es nach Mühlental, einem kleinen Bahnknoten in den 80´gern

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=151380

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2120

Beitrag von ckuhnertb » So 5. Mai 2019, 12:13

Hallo Hubert,

da möchte ich meinen ersten "offiziellen" Besuch für einen Dank nutzen.
(Ich lese schon seit längerem still mit)

Der Bericht macht mir Mut das es möglich ist an unseren Fahrzeugen Verbesserungen herbeizuführen.
Ich habe schon einige Teile liegen, mich aber bisher auf den Aufbau meiner Anlage konzentriert. Wenn
dann Zeit ist werde ich auch bei meinen Lokomotiven Hand anlegen.

Also nochmal vielen Dank für den Aufwand den Du treibst für die Erstellung Deiner Beiträge.
Viele Grüße
Carsten

Barsinghausen an der Deisterbahn: viewtopic.php?f=64&t=169327

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2121

Beitrag von hubedi » So 5. Mai 2019, 17:38

Hallo zusammen,

heute geht es nicht um den Umbau der BR38 sondern um einen Neuzuwachs in der Mark Michingen. Aber noch viel mehr möchte ich Euch einladen, Euch mit mir über eine würdige Zugmaschine für die Erzzüge meiner Verladeanlage in Bad Dachstein zu freuen.

Die Maschine wurde aus Mühlental übernommen und von Carsten (Schwellenzähler) sogar durch ein Abschiedsvideo für ihre treuen Dienste in Mühlental geehrt. Die Überführungsreise hat die Maschine prima überstanden. Nun ist sie der Bahndirektion in Klustal zugeordnet und sie steht bereits im BW, um sich das elektronische Lokpersonal einpflanzen zu lassen. Carsten hat hervorragende Vorarbeit geleistet und der Maschine eine Schwungmasse eingebaut. Nun ja, die Ingenieure in der Bahndirektion Klustal haben sich dennoch an die Arbeit gemacht und sie planen gerade die eine oder andere kosmetische Verbesserung. Es muss aber noch Gehirnschmalz investiert werden, bevor die Pläne zur Veröffentlichung gereift sind.

Bevor ich zu den Begrüßungsfotos komme, möchte ich zuerst die Post beantworten:

wolferl65 hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 18:42
... Hab die Dimensionen von Spur-N ja noch in den Fingern ...
@Wolfgang
Und dann bist Du tatsächlich der Spur N untreu geworden ... unglaublich ... :shock: ... :fool:
derOlli hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 19:56
... Ich vermute mal das die Hersteller eine Vorrichtung für jede Lok haben wo jedes Teil an seinem Platz bleibt bis die Zentrale Halteschraube fest gezogen ist ...
@Olli
Danke für das Lob. Die Hersteller haben auch ganz andere Voraussetzungen als wir. Das was ich aus Bild- und Filmberichten weiß, sind nur bescheidene Einblicke. Gesehen habe ich einen manufakturähnlichen Betrieb mit erstaunlich viel Handarbeit. Wobei es sich meistens um Mitarbeiterinnen handelte, die jeweils wenige Baugruppen an ihrem Arbeitsplatz montierten. Nicht nur durch spezielle Werkzeuge sondern vor allem durch das manuelle Geschick gingen die Montagen so flott, dass einem schwindelig werden konnte. Dort wird eine tolle Arbeit geleistet ... und wenn es doch mal bei einem Modell klemmt, liegt es m.E. seltener an den Montagekräften.
Darius hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 23:19
...Und sprachlos ...
@Daniel
Nee ... das darf aber jetzt nicht einreißen. Sonst schreibe ich hier bald ganz allein. Und das wäre doch langweilig. :mrgreen:
semisweet hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 00:10
... Bin gespannt darauf, wenn Atomteilchen oder Quantenteilchen in Deinen Beiträgen auftauchen ...
@Klaus-Peter
Ha ... ein neuer Titel ... Du weißt ja, ich habe eine Sammlung. :fool:
Quantenteilchen ... :shock: ... dann hole ich mir ja das ganze Chaos auf die Anlage. Stell Dir mal vor, Teile verschwinden einfach und tauchen auf dem Mars wieder auf. Oder meine neue BR 51 mutiert mitten auf der Strecke zu einer E-Lok, fährt ein Stück und kommt dann als Dieselmaschine an. Nee, mir reicht das bisherige Durcheinander völlig ... :D
Heichtl hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 06:47
... wie du das in N so machst! ...
@Matthias
Wie ich das mache ...naja, mit den Händen. :fool: Die Feinmotorik lässt sich durch Üben verbessern und das Material ist der beste Lehrmeister zur Geduld mit sich selbst und den Modellen. :D
Miraculus hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 07:33
... KolbeNschutzrohre in N selber dengeln, MaNNomaNN Hubert. Was mich echt immer wieder verblüfft ist dein reicher Fundus an Material. Ich wüsst jetzt z.B. nicht wo und wie ich an solch filigranen Messingröhrchen komme. ...
@Peter
Was will ich machen ... es kommt ja niemand vorbei und baut sie mir. Also muss ich selbst ran. :D
Was meinen Fundus betrifft, bin ich natürlich für die kleine Spur eingerichtet. Da sieht man im Laufe der Jahre immer mal was und schlägt bei günstigen Angeboten bei diversen Anbietern zu. So entsteht mit der Zeit ein gewisser Vorrat.
Nutri hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 18:30
... da bin ich raus. Ich zieh meinen Hut und wünsch Dir ein ruhiges Händchen ...
@Markus
Das funktioniert ja auch nicht, Du kannst doch nicht mit Hut in der Hand an Spur-N Modellen herumschrauben. :mrgreen: Ich bin sehr dankbar, dass meine Händchen immer noch sehr ruhig zu führen sind. Das ist nicht selbstverständlich ...
Schwellenzähler hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 09:58
... RAW-Meinigen in 1 : 160 !!!!!! ...
@Carsten (Schwellenzähler)
Falsch, es ist die Modellbahndirektion Klustal und die haben nur ein BW. :D

