Cavembourg: Ein Brief aus Müselbach!

Bereich zur Vorstellung der eigenen Modellbahnanlage.

Gewünscht sind insbesondere Fotos, technische Daten, Gleispläne und evtl. auch Berichte über die Entstehung. Die Anlage sollte in einem "vorzeigbaren Zustand" sein, für reine Rohbauberichte ist das Forum "Anlagenbau".

Bitte startet in diesem Bereich für jede Anlage einen eigenen Thread!
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Claus B
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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#551

Beitrag von Claus B » Mo 5. Aug 2019, 12:21

Hallo Gregor,
es war wieder ein schöner Abend - das lesen von Quer und Querquerverweisen hat wieder einmal für Unterhaltung gesorgt. Aber nun wird es richtig spannend. Wie können die aus dem Osten geflohenen Wissenschaftler und Künstler sowie die Bürger von Cavembourg über die Zeit bis 1945 gerettet werden? :?:
Fragen über Fragen - die das warten auf die nächste Folge am Freitag nur noch länger werden lassen.

Weiter so - wir hängen jeden Freitag (mit einem gewissen Suchtfaktor :o :lol: ) an Deinen geschriebenen Worten der holistischen Geschichte Cavembourgs.

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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#552

Beitrag von greg » Di 6. Aug 2019, 09:31

Hallo Freunde Cavembourgs,

frisch aus dem Urlaub zurück, kann ich mich heute für eure Kommentare und Beiträge bedanken. :idea: :hearts:

@Tobias: Danke für deine Anerkennung! Es gibt noch drei oder vier Kapitel für diese Staffel, dann folgt wieder eine kleine kreative Pause, bis es im Spätjahr weitergeht.

@Matthias: Ich war erstaunt, dass es zwischen dem Star Wars- und dem Star Trek -Universum diese Verbindung gibt. Auch wenn das Star Wars Universum längst untergegangen ist ("Es war einmal vor langer Zeit..."), hatte es doch Bedeutung für die Zukunft. Star Trek spielt im Jahr 2150 ff. unserer Zeitrechnung. Wie wir jetzt wissen, wäre ohne die Drohne aus dem imperialen Sternenzerstörer die Föderation der Vereinigten Planeten nie gegründet worden. :wink:

@Peter: In wie weit die Raumzeitkrümmung die Wuchsform von Obst und Gemüse beeinflusst, weiß ich leider, wegen Ermangelung eines Physikstudiums, nicht. Aber da gibt es sicher Zusammenhänge... :fool: Auch daß die Einwohner der französischen Normandie mit dem Volk der Vulkanier auf Grund ihres ähnlichen Dialekts, verwandt sein könnten, ist mir nicht aufgefallen, liegt aber nahe. Vielleicht sollte man da mal die Ohrform der Franzosen untersuchen. Das könnte morphologisch dann den Verwandtschaftsgrad eingrenzen.

@Claus: Ich finde, erst durch die Links lässt sich die Geschichte im Großen und Ganzen verankern. Und es ist auch für mich immer wieder erstaunlich, wohin das alles führt. Zur Zeit recherchiere ich über das Exil von Königin Siegfriede und entdecke für mich neue Facetten im Leben von Präsident Roosevelt, die sich wunderbar in die Geschichte einfügen... aber davon später in der nächsten Staffel. :pflaster: Danke, dass du dir die Mühe machst den Links zu folgen. Das Untertassenmodell ist der Revell-Bausatz des Haunebu. Man kann ihn wieder kaufen, nachdem Revell den Produkttext auf der Packung geändert hat.

@Erich: Danke für deinen Beitrag :!: Da meine Recherchen z. Zt. nur die Vergangenheit betreffen, sind deine Bezüge zur Gegenwart umso wichtiger. zumal sie auch für mich immer Neues zeigen.

@nochmal Peter: In Coburg waren wir leider nicht. Aber im Deutschen Lokomotivmuseum. Dort war ich vor ein paar Jahren schonmal und hatte es als sehr schön und gelungen in Erinnerung. Highlight damals: Das Eisenbahnmodell der Schiefen Ebene und die kleine Schmalspurbahn im Freigelände (und natürlich die BR 10). Beides war am aktuellen Besuch nicht in Betrieb, da größere Umbaumaßnahmen anstehen. Ein Besuch lohnt sich darum z.Zt. nicht besonders. Mal sehen wie es 2020 dort dann aussieht. "A rischtige Bratwursch'schnecken" gabs trotzdem. :sabber:

@Gerhard: Ja, die Spannung steigt, wobei wir mit 1936 - 1938 schon mittendrin sind. Die aktuelle Staffel geht bis 1940 - also bis zum Einmarsch der Deutschen. Welche Auswirkungen der Krieg dann hatte und welche Abenteuer insbesondere die Königin erleben wird, gibts dann erst ab der nächsten Staffel im Spätjahr.

