Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

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Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#1

Beitrag von Schwanck » Do 13. Sep 2018, 21:09

Moin zusammen,

gerade habe ich mich gefragt: was hört man denn von den Geräuschen einer Lokomotive, wenn sie durch einen längeren Tunnel fährt?
Die Antwort könnt ihr euch selber geben!
Aber: was hört man von einer Modellbahnlok, wenn sie bei eurer Modellbahn durch einen Tunnel fährt?
Auf eure Antworten bin ich gespannt.
(Wer alle Fahrbewegen von einem Computer steuern läßt, kann alles vorbildgerecht machen lassen. Wer selber steuert könnte es auch, wenn ... wenn er sehr gut aufpasst und seine Züge in einen Tunnel einfahren sieht. Nun bleibt der Zug im Tunnel im Schatten-Bf stehen, wird von dessen automatischer Steuerung irgendwann wieder zur Ausfahrt gebracht ... un wat is nu?)
Tschüss

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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#2

Beitrag von Schwanck » Sa 15. Sep 2018, 18:14

Moin,

vielleicht war es etwas schwer zu verstehen. Ich möchte erreichen, dass ein Sounddecoder für Lokomotiven bei der Einfahrt in einen Tunnel den Fahrsound leiser macht und bald darauf ganz abstellt. Das Umgekehrte soll bei der Ausfahrt passieren. Mir ist bisher kein Lokdecoder bekannt der das ermöglicht; ich betrachte das als wichtiger als die sinnlose Ansage einer Zugeinfahrt. Die Hersteller sollen sich bitte dazu etwas Gescheites einfallen lassen!
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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#3

Beitrag von CarstenLB » Sa 15. Sep 2018, 19:03

Bei ESU Decodern nennt sich das "Soundfader", den man auf eine Funktionstaste legen kann.

Siehe auch: viewtopic.php?t=134807
Viele Grüße

Carsten

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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#4

Beitrag von Jandrosch » Sa 15. Sep 2018, 20:49

Eigentlich besteht doch so ein Problem gar nicht, wenn man den Soundbaustein richtig einstellt.
Wenn die Lok sich entfernt, sollte man sie auch nicht mehr hören - alles andere ist kein Soundbaustein sondern ein Brüllwürfel.
Und wenn sie in einen Tunnel einfährt - na, dann verklingt der Sound :wink:
Grüße von Jandrosch
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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#5

Beitrag von uhx » Mi 3. Okt 2018, 14:30

Schwanck hat geschrieben:
Sa 15. Sep 2018, 18:14
Die Hersteller sollen sich bitte dazu etwas Gescheites einfallen lassen!
Dann solltest Du dies den Herstellern mitteilen und sie direkt anschreiben.

Zimo-Decoder können beispielsweise bereits jetzt einzelne Sound-Samples durch Schalteingänge ausgelöst abspielen. ESU-Sound-Decoder können das wohl auch (habe selber keine). Statt eines Sound-Samples die Mute-Funktion durch einen Schalteingang auszulösen, wäre also sehr leicht zu implementieren, da dazu keine neue Hardware, sondern nur eine zusätzliche Software-Funktion notwendig ist.
Schöne Grüße,
Ulli


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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#6

Beitrag von Pirat-Kapitan » Do 10. Jan 2019, 19:13

Schwanck hat geschrieben:
Sa 15. Sep 2018, 18:14
Moin,

vielleicht war es etwas schwer zu verstehen. Ich möchte erreichen, dass ein Sounddecoder für Lokomotiven bei der Einfahrt in einen Tunnel den Fahrsound leiser macht und bald darauf ganz abstellt. Das Umgekehrte soll bei der Ausfahrt passieren. Mir ist bisher kein Lokdecoder bekannt der das ermöglicht; ich betrachte das als wichtiger als die sinnlose Ansage einer Zugeinfahrt. Die Hersteller sollen sich bitte dazu etwas Gescheites einfallen lassen!
Moin,
schaue Dir bitte mal den Intellisound von Uhlenbrock (baugleiches auch von Dietz) an. Dort ist der Fader werksseitig auf der Funktionstaste F8.