Danke nochmal offiziell an dieser Stelle für das Überlassen des Dampf-Jumbos. Du hast ja schon eine Menge Ideen und Zeit in die Maschine investiert. Ich hoffe, ich kann Deine Arbeiten zur Verbesserung der Betriebseigenschaften so erfolgreich fortführen ...
ckuhnertb hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 12:13
... Der Bericht macht mir Mut das es möglich ist an unseren Fahrzeugen Verbesserungen herbeizuführen.
Ich habe schon einige Teile liegen, mich aber bisher auf den Aufbau meiner Anlage konzentriert. Wenn dann Zeit ist werde ich auch bei meinen Lokomotiven Hand anlegen ...
@Carsten (ckuhnertb)
Herzlich Willkommen in der Mark Michingen ... nun auch bei den aktiven Begleitern.
Es freut mich sehr, wenn mein Geschreibsel und Geknipse Dich zu eigenen Taten anregen konnte. Mir ist zu Beginn definitiv nicht alles gelungen. Und nicht zuletzt war es die Hilfe von Euch Stummis, die mir den Mut zuflüsterte, es immer wieder zu versuchen und meine Techniken zu verbessern. Ich denke da z.B. an meine Berichte hier, wo mir das Gestänge einer Minitrix-64er nach dem Brünieren auseinander gefallen ist. Wenn da nicht der richtige Tipp gekommen wäre ... ich bemühe mich nur, ein wenig von dem zurück zu geben was ich hier geschenkt bekam.

@All
Jetzt aber endlich zu den Bildern ... da ist sie:

Bild

Trotz der betagten Konstruktion immer noch eine beeindruckende Erscheinung. Aber so einige Dinge möchte ich doch verbessern ... das blanke Gestänge, der Lok-Tender-Abstand, das fabrikneue Aussehen z.B.. Und ich habe hier einen arbeitslosen Sounddecoder herumliegen. Mit etwas mutiger Fräsarbeit sollte er passen. Mal sehen ...

Bild

Die Maschine wurde gleich in ihre neue Tätigkeit eingewiesen. Damit sie sich etwas heimischer fühlen kann und vlt. ein wenig an ihre bisherigen Lasten in Mühlental erinnert wird, stellte ich einen Kessel Buntes ... Pardon ... bunte Kessel dazu:

Die Fotografen waren begeistert und einem von ihnen gelang es sogar, einen Piloten des Rhodenhausener Segelflugvereins zu einem riskanten Überflug zu überreden. Das könnte für ihn Ärger bedeuten ... aber das Bild ist im Kasten:

Bild

Die Maschine passt gerade so auf die Bühne der Drehscheibe in Bad Dachstein. Das Lokpersonal muss später mit viel Gefühl rangieren. Aber es geht:

Bild

Schon bin ich wieder am Ende meines aktuellen Berichtes angekommen. Demnächst wieder mehr ...

LG
Hubert

PS: Sorry, ich hatte vorhin aus dem Klaus-Peter einen Hans-Peter gemacht. :oops:
Zuletzt geändert von hubedi am So 5. Mai 2019, 18:29, insgesamt 1-mal geändert.
Hier geht's zu den Bauberichten der "Mark Michingen"
Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2122

Beitrag von wolferl65 » So 5. Mai 2019, 18:18

Servus Hubert,

mußte gerade schmunzeln... wenn Dein Viadukt aus den guten alten Heki-Platten gebaut wurde...
...hatte ich die heute auch in der Hand. Recycle meine Altbestände als Tunnelinnenwände :D

Gruß,
Wolfgang
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2123

Beitrag von Clooney » So 5. Mai 2019, 18:36

Hallo Hubert,

wieder schöne Bilder von Deiner Anlage.
Aber was macht eigentlich Dein Loklift?

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2124

Beitrag von wulfmanjack » So 5. Mai 2019, 19:06

Hallo Hubert,

Glückwunsch zum Neuzugang. :gfm:

Der macht sich richtig toll auf dem Viadukt. Überhaupt sehr sehr gelungene Fotoperspektiven aus dem Segelflieger. :bigeek:
Hoffe der Fotograf hat keinen Hexenschuss bei den Verrenkungen für die Schnappschüsse bekommen. :mrgreen:

Aber bei dem Hintergrundbild hast Du doch wahrscheinlich wieder..... :pflaster:
LG
Wolfgang

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http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=119219

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2125

Beitrag von Lax » So 5. Mai 2019, 19:14

Hallo Hubert,

es ist schon der Wahnsinn was du aus der P8 herausgeholt hast!
Ich bin mir sicher, wenn du mit der 50er fertig bist, dann braucht sie sich vor keiner neuen Lok verstecken.

Viel Erfolg dabei :wink:

Grüße

Dominik
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