Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

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BernhardN
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Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#1

Beitrag von BernhardN »

Hallo Forum,

beim Ausräumen meines Elternhauses habe ich meine uralte Eisenbahnplatte aus den 1980er Jahren wiedergefunden. Eine - wie sollte es anders sein - massive Sperrholzplatte, mit grüner Sägespäne begrast. Den Gleisverlauf und den angedachten Bebauungsplan sieht man recht eindeutig. Sie hat aus irgendeinem Grund an den Rändern einige Streifen lassen müssen, anscheinend war nach dem Abriss geplant, die Platte als Abdeckung für irgendetwas anderes zu verwenden. Sie wurde dann im jetzigen Maß 102cm x 151cm doch auf dem Dachboden verstaut, für was auch immer.

So sieht die Platte jetzt aus:
Bild

Man kann den Gleisplan erahnen (die schwarzen Linien sind die Umrisse einer auf selber Platte geplanten Spur Z-Anlage, die nie realisiert wurde), an den unten abgeschnittenen Rest kann ich mich nicht mehr genau erinnern, ich weiß tatsächlich nach kaum 35 Jahren nicht mehr, ob es da noch ein paar Weichen gab. Insofern ist das folgende der rekonstruierte Gleisplan nach bestem Wissen und Gewissen:
Bild

Früher war die Platte demnach ca. 120cm x 190cm groß, das sollte ungefähr hinkommen.

Warum das in Anlagenplanung steht? Weil ich natürlich die Gelegenheit nutzen will, auf der historischen Platte eine M-Gleis-Anlage aufzubauen. Den originalen Gleisplan bekomme ich dank der abgeschnittenen Ränder so nicht mehr gebacken, deshalb habe ich einfach mal geplant, was jetzt draufpassen würde und was einen einigermaßen interessanten Nebenbei-Betrieb verspricht. Bedingung meiner Frau: die klassische Rundherum-Fahrt muss bleiben! So kam ich auf das hier:
Bild

Was haltet ihr davon? Hier ist neben dem Rundherum wenigstens ein bisschen Rangierspielerei möglich, deshalb auch die Entkupller im Güterbereich hinten. Das frühere vollumfängliche Parallelgleis wurde aufgrund der geschrumpften Plattenfläche zugunsten einer eingleisigen Strecke, wenigstens mit mehrgleisigem Bahnhof, aufgegeben.

Mit der Geländegestaltung habe ich übrigens schon angefangen, in der linken hinteren Ecke saß einer der typischen Maulwurfshügel-Tunnel. Den habe ich kürzlich zufällig auf einer MoBa-Börse entdeckt und spontan in mein Eigentum übergehen lassen, so dass quasi 100% des Geländes nun schon wieder rekonstruiert ist. Für einen Baubericht reicht das aber wohl noch nicht. :)

Schöne Grüße,


Bernhard
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#2

Beitrag von Dreispur »

Hallo !

Was hältst du davon ein Gleis mehr in der langen Seite ?
Wenn links und rechts eine Verlängerung gemacht wird von 10 cm , auf 171 cm , geht sich doch eine Gerade ( 3x ) aus .
Links dürfte es gefälliger aussehen .
mfG ANTON

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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#3

Beitrag von BernhardN »

Hallo Anton, Du meinst, die Platte auf 171 cm zu verbreitern indem rechts und links ein Stück angetackert wird? Ich hatte mir ursprünglich tatsächlich überlegt, das Originalformat komplett wieder herzustellen und den Original-Gleisplan zu verwirklichen.

Dann passt sie aber leider nicht mehr auf den nun verfügbaren Platz, der verträgt zufällig gerade so die jetzigen 102 x 151 cm. Insofern hat mich erst die Kürzung der Platte (vmtl. durch meinen Vater, fragen kann ich ihn nicht mehr) erst in die Lage versetzt, die alte Platte wieder zu reaktivieren.

