Cavembourg: Wein im Königreich Teil 2 - Von Fasswagen, Liquid Chlorine und dem Wiener Weinskandal von 1982

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 2. Die DCC

#101

Beitrag von TTFux » Di 26. Sep 2017, 20:49

Sehr verehrter Herr Hofchronist von, nach und zu Cavembourg,

Soeben war es mir gegönnt Einschau in die Geschichtsblätter Ihres beschaulichen Cavembourg zuhalten. Gespannt habe ich die einzelnen Einträge und die damit verbundenen Vorkommnisse studiert. Mit großer Vorfreude sehne ich mich den kommenden Erzählung Ihrerseits entgegen.

Mit hochachtungsvollen Grüßen
Erich Bollermann
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 2. Die DCC

#102

Beitrag von shaddowcanyon » Mi 27. Sep 2017, 09:40

Hallo Gregor,

Cavembourg ist ja wirklich wie aus der realen Welt geschnitten. Großartig, in einem ex-großherzoglichen Bundesland wie dort, wo ich wohne, hat man da ab und zu ein Deja-Vu-Erlebnis. Meiner Frau geht es ebenso.

Ist die DCC eigentlich für die 50-%-Frauenquote ? Ich habe irgendwo gelesen, die DCC habe ein "symmetrisches" Protokol. Oder ist das was anderes ?

Grüße

Hans Martin & Manu
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 2. Die DCC

#103

Beitrag von Vorarlberg-Express » Mi 27. Sep 2017, 22:51

Sehr geehrter Herr Hofchronist,
wenn ich mich in die Zeit Cavembourgs zurückversetze, und wahlberechtigt gewesen wäre, dann glaube ich, ohne die anderen Parteien genauer zu kennen, dass ich mich für DCC entschieden hätte. Das Protokoll dieser Richtung wirkt schlüssig und die Partei macht einen zukunftsträchtigen Eindruck . Gab es denn auch schon die, manche sagen, anachronistisch wirkende Gruppierung der Analogies? Der Eindruck täuscht, denn auch diese Richtung hat neben den anderen Parteien Cavembourgs bis heute überlebt.
Vielen Dank für die sehr erhellende Chronik
Hochachtungsvoll

Der Papa von

Toni aus Müselbach
(Der Toni versteht des no ned :D )

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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 3. Der Selectrix SX

#104

Beitrag von greg » Do 28. Sep 2017, 08:48

Die Parteien der jungen Demokratie Cavembourgs - 3. Der Selectrix

Der „Selektive Traditionalisten Komplex“ (Selectrix)
ist eine politische Gruppierung aus dem die Partei MFX ursprünglich hervorging. Ihre Anhänger glauben fest an eine Rückkehr Heinrichs auf den Thron und weigern sich seinen Tod anzuerkennen. Die Heinrich-Verehrung geht über ein gesteigertes Andenken hinaus und ist schon als Personenkult zu bezeichnen. Sie sehen sich als die wahren Bewahrer des Königtums und möchten den Status Quo im Land bis zu Heinrichs Rückkehr beibehalten.

Bild
Foto: Das Wahlplakat der Selectrix mit dem Konterfei Heinrichs I. Die Ereignisse um die Heinrichsburg und das Verschwinden des Königs spielten im Wahlkampf eine wichtige Rolle

Als vierte und letzte Partei folgt die FMZ....
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 3. Der Selectrix SX

#105

Beitrag von greg » Do 28. Sep 2017, 09:31

Hallo Freunde Cavembourgs

Danke für eure Kommentare! :D

@Hans Martin & Manu: Die DCC stand u.a. für die Gleichberechtigung von Frau und Mann. Forderungen nach einer 50%-Quote gab es, meines Wissens, damals noch nicht. Trotzdem war die DCC eine sehr moderne Partei, die viele Entwicklungen schon früh voraussah und sich einige Jahre später zur "OpenDCC" entwickelte. Eine innovative Partei die in ihrem "christlichen" Selbstverständnis offen ist für alle Spielarten des Menschseins und sich gegen jede Form von Diskriminierung ausspricht. So vertrat sie bereits ab den 1920gern als erste Partei weltweit z.B. die Interessen von Transgender oder Homosexuellen lange bevor diese Begriffe in anderen europäischen Ländern überhaupt ins gesellschaftliche Bewusstsein traten.


