Toni aus Müselbach: Besuch von Guillaume aus Cavembourg –8. Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei... Rückreise

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UKR
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Re: Toni aus Müselbach - Der Wälderblizz...

#126

Beitrag von UKR » Mo 18. Dez 2017, 20:11

Gerhard,

der Triebwagen ist ja der Ober :hammer: . Hat der ein reales Vorbild oder war der nur geplant. Die Zeichnung sieht ja schon sehr realistisch aus. Kriegst ne PN

Harzliche Grüsse

Ulrich
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Re: Toni aus Müselbach - Der Wälderblizz...

#127

Beitrag von Vorarlberg-Express » Sa 23. Dez 2017, 19:55

Hallo Ulrich,

Der Triebwagen hat kein Vorbild. Inspirationen lieferten der ÖBB Blaue Blitz, der französiche Meterspur - Billard - Triebwagen "Flèche des cévennes" (Cevennenblitz), sowie die Triebwagen der Montafonerbahn, bei denen ich etwas Design - Anleihen gemacht habe. Aber es gab im Bregenzerwald tatsächlich einen Wälderblitz!

Sollte es die nächsten Tage mal ruhiger werden, stelle ich mal die Baugeschichte und meine Überlegungen dazu hier vor.

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Toni aus Müselbach - Eine kleine Weihnachtsgeschichte

#128

Beitrag von Vorarlberg-Express » Sa 23. Dez 2017, 20:05

Wie Weihnachten verändern kann…
Ich möchte euch heute eine uralte Begebenheit erzählen. Ich weiß nicht, vor wieviel Jahren sich das zugetragen hat, es ist auf jeden Fall schon lange her. Mein Großvater erzählte mir mehrmals diese Geschichte, die er wiederum von seinem Großvater wusste und die sich tief in sein Gedächtnis eingebrannt haben muss.
„In unserem Dorf“, begann der Großvater, „da lebte vor langer Zeit ein Großbauer, der Maierhofer. Der war ziemlich reich. Er hatte einen großen Hof, den Maierhof, der heute nicht mehr steht, einige Morgen Land, einen Ochsen, eine Kuh, einen Esel und ein große Schafherde. Ein kleiner Bub - der hieß auch Toni, so wie du! - hütete zusammen mit seinem Hund die Tiere.

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Der Maierhofer war kein guter Chef. Der Toni fror im Winter regelmäßig auf seiner Weide. Einmal war ein ganz strenger Winter. Es lag kein Schnee, war aber bitterkalt und Toni fror sehr. Toni klopfte beim Maierhofer an. „Kann ich mich ein bisschen aufwärmen?“ bat er. Oho, da holte er sich aber eine barsche Abfuhr ein! „Du wirst nicht fürs Herumsitzen bezahlt. Holz ist teuer, und ich kann die Wärme nicht teilen.“ Rums, war die Haustür zu, der Bauer hatte ihn einfach in der Kälte stehen lassen.

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Zurück auf der Weide, sah der Toni einen großen Stern am Himmel stehen. "Was ist das?" dachte er. Es sieht so aus, als ob der am Wald hinter der Weide steht. „Das möchte ich mir mal anschauen. Er nahm seinen Hirtenstab und machte sich auf den Weg.
"Ohne den Jungen bleibe ich nicht hier", sagte der Hund und folgte seinen Spuren.
"Ohne den Hund bleiben wir nicht hier", sagten die Schafe und folgten seinen Spuren.
"Ohne die Schafe bleibe ich nicht hier, sagte der Esel und folgte seinen Spuren.
"Ohne den Esel bleibe ich nicht hier", sagte die Kuh und folgte seinen Spuren.
"Ohne die Kuh bleibe ich nicht hier", sagte der Ochse und folgte seinen Spuren.

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Irgendwann musste der Maierhofer wieder Holz holen, weil sein Feuer im Ofen ziemlich heruntergebrannt war. Da fiel ihm etwas auf: "Es ist auf einmal so still", dachte er. Er rief nach dem Toni, aber er bekam keine Antwort. Er ging auf die Weide, aber die Schafe waren nicht mehr da, ebenso wenig die anderen Tiere.
"Der Junge ist weggelaufen und hat alle meine Tiere mitgenommen", schrie der Mann, als er die Spuren der Tiere und das offene Gatter entdeckte. „Aber weit können sie ja nicht sein. Warte, Bürschchen, wenn ich dich erwische!“ und rannte los. Es war schon ziemlich dunkel geworden.

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Doch kaum hatte der Maierhofer die Verfolgung aufgenommen, kam dichter Nebel auf. Er sah die Hand vor Augen nicht mehr. Dann erhob sich ein Sturm, kroch ihm unter die Kleider und biss ihn in die Haut. Er irrte umher und merkte, dass er schon über zwei Stunden im Kreis herumgelaufen war. Entmutigt kauerte er sich hin und dachte, ich muss warten, bis es wieder hell wird. So finde ich nie nach Hause. Eisig kalt war es ihm.