Wäre sowieso nur ein skurriler Spaß, die "Hauptanlage" bleibt die große digitale K-Gleis-Anlage daneben. Die alte Platte war eher ein Zufallsfund, wäre aber irgendwie zu schade zum wegwerfen (wobei eine Untersuchung der tiefenpsychologischen Bindung zur "ersten Platte" noch aussteht :wink: ).
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#4

Beitrag von Cargolino »

Hallo Bernhard,

mir gefällt Dein Entwurf gut. Im Gegensatz zur Ursprungsanlage ist Dein jetziger Entwurf schon Modellbahn. Ich würde ggf. über Bogenweichen nachdenken, das gibt ein gefälligeres Gleisbild. Versuch doch mal den Gleisplan leicht schräg zur Anlagenkante auszulegen. Im Vordergrund ist ja noch etwas Platz.
Also aus meiner Sicht kannst Du loslegen.
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Es grüßt Kai-Nils

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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#5

Beitrag von DR POWER »

Hallo Bernhard

Schöne Idee so eine nostalgische Anlage wieder aufleben zu lassen :gfm:.

Im Bahnhofsbereich würde ich bei den rechts geplanten Abstellgleisen, eines weglassen und damit die Nutzlänge des übrigbleibenden Gleises verlängern.

Auch die beiden oben angedachten Abstellgleise würde ich auf eins reduzieren, dazu den Güterschuppen nach unten an das verbleibende Gleis stellen.Damit könntest du eine gemeinsame Zufahrtsstrasse mit dem Bahnhofsgebäude einrichten und hättest oben links mehr Platz für den "Maulwurfshügel".

Die Gleisanlage würde ich parallel zur Anlagenkante liegen lassen da es früher eine ganz typische Gestaltung für eine "Spielanlage" war.

Liebe Grüße, Andre
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#6

Beitrag von BernhardN »

Hallo miteinander,

danke für den Zuspruch, Cargolino und DR POWER! Meinerseits bestehen gerade Zweifel, ob ich das wirklich durchziehen soll. Es herrscht ein wenig Raumnot, denn der Platz war eigentlich für einen zusätzlichen Basteltisch verplant. Ich überlege gerade, wie ich das in Einklang bringe (Klappmechanismus von der Wand o.ä.).

Aber ihr habt mich gerade motiviert, weiter darüber nachzudenken.
Cargolino hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 12:47 Im Gegensatz zur Ursprungsanlage ist Dein jetziger Entwurf schon Modellbahn.
Danke! Das ist (m)ein guter Kompromiss zwischen historischem M-Gleis-Feeling und etwas Anforderung an den Spielreiz. Da sind schöne Rangierspiele möglich, was mir auch gefällt. Was noch gut ist: da kann das ein oder andere alte analoge bzw. "out-of-date"-Schätzchen seine Runden drehen. Ich habe da noch ein paar alte Loks und "hässliche" Wagen, die mir nicht auf die neue Anlage kommen. Da haben die dann ihren Austrag.

Der alte Plan hatte auch in meiner kindlichen Erinnerung gar nicht so viel Spielwert, war eher langweilig. Es musste in der Folge einiges Rollmaterial leiden, weil die DKW hinten geradezu zu Crashtests reizte, die viel spannender waren. Loks und Wagen gehörten aber damals meinem 15 Jahre älteren Cousin, der sowieso kein Interesse mehr daran hatte. Heute stehen die bei meinem Onkel im Regal, habe ich mir kürzlich angesehen, sind recht verbeult. Die bleiben da auch - mittlerweile ist mir genug altes Zeug zugeflogen, aus aufgelösten Anlagen von Bekannten, um die alte Platte beleben zu können.
Cargolino hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 12:47 Ich würde ggf. über Bogenweichen nachdenken, das gibt ein gefälligeres Gleisbild. Versuch doch mal den Gleisplan leicht schräg zur Anlagenkante auszulegen. Im Vordergrund ist ja noch etwas Platz.
Muss ich mal "live" ausprobieren, wie das wirkt. Wobei, wie DR POWER richtig bemerkt, der alte Style dabei verloren gehen könnte. Aber der Gleisplan ist ja übersichtlich genug, dass man das auch im ausgelegten Zustand ausprobieren kann, wie es wirklich wirkt.
DR POWER hat geschrieben: So 7. Apr 2019, 10:10 Schöne Idee so eine nostalgische Anlage wieder aufleben zu lassen :gfm:.
Ja, ich hoffe, dass das originale Flair der Anlage ein wenig erhalten bleibt. Ich finde vorallem die "Begrasung" (grünes Sägemehl) so schön nostalgisch. Das muss ich unbedingt erhalten, macht ja heute kein Mensch mehr.
DR POWER hat geschrieben: So 7. Apr 2019, 10:10 Im Bahnhofsbereich würde ich bei den rechts geplanten Abstellgleisen, eines weglassen und damit die Nutzlänge des übrigbleibenden Gleises verlängern.
Die neue Länge werde ich aber vmtl. gar nicht brauchen. Da können eh' nur kurze Züge fahren, auch die Rangiererei wird nur mit wenigen Wagen erfolgen können. Werde ich mir aber mal genauer ansehen, wenn das Gleis liegt. Danke für den Gedankenanstoß.
DR POWER hat geschrieben: So 7. Apr 2019, 10:10 Auch die beiden oben angedachten Abstellgleise würde ich auf eins reduzieren, dazu den Güterschuppen nach unten an das verbleibende Gleis stellen.Damit könntest du eine gemeinsame Zufahrtsstrasse mit dem Bahnhofsgebäude einrichten und hättest oben links mehr Platz für den "Maulwurfshügel".
Den Lagerschuppen habe ich absichtlich hinter das Gleis gesetzt, damit das Rangieren einfacher ist, wenn man von vorne aufs Gleis schauen kann. Sonst wird das ja teilweise vom Gebäude verdeckt. Den Maulwurfshügel wollte ich dann auf die dem Lokschuppen gegenüberliegende Kurve setzen.