@Gerhard: Die Parteienlandschaft Cavembourgs birgt tatsächlich bis heute eine kleine Partei, die sich "Die Analogen" nennt. In der ersten Wahl 1874 spielte sie aber noch keine Rolle, da sie die moderne Lebensweise, die Monarchie und die Demokratie ablehnte und bis heute eher einen anarchistischen Charakter hat. Ihre Anhänger wollen ein einfaches, ursprüngliches Leben im Einklang mit der Natur - so wie es ganz am Anfang in den Höhlen Cavembourgs praktiziert wurde. In den späten 1960ern, zur Zeit der Hippie-Kultur, konnte sie vorübergehend mit 7,5 % ins Parlament einziehen (es gab da ein paar legendäre Skandale und Vorkommnisse, von denen ich zu gegebener Zeit berichte).

Eine schöne Restwoche wünscht euch

gregor 8)
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 3. Der Selectrix SX

#106

Beitrag von Miraculus » Do 28. Sep 2017, 20:17

Hi Gregor,

Danke für die eingehende Beschreibung der Parteienlandschaft Cavembourgs.

Wie mein Vorredner schon schrieb denke ich, dass sich viele, auch Nicht-Cavembourger mit der DCC arrangieren könnten und sich dort wieder finden.

Selectrix hat auch was 8) . Heinrich lebt noch immer unter uns :shock: :bigeek: . Als Reinkarnation des King himself. Denn Elvis lebt ja bekanntlich auch noch :fool: :fool:

Und es ist ja nicht so, als ob der Selektive Traditionnalisten Komplex Komplexe in irgendeiner Form hätten :mrgreen: :mad: :redzwinker:

Bitte weiter so.

Gruß
Peter

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Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 4. FMZ

#107

Beitrag von greg » Fr 29. Sep 2017, 06:54

Die Parteien der jungen Demokratie Cavembourgs – 4. Die Partei FMZ

Die Partei „Für mehr Züge“ FMZ stand für den Ausbau des Schienennetzes und der Infrastruktur. Sie sah die Zunahme von Pferdefuhrwerken und Kutschen auf den Straßen kritisch und forderte eine regelmäßige staatliche Straßenreinigung sowie eine Beschränkung des Individualverkehrs. Die FMZ ging aus einer Vereinigung von Eisenbahnmitarbeitern der SRCF hervor und existiert heute nicht mehr.

Bild

Foto: Das Wahlplakat der FMZ zeigt die innovative Kraft dieser Partei. Die abgebildete Lokomotive ist in ihrer Bauart für die damalige Zeit visionär - Die Lokomotive wird es in dieser Form erst rund 30 Jahre später geben.

Fortsetzung folgt...
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 4. Die FMZ

#108

Beitrag von TTFux » Fr 29. Sep 2017, 20:48

ein freundliches Hallo nach Cavembourg,

nach dem ich nun alle Parteiprogramme studiert habe, würde ich mein Kreuz bei der letztgenannten Partei hinterlassen.
Scheinen mir diese doch am zukunftsträchtigsten zu sein :fool: :redzwinker: :gfm:

Schönen Abend dir noch
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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 4. Die FMZ

#109

Beitrag von Jandrosch » Sa 30. Sep 2017, 19:24

Hallo Gregor,
sehr abwechslungsreich und vielseitig, was man aus Cavembourg so liest.
Bin mal gespannt, wer das Rennen macht und wie hoch die Wahlbeteiligung ist :wink:

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Re: Cavembourg: Die Parteien der jungen Demokratie - 4. Die FMZ

#110

Beitrag von greg » Mo 2. Okt 2017, 19:31

Jandrosch hat geschrieben:
Sa 30. Sep 2017, 19:24
Hallo Gregor,
sehr abwechslungsreich und vielseitig, was man aus Cavembourg so liest.
Bin mal gespannt, wer das Rennen macht und wie hoch die Wahlbeteiligung ist :wink:
Hallo Jandrosch