@nochmal Erich: Es musste tatsächlich einiges vor dem Zugriff der Invasoren versteckt werden. Details kenne ich aber nicht. In der Lagerhalle am luxemburger Bahnhof werden nach dem Krieg sogar die Fragmente einer berühmten amerikanischen Dampflokomotive gelagert. Bis 1961 das Steamtown National Historic Site - Museum in Scranton (Pennsylvania) diese Fragmente zurückholt und aufarbeitet. Aber auch davon wird erst in der nächsten Staffel erzählt..... :pflaster:

@nochmal Peter: O.K. da mögen Ähnlichkeiten vorliegen, aber ich glaube, es ist nur ein Schäfer, der bei seinen Schafen wacht..... :shock: Und der Eingang zum Stollen ist heute eine kleine Schauhöhle. Überreste einer Bewohnung durch Hobbitse sind keine gefunden worden - aber auch davon wird erst viel später erzählt. :pflaster:

@nochmal Claus: Zuerst müssen die wirklich gefährdeten jüdischen Bürger und Emmigranten außer Landes geschafft werden. Und das schlägt natürlich wieder Wellen bis Übersee. Aber davon handelt das nächste Kapitel am Freitag. :umbrella:

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Restwoche!

gregor 8)
Zuletzt geändert von greg am Di 6. Aug 2019, 14:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#553

Beitrag von Jürgen » Di 6. Aug 2019, 10:43

greg hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 09:31

@Peter: In wie weit die Raumzeitkrümmung die Wuchsform von Obst und Gemüse beeinflusst, weiß ich leider, wegen Ermangelung eines Physikstudiums, nicht.
Ich versteh' nur Banane.

Jürgen, Du musst zurück auf "Los", ziehe keine 4000€ ein, dann klappt das schon ... (ich sage meistens "Du" zu mir).

Ich klinke mich hier mal ein. Monty Python wäre vor Neid erblasst über so viel flying circus ... Übrigens bin ich auch einer Spur auf den Versen, äh, Fersen. Im Stadtarchiv von Bad Herrenalbern soll noch das ein oder andere unentdeckt herum liegen...

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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#554

Beitrag von Claus B » Di 6. Aug 2019, 11:23

Hallo Gregor und Jürgen,

ich versuch mal dem Jürgen eine Antwort zu geben.
Jürgen hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 10:43
greg hat geschrieben:
Di 6. Aug 2019, 09:31

@Peter: In wie weit die Raumzeitkrümmung die Wuchsform von Obst und Gemüse beeinflusst, weiß ich leider, wegen Ermangelung eines Physikstudiums, nicht.
Ich versteh' nur Banane.
Ich manchmal auch - die Antworten sind teilweise sehr informativ, manchmal auch seeeehr lustig. Peter ist im übrigen Monty Python Fan (siehe auch Seine Antwort weiter oben an mich. :D

Jürgen, Du musst zurück auf "Los", ziehe keine 4000€ ein, dann klappt das schon ... (ich sage meistens "Du" zu mir).
Ich duze mich komischerweise auch wenn ich mit mir selbst spreche da ich Herr B so unpersönlich finde :lol: Ich sage aber:" Gehen Sie in das Gefängnis - gehen sie nicht über Los - ziehen Sie keine 400 Euro ein!" Da das amtliche Sprache ist muss ich mich Siezen.

Ich klinke mich hier mal ein. Monty Python wäre vor Neid erblasst über so viel flying circus ... Übrigens bin ich auch einer Spur auf den Versen, äh, Fersen. Im Stadtarchiv von Bad Herrenalbern soll noch das ein oder andere unentdeckt herum liegen...
Sorry, denn im Stadtarchiv von Bad Herrenalbern (da wo die Herren albern :fool: ) ist nix mehr zu finden denn ich war da :bigeek:


Für's Erste: macht weiter so . :bigeek:
Jürgen
Dem schliesse ich mich total an!
Wie war das nochmal - ich habe so gelacht, das mich meine Herrenwindel vor dem schlimmsten bewahrt hat. :lol: :fool: :lol:

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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#555

Beitrag von Jürgen » Mi 7. Aug 2019, 06:10

Moin,

deshalb gehe ich zum Lachen auch nicht in den Keller, sondern aufs Klo. Da spare ich mir die Windel und mit dem (trockenen, sic!) Inhalt der Windel bastle ich wieder Bäumchen ...

Das mit dem Amtsdeutsch habe ich mir fast schon gedacht. Die reagieren immer so komisch, wenn ich sie dutze ... Im übrigen muss man nicht nur im Stadtarchiv suchen, sondern auch bei den alten Mönchen. Die Zisterzienser waren seinerzeit die "Global Player". So lassen sich von Maulbronn über Bad Herrenalbern und Speyer bis nach Cavembourg Verbindungen feststellen. Man fand im Kloster zu Maulbronn (https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Maulbronn) folgende Inschrift:
A. v. k. l. W. h
Es wird folgende Interpretation vermutet: "Kanne leer), Wein her!" Ich ergänze mit meiner Einschätzung: "Abt voll, Kanne leer, Wein her". Die Großbuchstaben deuten den Respekt für besonders bedeutende Personen und Gegenstände an ...

