Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

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chessyger
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Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#1

Beitrag von chessyger » Mi 6. Mär 2019, 10:37

Sagt mal kann es sein das bei der Trix BR 24 die Tenderräder nicht zur Stromabnahme genutzt werden. Mich hat stutzig gemacht das die Lok bei Langsamfahrt über schlanke Roco Line Weichen oder Bogenweichen (Also alle mit längeren Herzstückbereich) wenn das nicht polarisiert wurde garantiert hält. So ein Verhalten kann nur vorkommen wenn der Tender nicht zur Stromabname genutzt wird.
Kenne ich von Loks anderer Hersteller welche den Tender mit zur Stromabname nutzen nicht. Die kriechen über solche Weichen.
Ist so eine Fehlkonstruktion überhaupt in der heutigen Zeit noch möglich?
Wenn dem also so ist, gibt es da einfache Vorschläge den Tender mit zur Stromabname heranzuziehen?
Gruß
Jürgen
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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#2

Beitrag von Cyberrailer » Sa 4. Mai 2019, 16:03

Hallo Jürgen

Hast Du mala versucht nur den Tender aufs Gleis zu stellen und geschaut, was die Lok macht ?
Ist normalerweise ungewöhnlich, das der Tender nicht zur Stromabnahme beiträgt.

Gruß Mario

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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#3

Beitrag von chessyger » Sa 4. Mai 2019, 16:25

Ja, hab ich inzwischen gemacht. Hat er. Der Tender trägt zur Stromabname bei. Weiß der Teufel warum die immer so Probleme mit Weichen hat.
Aber ich hatte inzwischen mal bei Trix angefragt warum der Tender nicht zur Stromabnahme benutzt wird wie ich ja fälschlich dachte.
Die Antwort des Fachmanns vom Service möchtest du nicht wissen oder?
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dies ist bei diesem Modell korrekt. Die Räder des Tenders werden nicht zur Stromabnahme herangesogen. Nach unseren Tests reicht die verwendete Stromabnahme aber völlig aus. Hier besteht für uns daher kein Handlungsbedarf.

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Ihr Märklin Kundenberater

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Ob ich da noch mal Anfrage ist sehr fraglich
Zuletzt geändert von chessyger am Sa 4. Mai 2019, 23:10, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß
Jürgen
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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#4

Beitrag von Mercutius » Sa 4. Mai 2019, 16:37

Na ja, die Lok ist ja auch vergleichsweise günstig, Stromaufnahme auch an den Tenderachsen würde wieder einen höheren Verkaufspreis bedeuten ;).

Und ich finde die Antwort des Kundendienstes nicht wirklich schlimm. Ich meine, die werden die Lok ausführlichst auf ihren Hausgleisen, sprich die Zweileitervariante des C-Gleises, getest, und für gut gefunden haben.

Jetzt kann man IMHO geteilter Meinung darüber sein, was die Fehlkonstruktion ist:

A: Lok hat keine Stromaufnahme an allen Achsen

B: schlanke Weichen ohne Herzstückpolarisierung verwenden *

*: 'n Glaskasten wird es da auch nicht so einfach haben ;)

:wink:


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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#5

Beitrag von Dreispur » Sa 4. Mai 2019, 17:01

Hallo !

Es werden sicher nicht viele Reklamieren . Sonst hätte man eventuell ein Nachrüstset gemacht .
Es kommt jetzt darauf an ob du diese Lok zurückgeben willst oder versuchst selbst 2 Drähte nach vorne kabelst . Stromabnehmer wären eventuell von Beleuchtungssatz zu brauchen .
mfG ANTON

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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#6

Beitrag von chessyger » Sa 4. Mai 2019, 17:13

Doch, die Antwort ist schlimm.
Ich schrieb doch sie hat Stromabname vom Tender. Nur Tender auf Gleis und Lok hochgehalten, Lok läuft. Ich hatte mich im Startposting geirrt.
Das der Service das noch nicht mal das weiß ist schlimm.

A) Wäre eine Fehlkonstruktion. Grundsätzlich sollten alle möglichen Räder zur Stromabnahme benutzt werden.
B) Schlanke Weichen ohne Herzstückpolarisierung natürlich auch.
Allerdings gibt es ja wohl auch Modellbahner mit älteren Anlagen welche Weichen mit Kunststoffherzstück haben. Tauschen die wegen einer Fehlkonstruktion alle Weichen aus?

Klar hat ein Glaskasten da Probleme. Eine Köf II auch. Bei denen hilft ja inzwischen bei einigen Herstellern ein Decoder mit Pufferspeicher.
Auch die neue Sound Trix Köf II hat einen. Und die fährt Problemlos über die erwähnten Weichen.
Da sollte doch eine mit Tender fast 4 x so lange Lok wie die BR 24 keine Probleme haben.
Die Köf hat 4 Räder zur Strohmaufnahme, bei der BR 24 sind es mit Tender 14 Räder die möglich wären.
Gruß
Jürgen
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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#7

Beitrag von chessyger » Sa 4. Mai 2019, 17:20

Anton
Wer mit so einer Lok immer Vollgas fährt, der merkt solche Fehler nicht. Und ohne eine Grundsatzdiskussion zu starten. Genau das tun viele Modellbahner. Zumindest die ich kenne. Wer läßt schon seine Lok im Kriechtempo über eine Weiche fahren?

