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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Mo 14. Jan 2019, 14:51
von 1953
Hallo
Die NVA gehört zu meiner eigenen Geschichte,habe beim Fallschirmjägerbataillon 40 meinen Wehrdienst absolviert.Auch als Lokführer habe ich zu DDR-Zeiten Militärzüge gefahren,wie mit der BR 180 oder 132,nach der Wende nicht mehr.Deshalb fahren auf meiner Spur 0-Anlage auch
Militärzüge,es ist noch viel an den Details zu arbeiten,wie die Sicherung der Fahrzeuge.
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Gruß Dietmar
Bewegte Bilder
https://youtu.be/uFkGt4XwEQU

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 27. Jan 2019, 10:45
von gäubahner
Hallo zusammen,

ich finde das Militär ein sehr interessantes Thema. Passt leider nicht zu meiner Anlage, aber so einen Militärzug mit Br 232 würde ich gerne irgendwann fahren lassen, die fahren auf meiner "Hausstrecke" schließlich auch ab und zu und damit passen sie wieder zum Thema.

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Di 12. Mär 2019, 23:01
von Graf_Eulenstein
BernhardN hat geschrieben:
So 25. Feb 2018, 23:39
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 20:05
ich habe ca. 15 verschiedene lazarett- und hilfssanitätswagen mit rotem kreuz
Davon würden mich Fotos brennend interessieren!
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 20:05
da müßte man alles altern und mit betriebstypischen gebrauchsspuren wie kratzern, beulen etc versehen, aber wer macht das schon mit seinem teuren material???
Du würdest Dich wundern... :wink:
mittlerweile sind es 25 verschiedene sanitäts- und lazarettwagen. einer fehlt mir noch nach meinem kenntnisstand :)

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Mi 13. Mär 2019, 10:32
von Rollnitz
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:01
mittlerweile sind es 25 verschiedene sanitäts- und lazarettwagen. einer fehlt mir noch nach meinem kenntnisstand :)
Hallo Graf Eulenstein,

da wir ziemlich dasselbe Sammelgebiet haben, könnten wir uns ja mal über die Lazarettwagen austauschen. Sind die 25 nur Epoche II (und I)? Sind da auch Wagen aus Italien(das Land auf der anderen Seite der Alpenfestung...), Schweiz und CIWl darunter? Oder noch besser wäre eine Auflistung, falls das nicht zuviel Arbeit macht. Welcher fehlt denn?
Ich werde meine mal zusammensuchen und auflisten.

Gruß Roland

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Do 14. Mär 2019, 18:19
von acecat
Moin,

manchmal bin ich froh über die Entscheidung, DB Epoche IIIa als Vorbild für meine modellbahnigen Ambitionen gewählt zu haben. Das erspart einem weitestgehend die Darstellung militärischen Treibens. Selbst die Besatzer waren nicht ständig und überall gleichzeitig zu sehen.

Lieben Gruß

acecat

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Fr 15. Mär 2019, 11:32
von Feyd-Rautha
Hallo zusammen,

ich habe mit nein gestimmt, weil ich auf meiner Anlage kein Militär egal welcher Art sehen will.

Abgesehen von meiner Anlage sehe ichs sehr entspannt - suum cuique! Wem's gefällt, der soll's machen.

Das Einzige wo ich Augenräude kriege ist, wenn ich WH Fahrzeuge, die bis Ende 1942 eingesetzt wurden in Dunkelgelb sehe, bzw - noch schlimmer - einen verladenen Tiger E oder B mit Seitenschürzen und Gefechtsketten anstatt der Transportketten sehe - da bimmelts in meiner Historikerbirne gewaltig!

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Fr 15. Mär 2019, 19:02
von 8erberg
Hallo,

als Kind der 60er bin ich mit zuviel Militär großgeworden, bei uns im Münsterland gab es regelmäßig große Manöver mit Soldaten aus allen Nato-Staaten.

Ich kann mich an ewig lange Güterzüge erinnern die damals in der Kreisstadt ankamen und die Gleise belegten...

Selber hab ich als "Berlinflüchtling" lieber in Kreuzberg gelebt und gearbeitet anstatt den Wehrdienst zu leisten (mein Chef hatte einen Tochterbetrieb in Berlin und ich musste unbedingt da hin).