Danke für deinen Kommentar! Alles über die erste freie Wahl in Cavembourg kannst du hier nachlesen: Die Zeit nach König Heinrich I. - Einen schönen Wahlsonntag!
Die Wahlbeteiligung war nicht so hoch, wie man vermuten könnte: 71 %. Grund dafür ist, dass die Demokratisierung nicht nur Wohlwollen ausgelöst hat. Man darf nicht vergessen, dass Cavembourg von Monarchisten gegründet und aufgebaut worden war. So gab es eine breite gesellschaftliche Tradition des Königtums und entsprechende Skepsis gegenüber des modernen Parlamentarismus. Das zeigt sich auch in der Parteienlandschaft. Die größte Partei wurde diejenige, die sich zu Tradition und König bekannt hatte und gegenüber demokratischen Ordnungen ablehnend zeigte :zahnlos:

Grüsse aus Cavembourg!
gregor 8)
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Die Zeit nach König Heinrich I. - Die IWAKURA-Mission besucht Cavembourg

#111

Beitrag von greg » Mo 2. Okt 2017, 19:39

Die Zeit nach König Heinrich I. - Die IWAKURA-Mission besucht Cavembourg

Eine japanische Reisegruppe unter Leitung von Fürstin Iwakura Tomomi besuchte zwischen 1871 und 73 Teile Nordamerikas und Europas um die europäischen Staaten, ihre Staatsform, die Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie zu erkunden. Die Erkenntnisse, die auf dieser Mission gewonnen werden, spielen für die Entwicklung des modernen japanischen Staates eine entscheidende Rolle.
Das deutsche Kaiserreich, aber auch die Krise der Monarchie in Cavembourg, bestätigte und beflügelte die japanischen Gesandten, ihre eigene Monarchie nach dem Ende des japanischen Shogunats zu reformieren (Meiji-Restauration).
In der Folge nimmt Japan als erstes außereuropäisches Land diplomatische Beziehungen zu Cavembourg auf. Noch heute spielt die tiefe Freundschaft beider Länder eine bedeutende Rolle in den asiatisch-europäischen Beziehungen.

Bild

Foto: Ministerpräsident Napf begrüßt mit seiner Frau am 1. Juni 1873 die hochrangigen Gäste aus Japan am Bahnhof Cavembourg/Stadt. In der Bildmitte Fürstin Iwakura, Paula Napf mit Hut neben ihrem Mann. Die Ministerpräsidentengattin und die Fürstin verbinden seit diesem Besuch eine enge Freundschaft. Später besuchte Paula Napf Japan mehrere Male und erhielt Zugang an den kaiserlichen Hof.

Fortsetzung folgt....
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Cavembourg: Der König ist tot! Land lebe der König!

#112

Beitrag von greg » Sa 7. Okt 2017, 13:22

Der König ist tot – lang lebe der König!

8. Oktober 1874:
In der ersten Abstimmung des neuen Parlaments wird Karl Napf einstimmig zum neuen König gewählt.
Sein offizieller Titel lautet: „König von Cavembourg, Großherzog der Hügel, Retter des Landes und Untierbezwinger, Karl der Erste“. Die Machtbefugnisse des neuen Königs waren stark beschnitten, er hatte fast nur noch repräsentative Aufgaben.
Die folgenden Aufnahmen wurden später als Postkarten vermarktet:

Bild
Foto 1: Der König fuhr standesgemäß mit einem feierlich geschmückten Zug zum Bahnhof Heinrichsburg. Von hier aus ging es zu Fuß hinüber zum Krönungspavillon.

Bild
Foto 2:
Der Krönungspavillon bildete auch bei der Krönung von Karl I. den feierlichen Rahmen. Das Gebäude wurde zu diesem Zweck von seinem ursprünglichen Standort im Wald abgebaut, renoviert und am Fuß der Neuen Burg aufgestellt. Nach dem Krönungszeremoniell im Pavillon schritt der König zu Fuß zur Burg hinauf und wurde hier von den Parlamentariern unter großem Jubel begrüßt.
Das Foto zeigt König Karl I. (im Pavillon). In seinen Händen als Symbol seines Titels „Untierbezwinger“ die silberne Büchse, links seine Ehefrau Paula, rechts als Symbol des jungen Staates der Junge im Matrosenanzug.
Bereits bei der ersten Krönung Heinrichs I. war ein Junge im Matrosenanzug auf dem offiziellen Krönungsgemälde abgebildet (siehe auch Kapitel Die Verfassung 1848). Es ist unwahrscheinlich, dass es sich um den gleichen Knaben handelt, da dieser zum Zeitpunkt der Krönung Karl I. ein ausgewachsener Mann gewesen sein müsste. Zwei berittene Leibgardisten und einige Staatsgäste sind zu sehen, weiter Richtung Burg auf halber Höhe spielt eine Musikkapelle.