Doch irgendwann, es musste schon nach Mitternacht sein, da legte sich der Sturm. Es klarte wieder auf und er sah einen großen Stern am Himmel.

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"Was ist das für ein Stern?" dachte er. Der Stern stand über einem Stall, mitten auf dem Feld. Ein großes Gedränge davor.
Der Maierhofer ging darauf zu. Als er näher kam, fand er alle, die er gesucht hatte, die Schafe, den Esel, den Ochsen, die Kuh, den kleinen Hund und den Toni, und noch andere Leute aus dem Dorf.
Sie alle waren um eine Futterkrippe versammelt. In der Krippe lag auf Heu und Stroh gebettet ein neugeborenes Kind. Es lächelte ihm entgegen, als ob es auf ihn gewartet hätte. Ein unbeschreiblicher Frieden lag über der ganzen Szene. Die Tiere und Der Ochs und der Esel standen hinter der Krippe und wärmten das Kind mit ihrem Atem.

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"Ich bin gerettet", dachte der Maierhofer und kniete neben dem Jungen vor der Krippe nieder, „verzeiht mir, dass ich nichts mitgebracht habe“, stammelte er, „aber ich wusste nicht…“ Und tief in seinem Herzen war es, als entgegnete ihm das Kind „Schön dass du gekommen bist. Ich will dir etwas schenken…“
Am frühen Morgen kehrten der Maierhofer, der Toni, die Schafe, der Esel, die Kuh, der Ochse und der Hund wieder nach Hause zurück. Es war immer noch kalt. "Komm ins Haus und wärm dich auf," forderte der Bauer den Jungen auf. „ich weiß jetzt, wie es ist, wenn man in der Kälte steht und friert. Das Holz und die Wärme reicht für uns beide.“

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Und“, so pflegte Großvater seine Erzählung zu beschließen, „was soll ich sagen, das hat den Maierhofer total verändert – von da an hatte es der Toni gut bei ihm. Lern was draus!“
Ich hab da schon was draus gelernt: Manchmal muss man gehen, dass sich was ändert. Und es ist gut, wenn der Bauer auch mal selber gefroren hat und dann weiß, wie sich das anfühlt.
Euer Toni

Liebe Stummis, mit dieser Geschichte möchte ich mich herzlich bedanken für ein gutes und interessantes Jahr hier im Forum. Im letzten Jahr sind hier einige nette Kontakte und ein schöner Austausch entstanden. Dafür vielen Dank! Ich wünsche Euch und Euren Lieben ein Frohes Weihnachtsfest und Alles Gute für das kommende Jahr!

Gerhard


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Re: Toni aus Müselbach - Eine kleine Weihnachtsgeschichte

#129

Beitrag von greg » Sa 23. Dez 2017, 22:55

Eine schöne Geschichte! Danke fürs erzählen und bebildern! :gfm:
Dir und deinen Lieben ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2018

gregor 8)
Bild Herzlich willkommen in C A V E M B O U R G - Eisenbahnperle im Herzen Europas :hearts:

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Re: Toni aus Müselbach - Eine kleine Weihnachtsgeschichte

#130

Beitrag von GSB » So 24. Dez 2017, 10:45

Hallo Gerhard,

Danke für diese wunderschön erzählte & bebilderte Weihnachtsgeschichte! :D Diese werde ich nachher auch meiner Freundin zeigen müssen. :wink:

Ich wünsche Dir auch Frohe Weihnachten und alles Gute für 2018!

Gruß Matthias
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Re: Toni aus Müselbach - Eine kleine Weihnachtsgeschichte

#131

Beitrag von Sachse74 » So 24. Dez 2017, 13:32

Hallo Gerhard,

Danke für die schöne Geschichte.
Ich wünsche dir und deinen Lieben eine frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Grüße Michael
Meine Anlage: http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=140104

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Re: Toni aus Müselbach - Eine kleine Weihnachtsgeschichte

#132

Beitrag von GSB » Di 26. Dez 2017, 19:15

Hallo Gerhard,

heute Morgen konnte ich zwischen den ganzen Familien-Weihnachtsfeiern endllich mal meiner Freundin die Geschichte zeigen - und sie fand sie auch total schön und gut gemacht! :D

Deshalb hier mal nen dicken Applaus von uns Beiden: :clap: :clap:

Gruß Matthias
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Re: Toni aus Müselbach - Eine kleine Weihnachtsgeschichte

#133

Beitrag von UKR » Mi 27. Dez 2017, 19:42

Hallo Gerhard,

ich finde deine Weihnachtsgeschichte und den Güterwagen als Krippe sehr gelungen :gfm: Mal schauen ob ich meiner Familie solche eine Krippe fürs nächste Jahr unterm Baum schmackhaft machen kann :redzwinker:

Harzliche Grüsse

Ulrich
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Toni aus Müselbach - Integration Wichteldiorama "Holzverladung"?

