Euer Verhältnis zur Eisenbahn

Bereich für Umfragen zu Modellbahn- und Eisenbahn-Themen.

Wie ist Euer Verhältnis zur Eisenbahn?

Ich verdiene mein täglich Brot damit
39
7%
Ich nutze die Eisenbahn häufig/täglich als Verkehrsmittel
86
15%
Ich nutze die Eisenbahn gelegentlich als Verkehrsmittel
184
31%
Ich nutze die Eisenbahn nie als Verkehrsmittel
30
5%
Ich nehme gerne an Veranstaltungen rum um die (historische) Eisenbahn teil
161
27%
Ich verwende die Eisenbahn lediglich als Vorlage für meine Modelleisenbahn, ohne sie zu nutzen
86
15%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 586

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Jandrosch
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#126

Beitrag von Jandrosch » Sa 11. Aug 2018, 17:06

Markus und Viet,
merkt Ihr eigentlich, dass Ihr vom Hölzchen auf's Stöckchen kommt?
Ihr zählt unzählige Dinge auf, die Eure Einstellung unterstützen sollen und verhärtet Euch nur in den Fronten.
Ihr habt Beide Eure ganz persönliche Einstellung und versucht Eure Ansicht als die Gültige anzupreisen.
Auf einen gemeinsamen Nenner kommt Ihr nicht - nicht heute und auch nicht morgen.
Und hier liegt auch meiner Meinung nach das große Problem - keiner geht in der politischen Diskussion einen Schritt auf den Anderen zu. Dies meine ich übrigens auch in der allgemeinen, ausserhlab unseres Forums bestehenden Diskussion.
Stellt Euren Schlagabtausch doch einfach ein, führt zu nichts.

Interessant ist auch, dass auf manch hier sachlich vorgebrachtes Argument nichts erwidert wird - Provokationen aber mit entsprechenden Provokationen begegnet wird. Ist soetwas dann eine sachlich geführte Diskussion?

Über ein Thema zu sprechen, sich auszutauschen ist sicherlich gut und sinnvoll, man sollte aber auch merken, ab wann es sinnlos ist.
Grüße von Jandrosch
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#127

Beitrag von schuerfwunde » Sa 11. Aug 2018, 17:47

Ich find es eigentlich interessant.
Hab ja sogar aus Neugierde mal wieder die Straba genutzt und versucht für mich zu entscheiden ob ich mehr auf Straba setzen könnte.

Aber wenn es stört ... dann lass ich es .... ich muss die Diskussion nicht führen :D
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Johannes O'Donnell
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#128

Beitrag von Johannes O'Donnell » Do 16. Aug 2018, 13:46

Hallo Zusammen,

erstmal volle Übereinstimmung mit Jandroschs Statement - zum Zweiten deckt sich meine Abstimmung mit den längsten Balken...was oft nicht der Fall ist.
Ich nutze die Bahn deshalb "nur gelegentlich", weil ich in einem wunderbaren Stadtteil in einer Großstadt lebe, wo ich alles für den täglichen Bedarf fußläufig in kurzer Zeit und wenn's schneller gehen soll mit dem Fahrrad bekomme - pendeln muss ich auch nicht, darum nutze ich auch den komfortablen ÖPNV recht wenig. Fernere Fahrten meist mit der Bahn, weil's eben entspannt und schöner ist....ganz weit weg geht's mit dem Flugzeug.

Nostalgieveranstaltungen besuche ich sehr gerne, weil ich ein großer Fan von Bahnromantik bin....leider wird es in erreichbarer Nähe immer weniger, oder ich bin anderweitig gebunden.

Modellbahn ohne Bezug oder Zuneigung zur großen Bahn könnte ich mir nicht vorstellen - das wäre für mich genauso abwegig wie Teddybären sammeln oder Fantasy Bücher lesen.

Gruß Johannes
Typischer Märklin-Chaot - Epochenfrei und Grenzenlos!


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#129

Beitrag von Guardian71 » Mo 20. Aug 2018, 08:40

Andreas Poths hat geschrieben:
So 15. Jul 2018, 09:03
In Frankfurt (auch bei meinem Arbeitgeber im Pollux) ist es so,dass Angestellte, welche in Frankfurt wohnen, keinen Anspruch auf einen Tiefgaragenparkplatz haben. Man überlegt, ob der Bereich ausgeweitet wird. Tiefgarage kostet ca. 100€ im Monat.
Moin Andreas,

den Tiefgaragenplatz in Ffm -City bekommst Du nicht unter 300,-€. Alles darunter ist (massiv) subventioniert.