Ich habe eine umgebaute Fleischmann T3 mit Faulhaberantrieb, ESU Sounddecoder und ESU Pufferspeicher. Die läuft in Fahrt mit Sound wenn ich sie vom Gleis hebe noch 2 - 3 Sekunden weiter. Die lacht über stromlose Herzstücke oder 5 cm Gleis ohne Strom.
Ich hab die bei einem Bekannten umbauen lassen nachdem meine Trix T3 zurück an den Händler ging. Da ging der Sound in Langsamfahrt sogar auf einen polarisierten Herzstück aus und startete neu wenn nicht sogar die Lok stehen blieb.
Das macht die Trix Köf II nicht, die hat neben Sound einen mini Pufferspeicher von Haus aus. Es geht also wenn der Hersteller möchte.
Gruß
Jürgen
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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#8

Beitrag von Ulf325 » Sa 4. Mai 2019, 17:26

bei meiner Trix BR 56 hatte ich ein ähnliches Problem.
Die Stromabnehmer im Tender hatten zu wenig Vorspannung, dadurch nur einen sehr kurzen Federweg. Im Bogen reichten sie nicht mehr bis zum Rad. Ich habe sie etwas nachgebogen, Seit dem ist es besser.
Mit freundlichen Grüßen: Ulf

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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#9

Beitrag von Cyberrailer » Sa 4. Mai 2019, 18:17

chessyger hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 16:25
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Sehr geehrter Herr xxxxx,

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Gruß Mario


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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#10

Beitrag von klein.uhu » Sa 4. Mai 2019, 22:41

chessyger hat geschrieben:
Sa 4. Mai 2019, 17:13
Ich schrieb doch sie hat Stromabname vom Tender. Nur Tender auf Gleis und Lok hochgehalten, Lok läuft. Ich hatte mich im Startposting geirrt.
Das der Service das noch nicht mal das weiß ist schlimm.
Moin,

Du schreibst es erst so, Märklin bestätigt dass es angeblich so sei, dann schreibst Du das Gegenteil. Toll!
Klare Aussage! Wer soll da klarkommen?

Nimm einen Durchgangsprüfer / Multimeter, entferne den Deoder, und miß von Rad zu Rad jeder Seite auf Durchgang.
Dann weißt Du genau, welche Räder zur Stromabnahme beitragen. Und achte darauf, das alle Radschleifer immer Kontakt zum Rad haben. Dann herrscht Klarheit.

:wink: klein.uhu

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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#11

Beitrag von chessyger » Sa 4. Mai 2019, 23:08

Ich hab es auf die erste Antwort hier in Tread sofort korrigiert. Haben scheinbar alle überlesen.
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Re: Trix BR 24 (22324) Stromabnahme verbessern?

#12

Beitrag von noels » Fr 12. Jul 2019, 19:58

Ich weiß nicht, ob es jetzt noch jemanden interessiert. Weil ich solche Modelle von Trix H0 auf das Express- System umrüste, muß ich sie komplett zerlegen und die Stromaufnahme modifizieren. Deshalb kann ich vielleicht ein paar Informationen liefern:
- An allen Tenderrädern und allen Kuppelrädern der Lok findet man Radschleifer. Der Vorläufer wird nicht genutzt.
- Für die Radschleifer sind wohl leider die paar Cent für ordentliche Federbronze schon zu teuer. Hier wird, wie auch bei anderen Hobbyloks, eine hauchdünne und fast unelastische Legierung verwendet. Die mittlere Kuppelachse und auch die Tenderachsen weisen eine Seitenbeweglichkeit auf, der diese Radschleifer nicht folgen können
- Märklin verzichtet bei dieser Lok, wie auch bei der BR74, auf die simple Möglichkeit, die Stromführung von den nicht isolierten Rädern auf den Rahmen abzugreifen. Die erste und dritte Kuppelachse sind in Bronzebuchsen gelagert -> Sie übertragen den Strom also recht sicher auf den Rahmen.
- Dem Vorläufer kann man auch eine kleine Bronzefeder geben, so daß auch hier das nicht isolierte Rad auf den Rahmen übertragen kann. Von der braunen Litze der linken Schleiferseite kann man also eine Verbindung zu einer Schraube am Rahmen herstellen.
- Zumindest für die Seite der isolierten Räder sollte man die schlappen Radschreifer durch selbst geschnittene aus Bronzeblech 0,1 mm herstellen.

Die Lok hat auch eine äußerst mäßige Traktion. Da schaffe ich Verbesserung mit Walzblei in 1,5 mm Stärke. Das Zeug kann man mit einer kräftigen Haushaltsschere schneiden und gut formen. Vorne kann man unter der Schwungmasse und in der Rauchkammer noch etwas Ballast unterbringen. Hinten habe ich eine Platte für den Führerhausboden ausgeschnitten und genau angepaßt. Die 30 zusätzlichen Gramm machen sich schon bemerkbar.

Das Gestänge ist sehr filigran. Deshalb habe ich den letzten Schritt erst gewagt, als ich die Ersatzteile für den "worst case" hatte:
Für eine ausgewogenere Traktion habe ich eines der beiden Räder mit Haftreifen nach vorn auf die erste Achse gesetzt im Austausch gegen das Rad ohne Haftreifen. Inzwischen hat die Lok schon eine Reihe von Betriebsstunden hinter sich -> Das Gestänge verkraftet offenbar die zusätzliche Belastung. Den Fahreigenschaften und der Zugkraft tut diese Maßnahme sehr gut. Man sollte sie aber nicht bis zur Schleudergrenze ausreizen. Der Motor ist auch von der billigeren Sorte. Aber 5-6 Donnerbüchsen bewegt die Lok so sehr sicher. Auch meine 4%- Steigung auf der Anlage stellt so kein Problem dar. Die DKW von Trix Express sind für die Stromaufnahme auch ein guter Härtetest. Es funktioniert.

Für den Preis bekommt man imho einen guten Gegenwert. Mit ein klein wenig Arbeit und für ganz kleines Geld kann man die Lok deutlich verbessern.

VG
Heiko

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