Irgendwie hat mich auch nie was zum Militär gezogen. Bei mir fährt auch nix in Oliv aber gute Bekannte haben sich sogar die Mühe gemacht und Preiserlein von der Polizei zu Soldaten umzumalen, weil es in N keine Soldaten gibt.

Peter

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 17. Mär 2019, 02:52
von Graf_Eulenstein
Rollnitz hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 10:32
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:01
mittlerweile sind es 25 verschiedene sanitäts- und lazarettwagen. einer fehlt mir noch nach meinem kenntnisstand :)
Hallo Graf Eulenstein,

da wir ziemlich dasselbe Sammelgebiet haben, könnten wir uns ja mal über die Lazarettwagen austauschen. Sind die 25 nur Epoche II (und I)? Sind da auch Wagen aus Italien(das Land auf der anderen Seite der Alpenfestung...), Schweiz und CIWl darunter? Oder noch besser wäre eine Auflistung, falls das nicht zuviel Arbeit macht. Welcher fehlt denn?
Ich werde meine mal zusammensuchen und auflisten.

Gruß Roland
hallo Roland,

das rollende material auf meiner anlage ist fast nur aus der zeit 1939 - 1945. wagen (überwiegenr güterwagen) in tarnlackierung, der reichsregierungszug und was halt an lazarett- und behelfssanitätswagen bei verschiedenen herstellern herauskam. ich hab nur originale sachen, keine eigenbauten von ebay. die wagen sind von verschiedenen bahngesellschaften, auch modelle von beutewagen welche herauskamen. du müßtest mir mal privat deine whatsapp-nummer schicken, dann kannste gerne detailfotos bekommen. oder kannst gerne mal vorbeikommen und alles mal besichtigen. mir fehlt noch ein wagen aus dem heris-lazarettzug. 3 hab ich, einer fehlt.
auf meiner facebook-seite ist auch jede menge von meiner anlage zu sehen.

mfg Graf Eulenstein

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 17. Mär 2019, 03:02
von Graf_Eulenstein
Feyd-Rautha hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 11:32
Hallo zusammen,

ich habe mit nein gestimmt, weil ich auf meiner Anlage kein Militär egal welcher Art sehen will.

Abgesehen von meiner Anlage sehe ichs sehr entspannt - suum cuique! Wem's gefällt, der soll's machen.

Das Einzige wo ich Augenräude kriege ist, wenn ich WH Fahrzeuge, die bis Ende 1942 eingesetzt wurden in Dunkelgelb sehe, bzw - noch schlimmer - einen verladenen Tiger E oder B mit Seitenschürzen und Gefechtsketten anstatt der Transportketten sehe - da bimmelts in meiner Historikerbirne gewaltig!
da mußte mal auf ebay gucken. bei den angebotenen eigenkreationen. viel mist für viel geld.
das beste war: tiger bahnverladen stalingrad :D :D :D

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 17. Mär 2019, 22:14
von BernhardN
Rollnitz hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 10:32
Hallo Graf Eulenstein,

da wir ziemlich dasselbe Sammelgebiet haben, könnten wir uns ja mal über die Lazarettwagen austauschen.
Zählt mich mal dazu. Machen wir doch einen eigenen Thread "Lazarettzüge, Sanitätswagen" auf. Wo am Besten?

Viele Grüße,


Bernhard

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Mo 18. Mär 2019, 13:44
von Rollnitz
Hallo,

hier geht es zu den Lazarettzügen:

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=2&t=168180

Gruß Roland

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Mo 18. Mär 2019, 14:14
von kartusche
Ja, denn als Bewohner der "Limmatlinie" bleibt mir fast nichts anders übrig, als mal das eine oder andere Befestigungswerk nachzubilden. Es gehört irgendwie dazu.
Die ganze Gegend ist quasi übersät mit den immer noch existenten Resten aus Infanterieflankierwerken, Geschützständen, Artilleriestellungen /-bunkern, Panzersperren usw......................jeden Tag komme ich daran vorbei oder fahre darüber.....