Und: für einen verbesserten ÖPNV in Rhein-Main braucht es neue Linien. Hier rächt sich die monolithische Planung der Sechziger Jahre mit einem zentralen S-Bahn-Tunnel. Dessen Kapazität ist ausgelastet.

Gruß
Mark


Andreas Poths
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#130

Beitrag von Andreas Poths » Mo 20. Aug 2018, 09:06

moin,
die neuen Liniel wird es hoffentlich bald geben - wenn nicht wieder mal irgendwelche Interessenvertreter Angst um den Dickmaulrüssler haben....

https://de.wikipedia.org/wiki/Regionaltangente_West
gruß pothsi
Man lebt nur einmal...aber dann mit MÄRKLIN!!!

Nüchtern betrachtet war es besoffen besser....


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#131

Beitrag von schuerfwunde » So 9. Sep 2018, 20:22

Ich hol den Thread nochmal aus der Versenkung, da ich heute e8nen interessanten Bericht über die DB gelesen habe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 27262.html


Es scheint doch mehr Baustellen zu geben als man dachte und der Bund zeigt sich wohl auch eher geizig wenn man den Zeilen glaubt.
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#132

Beitrag von berndm » So 9. Sep 2018, 20:40

schuerfwunde hat geschrieben:
So 9. Sep 2018, 20:22
Ich hol den Thread nochmal aus der Versenkung, da ich heute e8nen interessanten Bericht über die DB gelesen habe.
...

Es scheint doch mehr Baustellen zu geben als man dachte und der Bund zeigt sich wohl auch eher geizig wenn man den Zeilen glaubt.
Ich denke hier muss man differenzieren:
Es gibt zum einen eine gnadenlos hirnlose Politik der Bahnoberen, so dass man vermuten muss, die größten Hasser der Bahn sitzen in der DB Zentrale.
Zum anderen hat (oder eher hätte) der Bahnverkehr, bzw. der öffentliche Nahverkehr das Potential, unser (stetig zunehmendes) Verkehrsdesaster zu lösen.

Neben dem genannten Bericht werden ja auch nun wieder die erbärmliche Pünktlichkeitsstatistik und die dauerhaften Ausfälle der Bahn, z.B. im Norden und Hamburg in der Presse thematisiert. Das zeigt in welchem Zustand die ehemals recht leistungsfähige Bahn gebracht wurde.

Daneben gibt es aber immer wieder Beispiele, wie ein guter Nahverkehr realisiert sein kann. Meist sind da dann aber auch private, nicht-DB Gesellschaften mit involviert.

Die Frage ist, wie wir uns den Verkehr in Zukunft wünschen und wie wir unsere Wünsche deutlich vernehmbar machen. Wir haben die Wahl zwischen einem Verkehrschaos mit einem starken Anteil Individualverkehr und einer vollends kollabierenden Bahn oder einem System bei dem der öffentliche Verkehr deutlich stärker in den Vordergrund tritt und federführend wird.
Das Thema Arbeitsplätze greift hier übrigens nicht. Da der Bedarf an Reisemöglichkeiten auch in absehbarer Zeit steigen wird, werden hier auch viele Arbeitsplätze sein. Ob das dann in der Automobilindustrie oder der Bahn oder einer noch neuen Industrieform, das wird sich nicht viel schenken.

Grüße -- Bernd


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#133

Beitrag von berndm » Mo 10. Sep 2018, 18:29

Und was ich noch vergessen habe, aber seit neuestem ja auch wieder durch den Blätterwald geht:
Herr Lutz schreibt einen Brief, weil er die Gewinnprognosen nicht mehr halten kann.

Dabei kann dem Mann ganz einfach geholfen werden: Er muss nur das Loch in Stuttgart endlich sein lassen und die Zerstörung von Hamburg Altona gleich gar nicht anfangen. Und das übrige Geld soll er in einen vernünftigen Ausbau der Rheintalstrecke (vernünftig bitte, nicht so wie bisherige DB Investitionen) investieren und die Flotte der IC-Wagen aufrechterhalten und ausbauen. Dann wird er sich wundern, wieviel Geld er damit reinbekommt.

Allerdings wette ich, dass er statt dessen in Pünktlichkeit investiert, gemeint ist natürlich nicht die Pünktlichkeit der Züge, sondern die der Preiserhöhungen. Und ergänzend zu den Preiserhöhungen wird er noch den es schon miesen Service weiter einschränken, weniger Zugbegleiter, weniger Wagen, noch schlechtere Wartung der Wagen und noch mehr gestrichene oder ausgefallene Züge.