Allerdings sind die Umrisse des alten Hügels auf der Platte links hinten deutlich zu sehen. Wenn ich den dort wieder einbauen will, muss ich den Gleisplan spiegeln. Wäre aber kein Problem.
DR POWER hat geschrieben: So 7. Apr 2019, 10:10 Die Gleisanlage würde ich parallel zur Anlagenkante liegen lassen da es früher eine ganz typische Gestaltung für eine "Spielanlage" war.
Ja, sehe ich ähnlich.
Cargolino hat geschrieben: Sa 6. Apr 2019, 12:47 Also aus meiner Sicht kannst Du loslegen.
OK, ich nehme das mal als Tritt in den Allerwertesten und gehe den nächsten Schritt: demnächst ist hier in der Nähe Börse, wo es üblicherweise M-Gleismaterial gibt. Mal sehen, ob ich da genug bekomme. Das was ich hier noch selbst habe, ist nur ein Halbkreis und die ganzen Geraden. Das Original-Material ist verschollen, vmtl. im Müll gelandet.

Also, es geht vorerst mal weiter! Parallel mache ich mir Gedanken, wie ich die Platte räumlich einbauen kann.
Grüße aus OBB,
BernhardN
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#7

Beitrag von BernhardN »

Hallo,

ich habe mir einige Anregungen zu Herzen genommen, mir noch was einfallen lassen und den Plan auch etwas ausgeschmückt.

Änderungen:
  1. Spiegelung des Gleisplans, damit der Mausehügel wieder da hinkommen kann, wo er auf der alten Anlage war, dann passt die alte Begrasung auch dazu.
  2. Zweites Parallelabstellgleis im Bahnhof entfernt.
  3. Dafür ein weiteres Abstellgleis an der vorderen Kante eingeführt. Damit sind nun zwei lange Gleise entstanden, besser als zwei kurze.
Damit ist der Platz jetzt ziemlich ausgenutzt, eine Schrägstellung des Gleisbildes nicht mehr möglich. Die Position des Güterschuppens schaue ich mir nochmal an (ob hinter dem Gleis ohne Straßenanschluss oder besser davor mit Infrastrukturanbindung). Habe heute bei meinem freundlichen Stammhändler einen günstigen Güterschuppen erstanden, der kleiner ist als der, den ich schon habe. Der passt da ggf. sowieso besser hin und blockiert auch vermutlich nicht so die Sicht. Will aber erst zusammengebaut werden.

Hier der neue Plan:
Bild

Und eine dazu passende Studie in 3D (etwas aufgemotzt, mit Signalen, Straßen, noch'n Bahnübergang hinten und so):
Bild

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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#8

Beitrag von diebo »

Hallo Bernhard,

ich finde es schön, daß Du die kleine Anlage mit M-Gleise bauen willst.

Ich habe mal den Gleisplan etwas abgeändert, als Anregung.

Wintrack macht mir ja immer Spaß, aber es ist Wahnsinn, daß man (ich) die Nummern auch nach 40 Jahren nicht vergessen haben!

Bild

Wenn etwas mehr Abstand zwischen den Bahnhofsgleisen gewünscht wird.