Das ")" wird als versteckter Hinweis auf Cavembourg vermutet, die seinerzeit ein beliebter Abnehmer des Weines vom Elfinger Berg waren. Es wird kolportiert, dass der Wein so gut gewesen sein soll, dass den Mönchen, die zur Fastenzeit nur die Finger in den Weinkrug stecken durften, nachgesagt wurde, sie hätten gerne noch einen elften Finger (daher Elf-Finger) gehabt hätten. Offensichtlich wurde die Fastenzeit aber genutzt, den Wein nach Cavembourg zu exportieren, damit die Mönche wieder auf Entzug gesetzt und damit zum Schaffen motiviert werden konnten. Das war wohl auch erfolgreich, wenn man sich die Klosteranlage heute anschaut. Auch der Begriff Cavembourg, in dem der Ausdruck "cave", aus dem Französchen für "Keller", vorkommt, lässt auf einen önologischen Hintergrund schließen. Vielleicht ist "-bourg", was ja offensichtlich auf "Burg" hinweist, bedeutungsvoll, da die gehorteten wohlschmeckenden Weinbestände gegenüber anderen Zechern verteidigt werden mussten. Pfälzer lassen sich übrigens nicht im Stammbaum der Cavembourger finden. Sie sind als Weinbauern ja eher als gastfreundlich bekannt. Aber das bereits erwähnte Speyer war ein wichtiger Ort auf der Durchreise nach Cavembourg. Vermutlich kam in Cavembourg nicht so viel Wein an, wie in Maulbronn abgeschickt wurde. Der Name der Stadt Speyer deutet ja auf ein Ereignis hin, welches sich nach dem übermäßigen Genuss des Weines einstellen kann. Wolfgang Ambros, ein bekannter Barde aus Österreich, nannte dieses Ereignis in seinem interessanten Hörspiel "Augustin" "eine Staffette nach Speyer schicken".

Endgültige Belege fehlen aber noch. Bad Herrenalbern scheint aber in der Tat eine nur schwer zu erschließende Quelle (auch weintechnisch betrachtet) zu sein. Da ist über die Sache nicht nur Gras gewachsen, sondern gleich ein ganzer Baum ...
https://www.badherrenalb.de/de/freizeit ... lb-id_157/
Übrigens, da der Baum über dem "Paradies" wächst, scheint es früher hier einen (heimlichen ?) Weinausschank gegeben zu haben. Das Paradies findet man in vielen Zisterzienserklöstern. Ich vermute hier Maulbronn als zentralen Mittelpunkt. Die betrügerische Absicht lässt sich ja auch in den bekannten "Maultaschen" nachweisen. Das hierin enthaltene Fleisch sollte in der Fastenzeit einer göttlichen Überwachung entzogen werden. Ob allerdings die Ohrfeige, vulgo "Maulschelle" auch auf Maulbronn zurück geht, ist unklar. Eine Vermutung lautet, wenn der Weinkrug leer war, wurde eine Schelle geläutet. Surete der zuständige Mönch nicht sofort, wurde ihm eine eine Ohrfeige gegen. Später ließ man die Schelle weg und schlug gleich zu. Es entstand die "Maulbronner Schelle" oder kurz "Maulschelle" als Hinweis auf fehlenden Wein.

Ich vermute, man wird in Cavembourg noch die Reste eines alten Zisterzienserklosters finden. Die Brüder hatten ja überall die Finger nicht nur im Wein, sondern auch im Spiel.

Das ist der Stand meiner aktuellen Recherchen. Ich musste leider etwas weiter ausholen, aber die Verstrickungen des Mittelalter bedingen nun einmal eine globale Betrachtung. Ich melde mich wieder, wenn neue Erkenntnisse vorliegen ...

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#556

Beitrag von greg » Mi 7. Aug 2019, 08:07

Hallo und guten Morgen Jürgen!

das ist ein sehr interessanter Bericht :shock: Das Thema Weinbau und Weinhandel hatte ich zwar schon mal gestreift, aber so in die Tiefe ging es dabei nicht. Zum Wein habe ich nur eine Stelle gefunden: Im Kapitel "Drei Überraschungen am Berg Montcave" wird berichtet, daß an den Hängen um das Dörfchen Montcave Weinbau betrieben wird und ein Kapitel später dieser Wein sogar ein Grand Cru Classé ist, also ein edles Tröpfchen. :prost:
Dieses edle Gesöff konnte sich schon damals und selbst in Cavembourg nicht jeder leisten, darum liegt es nahe, daß Wein auch vom Elfinger Berg importiert wurde.

Über ein Kloster oder dessen Überreste in der Region Cavembourg ist mir zwar nichts bekannt, das muss aber nichts heißen. :wink:

Danke für deinen önologischen Beitrag!!! :gfm: Bin gespannt was du da noch ausgräbst.

und einen schönen Gruß
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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#557

Beitrag von Jürgen » Mi 7. Aug 2019, 08:24

Hallo Gregor,

die von mir behandelten Themen beziehen sich in erster Linie auf das Mittelalter und frühe Neuzeit. Vielleicht liegen hier auch die Wurzeln des Weinbaus in Cavembourg. Ja, vielleicht sind wir einer Sensation auf der Spur. Es könnte ja sein, dass wir die Herkunft der Grand Cru Klassifizierung auf der Spur sind...

Aber das ist nur eine Arbeitshypothese ...