Bitte entschuldigt mein Ätzen gegen den Laden. Nur darf ich regelmäßig die Leistungen genießen und das macht nicht gerade glücklich. Im Übrigen begegnen mir immer mehr DB-Mitarbeiter, die zwar hilfsbereit sind und sich stark einsetzen, aber auf ihre Firma nur noch sauer sind.
Ich würde mich sehr freuen, wenn die Bahn einen sinnvollen Ausbau und Wiederaufbau betreiben würde. Denn ich reise recht gerne mit dem Zug. Dazu müssen allerdings die Rahmenbedingungen stimmen.


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#134

Beitrag von Erich Müller » Fr 28. Sep 2018, 15:30

Hallo,

die Diskussion ist spannend, teilweise sehr emotional - und nicht übermäßig sachlich. Wie Jandrosch schon sagt: man muss auch mal die Argumente des anderen ernstnehmen und akzeptieren, statt sie nur herunterzumachen. Dafür müssen sie allerdings glaubhaft sein - an deinem Stadtbus mit 180 Fahrgästen, Viet, melde ich Zweifel an. Ebenso daran, dass Markus seine Zeit damit verbringt, an Auspuffrohren zu schnüffeln. Dafür halte ich die Kostenrechnung für den Ford für schöngerechnet - die Leasingkosten müssen selbstverständlich auf die gefahrenen Kilometer umgerechnet werden, alles andere ist Schmu. Und die "anderen Nutzungen" des Fahrzeugs kommen selbstverständlich auch in die Betrachtung: wer belegt, dass nicht auch das durch öffentliche Verkehrsmittel ersetzt werden könnte? Umgekehrt kann man nicht die Verwendung von AdBlue unkritisch auf sauber oder unsauber umlegen; da gibt es immer mehrere Wege zum Ziel.
Übrigens ebenso der Kraftverkehr. Geschwindigkeit ist nur für verderbliche Waren ein Argument. Ob eine Kiste respektive eine Wagenladung Schrauben nun am Donnerstag oder am Montag losgeschickt werden muss, um Freitags um neun beim Kunden zur Verfügung zu stehen, ist völlig unerheblich und nur eine Frage der Organisation. Da gilt: man kann, wenn man will; nur will man offenbar nicht. Dabei ist der Güterkraftverkehr an der Produktion von Feinstäuben wie auch an der Zerstörung der Straßen (und den Kosten für die Wiederherstellung) exzessiv überproportional beteiligt, verglichen mit dem PKW. Und dennoch: der Straßenverkehr erzeugt nur 20 bis 25 Prozent der (hoch schädlichen) Feinstäube; der Rest kommt aus anderen Quellen. An die geht die Politik aber nicht dran...
Und natürlich ist die Welt nicht schwarzweiß. Ebenso kommen andere Faktoren ins Spiel. Mir erzählte vorhin jemand, wie seine Oma in den Fünfzigern mit dem Enkel auf dem Gepäckträger die vierzig Kilometer in die Kreisstadt fuhr (und auch wieder zurück), um den Enkel zur Mutter zu bringen oder dort fürs Wochenende abzuholen. Das dauerte natürlich länger als die halbe Stunde, die ich heute für die Strecke brauche. Auch länger als die Bahn benötigte, die damals sogar noch deutlich näher am Domizil der Oma vorbeifuhr als heute. Aber man hatte eben noch Zeit. Und ebenso wohnte man in der Nähe seiner Arbeitsstelle und nahm nicht täglich zig Kilometer Fahrtweg in Kauf, die sich auch heute noch für viele Menschen in eine Stunde oder mehr Wegzeit umrechnen, die morgens wie abends zu der eigentlichen Arbeitszeit hinzukommt. Wer in Köln arbeitete, wohnte in Köln und nicht in der Eifel. Wer in Dortmund arbeitete, wohnte dort und nicht in Lüdenscheid oder Werdohl oder Marsberg oder Haltern. Nicht mal in Bochum. Forschungen haben ergeben, wir schlafen heute täglich - nächtlich - im Durchschnitt eine Stunde weniger als unsere Altvorderen. Im Gegenzug werden wir um so grantiger - und kränker noch dazu. Es werden also heute Transportmittel gebraucht für Wege, die vor 60 Jahren überhaupt nicht zurückgelegt wurden.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Frage des Verkehrsmittels ist wichtig. Aber es ist sinnlos, sie isoliert zu betrachten, denn sie ist eingebunden in viele andere Faktoren und Themen, die auf die Verkehrsfrage einwirken. Das zu diskutieren, ja erst einmal zu verstehen, dürfte den Rahmen dieses Forums weit übersteigen.

