Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht! (neues Testverfahren)

Bereich für Testberichte von Modellbahnartikeln erstellt von Forennutzern.

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DeMorpheus
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#26

Beitrag von DeMorpheus »

Viet Bui hat geschrieben:
Sa 8. Apr 2017, 00:28
Die unbekannte Größe der Kupplungsdeichseln sind für einen Vergleich irrelevant, da dieser bei jeder Kupplung gleich lang sind.
Ich bin gerne bereit, noch einmal Bilder zu machen: Referenz war und ist der entspannte Zugverband.
Da muss ich energisch widersprechen. Zum einen ist ein "entspannter Zugverband" etwas, das ideal nicht existiert und mit den verwendeten Fahrzeugen auch nicht angenähert wird, und zum anderen kann ein Zustand, in den mechanisches Spiel in unbekannter Weise eingeht keine Referenz sein. Warum das so ist und dass man das auch deinen Fotos entnehmen kann habe ich oben bereits beschrieben.
Viele Grüße,
Moritz
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Domapi
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#27

Beitrag von Domapi »

Sehr guter Test!

Die Kollegen, die ihn für überflüssig halten, brauchen ihn ja nicht zu lesen.

Ich selbst habe so ziemlich alles an Kupplungen im Einsatz, was der Markt hergibt.
Bevorzugt setze ich jedoch auf die Fleischmann Profi Kurzkupplung. Diese hat für mich den unschlagbaren Vorteil, dass man Waggons einfach nach oben aus dem Zugverband herausnehmen kann. Das ist insbesondere für Vitrinen vorteilhaft. Bei vielen anderen Kupplungen besteht dort das Risiko, dass der ganze Zug abstürzt, wenn man nicht aufpasst.
Viele Grüße
Martin

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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#28

Beitrag von Viet Bui »

DeMorpheus hat geschrieben:
Sa 8. Apr 2017, 12:11
Da muss ich energisch widersprechen. Zum einen ist ein "entspannter Zugverband" etwas, das ideal nicht existiert
Ein Güterzug kann sich nach Lösen der Druckluftbremse um mehrere Meter strecken, das würde ich als "entspannen" bezeichnen.
Bei gleichen Parametern kuppeln die Klauenkupplungen kürzer, da ändert auch eine veränderte Kupplungsdeichsel nichts.

Grüße aus dem sonnigen Baden,
Viet
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#29

Beitrag von DeMorpheus »

Nun, es geht doch um den Vergleich des Kuppelabstands bei verschiedenen Modellkuppkungen. Was ein echter Zug so alles macht ist da erstmal irrelevant.
Im Modell haben sowohl Kupplung als auch Deichsel mechanisches Spiel und sind zudem leicht flexibel, der Wagenabstand ist dadurch unter Druck sichtbar kleiner als unter Zug. Durch den Rollwiderstand der Fahrzeuge ist der Abstand dann auch bei "entspannter" Verbindung abhängig davon, ob die Fahrzeuge zuvor zusammengeschoben oder auseinandergezogen wurden. Um die Abstände bei verschiedenen Kupplungstypen sinnvoll miteinander vergleichen zu können muss also diese unbekannte Größe so gut es geht aus der Betrachtung entfernt werden. Eingeschränkt funktioniert das mit einem sehr leicht laufenden Fahrzeug, gut mit einer geringen und definierten äußeren Belastung der Kupplungsverbindung. Du hast allerdings einen vergleichsweise schwer rollenden Wagen verwendet und man sieht - wie oben schon erwähnt - sogar im Foto die unterschiedlich stark weggedrückte Kupplungsaufnahme. In dieser Form ist dein Vergleich leider wertlos.
Viele Grüße,
Moritz
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Viet Bui
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#30

Beitrag von Viet Bui »

DeMorpheus hat geschrieben:
Sa 8. Apr 2017, 14:22
In dieser Form ist dein Vergleich leider wertlos.
In Deinen Augen mag er wertlos sein; wir möchten ja nicht verallgemeinern. Ich verteidige mein Ergebnis; ich habe mit bestem Gewissen die Kupplungen getestet und weise den Vorwurf der Wertlosigkeit zurück.
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#31

Beitrag von Jürgen »

Jo, jetzt schlagt Euch noch die Köppe ein. Viet hat einen Test gemacht, in dem er auch darlegt wie er getestet hat. Es kann sich jeder seinen Reim darauf machen. Bleibt doch einfach sachlich.

