Cavembourg: Guillaume ist wieder zuhause. Danke an Toni aus Müselbach!

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Re: Cavembourg: Rückkehr nach Cavembourg

#51

Beitrag von greg » So 13. Aug 2017, 13:04

Hallo Birgit

Herzlich Willkommen in Cavembourg! :)

So eine Geschichte auszubreiten macht mir einfach Spass - auch wenn es (am Anfang) wenig mit Eisenbahn zu tun hat und es viel zu lesen gibt...

Die Mühle ist NUR ein Gips-Bausatz der Firma Modellbau Luft. Die haben tolle Sachen in dieser Richtung. Deine "süßen Häusle" sind ja Selbstbau und daher doch viel aufwendiger. Ich habe zu meiner Moba auch einen Baufred, da gibts noch mehr von Modellbau Luft.

https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=137131


Viel Spass in Cavembourg


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Re: Cavembourg: Rückkehr nach Cavembourg

#52

Beitrag von Miraculus » So 13. Aug 2017, 15:29

Salve Gregor,
das Grande Finale steht bevor :bigeek: . Ich steh Geweg bei Fuß (oder wie das heißt :wink: ) um deine Geschichte bis zum bitteren Ende zu begleiten.

Ich bin auf's äußerste Gespannt mit wem Heinrich nun "faire des galipettes avec quelq'un" in die Kiste sprang :lol: . Mit Paula Lehmann?

Ist Paula gar eine Art Akrinom für Wolf (franz. = loup = Poulette)? Dan Brown und seine sakrilegischen Illuminate lassen diabolisch aus dem Inferno grüßen :mrgreen: .

Wenn man 1 und 1 zusammezählt könnte Heinrich aber auch still, (durch die) Klamm und heim(nrich)lich auf vier Pfoten zurück nach Cavembourg gewandelt sein.

Old Dapferhand muss ja auch noch zu Ehren kommen. Nicht von ungefähr hat der ja den Nachnamen Napf, denn ein Napf dient dem Wolfstier bestimmt als Futtertrog :wink: .
Hach ist das aufreeegend, ja wo laufen sie denn, ja wo laufen sie denn hin?? :fool:
https://www.youtube.com/watch?v=Y0Zd8tB48z0

Freu mich auf die Auflösung der Geschichte.

Grüße
Peter

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Re: Cavembourg: Rückkehr nach Cavembourg

#53

Beitrag von greg » So 13. Aug 2017, 19:44

Hallo Peter!

ja ein wenig gedulden muß man sich noch...hab gerade nachgezählt: Es sind noch 4 oder 5 Kapitel bis zum Ende Heinrichs (je nach dem wie lange ich die Episoden ausdehne). Geschrieben sind sie - die Bebilderung fehlt zum Teil noch. Das nächste geht u.a. um den Hauptbahnof, der eröffnet werden will, dann um Napfs Tagebuchaufzeichnungen rund um das Wolfstier zusammen mit Illustrationen, schließlich wird die Heinrichsburg in ihrem heutigen Zustand als Ruine vorgestellt und dann zum Schluss wird das Geheimnis um Heinrich gelüftet (das ist fertig). :mrgreen:

Mit der SBBFK wünsch ich dir ein "Ach ist der Rasen schön grüün!" :fool:

Bis bald

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Re: Cavembourg: Rückkehr nach Cavembourg

#54

Beitrag von reinout » Mi 16. Aug 2017, 16:05

:D Das war allesamt sehr unterhaltsam :) Danke für deine Hinweis in meine Erzählungen-Thread! Vor allem die Google Maps Karte hat mich gefallen. Und die Namen der ursprüngliche Bewohner Cavembourgs.