Übrigens: Reisen mit Haustieren erfordert schon fast zwingend ein Kraftfahrzeug.
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#135

Beitrag von Viet Bui » Fr 28. Sep 2018, 17:22

berndm hat geschrieben:
Mo 10. Sep 2018, 18:29
Dabei kann dem Mann ganz einfach geholfen werden: Er muss nur das Loch in Stuttgart endlich sein lassen und die Zerstörung von Hamburg Altona gleich gar nicht anfangen.
Guten Tag,

ich finde es schade, dass Stuttgart 21 stets als verkehrliches Massaker dargestellt wird, obwohl die Region Stuttgart in einem nicht unerheblichen Maße von diesem Projekt profitiert

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#136

Beitrag von berndm » Fr 28. Sep 2018, 18:11

Viet Bui hat geschrieben:
Fr 28. Sep 2018, 17:22
berndm hat geschrieben:
Mo 10. Sep 2018, 18:29
Dabei kann dem Mann ganz einfach geholfen werden: Er muss nur das Loch in Stuttgart endlich sein lassen und die Zerstörung von Hamburg Altona gleich gar nicht anfangen.
Guten Tag,

ich finde es schade, dass Stuttgart 21 stets als verkehrliches Massaker dargestellt wird, obwohl die Region Stuttgart in einem nicht unerheblichen Maße von diesem Projekt profitiert

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
Die Vorteile, die möglicherweise entstehen könnten, sind ja unabhängig vom Loch in Stuttgart.
Lutz könnte die Vorteile sogar noch deutlich ausbauen. Da gibt es ja z.B. interessante Vorschläge von Vieregg-Rössler. Die haben nur den Nachteil, dass dann bei deren Plännen regelmäßig deutlich mehr Passagiere mit der Bahn reisen werden und die Bahn dann mehr Einnahmen machen kann. Aber will man das in der Bahnzentrale?
Ansonsten ist es eben nicht logisch erklärbar, warum ein halb so großer Bahnhof so viel leisten kann wie der unversehrte Stuttgarter Hbf zu aktiven DB-Zeiten eines Hopfensitz.
Das ist aber wieder mal die Hybris einer DB AG, die aktuell gerade wieder mal kalt die Fahrpreise erhöht (also alles nur Flexpreise) und einige neue Fahrzeuge wie den lahmen IC4 beschafft, der allenfalls einen Komfort der preußischen III. Klasse erreicht.
Die Bahn vergisst einfach ihren eigentlichen Zweck: Menschen sicher, schnell, bequem und umweltfreundlich zu bewegen und das zu moderaten Preisen. Die Folge sieht man ja immer deutlicher: Trotz erhöhtem Flexpreis sind viele Züge immer leerer. Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Fernverkehr keinen Ertrag bringt.

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#137

Beitrag von Viet Bui » Sa 29. Sep 2018, 09:18

berndm hat geschrieben:
Fr 28. Sep 2018, 18:11
Die Vorteile, die möglicherweise entstehen könnten, sind ja unabhängig vom Loch in Stuttgart.
Lutz könnte die Vorteile sogar noch deutlich ausbauen. Da gibt es ja z.B. interessante Vorschläge von Vieregg-Rössler.
Welche sind das denn?
berndm hat geschrieben:
Fr 28. Sep 2018, 18:11
Trotz erhöhtem Flexpreis sind viele Züge immer leerer. Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn der Fernverkehr keinen Ertrag bringt.
Das ist falsch. Die DB befördert im Fernverkehr so viele Menschen wie noch nie (bis zu 395.000 Menschen am Tag) und auch die Auslastung der Züge ist so hoch wie noch nie. DB Fernverkehr kämpft derzeit mit Problemen, die sich aus den hohen Fahrgastzahlen ergeben.
Offensichtlich fährst Du nicht besonders häufig mit DB Fernverkehr, denn auch subjektiv werden die Züge immer voller.
Das Problem, die Gewinne von DB Fernverkehr reichen kaum aus, um die Neuanschaffungen von Fahrzeugen zu finanzieren. Aber hier muss der Bund als Eigentümer entscheiden, was er möchte: Eine gewinnbringende Bahn (wie geht das?) oder eine Bahn, die unter Inkaufnahme geringerer Umsatzrenditen ein günstiges Massenverkehrsmittel darstellen soll.

Problemkinder sind z.B. DB Cargo, der fortlaufend nur Geld verbrennt und dringend neu aufgestellt werden muss.

