Cavembourg: Wein im Königreich Teil 2 - Von Fasswagen, Liquid Chlorine und dem Wiener Weinskandal von 1982

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Re: Cavembourg: Die Königlich-Cavembourgische Dampflokmanufaktur

#276

Beitrag von GSB » Fr 22. Jun 2018, 21:46

Hallo Gregor,

Interessant zu erfahren wo unser württembergisches Schmuckstück offensichtlich entwickelt wurde. :mrgreen:

Aber noch faszinierender ist diese Diesellok :o - wußte nicht daß es derartige Entwicklungen auch gab! :oops:

Gruß Matthias
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Re: Cavembourg: Die Königlich-Cavembourgische Dampflokmanufaktur

#277

Beitrag von Vorarlberg-Express » So 24. Jun 2018, 07:04

Hallo Gregor,
:gfm: !
Die "C" hat man bisher immer als die "Schöne Württembergerin" bezeichnet, das sollte in den Geschichtsbüchern verändert werden. Die Entwicklung der Diesellok mit Direktantrieb führte wohl in eine technische Sackgasse, obwohl das Gefährt recht interessant aussieht.

Überhaupt ist es unverständlich, dass die Rolle Cavembourgs bei der technischen Entwicklung des Bahnwesens so unbekannt ist... :fool:
Aber das kommt jetzt hoffentlich ans Licht!

Schönen Sonntag

Gerhard

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Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#278

Beitrag von greg » Fr 29. Jun 2018, 06:33

Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

Am 15. April 1912 stirbt Karl I., König von Cavembourg, Großherzog der Hügel, Retter des Landes und Untierbezwinger, bürgerlich Karl Napf, auch bekannt als Old Dapferhand, alias Kara Ben Napfi, im Alter von 81 Jahren beim Untergang der RMS Titanic während der Überfahrt von Southampton nach New York.

Bild

Foto: Das letzte Foto von Karl I., datiert am 13. April 1912, auf der Brücke der RMS Titanic. An seiner Seite die Schauspielerin Rose Dawson, geb. deWitt Bukater, die den Untergang überleben wird, und rechts der Kapitän des Schiffs Edward John Smith. Das Foto befindet sich heute im Königlichen Staatsarchiv von Cavembourg.

In einem Interview der Tageszeitung „Der bebilderte Monarch“ vom 26. September 1952, erzählt Rose Dawson über ihre Bekanntschaft mit König Karl I.:

„Charles (König Karl I.) hatte ich am zweiten Tag an Bord bei einem Dinner kennengelernt. Er erzählte der Tischgesellschaft aus seinem wirklich abenteuerlichen Leben und dass er auf dem Weg sei, ein letztes Mal seine Freunde und Brüder im Westen zu besuchen. Oh, er war so inspirierend!
Später auf einem Spaziergang auf Deck eröffnete er mir, er habe nicht vor nach Europa zurückzukehren, sondern er wolle bei seinem Indianerstamm, den Apachen, seine Seele in die ewigen Jagdgründe übergeben.
Während dieser Promenade trafen wir auf den Bordfotografen Mister Peter O. Laroid und baten ihn, ein Foto von uns zu machen – Kapitän Smith kam hinzu und das freute uns wirklich sehr!
Dieses Foto ist das einzige Ding, das ich vom Schiff retten konnte. Ich hatte es am Abend noch bei Mister Laroid abgeholt und in meine Manteltasche gesteckt, als das Schiff havarierte.
Ich habe Charles dann erst wieder während des Untergangs gesehen. In dem großen Chaos, als das Schiff bereits am Sinken war, tauchte Charles plötzlich neben mir im Wasser auf und half mir Verzweifelten auf ein rettendes Treibgut zu klettern. Ich wollte ihn ebenfalls hinaufziehen, doch er winkte ab und meinte, dass er nun heimkehre zu Manitou. Dann verschwand er in der dunklen, kalten Tiefe. Charles habe ich mein Leben zu verdanken, er war ein großmütiger und guter Mensch, bis zuletzt.“


Bild

Foto: Die MS Titanic am 10. April 1912. Der Pfeil zeigt die Stelle an der das letzte Foto von Rose Dawson, Karl I. und Kapitän Edward Smith aufgenommen wurde. Foto Gemeinfrei.

Rose Dawson, geboren als Rose deWitt Bukater am 5. April 1895, stirbt im Alter von 101 Jahr an Bord des russischen Forschungsschiffs Akademik Mstislaw Keldysch, kurz nachdem sie und ihre Tochter Elizabeth Calvert mit dem Schatzsucher Brock Lovett die Untergangsstelle der Titanic im Nordatlantik besucht hatte.