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 14. Apr 2019, 13:00
von Guardian71
Feyd-Rautha hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 11:32
Das Einzige wo ich Augenräude kriege ist, wenn ich WH Fahrzeuge, die bis Ende 1942 eingesetzt wurden in Dunkelgelb sehe, bzw - noch schlimmer - einen verladenen Tiger E oder B mit Seitenschürzen und Gefechtsketten anstatt der Transportketten sehe - da bimmelts in meiner Historikerbirne gewaltig!

Oha,

da habe ich was für Dich...

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Pzkw. III Ausf. J

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Sd. Kfz. 232

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Pzkw. 38(t) Ausf. C

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10,5 sFK 18 und 15 sFH 18

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Sd.Kfz. 7/1

...konnte mich vor knapp zwanzig Jahren nicht zu historischen Farbkleidern entschließen, daher ist's die NATO-Flecktarnung geworden...

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...und noch 'n Pzkw. IV H in fiktiver Bw-Wintertarnung

***duckundwech***

Grüße
Mark

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 14. Apr 2019, 17:06
von Graf_Eulenstein
abgesehen von dem bundeswehr-kreuz finde ich die fahrzeuge gut gemacht. das geht echt garnicht...

aber ich finde die fahrzeuge gut gemacht. mit fortlaufender kriegsdauer wurde eh nicht mehr auf genormtes tarnschema geachtet. da wurden die fahrzeuge getarnt, so wie es gerade am besten passte und was man an mitteln dafür zur verfügung hatte. ausserdem hatte man im gelände ohnehin keine zeit mehr für normgerechte bemalungen.

die meisten betrachter wissen eh nicht, was original vorgeschrieben war und was nicht. wenn nicht grad ein fahrzeug in wintertarnung in einer sommerlandschaft steht, fällt es eh nicht auf. ich würde die fahrzeuge jederzeit auf meine anlage stellen... ohne die kreuze natürlich :D

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 14. Apr 2019, 21:20
von Thilo
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 17:06
abgesehen von dem bundeswehr-kreuz finde ich die fahrzeuge gut gemacht. das geht echt garnicht...
du hast recht.

Auf dem Panzer IV gehört das Logo der Ooarei Mädchenschule und des Anglerfisch-Teams. :mrgreen:

https://gup.fandom.com/wiki/Panzer_IV#Ausf.H
https://gup.fandom.com/wiki/Anglerfish_Team

Und der 38(t) gehört eigentlich zum Schildkröten-Team... :mrgreen:

Ich glaube ich muß doch mal gucken ob ich Panzer IV, Panzer 38(t), Typ 89B I-Go, M3 Lee, StuG III, Char B1bis, Tiger (P) und Typ 3 Chi-Nu zusammenkriege...
Und bevor jemand meckert: In der Animeserie "Girls & Panzer" ist Panzerfahren ein unblutiger Frauensport. ;)
SCNR und jetzt ganz schnell duckundweg!

Liebe Grüße

Thilo

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Di 16. Apr 2019, 09:28
von muellers-bruchbuden
Ich finde jeder hat das Recht auf seiner privaten Anlage darzustellen was er will, egal wie historisch falsch, geschmacklos oder gewaltverherrlichend es auch ist. Problematisch kann es aber werden wenn Bider davon online gestellt werden (Gewaltverherrlichung, verbotene Symbole etc.), das wurde ja schon angesprochen. Überhaupt artet mir die Diskussion soweit ich es überflogen habe etwas aus. Hier geht es um Modellbahn, und nicht um den Kampf der Weltanschauungen, finde ich zumindest. Wobei ich jeden das Recht auf seine Meinung zugestehe, solange sie im Rahmen unserer Gesetze bleibt. Rechte Spinner und Verschwörungstheoretiker werden sich hier ja wohl hoffentlich nicht rumtreiben. Ich finde auch, dass nicht jeder der Militärfahrzeuge aus dem 2. Weltkrieg auf seiner Anlage hat automatisch in diese Kategorie gehört. Schade finde ich es, dass sich nur wenige die Mühe machen zu recherchieren wie die Dinger denn nun wirklich ausgesehen haben. BW Dreifarbtarnung aus den 80ern mit entsprechenden Markierungen bei Wehrmachtsfahrzeugen sind jedenfalls ein schöner satirischer Gag.
Auch ich habe einen Weltkriegspanzer auf meiner Epoche 3 Anlage, historisch korrekt als vegessenes Wrack.
Schöne Grüsse
Martin