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Re: Entspanntes Verhältnis zur Eisenbahn

#138

Beitrag von drsell » Sa 29. Sep 2018, 20:57

Warum ich die Bahn benutze:

1. Aus ökologischen Gründen (gut, ich habe nur 400 m bis zur S-Bahn)
2. Aus ökonomischen Gründen (ich habe mal ein Jahr lang alle Ausgaben für das Auto notiert und durch km geteilt). Ergebnis für mich nicht akzeptabel. 3. Aus Bequemlichkeit. Ich will reisen und nicht selbst fahren. Für den Beruf bekommen Leute Geld), Nicht pflegen, mich um Parkmöglichkeiten kümmern usw.
Triebfahrzeuge von Brawa, Fleischmann, Gützold, Hobbytrain, Kato, Liliput, Lima, Märklin, Piko, pmt, Rivarossi, Roco, Trix


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#139

Beitrag von berndm » Mo 1. Okt 2018, 19:28

Hallo Viet, das was Du hier nennst, das sind die offiziellen Zahlen der DB AG. Nur wenn man mit den Zügen fährt, dann bekommt man ein anderes Gefühl.
Ein Beispiel heute Morgen (aber das war mit Ausnahme weniger Fahrten mit etwas Ferienpassagieren im Sommer das ganze Jahr schon so): ein IC auf absoluter Hauptverkehrsroute. Halbvoll! Und dabei haben noch zwei Wagen gefehlt. Erst direkt vor dem Hauptverkehrsknoten war er dann mit Berufspendlern, ja nicht voll, sondern nur etwas voller. Das war auf der Strecke vor 10 Jahren noch anders. Da standen die Leute auf dem letzten Streckenabschnitt und das nicht nur am Montagmorgen, sondern auch in der Wochenmitte.

Zur Anschaffung von neuen Fahrzeugen: Vielleicht sollte die DB AG lieber in die vorhandenen Fahrzeuge investieren. In drei von vier ICs, die ich heute Morgen auf die Schnelle auf der Anzeigetafel sehen konnte, haben Wagen gefehlt.
Auf der Strecke habe ich dann zwei abgestellte ICE4 gesehen. Das war an Stellen, wo normalerweise Z-gestellte Güterwagen stehen. Wegen der Verspätung konnte ich mit dem netten Zugbegleiter alleine im Abteil auch kurz über die sprechen. Er meinte, dass die kaputt wären und ins Herstellerwerk zurückgeschleppt würden.

Ansonsten noch der Verspätungsmelder: Alle vier ICs waren mindestens 20 Min. verspätet. Das wurde auch so angesagt. Im großen Bahnknoten hatte ich dank meiner Verspätung meinen Anschluss verpasst (gut, das kenne ich schon, das ist eigentlich immer so) und damit auch reichlich Aufenthalt. Da waren dann praktisch alle Fernverkehrszüge deutlich verspätet.
So sieht es bei der DB AG am Montagmorgen aus. Und so war das dieses Jahr schon fast in jeder Woche.

So, und warum schreibe ich das. Weil sich hier dringend was verbessern muss und eigentlich auch kann. Wir müssen nur alle auch Druck machen und uns beschweren. Und diejenigen wie Du Viet, die bei der Bahn arbeiten und arbeiten wollen: Macht Euren Job gut (was die allermeisten auch wirklich sehr gut machen) und lasst Euch nichts gefallen von einem unfähigen Top-Management.
Denn eigentlich stimmt das war derjenige hier geschrieben hat: Zugfahren kann (oder könnte) ganz schön sein.

Grüße -- Bernd

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#140

Beitrag von Peter Müller » Mo 1. Okt 2018, 19:43

Viet Bui hat geschrieben:
Sa 29. Sep 2018, 09:18
Problemkinder sind z.B. DB Cargo, der fortlaufend nur Geld verbrennt und dringend neu aufgestellt werden muss.
Wenn im Personenfernverkehr vermehrt Mitbewerber auftauchen, wird die Bahn auch dort Geld verbrennen. Und wenn der Bahn gelingt, im Schienennetz Mitbewerber zu verhindern, erledigen das die Fernbusse. Schöner wäre natürlich eine echte Alternative zur Bahn auf Schienen, das entlastet die Straßen.

Bedarf nach Transportleistungen ist definitiv da. Unter verschiedenen Bahngesellschaften wählen können wäre schön.
Grüße, Peter

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Viet Bui
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#141

