Naechternhausen - oder die ewige Baustelle (Lokparade)

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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sarguid
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Naechternhausen - oder die ewige Baustelle (Lokparade)

#1

Beitrag von sarguid » So 30. Okt 2011, 14:21

Hallo,

nachdem mich einige auch schon gefragt haben ob ich nicht mal ein paar Bilder von meiner Anlage vorstellen könnte - nun denn, anbei einige Impressionen meiner grossen "Baustelle". Einige Rahmendaten:
  • Spurweite: H0 und H0e
    Gleichstrom Digital DCC
    Konzept: Einspurige elektrifizierte Hauptstrecke mit abgehender Schmalspur und Nebenbahnstrecke
    Schwerpunkt: Rangierbetrieb (11 Abnehmer)
    Rundumanlage - Raumgrösse ca. 4,20 x 3.4m
    Steuerung: Traincontroller, DCC, S88 - PC basiert
    Gleise: oberirdisch H0 + H0e = Tillig Elite, unterirdisch = Roco
    Entkuppler: Kadee (unterirdisch über Servos)
    Weichensteuerung: Mbtronik + Servos (Conrad)
    Minimaler Radius: 500mm (H0), 350mm (H0e)
    Maximale Steigung: 2,5% (H0), 3,5% (H0e)
    Bauweise: Offener Rahmenbau
Hier mal ein Plan - sieht auf den ersten Blick etwas komplex aus, aber da die Tiefe der Anlage nur 1,20m maximal ist und es bei langen Zügen von 2,5m zu Absturzrisiken bei nur 50cm Radius kommt musste ich eine "grosse Wendel" an der Wand entlang bauen. Daher liegen insgesamt maximal 5 Ebenen übereinander - ohne ein Programm wie z.B. Winrail (aus dem ist auch der Auszug unten) - hätte ich es wohl nie hingekriegt genau immer die Steigung von 2,5 % einzuhalten...

Bild



Das nachstehende Bild zeigt nur 4 Ebenen (Schattenbahnhof - 10 Gleise, H0e Strecke, Strecke nach Konstanz, Strecke von Titissee) - die 5. ist noch nicht fertig (da kommt noch ein Tonwerk als Rangierbereich nach oben). Wie man unschwer erkennen kann ist das ganze auch noch ziemlich viel Baustelle - aber das ist ja auch der Sinn des Hobbys. Immerhin funktioniert inzwischen der Betrieb nach Fahrplan schon sehr gut.

Bild


Vorbild:

Es handelt sich um die - nie gebaute - geplante Verlängerung der Schwarzwaldbahnstrecke von Neustadt nach Titisee Richtung Waldshut. Unterwegs liegt der fiktive Bahnhof Nächternhausen von dem eine nicht elektrifizierte Strecke nach Konstanz abgeht und eine Schmalspurstrecke in eines der vielen Täler in dieser Gegend.

Ausser dem Bahnhof liegt alles im Gefälle - Die Strecke nach Titisee steigt, die nach Waldshut und Konstanz fällt. Entsprechend schwierig war die Planung weil der Bahnhof sich in die Landschaft einbetten sollte. Ausserdem lege ich viel Wert auf Rangiermöglichkeiten. Auch wenn es nur einen H0/H0e kombinierten Bahnhof gibt sind die Möglichkeiten doch ziemlich vielfältig.

Aber genug der Theorie - hier einige Impressionen der Teile die wenigstens inzwischen mal vorzeigbar sind:

Am Ausziehgleis Richtung Waldshut (noch vor der Elektrifizierung ...):

Bild

Und hier einer der grossen Verbraucher - die Fabrik bezieht ihre Waren vom Sägewerk (via H0e) und liefert an die grosse Welt über ein H0 Anschluß:

Bild


Das gleiche vom Ladegleis:

Bild]


Und eine Tonverladerampe am Waldrand Richtung Konstanz:

Bild

Unterführung zum Bahnhof Nächternhausen

Bild

Streckensicht nach Konstanz

Bild



Vom Bahnhof selbst gibt's leider nicht viel an wirklich sinnvollen Bildern -nachstehende Bahnhofsausfahrt ist ja deutlich genug (da fehlt es halt noch an allen Ecken - und momentan bin ich eher damit beschäftigt wenigstens mal die Einfahrt von Waldshut aus fertigzustellen - und ja - da fehlt auch noch einie ganze Reihe von Details :-(

Bild

Aber vielleicht habt Ihr ja Ideen bei denDetails - aktuell bin ich gerade dabei die Formen zu giessen für die Mauern (Spörle Formen) - und da die gerade alle abbinden kann ich auch ein paar Bilder hochladen.