Bild
Foto 3:
Der Originalpavillon befindet sich heute im Königlichen Heimatmuseum am Kalkofen (dort wo auch Heinrichs Kiste ausgestellt ist – siehe Heinrichs Flucht aus Cavembourg 1864). Ein originalgetreuer Nachbau steht an der ursprünglichen Stelle am Aufstieg zur Neuen Burg. Für Königs-Krönungen wurde das Original nicht mehr genutzt. Eine Messingtafel und eine Staatsfahne erinnern an die historische Bedeutung des Ortes. Der Nachbau dient heute als Wartehäuschen für Touristenbusse.

Eine Fähnlein Pfadfinder hat sich für das Foto gruppiert.


Fortsetzung folgt...
Zuletzt geändert von greg am So 17. Jun 2018, 08:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#113

Beitrag von reinout » Sa 7. Okt 2017, 15:34

So eine Burg sieht immer schön beeindruckend aus, so von unter aufgenommen.

Was mich gefällt: wie du die gleiche Stelle für mehrere zeitlich unterschiedliche Szenen benutzt. Obwohl dadurch ab und zu wichtige Denkmaler zur Bushaltestellen degradiert werden... :D

Reinout
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Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#114

Beitrag von Miraculus » Sa 7. Okt 2017, 16:35

Grüzi Gregor vom schwäbischen Meer,

Vive le Cavembourg et le Roi Charl(es?). Klasse dass die Geschichtsschreibung von Cavembourg weitergeht. Finde ich aus persönlichen (Namens)Gründen natürlich hervorragend, dass der nächste König Karl heißt :lol: :wink: . Da fühlt man sich gleich richtig zu Hause.

Nun möchte ich mich Reinout anschließen. Ich bin ebenfalls davon begeistert, dass Du die gleichen Fotostandorte und Aufnahmen aus verschiedenen zeitlichen Epochen Cavembourgs ausgegraben hast und uns vorstellst.

Wenn ich mir nun die Bilder so betrachte, insbesondere die Silberbüchse, so lande ich unweigerlich wieder bei einem Karl (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_May). Das nimmt langsam überhand hier mit den vielen Karls :mad: :mad: . Die Parallelen zu Old Shatterhand, der ja von Winnetou auch mit "Scharli" (Charlie = Karl) angeredet wurde ( :shock: Du hier https://de.wikipedia.org/wiki/Old_Shatterhand), sind unübersehbar.

Ich glaube, dass Karl May, der ja erst in seinen späten Jahren wirklich in den Vereinigten Staaten weilte, des Öfteren Cavembourg besuchte und dort mit Heinrich (vereweigt im Henrystutzen :roll: ?) und Karl Napf, dem späteren König Karl I., Ideen für seine literarischen Erzählungen fand. Und um beim Namen Karl zu bleiben, ich denke das May sich Paula als Vorbild nahm und ihr als Kar(l)a Ben Nemsi ein Denkmal setzte. Ben Nemsi, der ja im Orient unterwegs war, ist ja eigentlich gleichzusetzen mit Old Shatterhand (sprich das Ehepaar Napf als eine Einheit). Da aber emanzipierte Frauen in dieser Zeit der Männerwelt suspekt und unheimlich vorkamen, verklausulierte May Paulas Namen in Kar(l)a :wink: :lol: .

Der Junge im Matrosenanzug heißt nicht zufälligerweise Donald mit Vornamen :shock: . Ich kenne da nämlich einen sehr bekannten Onkel, der auch als Erwachsener noch im Matrosenanzug herumläuft. Wenn ich mich recht erinnere ist der wahrscheinlich auch noch ein Vorfahre eines noch heute sehr agilen Leadgitarristen einer Wechsel- und Gleichstromband aus Down Under, der auch als Erwachsener in Schuluniform herumrennt und einen daherzappelt, dass der Suppenkasper ein Waisenknabe dagegen ist :mad: :lol: :wink: . Der steht auch ständig unter Strom und ist vermutlich enthusiastischer Modellbahner sowohl der AC-, als auch der DC-Fraktion :mrgreen: :redzwinker:

Bitte weitermachen. Dankeee.

