Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

Bereich für Umfragen zu Modellbahn- und Eisenbahn-Themen.

Habt ihr Mlitär auf der Moba?

Nein
281
49%
Ja
287
51%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 568

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E-Lok-Muffel
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Re: Militär und Modellbahn? Da hört der Spaß auf!

#151

Beitrag von E-Lok-Muffel » Do 22. Mär 2018, 10:14

Guten Morgen,

Es gibt ggfs. noch ein anderes Argument in der Militär-Moba-Diskussion - ein pädagogisches:

Wer seinen Kindern z.B. den Revolvergurt zum Cowboy-Kostüm oder die "Counterstrike"-session verbieten will...
für den wird ein Panzerzug auf der Anlage zum Totschlagargument!


@Armin (Shoogar):

Natürlich muss man das im Kontext sehen (wie meine Aussage übrigens auch :evil: ).

Damit wir uns nicht falsch verstehen:
Ein Deportationszug auf einer Spielanlage ist ein völliges No-Go, denn nach dem Gesichtspunkt "Erlaubt-ist-was-gefällt" erlaubt so etwas doch Rückschlüsse auf die Neigungen und Vorlieben des Besitzers (d.h. er sollte so etwas besser nicht öffentlich zeigen!).

Aber:
Auf einer völlig durchdetaillierten, vorbildgetreuen DRG-Anlage, die nach 1939 spielt, wo jede einzelne Niete stimmt, muss meiner Ansicht nach auch das Fehlen eines solchen Zuges Anlass zur Diskussion sein, bei einem solchen Thema muss man das Hobby mit dem nötigen Ernst betreiben und darf auch den geschichtlichen Kontext nicht ignorieren, hier hört bei mir buchstäblich der Spaß auf!
Ich will niemandem den Spaß an seiner EpII-Anlage nehmen (habe ich schon geschrieben), aber für mich ist das eben Nichts, da mir in dieser Epoche eben die Leichtigkeit, die Unbeschwertheit, mit der ich mein Hobby betreiben mag, verloren ginge.

Ich überlege derzeit, ob ich mir eine Br 42 zulege. Das ist eine Kriegslok, Auslieferung 1942 als KDLIII - Märklin-Neuheit der Br 42 als EpII-Variante (M39044). Bei aller Freude über das schöne Modell werde ich den Gedanken nicht los, dass das Vorbild auch nach Auschwitz unterwegs war...
Bei einer Br 52, Br 50ÜK drängen sich diese Ideen nicht so auf, obwohl sie mit Sicherheit nicht falsch wären, die Br 53 ist aussen vor, die gab es ja gar nicht...


------------

mit äußerst nachdenklichem Gruß
uli
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Rollnitz
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Re: Militär und Modellbahn? Da hört der Spaß auf!

#152

Beitrag von Rollnitz » Do 22. Mär 2018, 14:20

E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 10:14


Ich überlege derzeit, ob ich mir eine Br 42 zulege. Das ist eine Kriegslok, Auslieferung 1942 als KDLIII - Märklin-Neuheit der Br 42 als EpII-Variante (M39044). Bei aller Freude über das schöne Modell werde ich den Gedanken nicht los, dass das Vorbild auch nach Auschwitz unterwegs war...
Bei einer Br 52, Br 50ÜK drängen sich diese Ideen nicht so auf, obwohl sie mit Sicherheit nicht falsch wären, die Br 53 ist aussen vor, die gab es ja gar nicht...


mit äußerst nachdenklichem Gruß
uli
Hallo,

von der 42 wurden zwei 1943 als Prototypen geliefert, die Serienauslieferung begann erst 1944. Und diese üblen Gedanken hast Du bei einer 52 nicht? Genau diese 52 war die Kriegslok. Baubeginn 1942. Aber es ja jedem selber überlassen, was er sich bei dem Anblick einer Lok denkt.

Gruß Roland
Zuletzt geändert von Rollnitz am Do 22. Mär 2018, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.


Jochen53
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#153

Beitrag von Jochen53 » Do 22. Mär 2018, 18:17

Hallo,
Das Militär gehört zu unserem Staat und zu unserer Eisenbahn, also auch zur Modelleisenbahn, ebenso wie Castor-Transporte oder Gefangenen-Wagen. Aber nicht jeder wird alles auf seiner Anlage umsetzen wollen.
Gruß, Jochen.