Die Ereignisse um Rose Dawson wurden von James Cameron in dem 1997 erschienen Film "Titanic" nacherzählt.
Die Handlung des Films hat aber mit Rose Dawson, der Titanic und der wirklichen Geschichte nicht viel gemeinsam. So vertritt Cameron u.a. auch die Theorie einer Kollision mit einem Eisberg als Ursache für das Schiffsunglück. Nach neuesten Erkenntnissen hätte die Titanic eine Kollision mit einem Eisberg wohl überstanden (nicht ohne Grund galt das Schiff als unsinkbar!).
Einige Historiker halten darum die Klöbensieler Seerüben-Attacke (Beitrag #390) für den wahren Grund ihres Untergangs und den am Unglücksort gesichteten Eisberg für einen Zufall.

Fortsetzung folgt...
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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#279

Beitrag von GSB » Sa 30. Jun 2018, 08:57

Guten Morgen Gregor,

Wie jetzt - da spielt auch dieses berühmte Schiff eine Rolle in der Geschichte von Cavembourg..? :o

Danke auch für den Link in den anderen Thread, so hab ich eine interessante neue Anlage entdeckt. :mrgreen:

Gruß Matthias
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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#280

Beitrag von Vorarlberg-Express » Sa 30. Jun 2018, 13:36

Hallo Gregor,
irgendwie habe ich manche geschichtlichen Ereignisse falsch im Hinterkopf gespeichert *kopfkratz*...
Schön, dass das jetzt zurechtgerückt wird. Das mit dem Untergang der Titanic meine ich...
Tolle Geschichte, schön bebildert. :gfm: Bin stark gespannt was wir noch weiter dazu lernen.

Ob z. B. die Havarie des LZ Hindenburg 1937 https://de.m.wikipedia.org/wiki/LZ_129 auch eine andere Ursache hatte als bisher publiziert?

Schönes Wochenende

Gerhard


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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#281

Beitrag von Mornsgrans » Sa 30. Jun 2018, 14:54

Hallo Gerhard,
Vorarlberg-Express hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 13:36
Ob z. B. die Havarie des LZ Hindenburg 1937 https://de.m.wikipedia.org/wiki/LZ_129 auch eine andere Ursache hatte als bisher publiziert?
Da Cavembourg in frühen Jahren nicht unmaßgeblich in Bereich der Luftschifffahrt beteiligt war, ist es nicht auszuschließen. Die eindrucksvolle Ballonfahrt von "Nadar" inspirierte König Karl I. und ließ ihn nicht mehr los. Da Luftschiffe ziemlich unberechenbar und extrem wetterabhängig waren, wollte er im Falle einer "Pleite" nicht Cavembourg in die Negativ-Schlagzeilen bringen, weshalb er im benachbarten Luxembourg günstig ein größeres Areal erworben hatte, auf der eine Luftschiffmontagehalle errichtet wurde.

Im Laufe der Jahre wuchs dies Halle mit der Größe der Luftschiffe und nach dem ersten Weltkrieg wurde eine zweite weit größere Montagehalle direkt neben der ersten errichtet. Leider hat sie den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Die erste kleinere Halle diente hingegen nach dem Krieg der Luxembourgischen Staatsbahn als Reparatur- und Montagehalle für Triebwagenzüge.

Als publik wurde, dass diese Halle eigentlich dem Staat Cavembourg gehörte und in den Grundzügen über 100 Jahre alt war, sollte sie unter Denkmalschutz gestellt werden. Da war aber die Halle bereits zur Hälfte abgerissen.

Hier ein eigenhändig aufgenommenes Foto vom 27.07.2017:
Bild
Links am Bildrand sieht man das Areal, auf dem bis Kriegsende die große Luftschiffhalle stand. Der Luxembourger HBF liegt rechts der Halle:
Bild
HBF von Luxembourg Stadt - links die Reste der alten Luftschiffhalle

Ich nehme mal an, dass Gregor noch einige Fotos beisteuern kann. Vielleicht hat er auch Kenntnis darüber, ob die LZ Hindenburg nicht doch in der Cavembourger Lufschiffhalle gebaut worden war...


Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Zuletzt geändert von Mornsgrans am So 8. Jul 2018, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#282

Beitrag von greg » Sa 30. Jun 2018, 15:11

Hallo miteinander
und vielen Dank für eure Kommentare! :lol:

Die Seerüben-Theorie ist auch unter Wissenschaftlern umstritten! Das habe ich vielleicht nicht klar genug heraus gestellt. :oops:

So schreibt der renommierte Historiker Claus B. aus Essen-Altenbeck in seinem Buch "Die Seerüben-Ente - Eine kurze Abhandlung über die Geschichte der Unterwasserfahrt":

"Ein paar Geschichtsfakten: Deutsche U Boote trugen zu keiner Zeit Namen - nur Nummern. Die U-13, übrigens noch ein Boot mit Petroleummotoren, wurde erst am 25.April 1912 in Dienst gestellt. Diese Boote waren durch den Treibstoff brandgefährdet und es hätte sich kein Kommandant mit so einem Boot so weit hinaus gewagt. Etwas später wurde diese Booteserie mit Dieselmotoren ausgerüstet. Grösse der Boote etwa 600 Tonnen.