Im übrigen ist mir aufgefallen, dass eine Frage nicht beantwortet wurde. Bis zu welchem Radius sind denn die Kupplungen denn ich der Lage zuverlässig zu kuppeln ? Wenn ich an meinen Test recht erinnere, ist bei Roco- und Flm-KK bei ca. 2m-Radius Schluss. Bügelkupplungen vertragen da mehr. Das ist für Bahnhöfe im Bogen schon von Bedeutung.

Viele Grüße
Jürgen
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XelionRail
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#32

Beitrag von XelionRail »

Hallo zusammen,

auch von meiner Seite Danke für diesen detaillierten Beitrag. Das Thema beschäftigt uns alle schon immer und es wird sich wahrscheinlich auch nix ändern, weil man immer einen Kompromiss eingehen muss. Welcher das ist, darf jeder für sich selbst entscheiden.

Ich war lange reiner FleischmannProfikupplungs-Fahrer. Aber das super-harte ankuppeln hat mich dann so sehr genervt, dass ich letztes Jahr rigoros auf die Roco Universalkupplung gewechselt bin. Nur noch im festen Zugverband sind die Fleischmänner geblieben. Von daher finde ich die Aussage, dass man bei der falschen Kupplungswahl schnell mal 50 Euro in den Sand setzt, nicht ganz richtig. Ich konnte jedenfalls meine Fleischmann Profikupplung in 50er Paketen zum Straßenpreis von ca. 40-45 Euro in der Bucht problemlos und schnell wieder verkaufen.

Des weiteren finde ich die Aussage zum entkuppeln etwas fragwürdig. Normalerweise entkuppelt man nicht händisch, in dem man die Fahrzeuge anhebt. Das passiert nur dann, wenn man 'evakuieren' muss. Von daher hätte ich mir da eine etwas objektivere Betrachtung gewünscht, so wie es bei den Ausführungen zum ein-kuppeln auch gemacht wurde.

Zu guter letzt auch noch ein Hinweis auf einen frühren Thread zum selben Thema und auf ein paar Bilder, die ich dazu gemacht hatte.

Nochmals Danke und schönen Sonntag an alle.
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DeMorpheus
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#33

Beitrag von DeMorpheus »

Einen schönen Sonntag zusammen!

Ich möchte hier sicher niemandem den Kopf einschlagen, und auch Unsachlichkeit kann ich nicht erkennen.
Wir haben hier einen Bericht, der im größten Teil sorgfältig und mit viel Mühe erstellt wurde. Auch durch die Sprache wird vermittelt, dass alles Hand und Fuß hat. Deshalb ist anzunehmen, dass das, was hier geschrieben steht, eher verbreitet und geglaubt wird als das, was verstreut in anderen Beiträgen steht. Und genau deshalb möchte ich es nicht unwidersprochen stehen lassen, dass hier durch eine ungenaue, nicht reproduzierbare Methode ein Ergebnis entstanden ist das dem bisherigen Konsens widerspricht und in meinen Augen auch tatsächlich falsch ist. Nochmal zur Erinnerung: es geht mir hier nur um die Beurteilung des Kuppelabstands. Wo ich das Problem sehe habe ich ja bereits geschrieben, worauf leider nicht wirklich eingegangen wurde. Deshalb habe ich kurzerhand selber einen kleinen (auch nicht perfekten) Versuch durchgeführt und dabei das Spiel in der Kupplung berücksichtigt: die Wagen stehen in einer leichten Steigung, einer ist fixiert während der andere sehr leicht rollt und nur durch die Kupplung gehalten wird. Zug bzw. Druck an der Kupplung sind dabei so gering, dass die Kupplungsdeichseln durch ihre Federn sicher in der Mittellage gehalten und nicht wahrnehmbar verformt werden; der Längenunterschied resultiert also fast ausschließlich aus der Kupplung selbst. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die Roco UK etwas länger kuppelt als die Märklin KK - wenig überraschend, ist es doch das was von vielen Modellbahnern immer wieder kommuniziert wird. Hier mal exemplarisch drei Fotos dazu, um den fremden Thread nicht zu kapern mehr in meiner Dropbox.