Überraschend das man tatsächlich eindeutig die Kiste gefunden hat womit der König entkommen ist. Die einigermaßen bekannte Holländer Hugo Grotius ist auch in eine Bücherkiste entkommen. Diese Kiste ist aber in drei Unterschiedliche Museen zu bewundern :D

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Bau meiner Modellbahn: Eifelburgenbahn, eingleisig, Eifel, 1970.
Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 1 und die Eröffnung des Hauptbahnhofs

#55

Beitrag von greg » So 20. Aug 2017, 07:41

Das „Wolfstier von Cavembourg“ Teil 1

Auszüge aus den Tagebüchern von Karl Napf:

Bild
1.Dezember 1871
Heinrich kommt den Regierungsgeschäften nur widerwillig nach. Da ich nun Ministerpräsident bin liegt es an mir die Geschicke des Landes zu lenken. Er hat sich in der Gruft der Burg ein paar Möbel hineingestellt und wohnt nun darin. Er sagte „um in stiller Einkehr seine Memoiren zu schreiben“. Nur abends kommt er die Treppe herauf um ein paar Worte mit mir zu wechseln. Ich erzähle ihm dann die Tagesgeschehnisse , die er mit einem stummen Nicken quittiert. Dann verlässt er die Burg und verschwindet in die Wälder. Was treibt der darin in der Nacht??? ….

Bild
29. Januar 1872
Heute habe ich die Eisenbahnstrecke und den prächtigen neuen Bahnhof feierlich eingeweiht! Was für ein Glück für das Land! Ich muss auch den Franzosen danken, die das gute Stück bezahlt haben! Es war ein schöner Tag mit meiner Frau: der festlich geschmückten Bahnhof und der erste Zug aus Paris. Paris ist nun ganz nah! Nur Heinrich blieb der Feierlichkeit fern. … Das Volk scheint ihn nicht zu vermissen. Das hat auch andere Probleme. Die Wölfe werden zu einem ernsthaften Problem. Ich bin froh dass Paula bei mir ist.



Die Eröffnung des Hauptbahnhofs Cavembourg/Stadt und der Strecke nach Paris

Bild
Zusammen mit dem neuen Bahnhof Cavembourg/Stadt und der Eisenbahnstrecke nach Paris wurde auch die Verbindung zum Bahnhof Heinrichsburg fertiggestellt und eingeweiht. Die „Adler“ mit zwei Personenwagons erreichten den neuen Bahnhof um 11 Uhr 25. Eine Blaskapelle spielte und die zahlreichen Gäste begrüßten den Zug feierlich. Zu den Gästen gehörte neben Ministerpräsident Napf samt Frau auch der Erbauer und Chefingenieur der neuen Eisenbahnstrecke Georges-Eugène Baron Haussmann und der Industrielle Ludwig August Riedinger, der die Adler bekanntlich der cavembourgischen Eisenbahngesellschaft „Société royale des chemins de fer cavembourgeoise SRCF“ 1865 schenkte.


Bild
Die zweite Maschine der SRCF war Dampflok 3029. Sie war ursprünglich als Prototyp zur Erprobung einer neuen Dampfsteuerung der Firma Krauß & Märklin in München gebaut und nach einer Reihe erfolgreicher Testfahrten an die SRCF verkauft worden. Die Konstruktion bot neben einem geschlossenen Führerhaus auch die neuartige "Steuerung für compakte Maschinen" (SFCM) und war damit einer der ersten Dampflokomotiven moderner Bauart. Die SFCM wurde später in den meisten europäischen Dampfloks des 20. Jahrhunderts verbaut. Die allgemeine Bauart der Lok 3029 fand erst wieder ab 1907 Verwendung (in der Bayrischen DII.2 und BR 89.6). Es handelte sich bei der Dampfsteuerung nicht, wie zuerste behauptet, um eine Heusingersteuerung. (Foto nachcoloriert)

Die zweigleisige Verbindung Trier - Cavembourg – Paris ist heute eine wichtige und stark frequentierte Transitstrecke im europäischen Eisenbahnverkehr.

Die Fotos der Eröffnung stammen von Ludwig August Riedinger.


Bild
Am Abend dieses Tages hatte Herr Riedinger (auf der Lok stehend links) dann Gelegenheit seine "Adler" auszufahren. An seiner Seite Ministerpräsident Napf (Mitte) und der diensthabende Lokführer Wolfrath Bächle. Auf dem Bahnsteig steht Paula Napf, die Frau des Ministerpräsidenten. Der Knabe im Matrosenanzug auf dem Tender sitzend ist unbekannt.