Bild

vG

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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#9

Beitrag von BernhardN »

Hallo diebo, hallo alle,
diebo hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 08:09 ich finde es schön, daß Du die kleine Anlage mit M-Gleise bauen willst.
Ja, das muss bei der alten Platte einfach sein. Die habe ich irgendwann um ca. 1978-1980 bekommen, weil mein Cousin keine Lust (mehr) drauf hatte. Ich weiß noch, wie wir sie von meinem Onkel aus München mit Papas Opel auf dem Dach nach Hause transportiert haben. Damit begann mein bis heute nicht gestilltes Interesse am (Modell-)Eisenbahnhobby - was mich letztendlich auch zum E-Technik-Studium geführt hat, die ersten Elektro(nik)- und Lötarbeiten wurden schließlich an der MoBa gebraucht. Das Ding hat also eine Menge persönlicher Geschichte in sich.

Auf dieser Platte waren selbstverständlich M-Gleise drauf und die kommen auch wieder drauf. Nur eben mit evolutioniertem Gleisplan.
diebo hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 08:09 Ich habe mal den Gleisplan etwas abgeändert, als Anregung.
Danke! Die Zusatzweiche auf dem Abstellgleis unten ist eine sehr gute Idee. Momentan habe ich diesen Platz jedoch für die Montage des Trafos und der Tastenblöcke (historisch korrekt) "auf der Anlagenplatte" vorgesehen. Muss ich mal schauen, wie viel da in der Praxis noch übrigbleibt, kann man notfalls ja auch nachrüsten.

Besonders vielen Dank für die Gleisplanung mit Bogenweichen! Da hatte ich mich trotz Anregung hier noch nicht drangemacht, auch weil ich die M-Gleisgeometrie noch nicht so intus habe.

Meine anfänglichen Befürchtungen, dass Bogenweichen schlecht zu bekommen sind, haben sich jedenfalls nach kurzer Recherche in ebay erledigt. Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es die wohl zuhauf.

Ich muss den Vorschlag jetzt erstmal setzen lassen. Spontan sehe ich es aber so, dass da Bahnsteiglänge verloren geht, freilich zugunsten von etwas Streckenlänge. Allerdings hatte ich angesichts der engen Platzverhältnisse sowieso eher ein Rangierspiel ohne Strecke im Auge, so eine Art Timesaver, nur stellte meine Frau die Zusatzbedingung auf, dass man "auf einer richtigen Modellbahn nunmal im Kreis fahren müsse". Im historischen Kontext hat sie sogar Recht. :wink:

Wenn ich mit Bogenweichen baue, dann auf jeden Fall die Variante mit dem breiteren Gleisabstand. Ein bisschen Bahnsteig will ich da schon unterbringen können.

Kurvenweichen sind mir jedoch auch grundsätzlich etwas suspekt. Ich habe da Bedenken wegen der Betriebssicherheit. Wie sehen denn die Erfahrungen in der Praxis mit M-Gleis-Bogenweichen aus?

Beste Grüße,


Bernhard
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#10

Beitrag von diebo »

Hallo Bernhard,

hier nochmal eine kleine Veränderung.
Bild

Viele meinen, daß der Betrieb mit Bogenweichen den Betrieb gefährdet wg. Entgleisungsgefahr.

Ich kann das von meinen alten M-Gleis Anlagen (vor 40Jahren) nicht bestätigen
(siehe: Karlheinzhausen - jetzt in "Meine Anlage" - Historie #87
),
noch von meiner aktuellen, wo immerhin hintereinander 4 Bogenweichen eine doppelte Gleisverbindung darstellen.

vG
diebo

PS: Ich hatte ein Problem mit meinem Wintrack-Programm, so reiche ich die 3D-Darstellung nach:
Bild
Zuletzt geändert von diebo am Fr 12. Apr 2019, 07:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#11

Beitrag von DR POWER »

Hallo Bernhard

Deinen letzten eigenen Entwurf fand ich richtig schick.

Ich persönlich würde bei jeder Anlage auf Bogenweichen verzichten. Zumindest auf die mit kleinen Radien. Und die Bogenweichen würden bei dem Anlagenkonzept nicht wirklich Platz sparen.

Das jetzt lange Abstellgleis (oberhalb der Durchfahrtsgleise) im Bahnhof würde sich sogar noch für eine kleine Ladestraße anbieten.

Liebe Grüße, Andre
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#12

Beitrag von BernhardN »

Hallo diebo, hallo Andre (DR POWER), hallo alle,

vielen Dank für die rege Diskussion!