Vielleicht hast du Dir nur die falschen Hersteller angeschaut.
Bei Zimo kannst Du über eine beliebige Funktionstaste sogar die Lautstärke stufenlos verstellen.

Schöne Grüße
Johannes
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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#7

Beitrag von Schwanck » Do 10. Jan 2019, 19:42

Moin Johannes,

dass es Decoder gibt, bei denen man Fading über Funktionstatsten auslösen kann, weiß ich auch. Ich weiß auch, dass es nicht trivial ist, ein Decoder diese Funktion automatisch und ohne spezielle Streckeneinrichtungen machen zu lassen. Hersteller sollen das selber bringen, denn für diese heutigen "Soundmätzchen" verlangen sie viel zu viele Euros!
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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#8

Beitrag von Erich Müller » Do 31. Jan 2019, 04:48

Hallo KF,

da steckt ein argumentativer Bruch in deinem Eingangsposting:
Schwanck hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 21:09
Wer alle Fahrbewegen von einem Computer steuern läßt, kann alles vorbildgerecht machen lassen. Wer selber steuert könnte es auch, wenn ... wenn er sehr gut aufpasst und seine Züge in einen Tunnel einfahren sieht. Nun bleibt der Zug im Tunnel im Schatten-Bf stehen, wird von dessen automatischer Steuerung irgendwann wieder zur Ausfahrt gebracht ... un wat is nu?
Ja, watt iss nu? Entweder fährst du händisch von Anfang bis Ende. Dann rufst du selbst den Zug auf und führst ihn aus dem Hades ans Licht - und kannst auch selbst den Krach wieder anschalten.
Oder du fährst vollautomatisch - dann schaltet die Automatik den Lärm. Nicht nur aus, sondern auch an.
Oder... Du beschreibst nun den dritten Fall, einen automatisierten Bereich der Anlage verbunden mit einem handgesteuerten Bereich. Diese Konfiguration benötigt zwangsläufig Übergabepunkte. Die Automatik darf nicht einfach einen Zug an die Luft setzen und dann fährt er, bis er auf ein Hindernis stößt. Die Konsequenzen wären zu teuer.
Also musst du als Spieler den Zug irgendwo übernehmen. Und wenn du gerade nicht übernehmen kannst, weil du rangierst oder telefonierst, muss der Zug dort warten.
Dieser Übergabepunkt muss nur richtig gewählt werden. Dann kannst du da den Zug übernehmen und anfangen, die Lautstärke zu regeln.
Der Ball ist also nicht im Feld der Hersteller, sondern des Anlagenkonzeptes...
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.


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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#9

Beitrag von WiTo » So 17. Feb 2019, 10:58

Erich Müller hat geschrieben:
Do 31. Jan 2019, 04:48
Hallo KF,

da steckt ein argumentativer Bruch in deinem Eingangsposting:
Schwanck hat geschrieben:
Do 13. Sep 2018, 21:09
Wer alle Fahrbewegen von einem Computer steuern läßt, kann alles vorbildgerecht machen lassen. Wer selber steuert könnte es auch, wenn ... wenn er sehr gut aufpasst und seine Züge in einen Tunnel einfahren sieht. Nun bleibt der Zug im Tunnel im Schatten-Bf stehen, wird von dessen automatischer Steuerung irgendwann wieder zur Ausfahrt gebracht ... un wat is nu?
Ja, watt iss nu? Entweder fährst du händisch von Anfang bis Ende. Dann rufst du selbst den Zug auf und führst ihn aus dem Hades ans Licht - und kannst auch selbst den Krach wieder anschalten.
Oder du fährst vollautomatisch - dann schaltet die Automatik den Lärm. Nicht nur aus, sondern auch an.
Oder... Du beschreibst nun den dritten Fall, einen automatisierten Bereich der Anlage verbunden mit einem handgesteuerten Bereich. Diese Konfiguration benötigt zwangsläufig Übergabepunkte. Die Automatik darf nicht einfach einen Zug an die Luft setzen und dann fährt er, bis er auf ein Hindernis stößt. Die Konsequenzen wären zu teuer.
Also musst du als Spieler den Zug irgendwo übernehmen. Und wenn du gerade nicht übernehmen kannst, weil du rangierst oder telefonierst, muss der Zug dort warten.
Dieser Übergabepunkt muss nur richtig gewählt werden. Dann kannst du da den Zug übernehmen und anfangen, die Lautstärke zu regeln.
Der Ball ist also nicht im Feld der Hersteller, sondern des Anlagenkonzeptes...
Hallo zusammen, hallo Erich,

ich finde Erich hat die Welt ein wenig zu schwarz -weis dargestellt. Entweder komplett manuell, dann kann man natürlich Sound und alles andere ein-und ausschalten, wie man will. Das ist ja klar!