#134

Beitrag von Vorarlberg-Express » Sa 30. Dez 2017, 12:18

Hallo zusammen,
Nach längerem Überlegen habe ich beim diesjährigen Weihnachtswichteln hier im Forum mitgemacht und bekam von Neo und Thorsten ein toll gestaltetes Diorama einer Holzverladung mit Gleisanschluß (H0e) , sh. https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... start=333]

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Nun läuft die Denkmaschine auf Hochtouren, wie sich das Diorama in die Anlage einbauen lässt. Mein Dachkämmerchen ist eigentlich rundum mit MOBA belegt (meine Frauen sagen "verbaut") , auf der Fensterseite steht vor der Dachschräge mein Schreibtisch, dahinter verläuft die (an dieser Stelle 3-gleisige) Bahntrasse.

Ich sehe zwei Möglichkeiten:
1. In die Dachschräge hinter den Schreibtisch. Dagegen spricht, dass dieser Bereich nicht gut einsehbar ist (eher von oben), und dass die Schmalspur (Dreischienengleis) in einer ziemlichen Steigung liegt (sieht man auf den Bildern kaum). Dafür spricht, dass ic h äußerst frei im Gestalten wäre.
Im ersten Bild ganz rechts sieht man die Schreibtischkante. Auf dem zweiten Bild die weiße Kante im Vordergrund ist die Schreibtischplatte. Von der Schreibtischplatte bis zur Holzdecke sind es ca. 30 cm.

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2. In den verdeckten Bereich im Ecke schräg gegenüber. Hier harrt eigentlich ein abnehmbarer Bereich seiner Gestaltung mit einem Wald. Wenn ich die Auflagebrettchen herausnehme müßte die Holzverladung auf die Ebene der Wälderbahn kommen und hineinpassen – es müßte natürlich wegen des darunter liegenden „Betriebsbahnhofs“ herausnehmbar bleiben. Und eine Holzverladung mitten im Wald hätte auch ihren Charme...

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Ich tendiere momentan zum 2. Was meint ihr?

Euch allen einen
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und dann ein
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Re: Toni aus Müselbach - Integration Wichteldiorama "Holzverladung"?

#135

Beitrag von GSB » Mi 3. Jan 2018, 17:57

Hallo Gerhard,

na da haste ja ein schönes Diorama bekommen. :D Allerdings sieht das für mich grad weniger nach Holzverladung sondern eher nach Ziegelverladung aus... :?

Wo es dann besser hinpaßt wirst aber nur Du vor Ort entscheiden können (Zugänglichkeit, Aufwand Umbau etc.). :wink:

Aber was ist denn das für ne interessante Gleisbaustelle mit dem blauen Bagger da vor dem Tunnel...? :o Glaub di haste bisher noch nicht gezeigt - bitte mal Detailaufnahmen! :mrgreen:

Gruß Matthias
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Re: Toni aus Müselbach - Integration Wichteldiorama "Holzverladung"

#136

Beitrag von Vorarlberg-Express » Sa 10. Feb 2018, 12:30

Hallo zusammen
Mittlerweile weiß ich, dass das Diorama über ein Ansatzstück integriert wird. Momentan bin ich gerade mit dem Bauen von Nadelbäumen beschäftigt, daher gibts wenig neues vorzuzeigen. Hinzu kommt eine größere berufliche Beanspruchung, weshalb ich gerade nicht so oft hier bin. Sollte sich wieder ändern...

@Matthias, an diesem Bereich bin ich gerade dran, da gibts gelegentlich Bilder.

Viele Grüsse

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Re: Toni aus Müselbach - Integration Wichteldiorama "Holzverladung"

#137

Beitrag von Vorarlberg-Express » So 4. Mär 2018, 20:37

Hallo zusammen,
ich habe wieder ein bißchen am Fuhrpark der Wälderbahn geschraubt...
viewtopic.php?f=27&t=153487
Toni ist grad ziemlich in der Schule beschäftigt, aber er meldet sich bald wieder - versprochen!

Gerhard

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Toni aus Müselbach - Fahr mr noch a kläle...

#138

Beitrag von Vorarlberg-Express » Do 5. Apr 2018, 08:29

Grüßd eich mitenander,
Jetzt hab ich ein paar ruhigere Tage. Und schaff es, mal wieder ein Lebenszeichen zu geben. Ich war vor den Ferien ständig unter Strom. Daheim helfen, Hausarbeiten, und so. Und ein paar Tage auch noch was Schönes. Wir waren mit der Klasse in den Bergen. Wart ihr da schon mal?