Bild
Ein weiteres Foto zeigt die selbe Szene. Auch der Fotograph ist unbekannt (er nutzte aber das Equipment Riedingers).

Fortsetzung folgt....
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 1 und die Bahnhofseröffnung

#56

Beitrag von Miraculus » So 20. Aug 2017, 08:24

Moin Gregor,

jetzt wird's interessant. Aufschlussreiche Tagebucheinträge Karl Napf's. Wer sich bemüht kann sie auch ohne deine Übersetzung entziffern :wink: .

Waren damals wie heute erstklassige Fotografen am Werke. Die noch heute sichtbare Qualität der Bilder zeugen davon :mrgreen:

Paula steht schon in Wolfsjagdmontur bereit.

Bei dem jungen Matrosen handelt's sich's vielleicht um ein Näpfle, oder eher um nen Bachmatrosen. Sohn des Bächle, welcher vermutlich aus ner schwarzwälder Flöserdynastie (den Bachs) entstammt. Da es sich um nen kleineren Familienzweig handelt wurde die schwäbisch-alemannische Verniedlichungsform Bächle draus :D

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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 1 und die Bahnhofseröffnung

#57

Beitrag von Erich Müller » So 20. Aug 2017, 20:37

Hallo Gregor,

eine wahrhaft ereignisreiche Historia. Die Echtheit der Tagebücher möchte ich aber anzweifeln: der vorgebliche Autor hätte, Mitte des 19. Jahrhunderts, nämlich zwangsläufig gewusst, dass das lange s nicht am Silben- und Wortende stehen darf...

Die 3029 ist wahrhaft fortschrittlich für ihre Zeit. Ihre Walschaert/Heusinger-Steurtung würde ich allerdings gern mal von nahem sehen. :twisted: Meine Informationen lassen nämlich eher auf eine innenliegende, durch zwei elektrische Kontakte auf einer rotierenden Scheibe ausgeführte, sogenannte "Steuerung für compakte Maschinen" (SFCM) schließen. Aber die Quellenlage ist mäßig, und stützt sich auf eine Variante des Urmodells.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.

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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 1 und die Bahnhofseröffnung

#58

Beitrag von haradigi » So 20. Aug 2017, 21:21

Eine schone geschichte.

gruss
Harald

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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 1 und die Bahnhofseröffnung

#59

Beitrag von greg » Mo 21. Aug 2017, 17:46

Hallo miteinander!
Danke für eure Kommentare und Anmerkungen. :D

@Erich:
Zu den Tagebüchern: Napf leidete Zeit seines Lebens an einer speziellen Rechtschreibschwäche: Die "S-Legasthenie". Es war für Personen mit dieser isolierten Rechtschreibstörung fast unmöglich, die Unterschiede der verschiedenen S in Kurrentschrift nachzuvollziehen. Oft beließen diese Personen es dann bei nur einer S-Schreibweise. Die Schulen und Erziehungsanstalten der damaligen Zeit, denen dieses Problem unbekannt war und es für eine Abart kindlicher Aufmüpfigkeit hielten, versuchten die Schreibschwäche mit Rohrstockschlägen und anderen finsteren pädagogischen Maßnahmen auszutreiben - meist mit dem Erfolg zerrütteter Kindheitserinnerungen. Vielleicht mit ein Grund, warum Napf schon früh auf "die schiefe Bahn" geriet und kriminell wurde.
Die Einführung des "ß" verringerte die Symptome so weit, daß diese besondere Form der Legasthenie als ausgestorben gilt.

Deinem Hinweis zur Dampfsteuerung bin ich nachgegangen (in der Dampfloktechnik bin ich nicht sehr versiert :oops: ) und habe die "Bedienungsanleitung zur Handhabung und Bedienung der Dampflok 3029 von Krauss & Märklin" aus dem Archiv des Technikmuseums Cavembourg eingesehen. Du hast völlig recht: Bei der Lok 3029 handelt es sich in der Tat um eine SFCM-Steuerung!
Es war eine sehr moderne und richtungsweisende Loktechnik für die damalige Zeit. - Ich werde das oben transparent verbessern. Danke!