Gerade die Details sind es ja die das ganze erst mit Leben füllen - aktuell hab ich z.B. noch keine Ahnung was die Fabrik eigentlich produzieren soll - Im nächsten Bahnhof gibt es halt ein riesiges Sägewerk (wahrscheinlcih wird es 2020 bis es wirklich mal liefern kann...) und ausserdem ist die Tonindustrie stark vertreten - was jetzt eher mit meinem aktuellen Heimatort im Kannenbäckerland zusammenhängt.

Ausserdem bin ich noch mit der Geländegestaltung am hadern - vielleicht hat ja jemand eine Idee wie man gut und einfach wirklich echt aussehende Büsche und Gestrüpp herstellen kann - meine Versuche sind da bisher ziemlich gescheitert ...

Viele Grüße

Matthias aka sarguid
Zuletzt geändert von sarguid am Mo 2. Sep 2019, 17:43, insgesamt 66-mal geändert.
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Micha88
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#2

Beitrag von Micha88 » So 30. Okt 2011, 16:19

sarguid hat geschrieben:Unterführung zum Bahnhof Nächternhausen

Bild
Hallo,
das sieht echt cool aus!! :bigeek:
Mein erster Gedanke: Gewaltig, als ich den Gleisplan gesehen habe.

Freu mich schon auf weitere Bilder!!! :D

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Baureihe1996
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#3

Beitrag von Baureihe1996 » So 30. Okt 2011, 16:35

Moin Matthias

Der Gleisplan von deinem Bahnhof gefällt mir. Hättest du von deinem Bahnhof noch ein paar Bilder für uns.

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#4

Beitrag von sarguid » So 30. Okt 2011, 16:57

Hi,

ja - ich hab auch noch ein paar Bahnhofsbilder - allerdings wie gesagt im reinen "Rohzustand". Da es im Handel keinen - echten - Inselbahnhof zu kaufen gibt war ich da auf Eigenbau angewiesen. Der Bahnhof ist schon vor vielen Jahren gebaut worden - da steht noch ein Refresh an (insbesondere das Dach ist dringend renovierungsbedürftig...):

Bild


und hier die andere Seite:

Bild

und noch eine Gesamtansicht:
Bild

Deutlich dabei zu erkennen der Höhenunterschied zwischen Nullebene und unterster Ebene (da liegt die Kehrschleife aus der die Züge aus dem Schattenbahnhof herauskommen. Ganz im Hintergrund ist noch die Fabrik zu erkennen die im ersten Teil dargestellt ist. Im Vordergrund kreuzt der H0 Teil den H0e-Teil. Auf einem der anderen Bilder erkennt man auch das Dreischienengleis da in der Ausfahrt nach Titisee/Konstanz eine grössere Schlucht liegt und diese auf gemeinsamer Trasse überquert wird.

LG

Matthias
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Aachen98
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#5

Beitrag von Aachen98 » Mo 31. Okt 2011, 10:25

Hallo Matthias,

Deine Anlage gefällt mir!
Freu mich schon auf mehr Bilder!

Gruß Kevin


amdnator
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#6

Beitrag von amdnator » Mo 31. Okt 2011, 10:51

Moin Matthias

hmm einfach nur geil und vorallem der Name Konstanz ;) (komme aus der Stadt)

Muss wirklich sagen ich ziehe immer den Hut vor so einer Leistung ich hab ja schon probleme einen Plan für meine kleine Anlage zuerstellen.
Das ist Hammer kann ich nur noch mal sagen bin auf mehr gespannt.....


Gruß

Stefan
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Stefan

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#7

Beitrag von sirz-moba » Mo 31. Okt 2011, 13:19

Hallo Matthias,

Respekt toller Plan :!: , ist ein riesengroßes Projekt.
Gefällt mir gut, bin auf die weiteren Fortschritte gespannt.