Das Projekt gefällt mir richtig gut, meine andere Anlage "Es geht aufwärts" (Arbeitstitel) ist schon seit über einem halben Jahr in der Planungsphase und ich fürchte noch den Schritt zum Baubeginn. Meine aktuelle Anlage "Lachen im Keller" steht und fährt zwar (mittlerweile namensfalsch im Dachgeschoss des neuen Hauses statt wie geplant im Keller), ist aber dem Abriss preisgegeben und wird nicht mehr weiterentwickelt. Da tut es gut, auch mal einen schnellen Fortschritt mit einem völlig ungeplanten Zwischenthema zu erleben. Hobby halt. :)
diebo hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 15:02 hier nochmal eine kleine Veränderung.
Danke für Deine Mühe! Die Änderung ist 1. der Bahnübergang hinten zum Güterschuppen und 2. die veränderte Position der Einfahrtsweichen. Oder habe ich noch was übersehen?

In meinem Plan hat sich übrigens der Bahnhof und das hintere Güterareal mittlerweile horizontal gespiegelt, weil ich den "Berg" links hinten haben wollte, wo er früher auch mal war.

bzgl. Bahnübergang:
Der Bahnübergang erscheint mir an der Stelle hinter dem Güterschuppen zunächst etwas unnatürlich bzw. eng platziert. Aber irgendwie muss die Zufahrt zum Güterschuppen gewährleistet werden, da hast Du schon recht. Ausserdem gefällt mir die Idee, die gerade Strecke an dieser Stelle für den klassischen Wippen-Bahnübergang zu nutzen. Den hatte ich schließlich früher auch auf der Platte, siehe den Originalgleisplan im ersten Beitrag. Für den Güterbahnhof habe ich offenbar folgende Optionen:
  1. Güterschuppen hinten lassen, Zufahrt ignorieren (so wie es jetzt geplant ist): das wäre der Stil der einfachen alten Anlagen - Bauten ohne Sinn und Verstand. :)
  2. Güterschuppen hinten lassen, Zufahrt von vorne: wird eng, alternativ kürze ich die Gütergleise oder modelliere eine Fahrbahn über die Gleise, z.B. kurz vorm Prellbock. Ich glaube aber trotzdem, dass das zu eng wirkt.
  3. Güterschuppen hinten lassen, Zufahrt über den Bahnübergang, so wie von diebo geplant. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr gefällt mir die Variante. Kann man ggf. auch mit Variante 2 (Zufahrt von vorne, als Einbahnstraßenlösung o.ä.) kombinieren...
  4. Güterschuppen vorne hin (war ja schonmal ein Vorschlag hier): nur, wenn ich einen finde, der klein genug ist. Ich habe von einer meiner vorigen Anlagen noch einen Güterschuppen im Regal stehen, der ist aber recht groß. Das muss ich mal praktisch auf der Anlage ausprobieren, wie das wirkt. Aber das macht den Bahnübergang da hinten auch nicht überflüssig, denn dann ist da Platz, der ausgenutzt und erreicht werden will.
Also, auf alle Fälle mal vielen Dank für den Gedankenanstoß mit dem Bahnübergang. Den hatte ich bei meiner Planung außen vor gelassen, weil wegen weniger Tiefe der nicht mehr seitlich hingepasst hat. Meine Lösung läge in der Kurve und da passt der mechanische BÜ ja auch nicht rein, wäre also eine Selbstbaulösung geworden. Schön, dass sich vielleicht doch noch ein Fleckchen für die alte Wippmechanik findet. Es wird also vmtl. Option Nr. 3 oder Nr. 4, beide mit mechanischem BÜ. Jetzt muss ich mal sehen, wo ich so einen noch herbekomme. Auf der letzten Moba-Börse bin ich schon um welche rumgeschlichen, die waren aber Schrott. Wird zwar etwas eng hinten zu Wand, aber das kann man sicherlich kürzen.

