Ladekräne an Ladestraßen

Bereich für alle Themen der vorlbildgerechten Modellbahn, wie Zugbildungsvorschläge, Vorbildinformationen oder Betriebsabläufe im Vorbild und Ihre Umsetzung bei der Modellbahn.
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Frankpoche2
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Ladekräne an Ladestraßen

#1

Beitrag von Frankpoche2 »

Hallo liebe Vorbildkenner,

die Bausatzindustrie bietet uns ja eine Vielfalt an Ladekränen (meist Bockkräne) an. Jetzt frage ich mich allerdings wo diese Kräne in der Regel platziert wurden. Genauer: Wo wurde zur Reichsabahnzeit (oder davor, die Dinger standen ja länger) bei kleineren Bahnhöfen (Egal ob Haupt oder Nebenbahnen) ein Ladekran platziert? An der Ladestraße? Eher am Anfang oder am Ende? Oder auf einem eigenen/separaten Gleis? Ich weiß, dass das auch von der Bahnhofsgröße abhängt. Mir geht es um die Tendenz.

Weitere Fragen:
- Es werden ja vorwiegend Bockkräne und nur sehr wenige Drehkräne angeboten. Warum? War das früher wirklich so? Sind/waren die belastbarer?
- War es üblich den Hebehaken bei Bedarf mit einer Schaufel auszustatten um Güter auf diese Weise zu verladen bzw. entladen? Oder wurde das ausschließlich mit Schippe und Förderband erledigt?
- Im Modellbahnbereich ist ja die Holzverladung eine Szene die gern dargestellt wird. Aber Stammholz wurde ja sicher nicht immer an einer extra dafür eingerichteten Ladestelle umgeschlagen. Ist das Ver- und Entladen von Stammholz per Kran an der Ladestraße (zum Beispiel auf LKW oder Fuhrwerk) üblich gewesen? Heute haben Holz-LKW ja häufig angebaute Kräne die das Problem erübrigen.

Ich finde fast keine Fotos wo überhaupt Kräne auf kleineren Bahnhöfen stehen. Heutzutage scheinen die größtenteils verschwunden zu sein, oder gab es die einfach nicht so häufig weil es nicht viele Anwendungen dafür gab?

Würde mich freuen wenn die Experten (sehr gerne auch mit Bildern!) hier für Aufklärung sorgen. Danke im Voraus!

Frank

Petz1
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#2

Beitrag von Petz1 »

Ohne dafür ein Spezialist zu sein würd ich vermuten das ortsfest installierte Kräne aus Kosten - und Auslastungsgründen bei kleineren Bahnhöfen eher die absolute Ausnahme waren. Wenn die "Bluthydraulik" mal nicht ausreichte wird man eher einen mobilen Seilkran/Seilbagger zur Frachtmanipulation beigestellt haben.
Grüße von Markus

Man muß im Leben für seine Erfahrungen bezahlen, wenn man Glück hat bekommt man manchmal Rabatt (Oskar Kokoschka)

Schienenbus
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#3

Beitrag von Schienenbus »

Moinsen,

wie mein Vorredner schon gesagt bzw. geschrieben hat waren ortsfeste Anlangen kaum zu finden. In den dreißiger Jahren wurden Fotos angefertigt um den durchtrainierten arischen Mann zu bewerben. Die Bilder zeigen jungen Männer mit freiem Oberkörper bei der Verladung von Grubenholz - ganz ohne Hilfsmittel. Böse Zungen würden aus den zeittypischen Werbefotos den Hilferuf nach Krananlagen zimmern...

Stammholz wurde mit Winden und Hebeln per Muskelkraft verladen. Wenn Umlenkrollen vorhanden waren wurden auch die Zugtiere oder Schlepper dafür heran gezogen. Wobei für solche Aufgaben brauchbare Schlepper vor dem Krieg nur auf großen Gutshöfen oder Anwesen vorhanden waren. Der normale Bauer konnte sich sowas nicht leisten.

Die Bayern haben es auf ihre ganz eigene Art gelöst. Die Staatsbahn beschaffte hier kleine Kranwagen die bei Bedarf dem jeweiligen Bahnhof zugeteilt wurden (Trix-Modell). Einer dieser Kranwagen hat im DB-Museum überlebt.