Wie kommst Du in die Anlage rein :?:
Gibt es einen Klappteil oder tauchst Du unten durch :?:
Gruß Ingo

neue Anlage in Planung

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Bild

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#8

Beitrag von sarguid » Mo 31. Okt 2011, 16:50

Hallo sirz,
Wie kommst Du in die Anlage rein :?:
Gibt es einen Klappteil oder tauchst Du unten durch :?:
Ja - es gibt ein herausnehmbares Teil - siehst Du hier:
Bild

In eingebautem Zustand sieht es dann so aus:
Bild

Was mich selbst gewundert hat, daß dies absolut betriebssicher ist - und das obwohl ein Teil des ganzen sogar in der Weichenstrasse liegt (2 Weichen sind innerhalb des herausnehmbaren Teils) - das hängt wohl auch damit zusammen, das die Gleise an den jeweiligen Übergangspunkte auf Schrauben verlötet sind, was man hier sieht:

Bild

Zu beachten:

Holz arbeitet! Deshalb sollte man möglichst spezielles Sperrholz verwenden - am Besten den Schreiner des Vertrauens befragen
Das Holz vorher im Raum einige Wochen lagern - und in einem warmen Raum (von wegen dehnt sich aus bei Wärme) - verarbeiten.
Sehr genaues Arbeiten erforderlich - am Besten die Teile vorher zusägen lassen.
Einige empfehlen das ganze aus Metall zu bauen - halte ich nichts von weil ja die ganze Anlage der Bewegung unterworfen ist und die Kopfstücke sich trotzdem bewegen (auch wenn man diese aus Metall baut).

Hier seht Ihr den Verbindungsbereich - im Sommer ist nahezu kein bisschen Luft mehr - im Winter fast 3 mm im kalten Raum (auch deshalb hab ich die Heizung immer mimimal geöffnet).

Bild

Ich habe auch noch an anderen Stellen klappbare Teile bauen müssen - hier z.B. vor dem Schattenbahnhof ist die H0e-Strecke abklappbar. Später ist dieser Teil mal von einem Berg verdeckt - ich hätte sonst keine Chance mehr an den Kopfteil des Schattenbahnhofs von unten heranzukommen.


Bild

Solche "Noteingänge" gibt es bei mir an mehreren Stellen damit die Anlage von überall auch erreichbar bleibt - so ist die Drehscheibe vollständig herausnehmbar und auch der Bahnhof selbst liegt auf einem herausnehmbaren Stück (wie man erkennen kann wenn man sich die Bilder mit dem Bahnhof genauer anschaut). Wichtig ist dabei die Übergänge gut zu kaschieren (in dem hier gezeigten Durchgang werde ich das noch mit entsprechenden Büschen machen).
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Iwans Tschtschtsch
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#9

Beitrag von Iwans Tschtschtsch » Di 1. Nov 2011, 08:16

Das sieht ganz große Klasse aus. Ich bin auch auf mehr Bilder gespannt...

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#10

Beitrag von sarguid » Di 1. Nov 2011, 22:43

Hi,

habe heute mal die Tannen von Noch ausprobiert - macht ja gleich viel mehr wenn etwas grün in die Landschaft kommt:
Bild
Und hier die Sicht vom Tunnelportal der Strecke nach Konstanz:
Bild
Auch das Freiladegleis der Fabrik wurde ein wenig "begrünt"
Bild
Hier nochmal die Fabrik als Ganzes
Bild
Und das Schmalspurladegleis (Wareneingang) der Fabrik:
Bild


Und hier ist das Ladegleis zur Tonverladung in die andere Richtung. Ausserdem ist dies das Stellgleis für Nachschiebeloks - da die Strecke nach Nächternhausen hier stark ansteigt werden Güterzüge schon mal bis zum Bahnhof nachgeschoben.