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Di 16. Apr 2019, 11:48
von K.Wagner
Hi,

ich habe den Wehrdienst mit der Waffe verweigert, noch so richtig mit Verhandlung etc. Ich bin auch heute noch der Ansicht, dass Krieg die ungerechteste und menschenverachtendste Lösungsmöglichkeit von Konflikten ist. Aber trotzdem habe ich mit JA gestimmt.
Denn Militärfahrzeuge und Soldaten sind Bestandteile des "normalen" Lebens in dieser unsrer Republik - und wurden auch mit der Bahn transportiert. Das kann m.E. ruhig nachgebildet werden.
Noch eine kleine philosophische Randbemerkung: Wenn man (wer immer das auch sein mag) gegen die Nachbildung von Militär auf der Modellbahn ist, dann wäre generell die Nachbildung von "Leid-darstellenden Themen" außen vor - also auch brennende Häuser - nicht nur Finanzämter ;-), Feuerwehreinsätze, Unfallnachbildungen.

Re: Militär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: So 28. Apr 2019, 10:14
von greg
Hallo miteinander!

Angeregt durch diesen Thread habe ich mir ein paar Gedanken über meine Modellbahn gemacht.

Ich habe bei der Präsentation meiner Anlage "Cavembourg" einen erzählerischen Ansatz. D.h. ich erzähle die fortlaufende Geschichte eines fiktiven Königreichs auf meiner Modellbahnanlage. Mein Land ist fern aller Vorbilder, was mir die größtmögliche Freiheit gibt. Andererseits ist es geografisch zwischen Luxemburg und Deutschland gelegen, eingebunden im europäischen Kontext. Ich orientiere mich immer ein wenig an der Historie von Luxemburg.
Ich komme dabei nicht ohne Militär aus. Den 1. Weltkrieg konnte ich erzählerisch noch mit einem blauen Auge umschiffen (obwohl ich sowohl einen selbst gebastelten Panzerzug, Militärtransporte, Soldaten und sogar "Kampfhandlungen" zeige).

Nun steht der WK 2 mit seiner ganzen Monstrosität vor der Tür.
Größtmögliche Freiheit bedeutet nun: Ich könnte z.B. Außerirdische zu Hilfe kommen lassen (den Revell Haunebu habe ich mir bereits besorgt), oder das Land irgendwie verschwinden lassen (ich denke da an die TV-Serie "Under the Dome", bei der eine ganze Stadt unter einer Kuppel verschwindet....). Das wäre einerseits zwar alles unterhaltend und für die Darstellung auf der Modellbahnanlage eine Herausforderung, andererseits bin ich auch an der europäischen Geschichte interessiert und recherchiere gerne. Gerade die Einbindung meines fiktiven Landes in den großen europäischen Zusammenhang macht besonders Spaß. Ich bin noch ganz am Anfang des Kapitels und selbst gespannt, wie es sich entwickelt....

Grundsätzlich möchte ich aber noch anfügen: Der Militärmodellbau mit seinen Kriegsschiffen, -Flugzeugen und -Panzern ist ein florierender Markt, der
sicher nicht nur Waffenfetischisten und Kriegsverherrlicher bedient, sondern Modellbauer. Warum sollte da Eisenbahn im militärischen Umfeld nicht dazu gehören?
Ich finde, man sollte mit dem Thema "Militär" ungezwungen umgehen. Aber ich kann gut verstehen, daß man auf seiner Anlage (die ja zur Entspannung dienen soll) kein Militär, oder sogar Szenen des Holocaust sehen möchte (der ja nur mit Hilfe der Eisenbahn möglich war). Letzteres wäre der Entspannung sicher nicht dienlich, und wenn doch, sollte man sich um seinen Gemütszustand Sorgen machen.

Anders sieht es natürlich aus, wenn man eine Modellbahnanlage nicht zur Entspannung, sondern aus anderen Motiven baut. Ich denke da an die Dioramen im Miniatur-Wunderland, die die Weltkriege darstellen, oder ähnliche Projekte, die der Vermittlung von Lerninhalten und als Anschauungsobjekte dienen (in Museen oder ähnliches).