Achtungspfiff
Stephan - der Schienenbus

Threadersteller
Frankpoche2
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#4

Beitrag von Frankpoche2 »

Danke schonmal für die Antworten. Die Idee mit dem Kranwagen finde ich auch betrieblich sehr interessant! Gab es sowas denn nur in Bayern oder gab es auch ein preußische Version?

Bernd Irrgang
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#5

Beitrag von Bernd Irrgang »

Hallo Frank,

Portalkräne waren teuer und aufwändig, die gab es nur da, wo regelmäßig schwerste Lasten zu bewegen waren. Kleine, mit Muskelkraft betätigte Drehkräne (ähnlich denen von kleinen Bekohlungsanlagen) waren dagegen allgegenwärtig, oft auch an kleineren Güteranlagen. Da sie aus Gründen der Standsicherheit ein solides Fundament benötigten, waren sie oft in die Laderampe integriert, sie konnten aber auch am Freiladegleis stehen. Natürlich sind die längst verschwunden, schließlich werden sie seit 60 Jahren nicht mehr gebraucht. Es gibt aber mitunter immer noch kleine, schwenkbare Kräne, die an eine Schuppenwand montiert sind und mit einem Elektromotor betrieben werden.

Für die Verladung von Langholz kamen oft Derrickkräne zum Einsatz, ebenfalls handbedient. Das waren dann besondere, eigens zu diesem Zweck eingerichtete Ladestellen mit reichlich Platz drumrum zum Lagern der Stämme.

Grüße, der Bernd
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Atlanta
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#6

Beitrag von Atlanta »

Moin Frank,

An Laderampen und Güterböden aber auch Ladestraßen kamen jegliche Arten von Hebezeugen und Krane zum Einsatz.

Schwenkbare Miniaturkrane mit Kettenzügen und handbedienten Winden, die mit Muskelkraft oder sofern vorhanden mit Elektromotoren eingesetzt wurden.

Elektrische Antriebe wurden auf Bahnstationen recht frühzeitig eingesetzt, selbst dort, wo die Beleuchtung noch mit der Karbid- oder Petroleumlampe vollzogen wurde.

Krane an Kohlebansen wurden nicht selten auch in größerer Stückzahl hintereinander eingesetzt, anstatt auf Bockkranen oder Brückenkranen umzustellen.

Die Umschlagmenge der bewegten Frachtgüter war oft ausschlaggebend für die Aufstellung von Kranen unterschiedlicher Bauarten.

Auf Hafen- oder Portalkrane mit Dampfantrieb wurde aus Kostengründen der günstigere Elektromotor vorgezogen, sofern diese Antriebsart verfügbar war.

Dampfkrane waren im Unterhalt und Betrieb recht teuer und rechneten sich nur bei sehr großen Gütermengen.

Zu dieser Erkenntnis kam man bereits schon etwa um die Mitte der 1860er Jahre.

Eine typische Windenart von Krananlagen mit mechanischem Antrieb war recht einfach gestaltet.
Durch einen Motor oder eine Transmissionswelle wird der Windenmotor in eine Drehrichtung ständig bewegt.
Zum Anheben wird ein Stellhebel mit Niederdrückgewicht aus etwa ⅓ des Hebelweges angehoben und die Winde wickelt das Kranseil auf, wird der Hebel auf etwa ⅔ des Stellweges angehoben, wickelt sich das Kranseil ab.

Nicht selten wurden solche Winden auch über einen Seilzug fernbedient, Greiferanlagen in Scheunen landwirtschaftlicher Betriebe arbeiteten früher nach dem selben Prinzip.
Bei solchen Greiferanlagen gab es aber noch die Möglichkeit die Laufkatze mit Hilfe des Windenmotors in unterschiedliche bewegungsrichtungen zu befördern und das alles mit nur einem Stellhebel.

Ob nun Baggerschaufeln oder Greifer an solchen Krankonstruktionen montiert sind, war dabei egal.
Man setzte schon sehr frühzeitig auf den "Einmannbetrieb."