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Bild 1

Ja, das ist in der Schweiz. Im Prättigau, genauer gesagt oberhalb von Davos. Wir waren da skifahren. Wer wie wir fast in den Bergen wohnt, der lernt das Skifahren wies radeln, sobald er laufen kann. Also ich auch. Und einen Tag gab es, da wars nix zum Skifahren, Wetter schlecht, Sicht schlecht. Da haben wir was anderes gemacht. Kennt ihr die Rhätische Bahn, die da fährt? Auch eine Schmalspurbahn, aber eine Nummer größer als unsere Wälderbahn. Ich hab dann ein bißchen die Zeit genutzt und versucht ein paar Bilder zu machen – gefällt mir recht gut, die roten Züge in der Landschaft.
Und bin mit einem Freund auch mal nach Filisur mitgefahren.

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Bild 2

Man siehts nicht so gut, aber im Tal lag über 1m 30 Schnee. Eine große Herausforderung für die Bahn.

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Bild 3

Als ich mir anschaute, wie reibungslos – die Züge waren pünktlich, manchmal sogar zu früh!- der Bahnbetrieb lief

Bild
Bild 4

da musste ich an daheim denken an unsere Wälderbahn, die mit so viel Schnee ein großes Problem hätte, genauso wie mit anderen Naturereignissen.

Da hab ich keine Bilder, aber da gibt’s ein Lied dazu. Kennt ihr das? Bei uns im Bregenzerwald kennt das jedes Kind, fast so wie das Lied von der Schwäbischen Eisenbahn. Der Text geht so:

As Wäldar Isobähle
1. Fahra mr no a kläle, fahra mr no a kläle, mit dem Wäldar Isobähle...

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Bild 5
Refrain: Oh, Susanna, oh, Marianna, wie ischt ist das Leben doch so schön! O Susanna, o, Marianna, wie ischt das Leben schön!

2. Wartod no a Wile / wartod no a Wile, s´Bürle kunnt no mit am Süle...

3. Heb di fescht am Bänkle, heb di fescht am Bänkle, s` Wäldarbähle macht a Ränkle...

4. Usse go ga scholto, usse go ga scholto, dom Heizor ischt scho s Für arkoltot...

Bild
Bild 7

5. Zwüschod Doro - Lango, zwüschod Doro - Lango, ist s`Wäldarbähle bado gango...

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Bild 8

6. Zwüsche Lange - Dore, zwüsche Lange - Dore hot´s Wäldarbähle Käs verlore. :]

7. Haltestelle Egg, Haltestelle Egg, s `Wäldarbähle litt im Dreck...

8. Haltestelle Rüthe, Haltestelle Rüthe, s`Wälderbähle litt i dr Bschütte...

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Bild 9

9. Guota Löchlibohrar, guata Löchliboahrer, i han’s Billettle scho verlore…

10. Nossas wienas hutschet, nossas wienas hutschet, wenns grad nied is Ächli rutschat…

Bild
Bild 6

11. Schimpfend no a kläli, schimpfend no a kläle, übers Wälder Isobähle…

12. Und jetz isch Schluss, und jetz isch Schluss, mir sind scho alle volla Rueß.

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Bild 10

Oh, Susanna, oh, Marianna, ma ka nid wissa, wie-n-as goht, o, Susanna, o, Marianna, ma woaßt nid wie-n-as goht


Bis bald wieder,

Euer Toni

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Re: Toni aus Müselbach - Fahren wir noch ein bißchen.....

#139

Beitrag von Vorarlberg-Express » Fr 6. Apr 2018, 08:42

Hallo zusammen,
Jetzt hat mir Gerhard noch gesagt, dass ihr vielleicht nicht alle unseren Dialekt könnt. Daher hab ich mal versucht, den Text ins Deutsche zu übersetzen:

Das Bregenzerwälder Eisenbähnchen
1. Fahren wir noch etwas weiter mit dem Bregenzerwälderbähnchen …

Refrain: Oh Refrain: Oh Susanna, oh Marianna, wie ist das Leben doch so schön! Oh Susanna, oh Marianna, wie ist das Leben schön!

2. Fahrt noch nicht ab, der Bauer kommt noch mit einem Schweinchen...

3. Halte dich fest an der Sitzbank, die Bahn legt sich in die Kurve…

4. Geh hinaus zum schimpfen, dem Heizer ists Feuer ausgegangen…

5. Zwischen Doren und Langen, ist das Bähnchen baden gegangen…

6. Zwischen Langen und Doren hat das Wälderbähnchen Käse verloren…

7. Haltestelle Egg, das Bregenzerwaldbähnchen liegt im Dreck…

8. Haltestelle Reuthe, das Bregenzerwaldbähnchen liegt in der Jauche…

9. Guter Schaffner, ich hab meine Fahrkarte leider schon verloren…

10. Schau, wies schaukelt, wenns grad nicht in die Bregenzer Ach fällt…

11. Lästern wir noch ein wenig über das Bregenzerwaldbähnchen…

12. Und jetzt ist Schluss, wir sind schon alle voller Ruß!

Oh Susanna, oh Marianna, man kann nicht wissen, was noch kommt man kann weiß nicht, was noch kommt!