Grüße
Jürgen

Edit: Wie ich gerade sehe, bist Du aus der Südpfalz. Peter ist aus Mühlacker und einer Reise nicht abgetan. Wie wäre es mit einem Treffen auf dem Bahnhofsfest in Bad Herrenalb zum Bahnhofsfest in Bad Herrenalb/Klosterfest in Frauenalb (so viel Gendergerechtigkeit muss sein) am 17. oder 18. August ? Es könnte die Gründungsstunde der Geschichtsfreunde Cavembourg werden. Weitere Freunde werden gerne gesehen.

https://www.albtal-tourismus.de/Media/V ... osterruine
https://www.badherrenalb.de/de/kultur/b ... est-id_46/
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Re: Cavembourg: Die Bedrohung im Osten und der Schatz von Cavembourg

#558

Beitrag von greg » Do 8. Aug 2019, 08:11

Hallo Jürgen

Es tauchen immer wieder Indizien auf, die der "offiziellen" Geschichtsschreibung widersprechen und es gibt Hinweise, dass das Land nicht einfach so unberührt aus dem Nichts empor gespült wurde, sondern dass es in den stillen Tälern bereits vor der Staatsgründung 1848 politische Ränkespiele gab. So ist fast sicher, dass um 600 n. Ch. sich Bischof Arnulf von Metz in der Gegend des heutigen Königreichs ein Liebesnest (das womöglich bereits burg- oder sogar klosterähnlich angelegt war) eingerichtet hatte, Karl der Große später dort ein und aus ging und so der Ursprung der Karolinger in diesen Tälern liegt. Und das war immerhin um 800 n. Ch. Außerdem muss es um 1600 im Spanisch-Niederländischen Krieg bereits eine Grafschaft mit dem Namen "Cavembourg" in der Region gegeben haben, was diese Dokumente nahe legen.

Dazwischen ist immer noch ein großer weißer Fleck und man geht davon aus, daß diese Täler still, unbewohnt und vergessen einen Dornrößchenschlaf schliefen. Falls im Zusammenhang mit dem Weinhandel um Maulbronn Hinweise auftauchen, die diese Lücke füllen, wäre das in der Tat eine Sensation! :shock:

Zum Bahnhofsfest in Herrenalb schicke ich dir gleich noch eine PN.

Schöne Grüße und bis morgen

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Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#559

Beitrag von greg » Fr 9. Aug 2019, 06:45

Am Vorabend der Invasion

Noch im September 1939 nahm Königin Siegfriede an den Feierlichkeiten zur 100jährigen Unabhängigkeit des Großherzogtums Luxemburg teil und verbrachte letzte, fast unbeschwerte Tage mit der großherzöglichen Familie in Luxemburg. Die Familien von Nassau-Weilburg und von Trix waren eng verbunden, insbesondere Großherzogin Charlotte und Königin Siegfriede pflegten eine innige Freundschaft. Die Feierlichkeiten sollten der Welt zeigen, dass man stolz darauf war, unabhängig und eigenständig zu sein. Das galt um so mehr für das kleinere Cavembourg.
In diesen Tagen diskutierten die beiden Frauen lange darüber, wie man sich im Falle einer deutschen Okkupation verhalten sollte. Den Invasoren entgegentreten, wie es einst Großherzogin Marie-Adelheid im ersten Weltkrieg tat, im guten Glauben seine Integrität nicht zu verlieren? Oder war es besser zu fliehen, um dem Land während der schweren Zeit aus dem Exil beizustehen?

Unter Leitung des cavembourger Außenministeriums begann im März 1940 die Evakuierung der rund 1500 jüdischen Bürger und Emigranten aus Cavembourg. Mit fünf Sonderzügen fuhr man sie über Lüttich und Antwerpen zunächst nach Rotterdam.

Bild
Foto: Das Bild zeigt den ersten Fluchtzug im Hauptbahnhof Cavembourg am frühen Morgen des 30. März 1940.

Bild
Foto: Eine letzte Aufnahme am Bahnsteig bevor es mit dem Zug nach Rotterdam in eine ungewisse Zukunft geht.

Bild
Foto: Dieses Foto zeigt einen der fünf Fluchtzüge am Nachmittag (Aufnahme eines SBBlers, nachcoloriert). Der Zug besteht fast ausschliesslich aus roten Mitropa-Speisewagen, die man für den außerplanmässigen Einsatz wohl entbehren konnte. Einer der Speisewagen war für die Reisenden in Betrieb und man servierte ein kostenloses Tagesgericht lt. Karte: Judd Mat Gaardebounen. Der Koch war wohl ein Witzbold aus Luxemburg, der aber so weitsichtig war, den geräucherten Schweinenacken dieses luxemburgischen Nationalgerichts durch koscheres Rindfleisch zu ersetzen. Übrigens: Es gibt zwei Möglichkeiten, was das Wort "Judd" in diesem Zusammenhang bedeuten kann: Bohne oder Jude. Durch die galizischen Truppen im Spanisch-NIederländischen Krieg (1568 - 1648) kam das spanische Wort Judia (Bohne) und Judio (Jude) auch nach Luxemburg. Der luxemburger Linguistiker Jean-Claude Muller vermutet, daß dieses Gericht streng genommen "Bohnen mit Gartenbohnen" heißt, oder "...die dunkle Farbe der Bohnen erinnerte ein wenig an die dunkle Haut der spanischen Juden.". Wie auch immer: Den Erzählungen nach schmeckte das Essen vorzüglich. Was in den anderen Zügen nach Rotterdam zum Essen serviert wurde, ist leider nicht überliefert.