U-Boote konnten nach Auffassung der Kaiserlichen Admiralität nur im Küstenbereich operieren (sie galten als nicht hochseefest) und hatten demzufolge nur Küstenkarten an Bord.
Die erste Umrundung der Englischen Inseln wurde ganz kurz vor dem Krieg gemacht - aufgrund fehlender Karten mit einem Schulatlas!
Erst als sich Erfolge mit U-Booten einstellten galten sie auch als seefähig.

Einsätze im Nordatlantik sind ein absurdum da die Funktechnik nicht weit entwickelt war und das Sichten eines einzelnen Schiffes im Nordatlantik durch ein einzeln fahrendes U-Boot geringer ist, als ein Sechser im Lotto.
Sicherer war das Lauern in größerer Entfernung eines Hafens wo sich die Routen der Schiffartslinien vereinen."

Hier ist eine Karte des Operationsgebietes deutscher WK 1 Uboote 1915:
Bild
Quelle: Wikipedia

So weit weg von Europa ist die Untergangstelle der Titanic:
Bild
Quelle: Wikipedia

Das Fazit des Buches ist daher schonungslos:
"Wahrscheinlicher ist, das ein VII-C oder XI-B-Boot aus dem WK 2 am 14. April 1942 durch ein Wurmloch 30 Jahre in die Vergangenheit gebeamt wurde ....."

Diesen erdrückenden Fakten kann man nur mit einem Zitat von Kapitän Alexander Bluesmann, dem damaligen Kommandanten der "Seerübe", begegnen:
"Hoppala, es war doch nur ein Versehen und Smut Kuddl Krummholz betrunken!"

Schöne Grüße :D

gregor 8)
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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#283

Beitrag von greg » Sa 30. Jun 2018, 15:33

Mornsgrans hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 14:54
Hallo Gerhard,
Vorarlberg-Express hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 13:36
Ob z. B. die Havarie des LZ Hindenburg 1937 https://de.m.wikipedia.org/wiki/LZ_129 auch eine andere Ursache hatte als bisher publiziert?
Da Cavembourg in frühen Jahren nicht unmaßgeblich in Bereich der Luftschifffahrt beteiligt war, ist es nicht auszuschließen. Die eindrucksvolle Ballonfahrt von "Nadar" inspirierte König Karl I. und ließ ihn nicht mehr los. Da Luftschiffe ziemlich unberechenbar und extrem wetterabhängig waren, wollte er im Falle einer "Pleite" nicht Cavembourg in die Negativ-Schlagzeilen bringen, weshalb er im benachbarten Luxembourg günstig ein größeres Areal erworben hatte, auf der eine Luftschiffmontagehalle errichtet wurde.

Im Laufe der Jahre wuchs dies Halle mit der Größe der Luftschiffe und nach dem ersten Weltkrieg wurde eine zweite weit größere Montagehalle direkt neben der ersten errichtet. Leider hat sie den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.
Die erste kleinere Halle diente hingegen nach dem Krieg der Luxembourgischen Staatsbahn als Reparatur- und Montagehalle für Triebwagenzüge.

Als publik wurde, dass diese Halle eigentlich dem Staat Cavembourg gehörte und in den Grundzügen über 100 Jahre alt war, sollte sie unter Denkmalschutz gestellt werden. Da war aber die Halle bereits zur Hälfte abgerissen.

Hier ein eigenhändig aufgenommenes Foto vom 27.07.2016:
Bild
Links am Bildrand sieht man das Areal, auf dem bis Kriegsende die große Luftschiffhalle stand. Der Luxembourger HBF liegt rechts der Halle:
Bild
HBF von Luxembourg Stadt - links die Reste der alten Luftschiffhalle

Ich nehme mal an, dass Gregor noch einige Fotos beisteuern kann. Vielleicht hat er auch Kenntnis darüber, ob die LZ Hindenburg nicht doch in der Cavembourger Lufschiffhalle gebaut worden war...


Grüße aus Idar-Oberstein

Erich
Hallo Erich!

danke dir für das Teilen deiner wie immer sehr fundierten Kenntnisse und der Fotos aus Luxembourg!
Das war natürlich ein Riesending, als rauskam, daß die Luxembourger 1. jahrelang die Halle mietfrei nutzten und 2. sie schließlich abrissen, ohne mal in Cavembourg nachzufragen. Der luxembourger Premierminister Xavier Bettel hat sich zwar bei der cavembourger Regierung entschuldigt, aber die Sache landet wohl in Strasbourg vor dem EuGH.
Man kann noch ergänzen, dass sich die Luftschiffahrt wie ein roter Faden durch die Geschichte Cavembourgs zieht. Nicht nur Nadar mit seinen spektakulären Luftbildaufnahmen, sondern auch das O.V.N.I.C. haben großen Anteil daran. So war z.B. die Untersuchungshalle des O.V.N.I.C. der erste "Hangar" der Welt.