Grüsse ins Stummiland

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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 2 und das Wildgehege an der Heinrichsburg

#60

Beitrag von greg » So 27. Aug 2017, 06:30

Das Wolfstier von Cavembourg Teil 2

weitere Auszüge aus den Tagebüchern von Karl Napf:

Bild
1. Februar 1872
Bin mit Heinrich in Streit geraten. Wie kann man nur so stur sein! Er will keine Wolfsjagd zulassen. Sogar ein gänzliches Jagdverbot will er mit hoher Strafbewehrung. Er hat Angst, die Leute würden sich bewaffnen und sich gegen ihn wenden. Überall sieht er nun Feinde. Ich habe vorgeschlagen, ausländische Jäger zu rekrutieren um der Wolfsplage Herr zu werden. Alles vergebens. Die Berichte über die Wölfe werden immer abenteuerlicher. Mannshoch sollen sie sein, mit riesigen Reißzähnen und roten glühenden Augen. Ich hoffe das ist alles Übertreibung. Aber es werden schon zahlreiche Schafe gerissen. Die Untiere sollen sogar in der Stadt gesehen worden sein.

Bild
3. Februar 1872
Einige Bauersleut haben heute im Wald Wölfe gejagt. Nur konnten sie keinen erwischen. Sie kamen mit Füchsen und Schwarzwild wieder. Als Heinrich davon erfuhr ist er außer sich geraten. Er fordert die Todesstrafe für die armen Leute! Er war wie von Sinnen und zerschlug das schöne Porzellan vom Esstisch. Die Geschichten über Wölfe werden derweil immer bizarrer. Jetzt werden sogar schon Leute vermisst, die angeblich durch Wölfe fortgeholt wurden. Ich muss der Sache nachgehen. Werde mich auf die Pirsch begeben um mit meinen eigenen Augen so ein Tier zu lauern.


Das Wildgehege „Wolfspark“


Noch heute gibt es Wölfe in Cavembourg. Zur Erinnerung wurde 1972 am 100. Jahrestag des „Wolfstiers von Cavembourg“ ein Wildgehege unterhalb der Ruine Heinrichsburg errichtet. Es beherbergt die Verwandten des „Wolftieres“: Den Eurasischen Wolf (Canis lupus).

Bild


Auf einer dicht bewaldeten Fläche von 3 Hektar kann man hier auch Rot- und Schwarzwild erleben und es gibt ein Gehege mit Steinböcken

Bild
Foto: Rothirsche

Bild
Foto: Alpen-Steinbock

Die Tiere lassen sich gut von der Ruine aus beobachten.

Bild
Foto: Wildschweine unterhalb der Ruine

Bild
Foto: Eichhörnchen


Ruine Heinrichsburg und das Wildgehege haben täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Fortsetzung folgt.....
Zuletzt geändert von greg am Mo 28. Aug 2017, 10:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 1 und die Bahnhofseröffnung

#61

Beitrag von greg » So 27. Aug 2017, 10:18

Miraculus hat geschrieben:
So 20. Aug 2017, 08:24
Moin Gregor

Bei dem jungen Matrosen handelt's sich's vielleicht um ein Näpfle, oder eher um nen Bachmatrosen. Sohn des Bächle, welcher vermutlich aus ner schwarzwälder Flöserdynastie (den Bachs) entstammt. Da es sich um nen kleineren Familienzweig handelt wurde die schwäbisch-alemannische Verniedlichungsform Bächle draus :D

Sonntagsgrüßle

Moin Peter

heute weiß man, der diensthabende Lokführer war der Ururgroßvater von diesem Herrn hier: Wolfrad Bächle, links auf dem Foto


8)
grüssle
gregor :D
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 2 und das Wildgehege an der Heinrichsburg

#62

Beitrag von Miraculus » Di 29. Aug 2017, 07:19

Moin Gregor,

ich glaube ja, dass der Heinrich sich heimlich (also sozusagen Heimr(l)ich) als Wolfrat der Wolfstierdompteur entpuppt.

