D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

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Daniel Tuerk
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D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#1

Beitrag von Daniel Tuerk » Sa 11. Feb 2017, 12:09

Hallo Zusammen,

sicherlich gibt es schon Beiträge über die Rückmeldung, aber leider finde ich per Suche nichts effektiv.
Auf verschiedenen Seiten habe ich gelesen das diese Funktion nicht zuverlässig sein soll.

Edit: Der BM8i funktioniert zuverlässig und ohne Probleme! Es handelte sich bei mir um eine Fehlnutzung!
weiter mit dem Original Postings:

Nun habe ich folgendes Problem: Wenn bei mir 2 Loks auf Blöcken des gleichen Belegtmelders fahren, dann bekomme ich manchmal Fehlmeldungen. Es wird die falsche Adresse ausgegeben für den Block.
Das konnte ich auch 1:1 mit der Software ST-Train nachstellen.

Habe ich falsch verkabelt oder ähnliches? Oder ist dies der Fehler der oft angemerkt wird?
Im SX-Minitor sehe ich, dass die Rückmeldung der beiden Adressen und Zustände 2x ganz schnell hintereinander kommt. Meine Vermutung wäre das ST-Train wie auch meine Software die erste Meldung "verpasst".

Grüße
Daniel
Zuletzt geändert von Daniel Tuerk am Mi 28. Jun 2017, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.


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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#2

Beitrag von Daniel Tuerk » Mo 13. Feb 2017, 00:35

Habe das Problem gefunden und vielleicht gelöst...

für alle die per 'Suche' mal auf dieses Thema stoßen:

1. Es waren zwei aufeinander folgende Blöcke nicht 100%ig getrennt. Scheinbar gab es da hin und wieder mal eine Meldung, wen eine Lok darüber gefahren ist.
2. ST-Train hat scheinbar auch ne Macke, aber habe das nicht weiter untersucht.
Das Gleisbild zeigt die Loknummer korrekt in den Blöcken an, ABER wenn 2 Loks auf einem Block stehen dann gibts nur noch wilde Meldungen, aber das ist vollkommen logisch. Jedoch werden Korrekturen die vom BM kommen SCHEINBAR nicht abgefangen. (wenn es nur angezeigt werden soll, dann völlig vertretbar)
3. Meine Software hatte größere Probleme da die Belegtmeldungen und Loknummermeldungen nicht korrekt verarbeitet wurden.

Problemstellung:

Block 1 (B1) <-> Block 2 (B2) <-> Block 3 (B3)
alle 3 Blöcken hintereinander auf der Strecke und am gleichen BM angeschlossen.
Lok 1 (L1) und Lok 2 (L2) werden genutzt.

Alles Ok, wenn:
- L1 fährt von B1 zu B2
- L1 von B2 zurück zu B1
- L2 von B3 zu B2
- L2 von B2 zurück zu B3
jetzt kommt die Fehlmeldung:
- L1 fährt auf B2
an dieser Stelle meldet der BM das Block 2,3 belegt sind. In der Zusatzadresse, wird gemeldet "Einfahrt B2", ABER in der Rückmelderadresse kommt nun die Adresse für L2, welche zuletzt vom BM detektiert wurde.

Diese Fehlmeldung wird sofort korrigiert, denn gleich danach, wechselt der Wert in der Rückmelderadresse auf die Adresse von Zug 1!
Die Korrektur wird dadurch quittiert, dass in der Zusatzadresse (BM Addresse +1) die selben Werte stehen als zuvor, somit ist auch die Sequenznummer, welche im Bit 6 und 7 stehen, die selbe.
Normalerweise schaltet die Sequenznr immer weiter, aber für die Korrektur bleibt sie auf dem selben Wert.

Meine Software-Lösung:
Nach der Meldung erstelle ich mein Datenpaket, d.h. "Zug x - enter/exit - Block y". Dieses Paket wird gespeichert / gechachet. Sobald eine weitere Meldung kommt (oder ein Timeout erreicht ist), wird das Paket an den Client geschickt (dieser würde dann reagieren und z.b. den Belegtstatus visuell darstellen).
Wenn es eine Korrektur gibt, dann wird das Datenpaket korrigiert (im Beispiel die Loknummer) und dann sofort gesendet.