Bild

Hat einer eine Idee wie man einfach Geländer in der Steigung herstellt? Industriematerial kann man ja nur in der Horizontalen anwenden - und natürlich könnte ich jetzt mit dem Lötkolben und Stahldraht anfangen - aber bei der Menge an Geländer wird das Format schnell langweilig...
Matthias aka sarguid
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Aachen98
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#11

Beitrag von Aachen98 » Mi 2. Nov 2011, 10:42

Hallo Matthias,

zu den Geländern:
meinst du diese ?:http://www.gestello.de/bilder/Gel%C3%A4 ... uf_485.jpg

Gruß Kevin


Helmi
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#12

Beitrag von Helmi » Mi 2. Nov 2011, 11:34

Hi,

Gleisplan, Idee, Ausführung, Stil - ALLES TOP!!!!!!!!! Freue mich auf mehr.

Gruss
Helmi

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#13

Beitrag von sarguid » Mi 2. Nov 2011, 19:57

Hallo Kevin,

ja - genau solche Geländer die in der Steigung liegen. ich meine mich zu entsinnen das irgendwer auch Kunstoffgeländer mittels Heissluftpistole etc. schon mal schräg dargestellt hatte - allerdings ist das nicht so easy. Geht auch nicht mit jedem Kunststoff. Geländer aus Metall kann man sich ja auch selbst löten - allerdings sieht das immer gefrickelt aus weil man die Steigung halt nie richtig hinkriegt bzw. monoton.

Angeblich geht es wenn man die Profile in kochendes Wasser legt und weich macht - muß ich bei Gelegenheit mal ausprobieren wenn ich Zugriff auf die Küche habe :wink:

Ich habe jetzt mal Versuche gemacht mit Pfosten aus Spur-Z Profilen und dazwischen Gaze aus einem alten Geldbeutel gespannt (die Gaze hat den Vorteil das sie verschiebbar ist). Das führt zu einer sehr schönen Maschendrahtähnlichen Form die an die Schräge anpassbar ist. (ich hab allerdings nicht genug von der Gitterform für eine ganze Serie Zaun in der Schräge).

Wenn ich mit den Versuchen weiter bin stell ich mal ein Bild ein - vielleicht hat ja jemand ein paar Referenzbilder

Am Wochenende hab ich erst mal versucht etwas Unkraut zu pflanzen - mittels iSeemoos von Heki und Laub von Noch, Busch und Woodland (in verdünnten Weissleim mit brauner Abtönfarbe tunken und danach mit dem Laub bestreuen). Die hier im Forum gezeigten Teile mit Silhouettematerial sind zwar genial schön - aber bei so einer grossen Anlage für mich unbezahlbar. Bin allerdings noch nicht ganz zufrieden mit den Ergebnissen:

Bild

Bild

Bild


Nachtrag: Habe einige Zeit daran gearbeitet den "DuckUnder" mit dem Bahnhof fertigzustellen - aber jetzt ist es endlich soweit. Hier das Bild mit rausgenommenem Bahnhof:

Bild

Und hier ist der Bahnhof eingesetzt:
Bild

hier nochmal aus anderer Perspektive:

Bild

Es fehlen jetzt noch Kleinigkeiten um die Übergänge mit Gebüsch zu kaschieren - aber im Prinzip ist der Bahnhofsvorplatz damit fertiggestellt:

Bild

Auch am östlichen Bahnhofskopf funktionieren endlich die Signale und die Halbrelieffabrik mit dem Stellwerk im Vordergrund ist eingermassen fertig:

Bild

Bild

Noch nicht ganz sicher bin ich mit der Farbe des Bahnsteigs - sieht man hier in der Gesamtansicht.

Bild

Da es keine gebogenen Bahnsteige zu kaufen gibt war Selbstbau angesagt - es handelt sich dabei um Quarzsand wobei für den Hausbahnsteig (Gleis 1) ziemlich viele Holzleisten zum Einsatz kamen (immerhin ist die nutzbare Bahnsteiglänge jetzt bei 2,40m - aber so ganz original Quarzsand ist m.E. doch etwas zu hell. Weiss einer was früher für Schüttgutbahnsteige verwendet wurde? Kies ist ja schon per se hell, aber ich denke es muß eher dunkler werden?