Deine Bilder zeigen eine schaurig-gruslige Heimeligkeit mit etwas Spätsommer-/Frühherbststimmung.

Favorit Steinbockbild :D .

Und zum Bächle, na siehste, auch dessen Herkunft wäre nun geklärt :D . Das Geheimnis um unseren Heinrich werden wir auch noch klären.

Liebe Grüße aus Maasholm an der Ostsee.

Bild

Bild
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 2 und das Wildgehege an der Heinrichsburg

#63

Beitrag von garti62 » Di 29. Aug 2017, 09:41

Hallo zusammen,
ich glaube ja, dass der Heinrich sich heimlich (also sozusagen Heimr(l)ich) als Wolfrat der Wolfstierdompteur entpuppt.
Ich fürchte ja sehr, daß es sehr viel schlimmer kommt. Wenn ich mir so vorstelle, wie der Karl Napf in mondheller Nacht mit seinem "Wolfstöter", einer ganz speziellen Büchse, die er aus Amerika mitgebracht hat und die auch Silberkugeln verschießen kann, auf der Lauer liegt ........
Na ja, wir werden sehen.

Schöne Restwoche noch
Ulli
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 2 und das Wildgehege an der Heinrichsburg

#64

Beitrag von greg » Mi 30. Aug 2017, 13:19

Hallo Freunde Cavembourgs

heute habe ich einen sensationellen Fund gemacht! :mrgreen:
Über ein weltweites Gesichter-Buch-Netzwerk (in dem auch das Königreich Cavembourg präsent ist) wurde mir ein Schreiben von 1872 zugespielt mit folgendem Inhalt (leider etwas uneindeutig in der Schrift, aber ich habe es so gut es ging übersetzt):

"Guten Tag Herr Premierminister Napf,
ich schreibe Ihnen um Ihnen die Hilfe der Arme von Kaiserreich Fogo anzubieten. Unser Kaiser Robin I erfuhr von ihrer Wolfsplage. Wir hatten im Jahr 1868 auch mit einer Wolfsplage zu kämpfen. Es kamen viele Menschen zu schaden bis wir statt Jägern unser Militär einsetzten. Sie konnten die Bestien mit 40 Mann bezwungen werden. Wir erschossen diese damals in einem Hagel aus Kugeln. Leider viel sie dann in den Fogongo, unseren größten Fluss. Wir konnten damals leider nur Fluss abwärts das letzte Opfer bergen (einen Romänen dessen Namen wir leider nicht wissen) aber seit dieser Nacht wurde die Bestie nicht mehr gesehen.
Sollten Sie die Hilfe unseres Militärs wünschen teilen Sie uns dies gerne mit.
Mit besten wünschen
Büro des Kaisers."

Meine Recherchen haben ergeben, dass es sich um die fiktive, afrikanische Kolonie Fogo am Fogongo handelt, regiert von König Robin I. Es ist eine Modul-Eisenbahn-Kolonie im Bau, an deren Internetpräsenz zur Zeit gebaut wird.

Ich weiß leider noch nicht ob oder wie Napf auf dieses Schreiben geantwortet hat, aber es zeigt, daß Napf weltweit Freunde hatte, die ihm in diesen schweren Tagen beistehen wollten.

Über die Ergebnisse meiner Nachforschungen werde ich natürlich auch hier berichten.

Moba-Grüße und bis Samstag, wenn die Jagd auf das Untier eröffnet wird!

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Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#65

Beitrag von greg » Sa 2. Sep 2017, 07:05

Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3: Die Jagd nach dem Untier

Der Jagdbericht aus dem Tagebuch von Karl Napf:

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

...

"Grüße von der Heinrichsburg KCb"

Auf der Aussichtsplattform der Ruine Heinrichsburg stand seit 1965 eine übergroße Figur des „Wolfstiers“ aus Kunststoff. Sie war als Fotomotiv bei den Besuchern der Ruine sehr beliebt. (Die Figur diente auch als Umschlagbild von Karl Mai´s Erzählung „Old Dapferhand und das Wolfstier von Cavembourg“ in der XII. Auflage 1965 - siehe auch Kapitel "Heinrichs Kindheit und Jugend").