Bild
Die Märklin Kurzkupplung (oben⬆) unter leichtem Zug kuppelt etwas kürzer als die Roco Universalkupplung (unten⬇) bei identischer Belastung.
Bild
Die Roco Universalkupplung unter leichtem Zug (oben⬆) kuppelt merklich weiter als ebendiese unter leichtem Druck (unten⬇).
Bild


Edit: Bandwurmsatz filetiert (vorher: Ich möchte es nur nicht unwidersprochen stehen lassen, wenn in einem Bericht, der im größten Teil sorgfältig und mit viel Mühe erstellt wurde und allein schon von der Sprache her suggeriert, dass das alles so Hand und Fuß hat, ein durch eine nicht reproduzierbare Methode entstandenes Ergebnis, das zudem dem, was bisher so zu dem Thema geschrieben wurde, widerspricht, verbreitet wird.)
Viele Grüße,
Moritz
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Modellbahn Tamm
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#34

Beitrag von Modellbahn Tamm »

Guten Abend zusammen,
Viet Bui hat geschrieben:
Sa 8. Apr 2017, 00:28
Trotzdem habe ich aus zwei Gründen diesen Bericht geschrieben:
  • Zum einen: Der Nutzer "alphatiger86" und ich zeichnen uns für die Institutsanlage der Uni Stuttgart verantwortlich. Auf dieser setzen wir alle Kupplungen ein und die Frage, die wir uns stellten, ob wir zur Erhöhung des freizügigen Kombinierens der Wagen auf eine einheitliche Kupplung setzen können.
  • Zum anderen: Mein besagter Kollege hat einen Systemumstieg auf DC Digital vollzogen und stand eben auch vor dieser Frage; er bat mich um Rat und schlug vor, in Manier meiner übrigen Berichte einen Test zu gestalten und über diesen zu schreiben.
Viet, du hättest mich ruhig auch namentlich erwähnen dürfen :wink:
Vielen Dank zuerst mal für deinen Test. Ja, ich bin schuld daran, daß du diesen Test geschrieben hast und dankbar, weil er mich in meiner Wahl bestärkt. Ich hab bei mir zu Hause selber in gewissem Rahmen und unter den eigenen Bedingungen getestet. Das deckt sich weitgehend mit deinen Erkenntnissen, wenn auch bei mir unter weniger extremen Verhältnissen. Lediglich die Probleme mit der Fleischmann Profikupplung haben sich bei mir nicht ergeben.

Leider muss ich aber den Vorrednern zustimmen: meine Erfahrung zeigt ebenfalls, das die Roco UK länger als die Märklin Kurzkupplung kuppelt und sich zusammendrücken lässt, was den Abstand aber wieder verringert.