Heb di fescht am Bänkle…
Es kam ja oft ziemlich dick. Die Bregenzerwaldbahn hat ja eine lange und wechselhafte Geschichte. Wer sie nicht kennt hier www.bregenzerwaldbahn-frueher-heute.at gibt es nähere Informationen dazu. Während der Betriebszeit seit 1902 war die Bahn ständig den Naturgewalten ausgesetzt. Felsstürze, Hochwasser vor allem im Tal der Bregenzer Ach, aber auch von Föhnsturm umgeworfene Züge. Und ein großer Felssturz brach dann 1980 der Bahn im Achtal das Genick. Einstellungsbestrebungen gab es bereits in den 30-er – Jahren aufgrund der hohen Unterhaltungskosten, was aber die Politik damals ablehnte, weil die Straßenverbindungen äußerst schlecht waren (später, 1980 war das anders, da waren dann die Straßen besser als der Ausbauzustand der Bahn...) und man auf das Bähnchen angewiesen war. So entstand eine größere Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrem Bähnchen, und eben auch das (eigentlich nicht böse gemeinte) Liedchen.

Bis bald wieder,

Euer Toni

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Re: Toni aus Müselbach - Fahren wir noch ein bißchen...

#140

Beitrag von GSB » Sa 7. Apr 2018, 08:31

Hallo Toni,

schön mal wieder von Dir zu lesen! :)

Bin beruhigt daß es nicht nur bei der GSB Entgleisungen gibt, sondern auch bei anderen Schmalspurbahnen... :lol: Zum Glück gehen die ja aber meist glimpflich aus! :mrgreen:

Die 298.06 bräuchte aber besser noch so Schwimmer wie die Emma vom Lukas! :fool:

Und es ist wirklich erstaunlich wie gut die Schweizer Bahnen mit Naturgewalten umgehen :o - wobei die MGB ja diesen Winter auch mehrmals den Betrieb nach Zermatt über längere Zeiträume einstellen mußte. :roll:

Freu mich auf weitere Berichte von der Bregenzerwaldbahn,

Gruß Matthias
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Toni aus Müselbach: Ein Schienateifl namens Lena – oder: Vorfreude

#141

Beitrag von Vorarlberg-Express » Do 12. Apr 2018, 11:10

Hallo zusammen,
also neulich, in den Ferien war ich wieder am Bahnhof im Achtal drunten. Daheim hat mich grad niemand vermisst, dann hab ich gedacht, ich muß mal wieder zur Bahn schauen, obs da was neues gibt. Na und ob! Ich hatte grad eine Zugpause verwischt, da war tote Hose. Und plötzlich knattert es hinter mir. Ich denk nur, ist da irgendwo an VW – Bus unterwegs (weil, ich kenn mich zwar mit Autos nicht aus, aber den luftgekühlten VW – Motor den erkenn ich grad noch) Was kommt daher und rumpelt hinter mir über die Achbrücken?

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Bild 1

An Schienateifl! Ein Schienenteufel in Schriftdeutsch. Was, ihr wißt nicht was das ist? Na ja, wo anders sagt man „Draisine“ oder Rottenwagen dazu. Aber bei uns ist das halt ein Schienateifl. Vielleicht heißt der so, weil wir Bregenzerwälder Kinder immer etwas abenteuerliches mit solchen Fahrzeugen verbinden, weil die außerhalb vom Fahrplan unerwartet aus heiterem Himmel auftauchen, an Stellen, wo mans nicht denkt. Der sieht aus wie ein normaler VW - Transporter auf Schienen und spuckt gleich einmal 2 Leute aus.