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Thilo
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Re: Militär und Modellbahn? Da hört der Spaß auf!

#154

Beitrag von Thilo » Do 22. Mär 2018, 19:46

Hallo Roland,
Rollnitz hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 14:20
von der 42 wurden zwei 1943 als Prototypen geliefert, die Serienauslieferung begann erst 1944. Und diese üblen Gedanken hast Du bei einer 52 nicht? Genau diese 52 war die Kriegslok. Baubeginn 1942. Aber es ja jedem selber überlassen, was er sich dem Anblick einer Lok denkt.
aber die meiste Zeit ihres Einsatzlebens haben 42er und 52er in der Nachkriegszeit verbracht. Deshalb hatte auch Dieter Wünschmann sein Buch über die 52 recht passend "Von der Kriegslok zum Arbeitstier" genannt.

Übrigens waren die Loks, ebenso wie die ÜK-Maschinen auch noch lange nach Kriegsende bis in die 50er Jahre weiterhin feldgrau. In einen entsprechenden Thread hatte Thomas (aka Laenderbahner) die entsprechenden Vorschriften herausgesucht. Selbst Nachkriegslieferungen von Henschel einschließlich der 42.90 wurden in feldgrau ausgeliefert.

Deshalb ignoriere ich bei meinen grauen 52er und 50ÜK die Revisionsdaten und fahre sie als frühe Bundesbahn-Loks. ;)

Liebe Grüße

Thilo


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Re: Militär und Modellbahn? Da hört der Spaß auf!

#155

Beitrag von Rollnitz » Do 22. Mär 2018, 20:17

Thilo hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 19:46

Übrigens waren die Loks, ebenso wie die ÜK-Maschinen auch noch lange nach Kriegsende bis in die 50er Jahre weiterhin feldgrau. In einen entsprechenden Thread hatte Thomas (aka Laenderbahner) die entsprechenden Vorschriften herausgesucht. Selbst Nachkriegslieferungen von Henschel einschließlich der 42.90 wurden in feldgrau ausgeliefert.

Deshalb ignoriere ich bei meinen grauen 52er und 50ÜK die Revisionsdaten und fahre sie als frühe Bundesbahn-Loks. ;)

Liebe Grüße

Thilo
Hallo Thilo,

meine Interessengebiet ist zwar genau andersherum, aber man muß immer mal über den Tellerand gucken... Die grauen Nachkriegsloks haben für mich den Vorteil, ich kann sie rückbeschriften. Selbst die 42.90 fällt da in mein Beuteschema - das ist einfach eine schöne (und fahrfähige) Lok.

Gruß Roland

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Shoogar
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Re: Militär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#156

Beitrag von Shoogar » Fr 23. Mär 2018, 01:23

AlexanderJesse hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 09:27
Shoogar hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 01:06
E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Do 15. Mär 2018, 15:34
Jemand, der Viehwagen mit Preiserleins bestückt und sie von einer DRG-Lok über seine Schienen ziehen läßt, hat sich zumindest über dieses Thema Gedanken gemacht. Probleme hätten somit eher die anderen... :pflaster:
Gruß
uLi
Jemand, der (jüdische?) "Preiserleins" (nette Verniedlichung in diesem Zusammenhang, btw.) in Viehwaggons von einer DRG-Lok über seine Anlage ziehen lässt, zeigt in meinen Augen eine Unempfindlichkeit, die gerade NICHT das Problem Anderer ist.
Falsch. Er zeigt eine Realität, wie ein Journalist. Und vergesst nicht, es waren mehr andere Menschen in solchen Zügen eingepfercht.