Dann kommt sein Schluss, dass es neben dem manuellen Betrieb nur den vollautomatischen Betrieb - dann wohl per Computer - gibt. Auch hier sollte klar sein, dass durch die lückenlose Überwachung der Züge per Gleisbesetztmelder durch den Computer, es dann relativ einfach ist, per Computer die Befehle zum ein und Ausschalten zu setzen, weil der Computer ja weiß, in welchen überwachten "Block" sich ein Zug gerade befindet und in welchem "Block" dann ein Tunnel liegt, wo der Sound ausgeschaltet werden kann. Auch klar und unstrittig einfach zu erledigen.

Der dritte von Erich beschriebene Fall ist dann nur eine Kombination der beiden Ausprägungen, weshalb dann die Übergabestellen hier ins Spiel kommen, was nichts an den grundsätzlichen Verfahrensweisen ändert.

Es gibt aber auch noch Betriebsformen, die anders finktionieren. Ich habe zum Beispiel eine Blocksicherung aufgebaut, die sich eher an der Blocksicherung des Vorbildes orientiert und auch analog grundsätzlich so funktioniert. Es handelt sich dabei gewissermaßen um eine punktförmige Überwachung mit Blocksignalen. Färht ein Zug an einem grün zeigenden Signal vorbei, wird dieses auf rot gestellt. Ein nachfolgnder Zug muss dann anhalten, was über Bremsstrecken automatische, ohne dass ich am Zug was regeln muss, ausgeführt wird. Hat der vorausfahrende Zug das nächste Signal passiert, wird dieses seinerseits auf rot gestellt, während das zurückliegende Signal nun grün geschaltet wird. Der dort wartende Zug fährt nun mit der eingestellten Beschleunigung los. Damit können die Züge automatisch hintereinander her fahren und ich kann jederzeit per Hand eingreifen, ohne irgendwelche Übergabestellen. Möchte ich einen Zug im Bahnhof anhalten, übernehme ich dessen Regler und halte ihn im Bahnhof an. Ein nachfolgender Zug wartet dann am Einfahrsignal, bis dieser Zug im Bahnhof den nächsten Block hinter dem Bahnhof wieder geräumt hat, bzw. ein Gleis im Bahnhof freigegeben wird.

Und nun kommt der Fall mit dem abschaltbaren Sound. Wenn in diesem Automatikbetireb meine bis zu 6 Züge ihre Runden drehen, dann wäre es toll, wenn die Loks erkennen würden, dass sie gerade in einen Tunnel und dort dann in den SBH fahren, bzw. sie von dort kommen und entsprechend den Sound ein- und ausschalten. Das war wohl auch die ursprüngliche Intension dieses Beitrages und allein auf diese Konstellation sollten sich Lösungsvorschlage ausrichten.

Den Bedarf für eine solche Funktionsweise hätte ich auch, aber ich sehe auch, dass es natürlich nicht so einfach ist, der Zentrale nun durch ein bestimmtes Kontaktgleis zu vermitteln eine Funktionstaste (es könnte ja auch ein Pfiff vor einem Tunnel auseglöst werden) an einer ganz konkreten Lok auszulösen. Woher soll die Zetrale wissen, welche Lok das gerade ist, wenn sie ja nicht weiß, wo sich die Lok gerade befindet, weil es keine lückenlose Besetztmeldung der Gleise auf der Anlage gibt?