Den einen kenn ich doch, das ist der Franz, der Lokführer. Und ein anderer. Ich pirsch mich mal vorsichtig heran, vielleicht krieg ich da was mit? Die zwei verschwinden rasch an der Güterverladung und packen ihren Meterstab aus. Irgendwas messen sie da aus. Als dritter kommt noch der Bahnhofsvorstand dazu. „Isch dös net a Schnapsidee?“ bruddelt er, „die in der ZettEffEll (ich weiß, dass er von der Zfl, der Zugförderungsleitstell spricht) ham ja koi Ahnung net. Do zu uns in die Provinz kimmt doch koiner. Aber wenns moinen…“ Da hat mich der Franz entdeckt. „Hallo Toni“, begrüßt er mich. „was machst?“ Als ich sage, dass ich grad Ferien habe und mal wieder gucken wollte, da schmunzelt er übers ganze Gesicht. „Bua, wenn du wüßtescht, was hier bald los isch… Hey Männer, können mirs am Toni verraten? Der Toni aus Müselbach isch mein Freind und macht sicher a guate Werbung für unseren Event.“ Auf dieses Lob hin, fühle ich mich gleich einen Kopf größer…

„Ah, Toni hoisch du also“ sagt der Bahnhofschef etwas freundlicher. „Ich hab dich hier scho oft herumschleicha seha. Ich bin der Herr Schwarzkopf, und dös isch unser Kollege, der Herr Simmeringer. Männer, ich muaß wieder in mei Häusl, kommts nachher no vorbei, wenn ihr hier fertig seid.“ Und macht sich auf Richtung Bahnhofsgebäude. Ok. Jetzt wo er weg ist, trau ich mich was zu fragen – der Herr Schwarzkopf ist zwar nett, aber halt a Respektsperson. „Du, Franz, warum steht da LENA aufm Schienateifl drauf?“ „Naja“, lacht er, „Woißt, des Fahrzeug isch ja net für uns gebaut worden. Den konnten mir gebraucht vom deutschen THW übernehmen. Und da gabs eine sympathische Zugführerin, gell Simmeringer?“ Der wurde gleich etwas rot – aha! „Heißt die vielleicht Lena?“ vermute ich. „Richtig. Seither isch des für uns die LENA. Und Schienateifl sage mir drum nemme. Was moinsch, Simmeringer, mir drehen se gleich bevor mir zum Schwarzkopf gehen.“ Der war gleich einverstanden und fing an zu kurbeln.

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Bild 2
Die LENA hob sich vom Gleis. Ich durfte auf die Leiter vom Umladekran klettern und noch ein Bild von oben machen.

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Bild 3
Nun war es ganz einfach, sie auf der Stelle zu drehen.

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Bild 4

Interessant! Nun kurbelte er sie wieder herunter und die LENA stand andersrum auf dem Gleis.

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Bild 5

„Ist die Handbremse anzogen?“ fragt Franz. „Klar doch“, sagt der Simmeringer. „Also, gehen mir.“ „Derf ich noch froga, von was für einem Event habts ihr vorher geredet?“ will ich noch wissen. „Klar, Bua, derfst, kriagst auch glei a Antwort. Komm mit“ sagt der Simmeringer. Und laufen los. Auf das Büro des Fahrdienstleiters zu. „Ah, luaget mir noch schnell in Schuppen, kommt!“ Franz stiefelt los, wir hinterher. Das ‚Lokschuppentor ist auf, da drin wird gearbeitet, an einem Güterwagen sind ein paar Bretter erneuert worden. „Jo, ob se des no schaffen, dass der fertig wird?“ Simmeringer ist skeptisch. „Der muß ja no neu abgnommen werden.“ „Vielleicht reichts no.“ sagt der Franz. „Hä?Wozu?“ denk ich.

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Bild 6

An der Schuppentür hab ich ein Plakat entdeckt. „Hey, was ist des denn?“ „Die Männer grinsen. „Jo, an Pfingsten gibt’s a Bahnfest in Reuthin und hier.

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Bild 7

Die Direktion wollt ja den Schmalspurteil unbedingt hier im Achtal macha, obwohl da doch der Hund verfrora ist. Aber sie moinet, dass die Leit alle mitm Zug herkommet. Am Pfingstwochenend hands drum extra die Zugkreuzungen nach Lingenau verlegt, dass es hier Platz für d Ausstellung gibt.“ „Dös isch ja cool,“ staun ich. „Do hob i ja wieder Ferien, da komm ich gwieß!“ „Jo, mir au,“ saget die zwei. „Des wird sich auf jeden Fall lohna, da machen befreundete Vereine und so au mit, da gibt allerhand zum seha und zum Fotografiara.“ „Wenns willst und mir hier mit vorbereiten rechtzeitig fertig werdet, nehm ich dich mal mit, ich fotografier ja auch gerne“ bietet der Franz an, „halt dir am Besta gleich den Freitagnachmittag frei!“ Das mach ich gerne! Völlig aufgekratzt verabschiede ich mich von den Männern und schwinge mich auf mein Fahrrad. Das muß ich gleich daheim erzählen!

Jetzt weiß ich, wo ich Pfingsten verbringen werde. Da muß unsere ganze Familie mit!
Kommt Ihr auch? Das könnte man ja schön mit dem Urlaub verbinden, wenn man unterwegs in den Süden ist!