Apropos Bahnhof: Die Geschichte des Luxembourger/Cavembourger Flughafenbahnhofs kennst du?
greg hat geschrieben:
Fr 23. Jun 2017, 16:51

Cavembourg heute

1930 gab es auf Grund des Flughafenbaus im Süden des Landes eine große Landreform. Die Landesteile, die unter anderem für den Flughafen bebaut werden sollten, wurden an Luxembourg abgegeben. Als Kompensation bekam Cavembourg die Gebiete westlich der heutigen Autobahn 7. Cavembourg beteiligte sich an der Finanzierung des Flughafens und sicherte sich bis heute die entsprechenden Namensrechte: International Aéroport de Luxembourg et Cavembourg. Im Zuge des Neubaus des Terminal A im Jahr 2008 war eine Zugverbindung von Luxemburg/Stadt und Cavembourg/Stadt zum Flughafen geplant. Luxembourg stieg aber aus finanziellen Gründen während der Bauarbeiten des Flughafenbahnhofs aus, so dass der Flughafen heute mit dem Zug nur über Cavembourg/Stadt erreichbar ist. Auch die alte Eisenbahnstrecke zwischen Luxembourg/Stadt und Cavembourg/Stadt wurde wegen des Flughafens verlegt. Sie führt heute durch den 4 Kilometer langen „Tunnel ferroviaire de roi“.

Fortsetzung folgt...
Mal sehen, was sich da noch alles auftut in der Geschichte Cavembourgs.....

:D

Schöne Grüße

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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#284

Beitrag von Miraculus » Sa 30. Jun 2018, 17:11

Hallo Gregor und Erich @All,

was haben wir doch alle falsches im Geschichtsunterricht gelernt :roll: :wink:

Aber ich habe auch noch was beizutragen
greg hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 15:11
Wahrscheinlicher ist, das ein VII-C oder XI-B-Boot aus dem WK 2 am 14. April 1942 durch ein Wurmloch 30 Jahre in die Vergangenheit gebeamt wurde und ....."
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich denke, dass Cavembourg Jahrzehnte vor den USA damit

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Philadelphia-Experiment

herumexperimentierten und hier möglicherweise auch Zeitreisen entdeckten :mad: 8)

Die Geschehnisse wurden auch recht gut von John Carpenter

Bild
Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Das_Phi ... Experiment


in Szene gesetzt.

Es könnt natürlich auch sein, dass der Hangar über die Jahre gut getarnt dort herumstand :lol:

Grüße
Peter

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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#285

Beitrag von greg » So 1. Jul 2018, 09:28

Guten morgen Peter!

Danke für deinen Hinweis. :gfm:
oha! Den Film kenne ich noch nicht! Da werde ich mal reinschauen.
In dem Thread gerät gerade alles etwas durcheinander - tatsächlich ein Indiz, dass vielleicht jemand hier was vertuschen will. Da gibt es mächtige Interessen im Hintergrund, denen kann es nicht recht sein, was hier ans Licht gehoben wird... :fool: Du verstehst....

Moment mal:
Es klingelt an der Tür.
Ja doch, ich komme!
He nicht die Tür eintreten!
Haben sie einen Durchsuchungsbefehl??
Ich habe das Recht auf einen Anw....
Halt! Nicht meinen Computer!
.....
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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#286

Beitrag von Miraculus » So 1. Jul 2018, 16:56

:fool: :fool: :fool: :fool: :fool:
Ich verstehe :gfm:
Peter

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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#287

Beitrag von punch » So 1. Jul 2018, 17:46

Hallo Greg,

den Film solltest Du Dir unbedingt ansehen, er ist wirklich gut gemacht (außerdem hast Du ja jetzt - ohne PC - jede Menge Zeit :fool: ).

Das Experiment selber ist dagegen eher einfach erzählt: Die US-Marine versucht Schiffe unsichtbar zu machen und dabei verschwindet ein Schiff der Cannon-Klasse und tauch andernorts wieder auf. So die Legende.

Verschwiegen wird allerdings, dass das Experiment gründlich schief ging und das Ergebnis eher peinlich war: Die USS Eldridge wurde zwar tatsächlich unsichtbar, tauchte aber nicht nur an einem anderen Ort, sondern auch in einer gänzlich anderen Form, nämlich als Schlepptenderlok, wieder auf.

Hier sehen wir die USS Eldridge auf Ihrer letzten Fahrt kurz hinter dem Ausfahrsignal von Finsternthal: :fool:
Bild

Später wurde von der US-Navy übrigens noch ein zweiter Versuch gestartet. Das Schwesterschiff, die USS Corbesier, wurde zum Forschungsschiff umgebaut und - diesmal ohne Besatzung - einem erneuten Versuch unterzogen. Auch sie verschwand und tauchte andernorts wieder auf, behielt aber (anders als die USS Eldrige) ihre ursprüngliche Form bei:
Bild

Sogar im Main-Lahn-Kanal wurde sie gesichtet (sehr schön ist hier auch der mit dem Experiment verbundene Gewichts- und Größenschwund zu sehen):
Bild

Sie wurde übrigens später an Frankreich verkauft.