Bild
Foto: Im Hafen von Rotterdam wartete die RMS Aquitania, ein von der cavembourgischen Regierung gecharterter Passagierdampfer der Cunard-Linie. Sie soll die Flüchtlinge nach Sydney, Australien bringen, wie es auf der Konferenz von Evian ausgehandelt worden war.

Anders als die Briten stufte Cavembourg seine Flüchtlinge nicht als "Enemy Aliens" ein. Und anders als bei der Fahrt der britischen HMT Dunera, wurde niemand auf der Aquitania interniert und die Überfahrt verlief friedlich und reibungslos. In Sydney mussten die cavembourger Flüchtlinge dann aber das gleiche Schicksal erdulden, wie andere jüdische Emigranten nach ihnen. Sie kamen in das britische Internierungslager Camp Hay. Die Wachmannschaften und ihr Lagerkommandant merkten schnell, dass die jüdischen Flüchtlinge ihres Camps alles andere als kriminell waren, sondern kultivierte, zum Teil hoch ausgebildete Leute. Bald wurden die Lagerregeln gelockert und die Insassen durften ihr Lagerleben selbst verwalten und organisieren. Auch die Flüchtlinge der Dunera landeten nach ihrer entbehrungsreichen Überfahrt im September 1940 hier. Bereits im Mai 1941 entließ man alle jüdischen Flüchtlinge aus Camp Hay oder verlegte sie in offene Aufnahmelager. Einige von ihnen traten der australischen Armee bei.

Die Internierung der Aquitania und der Dunera Flüchtlingsgruppe, war ein wichtiger Meilenstein in der Kulturgeschichte Australiens. Der Einfluss dieser Gruppe auf die Kultur, die Wissenschaft und die Geschäftswelt in Australien kann gar nicht überschätzt werden. An die "Cavembourg People" und "Dunera Boys" erinnert man sich in der Stadt Hay heute noch gerne. Jedes Jahr wird in Hay der Dunera Day abgehalten, an dem viele überlebende Internierte an den Ort ihrer früheren Gefangenschaft zurückkehren.

Die jüdischen Wissenschaftler und Ingenieure des OVNIC-Projekts jedoch blieben im Königreich zurück.

Die Flucht der cavembourger Juden war für die Regierung nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine finanzielle Herausforderung - vor allem der Transit mit der Eisenbahn durch die Niederlande musste an die Staatsbahn der Niederlande Nederlandse Spoorwegen (NS) und auch das Königshaus Oranien-Nassau teuer bezahlt werden. Eine Schatzanweisung Siegfriedes verfügte, daß die cavembourger Banken die Kosten für Unterbringung, Versorgung und schließlich die Flucht auf die Schulden des Deutschen Reichs aufschlagen konnten. Die Forderungen Cavembourgs wurden 1959 im Rahmen eines Globalabkommens der Bundesrepublik Deutschland beglichen.

Fortsetzung folgt: Die Deutschen kommen!
Zuletzt geändert von greg am Fr 9. Aug 2019, 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#560

Beitrag von Miraculus » Fr 9. Aug 2019, 16:16

Hi Gregor,
Danke für die Geschichtsfortschreibung. Die :gfm:

Und auch hier zeigt sich wieder, dass auch die Alliierten ihr Schärflein dazu beitrugen, der jüdischen Bevölkerung aufzuzeigen, dass sie im Grunde genommen nicht willkommen waren. Wahrlich auch kein Ruhmesblatt :|

Umso mehr ist es Cavembourgs Regierung anzurechnen, dass die jüdischen Flüchtlinge entkommen konnten.

Stellt sich die Frage, ob sie anders entschieden hätte, wenn sie von der teilweisen Tortur der Flüchtlinge gewusst hätte.

Auf jeden Fall hatten die Entkommenen eine richtige Zukunftsperspektive.

Mein Bildfavorit ist das nachcolorierte :D .

Bin gespannt wie es gelingt die O.V.N.I.C.er den deutschen Invasoren zu entziehen.

@Jürgen: Bad Herrenalb hört sich gut an.


Grüße
Zuletzt geändert von Miraculus am Fr 9. Aug 2019, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#561

Beitrag von 7-Kuppler » Fr 9. Aug 2019, 17:54

Moin Gregor

Freut mich sehr wieder eine Geschichte von Dir lesen zu können. :gfm: :hearts:
Harre also gespannt auf den Fortgang.

Wie lange brauchst Du eigentlich zum "ausbaldovern" solcher Beiträge?
Gruß in die Runde aus der "halben Rotunde" !
....... natürlich in TT !

Dirk

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#562

Beitrag von UKR » Fr 9. Aug 2019, 19:15

Moin Gregor,

auch ich bin sehr angetan von der Fortsetzung und auch die Bilder haben was. Das S/W gibt die Stimmung von damals sehr gut wieder :gfm: Und die Idee mit dem nachcolorierten Zug aus Speisewagen, das hat was.

