Gleissystem Schattenbahnhof

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Gleissystem Schattenbahnhof

#1

Beitrag von strassenchecker » So 10. Feb 2019, 19:26

Hallo zusammen,

nach vielen Jahren der Abstinenz habe ich wieder Interesse an der Moba gefunden. Ich hab mich in den vergangenen Wochen viel in diversen Foren, Internetseiten, Zeitschriften etc. informiert. Auch zig Videos angeschaut und dann auch gleich die erste Lok (digital+Sound), ein paar Wagen, Gleise und Weichen gekauft. Was soll ich sagen? Ich war begeistert was die Loks heute so können und hab den Fuhrpark dann gleich mal etwas ergänzt. Als ich das letzte Mal eine Lok in der Hand hatte war digital noch ein Fremdwort.

Mittlerweile ist in mir auch der Entschluss gereift, eine „richtige“Modellbahn zu bauen. Ein geeignetes Zimmer wird in gut einem Jahr zur Verfügung stehen und bis dahin möchte ich die Planung soweit fertig haben.

Konkret entschlossen habe ich mich für H0 2L-Gleichstrom, DB Epoche III, wünschenwert wäre später auch eine Fahrleitung, da ich besonders gerne den Altbau-Elloks, speziell den Stangen-Elloks bei der Arbeit zusehe, besitze auch schon 2 Stück.

Mir schweben schon ein paar Pläne im Kopf herum aber bevor's konkreter wird, hätte ich gerne ein paar grundsätzliche Dinge gewusst.

Als erste Wahl für das Gleissystem im sichtbaren Bereich hätte ich mich für Weinert „Mein Gleis“ entschieden. Was wäre die beste Ergänzung für den Schattenbahnhof? Da ich kein altes Rollmaterial mehr besitze, dürften alle zukünftigen Fz mindestens NEM-Radsätze haben. Meine Brawa V100 hat angeblich RP25.

Sollte man im Hinblick auf die Betriebsicherheit im Schattenbahnhof ebenfalls bei Code 75 Profilen bleiben oder funktioniert RP25 auch auf Code 100 Profilen genauso gut? Momentan würde ich Peco Finescale bevorzugen, denn es hat das gleiche Gleisprofil wie Weinert. Allerdings sind nur Flexgleise verfügbar. Es gibt auch keine festen Radien, was vielleicht in Hinblick auf den Bau der Gleiswendeln von Nachteil wäre. Oder sollte man prinzipiell Flexgleisen den Vorzug geben, weil weniger Schienenstöße? Einen Preisvergleich zu Roco oder anderen habe ich noch gar nicht angestellt, da aber unterirdisch mehr Gleise und vorallem auch deutlich mehr Weichen liegen werden als im eigenlichen Bahnhof, wäre auch der Kostenfaktor nicht ganz unerheblich.

Mit der Steuerung der Anlage bin ich überhaupt noch nicht durch. Digital, klar! Aber wie? Gleisbildstellwerk oder lieber PC Steuerung. Dargestellt werden soll ein Bahnhof mit etwa 6 oder 7 Gleisen, ein paar Gleisen zum Rangieren, kleines Personaleinsatz-BW mit Drehscheibe, zweigleisiger Hauptstrecke und ein oder zwei abzweigende eingleisige Strecken (Haupt/Nebenbahn). Da ich den Bf großzügig gestalten möchte, mit schlanken Weichen und mindestens 3m Nutzlänge bleibt nicht mehr viel Platz für Strecke. Die abgehenden Streckengleise führen somit praktisch über die beiden Gleiswendeln direkt in den Untergrund. Das klassische Hundeknochenprinzip, also jeder Bahnhofskopf seinen eigenen Schattenbahnhof mit mindestens je 10 Gleisen. Gleisverbindungen im Untergrund sollen aber auch Ringfahrten ermöglichen, also das ein Zug der den sichtbaren Bahnhof über den rechten Bahnhofskopf verlässt, dann über den linken Bahnhofskopf wieder ankommt und natürlich auch umgekehrt. Vorstellen könnte ich mir das man über Start/Zieltasten aus dem Bf in ein gewünschtes Gleis in den Sbhf fährt und umgekehrt. Was ich nicht brauche ist, dass automatisch alle 2 Minuten ein Zug durch den Bahnhof rauscht.