Viele Grüße

Patrick

P.S: Sollten Dir solch geheime Aufnahmen in Deinem Tröt zu gefährlich sein, einfach Bescheid geben, dann nehme ich sie wieder raus und werfe sie in den Schredder
Die Sistenixer Lokalbahn
Bild
Ab nach Sistenix

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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#288

Beitrag von greg » Mo 2. Jul 2018, 07:01

Hallo zusammen

im Büro hab ich zum Glück noch einen Computer! HäHä! :redzwinker: :fool:

Es ist schon charmant, aus Kriegsgerät Dampflokomotiven zu transformieren..... also falls mal unvermittelt eine Lok auf meiner Anlage auftaucht, sag ich zu meiner Frau: "Weib halt inne, das ist amerikanische Wissenschaft! Streng geheime Militärtechnik! Teile der Antworten würden dich verunsichern! Ja, und es passiert auch anderen Modellbahnern! Und nun :hearts: Küßchen! Und raus hier."
:bigeek: Super Idee!

:gfm:

Kommt gut durch die Woche!

gregor 8)

P.S.: @Patrick: Kein Problem! :lol: Sollen sie doch kommen und mich holen!
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Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe die Königin: Paula I.

#289

Beitrag von greg » Fr 6. Jul 2018, 06:35

Der König ist tot! Lang lebe die Königin: Paula I. von Cavembourg

Da König Karl I. keinen rechtmäßigen Thronfolger hatte, übernahm seine Witwe Paula das Amt des Staatsoberhauptes. Paula war schon über 75 Jahre alt (so genau wusste das keiner), aber rüstig genug um das Amt auszufüllen und einen geeigneten Thronfolger unter den Adelsfamilien Cavembourgs zu finden.
Überschattet von der Trauer über den Tod ihres Mannes König Karl, vollzog man die Krönung ihrer Majestät am 1. August 1912 sehr schlicht und einfach im Empfangssaal der Neuen Burg. Ihr offizieller Titel lautete: "Paula I., Königin von Cavembourg, Hüterin der Krone, weise Erneuerin, erhabene Mutter des Landes". Nach der Zeremonie fuhr die Königin mit dem Zug in die Hauptstadt um dort von der Bevölkerung umjubelt begrüßt zu werden.
Sie selbst hoffte auf eine kurze Amtszeit, doch der bevorstehende Krieg und die diplomatischen Reisen, die sie im Vorfeld des Konflikts unternahm, erlaubten ihr nicht abzudanken und das Zepter weiter zu reichen.

Bild

Foto: Die frisch gekrönte Königin (mit Hut) wird am Bahnhof umjubelt empfangen. Sie wird von ihrer langjährigen Freundin Fürstin Iwakura Tomomi begleitet, der japanischen Botschafterin in Cavembourg. Wie in Cavembourg üblich, wurden die Ereignisse auf einer Postkarte zusammengefasst und noch Jahrzehnte später an Touristen verkauft.

Bild

Foto: Das Automobil war ein Krönungsgeschenk des österreichischen Kaisers Franz Josef I. Es gab vereinzelt bereits Automobile im Land, das Krönungsgeschenk aus Wien war aber die erste motorisierte königliche Staatskarosse Cavembourgs. Die Königin reiste, trotz ihres hohen Alters, mit diesem Fahrzeug in diplomatischen Missionen nach Berlin, Brüssel und Paris. Das Automobil war ein Harrington-Roadster Coupé auf Basis eines Austro-Daimler 12/32 mit 3,6-l-Chassis, Baujahr 1912. Es steht heute im Königlichen Museum für Technikgeschichte Cavembourg.



Film: 1912 Königin Paula fährt in einem Automobil durch die Straßen der Hauptstadt. Die Tonspur ist nicht Original und wurde erst in den 1940ern hinzugefügt.
Dies sind die letzten bewegten Bilder der unbeschwerten Zeit vor 1914.

Fortsetzung folgt...
Zuletzt geändert von greg am Mo 9. Jul 2018, 06:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#290

Beitrag von garti62 » Fr 6. Jul 2018, 07:27

Hallo zusammen,
greg hat geschrieben:
Mo 2. Jul 2018, 07:01
also falls mal unvermittelt eine Lok auf meiner Anlage auftaucht, sag ich zu meiner Frau: "Weib halt inne, das ist amerikanische Wissenschaft! Streng geheime Militärtechnik! Teile der Antworten würden dich verunsichern! Ja, und es passiert auch anderen Modellbahnern! Und nun :hearts: Küßchen! Und raus hier."
Da habe ich mir jahrelang immer wieder Gedanken machen müssen, wie ich es meiner Liebsten schonend beibringe. Und die Lösung ist so einfach! Ich will gar nicht wissen, welche Experimente auch heute noch in den vielen streng geheimen Forschungseinrichtungen weltweit durchgeführt werden. Da kann ja andauernd irgend etwas Neues auf der heimischen Anlage auftauchen. Und man kann nichts dagegen tun :fool: .