Die meisten der "anderen Menschen" haben überlebt.
Und deren Züge wurden nicht von DRG-Loks gezogen.
Die Embleme wurden nach 1945 sehr rasch von Loks und Waggons entfernt.
viele Grüße

Armin


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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#157

Beitrag von Riedenburgfritz » Fr 23. Mär 2018, 08:02

E-Lok-Muffel hat geschrieben:Ich überlege derzeit, ob ich mir eine Br 42 zulege. Das ist eine Kriegslok, Auslieferung 1942 als KDLIII - Märklin-Neuheit der Br 42 als EpII-Variante (M39044). Bei aller Freude über das schöne Modell werde ich den Gedanken nicht los, dass das Vorbild auch nach Auschwitz unterwegs war...
Bei einer anderen Lok denkst du doch auch nicht daran, daß mit dem Vorbild des Modells evtl. eine Person totgefahren wurde!

Viele Grüße,

Fritz


Arno
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#158

Beitrag von Arno » Fr 23. Mär 2018, 09:57

Hallo Forum,

ein Modell kann weder "Böse" noch "Gut" sein. Es erhält eine dieser Eigenschaften erst im Kopf des Betrachters. Ob ein Zug mit geschlossenen Güterwagen und einer 42 davor, einen militärischen Nachschubzug, einen ganz normalen Güterzug oder sonstwas darstellt, bestimmen allein die mehr oder weniger "kruden" Gedanken des Betrachters. Erst durch solche gedanklichen Verirrungen entsteht der Deportationszug. Der Fehler ist nicht beim Modellbahner zu suchen, der den Zug auf seiner Anlage fahren läßt, sondern ausschließlich beim unsachlichen Betrachter.

Oft werden Modelle geradezu "vermenschlicht". Wenn ich z.B. lese, daß da jemand eine Modell-Lok als "Lady" bezeichnet, dann fehlen mir die Worte. Für mich ist ein Modell eine mehr oder wenig gelungene technische Nachbildung eines Vorbildes und kann weder gut noch böse und schon gar keine Lady sein.

Gruß
Wilhelm
Zuletzt geändert von Arno am Sa 24. Mär 2018, 00:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Wenn ich so manche Beiträge lese, dann sitze ich mitleidig lächelnd vor meinem Laptop.
Für das Lächeln entschuldige ich mich. Für das Mitleid kann ich nichts, das überkommt mich.


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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#159

Beitrag von Andreas Poths » Fr 23. Mär 2018, 13:10

Arno hat geschrieben:
Fr 23. Mär 2018, 09:57

Oft werden Modelle geradezu "vermenschlicht". Wenn ich z.B. lese, daß da jemand eine Modell-Lok als "Lady" bezeichnet, dann fehlen mir die Worte. Für mich ist ein Modell eine mehr oder wenig gelungene technische Nachbildung eines Vorbildes und kann weder gut noch böse sein.

Gruß
Wilhelm
es ist aber vorbildgerecht....wo doch so ewig auf Vorbildtreue geschworen wird.

http://www.bahnbilder.de/bild/deutschla ... e-143.html
gruß pothsi
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Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#160

Beitrag von Elchrich Elch » Fr 23. Mär 2018, 17:18

Arno hat geschrieben:
Fr 23. Mär 2018, 09:57
Oft werden Modelle geradezu "vermenschlicht". Wenn ich z.B. lese, daß da jemand eine Modell-Lok als "Lady" bezeichnet, dann fehlen mir die Worte. ...
Geht ja schnell bei dir...
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#161

Beitrag von Sinerb » Fr 23. Mär 2018, 18:39

Grüß Euch

Das Loks Namen haben ist eigentlich mal normal gewesen, die
ersten Loks hatten nur Namen Baureihen Bezeichnungen kamen erst Später.
Ünd das heute die Tradition wieder Auflebt hat nichts mit vermenschlichen zu tun,
andere Technik hat auch Namen ( Schiffe, Flugzeuge und einige geben ihrem Auto auch einen Namen).

So, ist nun mal so das die Eisenbahn schon seit ihren Anfängen militärisch genutz wurde, wie sonst
hätten unsere Landesherren ihre schönen Manöver abhalten können ohne Truppentransporte
es gab mal Wagen für sechs Pferde mit Reiter,getrennt durch eine Wand,damit beim Halt jeder sein Pferd versorgen konnte
auch waren einige Ortschaften froh in der Nähe eine Garnison zu haben und damit meist einen Eisenbahnanschluß, auch
wurden einige Gebiete mit Strecken versorgt um Truppen schnell im Ernstfall an die Grenze zu schaffen.