Grüßli
Peter

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#115

Beitrag von Jandrosch » Sa 7. Okt 2017, 21:05

Hallo Gregor,
welch ein internationaler Flair .....
Da gibt es Passagen, bei denen möchte man glatt das Geschichtsbuch aufschlagen und nachlesen :wink:

Schöne kurzweilige Geschichten :gfm:

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#116

Beitrag von greg » Mo 9. Okt 2017, 09:38

Miraculus hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 16:35

Wenn ich mir nun die Bilder so betrachte, insbesondere die Silberbüchse, so lande ich unweigerlich wieder bei einem Karl (https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_May). Das nimmt langsam überhand hier mit den vielen Karls :mad: :mad: . Die Parallelen zu Old Shatterhand, der ja von Winnetou auch mit "Scharli" (Charlie = Karl) angeredet wurde ( :shock: Du hier https://de.wikipedia.org/wiki/Old_Shatterhand), sind unübersehbar.

Ich glaube, dass Karl May, der ja erst in seinen späten Jahren wirklich in den Vereinigten Staaten weilte, des Öfteren Cavembourg besuchte und dort mit Heinrich (vereweigt im Henrystutzen :roll: ?) und Karl Napf, dem späteren König Karl I., Ideen für seine literarischen Erzählungen fand. Und um beim Namen Karl zu bleiben, ich denke das May sich Paula als Vorbild nahm und ihr als Kar(l)a Ben Nemsi ein Denkmal setzte. Ben Nemsi, der ja im Orient unterwegs war, ist ja eigentlich gleichzusetzen mit Old Shatterhand (sprich das Ehepaar Napf als eine Einheit). Da aber emanzipierte Frauen in dieser Zeit der Männerwelt suspekt und unheimlich vorkamen, verklausulierte May Paulas Namen in Kar(l)a :wink: :lol: .

Der Junge im Matrosenanzug heißt nicht zufälligerweise Donald mit Vornamen :shock: . Ich kenne da nämlich einen sehr bekannten Onkel, der auch als Erwachsener noch im Matrosenanzug herumläuft. Wenn ich mich recht erinnere ist der wahrscheinlich auch noch ein Vorfahre eines noch heute sehr agilen Leadgitarristen einer Wechsel- und Gleichstromband aus Down Under, der auch als Erwachsener in Schuluniform herumrennt und einen daherzappelt, dass der Suppenkasper ein Waisenknabe dagegen ist :mad: :lol: :wink: . Der steht auch ständig unter Strom und ist vermutlich enthusiastischer Modellbahner sowohl der AC-, als auch der DC-Fraktion :mrgreen: :redzwinker:

Bitte weitermachen. Dankeee.

Grüßli
@Hallo Peter

das mit Karl May alias Mai ist dir hoffentlich nicht entgangen: Karl Napf ist höchstwahrscheinlich Karl Mais "Old Dapferhand", wie ich bereits im Kapitel Heinrichs Kindheit und Jugend beschrieben habe:

"Der Schriftsteller Karl Mai erschuf Karl Napf aus Dapfen ein literarisches Denkmal mit seinen Romanen „Winnipou 1-3“, die das Leben Napfs als „Old Dapferhand“ im Wilden Westen und als Kara Ben Napfi mit der Erzählung „Im Reich des goldenen Tigers“ seine Zeit in Persien nachzeichnen. Auch Napfs Abenteuer in Cavembourg wurde von Mai literarisch mit dem biografischen Roman „Old Dapferhand und das Wolfstier von Cavembourg“ bearbeitet. Grundlage für diesen Roman waren Napfs umfangreiche Tagebücher, die auch während seines Aufenthalts in Cavembourg entstanden sind und Karl Mai bei einer Auktion in London erwerben konnte.
Diese Tagebuchaufzeichnungen inspirieren die Kunstwelt bis heute. Bran Stoker übernahm große Teile der Flucht Heinrichs I. sowie das Wolfsthema in seinen Roman „Dracula“ und George Lucas, ein großer Verehrer der Romanfiguren Karl Mais und Erfinder von „Indiana Jones“ und „Star Wars“, soll zu einem mittelbegabten Drehbuchschreiber geäußert haben: „Mai´s words be with you“ – ein Satz, der in seinen Filmen und bei seinen Fans in vielen Variationen Verbreitung fand .... "