Das ist wohl das Kernproblem hier. Wie kann man einen konkretem Decoder einen Befehl übermitteln, ohne zu wissen, wo sich dieser Decoder gerade befindet. Die Lösung müsste wohl in einer Art Onbord-Unit liegen. Wenn der Decoder einen Detektor besitzen würde, der nur von bestimmten Impulsen (z.B. Magnet am Gleis) ausgelöst wird, dann könnte der Decoder erkennen, dass er etwas aktivieren, oder deaktivieren soll, wenn er dieses Signal örtlich übermittelt bekommt. Und hier liegt dann wohl die Entwicklerarbeit der Hersteller.

Ich fände die Möglichkeiten eines solchen Detektors sehr interessant, weil man dann das Spielen erheblich attraktivieren könnte. Man könnte wirklich Signalüberwacht einen eigenen Zug, ggf. über Video on Bord selbst fahren und müsste selbst auf Signale achten.

Überfährt man ein rotes Signal, erhält man eine Zwangsbremsung, aus der man sich ggf. mühsam befreien muss, weil am Signal ein (Indusi)-Magnet dem Decoder signalisiert hat, dass eine Zwangsbrmemsung durchzuführen ist. Entsprechend codierte Magnete könnten hier viel Spielspaß erzeugen und automatische Aktionen wie Sound oder Licht (etwa im Personenzug, wenn er in den Tunnel einfährt) ein- oder ausschalten gleich mit besorgen.

Ein solcher Detektor könnte als Zusatzbaustein über eine Schnittstelle (wie bei Susi für den Sound) an bestehende Decoder angebunden werden.

So, dass war nun mal ein wenig ins Blaue formuliert, was als Lösung für das eingangs geschilderte Problem aus meiner Sicht denkbar wäre. Das beschreiben von bekannten Betriebsweisen (Computer, manuell) bringt einen bei dem geschilderten Problem nicht weiter. Darum habe ich hier mal recht ausführlich eine Ausgangslage geschildert, bei der die ursprünglich gesuchte Lösung schön wäre.

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)
Meine Anlage:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=121964

Computer hat man, um Probleme zu lösen, die man ohne Computer nicht hätte (für Modellbahnanlagen gilt sinngemäß das Gleiche).


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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#10

Beitrag von uhx » Mo 18. Feb 2019, 13:30

WiTo hat geschrieben:
So 17. Feb 2019, 10:58
Wenn der Decoder einen Detektor besitzen würde, der nur von bestimmten Impulsen (z.B. Magnet am Gleis) ausgelöst wird, dann könnte der Decoder erkennen, dass er etwas aktivieren, oder deaktivieren soll, wenn er dieses Signal örtlich übermittelt bekommt. Und hier liegt dann wohl die Entwicklerarbeit der Hersteller.

[...]

Ein solcher Detektor könnte als Zusatzbaustein über eine Schnittstelle (wie bei Susi für den Sound) an bestehende Decoder angebunden werden.
Hardwareseitig haben Zimo- und ESU-Decoder einen oder mehrere solcher Schalteingänge. Dort ist also gar keine Entwicklungsarbeit mehr nötig. Sie werden software-seitig z.B. zur Synchronisierung des Dampfschlags oder zum auslösen des Kurvenquietschens verwendet. Und wie ich bereits schrieb:
uhx hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 14:30
Zimo-Decoder können beispielsweise bereits jetzt einzelne Sound-Samples durch Schalteingänge ausgelöst abspielen. ESU-Sound-Decoder können das wohl auch (habe selber keine).
Inwiefern die Möglichkeit der Skripte bei Zimo hier weitere Verwendungsmöglichkeiten bieten, entzieht sich momentan noch meiner Kenntnis; dafür ist die Skript-Funktion noch zu neu und noch nicht in die Anleitung aufgenommen.