Also sind alle Baureihen von der ersten Lok vom Beginn bis jetzt irgendwie mit Militär in Kontakt gekommen.
Ich würde keine Lok nicht kaufen nur weil die Baureihe in der Geschichte missbraucht wurde. Aber das ist meine Meinung.

Wer nun Militär oder Militärtransporte auf seiner Modellbahn nutz, ist das immmerhin sein Ding, es gibt auch Leute die bauen
in Ihrem Hobbyraum Schlachten der Geschichte nach bis ins kleinste Detail, auch da sehe ich nichts schlimmes denn die Geschichte der Menschheit
ist nun mal kriegerisch und zwar zu jeder Epoche. Was nun jeder sich daraus nimmt ist seine Sache, und kein muß für alle anderen.

Gruß Sinerb

Auch andere Techniken wurden missbraucht ( V2 Großmutter der Saturn V, KDF- Wagen wurde zum Käfer)
"Eine Regierung muss sparsam sein,weil das Geld, das sie erhält aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt."
Friedrich der Große


Arno
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#162

Beitrag von Arno » Sa 24. Mär 2018, 00:08

Andreas Poths hat geschrieben:
Fr 23. Mär 2018, 13:10
Arno hat geschrieben:
Fr 23. Mär 2018, 09:57

Oft werden Modelle geradezu "vermenschlicht". Wenn ich z.B. lese, daß da jemand eine Modell-Lok als "Lady" bezeichnet, dann fehlen mir die Worte. Für mich ist ein Modell eine mehr oder wenig gelungene technische Nachbildung eines Vorbildes und kann weder gut noch böse sein.

Gruß
Wilhelm
es ist aber vorbildgerecht....wo doch so ewig auf Vorbildtreue geschworen wird.

http://www.bahnbilder.de/bild/deutschla ... e-143.html
Hallo Forum,

nur als Erklärung für die, die meine Ausführungen nicht richtig verstanden oder - absichtlich oder unbewußt - falsch ausgelegt haben:

Ich meinte niemand, der ein Modell der "White Lady" als Lady bezeichnet. Ich meinte einen Zeitgenossen, der irgendeine beliebige HO-Modell-Lok (z.B.ein Modell der V200) als Lady bezeichnet und dann berichtet, wie "die Lady über die Gleise seiner Anlage schwebt" . (Ist hier im Forum nachweislich schon vorgekommen!) Ich habe in meinem Beitrag ein Ergänzung vorgenommen, damit auch wirklich der letzte versteht, was ich gemeint habe.
(Ich kann mir sogar vorstellen, daß derjenige, der das seinerzeit verfaßt (verbrochen?) hat, der Bewegung seiner HO-"Lady" auf seinen Gleisen mit verklärtem Blick gefolgt ist.)

Gruß
Wilhelm
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Graf_Eulenstein
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#163

Beitrag von Graf_Eulenstein » Sa 24. Mär 2018, 00:32

nun ja, jeder liebt und verehrt das hobby halt anders. eigentlich auch jeden seine sache, ober die lok abends mit ins bett nimmt oder an den frühstückstisch setzt... :D

ich finde, wir sollten hier zum eigentlichen thema zurückkommen... 8)


Guardian71
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#164

Beitrag von Guardian71 » Mi 28. Mär 2018, 23:58

Ich überlege derzeit, ob ich mir eine Br 42 zulege. Das ist eine Kriegslok, Auslieferung 1942 als KDLIII - Märklin-Neuheit der Br 42 als EpII-Variante (M39044). Bei aller Freude über das schöne Modell werde ich den Gedanken nicht los, dass das Vorbild auch nach Auschwitz unterwegs war...
Bei einer Br 52, Br 50ÜK drängen sich diese Ideen nicht so auf, obwohl sie mit Sicherheit nicht falsch wären, die Br 53 ist aussen vor, die gab es ja gar nicht...
Auch wenn das hier ein besonders makabres und sensibles Thema ist, lässt sich die "Beteiligung" nicht auf die Kriegsloks beschränken. Vielmehr wurden vor diesen Zügen überwiegend "normale" Strecken-Güterzugloks und auch BR 38.2 und 38.10 der jeweiligen Direktion eingesetzt. Also z.B. BR 38, 41, 42, 43, 44, 50, 52, 55.16, 55.25, 56.1, 56.2, 56.20, 57.5, 57.10, 58, E 44, E 50.3+4, E 90, E 91, entsprechende tschechische und polnische Maschinen aus den besetzten Gebieten usw.