Dazu die Buchgestaltung des Romans von 1965 in der XII. Auflage:

Bild

weitere Karl Mai Bücher aus dieser Auflage hatten natürlich eine ähnliche Buchgestaltung (wobei hier Mai fälschlicherweise mit "Y" geschrieben wurde): Bild

Die Sache mit George Lucas bezieht sich auf den 4. Mai - dem "Star Wars Tag". Der sich richtigerweise aber nicht auf die "Macht" sondern eben auf Karl Mai bezog.....

Mein Text hat sehr viele verwirrende Querverweise, die ich alle mal mit entsprechenden Links ausstatten werde....viele Gags gehen irgendwie unter.... :oops:

Der Junge im Matrosenanzug ist keine Ente - soviel steht fest. Ob sich Herr Barks irgendwie davon inspirieren ließ, kann ich nicht sagen.... :wink: aber ein guter Hinweis, dem ich nachgehen werde!

Grüssle und Danke für deine stetige und freundliche Kommentierung! 8)

gregor 8)
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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#117

Beitrag von Miraculus » Mo 9. Okt 2017, 09:44

Grüzi Gott Gregor,

uups, hatte ich so nicht mehr auf'm Schirm :oops: . Aber jetzt, wo Du's schreibst :wink: :lol: . Hab mich wohl in "unseren" sämtlichen Querverweisen und Parallelwelten verlaufen :roll: 8) :D .

In jedem Fall ist deine Geschichte wunnebar und ich lese eifrig weiter.

Bodenseegrüßle
Peter

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#118

Beitrag von greg » Mo 9. Okt 2017, 09:46

reinout hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 15:34
So eine Burg sieht immer schön beeindruckend aus, so von unter aufgenommen.

Was mich gefällt: wie du die gleiche Stelle für mehrere zeitlich unterschiedliche Szenen benutzt. Obwohl dadurch ab und zu wichtige Denkmaler zur Bushaltestellen degradiert werden... :D

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@Hallo Reinout

da ich ein Fan deiner Eifeler Geschichten bin, freut es mich besonders, wenn dir meine Geschichte auch gefällt! Über die "Neue Burg" wird es in der nächsten Folge noch mehr Bilder geben, da ein Luftfahrtpionier 1874 zu Besuch in Cavembourg war und spektakuläre Luft-Bilder der Burg aufgenommen hat.

Der Original-Pavllion ist im Museum - an seinem Standort steht nur eine Replika....und die dient heute als Bushaltestelle. :wink:

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#119

Beitrag von greg » Mo 9. Okt 2017, 09:49

Miraculus hat geschrieben:
Mo 9. Okt 2017, 09:44
Grüzi Gott Gregor,

uups, hatte ich so nicht mehr auf'm Schirm :oops: . Aber jetzt, wo Du's schreibst :wink: :lol: . Hab mich wohl in "unseren" sämtlichen Querverweisen und Parallelwelten verlaufen :roll: 8) :D .

In jedem Fall ist deine Geschichte wunnebar und ich lese eifrig weiter.

Bodenseegrüßle
...kein Problem - ist ja auch schon eine Weile her... :oops:

Erhole dich gut!!

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Re: Cavembourg: Der König ist tot! Lang lebe der König!

#120

Beitrag von greg » Mo 9. Okt 2017, 09:55

Jandrosch hat geschrieben:
Sa 7. Okt 2017, 21:05
Hallo Gregor,
welch ein internationaler Flair .....
Da gibt es Passagen, bei denen möchte man glatt das Geschichtsbuch aufschlagen und nachlesen :wink:

Schöne kurzweilige Geschichten :gfm:
@Hallo Jandrosch

Danke für dein Lob! :D

Ich bekomme immer wieder Fragen, wie das oder jenes gemeint ist und merke, dass viele meiner Gags und Querverweise untergehen.... :oops: darum werde ich in nächster Zeit die bestehenden Kapitel und die neuen mit entsprechenden Links ausstatten, damit man bei Interesse den Andeutungen nachgehen kann (ohne extra ein Geschichtsbuch aufschlagen zu müssen :wink: )
Da hat sich ganz schön was angesammelt.