In jedem Fall könnten aber bisher noch nicht mögliche Verwendungen ohne Änderungen an der Hardware durch Erweiterung der Software umgesetzt werden. Solcherlei Wünsche müssten dafür aber natürlich nicht nur hier im Forum gepostet, sondern auch an die Hersteller direkt herangetragen werden.
WiTo hat geschrieben:
So 17. Feb 2019, 10:58
Entsprechend codierte Magnete könnten hier viel Spielspaß erzeugen und automatische Aktionen wie Sound oder Licht (etwa im Personenzug, wenn er in den Tunnel einfährt) ein- oder ausschalten gleich mit besorgen.
Womit wir bei den Limitierungen einer Lösung durch einfache Magnetschalter wären. Magnete können nicht "codiert" werden. Sie können einen binären Schaltkontakt (Reedkontakt oder Hallsensor) auslösen. Wenn verschiedene Ereignisse im Decoder ausgelöst werden sollen, dann funktioniert das bisher nur darüber, mehrere Schalteingänge zu verwenden. Die "Codierung" könnte dann theoretisch dadurch vorgenommen werden, dass mehrere Hallsensoren in verschiedenen Positionen unten am Fahrzeug angebracht werden (z.B. Gleismitte, rechts, links). Mehr als 2 oder 3 Eingängen wären damit aber sowohl Platztechnisch, als auch von der Ausstattung der Decoder kaum zu realisieren.

Wenn wirklich verschiedene Botschaften codiert werden sollen, dann müsste man dies z.B. über RFID lösen (RFID-Balisen im Gleis wäre doch mal was :D ). Dazu würde es dann in der Tat neue Decoder-Hardware oder ein externes RFID-Modul brauchen. Für Fans dezentraler Steuerungskonzepte hat diese Idee in der Tat ihren Reiz.
Schöne Grüße,
Ulli


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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#11

Beitrag von WiTo » Di 19. Feb 2019, 10:00

uhx hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 14:30
Womit wir bei den Limitierungen einer Lösung durch einfache Magnetschalter wären. Magnete können nicht "codiert" werden. Sie können einen binären Schaltkontakt (Reedkontakt oder Hallsensor) auslösen. Wenn verschiedene Ereignisse im Decoder ausgelöst werden sollen, dann funktioniert das bisher nur darüber, mehrere Schalteingänge zu verwenden. Die "Codierung" könnte dann theoretisch dadurch vorgenommen werden, dass mehrere Hallsensoren in verschiedenen Positionen unten am Fahrzeug angebracht werden (z.B. Gleismitte, rechts, links). Mehr als 2 oder 3 Eingängen wären damit aber sowohl Platztechnisch, als auch von der Ausstattung der Decoder kaum zu realisieren.

Wenn wirklich verschiedene Botschaften codiert werden sollen, dann müsste man dies z.B. über RFID lösen (RFID-Balisen im Gleis wäre doch mal was :D ). Dazu würde es dann in der Tat neue Decoder-Hardware oder ein externes RFID-Modul brauchen. Für Fans dezentraler Steuerungskonzepte hat diese Idee in der Tat ihren Reiz.
Hallo nochmal,

ich bin kein Experte, aber ich denke schon, dass man Magnete codieren kann, indem man nicht ein sondern z.B. vier Magnete in einem Baustein anordnet. Jeder Teilmagnet kann entweder mit dem Nord-oder dem Südpol nach oben ausgerichtet sein. Damit hätte man gewissermaßen eine 4-Bit-Codierung, was ausreichen müsste um genug unterschiedliche Informationen zu unterscheiden.

Bei der Erkennung der Magnete geht es ja nicht darum mechnisch einen Kontakt auszulösen (Reedkontakt), sondern ein Magnetfeld zu erkennen. Und da kann ein Detektor sicherlich die unterschiedlichen Magnetpolungen erkennen. Inwieweit sowas soweit Miniaturisierbar ist, dass in eine Lok passt, kann ich leider nicht sagen.

Das hier klingt, als könne es technisch in die nötige Richtung gehen: http://www.sens2b-sensoren.com/de/senso ... ry_id=1054

Technisch ist sicherlich einiges machbar, aber ob es sich kommerziell machen lässt (entwicklungskosten) ist fraglich. Vielleicht nimmt sich ein talentierter Tüftler einer solchen Sache einmal an und gibt das Prinzip an einen Hersteller (ESU, Zimo, etc.) weiter?