Beitrag von Viet Bui » Mo 1. Okt 2018, 22:54

Guten Tag Bernd,
berndm hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 19:28
Nur wenn man mit den Zügen fährt, dann bekommt man ein anderes Gefühl.
Geschäftlich und privat gebe ich einen vierstelligen Betrag für Fahrkarten aus, meine Bahncard 50 wird auch rege genutzt. Mit Gefühlen zu argumentieren ist ziemlich schwierig. Die DB würde nicht den Rahmenvertrag über die ICE-4-Einheiten regelmäßig zugunsten höherer Kapazitäten ändern, wenn die Fahrgastzahlen nicht steigen würden. DB Fernverkehr bestellt zusätzlich zu den 130 fest bestellten Einheiten weitere 18 Triebzüge sowie 50 „Power-Cars“, um die bisher zwölfteiligen Triebzüge auf 13 Wagen zu verlängern. Darüber hinaus hält man mit 320 Millionen Euro die 58 ICE-1-Einheiten weiter in Betrieb, es ist durchaus realistisch, dass uns der ICE 1 auch die nächsten zehn Jahre erhalten bleibt. Es wird mehr als eine Milliarde Euro für diese Maßnahmen ausgegeben, die man sich auch sparen könnte, wenn die Fahrgastzahlen angeblich sinken würden.
berndm hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 19:28
Zur Anschaffung von neuen Fahrzeugen: Vielleicht sollte die DB AG lieber in die vorhandenen Fahrzeuge investieren. In drei von vier ICs, die ich heute Morgen auf die Schnelle auf der Anzeigetafel sehen konnte, haben Wagen gefehlt.
Mit dem IC-mod-Programm hat man in die konventionellen IC-Reisezugwagen investiert, wie von Dir gefordert. Allerdings wird die sehr heterogene Flotte (das macht die Instandhaltung nicht einfacher) auch nicht jünger, darüber hinaus erreichen diese Wagen langsam das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer, bedenke, dass wir hier von Wagen reden, die teilweise 40 Jahre alt sind!

DB Fernverkehr kämpft mit den Auswirkungen der steigenden Fahrgastzahlen. DB Fernverkehr hat beispielsweise nicht genug 300 km/h schnelle Züge, um die große Nachfrage nach den ICE-Sprintern zwischen Berlin und München zu befriedigen, an Großkampftagen fährt DB Fernverkehr mit ihren letzten Reserven Zusatzzüge, auch die Beseitigung der sogenannten „Komfortstörungen“ (z.B. Klimaanlage, Türen, FIS , Bordgastronomie) leidet, weil die Züge rollen müssen. Übrigens werden mehr Züge wegen Überbesetzung geräumt, bestätigte Bahnchef Lutz.

Meine letzte Fahrt mit einem ICE:
  • zwei Wagen fehlten
  • zwei Wagen mit ausgefallener Klimaanlage
  • Bordrestaurant wegen Defekt geschlossen
  • Teilräumung wegen Überfüllung
  • Eine HOA hat angesprochen
  • 45 Minuten Verspätung
Erst einmal muss der Bund (und damit die Politik) entscheiden, wo er die Deutsche Bahn in Zukunft sieht. Trotz steigender Fahrgastzahlen bleibt das Problem: Die DB verdient zu wenig mit dem Fernverkehr, um die notwendigen Investitionen zu refinanzieren.
Peter Müller hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 19:43
Wenn im Personenfernverkehr vermehrt Mitbewerber auftauchen, wird die Bahn auch dort Geld verbrennen. Und wenn der Bahn gelingt, im Schienennetz Mitbewerber zu verhindern, erledigen das die Fernbusse. Schöner wäre natürlich eine echte Alternative zur Bahn auf Schienen, das entlastet die Straßen.
Der Fernbus stellt für die Deutsche Bahn eine größere Bedrohung im Personenfernverkehr dar als jeder mögliche Mitbewerber in den nächsten zehn Jahren. Die Markteinstiegskosten sind im Vergleich zum Fernbus, zum Regional- und Güterverkehr enorm hoch und auch kaum zu stemmen. Nicht umsonst haben die Marktbegleiter von DB Cargo bereits einen Marktanteil von 50 %, während ich im SPFV die Marktbegleiter von DB Fernverkehr an der Hand abzählen kann, davon abgesehen, dass DB Fernverkehr im SPFV einen Marktanteil von 99 % hat. Im Güterverkehr brauche ich noch nicht einmal eine eigene Lok (die Smartron von Siemens kostet beispielsweise nur 2,5 Mio. Euro, ich kann aber Loks auch anmieten oder gleich die Schienentraktion extern einkaufen) und im Regionalverkehr geht der Trend dazu über, dass der Aufgabenträger die Risiken übernimmt (Erlöse, Fahrzeugbeschaffung und -finanzierung).
Obwohl der Fernbus mittlerweile Taktverkehre und brauchbare Reiseketten anbietet, konnte DB Fernverkehr sogar seine Fahrgastzahlen steigern. Das zeigt, dass DB Fernverkehr im intermodalen Wettbewerb bestehen kann.
Mitbewerber im SPFV haben einen wesentlich schwereren Stand: Zum einen sind da die hohen Markteintrittsbarrieren, zum anderen können anfangs nur Punkt-zu-Punkt-Verkehre ohne Takt mit nur wenigen Zugpaaren täglich angeboten werden. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Ein Flixtrain von Stuttgart nach Berlin, der zwei Mal am Tag fährt, nützt mir nichts, wenn ich z.B. von Tübingen nach Rostock möchte, da ich einen durchgehenden Fahrschein möchte. Selbst Flixmobility kann das nicht.