Insgesamt muss man doch sagen: niemand ist perfekt und der Testbericht im ganzen ordentlich. Ich finde, er ist eine Hilfe für alle, die sich entscheiden wollen/müssen und nicht wissen, was die Kupplung können muss. Somit hat man Anhaltspunkte, wo man bei eigenen Tests ansetzen kann. Denn jede Anlage ist individuell und dementsprechend auch die Anforderungen an die Kupplungen.
VG Johannes

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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#35

Beitrag von Erich Müller »

Hallo Viet,
Viet Bui hat geschrieben:
Sa 8. Apr 2017, 12:52
Bei gleichen Parametern kuppeln die Klauenkupplungen kürzer, da ändert auch eine veränderte Kupplungsdeichsel nichts
Was zu beweisen wäre...
und zwar unter Vermeidung des quasi aleatorischen Faktors Wagen. Denn, wie ich weiter oben schon schrieb: je nach Wagen scheint der Abstand zwischen Pufferebene bzw. Gummiwulstebene und Vorderkante Kupplungsaufnahme merklich zu differieren. Was den Gedanken der Austauschbarkeit u.U. ad absurdum führt (aber nicht der Kupplung anzulasten ist, sondern dem Fahrzeughersteller) - und den Test zwangsläufig verfälscht.
Darum: Messen der reinen Kupplungsverbindung ohne Wagen tut not!

Ein Wort zur Pufferhöhe: die NEM ist an dieser Stelle m.E. willkürlich: der NEM-Mittelwert entspricht der maßstäblichen Obergrenze der UIC-Vorschrift; die mittlere Pufferhöhe (Mittelwert zwischen Ober- und Untergrenze) UIC liegt, maßstäblich verkleinert, schon aus erhält der NEM, weil die NEM weniger Toleranz zulässt als die UIC. NEM ist also ohnehin willentlich zu hoch angesetzt und nicht als "maßstäbliche Pufferhöhe" anzusehen.

Um es noch mal deutlich zu sagen: dieser Vergleich ist mit der größtmöglichen Neutralität erarbeitet und dargestellt worden. Methodische Schwächen und weitergehende Fragen haben sich nach der Veröffentlichung ergeben und können sicherlich noch aufgegriffen werden. (Insbesondere, den fotografischen Beleg mit Zahlen zu untermauern und, wie gesagt, den heftigen Fehlerfaktor Wagenkonstruktion ausschalten.)
Das ist kein Grund, in den Reaktionen den Boden der Sachlichkeit zu verlassen.

Mir stehen die Mittel für die von mir angeregten Untersuchungen nicht zur Verfügung; um so mehr bin ich auf die nächsten Ergebnisse von Viet und Johannes gespannt.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#36

Beitrag von hans-gander »

Erich Müller hat geschrieben:
Mi 12. Apr 2017, 17:10
Ein Wort zur Pufferhöhe: die NEM ist an dieser Stelle m.E. willkürlich: der NEM-Mittelwert entspricht der maßstäblichen Obergrenze der UIC-Vorschrift; die mittlere Pufferhöhe (Mittelwert zwischen Ober- und Untergrenze) UIC liegt, maßstäblich verkleinert, schon aus erhält der NEM, weil die NEM weniger Toleranz zulässt als die UIC. NEM ist also ohnehin willentlich zu hoch angesetzt und nicht als "maßstäbliche Pufferhöhe" anzusehen.
Hallo Kollegen,
vielleicht macht sich einer mal die Mühe und druckt in 3D eine NEM oder UIC Kupplungsaufnahme mit Puffer und definierten Position zur SO.
Dann hätte die Diskussion ein Ende und man hätte losgelöst von irgend welchen Fahrzeug- und Hersteller-Tolleranzen eine Basis.
Mir ist natürlich bewusst dass das nicht die Probleme im Modellalltag beseitigt. Aber wir hätten dann belastbare Aussagen über den Kupplungsabstand.
Wollte es einfach so in die Runde "werfen".

Nachtrag: Ich hätte dann gerne eine Einzelne dieser 3D Kupplungsaufnahme, so dass ich endlich meine schlecht kuppelnde Wagen überprüfen kann. Will sagen, welcher der "Übeltäter" ist.
Bisher habe ich immer eine Mehrheitenentscheidung getroffen. Aber sicher war ich mir bei dieser Methode nie.
Grüße
Hans
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#37

Beitrag von Modellbahn Tamm »

Hallo zusammen,

Ich glaube, ich hab eine Idee, wie man die Kupplungen testen kann und den Faktor Hersteller​ausblenden, was den Kuppelabstand angeht.
Ich werde das mal mit Viet durchsprechen und ansonsten lasst euch einfach überraschen.