Noch ne Frage. Sollte der Schattenbahnhof immer nur von einer Seite durchfahren werden oder geht auch beidseitig ohne dabei kabel- oder schaltungstechnisch im Chaos zu enden?

Für's Erste wären das meine wichtigsten Fragen.

Gruß,
Achim


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#2

Beitrag von Pirat-Kapitan » So 10. Feb 2019, 19:36

Moin Achim,
zum Gleissystem halte ich mich mal zurück, da fehlen mir die Kenntnisse.
Steuerung Schattenbahnhof / Anlage über pc-gestütztes Gleisbildstellpult incl. befahren des Schattenbahnhofs aus beiden Richtungen ist kein Problem, mache ich mir Rocrail, einer PC-Steuerung für Modellbahnen.
Den mit diesem Programm auch möglichen vollautomatischen Betrieb muss man ja nicht aktivieren / nutzen, auf meinen Fahrtagen auf der gartenbahn fahren wir nur mauell mit Gleisbildstellpult.
https://wiki.rocrail.net/doku.php?id=us ... dstellpult mein Rocrail-Beispiel, wie man so ein Gleisbildstellpult "baut",
https://wiki.rocrail.net/doku.php?id=us ... dstellpult das Gleisbildstellpult meiner Gartenbahn.

Also ist für mich Gleisbildsteuerung und PC-Steuerung kein Widerspruch.

Schöne Grüße
Johannes
Zuletzt geändert von Pirat-Kapitan am Mo 11. Feb 2019, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#3

Beitrag von Domapi » So 10. Feb 2019, 19:58

Weinert hat sehr lange Weichen im Programm, dafür benötigst Du sehr viel Platz.

Ich habe zwar auf meiner Anlage durchaus Platz, aber immer noch nicht genügend für Weinert-Weichen. Daher setzte ich Tilligweichen ein. Die Gleise sind aus Weinert Schwellenbändern mit selbst eingezogenen Tillig-Profilen.

Im Untergrund Roco Line. Ist robust und betriebssicher. Zur Profilhöhe und Kompatibilität mit RP25 sollen die Experten hier etwas sagen. Bei mir laufen nur normale Radsätze :lol:

Ich habe mit einer ECOS angefangen und einer alten relaisbasierten Steuerung für meine doppelgleisige Hauptstrecke. Hier kommt später auch noch ein analoges Stellpult mit LEDs und Tastern dazu.

Aktuell tüftle ich an der Steuerung meiner Nebenbahn mit Traincontroller. Funktioniert prima. Da sind Abläufe möglich, da konnte man früher nur davon träumen.

Würde ich nochmal neu bei einsteigen, würde ich mir wieder eine ECOS mit eingebautem Bildschirm kaufen. Das ist sehr komfortabel. Auch wenn jetzt bei mir einiges über den Latop läuft, möchte ich auf die ECOS nicht verzichten, da man des öfteren noch Lok-CVs programmieren muss und der Traincontroller/ -programmer nicht mit der ECoS harmoniert. Da kocht ESU wohl ihr eigenes Süppchen.

Für die Steuerung einer größeren Anlage würde ich heute gleich mit einer PC-Steuerung einsteigen.

Auf meiner Anlage sind beide Welten umgesetzt, alles hat seine Vor- un Nachteile.
Zuletzt geändert von Domapi am So 10. Feb 2019, 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Martin

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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#4

Beitrag von drum58 » So 10. Feb 2019, 20:44

Domapi hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 19:58
Im Untergrund Roco geo-Line. Ist robust und betriebssicher. Zur Profilhöhe und Kompatibilität mit RP25 sollen die Experten hier etwas sagen.

Für die Steuerung einer größeren Anlage würde ich heute gleich mit einer PC-Steuerung einsteigen.
Hallo Achim,

GeoLine würde ich sicher nicht verwenden, steile Weichen, Höchstradius ca. 50 cm, kein Flexgleis, das Schotterbett gilt als bruchgefährdet. Und Probleme bei RP25-Radsätzen gibt es auf Herzstücken, für Roco Line (nicht GeoLine) gibt es Einsätze, dann hoppeln aber NEM-Radsätze. Da empfiehlt sich entweder RP25 oder NEM und nicht mischen.

Ich würde Roco Line nehmen und das sowohl im sichtbaren Bereich als auch im SBF, es gibt schlanke Weichen, viele Radien, Flexgleis und wenn Du nicht selbst schottern willst ein maßstäbliches Bettungsgleis.

Auch ich würde mit PC steuern, dann macht aber eine Zentrale mit Bildschirm keinen Sinn, da genügt eine „Blackbox“ wie die Roco z/Z21, Tams Redbox, Lenz LZV 200 etc.

Gruß
Werner


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#5

Beitrag von Domapi » So 10. Feb 2019, 20:52

Ich meinte natürlich Roco Line Gleis.
:oops:
Viele Grüße
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#6

Beitrag von vinylfan » So 10. Feb 2019, 20:54

Würde auch das Roco Line vorschlagen.
Habe fast ausschließlich Flexgleis verlegt. Mein SBH läuft in einem großen Bogen, war eigentlich nur mit Felx machbar.

Die Bahn läuft seit 1,5 Jahren, völlig ohne Problem. Entgleisungen gibt es nicht. Ich habe es auch in den Wendel verlegt, damit ist man auf keinen R festgelegt.
Grüße
Klaus
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#7

Beitrag von ralfio » So 10. Feb 2019, 21:18

Auf meiner Anlage habe ich Peco Code 75 im sichtbaren Bereich und Peco Code 100 im Schattenbahnhof. In Code 100 gibt es Flexgleise und vorgefertigte Gleisstücke. Das Peco System funktioniert problemlos mit NEM 310 und RP 25 Radsätzen.

Gruß
Ralf


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#8

Beitrag von strassenchecker » So 10. Feb 2019, 21:26

vinylfan hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 20:54
Würde auch das Roco Line vorschlagen.
Habe fast ausschließlich Flexgleis verlegt. Mein SBH läuft in einem großen Bogen, war eigentlich nur mit Felx machbar.

Die Bahn läuft seit 1,5 Jahren, völlig ohne Problem. Entgleisungen gibt es nicht. Ich habe es auch in den Wendel verlegt, damit ist man auf keinen R festgelegt.
Hallo Klaus,
hast du für die Gleisverlegung in der Wendel mit (selbstgebauten) Radienschablonen gearbeitet? Oder reicht anzeichnen und gesundes Augenmaß? Ich denke Flexgleis wäre auch für mich 1. Wahl.

Gruß,
Achim


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#9

Beitrag von DR POWER » So 10. Feb 2019, 21:30

Hallo Achim

Ich kann hier nur was zum Gleis beitragen.
Für den Untergrund würde ich auch Rocoline nehmen. Da laufen die NEM Radsätze ohne Probleme, die eventuell von dir angedachten RP25 holpern da allerdings in den Weichen.
Noch zumindest, denn ROCO hat jetzt eine neue Bogenweiche angekündigt die ohne Spurkranzauflauf funktioniert und auf der auch RP25 Radsätze ohne holpern laufen.
In Folge sollen wohl nach und nach die anderen Weichenelemente überarbeitet werden.
Bis das allerdings abgeschlossen ist wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen.

Tillig Elite würde natürlich auch super funktionieren. Da laufen beide oben genannten Radsatzvarianten und du bekommst dort auch feste Gleiselemente zur einfacheren Verlegung in den Gleiswendeln.

Liebe Grüße, Andre
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#10

Beitrag von strassenchecker » So 10. Feb 2019, 21:33

ralfio hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 21:18
Auf meiner Anlage habe ich Peco Code 75 im sichtbaren Bereich und Peco Code 100 im Schattenbahnhof. In Code 100 gibt es Flexgleise und vorgefertigte Gleisstücke. Das Peco System funktioniert problemlos mit NEM 310 und RP 25 Radsätzen.
Hallo Ralf,
was war dann für dich der Grund im Schattenbahnhof auf Code 100 zu wechseln. Ist das Gleismaterial günstiger oder sind es die zusätzlich lieferbaren vorgefertigten Gleisstücke? Ich werde mal die Preise studieren :calc:

Gruß,
Achim

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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#11

Beitrag von vinylfan » So 10. Feb 2019, 21:36

Hallo Achim,

da gehört ein wenig Übung zu. Würde mit Flexgleis nicht im Wendel anfangen. :wink:

Habe ich dort "frei Schnauze" gemacht, den R immer so groß wie möglich.
Im Wendel macht es Sinn die Felxgleise nicht parallel abschneiden, sondern einige cm versetzt. Dann ist der Radius gleichmäßiger. Ich habe die Gleise verschraubt und dann zusätzlich verlötet.
Grüße
Klaus
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#12

Beitrag von moppe » So 10. Feb 2019, 23:17

drum58 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 20:44
Lenz LZV 200
Ich denken es ist schwer der LZV200 zu empfehlen- es kann ja viele Jahren dauern, bis es kommt an der Markt.
LZV200 war Neuheit in 2010, heute schreiben wir 2019
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#13

Beitrag von ralfio » Mo 11. Feb 2019, 12:58

strassenchecker hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 21:33
Hallo Ralf,
was war dann für dich der Grund im Schattenbahnhof auf Code 100 zu wechseln. Ist das Gleismaterial günstiger oder sind es die zusätzlich lieferbaren vorgefertigten Gleisstücke? Ich werde mal die Preise studieren :calc:

Gruß,
Achim
Hallo Achim,
Der Grund war die Bequemlichkeit :mrgreen: Kurven sind einfach leichter zu erstellen, besonders im Gleiswendel. Günstiger ist es natürlich mit Flexgleis.
Peco Gleise kannst du bei Hattons in UK relativ günstig bestellen.

Gruß
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#14

Beitrag von BR 182 - 2015 » Mo 11. Feb 2019, 13:07

Hallo,
alles was RP25 Radsätze hat fährt auch auf Code 100.
Wenn du noch Ältere Fahrzeuge hast würde ich auf jeden Fall Code 100 einsetzen.
Zb.: Piko A- Gleissystem wer da schon eine Möglichkeit , wird demnächst auch mit Bettung raus kommen.
Viel Spaß mit eure MoBa :charles:
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#15

Beitrag von DR POWER » Mo 11. Feb 2019, 14:49

BR 182 - 2015 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 13:07
Hallo,
alles was RP25 Radsätze hat fährt auch auf Code 100.
Wenn du noch Ältere Fahrzeuge hast würde ich auf jeden Fall Code 100 einsetzen.
Zb.: Piko A- Gleissystem wer da schon eine Möglichkeit , wird demnächst auch mit Bettung raus kommen.
Hallo Burgi

Sicher laufen RP 25 Radsätze auf Code 100 Profilen.Nicht so schön ist allerdings die Kombination von RP 25 Radsätzen und Weichen mit Spurkranzauflauf. Das gibt immer ein unschönes holpern und im schlimmsten Fall ein Entgleisungsrisiko.
Interessant ist allerdings das sich zum Beispiel das alte Fleischmannmodellgleis bei Verwendung der Weichen mit verstellbarer Herzstückspitze (und nur dann)mit RP 25 Radsätzen verträgt.

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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#16

Beitrag von BR 182 - 2015 » Mo 11. Feb 2019, 15:00

Hallo Andre,
das kann man sehen wie man will. ich habe auch Paar Radsätze mit RP 25 ( trifft auf neure Loks zu ) und Läuft alles ohne Probleme auch bei Weichen.


Anders Herum gibst es mit Norm Achsen die auf 2.1 mm Profil Höhe eingesetzt werden, Betrift Ältere Fahrzeuge.

Aber jeder soll selbst entscheiden mit welchen Gleisen er Bauen möchte und für Ihn OK ist.
Zuletzt geändert von BR 182 - 2015 am Mo 11. Feb 2019, 15:18, insgesamt 1-mal geändert.
Viel Spaß mit eure MoBa :charles:
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#17

Beitrag von Ulf325 » Mo 11. Feb 2019, 15:09

drum58 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 20:44
GeoLine würde ich sicher nicht verwenden, steile Weichen, Höchstradius ca. 50 cm, kein Flexgleis, das Schotterbett gilt als bruchgefährdet. Und Probleme bei RP25-Radsätzen gibt es auf Herzstücken
Das stimmt so ziemlich alles nicht ;)
Die Weichen sind zwar etwas steil aber mit R=500 absolut betriebssicher, selbst die Innenbogenweichen kann man ohne Zahnschmerzen verwenden.
Probleme mit RP25 gibt es auch nicht. 40 Jahre alte Piko-Loks laufen ebenso problemlos wie RP25. Zum Beispiel die "berüchtigte" Roco 35.10 mit 0,6mm Spurkränzen. Das Einzige was gelegentlich mal holpert sind MäTrix-Loks. Die haben eine merkwürdige Kombination aus Innenmaß und Spurkranzhöhe. Entgleisungen gibt es trotzdem nicht.
Und Geoline Flexgleis war jahrelang das einzig lieferbare Bettungs-Flexgleis überhaupt, Märklin hat das bis heute nicht.
Bruchgefährtet ? Mit ist noch nichts kaputtgegangen. Einmal fest installiert ist das ohnehin ziemlich egal.

Für einen großen Abstellbahnhof würde ich es trotzdem nicht nehmen, da ich dort unbedingt auf Servoantriebe setzen würde, und die passen nicht bei Geoline.
Mit freundlichen Grüßen: Ulf

Meine Anlage

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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#18

Beitrag von acecat » Mo 11. Feb 2019, 17:03

Moin,

ich bin ja beinahe entsetzt über so einige Kommentare, die mir hier vor die Linse geschmissen werden...

Aber langsam eines nach dem anderen.
Selbstverständlich fahren RP25/C110 Räder selbst auf Code 143 Schienenprofilen ebenso einwandfrei wie auf Code 55 Profilen. Erklärung: Den Rädern ist die Schienenprofilhöhe nämlich völlig egal. Wichtiger ist, ob die Lückenweiten in Herzstücken und Radlenkern der Weichen/Kreuzungen kompatibel zu RP25/C110 Rädern sind. Roco ist in erster Linie für den Einsatz von NEM Rädern konstruiert. Das gilt sowohl für das alte C100 Gleis, das Roco Line Gleis wie auch Roco GeoLine Gleis. Lediglich Roco Line ist eingeschränkt durch Einlegebleche in den Herzstücken RP25/C110 kompatibel, wobei ein Mischbetrieb mit NEM Rädern dann aber ausgeschlossen ist.

Peco (egal welches H0 Gleis) wie auch Tillig Elite ist nicht nur für den Betrieb mit NEM Rädern geeignet, sondern erlaubt obendrein den Einsatz von RP25/C110 Rädern im Mischbetrieb. Beide Gleissysteme sind überdies imstande, nach geringen Modifikationen lässt sich selbst mit RP25/C88 Rädern entgleisungsfrei mit einem ganz leichten Ruckeln gefahrlos Betrieb machen. In letzterem Fall gibt man aber die Möglichkeit zum uneingeschränkten Mischbetrieb weitestgehend auf.

Mein Tipp:
Geisanlagen im Untergrund von Tillig Elite, im sichtbaren Bereich mit Weinert "Mein Gleis".

Lieben Gruß

acecat
Ich muss wohl irgendwie kaputt sein.
Nie funktioniere ich so, wie andere es gern hätten.


drum58
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#19

Beitrag von drum58 » Mo 11. Feb 2019, 20:38

Ulf325 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 15:09
drum58 hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 20:44
GeoLine würde ich sicher nicht verwenden, steile Weichen, Höchstradius ca. 50 cm, kein Flexgleis, das Schotterbett gilt als bruchgefährdet. Und Probleme bei RP25-Radsätzen gibt es auf Herzstücken
Das stimmt so ziemlich alles nicht ;)
Probleme mit RP25 gibt es auch nicht.
Und Geoline Flexgleis war jahrelang das einzig lieferbare Bettungs-Flexgleis überhaupt,
Hallo Ulf,

wenn Du zitierst, solltest Du nicht Sätze da abschneiden, wo es Dir gerade passt. Ich habe nämlich ausdrücklich geschrieben, dass es Probleme mit RP25 in Weichen (und da wiederum war keine Rede von GeoLine) gibt, von generellen Problemen steht da nichts.
Und das jahrelang einzige Bettungs-Flexgleis war von Roco Line, GeoLine gab es da noch gar nicht, das erschien erst nach dem (patentbedingten) Aus von Roco Line.
Das einzige was in meinem Post tatsächlich falsch ist, ist dass es von GeoLine auch ein Flexgleis gibt. Das war mir nicht bewusst, ich habe es erst jetzt recherchiert.

Gruß
Werner


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#20

Beitrag von drum58 » Mo 11. Feb 2019, 20:57

moppe hat geschrieben:
So 10. Feb 2019, 23:17
Ich denken es ist schwer der LZV200 zu empfehlen- es kann ja viele Jahren dauern, bis es kommt an der Markt.
LZV200 war Neuheit in 2010, heute schreiben wir 2019
Hallo Klaus,

wie im Eisenbahn-Magazin-Messeheft nachzulesen ist, soll die LZV 200 im März/April ausgeliefert werden und auf der Lenz-Website gibt es jetzt auch nur noch die LZV 200, die LZV 100 wird nicht mehr genannt.
Und übrigens war sie 2010 angekündigt und nicht als Neuheit präsentiert. Dass Lenz sich extrem viel Zeit gelassen hat stimmt, ist aber kein Grund sie jetzt bei Erscheinen zu ignorieren.
Und im übrigen war sie nur einer unter mehreren Vorschlägen.

Gruß
Werner


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#21

Beitrag von strassenchecker » Di 12. Feb 2019, 10:27

Ja Wahnsinn, da war schon viel Information dabei.
BR 182 - 2015 hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 13:07

Zb.: Piko A- Gleissystem wer da schon eine Möglichkeit , wird demnächst auch mit Bettung raus kommen.
Mmh, wieso sollte ich im Schattenbahnhof Bettungsgleis verwenden? Schalldämmung?

Also ich halte mal für mich fest: Bei mir fährt nur neues Material mit niedrigen Spurkränzen. Mä/Trix wird bei mir wahrscheinlich kaum laufen, wobei mir der rote TVT schon gefallen würde :sabber:

Mir ist tatsächlich auch aufgefallen, dass z.B. die Brawa Umbauwagen über die Roco Line Weichen "drüber wackeln". Entgleisungen gab's noch keine, aber sieht halt auch nicht gut aus, im Sbf wär's aber wurscht.

Aber ich werde mir ein paar Peco Weichen zulegen und testen. Warum denn nicht auch im Sbf Code 75 verlegen? Nach ein paar Meter Flexgleis verlegen, geht das später sicherlich auch leichter von der Hand. Und eine gute Übung für den späteren sichtbaren Gleisbereich ist es allemal. Verwendet man im Sbf eigentlich Magnetschalter oder doch besser Servos für die Weichenantriebe? Welche wären für Peco empfehlenswert? Die Hauseigenen oder gibt's Alternativen?
ralfio hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 12:58
Peco Gleise kannst du bei Hattons in UK relativ günstig bestellen.
Danke für den Tip. Hoffentlich gilt das auch noch nach dem Brexit oder sollte ich schon bunkern? Sehr gute Alternative wäre jedenfalls Tillig Elite.

Das Weinert Gleis sieht einfach spitzenmäßig aus, vorallem die Weichen. Gut, eine DKW kostet dann schon richtig Geld und ich werde wahrscheinlich auch 2 Stück davon einsetzen müssen. Mittlerweile sind auch kurze Weichen lieferbar und mit 8,6° Abzweigwinkel und R1450 würde ich die immer noch als schlank bezeichnen. Auch gibt es flexible Weichen und da ein Bahnhofskopf im Bogen velaufen wird, könnte ich da eine elegante Weichestraße verlegen. Ich hab zwar damit noch gar keine Erfahrung (gab's früher einfach nicht) aber es ist sicherlich machbar.

Ich hatte auch schon an Weichen-Bausätze gedacht. Naja, vielleicht lass' ich mir mal einen Bausatz schicken, nur um zu sehen wie's geht! Wer wäre da 1. Wahl? Schuhmacher?

Bei der Steuerung wird's schon schwieriger. Ich könnte mir ein Gleisbildstellwerk gut vorstellen, z.B. Uhlenbrock hätte da was im Programm. Aber eine Software Lösung ist wahrscheinlich auch nicht teurer und bringt zusätzliche Möglickeiten.

Welche aktuelle Lektüre wäre da empfehlenswert? Schön wäre ein Buch welches die Thematik von Anfang an behandelt. Denn für mich gibt's da einfach noch zuviele Unbekannte.

Noch 'ne Frage? Bei welcher Gleisplanungssoftware lassen sich Flexgleise gut einfügen, biegen, kürzen etc. Ich hab's mit Wintrack probiert, ohne Erfolg.

schönen Dank erstmal.
Achim


ralfio
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#22

Beitrag von ralfio » Mi 13. Feb 2019, 01:16

strassenchecker hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 10:27
ralfio hat geschrieben:
Mo 11. Feb 2019, 12:58
Peco Gleise kannst du bei Hattons in UK relativ günstig bestellen.
Danke für den Tip. Hoffentlich gilt das auch noch nach dem Brexit oder sollte ich schon bunkern? Sehr gute Alternative wäre jedenfalls Tillig Elite.
Hallo,

was soll sich denn dramatisches aendern? Im schlimmesten Fall zieht dir der Verkaeufer in UK die GST ab (20%) und in D darfst du wieder 19% MwSt + Zoll zahlen. Ausser mehr Papierkram werden die Kosten nicht exorbitant nach oben schnellen.

Gruss
Ralf


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#23

Beitrag von strassenchecker » Fr 8. Mär 2019, 17:34

Hallo zusammen,

bevor es an den eigentlichen Anlagenbau geht, werde ich als erstes auf einer Platte zwei Ovale mit Weichenverbindungen und ein, zwei Abstellgleise aufbauen. Da kann ich dann schon ein wenig experimentieren mit Gleisdämmung, Weichendecodern und was weiß ich alles.Nachdem ich mir nun etwas Gleis und Weichenmaterial Code 75 von Peco besorgt habe stellt sich mir jetzt die Frage, wie man die Weichen am besten antreibt. So wie ich das sehe ist es mittlerweile usus auch im Schattenbahnhof die Weichen motorisch anzutreiben. Mir ist aber noch nicht so richtig klar wo denn der Unterschied zwischen einem normalen "motorischen Antrieb" und einem Servoantrieb liegt. Gibt's überhaupt einen oder was macht einen Servo aus?

Im Katalog von Weinert habe ich verschiedene Antriebe von MTB gefunden, z.B MP1, MP5, MP6, MP7. Alle sind irgenwie für Weichen verwendbar aber welcher ist nun der Richtige? Welchen braucht man z.B. zum Herzstück polarisieren?

Ich habe für meine Anlage zwei Schattenbahnhöfe auf zwei unterschiedlichen Ebenen vorgesehen. Beide sollen jeweils nur in einer Richtung durchfahren werden. Jetzt könnte ja man auf die Idee kommen, die stumpf befahrenen Weichen ohne Antrieb zu lassen. Macht das Sinn? Ist bei Weichen ohne Antrieb eine Polarisation der Herzstücke möglich? Und braucht man das überhaupt?

Wer hat mir einen Tipp für einen zuverlässigen und preiswerten Antrieb? Ich komm auf ca. 75 Weichen im Untergrund da spielt auch der Kostenfaktor ein bisserl mit rein.

Ihr seht, hier müssen noch ein paar grundsätzliche Fragen geklärt werden. Hab' mir aber schon Lektüre zum Thema Anlagenbau bestellt. :). Ein "Digital für Einsteiger"-Buch suche ich noch...

Gruß,
Achim


Ulf325
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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#24

Beitrag von Ulf325 » Fr 8. Mär 2019, 17:52

Hallo Achim,

also:
Servomotor = Schrittmotor
der wird mit Impulsen gesteuert braucht also ein aufbereitetes Signal. Digital kommt er an einen "Servodecoder" der auch die Steuerung übernimmt. Wege und Geschwindigkeiten sind variabel.

motorischer Antrieb = Elektromotor mit Getriebe. Der bekommt z.B. 12V= und dreht dann von einer Endlage in die andere

Technisch sehe ich beides als etwa gleichwertig. Allerdings kann man Servoantriebe teils äußerst günstig bekommen. Subjektiv sind mir motorischen Antriebe lieber.

Weichen aufschneiden - kann man machen. Ich mache es nicht, weil ich alle Weichen polarisiert habe, weil bei mir auch Kleinloks verkehren. Bei ausschließlich Hauptbahnverkehr kann man im Abstellbahnhof schon mal darauf verzichten.

Die MTB Antriebe kenne ich auch, gefallen mir sehr gut. Vor allem haben die alle einen potentialfreien Rückmeldekontakt den man zB für die Polarisierung verwenden kann. Besonders günstig sind sie aber nun gerade nicht.Über die verschiedenen Sorten kannst du dich bei MTB informieren:
https://www.mtb-model.com/pages/prestavniky.php?lang=de
Mit freundlichen Grüßen: Ulf

Meine Anlage

Modelleisenbahnfreunde Magdeburg


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Re: Gleissystem Schattenbahnhof

#25

Beitrag von Domapi » Fr 8. Mär 2019, 18:02

Tipp für den Untergrund: Hoffmann-Antriebe, günstig und zuverlässig. Ist ein motorischer Antrieb und braucht entweder einen speziellen Dekoder oder eine Zusatzschaltung (Relais oder auch mit Transistoren) zum Betrieb an normalen Weichendekodern für elektromagnetische Antriebe.

http://hoffmann-antrieb.de/pages/s_0202_mwa.html

Ein Servo besitzt zwar auch einen Motor, hat aber eine spezielle Beschaltung/Ansteuerung mit Pulsweitenmodulation und braucht spezielle Servodekoder.

Einfach mal nach "motorisch Antrieb Weiche" und "Servo", "Servodekoder" googeln, da findest Du haufenweise Material zum Lesen.

Im sichtbaren Bereich würde ich Servos verwenden: unsichtbar im Unterflurbetrieb, halbwegs leise und v.a. schön langsame Stellbewegung.

Ich habe mit Ausfahrweichen, die aufgefahren werden (also ohne Antrieb) keinerlei Probleme auf meiner Anlage. Wenn man nur in einer Richtung fährt, spart man sich Geld und Zeit.

Herzstückpolarisierung ist insbes. bei Loks mit wenig Achsen zur Kontaktaufnahme sinnvoll. Wenn Du nur längere Loks mit 4 - x Achsen einsetzt, braucht man das nicht unbedingt. Falls die Weiche nicht angetrieben wird, muss die Polarisierung mit einem Relais eingespeist werden oder auch parallel über Einfahrtweiche (so ist es bei mir gelöst).

Die MTP-Antriebe kenne ich nicht, sind aber wohl auch ganz interessant, wenn auch teurer.

Die Standarddoppelspulenantriebe der klass. Hersteller würde ich in jedem Fall meiden: teuer und meist unverlässlich.
Viele Grüße
Martin

Der Weg ist das Ziel !

Mein noch namenloser Trennungsbahnhof: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=152275

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