Ich hatte vor gut 42 Jahren das Glück, von einen als sehr "geizig" bezeichneten Landwirt, eine Einweisung zur Bedienung seine "musealen" Hoftechnik erhalten zu haben und war dann schon als neunjähriger recht geübt darin, diese Technik bedienen zu können.
Der auf dem Hof aufgestellte "Mistgreifer" war ein alter Ladekran, wie er laut Ersatzteilkatalog auch von der Reichsbahn zum Einsatz bei Kohlebansen oder an Laderampen zum Einsatz kam.

Diese Art des Krans gab es in unterschiedlichen Ausführungen.
In der einfachsten Ausführung wurde er mit Muskelkraft mit bis zu 3 Personen gedreht.
Der Ausleger konnte mit einer Kurbel verstelltwerden oder je nach Ausführung auch mit elektrischen Winden.

Der Kranhaken oder das wechselbare Hebegeschirr wurde per mechanischer Winde über einen Transmissionsriemen mit einem Elektromotor angetrieben.

Das Lastdiagramm gibt die Infos, bei welcher Auslegerstellung wieviel Gewicht an der "Heberolle" gehoben werden darf, das Gewicht des Kranhakens oder des Hebegeschirrs ist dann vom Frachtgewicht in Abzug zu bringen, um den Kran nicht zu überlasten.

Krane jeglicher Art gehören aber untrennbar zum Eisenbahnwesen dazu, nicht nur im Güterbereich, sondern auch auf Lagerplätzen und im Werkstattbereich.

Bild
Gemeinfreie Abbildung einer Kranlokomotive von A. Borsig
LG Ingo

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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#7

Beitrag von Andreas Poths »

Moin zusammen, wieder mal ein interessantes Thema!

Folgende Möglichkeit gab es auch (ich hab gegoogelt und nix gefunden; gesehen hab ich es aber schon. Mir fehlt wohl der Fachausdruck):

Vom Güterschuppen (wohl direkt über der (obligatorischen) Schiebetür ) führte eine Laufkatze über die ersten beiden Gleise (und evtl. noch bis über eine Ladestrasse). So konnte von einem offenen Güterwagen (Niederbord ff.) das Ladegut direkt bis auf die Rampe vor der Schiebetür entladen werden - mitunter sogar vom 2. Gleis aus.
Ladegut wären z.B. lange Rohre, Stahlteile, Maschinen... welche nicht einfach mit Muskelkraft von der Ladefläche gehoben werden konnten.

Wenn jemand von euch Bilder hätte.....
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#8

Beitrag von G1600BB »

Andreas Poths hat geschrieben: Do 8. Apr 2021, 06:55
Vom Güterschuppen (wohl direkt über der (obligatorischen) Schiebetür ) führte eine Laufkatze über die ersten beiden Gleise (und evtl. noch bis über eine Ladestrasse).
Moin,

derartige Konstellationen kenne ich nur aus Häfen (ich glaube, an dieser Stellen kommen wir ein wenig vom Thema ab):

https://www.baunetzwissen.de/brandschut ... llery-1/17

https://urban-photographer.com/vergangenheit/

https://www.ruu.de/historie/

https://www.weser-kurier.de/bremen/brem ... 38689.html

https://eu-browse.startpage.com/av/anon ... 1ca2881edb

https://eu-browse.startpage.com/av/anon ... 12e2e6a2c2

https://eu-browse.startpage.com/av/anon ... f712fbcc46
HerZlicher Gruß aus dem Norden Bremens
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K.Wagner
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#9

Beitrag von K.Wagner »

Langenzenn hatte einen 1,5t Bockkran ca. 1 Wagenlänge vor dem Ende eines Ladegleises. Bauplan in einer miba 1967.
Gruß Klaus

brep
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#10

Beitrag von brep »

Hallo Frank,
Eichstätt Stadt hatte auch einen Drehkran. Hier ist auf dem 4. Bild ein Foto zu sehen. Was da umgeladen wurde, weiss ich allerdings nicht.