Liebe Grüße

Thomas (WiTo)
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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#12

Beitrag von uhx » Di 19. Feb 2019, 12:19

WiTo hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 10:00
ich bin kein Experte, aber ich denke schon, dass man Magnete codieren kann, indem man nicht ein sondern z.B. vier Magnete in einem Baustein anordnet. Jeder Teilmagnet kann entweder mit dem Nord-oder dem Südpol nach oben ausgerichtet sein. Damit hätte man gewissermaßen eine 4-Bit-Codierung, was ausreichen müsste um genug unterschiedliche Informationen zu unterscheiden.
Sicher, sowas ginge theoretisch. Die Frage ist, mit welchem Aufwand. Eine solche 4-bit-Codierung müsste ja bei variabler Geschwindigkeit funktionieren. Woran erkennt z.B. die Sensorauswertung den Unterschied zwischen 4 gleichen Bits bei hoher Geschwindigkeit und einem Bit bei niedriger Geschwindigkeit? Man bräuchte also irgendeine Art von Synchronisationsbitsequenz, wie bei den Lissy-Barcodes. Der Abstand zwischen Sensor und Magnet dürfte nicht zu groß sein; d.h. die Magnete würden zwangsläufig sichtbar im Gleis liegen.

Deswegen denke ich: Mit RFID ist das alles einfacher. Es ist ausgereift, zuverlässig, millionenfach bewährt und billig. Außerdem erlaubt es deutlich längere Bitsequenzen, als jede Bastellösung aus Magneten.
Schöne Grüße,
Ulli


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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#13

Beitrag von WiTo » Di 19. Feb 2019, 15:40

uhx hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 12:19
WiTo hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 10:00
ich bin kein Experte, aber ich denke schon, dass man Magnete codieren kann, indem man nicht ein sondern z.B. vier Magnete in einem Baustein anordnet. Jeder Teilmagnet kann entweder mit dem Nord-oder dem Südpol nach oben ausgerichtet sein. Damit hätte man gewissermaßen eine 4-Bit-Codierung, was ausreichen müsste um genug unterschiedliche Informationen zu unterscheiden.
Sicher, sowas ginge theoretisch. Die Frage ist, mit welchem Aufwand. Eine solche 4-bit-Codierung müsste ja bei variabler Geschwindigkeit funktionieren. Woran erkennt z.B. die Sensorauswertung den Unterschied zwischen 4 gleichen Bits bei hoher Geschwindigkeit und einem Bit bei niedriger Geschwindigkeit? Man bräuchte also irgendeine Art von Synchronisationsbitsequenz, wie bei den Lissy-Barcodes. Der Abstand zwischen Sensor und Magnet dürfte nicht zu groß sein; d.h. die Magnete würden zwangsläufig sichtbar im Gleis liegen.

Deswegen denke ich: Mit RFID ist das alles einfacher. Es ist ausgereift, zuverlässig, millionenfach bewährt und billig. Außerdem erlaubt es deutlich längere Bitsequenzen, als jede Bastellösung aus Magneten.
Hallo Ulli,

RFID finde ich auch hoch interessant. Nur weiß ich, dass RFID mit Metall in der Umgebung Probleme hat. Ein Grund, warum sich die billen Tags bei der großen Bahn nur schwer verweden lassen und man statt dessen teure Videoerkennungssysteme zur Waggonerkennung einsetzt. Ansosnten ist der Einwand Geschwindigkeit sicherlich richtig. Ich habe das ja auch noch nicht wirklich zuende gedacht.

Liebe Grüße

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Re: Loksounds vom Vorbild / bei der MoBa?

#14

Beitrag von uhx » Do 28. Feb 2019, 14:17

Hier noch ein Nachtrag zum Thema Zugbeeinflussung: eine durchentwickelte PZB für die Modellbahn auf Basis einer Infrarot-Übertragung.

https://www.massoth.de/wp-content/uploa ... PZB-IR.pdf

https://www.massoth.de/produkt/8172911

Der IR-Lokempfänger kommuniziert dabei über bidirektionales SUSI (RCN-601) mit dem Decoder. Die Lösung ließe sich also nachrüsten, sofern der vorhandene Decoder bidirektionales SUSI spricht. Ob noch andere Hersteller (außer Massoth) SUSI-Bidi implementiert haben, entzieht sich momentan meiner Kenntnis.
Schöne Grüße,
Ulli

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