0n30 Der Boden der Silber Mine ( Old Cotton Silver Mine )

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Baumbauer
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0n30 Der Boden der Silber Mine ( Old Cotton Silver Mine )

#1

Beitrag von Baumbauer » Di 4. Aug 2009, 12:07

Servus Forianer

Wie schon angekündigt folgt nun der nächste Bericht über die 0n30 Ausstellungsanlage

Auf dem 0n30 Modul wollte ich eine alte zerfallene Silbermine darstellen.
Recherchen im Internet ergaben einige schöne Bauwerke.
Aus den ganzen Fundus habe ich mir dann folgendes Szenario zusammengedacht.
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Hier sieht man schon die fertige Mine bei der ersten Außenaufnahme.
Der Baubericht wird in zwei Einzelberichten stattfinden, da dieser sehr umfangreich ausfallen wird.
Der erste Abschnitt wird der
der Boden der alten Mine sein und als zweiten Bericht die Mine selbst.



In der Skizze sieht man links auf einem Hügel eine Hütte eingezeichnet. Das war der erste Entwurf den ich geplant hatte. Doch die Wellblech Fundstücke zerfallener Minen haben mich dann doch eher überzeugt.

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Der erste Bauabschnitt wurde durch das Zurechtschneiden der Trägerbalken der Terrassen geprägt. Wie schon bei der Brücke kommen wieder alte Raketenhölzer ( 6mm x 6mm ) zum Einsatz.
Vor dem Verkleben wurde jeder Balken mit einem Dremel und Stahlbürste bearbeitet um eine um Jahre gealterte Oberfläche zu erzeugen.

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Nachdem alle Balken eingesetzt und verklebt waren wurde der Mineneingang ausgeschnitten und die Beplankung für die Wände eingepasst.
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Weiter ging es mit der Grundfläche aus 1,5 mm x 5 mm x 50 mm Balsaholzstreifen des Minenhaus und im Anschluß wurden die Ständerbalken ( aus Fichtenhözer ) gesetzt. Das Altern geschah wieder mit der aus dem Brückenbau bekannten Methode.
Basis ist eine verdünnte fast wässrige graubraune Farbe, die mit einem weichen Pinsel aufgebracht wird. Danach wird Sand aufgestreut und mit einem Stupfpinsel eingearbeitet. Nach kurzer Antrocknungszeit die Überreste absaugen. Weiteres auftragen von Kremer Pigmenten und einarbeiten in die Holzstruktur bringt die verwitterte Holzmaserung zum Vorschein. Zu letzt mit weißer Farbe trocken die Balken hauchzart bestreichen, so daß die Maserung hervorgehoben wird. Diese Vorgehensweise verstärkt die ausgebleichte Oberfläche.
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Als ich das Minenloch ansah überlegte ich mir wie den wohl der Abraum und der Silberbruch aus der Mine damals geholt werden konnte.
Im Bastelfundus hatte ich 2 Lorenbausätze und etliche Gleise übrig. Der Gedanke reifte schnell zu dem Ergebnis das alles was von Unten raus kommt über einen Flaschenzug in eine Lore befördert wird. Danach die Lore über das Gleis zum Vorsprung wo der Abraum abgekippt wurde. Der Silberminenbruch über eine Drehscheibe gedreht zur Rutsche in einen Loren Wagon für die Normalspur. So der Gedanke ....