Grüße,
Mark


Ignis92
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#165

Beitrag von Ignis92 » Do 29. Mär 2018, 06:11

Wenn man schon über die Loks nachdenkt, dann sollte man gedeckte Güterwagen wie den G 10 generell per Gesetz als Modell verbieten.

Man man man.. ist das wieder ein Schwachsinn hier, :roll:


Sinerb
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#166

Beitrag von Sinerb » Do 29. Mär 2018, 07:26

Ignis92 hat geschrieben:
Do 29. Mär 2018, 06:11
Wenn man schon über die Loks nachdenkt, dann sollte man gedeckte Güterwagen wie den G 10 generell per Gesetz als Modell verbieten.

Man man man.. ist das wieder ein Schwachsinn hier, :roll:
Grüß Dich
nicht vergessen das zum Anfang auch normale Reisezugwagen genommen wurden die an die
Reisezüge angehangen wurden,um gerade den Schein einer Umsiedlung zu wahren.

Gruß Sinerb
"Eine Regierung muss sparsam sein,weil das Geld, das sie erhält aus dem Blut und Schweiß ihres Volkes stammt."
Friedrich der Große


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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#167

Beitrag von Graf_Eulenstein » Do 29. Mär 2018, 23:52

es werden mal wieder probleme von der wand gekratzt...
wieso muß die ganze scheiße wieder hochgekocht werden ???

ich dachte, hier geht es um modelleisenbahn und nicht um geschichte, die über 70 jahre zurückliegt

wer ein problem damit hat soll sich halt ne anlage mit einem motiv nach 1945 bauen... und wen das thema nicht interessiert, der sollte hier weiterklicken und seine ansichten für sich behalten.

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#168

Beitrag von Transalpin » Fr 30. Mär 2018, 14:11

Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Do 29. Mär 2018, 23:52
wer ein problem damit hat soll sich halt ne anlage mit einem motiv nach 1945 bauen... und wen das thema nicht interessiert, der sollte hier weiterklicken und seine ansichten für sich behalten.
Bei dem Thema steht aber ja oder nein. Also sollten alle Meinungen zählen. :D


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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#169

Beitrag von Graf_Eulenstein » Fr 30. Mär 2018, 18:55

Transalpin hat geschrieben:
Fr 30. Mär 2018, 14:11
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Do 29. Mär 2018, 23:52
wer ein problem damit hat soll sich halt ne anlage mit einem motiv nach 1945 bauen... und wen das thema nicht interessiert, der sollte hier weiterklicken und seine ansichten für sich behalten.
Bei dem Thema steht aber ja oder nein. Also sollten alle Meinungen zählen. :D
es wurde aber gefragt "Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?" und nicht nach "eisenbahn und verwendung im dritten reich" :D


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Re: Militär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#170

Beitrag von Erich Müller » Sa 31. Mär 2018, 14:34

Shoogar hat geschrieben:
Fr 23. Mär 2018, 01:23
AlexanderJesse hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 09:27
Shoogar hat geschrieben:
Do 22. Mär 2018, 01:06


Jemand, der (jüdische?) "Preiserleins" (nette Verniedlichung in diesem Zusammenhang, btw.) in Viehwaggons von einer DRG-Lok über seine Anlage ziehen lässt, zeigt in meinen Augen eine Unempfindlichkeit, die gerade NICHT das Problem Anderer ist.
Falsch. Er zeigt eine Realität, wie ein Journalist. Und vergesst nicht, es waren mehr andere Menschen in solchen Zügen eingepfercht.