Wann war jetzt nochmal Freitag...wegen der Fortsetzung :mrgreen:

Harzliche Grüsse und ein schönes Wochenende

Ulrich
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live zu sehen am 1.Adventswochenende in Pulsnitz

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#563

Beitrag von Dampfliebe » Fr 9. Aug 2019, 20:32

Hallo Georg,

Phantastischer Thread. Super Geschichte und klasse Bilder. Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Dieses Verweben von realer Geschichte mit Fiktion :gfm:


Ganz großes Kino :D

Herzliche Grüße
Volker

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#564

Beitrag von greg » Sa 10. Aug 2019, 10:07

Hallo Freunde Cavembourgs!

allen Lesern und Kommentatoren ein :hearts: Dankeschön! Ich beantworte mal die Post:

@Peter: Sorry für den kurzen Realitätsschub: Ich finde gerade wenn man die Flüchtlingsprobleme der damaligen Zeit mit denen heute vergleicht, dann fallen einem ganz akut Parallelen auf. Keiner war bereit die flüchtenden Juden aus Deutschland und Österreich aufzunehmen, genauso wie wir heute nicht bereit sind, uns auf eine Lösung des Flüchtlingproblems zu einigen. Das Mittelmeer verwandeln wir in ein Massengrab und ich bin überzeugt, dass die Geschichte und damit unsere Enkel, darüber urteilen werden. :umbrella:
Was in Cavembourg passiert muss ich ja vor meinen Preiserlein (und meinem Erholungsbedürfnis) verantworten. Und da Königin Siegfriede eine empathische, intelligente und großherzige Regentin war, die auch keine Kosten scheute, war das ein guter Ausweg. Zumal die Überfahrt nach Australien alle Annehmlichkeiten hatte (ausgenommen Landgang, den gab es tatsächlich in den 12 Tagen Überfahrt nicht) :wink: und in Camp Hay trafen sie auf offene, intelligente und mutige Australier, die bald merkten, welche Chancen sich mit der Integration der Flüchtlinge auftaten.

@Dirk: Wie lange es dauert kann ich gar nicht sagen. Das geht immer nebenher und stückweise. Zuerst recherchiere ich die Daten und was da so passiert ist. Dabei orientiere ich mich an der Geschichte Luxemburgs und Belgiens und was diesen Ländern zustößt, dient mir als roter Faden, an dem ich mich entlanghangele. Dann überlege ich mir, wie man das auf meiner Modellbahn und mit meinen bescheidenen Mitteln darstellen kann. Dann fange ich an zu schreiben, zu kürzen und umzuformulieren. Ich habe meine ganze Geschichte in einer Cloud und kann so, wo immer ich bin und geräteunabhängig, weitermachen. Ich veröffentliche die einzelnen Kapitel immer erst, wenn der Zeitabschnitt ("Staffel") abgeschlossen ist und ich 8 - 10 Kapitel beisammen habe.
Oft kommen dann noch Ideen hinzu, die ich nachträglich einbaue. Die Ideen kommen auch nicht immer von mir, sondern auch aus der Leserschaft (hauptsächlich meiner Familie und dem Bekanntenkreis und hier aus dem Forum). Der 2. Weltkrieg ist fast fertig, wobei ich gerade dabei bin eine Idee von Erich (mornsgrans) einzuarbeiten, die mir sehr gut gefallen hat :wink:
Diese Staffel wird mit dem Einmarsch der Deutschen 1940 enden. Bis Dezember ist die nächste Staffel dann hoffentlich fertig.....

@Ulrich: Danke für dein Lob. Das schöne Rot der Mitropawagen wollte ich hervorheben (weitere Fotos gibts demnächst auf der SBB-Seite). Genaugenommen ist das ein Filter in der Kamera. Ansonsten bearbeite ich natürlich sehr viel mit Photoshop. :wink: Am 16.8. ist wieder Freitag - und dann kommt das letzte Kapitel dieser Staffel :( Weiter gehts dann erst im Dezember.

@Volker: Danke für dein Lob. Mittlerweile ist das schon fast ein Buch....

Und nun wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende!

Bis spätestens Freitag!

gregor :wink:
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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#565

Beitrag von tramspotters » Sa 10. Aug 2019, 10:40

Geniale Idee, deine Modellbahn mit so einer Geschichte zu versehen. Toll zu lesen. Ich freue mich auf den nächsten Teil.

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#566

Beitrag von Vorarlberg-Express » Sa 10. Aug 2019, 11:17

Hallo Gregor,

Dein Bericht hat mich sehr angesprochen und :gfm: .

Wie wertschätzend ging Cavembourg doch mit seinen Emigranten um! Transport in Speisewagen, der Staat bezahlt, sie werden unterwegs verköstigt, auch wenn der Koch ein kleiner Witzbold ist. Was für ein Gegensatz zu den Emigrationen aus Deutschland (so lange diese noch möglich waren). Da musste jeder seine Fahrkarte selbst teuer bezahlen, und alles hinterlassenen Eigentum würde eingezogen. Was geschah in Cavembourg mit den hinterlassenen Gütern der Flüchtlinge?