Viele Grüsse aus Cavembourg

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Cavembourg: Nadar und die Neue Burg

#121

Beitrag von greg » Sa 14. Okt 2017, 08:23

Nadar und die Neue Burg

1873 – 1875: Nach der Zerstörung der Heinrichsburg wird die „Neue Burg“ erbaut.

Die „Neue Burg“ ist Sitz der Regierung und des Parlaments von Cavembourg.
König Karl I. wollte einen Ort, der Demut und Respekt vor den Aufgaben des Staates, Zeit zur inneren Einkehr aber auch Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Zeit bietet. Bei der Gestaltung verzichtete man daher gänzlich auf repräsentative Elemente in der Architektur. Die Burg liegt auf einem der höchsten Berge des Landes und kann auch heute vom Bahnhof Heinrichsburg nur über einen schmalen Weg zu Pferd oder zu Fuß erreicht werden.
Die Ruine Heinrichsburg blieb als Mahnmal erhalten. Einige Bauteile fanden in der neuen Burg Verwendung.

Bild

Bild 1: Als Pionier für Foto-Aufnahmen aus der Luft gilt der französische Fotograph Gaspard-Félix Tournachon, genannt Nadar. Er fotografierte mittels eines Ballons aus der Luft und unternahm mit seiner Frau weite Reisen damit. Trotz des unglücklichen Ausgangs einer Reise von Paris nach Hannover 1863, wobei er und seine Frau schwere Verletzungen bei einer unsanften Landung erlitten, wagte er im August 1876 eine Ballonfahrt von Marseille nach Cavembourg.

Bild

Bild 2: Gefährliche Lage des Ballons „Le Géant“ auf hannoverischem Boden, Grafik in der „Illustrirten Zeitung“, 1863, gemeinfrei

Bild

Bild

Bild 3 + 4: Luftaufnahmen auf die „Neue Burg“ von Nadar 1876. Die Reise im Ballon von Marseille nach Cavembourg verlief unfallfrei und ermöglichte eine Vielzahl spektakulärer Luftaufnahmen.

Bild

Bild

Bild 5 + 6: Nadar und seine Frau in ihrem Ballon „Le Nain“ über Cavembourg. Bemerkenswert ist die Konstruktion des Luftgefährts. Durch ein ausgeklügeltes System war es möglich den Ballon in gewissem Umfang zu steuern und kontrolliert auf- und absteigen zu lassen. Nadar perfektionierte diese Technik nach seinen schmerzlichen Erfahrungen mit dem ersten Ballon „Le Géant“. In der Kajüte war Platz für zwei Personen und Proviant. Durch den kontrollierten Sink- und Steigflug war es möglich z.B. während des Fluges Wasser mit einem Eimer aus einem Bach zu schöpfen, zwischen Bergen hindurchzusteuern und sanfter auf dem Boden aufzusetzen.


Bild

Bild 7: Diese Aufnahme entstand von der gegeüberliegenden Ruine Heinrichsburg. Man kann Nadar erkennen, wie er auf dem Kajütendach seine Kamera in Position bringt. Neben ihm am Rand sitzend seine Frau.


Die Neue Burg heute


Bild

Bild 8: Auch wenn die Burg nun schon über 140 Jahre alt ist wird sie immer noch "Neue" Burg genannt. Ihre Funktion hat sich nicht geändert.

Bild

Bild 7: Wenn der König in der Burg weilt, bewachen zwei berittene Leibgardisten das Burgtor. Sie sind bei Touristen als Fotomotiv sehr beliebt.

Bild

Bild 8: Der Burghof. An ruhigen Tagen kann man den Bewohner des Brunnens beobachten. Ist es der verwunschene Heinrich, der auf erlösende Liebkosung wartet? Beim Nähertreten entschwindet er mit einem Plumps im Wasser.....