-> Problem daran: man muss warten, ob es eine Korrektur gibt. Ich habe eine Verzögerung von 250ms gewählt, da ich in meinem Testaufbau immer ca. 90ms warten musste, bis die Korrektur kam. (die hohen Zahlen sind Schuld meiner Implementierung (sicherlich nicht unbedingt der D&H Komponenten)

Aktuell komme ich damit klar, bis sich vielleicht zeigt das auch dies nicht zu 100% funktioniert.
Warum der ganze Spaß? Ich möchte die Strecke "programmieren" und per Belegtmeldungen + Rückmeldung auf die Züge reagieren.
Ein Einmessen und Stoppen per zeitlicher Messung wird natürlich massiv erschwert in der Kombination mit der verzögerten Korrektur.

Fazit: Finger weg! Oder viel Zeit und Wille eine Art der Steurung zu realisieren, die sich bis heute nicht bewährt hat (oder doch?) :)

Edit: das alles ist keine Kritik an D&H oder ST-Train! Mich ärgert nur die "dünne" Doku zum BM 8i... denn auch die Einstellung "Erkenungszeit" ändert nichts an der Problematik, es wird einfach nur später gesendet. Vielleicht gibts diese Einstellung für "Wackelkontake", aber dokumentiert ist dies eben leider nicht. Auch der Aufbau der Daten in den Adressen für den BM konnte ich nicht finden.


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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#3

Beitrag von Bayer » Mo 13. Feb 2017, 09:11

Hallo Daniel,

schreibst du selbst eine Steuerungssoftware? Dann würde ich mich mit D&H und ebenso mit Hr. Günther von MTTM in Verbindung setzen, um weitere Informationen zu erhalten. Für gewöhnlich sind beide sehr daran interessiert, Lösungen zu finden.

Gruss
Wolfgang


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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#4

Beitrag von Daniel Tuerk » Mo 13. Feb 2017, 10:37

Hallo Wolfgang,

ja es ist eine Eigenentwicklung. Danke für den Tipp. Ich werde mal anfragen ob ich das Verhalten des BM richtig interpretiert habe. :)

Grüße
Daniel


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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#5

Beitrag von Daniel Tuerk » Mi 28. Jun 2017, 08:35

Um zum Abschluss alles einmal klar zu stellen:

Der Fehler lag auf meiner Seite UND der BM8i funktioniert wie erwartet.

Das Hauptproblem waren beleuchtete Wagen die geschoben werden. Bei Überfahrt des Drehgestells des Wagens von Block A zu Block B wird die Verbindung gebrückt. Folgerichtig meldet der BM die Einfahrt der Lok auf Block B. Die Lok ist aber noch physisch auf Block A. Sobald beide Achsen des Drehgestells auf dem Block B sind, wird eine Ausfahrt der Lok von Block B gemeldet.
Erst danach fährt die Lok auf Block B und dann stimmt es wieder.

Lösung: Züge umrüsten (elektr. Kupplung etc) oder Decoder in den Wagen und per PC darauf reagieren. Oder wie die meisten Programme: die Rückmeldung nur sporadisch nutzen um hin und wieder an bestimmten Blöcken die Züge zu identifizieren.

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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#6

Beitrag von graetz » Do 20. Jul 2017, 22:36

Daniel Tuerk hat geschrieben:
Mi 28. Jun 2017, 08:35
Um zum Abschluss alles einmal klar zu stellen:

Der Fehler lag auf meiner Seite UND der BM8i funktioniert wie erwartet.

Das Hauptproblem waren beleuchtete Wagen die geschoben werden. Bei Überfahrt des Drehgestells des Wagens von Block A zu Block B wird die Verbindung gebrückt. Folgerichtig meldet der BM die Einfahrt der Lok auf Block B. Die Lok ist aber noch physisch auf Block A. Sobald beide Achsen des Drehgestells auf dem Block B sind, wird eine Ausfahrt der Lok von Block B gemeldet.
Erst danach fährt die Lok auf Block B und dann stimmt es wieder.