Viele Grüße

Matthias
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Farbgebung von Schüttgutbahnsteigen

#14

Beitrag von sarguid » So 4. Mär 2012, 10:23

hmm - da geänderte Beiträge nicht auf der Liste der neuen Beiträge erscheinen hier nochmal die Frage nach den Bahnsteigen:

Weiss einer von Euch wie man am Besten die Farbe eines Schüttgutbahnsteigs immitiert? Quarzsand ist schon drauf - aber ich glaube solche hellen Schüttgutbahnsteige gab es nur in Epoche I und nicht in Epoche IIIa, oder?


Merci

Matthias
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ThomasausBerlin
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#15

Beitrag von ThomasausBerlin » So 4. Mär 2012, 10:39

Hallo Matthias,

ich habe bei mir - Spur N - gesiebten Bausand genommen und den farblich mit Temperafarben (siena und siena gebrannt) aufge"hübscht". Wie bei Aquarellfarben muss man da beachten, dass die Farben nach dem Trocknen heller als in der ursprünglichen Mischung sind.

Der Vorteil von Temperafarben ist der Umstand, dass man die mit ordentlich Wasser-Spülmittelgemisch "Ton-in-Ton" auf dem Bahnsteiguntergrund mischen kann. Die unterschiedlichen Töne laufen ineinander und man vermeidet somit auffällige Farbwechselung.

Gruss
Thomas

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#16

Beitrag von sarguid » So 4. Mär 2012, 11:14

Hallo Thomas,

dank Dir - hast Du mal ein Beispiel wie sowas dann nachher aussieht? Ich könnte mir vorstellen das man noch mehr Farbvarianten benötigt für die Verläufe. Feiner Quarzsand bringt eine extrem hohe Verlauffähigkeit mit sich (man braucht auch keine Ecken mehr auszumalen - das kommt von selbst) - das aber auf Kosten eines schon automatisch unterschiedlichen Farbverlaufs.

Viele Grüße nach Berlin aus dem gerade endlich mal sonnig werdenden Westerwald!

Matthias

P.S: In Antwort auf den vorherigen Teil des Threads: Kunststoff auf keinen Fall in kochendem Wasser biegen - es mag Arten geben wo das funktioniert - aber in der Regel verbiegt sich der Kunststoff nur beim Kochen und erkaltet sofort wieder - keine Ahnung wer diese Idee mal hatte aber sie funktioniert mit heutigen Kunststoffen nicht mehr....
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#17

Beitrag von interregio1 » So 4. Mär 2012, 16:51

Hi Matthias aka sarguid oder so ähnlich :roll: ,
Auf dem Gleisplan sah das alles so gequetscht aus
jetzt sieht das richtig toll aus :lol:

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#18

Beitrag von sarguid » So 4. Mär 2012, 17:26

Hi,

ja - ich müsste mal den Plan nochmal mit nur den sichtbaren Ebenen als Bild einstellen - aber es sind nur die grauen Gleise die wirklich sichtbar sind. Vielleicht scanne ich mal irgendwann meinen handgezeichneten DIN A2 Plan ein.

Viele Grüße

Matthias (sarguid verwende ich als Pseudonym seit 1979 in Foren - damals gab es noch nicht mal Internet sondern nur UUCP Foren die man über Akkustikkoppler erreicht hat - aber man hängt ja an alten Gewohnheiten...)
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#19

Beitrag von sarguid » Mo 5. Mär 2012, 23:26

und hier der versprochene Plan der sichtbaren Ebene - als DIN A2 leider nicht so ganz zu gut zu scannen und deshalb ein wenig "zusammengesetzt":

Bild

Denke man kann es aber trotzdem erkennen :lol:
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ThomasausBerlin
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#20

Beitrag von ThomasausBerlin » Fr 9. Mär 2012, 17:44

Hallo Matthias,

hier mal ein Foto von meinem Bahnsteig:

Bild

Die Ladestrasse am Kohlenhandel wurde genauso eingefärbt, allerdings noch mit ein wenig Zusatz in Form von Kohlen- und Schleifstaub.