Der größte Vorteil meiner Art der Modellbahnpräsentation ist die fortlaufende Erzählweise. Dadurch werden problematische Themen und Szenen nur vorübergehend dargestellt. Sie verschwinden wieder. Das ist dann auch entspannend ;-)

Schöne Grüße

gregor 8)

P.S.: Ich hatte in diesem Thread schon einmal geantwortet (Beitrag #2). In der Zwischenzeit ist eine neue Anlage entstanden mit ihrer erwähnten Geschichte. Wie ich das kleine U-Boot von Artitec da noch unterbringe, weiß ich noch nicht (Cavembourg hat keine Küste).

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Di 14. Mai 2019, 13:37
von Thoralf
Hallo,
Ich habe in 39 Jahren Modellbahnerei viele Ansätze dazu kennengelernt. Manch einer hat nur den Bulli und den MB 1017 den er beim Bund gefahren ist in seine Vitrine gestellt, manche haben "Ihre" komplette NVA-Kompanie auf einem Verladebahnhof dargestellt.

Ich finde es militärhistorisch interessant. Hier ein paar Bilder meiner "Stabskompanie einer Nachschubstaffel", auf Bahn verladen. Das dem Vorbild nachempfundene Sammelsurium von Fahrzeugen ist für den Bastler (Bausätze) aber auch "Umlackierer" eigentlich interessanter als 10 Tiger hintereinander...

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Auf Wunsch gern mehr Bilder, der Zug ist 230cm lang.

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Di 14. Mai 2019, 13:59
von Rollnitz
Hallo Thoralf,

sehr schön, auch die "Gegenlichtaufnahmen". Noch ein bißchen Unschärfe und schwarz/weiß - und man könnte sie für echt halten. Alles alte Bekannte, die sich da auf Deinen Wagen befinden. Ich würde gerne mehr davon sehen.

Gruß Roland

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Di 14. Mai 2019, 22:06
von Hestelo
Ich habe meine Zeit der Anlage grob auf die 50er bis 70er Jahre angepeilt. Die Zeit des Korea Konflikts, Vietnam, kalter Krieg, Alliierte Truppen noch in West Deutschland, Bau der Mauer... Eine Politisch und Militärisch unruhige Zeit. Ob da was Militärisches auf die Platte kommt, weiß ich noch nicht. Ich sag mal so, unbedingt wollen, will ich es nicht. Sollte ich aber irgendwie dahin kommen, dass es doch dazu gehört, wird es was geben. Eine Eisenbahn der 30er und 40er Jahre käme da nicht dran vorbei, aber die Epoche baue ICH nicht.

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Mi 22. Mai 2019, 08:33
von Harzer_73
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 17:06
(...) mit fortlaufender kriegsdauer wurde eh nicht mehr auf genormtes tarnschema geachtet. da wurden die fahrzeuge getarnt, so wie es gerade am besten passte und was man an mitteln dafür zur verfügung hatte. ausserdem hatte man im gelände ohnehin keine zeit mehr für normgerechte bemalungen.
Hallo Mensch ohne Namen,

das ist, mit Verlaub, Murks. Das Gegenteil ist der Fall.
Gerade mit fortlaufender Kriegsdauer wurde zunehmend vereinheitlicht und es gab klare Vorgaben.
So gab es beispielsweise ab Frühjahr 1943 einen einheitlich sandgelben Basisauftrag für alle Fahrzeuge und diverse Ausrüstungsgegenstände.

Wie abzutarnen war, wurde zudem auch klar vorgegeben. Die deutsche Kriegsbürokratie hielt auch noch Wochen nach der Kapitulation eisern an ihren Vorgaben fest.

Zudem wurden, insbesondere ab Herbst 1944, viele Fahrzeuge ab Werk dreifarbig schabloniert, um Zeit und Lacke zu sparen. Schau Dir mal die letzten Tiger II bzw. Tiger B aus den Kasseler Henschelwerken an... sie weisen einen identischen Tarnverlauf auf.
Ebenso ist es beim Jagdpanzer IV (lang), den späten Stug III der Braunschweiger MIAG oder beim Jagdpanzer 38 (t) "Hetzer" aus den tschechischen Skodawerken bzw. ČKD.