Die Burg kann an sitzungsfreien Tagen des Parlaments besichtigt werden. Eintritt ist frei.

Fortsetzung folgt.....
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Re: Cavembourg: Nadar und die Neue Burg

#122

Beitrag von greg » Mo 23. Okt 2017, 09:58

Liebe Freunde Cavembourgs

auch hier kurz die Info, dass es natürlich weitergeht....Nadar war das letzte fertige Kapitel. Sozusagen Ende der 1.STAFFEL :mrgreen:
Die nächsten Szenen befinden sich noch in der Mache und brauchen auch noch etwas Zeit. Ich bitte euch um noch etwas Geduld :shame:

Bis bald hier in Cavembourg

euer

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Re: Cavembourg: Nadar und die Neue Burg

#123

Beitrag von punch » Do 26. Okt 2017, 16:13

Hallo Gregor,

in Cavembourg konnte man ja ohnehin nur noch staunen dank so vieler geschichtlicher Hintergrundberichte :gfm: :gfm:
Aber wenn das "nur " die 1. Staffel sein soll, was mag da noch alles kommen :o
Kann man denn schon die ultimative DVD-Komplett-Box aller Staffeln vorbestellen? :wink:

Kurzum, ich freue mich schon auf die 2. Staffel

Viele Grüße

Patrick
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Re: Cavembourg: Nadar und die Neue Burg

#124

Beitrag von Miraculus » Do 26. Okt 2017, 21:17

Hi Gregor,

will diesmal nicht viel schreiben. Muss ins Bett.
Dennoch. Wieder klasse Bilder und superschöne Abrundung der 1. Staffel. Bin auch bei der 2. Staffel dabei :fool:

Ich hätt dann aber doch lieber die Ext. Edition der BluRay-Version mit einer Figur des Heinrich oder besser noch Karl Napf mit Frau und dem Matrosenjunge :mad: :lol:


Grüße
Peter

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Cavembourg: König Karl I. besucht die Kolonie Fogo am Fogongo des Kaiserreichs Robanjiaa

#125

Beitrag von greg » Do 2. Nov 2017, 18:18

König Karl I. besucht die Kolonie Fogo am Fogongo des Kaiserreichs Robanjiaa

König Karl I. besucht auf Einladung Kaiser Robin I. von Robanjiaa die Kolonie Fogo am Fogongo in Zentralafrika. Karl (alias Kara-ben-Napfi) lernte den robanjiaischen Kaiser auf seinen Reisen durch den Sudan und seine Abenteuer „Im Lande des Mahdi“ kennen (die ebenfalls von Karl Mai in drei Romanen verarbeitet wurden). Während der Krise mit dem Wolfstier hatte Kaiser Robin seine Hilfe zugesichert und angeboten eine Gruppe erfahrener Großwildjäger nach Cavembourg zu entsenden.

König Karl bricht am frühen Morgen des 10. Juni 1890 mit einem Sonderzug vom Bahnhof Heinrichsburg Richtung Paris auf. In Paris koppelte man den cavembourgischen Salonwagen an den Interkontinentalexpress „Blaues Nilpferd“ an. Von hier aus ging es über Lyon, Genua, Rom in die Hafenstadt Brindisi. Mit dem Schiff über Alexandria durch den 1869 eröffneten Sueskanal zum Horn von Afrika ins französische Obock (Dschibuti). Am 30. Juni 1890 erreichte König Karl I. die Kolonie Fogo am Fogongo.

Bild

Foto: Das Foto zeigt Karl I. auf der Plattform des Salonwagens der SRCF am Bahnhof Heinrichsburg kurz vor der Abfahrt nach Paris am 10. Juni 1890. Seine Frau Paula Napf verabschiedet sich und ein Zeitungsjunge reicht ihm ein druckfrisches Exemplar der cavembourgischen Tageszeitung „Der bebilderte Monarch“.

Der Bericht des Afrika-Korrespondenten folgt....

:!: Kaiser Robin berichtet z.Zt. leider nur im Gesichterbuch über Fogo: https://www.facebook.com/media/set/?set ... 667&type=3 :!:
Zuletzt geändert von greg am So 5. Nov 2017, 21:17, insgesamt 1-mal geändert.
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