Die meisten der "anderen Menschen" haben überlebt.
Und deren Züge wurden nicht von DRG-Loks gezogen.
Die Embleme wurden nach 1945 sehr rasch von Loks und Waggons entfernt.
Eure Ansichten in allen Ehren, und ich kann sie in ihren Grundzügen auch beide nachvollziehen.
Aber Vorsicht bei der Argumentation.
Ob Juden, Homosexuelle, Jehovas Zeugen, Kommunisten, Wehrkraftzersetzer oder wie auch immer die "Schuld" lautete: zunächst einmal sind es alles Menschen. Menschen, die vernichtet und zerstört wurden, selbst wenn sie überlebten, und die - so seltsam das klingen mag - dieses Trauma an Kinder und Enkel weitervererbt haben.
Wer da mehr oder weniger gestorben ist - darüber zu diskutieren rutscht doch gefährlich nah in eine Ecke, die versucht, diese oder jene Opfer zu besseren oder schlechteren Opfern zu erklären, oder gar dass jemand diese Behandlung womöglich verdient haben könnte. Das wollt ihr beide nicht, das ist mir klar - aber Vorsicht. Noch dazu wenn die Argumentation nicht unbedingt durch Fakten erhärtet werden kann.
Und bedenkt: Wenn dein Vater oder deine Mutter umgebracht wird, ist es ziemlich unwichtig, ob noch zehn, hundert, tausend oder eine Million andere daneben starben: es zählt der Mensch, den du liebtest und den du nie wiedersehen wirst.

Da mag es tatsächlich befremdlich wirken, wenn man sich vorstellt, dass jemand abendliche Entspannung findet, indem er einen Auschwitz-Zug fahren lässt. (Auschwitz lag übrigens nicht im Reichsgebiet; diese Züge fuhren also erst nach Kriegsbeginn.)
Andererseits, ist die Zeit richtig dargestellt, wenn man so tut, als wäre das alles nicht wahr? Das kann man natürlich machen, schließlich ist es alles Phantasie, und Else Ury führt ihr "Nesthäkchen" auch bis ins hohe Alter - in die 1970er Jahre - durch ein Berlin und ein Deutschland, das verblüffenderweise in den späten Zwanzigern stehengeblieben ist. Dann sollte man das aber auch - wir sind schließlich nach und nicht wie Else Ury vor der beschriebenen Zeit - deutlich machen, und sich auch ein paar Gedanken dazu machen, warum eigentlich so. Denn die Eisenbahngeschichte ist nicht losgelöst von der allgemeinen Geschichte zu schreiben.

Zur Frage des Militärs ist das Deportations-Thema irgendwie aber auch am Thema vorbei. SA und SS halte ich nicht für Militär, sondern für Verbrecherbanden. Uniform hin oder her - die trugen die Hell's Angels auch, soweit ich weiß.
Und ebenso wie Soldaten quer durch Europa gekarrt wurden, um das System zu verbreiten, das diese Verbrecher über Deutschland gezogen hatten, so wurden auch Soldaten quer durch Europa und sogar durch die Welt gekarrt, um dieses System zu bekämpfen. Einige im Namen eines Systems, dass keinen Deut besser war, andere im Namen der Freiheit.

Militär ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Jeder Staat hat auch seine eigene Art, damit umzugehen und das Militär mehr oder weniger in die Gesellschaft einzugliedern - bei einigen NATO-Partnern ist das Militär quasi ein Staat im Staat mit eigenen Regeln, eigenen Gesetzen, eigener Polizei, und sobald ein Militärangehöriger in eine Gesetzesübertretung verwickelt wird, ist die zivile Rechtsordnung nicht mehr zuständig. In der Bundesrepublik Deutschland hat man immer versucht, die Bundeswehr als Teil der Gesellschaft zu etablieren, ohne Sondergerichtsbarkeit und auf dem Papier sogar ohne eigene Polizei, selbst wenn die Feldjäger ähnliche Funktionen wahrnehmen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum in Deutschland mehr als in den Nachbarländern das Militär kritisiert wird. Ein Fall wie General de Villiers, der versucht, dem Präsidenten Macron vorzuschreiben, was er zu tun hat, (und dafür abgesetzt wird - aber die Unterstützung vieler Soldaten und Offiziere hat!) wäre umgekehrt aber in Deutschland auch nicht denkbar, weil die Bundeswehr eben kein Staat im Staate ist.
In meinem kleinen Anlagenthema ist Militär keine Notwendigkeit und kommt darum auch nicht vor. Ebensowenig wie ein Finanzamt oder ein Großbrand (oder beides in einem, Wunschtraum sicher vieler Steuerzahler). Auf Feuerwehr, Krankenwagen und Krankenhaus verzichte ich ebenso, weil es im Thema einfach nicht notwendig ist. Denn die Realität des Alltags ist viel banaler und "langweiliger" als das, was man auf den meisten Anlagen sieht. Kinder gehen zur Schule, Oma Schmitz führt ihren Dackel aus, der Klempner geht ein Rohr verlegen, und vielleicht wird noch irgendwo eine Fernsehantenne aufgestellt.