Lösung: Züge umrüsten (elektr. Kupplung etc) oder Decoder in den Wagen und per PC darauf reagieren. Oder wie die meisten Programme: die Rückmeldung nur sporadisch nutzen um hin und wieder an bestimmten Blöcken die Züge zu identifizieren.
Das sind genau die Dinge, die beim Traincontroller dann einfach zu lösen sind: Zuglängen einpflegen, Waggons als "meldend" markieren und schon machen solche Züge keine Meldeprobleme mehr.


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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#7

Beitrag von Daniel Tuerk » Fr 21. Jul 2017, 14:14

graetz hat geschrieben:
Do 20. Jul 2017, 22:36

Das sind genau die Dinge, die beim Traincontroller dann einfach zu lösen sind: Zuglängen einpflegen, Waggons als "meldend" markieren und schon machen solche Züge keine Meldeprobleme mehr.
Ja das stimmt, jedoch muss man bei den Konzepten sehr viel pflegen. Ich wollte es mir selbst sehr leicht machen, aber nun weiß ich warum der "umständliche" Weg genutzt wird.
Ich denke die Systeme erstanden daraus das man nur Belegtmeldungen ohne Lokrückmeldung hatte/hat. Da ich nur den 8i nutze, dachte ich mir, dass ich hier ein anderes Konzept umsetzen könnte. Züge kategorisieren und Blöcke nur für die Geschwindigkeit konfigurieren.Z.b. Einfahrt Fahrstufe 0, Ausfahrt Fahrstufe 3. Somit eine Art ABC Block.

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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#8

Beitrag von graetz » Sa 22. Jul 2017, 00:06

Daniel Tuerk hat geschrieben:
Fr 21. Jul 2017, 14:14
graetz hat geschrieben:
Do 20. Jul 2017, 22:36

Das sind genau die Dinge, die beim Traincontroller dann einfach zu lösen sind: Zuglängen einpflegen, Waggons als "meldend" markieren und schon machen solche Züge keine Meldeprobleme mehr.
Ja das stimmt, jedoch muss man bei den Konzepten sehr viel pflegen. Ich wollte es mir selbst sehr leicht machen, aber nun weiß ich warum der "umständliche" Weg genutzt wird.
Da ich nur den 8i nutze, dachte ich mir, dass ich hier ein anderes Konzept umsetzen könnte. Züge kategorisieren und Blöcke nur für die Geschwindigkeit konfigurieren.Z.b. Einfahrt Fahrstufe 0, Ausfahrt Fahrstufe 3. Somit eine Art ABC Block.
Ich pflege nur die Loks und ganze Züge ein. Ein "Waggon" ist also ein ganzer Zug, die "Waggonlänge" dann die Länge des Zugs. Kombinieren muss ich dann nur eine Lok mit einem "Waggon". Die Konstellationen ändern sich bei mir kaum.
Aber nach dem Einmessen der Loks hast Du dann alle möglichen Freiheiten, inkl. frei positionierbaren cm-genauen Halte- und Beschleunigungspunkten.


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Re: D&H Besetzmelder 8i - Lokrückmeldung

#9

Beitrag von Daniel Tuerk » Di 3. Sep 2019, 10:06

mal ein Update, auch wenn es schon lange her ist.

Kurz gesagt habe ich mein Konzept über den Haufen geworfen und vereinfacht.
Wenn es eine Belegtmeldung auf dem Ziel-Block gibt, wird die Fahrt beendet. Die Fahrstraßen bestehen nun bei mir aus einzelnen Abschnitten. Jeder Abschnitt hat einen eindeutigen Start und Ziel Block. Dadurch ist der Zug eindeutig. Für die Übergänge von Abschnitt zu Abschnitt schaue ich immer auf den übernächsten Abschnitt, wenn die Fahrstraße da auch schon frei ist, wird auch diese reverivert und das Blocksignal auf grün gesetzt. Somit ist auch eine Durchfahrt gewährleistet, wenn keine andere Fahrstraße aktiv ist.

Zuglänge & Co wird durch die Fahrstraße bestimmt, da muss ich wissen, wo der Zug lang kann und bestimme nur ein mögliches Gleis, von mehreren möglichen.

Danke für deinen Input!

Grüße
Daniel

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