Dass es hier und da indivudelle Freiheiten geben hat, ist fotodokumentarisch belegt, aber eben nicht die Regel.

Gruß
Lars

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Mi 22. Mai 2019, 22:55
von Graf_Eulenstein
Harzer_73 hat geschrieben:
Mi 22. Mai 2019, 08:33
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
So 14. Apr 2019, 17:06
(...) mit fortlaufender kriegsdauer wurde eh nicht mehr auf genormtes tarnschema geachtet. da wurden die fahrzeuge getarnt, so wie es gerade am besten passte und was man an mitteln dafür zur verfügung hatte. ausserdem hatte man im gelände ohnehin keine zeit mehr für normgerechte bemalungen.
Hallo Mensch ohne Namen,

das ist, mit Verlaub, Murks. Das Gegenteil ist der Fall.
Gerade mit fortlaufender Kriegsdauer wurde zunehmend vereinheitlicht und es gab klare Vorgaben.
So gab es beispielsweise ab Frühjahr 1943 einen einheitlich sandgelben Basisauftrag für alle Fahrzeuge und diverse Ausrüstungsgegenstände.

Wie abzutarnen war, wurde zudem auch klar vorgegeben. Die deutsche Kriegsbürokratie hielt auch noch Wochen nach der Kapitulation eisern an ihren Vorgaben fest.

Zudem wurden, insbesondere ab Herbst 1944, viele Fahrzeuge ab Werk dreifarbig schabloniert, um Zeit und Lacke zu sparen. Schau Dir mal die letzten Tiger II bzw. Tiger B aus den Kasseler Henschelwerken an... sie weisen einen identischen Tarnverlauf auf.
Ebenso ist es beim Jagdpanzer IV (lang), den späten Stug III der Braunschweiger MIAG oder beim Jagdpanzer 38 (t) "Hetzer" aus den tschechischen Skodawerken bzw. ČKD.

Dass es hier und da indivudelle Freiheiten geben hat, ist fotodokumentarisch belegt, aber eben nicht die Regel.

Gruß
Lars
hallo, bürger aus dem harz,
was ein geschmarre. fahrzeuge, die von einer front an die andere verlegt wurden, hatten wohl kaum ein einheitliches tarnschema. die fahrzeuge wurden vllt. fabrikmäßig so ausgeliefert, aber mehr nicht. käse.

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Do 23. Mai 2019, 01:45
von Harzer_73
Moin.
Du musst es wissen... Die Fachliteratur der letzten 30 Jahre muss irren, alle Recherche der letzten Jahre ist dahin.
Die Geschichte muss neu geschrieben werden.
Keine Ahnung, null Ansatz mit den gegebenen Häppchen zu recherchieren... Ist ein neuer Trend und zudem Indiz in Richtung bildungsfernem bzw. bildungsfremdem Klientel.
Umgangsformen dieser Gesellschaft sind Dir auch fremd...

Ich bin an dieser Stelle raus.

Gruß
Lars

Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Verfasst: Do 23. Mai 2019, 07:21
von Rollnitz
Hallo Ihr beiden Streithähne,

ich baue seit bald 45 Jahren Militärfahrzeuge, hauptsächlich deutsche des letzten Krieges. Ich würde sagen, Ihr habt beide Recht. Es gab genormte Tarnanstriche bis hin zur Werkstarnung und individuelle Anstriche im Frontbereich. Das reicht von Standard bis hin zu künstlerisch ambitioniert. Es gab ja auch zigtausende Fahrzeuge.
Gerade die "Lieblinge" der Modellbauer, wie z.B. der Tiger, sind (mittlerweile) sehr gut dokumentiert, ich denke da an die dicken Wälzer "Tiger im Kampf" von W. Schneider.
Und wenn ich den (teils neuen) Fachbüchern vertraue, gab es z.B. bei den Tarnfarben auch Unterschiede, es gab nicht das "Dunkelgelb". Das war eine Qualitätsfrage und die Farben bestanden aus verschiedenen Rohstoffen, die im Laufe des Krieges wechselten. Dazu noch die Witterung. Usw, usw....

Kein Grund sich zu streiten, zu diesem Thema gibt es sehr viel Literatur zum Nachschauen und Lesen,

Gruß Roland