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Re: Toni aus Müselbach: Ein Schienateifl namens Lena – oder: Vorfreude

#142

Beitrag von pollotrain » Do 12. Apr 2018, 19:01

Moin Gerhard :wink:

Nah, das nenn ich doch mal Veranstaltungen
"Schlag auf Schlag", :gfm: , bin auf
Dein Bahnhofsfest gespannt :!:
Gruß Thomas 8)

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Re: Toni aus Müselbach: Ein Schienateifl namens Lena – oder: Vorfreude

#143

Beitrag von GSB » Do 12. Apr 2018, 21:29

Hallo Toni,

leider werd ich da an Pfingsten wegen einer Hochzeitsfeier nicht in den Bregenzerwald kommen können :( - freu mich aber auf Deine Fotos! :D

Geniale Bilder von der Lena-Draisine! :gfm: Sogar mit Drehvorrichtung! :bigeek:
Vorarlberg-Express hat geschrieben:
Do 12. Apr 2018, 11:10
weil, ich kenn mich zwar mit Autos nicht aus, aber den luftgekühlten VW – Motor den erkenn ich grad noch
Pssst, das ist kein luftgekühlter Bully, sondern ein Wassergekühlter - erkennst Du am zweiten Kühlergrill direkt über der Stoßstange. :wink:

Gruß Matthias

P.S. Ist das ein angetriebenes Modell wie mein Schienenbully? Was für ein Fahrwerk? :o Die Proportionen des Fahrwerks erscheinen stimmiger als bei meinem Modell... :roll:
GSB - eine schmalspurige Privatbahn 《Bild anklicken》

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Re: Toni aus Müselbach: Ein Schienateifl namens Lena – oder: Vorfreude

#144

Beitrag von greg » Do 12. Apr 2018, 21:54

Hallo Gerhard

schön wieder was von Toni zu hören. Leider bin ich an diesem Bahnhofsfest zu Pfingsten erst fünf Jahre alt und werde wohl nicht vorbeischauen können. :wink:

Einen wunderbaren musikalische-illustrierter Beitrag hast du da gemacht :gfm:
Dein drehbarer Bulli erinnert mich stark an die Wassertalbahn (da gibts tolle Videos auf Youtube unter Wassertalbahn Schienenautos) in Rumänien :bigeek:

Mobagrüße aus Cavembourg

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Re: Toni aus Müselbach: Ein Schienateifl namens Lena – oder: Vorfreude

#145

Beitrag von Vorarlberg-Express » Mo 16. Apr 2018, 11:54

Hallo zusammen,
Vielen Dank mal für eure nette Post, die ich gerne zwischendurch beantworte:

@Thomas,
danke für deinen Besuch.
Ich bin auf euer Hafenfest gespannt… So einen tollen Rummel wie dort wird es bei uns sicher nicht geben, das weiß ich jetzt schon. :x

@Matthias,
Der Antrieb der LENA sh. hier: viewtopic.php?f=27&t=156254 (#2). Das Grundmodell ist von Roco. Und das mit der Wasserkühlung :pflaster: wußt ich nicht.
Die Drehvorrichtung besteht aus zwei Kunstoffrestchen und ist nur Fake. :fool: Durch das Metallchassis hat das Maschinchen einen tiefen Schwerpunkt und lässt sich gut aufbocken.

@Gregor,
Danke für die Blumen… die Wassertalbahn kannte ich nicht, klingt interessant. Ich weiß halt, dass in Südamerika Schienendraisinen aus allen möglichen und unmöglichen PKWs entstanden sind und z. T. herumfahren

@ Ich erlaube mir, nochmals ein bißchen zu werben für einen Erlebnistag beim Öchsle, der auch zu einem Stummitreff genutzt werden könnte…
sh. viewtopic.php?f=20&t=152517 (#3)

Viele Grüße

Gerhard

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Toni aus Müselbach: Allegra - Eine Reise mit der "Kleinen Roten"

#146

Beitrag von Vorarlberg-Express » Do 26. Apr 2018, 21:13

Hallo zusammen,

der Gerhard war unterwegs mit der „Kleinen Roten“ und hat hier https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=153&t=159205 ein paar Bilder dazu eingestellt. Eine Reise mit der Rhätischen Bahn in der Schweiz. Da möchte ich auch mal hin.