Das colorierte Bild ist auch mein Favorit. Sieht total cool aus.
NB: Dass es eine entstromte 01.10 mit Neubaukessel schon vor dem Krieg gab? :bigeek: Das ist halt Cavembourg, dem Stand der Technik stets mehrere Nasenlängen voraus... :gfm:

Die cavembourger Art von Geschichtsschreibung ermöglicht es, dass manches anders bzw. besser gekommen ist als in der Realität, das :gfm:

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Gerhard

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#567

Beitrag von bjb » Sa 10. Aug 2019, 11:47

Hallo Gregor,

Deine Geschichten und die dazugehörigen bebilderten Szenen sind einfach ganz große Klasse, vielen Dank für Deine ausdauernde Erzählung. :D
Wenn ich daran denke, was da jedes mal für Arbeit hinter steckt jedem Link und jeder Szene steckt, wird die Bewunderung nur noch größer und das erfordert unbedingt einen Zwischenapplaus. :clap: :clap: :clap:

Ich bin ebenfalls gespannt, wie es in dem kleinen Ländchen weitergeht und mit welchen Tricks man die nächsten Jahre einigermaßen Schadlos überstehen wird. :?:
Vielleicht kann ja "Doc Brown" da weiterhelfen?

Mit mitlesenden Grüßen
BJB

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#568

Beitrag von Claus B » Sa 10. Aug 2019, 12:07

Hallo Gregor,

Oh Mann, ich habe gerade wieder die Tage bis Freitag gezählt. :? Ich habe mich gestern abend über Deinen Bericht hergemacht und dieses mal nur einige der Querverweise gelesen. Das heist aber nicht, das ich keine Lust hatte sondern hat damit zu tun das ich hier auf dem Campingplatz nur ein 5GB Kontingent Download gekauft habe. Und das muss bis Sonntag reichen. Dann muss ich wieder wegen einiger Termine nach Hause und ich höre meine auch schon Altenbeckmodule bis hierher schreien "Mach endlich weiter!" :D Und da ich zu hause eine 'Flache Rate' habe kann ich mir dann dort die ganzen Querverweise zu Gemüte führen.
Man muss Dich ob Deiner Bemühungen und Recherchen echt bewundern. Ausserdem muss man auf solche Ideen erst einmal kommen und wenn noch so ein Filmtrailer wie der von James Steam alias BR 007 kommt ist Dir eigentlich der nächste Stummioscar schon sicher. Nominiert bist Du für dieses Jahr eh' schon.

Gott schütze Königin Siegfriede von Cavembourg und gebe Ihr eine lange und glückliche Regentschaft!

Weiterhin viel Spass am gemeinsamen Hobby
Glück auf und bis demnächst aus Essen Altenbeck Bild

PS.: Ich hoffe, das wenn Du in der Neuzeit angekommen bist, Du die ganze Gescchichte Cavembourgs als Buch herausbringst. (oder als E-Book) Ich habe schon einen Titel: "The Tales of Cavembourg" Part 1 - 3
Grüße aus dem Ennepe-Ruhr Kreis
Claus B

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Re: Cavembourg: Am Vorabend der Invasion

#569

Beitrag von greg » Di 13. Aug 2019, 09:09

Hallo Stummis!

Danke für eure Kommentare, auf die ich kurz eingehen will:

@tramspotters: Danke für die Anerkennung und weiterhin viel Spass in Cavembourg!

@Gerhard: Die deutschen Juden im Königreich hatten ja nicht sehr viel und es war allen klar, dass ihr Exil hier nur eine Zwischenstation war. In den sechs Jahren fanden sie Arbeit und in kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht waren sie eine echte Bereicherung für das kleine Land. Das wollte die cavembourgische Regierung anerkennen und bezahlte die weitere Flucht nach Australien. Die cavembourgischen Juden, die Haus und Hof verlassen mussten und nur das Nötigste mitnehmen konnten, verkauften ihre Besitztümer überwiegend, weil nicht klar war, ob sie überhaupt irgendwann zurück kommen konnten. Zu berücksichtigen ist: Der Cavemismus war zwar bereits reformiert und aufgeweicht, galt aber immernoch in vielen Bereichen. D.h. Insbesondere Land und viele Immobilien und Wirtschaftsbetriebe waren in staatlichem Besitz und die Verluste beim Verkauf von Besitztümern beschränkte sich meist auf bewegliche Objekte. Die cavembourgischen Banken waren schließlich so weitsichtig, das Vermögen der Leute auf schweizer Banken zu parken, auf das sie dann später Zugriff hatten.

@BJB: Danke für den Zwischenapplaus. Die Kommentare motivieren! :wink: Mit Doc Brown gibst du mir ein Stichwort um mal in den ganz tiefen Tiefen dieses Forums zu graben und den guten alten Ein Wagen zieht durchs Stummiland-Thread hervorzuholen - die Mutter aller Anlagengeschichten! :mrgreen: . Da hatte ich mal den Flux-Kompensator-DeLorean als Taxi für den Jedi Yoda genutzt.... noch auf meiner alten Anlage.
Die Kriegsjahre sind fertig recherchiert und geschrieben, es fehlen noch ein paar Bilder und es scheint, dass Doc Brown sich nicht blicken lässt. :fool: Aber das kann ja noch kommen (sein Auto habe ich ja irgendwo, wo ist das eigentlich abgeblieben?).

@Claus: Ich wünsch dir erstmal einen erholsamen Urlaub! Danke für deine Nominierung! :fool:

Und nun wünsch ich euch eine schöne Restwoche bis es am Freitag dann die letzte Folge dieser Staffel gibt, natürlich mit einem Riesen-Cliffhanger! :fool:

Bis bald

gregor 8)
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Cavembourg: Die Deutschen kommen!

#570

Beitrag von greg » Fr 16. Aug 2019, 07:15

Die Deutschen kommen!