Bild

Das Foto zeigt ein Paar vor der Wolfstierfigur im Jahr 1969. In Cavembourg lebte zu dieser Zeit eine große Hippie-Community, die ihren eigenen Umgang mit der berüchtigten Tiergestalt pflegte und sie mit Blumen und anderen Dingen schmückte und sie als eine Art modernen Faun oder Waldgeist verehrte.
Da das Kunststoffmaterial der Figur brüchig wurde, baute man sie 1973 ab.



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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#66

Beitrag von Miraculus » Sa 2. Sep 2017, 16:47

Hi Gregor,

hach ist das auuuuuffreeeegend :bigeek: :fool: :fool: .

Ha wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin :?: Ach ist der Wald schöööön dunkel.

Dramatisch geht's dem Klimax entgegen.

Da kommt man richtig ins Schwitzen :wink:

Und auf dem letzten Bild ist schon wieder Bächle der Matrose zu sehen. Ist dem schlecht? Oder warum lehnt er sich so über die Reeling 8) :?: .

Oder ist das einer aus der Hippie-Kommune? DER Kommune 1, oder etwa ein Vorläufer und Vorbild für Agnus Young, den unvergleichlich und legendären Zappelphilipp und Leadgittaristen von AC/DC, der anstatt einen Matrosenanzug wie Donald Duck lieber ne Schuluniform anzieht.

Mir stellt sich nun folgende Frage, warum der erst im Erwachsenenalter und nicht schon im Greisenalter ist??? Die letzte Aufnahme stammt doch von der Bahnhofseinweihung. Also etwa 80 bis 90 Jahre zuvor :shock: . Entweder ein Nachfahre Bächles, oder gar :shock: :roll: Ich ahne Übles :mad: :mad:

So genug spekuliert. Ich warte sehnsüchtig auf das große Finaaaale :popcorn: :prost:
Peter

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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#67

Beitrag von Expat » So 3. Sep 2017, 11:10

Hi Gregor,

Ich finde es prima, dass du dir deine eigen Hintergrundgeschichte (und Geschichten) zu deiner Eisenbahn ausdenkst und sogar veröffentlichst. Auch die Umsetzung ist spannend. Ähnliches habe ich auch geplant ...

In diesem Sinn i.A. der Direktion der Großerzherzoglichen Schwarzenburger Staatsbahn (GEHSchStB)...

Beste Grüße

Uli
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#68

Beitrag von Vorarlberg-Express » So 3. Sep 2017, 19:45

Hallo Gregor,
jetzt habe ich mich mal in die Geschichte Cavembourgs vertieft.
:gfm: :gfm:
Toll ausgedacht, umgesetzt und fotografiert. Ich bin gespannt wies weitergeht und werde die Geschichte gerne weiterverfolgen.

Schönen Abend

Gerhard

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haradigi
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#69

Beitrag von haradigi » Mo 4. Sep 2017, 09:28

Hi alle zuzammen,

Dass bleibt eine tolle geschichte.

grusse aus die Niederlande
Harald

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GSB
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#70

Beitrag von GSB » Mo 4. Sep 2017, 14:29

Hallo Gregor,

da ich krankheitsbedingt zuhause rumliege konnte ich mal die Geschichte Cavembourgs nachlesen. :wink: Ist ja ein ganz anderes Kapitel als meine kleinen Besenszenen-Geschichte oder die "Geschichte der GSB" zur Entstehung meiner Privatbahn... :o

Tja wo es unsere schwäbischen Landsmänner so überall hin verschlagen hat ist schon interessant. :lol: Aber unter "Schwäbisch-Sibirien" hatte ich bisher immer Stetten a.k.M. (samt Truppenübungsplatz) im Kopf... :baeh:

Den Bericht zu Deiner Anlage muß ich mir dann auch noch in Ruhe mal ansehen! :D

Gruß Matthias

P.S. Eigentlich müßte hier doch unser Eckard aus dem Canisland Stammleser sein... :mrgreen:
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Re: Cavembourg: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 3 Die Jagd nach dem Untier

#71

Beitrag von greg » Mi 6. Sep 2017, 18:35

Liebe Leser!