Genial!

Gruß Ulli
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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe die Königin: Paula I.

#291

Beitrag von GSB » Fr 6. Jul 2018, 20:04

Hallo Gregor,

Deine Geschichte und der nostalgische Film waren mal wieder die genau richtige Entspannung nach einem Tag voller Therapien. :mrgreen:

Wünsch Dir ein schönes Wochenende,

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Miraculus
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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe die Königin: Paula I.

#292

Beitrag von Miraculus » Fr 6. Jul 2018, 20:38

Huhule Gregor,

etzt isch dr Karle weg ond hinübr, onser old Paula werd's scho riachte, ned wohr :D
Danke für das einzigartige Filmdokument. Paula lässt's ja mit ihren 75 so richtig krachen :gfm:

Schönes Wochenende
Peter

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Re: Cavembourg: Die „Klöbensieler Seerüben-Attacke“ und ihre Folgen

#293

Beitrag von greg » Mo 9. Jul 2018, 15:01

Hallo Freunde Cavembourgs

vielen Dank für eure Kommentare :lol: Auch wenn ich mit der Krönung Paulas I. etwas den SiFi-Schwung gebremst habe, bleiben eure Hinweise im Hinterkopf und ich werde denen noch zu gegebener Zeit nachgehen! 8)
greg hat geschrieben:
Fr 29. Jun 2018, 06:33
Die Ereignisse um Rose Dawson wurden von James Cameron in dem 1997 erschienen Film "Titanic" nacherzählt.
Die Handlung des Films hat aber mit Rose Dawson, der Titanic und der wirklichen Geschichte nicht viel gemeinsam. So vertritt Cameron u.a. auch die Theorie einer Kollision mit einem Eisberg als Ursache für das Schiffsunglück. Nach neuesten Erkenntnissen hätte die Titanic eine Kollision mit einem Eisberg wohl überstanden (nicht ohne Grund galt das Schiff als unsinkbar!).
Einige Historiker halten darum die Klöbensieler Seerüben-Attacke (Beitrag #390) für den wahren Grund ihres Untergangs und den am Unglücksort gesichteten Eisberg für einen Zufall.
Kleiner Programmhinweis: Auf Netflix kann man zur Zeit den Film über den Untergang der Titanic schauen!
Der Regisseur James Cameron hängt dabei, wie gesagt, nicht nur der zweifelhaften Eisberg-Theorie nach, sondern dichtet Rose Dawson eine völlig unglaubwürdige Lovestory an und König Karl von Cavembourg wird gänzlich ausgeblendet. Schade um den historischen Wert dieses Films. :wink:

Bis bald in Cavembourg! Und eine schöne Woche wünscht euch

gregor 8)
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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe die Königin: Paula I.

#294

Beitrag von Miraculus » Mo 9. Jul 2018, 20:23

Hi Gregor,

hatte der Film von James Cameron (auf Deutsch Josef Kameramann :D ) nicht den Untertitel "Klötensieler Steckrübenattacke" (https://www.duden.de/rechtschreibung/Kloeten). Natürlich bezogen auf die heftige "Schaukelszene" im Schiffsstrumpf, ähhemm Schiffsrumpf, wo durch das Gewackel und Gezappel die Titanic kenterte :mrgreen: 8) . Von wegen Eisberg und so :wink: :roll:

Sorry, es ging grad wieder mit mir durch :mad: :mad:

Gruß
Peter

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe die Königin: Paula I.

#295

Beitrag von greg » Mi 11. Jul 2018, 17:32

Hallo Peter

kein Problem! :fool:

Die Geschichte ist ja noch lange nicht zu ende erzählt....

Titanic 2: Jack is Back



:bigeek: :fool: :fool: :fool:

Bis bald in Cavembourg

gregor 8)
Zuletzt geändert von greg am Fr 16. Aug 2019, 07:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Cavembourg: Der 1. Weltkrieg Teil 1: Tante Luxemburgel hilf!

#296

Beitrag von greg » Fr 13. Jul 2018, 08:28

Cavembourg und der 1. Weltkrieg Teil 1: Tante Lëtzebuerg hilf!

Hintergrund:
28. Juni 1914: Der österreichische Thronfolger und seine Gattin werden in Sarajewo erschossen. Wien lastet dem Königreich Serbien die moralische Schuld an dem Attentat an. Mit deutscher Unterstützung werden unannehmbare Forderungen an Belgrad gestellt, und, nach Ablauf eines Ultimatums, erklärt Österreich-Ungarn am 28. Juli Serbien den Krieg. Deutschland garantiert militärische Unterstützung.
29. Juli: Österreichische Artillerie bombardiert Belgrad. Noch besteht die Hoffnung, den Konflikt lokal begrenzen zu können, wenn Russland nicht zum Schutz Serbiens eingreift.
30. Juli: Zar Nikolaus II. unterschreibt die allgemeine Mobilmachung der russischen Armee.
1. August: Deutschland erklärt Russland den Krieg. Durch die Russisch-französische Allianz (Entente) hat die Kriegsbedrohung nun kontinentale Ausmaße angenommen und steht vor der Haustüre Luxemburgs und Cavembourgs.