À propos: vor einiger Zeit hatte mal jemand hier ins Forum geschrieben, auf seiner Anlage gäbe es eine Reihe von lästigen Dingen des Alltags nicht, und das war nicht nur Feuerwehr, Unfall und Kirche, sondern u.a. auch Kindergarten, Schule und Altersheim.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#171

Beitrag von E-Lok-Muffel » Sa 31. Mär 2018, 16:55

Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Do 29. Mär 2018, 23:52
ich dachte, hier geht es um modelleisenbahn und nicht um geschichte, die über 70 jahre zurückliegt
Eisenbahn-Epoche II ist aber Geschichte!!!

Man kann es drehen wie man will, man kann bauen was man will, wenn man damit an die Öffentlichkeit (sprich: hier ins Forum ) geht, muss man sich Reaktionen darauf gefallen lassen.

Du kannst Dir z.B. auch einen zweifinger-breiten Schnurrbart unter der Nase wachsen lassen, wenn es Dir gefällt, sobald Du damit auf die Strasse gehst, bekommst Du auch Reaktionen, die Dir vielleicht nicht gefallen….
wer ein problem damit hat soll sich halt ne anlage mit einem motiv nach 1945 bauen... und wen das thema nicht interessiert, der sollte hier weiterklicken und seine ansichten für sich behalten.
ich bin ja eigentlich ein toleranter Mensch und lasse jede Meinung gelten, aber mit Intoleranz habe ich jetzt doch ein Problem!

Ansonsten finde ich, dass es Erich sehr gut zusammengefasst hat.

Schöne Ostern noch…
uLi
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und neu in der Planung: DEO

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Graf_Eulenstein
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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#172

Beitrag von Graf_Eulenstein » Sa 31. Mär 2018, 18:23

E-Lok-Muffel hat geschrieben:
Sa 31. Mär 2018, 16:55
Graf_Eulenstein hat geschrieben:
Do 29. Mär 2018, 23:52
ich dachte, hier geht es um modelleisenbahn und nicht um geschichte, die über 70 jahre zurückliegt
Eisenbahn-Epoche II ist aber Geschichte!!!

Man kann es drehen wie man will, man kann bauen was man will, wenn man damit an die Öffentlichkeit (sprich: hier ins Forum ) geht, muss man sich Reaktionen darauf gefallen lassen.

Du kannst Dir z.B. auch einen zweifinger-breiten Schnurrbart unter der Nase wachsen lassen, wenn es Dir gefällt, sobald Du damit auf die Strasse gehst, bekommst Du auch Reaktionen, die Dir vielleicht nicht gefallen….
wer ein problem damit hat soll sich halt ne anlage mit einem motiv nach 1945 bauen... und wen das thema nicht interessiert, der sollte hier weiterklicken und seine ansichten für sich behalten.
ich bin ja eigentlich ein toleranter Mensch und lasse jede Meinung gelten, aber mit Intoleranz habe ich jetzt doch ein Problem!

Ansonsten finde ich, dass es Erich sehr gut zusammengefasst hat.