Wir halten also fest:
  • Die Markteintrittsbarrieren sind enorm. Die Finanzierung ist aufgrund der hohen Kosten alles andere als einfach. Ich muss eine Infrastruktur aufbauen (Fahrzeugbeschaffung, Aufbau eines Unternehmens usw.) und benötige sehr lange, diese Investitionen wieder zu refinanzieren.
  • Es können nur Punkt-zu-Punkt-Verkehr angeboten werden. Welches Verkehrsmittel ist bei Punkt-zu-Punkt-Verkehren besonders stark vertreten? Die „Low Cost Carrier“ in Form von Ryanair, Easyjet und Co.
  • Die große Konkurrenz: Auf der Schiene habe ich mit DB Fernverkehr einen mächtigen Gegner, der die gesamte Unternehmensstrategie zerschießen kann, indem er auf der entsprechenden Strecke Sparpreise inflationär anbietet. Dann habe ich noch den intermodalen Wettbewerb in Form von Billigfliegern, Fernbussen und natürlich dem Auto.
Natürlich ist Wettbewerb immer wünschenswert, doch im eigenwirtschaftlichen Fernverkehr besteht die Gefahr, dass die Netzwirkung der Eisenbahn verloren geht durch das „Rosinenpicken“. Darüber hinaus zerschießen solche Verkehre, wie ein Mitbewerber sie anbieten würde, den Regionalverkehr (vgl. Hamburg-Köln-Express nach Frankfurt).

Grüße aus dem Feinstaubkessel
Viet
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#142

Beitrag von Peter Müller » Di 2. Okt 2018, 02:48

Viet Bui hat geschrieben:
Mo 1. Okt 2018, 22:54
Wir halten also fest:
Die Markteintrittsbarrieren sind enorm
Es können nur Punkt-zu-Punkt-Verkehr angeboten werden
Die große Konkurrenz
Genau das ist das Problem der Bahn im Personenfernverkehr: sie muss keine Mitbewerber fürchten.
Grüße, Peter


berndm
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#143

Beitrag von berndm » Di 2. Okt 2018, 14:58

Peter Müller hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 02:48
...
Genau das ist das Problem der Bahn im Personenfernverkehr: sie muss keine Mitbewerber fürchten.
2001 hätte es eine gute Chance gehabt, wenn InterConnex die Interregios übernommen hätte. Aber da haben sich die DB AG und deren Politiker mit Zähnen und Klauen dagegen gewehrt.

Ach so, heute ist übrigens der IC mit dem ich fahren wollte gestrichen worden. Dann wird es halt mindestens eine Stunde später. Das Streichen von Fernzügen hilft die Auslastung der restlichen Züge zu verbessern. :twisted:


berndm
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#144

Beitrag von berndm » Mi 3. Okt 2018, 17:53

Und es ist dann gestern natürlich so gekommen wie es musste:
Der langsamere Regionalzug der Bahn als Ersatz hatte dann 30 Min. Verspätung. Die Ausreden dafür waren wechselnd.
Den Anschluss habe ich dann eben auch noch verpasst.
Damit liegen die beiden ersten Fahrten dieser Woche wieder mal voll im Trend der DB AG: 100 % Fehler!
Gut, die Woche hat noch ein paar Tage, vielleicht wird es dann ja besser mit der Pünktlichkeit. Falls ja, dann vermelde ich das hier mal positiv.
Interessant waren dann gestern noch die Reaktionen der Mitreisenden. Ein Fernpendler konnte die Woche nicht zur Arbeit, weil auch sein Zug gestrichen wurde. Der hat es ganz locker genommen. Andere waren reichlich planlos. Es gab keine Ansagen, wie man weiterfahren kann. Der Zugbegleiterin lagen keine Angaben zu den möglichen Ersatzzügen vor. Sie war auf die Transportleitung sauer.
Aber irgendwie scheinen sich die Menschen, mit der Misere abgefunden haben. "Das ist halt so mit der Bahn. Da kann man nichts machen." Tja, bei einer solchen Einstellung darf man sich dann nicht wundern, wenn es dann noch schlimmer wird.
Und noch was: Alle Züge waren auf den Hauptstrecken recht leer. Gut, vielleicht wegen Brückentagen.
Grüße -- Bernd

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Viet Bui
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#145