Die Regierungspartei DCC, die im Königreich seit Jahrzehnten, mit nur kurzen Unterbrechungen, alleine regiert hatte, konnte Bestrebungen das Land militärisch aufzurüsten immer eindämmen, zumal diese pazifistische Politik mit der Unterstützung des Königshauses rechnen konnte. So hatte Cavembourg, bis auf eine kleine, 20 Mann starke königliche Wachmannschaft, keinerlei militärische Streitkraft.

1. August 1914: Königin Paula kehrt am Abend von ihrer diplomatischen Reise aus Berlin zurück. Noch in der Nacht klärt sie ihren Ministerpräsidenten über den Ernst der Lage auf: "Wilhelm ist umringt von Hyänen. Er hat bereitwillig alles fahren lassen und ihnen (dem Generalstab um Helmuth von Moltke) Europa zum Fraß vorgeworfen. Es gibt keine Garantien mehr und das Land ist nicht sicher. Aber ich konnte eine kleine Kleinigkeit bewirken ... wir werden sehen, ob das Kriegsgetös´ diesen Leuten die Sinne vernebelt."

2. August 1914: Alle Touristen werden aufgerufen das Land zu verlassen. Das cavembourgische Parlament verabschiedet ein Hilfegesuch an das Nachbarland Luxemburg, mit der Bitte, eine Abteilung luxemburgisches Militär abzukommandieren und entlang der gemeinsamen Grenze Aufstellung nehmen zu lassen. Die luxemburgischen Soldaten sollen einem vordringenden Feind, egal ob Franzosen oder Deutschen, in höflichster Form in Kenntnis setzen, dass diese sich auf neutralem, unverletzlichem Gebiet aufhalten und ihre Anwesenheit eine Verletzung internationaler Verträge darstellt.
Dazu kommt es aber wegen der sich überschlagenden Ereignisse nicht.

Bild
Bild: Die Tageszeitung "Der Bebilderte Monarch" titelt am 29. Juli 1914: Europa starrt in Waffen! Nur Cavembourge duckt sich hinter den Rücken seines Tantchen Lëtzebuerg (Luxemburg) und hofft der Krieg möge an ihm vorüberzieh'n, wie damals 1870.
Der Leitartikel: "Europas Schicksalsstunde!
 Cavembourg. Ein Krieg zwischen Österreich und Serbien, anscheinend ein kleines Feuerchen, das uns weltfern, in Wirklichkeit ein Brand, der auch unser Haus bedroht, und das zum Weltenbrande emporlodert! Österreich mit Serbien im Kriege. Schon wird in Petersburg genau so mit dem Säbel gerasselt wie in Wien. Und der deutsche Kaiser Wilhelm schielt nach Westen! Frankreich und vielleicht auch England an der Seite Russlands. Dann haben wir den europäischen Krieg, einen Kampf aller gegen alle. Was bleibt noch ruhig: die skandinavischen Reiche, Spanien, Portugal. Italien, wer weiß? Die Balkanstaaten gewiss nicht. Und Cavembourg? Das hofft und versteckt sich hinter Londoner Verträgen. Europa starrt in Waffen und Ströme Blutes tränken die Erde. Ein trübes, trauriges Zukunftsbild."


Bild

Bild: Klein-Cavembourgel duckt sich hinter Tantchen Luxemburgel: "L'allemands passe á autre chose!..." - Deutsche zieht weiter!


Fortsetzung folgt....
Zuletzt geändert von greg am Sa 25. Mai 2019, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: 1.Weltkrieg Teil 1 - Tante Luxemburgel hilf!

#297

Beitrag von Vorarlberg-Express » Fr 13. Jul 2018, 13:48

Hallo Gregor,
Jetzt wo's spannend wird endet der Bericht... :bigeek:
Fragen über Fragen bleiben offen: :?: :?:
War der Rücken von Tante Luxemburgel breit genug? Est-ce que les Allemands gardaient les pactes internationaux? Konnte Cavembourg seine Neutralität bewahren? Produzierte die K.C.D.M. nun Kriegsgeräte, die sich bei Bedarf in Dampfloks verwandeln konnten? Ist die "schöne Württembergerin äh Cavembourgerin" in Wirklichkeit ein Panzerkreuzer? :fool: Hatte Paula weiterhin Freude an ihrem Automobil und genug Sprit?

Gespannt warte ich auf eine Fortsetzung...

Schönes Wochenende

Gerhard

PS: Toll gemacht, :gfm:

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Re: Cavembourg: 1.Weltkrieg Teil 1 - Tante Luxemburgel hilf!