Am frühen Morgen des 10. Mai 1940 marschieren deutsche Truppenverbände in Luxemburg ein. Zur gleichen Zeit flieht Königin Siegfriede und mit ihr der Ministerpräsident und Dr. Salomon Geier mit der Mannschaft des OVNIC-Projekts an Bord der Flugscheibe.

Bild
Foto: Am Abend des 9. Mai 1940 besucht Königin Siegfriede die Flugscheibe und erkundigt sich nach dem Stand der Vorbereitungen.

Am Nachmittag erreichen die deutschen Soldaten die drei Grenztunnel zu Cavembourg. Noch wagen sie nicht die Tunnel zu durchqueren, zu groß ist die Furcht, dass diese im letzten Augenblick gesprengt werden oder die Flugscheibe, von deren Start und Flug immer mehr Augenzeugenberichte bei der Truppenführung einlaufen, mit Hilfe einer Geheimwaffe zurückschlagen könnte. Doch die Cavembourger wissen, dass sie gegen die militärische Übermacht nichts ausrichten können und das Verschütten ihrer Tunnel, wie 1917, nur einen kurzen Effekt hätte.
Nachdem die Tunnel gesichert waren, besetzt die deutsche Wehrmacht schließlich am 11. Mai 1940 auch das Königreich. Noch am selben Tag durchsucht eine Spezialeinheit des Reichsministerium für Bewaffnung und Munition das Gelände um den verwaisten OVNIC-Hangar und transportiert ab, was zurückgeblieben war: Die Doppellok, einen großen Dieselmotor, Tische, Stühle und anderes Mobiliar. Die Flugscheibe indes befindet sich bereits über dem Nordatlantik.


Film: Sowohl vom Start der Flugscheibe als auch vom Flug über Cavembourg am frühen Morgen des 10. Mai 1940 existiert eine Filmaufnahme. Beim Start schiebt ein kleines Raketen-Triebwerk das Fluggerät in eine Höhe von wenigen Metern, bis der Gravitationsschirm seine Wirkung entfalteten kann. Danach fliegt das Fluggerät fast lautlos.

Bild
Foto: Die Doppellok des OVNIC-Projektes wird beschlagnahmt und ins Deutsche Reich überführt. In den beiden Güterwagen befindet sich der Rest des OVNIC-Projekts, der nicht mehr in Sicherheit gebracht werden konnte. Am Schluß des Zuges auf einem Flachwagen erkennt man einen großen Dieselmotor. Die Besatzer werden die beschlagnahmte Lok später als Wehrmachtslokomotive WR 360 C 14 279 nachbauen und einsetzen (Stückzahl 279)

Fortsetzung folgt im Dezember 2019: Der 2. Weltkrieg: Das Ende des Königreichs.
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greythom
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Re: Cavembourg: Die Deutschen kommen!

#571

Beitrag von greythom » Fr 16. Aug 2019, 08:47

Greg!!! :shock:

Erst im Dezember!!??

Bis dahin bin ich auf Entzug !!!!!! :bigeek: :redzwinker:
Modellbahnerischer Gruß
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Re: Cavembourg: Die Deutschen kommen!

#572

Beitrag von Jürgen » Fr 16. Aug 2019, 10:06

greythom hat geschrieben:
Fr 16. Aug 2019, 08:47
Greg!!! :shock:

Erst im Dezember!!??

Bis dahin bin ich auf Entzug !!!!!! :bigeek: :redzwinker:
"Siehe eine Sanduhr: Da läßt sich nichts durch Rütteln und Schütteln erreichen, du mußt geduldig warten, bis der Sand, Körnlein um Körnlein, aus dem einen Trichter in den andern gelaufen ist."

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Re: Cavembourg: Die Deutschen kommen!

#573

Beitrag von Miraculus » Fr 16. Aug 2019, 12:20

Hi Gregor,
Danke für die Folter :fool: Du wolltest sicher September schreiben :wink: .

Dein Film erinnert mich fatal an




Grüße
Peter

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Re: Cavembourg: Die Deutschen kommen!

#574

Beitrag von GSB » Sa 17. Aug 2019, 09:31

Guten Morgen Gregor,

das war's also mit dieser Staffel und wir müssen geduldig :pflaster: bis zur Adventszeit warten... :roll:

Aber nochmal ein richtig schönes Highlight zum Schluß mit dem Start der Flugscheibe. :lol:

Immer wieder intetessant diese ganzen Querverweise, für die man ja einige Zeit braucht um alles nachzulesen. :wink:

Gruß Matthias
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Re: Cavembourg: Die Deutschen kommen!

#575

Beitrag von Rolf » So 18. Aug 2019, 09:28

Da war Cavembourg ja wieder mal sehr innovativ. Der Countdown war zwar schon erfunden (für einen Kinofilm, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Countdown), aber er war mangels großer Raketen noch keineswegs verbreitet. Vermutlich war dies dann die erste Anwendung des Countdowns beim echten Start eines Flugobjekts!

Übrigen hoffe ich sehr, dass sowohl die Königin als auch alle anderen Insassen der Flugscheibe seefest sind - die etwas schwankende Flugweise (die ich auf die noch nicht so große Erfahrung des Piloten zurückführe) könnte sonst leicht zu Übelkeit führen.

Viele Grüße
Rolf

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