Beitrag von Viet Bui » Mi 3. Okt 2018, 23:48

Guten Abend,
Peter Müller hat geschrieben:
Di 2. Okt 2018, 02:48
Genau das ist das Problem der Bahn im Personenfernverkehr: sie muss keine Mitbewerber fürchten.
Im Personenfernverkehr kann ich das eigene Auto benutzen, den Fernbus nehmen oder ich fliege
Dementsprechend gibt es einen starken intermodalen Wettbewerb, dem sich auch die Eisenbahn stellen muss.
berndm hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 17:53
Alle Züge waren auf den Hauptstrecken recht leer. Gut, vielleicht wegen Brückentagen.
Nach wie vor hätte ich gerne Belege für Deine Behauptung. Immer mehr Menschen fahren mit der Bahn, egal ob Nah- oder Fernverkehr. Nicht umsonst weiten Aufgabenträger das Leistungsangebot im Nahverkehr aus und der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn würde sicherlich nicht 700 Millionen Euro für die Nachbestellung des ICE 4 genehmigen, wenn Deine Behauptung richtig wäre. Ein 13-teiliger ICE 4 bietet 918 Sitzplätze, das sind 30,5 % mehr als im ICE 1 (703 Sitzplätze). Die Verlängerung von zwölf auf dreizehn Wagen wäre Deiner Ansicht nach nicht vonnöten. Deine eigene Wahrnehmung bzw. Beobachtung lasse ich bei täglich 1.300 Zügen des Fernverkehrs nicht gelten. Ich fahre beispielsweise regelmäßig mit dem ICE/TGV zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Diese Züge weisen sehr häufig eine Auslastung zwischen 80 und 100 % auf. Kann ich mit diesen Beobachtungen Rückschlüsse auf den gesamten Fernverkehr machen? Nein, natürlich nicht.
Wenn Du vorwiegend mit sehr günstigen Sparpreisen oder gar mit dem „Super Sparpreis“ unterwegs bist, wundere ich mich nicht, wenn Du nur in leeren Zügen reist: Stichwort Auslastungssteuerung.

Grüße
Viet
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#146

Beitrag von Elchrich Elch » Fr 12. Okt 2018, 10:29

Wollte nur meine Antwort erweitern:
Ich fahre (fast) täglich 80km gerne mit dem Zug zur Arbeit. Heute musste ich wieder mit dem Auto fahren. Halte letzteres für problematischer und unberechenbarer.

cu, Rainer
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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#147

Beitrag von vinylfan » Fr 12. Okt 2018, 18:37

zumindest ist es warm in den ICEs. :wink: :wink:


Grüße
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Klaus

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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#148

Beitrag von Riedenburgfritz » Fr 12. Okt 2018, 18:52

Der langsamere Regionalzug der Bahn als Ersatz hatte dann 30 Min. Verspätung. Die Ausreden dafür waren wechselnd.
Den Anschluss habe ich dann eben auch noch verpasst.
Damit liegen die beiden ersten Fahrten dieser Woche wieder mal voll im Trend der DB AG: 100 % Fehler!
Das kreidet man aber nur der Bahn an! Bei meiner Rückfahrt vom Urlaub in Brandenburg (Auto war wegen Bootsanhänger ohne Alternative) 2017 standen wir 2 Stunden wegen eines Unfalls im Baustellenbereich (Baustelle 11 km) an ein und demselben Fleck, bei der Hinfahrt und ebenfalls bei der Rückfahrt 2018 jeweils 1/2 bis eine 3/4 Stunde.
Bei der Autofahrt nimmt man es als gegeben hin, weil kein Fahrplan eine schnellere Reise verspricht.

Bei einem so komplexen System wie dem Eisenbahnnetz muß man immer auf Störungen gefasst sein und es ist eigentlich völlig sinnlos, Begründungen als "Ausreden" zu bezeichnen, da es fast unmöglich, und oft auch nicht zweckdienlich ist, alle Bahnmitarbeiter zu informieren.

Viele Grüße,

Fritz


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#149

Beitrag von Analogbahner » Fr 12. Okt 2018, 19:35

Störungen können schnell und unvermutet kommen:

Bild

Bildquelle:
http://cdn2.spiegel.de/images/image-134 ... 349461.jpg

Bericht:
http://www.spiegel.de/panorama/montabau ... 32853.html

Strecke (vermutlich) gesperrt bis Sonntag.
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

(zur Zeit keine Modellbahn-Anlage)
___________________
Kopfbahnhof auf dem Teppich
Teppichbahnen von früher


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Re: Euer Verhältnis zur Eisenbahn

#150

Beitrag von Riedenburgfritz » Mo 15. Okt 2018, 06:28

vinylfan hat geschrieben:
Fr 12. Okt 2018, 18:37
zumindest ist es warm in den ICEs. :wink: :wink:
Manchmal zu warm, siehe vorherigen Post!

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