bzgl. Bogenweichen:
diebo hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 15:02 Viele meinen, daß der Betrieb mit Bogenweichen den Betrieb gefährdet wg. Entgleisungsgefahr.
Ich kann das von meinen alten M-Gleis Anlagen (vor 40Jahren) nicht bestätigen
(siehe: Karlheinzhausen - jetzt in "Meine Anlage" - Historie #87
),
noch von meiner aktuellen, wo immerhin hintereinander 4 Bogenweichen eine doppelte Gleisverbindung darstellen.
Ich hatte aufgrund einer Anregung für meine noch-nicht-abgerissen-Anlage Bogenweichen verwendet, allerdings im K-Gleis-System. Mit denen habe ich bei einigen Loks Probleme, insofern bin ich nicht so ganz überzeugt. Mir ist auch nicht klar, was der Vorteil wäre. Man gewinnt nicht wirklich Platz, im Gegenteil, die nutzbare Bahnsteiglänge wird sogar eher kürzer. Aber es ist in jedem Fall eine Alternative, sollten mir morgen zwei passende Bogenweichen in den Einkaufskorb hüpfen. :D

Deinen Thread schaue ich mir nachher gleich durch. Danke für den Tip!
DR POWER hat geschrieben: Do 11. Apr 2019, 16:59 Deinen letzten eigenen Entwurf fand ich richtig schick.

Ich persönlich würde bei jeder Anlage auf Bogenweichen verzichten. Zumindest auf die mit kleinen Radien. Und die Bogenweichen würden bei dem Anlagenkonzept nicht wirklich Platz sparen.

Das jetzt lange Abstellgleis (oberhalb der Durchfahrtsgleise) im Bahnhof würde sich sogar noch für eine kleine Ladestraße anbieten.
Danke für den Zuspruch! Der gefällt mir auch ganz gut. Sogar deutlich besser als der Originalplan. Aber als Zehnjähriger ohne verwandschaftliche Unterstützung kamen solche Vereinfachungen/Verbesserungen nicht unbedingt in den Sinn (und liebe Jugend: Google oder Internetforen gab es damals noch nicht, das war auch noch vor der Mailbox-Zeit - die MIBA oder andere MoBa-Zeitschriften gab's immerhin beim Spielwarenhändler mit Moba-Abteilung am Schulort, aber da standen bei weitem nicht so viele Grundlagentips drin, wie hier). Egal, ich bin ja trotzdem dem Hobby treu geblieben.

Das mit den Bogenweichen sehe ich ähnlich, auch wenn sich diebo dankenswerterweise so sehr Mühe gibt. Bogenweichen haben schon ihren Sinn, in diesem Fall erkenne ich aber auch keinen besonderen Vorteil.

Das mit der Ladestraße liegt fast auf der Hand, ja. Muss ich mir mal ansehen, wenn die Gleise liegen.

Morgen (also am Sonntag) ist Moba-Börse "um's Eck", da schaue ich mal, was ich an M-Gleismaterial ergattern kann. Vielleicht gibt's dann schon bald ein Realbild der "Anlage" mit Gleisen.

Gute Nacht!

Bernhard
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#13

Beitrag von BernhardN »

Wie versprochen: es läuft!

Leider habe ich nicht alle notwendigen Gleise bekommen und eine Weiche war zudem die falsche, wie sich erst zu Hause herausgestellt hat. Deshalb konnte ich nicht den Gleisplan so legen, wie geplant. Der Kreisschluß ist aber möglich, die Aussenmaße passen. Das gibt mir Gelegenheit zum testen und ggf. zum umplanen (in Details). Hier mal der aktuelle Stand, schon mit vorhandenem Ausgestaltungsmaterial provisorisch ausgeschmückt:
Bild

Beim Realitäts-Check hat sich aber schon herausgestellt, dass die Platzverhältnisse in der Praxis andere sind, als die Vorstellungen aus der Theorie - wie so oft. Nicht allzu schlimm, aber doch. Das bedeutet, dass ich doch wieder Gefallen an der Variante mit Bogenweichen finde, denn die können ein paar Zentimeter einsparen, und die längere Bahnhofslänge ist vmtl. tatsächlich gar nicht so wichtig. Der Maulwurfshügel passt auch noch nicht so ganz auf die Platte, aber hier habe ich schon eine Idee.

Danke fürs mitdenken, eine derart schnelle Zeit von Planung zu Aufbau hatte ich noch nie. :)
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Cargolino
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#14

Beitrag von Cargolino »

Hallo Bernhard,

Das sieht doch schon ganz gut aus, mir persönlich würden die Bogenweichen besser gefallen. Auch der nun leider eingesparte halbe Hosenträger bringt viel Spaß in das Rangierspiel. Dein Güterschuppen ist wunderschön, aber für eine Kleinanlage überdimensioniert. Hier würde ich ein deutlich kleineres Modell bevorzugen. