Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

Bereich für alle Fragen von Anfängern und Einsteigern rund um die Modellbahn.
Antworten

Threadersteller
Mac-Chatter
Beiträge: 3
Registriert: Do 11. Apr 2019, 14:48
Deutschland

Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#1

Beitrag von Mac-Chatter » Fr 12. Apr 2019, 09:25

Moin,

ich bin neu hier und hoffe hier den richtigen Platz für meine Frage gefunden zu haben. Ich möchte meine LGB mit einer Budget-Minimallösung für den einfachsten Mehrzugbetrieb (MZS 55000, Lokmäuse) und Kehrgleisbetrieb aufpimpen um den Spielwert zu erhöhen.

Frage: Ich habe gelesen, dass bei digitalem Zweileiterbetrieb (LGB) die Polung egal ist, d.h (hypothetisch) auch beim schnellen Vertauschen der Kabelpole zur Stromschiene würde eine fahrende Lok ihre Richtung nicht ändern - richtig?

Wenn das so stimmt…

Folgefrage 1: Würde es für ein Kehrgleis ausreichen die Schienenstränge irgendwo in der Kehre zu durchtrennen und vor der Durchtrennung die Schiene genau in der Länge des Abstands von Vorder- nach Hinterräder der Lok die Schiene mit isolierendem Tesafilm o.ä. zu ueberkleben? (setzt voraus, dass alle meine Loks den gleichen Radstand haben und die Wagons nur Plastikräder). Mit der ‘Tesafilmisolierung‘ wuerde ein Kurzschluss beim Überfahren der Trennstelle vermieden werden.

Folgefrage 2: Wenn ich die Räder der Lok als Stromabnehmer deaktiviere, also den Strom nur über die beiden Schleifer links und rechts abnehme könnte ich dann auf die Isolierung der Schiene verzichten, weil der Kurzschluss bei der Überfahrt nur sehr, sehr kurz ist.

Folgefrage 3: Könnte ich die durchtrennten Schienenstränge über Kreuz elektrisch verbinden?

Ich freue mich auf Eure Tips oder Links zu bekannten Threads.

Gruß, Mac-Chatter

(Kinder-LGB mit vielen Schienen)

Benutzeravatar

8erberg
Metropolitan (MET)
Beiträge: 4418
Registriert: Di 6. Feb 2007, 14:19
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Selectrix DCC
Gleise: Unitrack / Märklin
Wohnort: Borken

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#2

Beitrag von 8erberg » Fr 12. Apr 2019, 09:34

Hallo,

ich versteh nicht wie das funktionieren soll. Wenn der Abschnitt isoliert ist kann die Lok nicht fahren. Ausser man rast im Affentempo drüber das der Schwung ausreicht.

Ein Kehrschleifenmodul bis zu 2 Ampere Festigkeit kostet ca. 40,- Euro und die Probleme sind beseitigt.
Daher stellt sich die Frage doch garnicht.

Peter
Spur N Digital Selectrix/DCC
Spur 1 Teppichbahning Selectrix/MM


volkerS
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1807
Registriert: Di 14. Okt 2014, 11:37
Nenngröße: H0
Stromart: AC
Steuerung: MS1/ MS2 /analog
Gleise: C-Gleis
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#3

Beitrag von volkerS » Fr 12. Apr 2019, 11:43

Hallo Mac-Chatter,
Frage1: funktioniert nicht. Außer bei Vollgas, wo es eventuell klappen könnte. Dann brauche ich aber kein Digital, dann reichen 12V Gleichspannung.
Frage2: sehr unsicherer Fahrbetrieb. Mehr stehen als Fahren.
Frage3: Die Gleise sind durch die Weiche schon über Kreuz bis zur Trennstelle innerhalb der Kehrschleife verbunden.
Entweder orginal LGB 55085 oder entsprechend leistungsfähigen Baustein anderer Hersteller oder bei elektrischer Weiche an der Kehrschleife mit dem Zusatzschalter für den Weichenantrieb realisieren.
Volker

Benutzeravatar

h_guenther
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 55
Registriert: Fr 21. Sep 2018, 09:26
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: BiDiB, S88N
Gleise: Peco, Roco, Tillig
Wohnort: Hamburg
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#4

Beitrag von h_guenther » Fr 12. Apr 2019, 11:49

Hinzukommt,

die Lok ist mit den Schleifern allein nicht unbedingt optimal "stromversorgt"
und würde ausserhalb der "Kehrschleife" ruckeln

Und selbst wenn es theoretisch machbar wäre,
es müssten die Räder wirklich alle gegeneinander isoliert sein,
damit sie nicht doch eine "Überbrückung" hinbekommen.
Bei Dampfloks müssten dann also auch die Kuppelstangen isoliert werden / sein
(oder sonstige "Stangenloks")

Der Aufwand mit Kehrschleifenmodul ist viel geringer
mit freundlichem Gruß
Heinz Günther

geplante / im Bau befindliche Modulanlage H0 DCC
Thema Hamburger Hochbahn U-Bahn
BiDiB, RocRail


Pirat-Kapitan
InterRegio (IR)
Beiträge: 237
Registriert: So 13. Mai 2018, 20:15
Nenngröße: G
Stromart: digital
Steuerung: Lenz / Rocrail
Gleise: Edelstahl
Wohnort: GL
Alter: 68
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#5

Beitrag von Pirat-Kapitan » Fr 12. Apr 2019, 21:30

Moin,
0. ja.
1. nein, Metallräder unter den Zugwagen müssen berücksichtigt werden.
2. nein, siehe 1.
3. nein, es sei denn, Du möchtest einen dauernden Kurzschluss haben
4. man kann auch ein Kehrschleifenmodul für unter 20EUR bei 8A Belastbarkeit selber bauen, ich habe aber derzeit keinen Link dazu parat (mal selber suchen im Netz !).
5. Es gibt Kehrschleifenschaltungen, die ohne Module auskommen und nur anhand der Lage der Kehrschleifen-Einfahrtweiche den Strom polrichtig schalten. Eine industrielle Lösung dazu wäre EPL-Antrieb an der Weiche mit EPL-Umschalter (oder Zusatzschalter, die genaue Bezeichnung habe ich nicht im Kopf).

Schöne Grüße
Johannes
Spur G im Garten, H0m im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail, Manhart-Funky und RocoWLM.


Pirat-Kapitan
InterRegio (IR)
Beiträge: 237
Registriert: So 13. Mai 2018, 20:15
Nenngröße: G
Stromart: digital
Steuerung: Lenz / Rocrail
Gleise: Edelstahl
Wohnort: GL
Alter: 68
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#6

Beitrag von Pirat-Kapitan » Fr 12. Apr 2019, 21:35

8erberg hat geschrieben:
Fr 12. Apr 2019, 09:34
Ein Kehrschleifenmodul bis zu 2 Ampere Festigkeit kostet ca. 40,- Euro und die Probleme sind beseitigt.
Moin Peter,
bitte bedenken, LGB MZS fährt mit 24V Gleisspannung. Das können nur Großbahn-Kehrschleifenmodule ab, die haben meist 8A Belastbarkeit.
Kehrschleifenmodule mit 3A Belastbarkeit sind in der Regel nur für einen H0-Spannungsbereich konzipiert.
2A reichen bei LGB definitiv nicht aus.

Schöne Grüße
Johannes
Spur G im Garten, H0m im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail, Manhart-Funky und RocoWLM.


zugpferdchen
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 50
Registriert: Di 9. Apr 2019, 12:57
Nenngröße: G
Stromart: digital
Steuerung: z21 | Mäuse | Gallus-Booster
Gleise: LGB | Piko Messing
Wohnort: Hessen
Deutschland

Budget Kehrschleife für LGB

#7

Beitrag von zugpferdchen » Mo 15. Apr 2019, 16:21

Digitale Kehrschleifenmodule mit >= 8 A gibt es von:

Digitrax AR1 | 31,90 €

Tams KSM-3 | 29,95 € | kurzschlussarm (nicht -frei).

Uhlenbrock 61080 | 19,90 € | wobei es sein kann, dass dieses nur an Uhlenbrock Power-Komponenten angeschlossen werden kann (müsste man erfragen, falls es hier niemand weiß).
Viele Grüße
Daniel


mobahner100
S-Bahn (S)
Beiträge: 20
Registriert: Fr 10. Feb 2017, 18:18
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Niederlausitz
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#8

Beitrag von mobahner100 » Mo 15. Apr 2019, 17:02

Hallo,
meine Lok´s haben alle Goldcaps verbaut. Ein stromloser Abschnitt in der Kehrschleife, welcher
nur gering länger als die längste Lok sein muss reicht aus. (jeweils doppelseitig isoliert)
Die Wagen müssen alle Kunststoffräder haben.
Einziger Nachteil, die Lok ist in dem kurzen Abschnitt nicht steuerbar.
MfG Mathias K.


Pirat-Kapitan
InterRegio (IR)
Beiträge: 237
Registriert: So 13. Mai 2018, 20:15
Nenngröße: G
Stromart: digital
Steuerung: Lenz / Rocrail
Gleise: Edelstahl
Wohnort: GL
Alter: 68
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#9

Beitrag von Pirat-Kapitan » Mo 15. Apr 2019, 19:17

ok,
LGB und Kunststoffräder, das ist nicht meine Welt.
ich bin dann erst mal hier raus.

Schöne Grüße
johannes
Spur G im Garten, H0m im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail, Manhart-Funky und RocoWLM.


zugpferdchen
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 50
Registriert: Di 9. Apr 2019, 12:57
Nenngröße: G
Stromart: digital
Steuerung: z21 | Mäuse | Gallus-Booster
Gleise: LGB | Piko Messing
Wohnort: Hessen
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#10

Beitrag von zugpferdchen » Mo 15. Apr 2019, 23:50

mobahner100 hat geschrieben:
Mo 15. Apr 2019, 17:02
Einziger Nachteil, die Lok ist in dem kurzen Abschnitt nicht steuerbar.
Von so einer (ungewöhnlichen) Lösung habe ich noch nirgendwo gehört oder gelesen (und ich bin nicht nur in Gartenbahnforen unterwegs).
So teuer bzw. schwierig zu handhaben ist ein Kehrschleifenmodul nun auch wieder nicht (das ist zumindestens die Lösung der meisten).
Ob die ungewöhnliche Lösung nicht vielleicht noch mehr Nachteile hat?
Spätestens, wenn Gartenbahnfreunde mit Waggons mit Metallachsen (ist recht häufig, denn Metallachsen gelten bei Gartenbahnern als die besseren wg. geringerem Abrieb und tieferem Schwerpunkt) zu Besuch kommen, wird es brenzlig.

Wenn Loks sehr unterschiedlich lang sind (das kann von 25 cm einer Köf bis knapp 87 cm bei einer großen Schlepptenderlok wie der Piko BR 50 sein), müssen die kurzen Loks einen längeren Abschnitt überwinden (als die großen Loks). Weiß nicht, ob das nicht auch ein Nachteil sein könnte.
Viele Grüße
Daniel

Benutzeravatar

8erberg
Metropolitan (MET)
Beiträge: 4418
Registriert: Di 6. Feb 2007, 14:19
Nenngröße: N
Stromart: digital
Steuerung: Selectrix DCC
Gleise: Unitrack / Märklin
Wohnort: Borken

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#11

Beitrag von 8erberg » Di 16. Apr 2019, 08:58

Hallo,

ich auch nicht. Ein abgerauchter Decoder liegt preislich über dem was ein Kehrschleifenmodul kostet.

Wer aber meint es probieren zu wollen: ist nicht mein Material und wäre mir auch zu teuer dafür.

Das würde alles was ich bisher von Elektro gelernt habe über Bord werfen (denn "leitende Räder" gibt es bei LGB nicht, nur 1-seitig isolierte für die Stromaufnahme z.B. von Innenbeleuchtungen, gäbe ja sonst nen Kurzschluß).

Aber wer unbedingt versuchen will die bisher gelernte Elektrik auf den Kopf stellen zu können ...

Peter
Spur N Digital Selectrix/DCC
Spur 1 Teppichbahning Selectrix/MM


Threadersteller
Mac-Chatter
Beiträge: 3
Registriert: Do 11. Apr 2019, 14:48
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#12

Beitrag von Mac-Chatter » Mi 17. Apr 2019, 23:14

Wow, erstmal vielen Dank für die wirklich vielen Antworten, aber ich gebe noch nicht auf, mehr Details: Also, das ist wirklich nur eine Spielzeugbahn mit einer Schöma 2060 und einer Stainz - beide digital. Ich habe nachgemessen: Alle beiden Loks haben einen Achsabstand von 75mm. Die Waggons haben alle nur Plastikräder und allesamt keine Schleifer. Nochmal zum Gedankenexperiment etwas genauer und ausführlicher: Ich nehme ein normales 30cm gerades 2-Schienengleis und säge ca. in der Mitte mit einer Puksäge beide Schienen durch. Jetzt klafft in jeder Schiene eine Lücke von ca. 1mm. Wenn ich dieses so präparierte Gleis in eine ‘nakte’ Kehrschleife einsetzte, kann ich die Kehrschleife unter Strom setzen ohne das etwas passiert, weil die Kehrschleife wg. der Sägelücke nicht geschlossen ist (solange keine Lok drüberfährt). Beide gesägte Schienen überklebe ich über die Lücken hinweg mit je 77mm langem, stabilen Tesa exakt nebeneinander. Wenn ich jetzt mit meiner Stainz oder Schöma über die Tesafilmisolierung fahre wäre die Lok für 2mm Strecke auf allen Rädern gleichzeitig stromlos. Wenn die ersten Räder in Fahrtrichtung der Stainz wieder auf das Messing fallen dann haben Sie wieder Strom allerdings mit umgekehrter Polung, was aber bei Digitalbetrieb für die Fahrtrichtung (hoffentlich) egal ist. Vorausgesetzt die ‘Tesafilmisolierung’ hält und es fahren nur 75mm Radstand-Loks - müsste das doch als Kehrschleife für Digitalbetrie funktionieren ???? Was meint Ihr?

Grüße, Mac-Chatter


Pirat-Kapitan
InterRegio (IR)
Beiträge: 237
Registriert: So 13. Mai 2018, 20:15
Nenngröße: G
Stromart: digital
Steuerung: Lenz / Rocrail
Gleise: Edelstahl
Wohnort: GL
Alter: 68
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#13

Beitrag von Pirat-Kapitan » Do 18. Apr 2019, 04:04

Mac-Chatter hat geschrieben:
Mi 17. Apr 2019, 23:14
Vorausgesetzt die ‘Tesafilmisolierung’ hält
Moin,
das wäre mal auszuprobieren.

Schöne Grüße
Johannes
Spur G im Garten, H0m im Hause. Lenz LZV100 mit Rocrail, Manhart-Funky und RocoWLM.


mobahner100
S-Bahn (S)
Beiträge: 20
Registriert: Fr 10. Feb 2017, 18:18
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Niederlausitz
Deutschland

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#14

Beitrag von mobahner100 » Do 18. Apr 2019, 06:45

Hallo,
ja, könnte funktionieren, ist im Prinzip mein System nur ohne Pufferung.
Aber wie schnell musst Du fahren um ein ca. 8 cm stromloses Schienenstück zu überbrücken ?
Der Decoder wird neu starten.
MfG Mathias K.

Benutzeravatar

BR180
InterRegio (IR)
Beiträge: 148
Registriert: Sa 27. Dez 2014, 18:12
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Multimaus
Kanada

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#15

Beitrag von BR180 » Do 18. Apr 2019, 15:54

Wenn Du das so probieren willst, laß die Fehlerquelle Tesa weg, trenn das Gleis zwei mal im Abstand von 79mm.
Nur so als Idee
Gruß Maurice


Dreispur
Metropolitan (MET)
Beiträge: 3563
Registriert: Di 16. Nov 2010, 18:14
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Digital IB alt MM u. DCC
Gleise: PIKO A HO HO/HOe
Wohnort: NÖ nähe Horn
Alter: 64
Österreich

Re: Laienfrage zu Budget Kehrschleife LGB

#16

Beitrag von Dreispur » Do 18. Apr 2019, 16:40

Hallo !

Es wird mich auch bald diese Problematik treffen . Ich denke da an Hallsensor die mir dann Kurzschlußfrei die Polwendung schaltet .

Werde mir diese Art genauer anschauen . Kann sein das es auch dir hilft .

https://wiki.rocrail.net/doku.php?id=gca102-de
mfG ANTON

Roco DigiSet+MMaus Rocomotin, IB 650 2.0 / IB 60500 ESU+CT-Programmer, IB+HV Prog.. http://www.henningvoosen.de/ Schalt/RMGB Dec Viessman , LDT,Roco,Lenz,LISSY,Lopi:Lenz,Tran+Sound/ESU+Sound/ Orig. Lok+Sound.anal.Trafo z.Test.WDP 7.0 u.9.2 / 2015

Antworten

Zurück zu „Anfängerfragen“