Also weiter mit der Terrasse für die Drehscheibe
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Die restlichen Bretter aus Balsaholz waren schnell verlegt. Ponal Express ermöglichte ein schnelles und zügiges Arbeiten. Da die Mine viele Jahre genutzt wurde befand sich sicherlich deswegen sehr viel Schmutz, Staub, und Reste des Abraum auf den Dielenbrettern. Das wurde im nächsten Schritt mit Kremer Pigmenten, echtes gesiebtes Erdreich, Farbe und fein gesiebter Sand aus Kiesbruch erreicht. Ich habe kein Patentrezept für die Vorgehensweise jedoch habe ich mir überlegt wo der meiste Schmutz anzutreffen sein könnte. Damit alles fest wird habe ich vor dem Arbeitsdurchgang verdünnten Weißleim ( 70 / 30 ) aufgebracht. Überschüssiges Material wurde nach der Trocknungszeit von 3 Stunden anschließend abgesaugt.
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Die Rutsche und der Einfülltrichter wo die Loren hineingekippt wurden waren auch kein Hexenwerk und enstanden aus Resten des 1,5 mm starken Balsaholz.
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John mein neuer ständiger Begleiter durch die folgenden Bauberichte zeigt nun mit seinem Finger was neues gemacht wurde.
Er zeigt diesmal auf das Gestell zum anheben und senken der Rutsche. Gleise für die Lore wurden auch schon Probeverlegt und auch die kleine handbetriebene Drehscheibe aus dicken Karton wurde angefertigt. Man kann nun schon erkennen was ich erreichen möchte.
Es soll alles sinnvoll angeordnet werden, so dass man die damalige Arbeitsweise nachvollziehen kann.
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Die Gleise aus Plastik für die Loren liegen schon mal da und man kann links oben den Brettervorsprung für den geplanten Abraumberg erkennen.
Weiterhin habe ich die Bockkranstützen aus 5 x 5 mm Fichtenleisten zusammen geklebt.
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Die Gleise erhielten aus Kremer Pigmenten Rost und Revell Rost einen Auftrag der etwas dicker aufgetragen wurde, da die Gleise einen stärkeren Verwitterungszustand darstellen sollen.
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Der Aufbau des Bockkran mit einem Winkeleisen damit auch wirklich wenigstens dieser gerade steht.
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John zeigt nun die weiteren Fortschritte. Der Bockkran wurde gealtert, Schraubenimitate werden noch angeklebt. Die erste vergammelte Lore steht probeweise auf dem Gleis.
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Damit auch das Material aus dem Minenloch gehoben werden konnte baute ich aus Papier und Kartonresten einen kleinen Flaschenzug. Das übrige Gleis wurde als Träger in den Bockkran eingebaut. Dort könnte nun der Flaschenzug auf Rollen hin- und hergezogen werden. Der Schaschlikspieß soll ein zusammenkleben der frisch eingestrichenen Kette verhindern.
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Nun sind die Schrauben auch angeklebt
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Eine der letzten Arbeiten bevor es mit der Minehütte losging war die Ketten zu streichen. Hier reichte ein einfacher Auftrag aus Revell Rost.
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Es war nun vollbracht die Basis für die Minenhütte war geschaffen.
Weiter geht es im nächsten Bericht mit dem Bau der Hütte.


Habe für diesmal wieder fertig

Manfred :wink:
Zuletzt geändert von Baumbauer am Di 4. Aug 2009, 16:27, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß

Manfred


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rehann

#2

Beitrag von rehann » Di 4. Aug 2009, 12:20

Moin Manfred,
deine Bilder werden nicht angezeigt, da der Pfad wohl fehlerhaft ist.

Gruß
Roland

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#3

Beitrag von Baumbauer » Di 4. Aug 2009, 13:08

Servus Roland

Komisch geht doch einwandfrei :lol:

Gruß

Manfred
Gruß

Manfred


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rehann

#4

Beitrag von rehann » Di 4. Aug 2009, 14:31

Baumbauer hat geschrieben:Servus Roland
Komisch geht doch einwandfrei :lol:
Jetzt JA :lol:

Der WAHNSINN geht weiter ... einfach nur G...!

Gruß
Roland

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#5

Beitrag von JoMä » Di 4. Aug 2009, 14:43

!!!KLASSE!!!

bei mir gehen die Bilder.

@ Mods: bitte in Richtung R*********e verschieben!!!

MfG
LG vom Joey ;)
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Das alles und mehr in meinem Thread Joeys Teppichbahn


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Re: 0n30 Der Boden der Silber Mine ( Old Cotton Silver Mine

#6

Beitrag von Bastelwerk Spur 1 » Sa 28. Jul 2012, 13:53

Hallo Manfred,
Ich hole dieses wunderbare Projekt wieder hoch. :D Wunderbar was du wieder geschaffen hast. Dazu meine Frage, wie hast du die Felsen auf dem letzten Bild gemacht?
Ich plädiere auch für die RUHMESHALLE

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Re: 0n30 Der Boden der Silber Mine ( Old Cotton Silver Mine

#7

Beitrag von Baumbauer » Sa 28. Jul 2012, 14:16

Servus Tim-Peder

Danke fürs Hochholen. :mrgreen: .
nun zu Deiner Frage

Die Basis war eine ca 3 cm dicke aufgetragene Modelliergipsschicht, die ich dann mit Drahtbürste, alten zurechtgefeilten Schraubenziehern bearbeitet habe. Danach erstmal richtig durchtrocknen lassen bevor ich mit Abtönfarben und Echtsand dem ganzen ein verwittertes Aussehen verpaßt habe.

Also wer wissen möchte wie es weiter ging der kann Hier weiterlesen
Gruß

Manfred


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