Schöne Ostern noch…
uLi
wieso unterstellste mir gleich intoleranz? ei ei ei ...
ich bezeichne ja andersdenkende auch nicht als moralapostel oder sonstwas...

kann jeder halten wie er will. bloß... wo zieht man da die grenzen, bzw ab wann fängt man an geschichte zu ignorieren???
wer als motiv ne us-anlage hat, muß der nicht fragen ob mit solchen loks und wagen kriegsgerät für vietnam zu den häfen transportiert wurde?
oder in europa... welche loks und wagen haben kriegsgerät zum abtransport nach ex-jugoslawien gekarrt?

davon mal abgesehen... ein sogenannter "deportationszug" auf ner modellbahn oder ne gleisharfe mit rampe ... ich persönlich finde das schon makaber, aber das liegt wie so viele dinge alles im auge des betrachters. man kann alles schön oder schlechtreden. das motiv einer anlage sollte eigentlich jedermann erkennbar sein, ob erwachsenen oder kind. und ich bezweifle, dass ein kind den "humor" des erbauers eines solchen zuges erkennt. schließlich gehts bei solchen geschmacklosigkeiten ohnehin nur darum, betrachter zu provozieren. kann mir nicht vorstellen, dass ein modellbahner als motiv seiner anlage das thema "konzentrationslager" gewählt hat, mit allem was dazugehört. wobei mich heutzutage nix mehr wundern würde...

mein persönliches highlight an geschmacklosigkeit was ich modellbahntechnisch kenne ist eine anlage mit unglücken, notfällen, todesfällen. da waren schwere unfälle nachgestellt, da wurden preiserleins von güterwagen überrollt oder zwischen puffern zerquetscht, oder sind vom dach gefallen oder in ihren herpa-autos verunfallt ... und weitere solche eigenarten. mehr oder weniger ein riesiges diorama der apokalypse. da fragt man sich schon sehr was bei einigen leuten in der birne so vor sich geht

zu deinem schnurrbartvergleich... ich kenne ganz normale leute, welche so einen bart haben. den bart gabs übrigens schon bevor bestimmte personen der zeitgeschichte geboren wurden. ich könnt mich jetzt blöd stellen und fragen, ob du charlie chaplin meinst... seltsame reaktionen deiner mitbürger kannste auch teilweise erleben ohne bart :D

in diesem sinne... allen hier frohe ostern :)


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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#173

Beitrag von dieselsaurier » Do 5. Apr 2018, 09:09

Guten Tag,
wie schon von einem Vorredner gesagt, haben viele Nebenbahnen nur durch das Militär überlebt. Zwei Beispiele in meiner Region. Die Waldbahn im bayerischen Wald wurde nachdem sich 1997 die DB zurückgezogen hatte fast stillgelegt. Das Panzergrenbtl 112 in Regen und das Heeresaufklbtl. 8 in Freyung haben dafür gesorgt, dass diese Strecke überlebt. Zudem sind die Trassen durch diese schweren Züge so gut verdichtet, dass sie sehr wartungsarm sind. Außerdem ist es kaum zu leugnen, dass es schon etwas majestätisches hat wenn ein 1300t schwerer Marder-Zug mit br 212 Doppeltraktion über die Regenbrücke (könnt ihr gerne mal googeln, ist eine der größten Eisenbahnbrücken in Ostbayern).

Lg Grüße aus dem bayerischen Wald


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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#174

Beitrag von Throge » Fr 6. Apr 2018, 16:55

Hallo,
andere Nationen sind da wesentlich entspannter bei den Thema.Niederländer oder Engländer sehen da kein Problem. Allerdings haben die auch keine so belastete Geschichte zwischen 1933-1945.
Modellbahn heißt ja die Wirklichkeit nachstellen und jeder sollte da sein sensibles Empfinden walten lassen.Wehrmacht ist da auch was ganz anderes als die Bundeswehr und manche übertreiben es mit den vermeintlichen verboten auch einfach.Unfälle,Banküberfall ist auch etwas komisch aber da beschwert sich keiner über die Nachbildung im Modell.
Militärtechnik ist durchaus faszinierend.Mann sollte nur nicht vergessen was man damit anrichten kann.Vor allem in den falschen Händen.

Gruß
Thomas

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Re: Mlitär und Modellbahn? Ja oder Nein?

#175

Beitrag von Anton_Zett » Fr 6. Apr 2018, 17:26

Throge hat geschrieben:
Fr 6. Apr 2018, 16:55
.......
Militärtechnik ist durchaus faszinierend.Mann sollte nur nicht vergessen was man damit anrichten kann.Vor allem in den falschen Händen.
.......
Es gibt keine "falschen Hände": Der, der sie anwendet, meint immer, sie sei in den richtigen Händen.
Grüße
Anton

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