Derweil wünsche ich allen frohe Ostern, ein paar erholsame Feiertage und vlt auch das ein oder andere Mobateil im Versteck.

VG
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#38

Beitrag von klein.uhu »

Moin,

Hat jemand Erfahrungen mit der ESU Universalkupplung [4100] bzw. der stromführenden Variante [41001] ?
Die ESU soll laut Hersteller kompatibel zur Märklin KK und zur Roco UK, sowie zu Bügelkupplungen sein. Ich hatte bisher noch keine in den Fingern, auch noch keine in natura gesehen.

Das wäre dann außer Fleischmann-Profi, Märklin-KK, Roco-Universal ein weiteres komplettes Kupplungssystem mit einfachen, stromführende und digital steuerbaren Kupplungsköpfen.
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Gruß von Bild klein.uhu
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#39

Beitrag von Modellbahn Tamm »

Also, wenn ich das richtig gesehen habe, dann ist die vom Aufbau in etwa die Roco Universalkupplung. Die Digital Kupplungen sind von Krois zugeliefert. Deswegen passt die Kupplung zu Roco UK und zur Märklin. In der hand hatte ich sie aber auch noch nicht.

VG
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#40

Beitrag von Viet Bui »

Freunde der gepflegten Modelleisenbahn,

aufgrund der Kritik an der Methodik habe ich Johannes' Vorschlag umgesetzt und den Kuppelabstand durch ein anderes Verfahren neu bestimmt.
Ich bitte um Beachtung.

Grüße aus dem Badischen,
Viet.
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht! (neues Testverfahren)

#41

Beitrag von Erich Müller »

Hallo Viet und Johannes,

der neue Aufbau taugt für mehr als zufriedenstellende Ergebnisse - allerdings sind die Messungen m.E. noch unvollständig: wichtig wären die Längen sowohl unter leichtem Zug als auch unter leichtem Druck - also wie im Bahnbetrieb gezogen bzw. geschoben. Sprich, das Kupplungsspiel in Zahlen. Und bitte nicht über Grundplatte Kupplungsaufnahme gemessen, sondern von Schachthinterkante zu Schachthinterkante, oder Schachtvorderkante zu Schachtvorderkante - dann kann man die Zahlen an der NEM messen!

Interessant wird das vor allem, weil die NEM eine ziemlich hohe Toleranz von 0,5mm bei der Distanz zwischen Vorderkante Schacht und Pufferebene (bzw. Gummiwulst- oder Faltenbalgebene, sofern diese die Puffer überragen) lässt: 7,5(-0,5)mm - und offenbar mit der Fleischmann-Kupplung bei einigen Wagen schon nicht mehr gekuppelt werden konnte. Länge des Schachts: 7,1(-0,1)mm für f.

Ergo: 2*(7,5+7,1)mm, also 28,8mm sind NEM-gemäß das Maß der Dinge. (Oder 15mm zwischen den Vorderkanten.) Wenn eine Kupplung kürzer ist, kann sie nicht zu allen Wagen passen; wenn sie länger ist, lässt sie notwendig Spiel zwischen den Wagen.
Und Wagen, die die Norm nicht voll einhalten, können ggfs mit dem einen Typ Kupplung funktionieren, mit dem anderen nicht.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht! (neues Testverfahren)

#42

Beitrag von Modellbahn Tamm »

