Märklin RS800N Restauration

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ccs800
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Märklin RS800N Restauration

#1

Beitrag von ccs800 » Di 7. Aug 2018, 14:40

Hallo,

nach meiner HS800 (siehe hier: https://stummiforum.de/viewtopic.php?f=6&t=158406 ) habe ich mich nun an mein nächstes Projekt getraut, eine Märklin RS800N. Diese kam in einem recht schlechten aber brauchbaren Zustand zu mir. Die Lok kommt vom gleichen Vorbesitzer wie die HS800.

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Folgendes musste gemacht werden:
- Räder durch Zinkpest zerfressen
- Stromabnehmer falsch (bis jetzt noch nicht korrigiert)
- Vorläufer einer HS800 montiert
- Eine Kupplung fehlt
- Schleifer fehlt

Alle weiteren Teile hatten keine sichtbare Pest und die Lackierung war auch noch ganz gut. Motor und FRU liefen auf Anhieb.
Es war übrigens ein Glücksfall, dass ich jetzt noch die 2. Lok bekam, denn an der RS800N waren einige fehlende Teile von der HS800 (ein Vorläufer und Stromabnehmer) und an der HS800 waren einige fehlende Teile der RS800N (Kupplung, Distanzbolzen). :-)

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Die Lok ließ sich ohne größere Probleme aufarbeiten.
Größtes Problem waren die Räder. Ich habe mir die Nachbauräder bei Ritter bestellt und habe Sie durch einen Bekannten mit Aufpressvorrichtung montieren lassen.
Die Räder sehen gut aus, haben aber (Besonders in Anbetracht des Preises von 50 €) einige gravierende Fehler:
- Obwohl lackiert sind es Rohlinge. Die Narben müssen mit einem Reibeisen erst aufgeweitet werde, damit sie sich aufpressen lassen.
- Die Zahnräder an den Rädern stimmen nicht exakt mit dem Original überein (Zähne zu kurz), daher neigt das Getriebe unter Last zum durchrutschen, obwohl das Spiel in den Lagern ok ist. Hier muss noch was nachgearbeitet werden. Eine Lösungsmöglichkeit habe ich noch nicht.

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Da bin ich von Ritter Besseres gewohnt. :evil:

Aber die Lok sieht jetzt wieder gut aus und ist fahrfähig.

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Einige schönere Bilder mache ich noch.

Gruß Christopher :)

PS: Das Nächste Projekt wartet schon:
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Re: Märklin RS800N Restauration

#2

Beitrag von volkerS » Mi 8. Aug 2018, 01:05

Hallo Christopher,
ich glaube kaum, dass die Zähne zu kurz sind. Die Geometrie sieht korrekt aus. Ich vermute eher, dass die Zähnezahl falsch ist, möglicherweise genau um einen Zahn. Vergleiche doch mal die Zähnezahl mit dem Orginalzahnrad, das ja vorhanden ist.
Willst du an der Lok noch die fehlenden Vorläufer montieren?
Diese, in allem doch recht behutsame Restauration, war bei der Ausgangslage der einzige Weg das Modell wieder zum Laufen zu bewegen. Auf kosmetische Eingriffe am Gehäuse und Instandsetzungsversuche am beschädigten Puffer hast du ja verzichtet. Eventuell solltest du die doch etwas grelle, weil neue Farbe an den Rädern, leicht verschmutzen.
Volker

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Re: Märklin RS800N Restauration

#3

Beitrag von Dölerich Hirnfiedler » Mi 8. Aug 2018, 07:27

volkerS hat geschrieben:
Mi 8. Aug 2018, 01:05

Willst du an der Lok noch die fehlenden Vorläufer montieren?
Hallo,

Da fehlen aber gar keine Vorläufer.

mfg

D.
Wir leben in einer unruhigen, durch und durch egoistischen, schlimmen Zeit.
Allgemeine Schulzeitung, Nr. 201 vom 21.12.1843


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Re: Märklin RS800N Restauration

#4

Beitrag von volkerS » Mi 8. Aug 2018, 11:52

Hallo,
das Gehäuse ist das der ES800. Bislang habe ich nur Bilder mit 2 Vorläufern bei dieser Lok gesehen. z.B.:https://i1.wp.com/www.modelleisenbahnfa ... cn5045.jpg
Welche Lok ist es denn jetzt? RS800N oder ES800, auf dem Gehäuse steht zweifelsfrei ES800. Siehe auch erstes Bild.
Volker

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Re: Märklin RS800N Restauration

#5

Beitrag von ccs800 » Mi 8. Aug 2018, 13:16

Hallo!

Das hat mich zuerst auch verwirrt. Es ist aber eindeutig eine RS800N. Für RS800N (Billigvariante) und ES800 hat Märklin die gleichen Gehäuse verwendet. Alle RS800N sind mit ES800 beschriftet, nur auf den Vorkriegs RS800 steht auch "RS800".
Wenn es eine ES800 wäre, könnte man die gut an den anderen Kupplungen und fehlenden Distanzbolzen (die es nur bei RS800N gibt) für die Kupplungen erkennen. Die ES800 verwendet hier die Bauteile der MS800.

Zu den Zahnrädern: Ich werde die mir noch einmal genau ansehen. Versuche mit den alten Zahnrädern hatte ich leider nie durchgeführt, da die mit Pattex verklebt waren. Im Nachbarforum "Alte Modellbahnen" bin ich jedoch auf einen anderen möglichen Grund des rutschenden Getriebes aufmerksam geworden. Die Fahrwerke der RS800N/ ES800 biegen sich gerne wie eine Banane durch, dadurch hängt die Pufferbohle etwas. Dies ist auch bei meiner Lok leicht vorhanden. auf den Fotos erahnbar im Bereich unterhalb der Feldspule, der nicht ganz gerade ist. Hierdurch verändert sich natürlich etwas die Geometrie. :(

Gruß Christopher :)
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Re: Märklin RS800N Restauration

#6

Beitrag von Eisenbahner 2 » Mi 8. Aug 2018, 20:54

Hallo zusammen,
es gab bis 1950 in der NK-Zeit drei verschiedene Märklin Eloks mit dem gleichen Gehäuse.
Hier die auffälligsten Unterschiede der 3 Modelle:

RS 790
Einfachmodell 1948 - 1950,
ohne Vorläufer,
mit Handumschalter für die
Fahrtrichtung auf dem Dach,
Farbe rot und graublau.

RS 800 N
Nachfolger der Vk-Lok RS 800,
aber vollkommen andere Technik
und Aufbau,
mit Schaltrelais,
ohne Vorläufer,
mit einem speziellen Panto nur für diesen Typ,
Farbe grün.

ES 800
technisch wie RS 800 N,
mit Vorläufern wie MS 800, CCS 800,
bestückt mit den damals neuen "Watschenpantos"
Farbe grün.

Die beiden letzten Modelle waren ab 1947 im Märklin Katalog,
in den deutsche Geschäften aber erst nach der Währungsreform
zu haben.
Alle drei Gehäuse tragen die Aufschrift "ES 800".
Hier griff wieder das bewährte Märklin Baukasten System.

Gruß
Hans-Gerd :D

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