#298

Beitrag von greg » Do 19. Jul 2018, 19:58

Hallo Gerhard! Hallo Freunde Cavembourgs!

Keine Sorge, morgen gehts weiter.... :mrgreen:

Ich möchte nicht zuviel verraten, aber das kleine Königreich geht schon einen merkwürdigen Weg in diesen schweren Zeiten.

Bis morgen also und viel Spass zum Wochenende wünsche ich euch :sabber:

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Cavembourg: 1.Weltkrieg Teil 2 - Der schwarze Zug

#299

Beitrag von greg » Fr 20. Jul 2018, 08:37

1. Weltkrieg Teil 2: Der schwarze Zug

Hintergrund:
2. August: Angeblich um das Vorrücken französischer Soldaten zu verhindern, dringen gegen 3 Uhr morgens die ersten deutschen Truppen per Automobil und auf Motorrädern über die Wasserbilliger Brücke in Luxemburg ein. Die Deutschen wollen den französischen Festungsgürtel zwischen Verdun und Belfort umgehen und unter Verletzung der Neutralität Luxemburgs, Cavembourgs und Belgiens, Frankreich von Nordosten angreifen (Schlieffenplan).

2. August 1914: Gegen 7 Uhr früh fährt ein gepanzerter Zug, der aus einer gepanzerten Dampflokomotive, einem Eisenbahngeschütz, einem Mannschaftswagen, einem Güterwagen, sowie einem mit Eisenbahnschienen beladenen Niederbordwagen besteht, in den Bahnhof Cavembourg/Stadt ein. Dem Zug entsteigen ein Hauptmann und etwa 30 Soldaten. Innenminister Marcel Jamet überreicht einem mitfahrenden deutschen Offizier eine Protestnote der cavembourgischen Regierung, worauf dieser antwortet, er habe nur Befehl die Eisenbahnstrecke vor den vorrückenden Franzosen zu sichern.
Gegen 8 Uhr fährt der Zug weiter Richtung Luxemburg/Stadt. Die ausgestiegenen Soldaten bleiben am Bahnhof zurück und werden im Verwaltungsgebäude des Bahnhofs einquartiert.
Die Deutschen wähnen hinter jedem Busch einen Franzosen, da Berlin den einrückenden Truppen weisgemacht hat, ein französischer Überfall auf Luxemburg sei zu erwarten, wenn er denn nicht schon stattgefunden habe.

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Fotos: Der „Schwarze Zug“. Bemerkenswert ist, dass es einem Fotografen gelang, am Morgen des 2. August vom Panzerzug im Hauptbahnhof mehrere Fotos zu machen. Sie zeigen die mit Stahlplatten verkleidete Lokomotive, einen mit Stahlplatten und Holzplanken verkleideten Mannschaftswagen und ein „Zuggeschütz“. Das Zuggeschütz ist eine 10cm-Kanone, die drehbar auf einen offenen Güterwagen gesetzt wurde.
Als die beiden Kanoniere des Geschützwagons den Fotografen bemerken, klettern sie auf den Wagon. Wer die beiden sind, ist nicht überliefert.


Die Lokomotive und der Mannschaftswagen waren, damals noch ungewöhnlich, fast komplett mattschwarz lackiert, weshalb er im Volksmund die Bezeichnung „Schwarzer Zug“ bekam. Natürlich weckte er großes Interesse im Eisenbahnland Cavembourg und auch wenn er nur etwa eine Stunde im Bahnhof stand, stiftete er das geflügelten Wort: „... sonst holt dich der Schwarze Zug!“ Das genügte meist, um alles Unbetragen bei kleinen Buben und Mädchen sofort zu beenden.
Diesen provisorisch gepanzerten Zug verbesserte das Deutsche Heer im Verlauf des Krieges immer weiter. Er wird nach Kriegsende nach Cavembourg zurückkehren.


Fortsetzung folgt....
Zuletzt geändert von greg am Fr 31. Aug 2018, 08:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: 1.Weltkrieg Teil 2 - Der schwarze Zug

#300

Beitrag von Miraculus » Fr 20. Jul 2018, 16:16

Huhu Gregor,

und wieder dreht Cavembourg, zugegeben eher ungewollt, mit am großen Rad der Geschichte.

Mit dem schwarzen Zug, genannt Kleine Erna, der Cousine der Dicken Berta

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha

und Tante der Grünen Minna

https://www.google.de/url?sa=t&source=w ... wN8dK_PpzS

fuhr ein Mythos der deutschen Kriegsmaschinerie in Cavembourg ein. Wie gut, dass es davon nun auch lange unentdeckte zeitdokumentarische Fotografien gibt.

Somit ein Widerspruch zu Erich Maria Remarques zeitlosem Klassiker "Im Westen nichts Neues", hier in den 30ern verfilmt

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Quelle: https://www.google.de/search?biw=360&bi ... ikFbgMUn2M:

Voller Vorfreude auf die Fortsetzung grüßt
Peter

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