Hallo Erich,
Erich Müller hat geschrieben:
Sa 22. Apr 2017, 20:35
der neue Aufbau taugt für mehr als zufriedenstellende Ergebnisse - allerdings sind die Messungen m.E. noch unvollständig: wichtig wären die Längen sowohl unter leichtem Zug als auch unter leichtem Druck - also wie im Bahnbetrieb gezogen bzw. geschoben. Sprich, das Kupplungsspiel in Zahlen. Und bitte nicht über Grundplatte Kupplungsaufnahme gemessen, sondern von Schachthinterkante zu Schachthinterkante, oder Schachtvorderkante zu Schachtvorderkante - dann kann man die Zahlen an der NEM messen!
genau das hatte ich Viet eigentlich gesagt, was er tun soll. Warum er jetzt die gesamte Kupplungskullisse gemessen hat weiß ich auch nicht. Evtl. hat er mich da falsch verstanden... :roll:
Ansonsten stimme ich dir zu, es fehlen die abstände bei Zug und Druck.
VG Johannes

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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht! (neues Testverfahren)

#43

Beitrag von Stadtbahner »

Hallo Viet,
danke fürs Ergänzen deines Berichts.

Was den Abstand und das Spiel im gezogenen und geschobenen Zustand angeht, gibt es einen anschaulichen Artikel von Rainer:
http://www.stayathome.ch/kupplungen.htm
Rainer misst dort von Außenkante Normschacht zu Außenkante Normschacht, wenn ich das richtig verstanden habe. Sehr lesenswert!

Der ist auch in dem Kupplungs-Thread verlinkt, auf den klein.uhu hingewiesen hatte.

Freundliche Grüße,
Frey
Viele Grüße, Marc

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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht! (neues Testverfahren)

#44

Beitrag von Buegelfalte »

Die Liliput-Kurzkupplung wäre da auch noch, die sogar etwas günstiger daherkommt; UVP ist 37,70 €, Straßenpreis ca. 32,- €, ebenfalls abgepackt zu 50 Stück.

In der Seitenansicht sehr zierlich, von oben betrachtet leider ein richtiger Klotz. Hatte mir mal einige besorgt, aber noch nicht umfassend getestet. Leider ist auch hier das Problem, dass es keine stromführende Ausführung sowie keine passende Rangierkupplung gibt. Bei mir haben auch die Loks und Güterwagen Roco-Universalkupplungen und die meist festen Reisezüge untereinander die Roco-KK mit Universalkupplungen an den Enden.
Grüße, Björn


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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht! (neues Testverfahren)

#45

Beitrag von Erich Müller »

Hallo zusammen,

der von Frey verlinkte Beitrag hat jetzt eigentlich alles, was ich (zur Modellkupplung) wissen wollte...
(Es wäre allerdings wünschenswert, wenn der Autor sich an die Nomenklatur gemäß NEM351 Abs.3 halten würde, wie Viet es getan hat.)
Und da ist auch zu lesen, dass die Fleischmann-KK nur 15,2-15,4mm lang ist (geschoben-gezogen; das Spiel von 0,2mm ist wohl zum Kuppeln notwendig), was bei knappster Auslegung der NEM-Vorgaben lediglich 0,2-0,4mm Luft lässt.
Die Roco-KK lässt 0,4-0,5mm mehr.
Bezüglich der Fleischmann-KK gilt also: prüfen, ob die Fahrzeuge genügend Luft lassen, damit die Kupplung funktionieren kann; wenn der Hersteller die Toleranzgrenzen nach NEM nur geringfügig (und mit bloßem Auge nicht erkennbar) überschreitet, passt die Kupplung nicht. Was schade ist, weil auf dieser Kupplung auch die stromführende tams-Kupplung beruht.
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Der große Bericht über Kupplungen - DANKE dafür!!!

#46

Beitrag von Weinzug »

Servus,

ganz tolle Arbeit!!! Das hilft auch mir sehr weiter. Danke dafür!!!