:wink: Euer Toni

Übrigens: Allegra ist ein Gruß auf rätoromanisch :)


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Re: Toni aus Müselbach: Allegra - Eine Reise mit der "Kleinen Roten"

#147

Beitrag von pollotrain » Sa 28. Apr 2018, 15:34

Moin Gerhard

Klasse Bilder, :gfm: mir sehr gut :!:
Als 18 jähriger Bub war ich mal komplett durch
die Schweiz drei Tage gefahren, war einfach klasse.
Natürlich auch mit dem Glacier-Express und mit dem
Bernina- Express bis Tirano :!: Das war ein Erlebnis :wink:
Noch ein schönes Wochenende.
Gruß Thomas 8)

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Re: Toni aus Müselbach: Felssturz an der vorderen Bärenfluh

#148

Beitrag von Vorarlberg-Express » Mi 2. Mai 2018, 16:23

Hallo zusammen,
heute zeig ich euch Bilder, die ich vom Franz habe. Ihr wisst schon, mein Lokführerfreund…
Franz erzählte, dass die ÖBB im Hinblick aufs Jubiläum einen größeren Posten Rohmarzipan bei der FiMa AG in Hessen viewtopic.php?f=64&t=115726&start=600 bestellt hat und die Lieferung sich stark verzögert habe. Nun, ihr müsst wissen, dass Rohmarzipan stark hygroskopisch ist, und also Feuchtigkeit aufsaugt und dann ziemlich an Volumen zunimmt, aber dann Geschmack verliert. Ich stell mir das vor, wie wenn man ein Gummibärchen ins Wasserglas legt. Das wird riesengroß aber schmeckt dann :pflaster: :pflaster: :pflaster:
Um das zu unterbinden, fügt der Sixtenixer Marzipanbergbau seit einiger Zeit Quarzsand hinzu. Nun wird ja bei uns das Marzipan weiter veredelt, mit Schokolade überzogen usw. und dann bei Festen in Form von Pralinen angeboten. Wegen der Hygroskopie oder so ähnlich jedenfalls konnte das Rohmarzipan nicht in Schüttgutwagen transportiert werden, sondern gut abgedeckt in geschlossenen Güterwagen. So.

Nun war also der Güterzug mit der erwarteten Fracht endlich eingetroffen, es sind ja nur noch knappe 3 Wochen bis zum Jubiläum! Franz hatte zufällig Dienst auf der 2095 mit dem Güterzug. Es hatte stark geregnet und der Fahrdienstleister hatte ihm einen Vorsichtsbefehl „20 km/h maximal“ im Bereich des Bärenfluhmassivs ausgehändigt. Und als er dann vorsichtig um die Ecke bog, war da tatsächlich was auf den Gleisen. Er bremste den Zug ab, schnappte sich den Simmeringer, der zufällig im Packwagen dabei war, und die beiden schauten sich die Bescherung an.

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Bild 1

Die Strecke war blockiert, es war wohl eine Mure heruntergegangen.

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Bild 2

Franz und der Simmeringer versuchten abzuschätzen, wie aufwendig es wäre, die Strecke wieder zu räumen.

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Bild 3

Zum Glück war am Tunnelportal ein Streckentelefon. Der FdL versprach, möglichst rasch den Tiefbautrupp in Bewegung zu setzen, er werde zurückrufen. Simmeringer bewachte einstweilen das Telefon und Franz machte noch ein paar Bilder

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Bild 4

Eine Viertelstunde später kam der Simmeringer über die Felsbrocken geklettert und gab Bescheid, sie sollten zurückdrücken in den Bahnhof Reuthin. Sie bestiegen also die Lok und fuhren im Schritttempo zurück
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Bild 5

und lieferten das Marzipan an der Güterumladerampe ab – es sollte dann per LKW weitergehen.
Die Tiefbauabteilung der ÖBB indes arbeitete mit Hochdruck daran, die Strecke wieder befahrbar zu machen.

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Bild 6

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Bild 7

Ich hoff, dass es die noch rechtzeitig fertigwerden und der Hang nicht nachrutscht!

Viele Grüße

:) Euer Toni


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Re: Toni aus Müselbach: Felssturz an der vorderen Bärenfluh

#149

Beitrag von punch » Mi 2. Mai 2018, 16:49

Hallo Gerhard,

das nenne ich jedenfalls mal eine adäquate Form des Marzipanversands, in geschlossenen Güterwagen. Sehr richtig auch der Hinweis auf das mit Quarzsand veredelte Stollenmarzipan :mrgreen:

So gut verpackt dürfte es dann auch nicht schaden, wenn der Transport wegen eines Bergrutsches pausieren musste (zumal er ja wohl umgeladen wurde).
Übrigens sehr schön dargestellt :gfm: So einen Bergrutsch sieht man ja eher selten.

Viele Grüße

Patrick
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Re: Toni aus Müselbach: Felssturz an der vorderen Bärenfluh

#150

Beitrag von GSB » Mi 2. Mai 2018, 20:14

Hallo Toni,

na gut daß die Bauabteilung da schnell nen starken Raupenbagger auftreiben konnte. :mrgreen:

Hoffe die Strecke ist mittlerweile frei und das Rohmarzipan gut im weiterverarbeitenden Betrieb angekommen?

Gruß Matthias
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