Gruss
Thomas

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#21

Beitrag von sarguid » Fr 9. Mär 2012, 20:39

Hallo Thomas,

dank Dir - das sieht schon ganz gut von der Farbe her aus - allerdings werde ich wohl erst nochmal etwas ausprobieren. Im Internet habe ich folgende dunklere Darstellung gesehen http://www.markau.de/Bilder/640-RIMG5503.JPG. Allerdings passt die nicht zu der Gegend: Es wurde in der Regel lokales Baumaterial verwendet und Gneis ist die im Schwarzwald vorherschende Form (daher auch die Schotterung mit Asoa Gneis). Allerdings bin ich mir nicht sicher wie hell der Gneis in der feinen Körnung für die Schüttgutbahnsteige dann wurde. Schaut man sich die Anlage von Josef Brandl aus dem hinteren Höllental an - dann sieht man das der Triberger Bahnhof mit ähnlich hellem Material gebaut wurde.

Viele Grüße

Matthias
Zuletzt geändert von sarguid am Sa 3. Okt 2015, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#22

Beitrag von ThomasausBerlin » Fr 9. Mär 2012, 21:57

Hallo Matthias,

mit dem "lokalen Baumaterial" ist das in Berlin schlecht - wenn die Anlage in Hessen sein soll.... :D

Es gibt Alternativen zum Berliner Sand: Man schaue mal in den Aqaurienfachmarkt in Sachen "Bodengrund" für Terrarien und Aquarien....

Gruss
Thomas


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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#23

Beitrag von steve1964 » Sa 10. Mär 2012, 21:20

-

Hallo Matthias ,

erst mal e ganz grosses Lob , du hast uns hier schon herrliche Bilder gezeigt und mir schon gute
Inspiration und wertvolle Anregung gegeben . Hoffe ich kann mich bei Gelegenheit revanchieren .,
Die Gebäude und ihre sprechenden Fassaden begeistern mich total .

Zum Quarzsand auf dem Bahnsteig - gute Idee , - wenn du nachdunkeln willst ,
probiere erst an einem Experimentierstück aus und halte es daneben .
es eignet sich Wasserfarbe , sehr wenig Pigment und fast trocken mit einem harten Pinsel aufgebürstet .

Z . B . An den Rändern etwas mehr ( siena oder Umbra - ) braun vom Bremsstaub .
( Aber nicht zuviel , damit man noch etwas von dem schönen Quarzsand sieht )

Sprühen würde ich in diesem Fall lieber nicht , es sei denn , du willst die ganze Anlage abdecken .

Zum Geländer weiß ich auch nicht mehr als den Lötkolben schwingen ...

Ach ja , zum Schluß noch eines
Das Wort " Ruhmeshalle " nehme ich ja hier nicht oft unter die Finger .,
aber Deine Anlage wäre aus meiner Sicht ein glasklarer kandidat dafür .

Grüße
Steve

--
Ich baue , also bin ich .

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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#24

Beitrag von sarguid » So 11. Mär 2012, 13:15

Hallo Steve,

Dank Dir vielmals - gute Idee mit Wasserfarben zu arbeiten. Der Quarzsand wirkt ja wie ein Schwamm und saugt die Farbe sofort auf - daher enstehen natürlich schnell unterschiedliche Deckungsgrade. Werde das wirklich mal in einer "dunklen Ecke" ausprobieren. Und das mit dem Bremsstaub und den Rändern: Da habe ich sehr gute Erfahrungen mit Pastellfarben (Umbra und Sienna) gemacht. Verwende ich auch für die Schotterung um die Farben insbesondere in den Bremsbereichen unruhiger und damit natürlicher zu gestalten.

Viele Grüße

Matthias
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Re: Naechternhausen - oder die ewige Baustelle...

#25

Beitrag von Kute » So 11. Mär 2012, 16:00

Hallo Matthias,

ist ein ganz schönes Stück Eisenbahn, was du da aufbaust, da versteht man schon die Überschrift. Einige Parallelen verbinden ja unsere Anlagen, auch ich fahr mit Traincontroller und habe zwei Spurweiten im Einsatz, allerdings nur auf 3,5 x 1,2 m. Hat auch seine Vorteile ist überschaubarer.
Es sind aber auch schon ein paar lauschige Ecken vorhanden, die mir sehr gut gefallen (z.B. bei der Fabrik)

Weiter so, ich werde öfters reinschauen.

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