Gruß

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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#47

Beitrag von Jürgen »

Jürgen hat geschrieben:
So 9. Apr 2017, 08:32
Im übrigen ist mir aufgefallen, dass eine Frage nicht beantwortet wurde. Bis zu welchem Radius sind denn die Kupplungen denn ich der Lage zuverlässig zu kuppeln ? Wenn ich an meinen Test recht erinnere, ist bei Roco- und Flm-KK bei ca. 2m-Radius Schluss. Bügelkupplungen vertragen da mehr. Das ist für Bahnhöfe im Bogen schon von Bedeutung.
Ich möchte an oben stehende Frage von vor 3 Jahren hinweisen. Es werden recht intensive Diskussionen geführt, welcher Kuppelabstand sich wie einstellt. Aber ganz praktische Fragen bleibe außen vor.

Ich komme auch bei Fragen des leichten Ankuppelns auf praktische Ergebnisse, die bei Maulbronn super funktionieren und weshalb ich dort bei Bügelkupplungen evtl. in Verbindung mit Roco-Universal- oder Märklin-KK bleiben werde. Entferne ich auf einer Seite den Bügel, ist butterweiches Einkuppeln problemlos möglich. Da ist für mich ein entscheidender Vorteil. Das geht aber nur, weil die Fahrzeuge nicht gewendet werden.

Auf meiner geplanten Erweiterung wird es teilweise Zugverbände geben, die entweder mit der FLM- oder der Roco-KK gekuppelt werden. Bei Schnellzugwagen ist mit der geringe Kuppelabstand wichtig. Ein Holzwagen-Ganzzug wird mit der filigranen Brawa-Originalkupplungsnachbildung gefahren, da man sie sehen kann. Die Verbindung Lok-Wagen erfolgt mit Bügelkupplung, da ich hier universell kuppeln möchte. Zudem sind einige fernsteuerbare Kupplungen mit Haken, wie z.B. bei einer Köf oder der Lenz-V36.

Für mich entscheidend ist das eigene Pflichtenheft. Das ist die entscheidende Größe bei der Wahl der Kupplungen. Was erwarte ich von einer Kupplung ? Wo liegen meine Prioritäten ? Welche Kupplung kann an welcher Stelle sinnvoll eingesetzt werden ? Tests, wie Viet sie durchgeführt hat, sind sinnvoll, aber sie sind nicht umfassend für alle Fragestellungen.

Viele Grüße
Jürgen
Mein Erstling von 2002/2003: Rosentalviadukt, Friedberg, Hessen. 1960 bis 1965

Mein aktuelles Projekt: Maulbronn, ein schwäbischer Endbahnhof, 21.Juni 1922

"Man muss nicht verrückt sein, um Modellbau zu betreiben, aber es hilft ..."


acb1980
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Re: Der große Bericht über Kupplungen - mit Testbericht!

#48

Beitrag von acb1980 »

Jürgen hat geschrieben:
Mo 20. Jul 2020, 07:55
Entferne ich auf einer Seite den Bügel, ist butterweiches Einkuppeln problemlos möglich. Da ist für mich ein entscheidender Vorteil. Das geht aber nur, weil die Fahrzeuge nicht gewendet werden.
Damit löst sich auch in vielen Fällen auch die Inkompatibilität der Märklin-Kupplungen mit detaillierten und vorbildgerechten Puffern. Entfernt man den Bügel an einer der Kupplungen, so fällt der verbleibende Bügel etwas weiter nach unten - und schon lässt sich auch diese Kupplung mit anderen Fabrikaten recht problemlos einsetzen, weil die Höhe nun geringer ist.

Für mich bietet das den Vorteil, dass ich damit kompatibel zu altem Wagenmaterial bleibe, Fremdmaterial einsetzen und trotzdem auf die „neuen“ Kurzkupplungen setzen kann, die wiederum im Gegensatz zu den alten Varianten verwindungssteif sind. Nachteil ist, wie du schon schreibst, dass man die Wagen nicht wenden kann. Das spielt für mich zum Glück keine Rolle, da ein einmal aufgestellter Zug in der Regel so bleibt, bis er manuell wieder abgebaut wird - Rangieren gibt es bei mir auf der Anlage aktuell nicht.


Viele Grüße

Sven

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