@Peter: nur noch zwei Kapitel, dann ist die Heinrichsgeschichte erzählt. Noch ein klitzekleines bißle Geduld.... :mrgreen:

@Uli: Danke für deinen Kommentar! Deine Geschichte ist super! Da möchte ich gleich mal drauf hinweisen: Weissenbachthaler Gschichtl

@Gerhard: Danke für dein Lob! Ich habe schon überlegt ob ich vielleicht Lokführer Paul nach Cavembourg einladen soll - aber da müsste er einen ziemlichen Zeitsprung hinlegen - mit seinem Trabant den Raum krümmen und mit Lichtgeschwindigkeit durch ein Wurmloch und so weiter.... :fool: Da freue ich mich doch lieber auf seine Geschichten im Hier und Jetzt! 8) Und natürlich Geschichten mit Toni aus Müselbach

@Harald: Danke für dein Lob! :)

@Matthias: Da wünsche ich dir erstmal "Gute Besserung"! :umbrella: Es ist schon sehr viel Text (was auch schon kritisiert wurde) und die wenigsten haben die Muse das alles durchzulesen. :oops: ich versuche bereits die Kapitel einzukürzen, aber manchmal geht es mit mir durch.... :pflaster: Ich dachte Schwäbisch-Sibirien ist auf der Ostalb, also Richtung Bartholomä, ist aber auch egal, ich fand den Begriff so schön und wollte ihn unterbringen.... :wink:

Am Samstag gibt es das nächste Kapitel über die Zerstörung der Heinrichsburg und welcher große Maler dabei ein schicksalentscheidendes Erlebnis hatte....und eine Woche später wird das Geheimnis um Heinrich gelüftet. :mrgreen:

Ich wünsche euch eine schöne Restwoche

gregor 8)
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Das Wolfstier von Cavembourg Teil 4 und die Zerstörung der Heinrichsburg

#72

Beitrag von greg » Sa 9. Sep 2017, 06:42

Das Wolfstier von Cavembourg Teil 4 und die Zerstörung der Heinrichsburg

Als am frühen Morgen die ersten Talbewohner an der Burg eintrafen, die von den Schreien in der Nacht geweckt und ängstlich die Morgensonne abgewartet hatten, erzählte ihnen Napf die Ereignisse der Nacht. Man beschloss keine weiteren Versuche zu unternehmen die Burg zu betreten und stattdessen das Burgtor auch von außen zu sichern. Der Erzählung Napfs folgend war man einhellig der Meinung, dass wohl keiner der Burgbewohner den Angriff der Wolftiere überlebt haben konnte.

Man organisierte eine Burgwacht, die unter dem Kommando Napfs das Tor bewachen sollte, und einen Suchtrupp für den König, da er nicht zurückgekehrt war.

In der darauffolgenden Nacht drang Wolfsgeheul aus der Burg, das die Männer vor dem Tor erschaudern ließ. So vergingen drei Tage ohne dass die gefangenen Wölfe Anstalten machten, die Burg zu verlassen. Sie heulten und rumorten nachts in der Burg, am Morgen trat Stille ein. Und keine Spur von König Heinrich.

Es ist bis heute nicht geklärt, warum in der Nacht des 13. Februar 1872 in der Burg Feuer ausbrach. Löschversuche unterblieben und so brannte die Heinrichsburg bis auf die Grundmauern nieder und mit ihr jedes Wesen darin.

Ein junger Kaufmannslehrling aus der Den Haager Kunsthandlung Goupil & Cie. weilte zu dieser Zeit in Cavembourg. Er genoss seinen Urlaub in den Fischrestaurants (Cavembourger Forelle!) und streifte durch die Wälder und Hügel des Landes, als er am Abend des 13. Februar 1872 unvermittelt Augenzeuge des Brands auf der Heinrichsburg wurde. Aus den Tagebüchern Napfs geht hervor, dass der junge Mann beim Anblick des Burgenbrandes hinüber zum nahen Bahnhof Heinrichsburg lief, ein Stück Kohle aus Beständen der SRCF entwendete, zurückeilte, sich unter den Wachleuten und Schaulustigen niederließ, ein Buch aus seiner Tasche holte und auf einer leeren Seite den Augenblick skizzierte:

Bild
Diese spontane Kohlezeichnung gilt als das erste erhaltene Bild Vincent van Gochts.

Er trennte die Seite heraus und überlies sie Napf mit einer Widmung auf der Rückseite: „Cavembourge heeft in mij een vuur aangestoken! Bedankt voor het nieuwe leven! Vincent“
„Cavembourg hat in mir ein Feuer entfacht! Danke für dies neue Leben! Vincent“
Die Skizze hängt heute ebenfalls in der Königlichen Staatsgalerie Cavembourg. Van Gochts Leben als bedeutender Maler und Gründer einer europäischen Fischhändlerdynastie hatte in diesem Moment seinen Ursprung....

Die Heinrichsburg heute:
Nur ein Teil des Burgfrieds blieb erhalten, der Eingang zu den Katakomben, die zuletzt Heinrich bewohnt hatte, gänzlich verschüttet. Ein Teil der Trümmer wurde 1875 abgetragen und für den Bau der Neuen Burg verwendet. Anfang des 20. Jahrhunderts baute man die Ruine als Ausflugsziel aus, eine Aussichtsplattform wurde geschaffen und ein Fußweg angelegt. 1972 dann am Fuße der Ruine der Wildpark eröffnet.


Bild
Ein aktuelles Foto der Heinrichsburg. Im Hintergrund kann man die Neue Burg erkennen.

Bild
Die Ruine wird bei Nacht für Touristen bunt angestrahlt.

König Heinrich ist verschollen, die Suche nach ihm im Februar 1873 offiziell eingestellt, im Oktober 1873 wurde er für tot erklärt, sein Schicksal blieb bis ins Jahr 1992 unbekannt.

Fortsetzung folgt...
Zuletzt geändert von greg am Mi 11. Okt 2017, 18:31, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 4 und die Zerstörung der Heinrichsburg

#73

Beitrag von Miraculus » Sa 9. Sep 2017, 15:12

Hallo Gregor,

find ich jetzt klasse, das Vincent van Gocht (oder sollte der Docht heißen :fool: , da die Skizze teilweise wie ne heruntergebrannte Wachskerze ausschaut) als Augenzeuge die Geschehnisse skizzierte.

Die illuminierte Ruine der Heinrichsburg sieht super aus. Das hat was 8) :mrgreen:

Warum das Feuer ausbrach? Entweder sind die Kreaturen im Innern der Burg richtig heiß gelaufen :lol: , oder einer der Wächter hat gaaanz ausversehen seine Zigarette nicht richtig aus gemacht :roll: :wink: und das Problem löste sich sozusagen in Rauch auf.

Bin gespannt auf das letzte Kapitel.

Gruß von der Museumsnacht aus Coburg
Peter

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Re: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 4 und die Zerstörung der Heinrichsburg

#74

Beitrag von GSB » So 10. Sep 2017, 20:14

Hallo Gregor,

Alles sehr mysteriös... :roll:

Bin dann mal sehr gespannt was da 1992 herausgefunden wurde! :o

Die Bilder der Ruine sind klasse! :gfm:

Gruß Matthias
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Re: Das Wolfstier von Cavembourg Teil 4 und die Zerstörung der Heinrichsburg

#75

Beitrag von roschi » So 10. Sep 2017, 20:34

Hallo Gregor,

salve Stummikollege. Hier wird ja eine spannend gruselige Story erzählt, oder auch interessante historische Erzählungen vorgestellt. Und alles auf einer
sich schön entwickelnden Modellbahnanlage. :gfm:

LG Roschi
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