Grüße, Bernd

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Frankpoche2
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#11

Beitrag von Frankpoche2 »

Danke nochmals für die vielen hilfreichen Antworten. Einfach klasse! Die Seite aus dem letzten Post kannte ich noch nicht, sehr interessant! Auch hier auf dem 5. Bild ist ein ziemlich fetter Portalkran zu sehen. Allerdings ist der Bahnhof auch nicht gerade klein.

https://doku-des-alltags.de/Streckenund ... g%201.html

Ob es diese Bauform schon vor dem WK2 gab? Schwer zu sagen, oder? Ich sehe zumindest keine Niete, also wird er wohl geschweißt und damit eher kurz vor oder nach dem WK2 entstanden sein.

Petz1
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#12

Beitrag von Petz1 »

G1600BB hat geschrieben: Do 8. Apr 2021, 14:31
Andreas Poths hat geschrieben: Do 8. Apr 2021, 06:55Vom Güterschuppen (wohl direkt über der (obligatorischen) Schiebetür ) führte eine Laufkatze über die ersten beiden Gleise (und evtl. noch bis über eine Ladestrasse).
Moin, derartige Konstellationen kenne ich nur aus Häfen (ich glaube, an dieser Stellen kommen wir ein wenig vom Thema ab):
Ich kann mich ganz dumpf aus Kindertagen an einen solchen erinnern kann aber nicht mehr verifizieren in welchem Bahnhof der stand. Aus dem Güterschuppen führte durch einen Ausschnitt oberhalb der Türe über die Rampe und das Ladegleis ein IPE - Stahlträger auf dem manuell verrollbar ein ebenfalls manuell zu betätigender Kettenzug hing. Der Träger war mittels zweier Steher neben dem Gleis abgestützt. Nachdem das Ding schon damals sehr altertümlich (um nicht zu sagen verrottet) wirkte geh ich mal von einem Zwischenkriegsbaujahr aus.
Grüße von Markus

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brep
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#13

Beitrag von brep »

Frankpoche2 hat geschrieben: Do 8. Apr 2021, 15:48 Ob es diese Bauform schon vor dem WK2 gab? Schwer zu sagen, oder? Ich sehe zumindest keine Niete, also wird er wohl geschweißt und damit eher kurz vor oder nach dem WK2 entstanden sein.
Das ist ein Bockkran, den es an vielen Bahnhöfen gegeben hat, spontan fallen mir ein Horb, Bad Kreuznach, Frankfurt(Oder). Von Frankfurt(Oder) habe ich noch dieses Bild hier gefunden. Da ist als Baujahr 1898 angegeben ….

Gibt auch tolle Modelle in H0 davon: Angefangen von Kibri/Viessmann, bis hin zu den Zangeleien von 7-Kuppler hier im Forum.

Grüße, Bernd
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K.Wagner
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#14

Beitrag von K.Wagner »

Hi,

ich empfehle auch den Thread "Maulbronn" - hier stand im Stadtbahnhof ein 30t Kran, mit dem Sandsteine (um Maulbronn gab es mehrere Sandsteinbrüche) verladen wurden. Auch hier ist Selbstbau angesagt, wenn man das Teil auf der Anlage haben möchte.

Den Langenzenner Kran habe ich damals aus NEMEC-Profilen nachgebaut - er ziert meine Anlage und hat den Kibri-Bockkran abgelöst. Der war mir etwas zu wuchtig - und aufgrund des jahrelangen Betriebes auf meiner ersten Anlage auch im Brückenbereich malträtiert (sehr oft repariert - man bleibt halt immer an den empfindlichsten Bereichen hängen....). Leider habe ich im Netz kaum Fotos der Nebenbahn nach Markt Erlbach gefunden - und schon keine historischen.
Gruß Klaus
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Atlanta
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Re: Ladekräne an Ladestraßen

#15

Beitrag von Atlanta »

Moin Kollegen,

In der Vereinszeitschrift "Organ" des VDEV = Verein Deutscher Eisenbahn Verwaltungen, wurde 1870 die Transportable Kran mit Wiegeeinrichtung vorgestellt.
Er konnte auf eine Lafette oder ein Wagonchassis montiert werden.

Bild
Gemeinfreie Abbildung des Transportablen Ladekrans mit Waage des angehobenen Frachtgutes, publiziert 1870 im "Organ" des VDEVs
LG Ingo

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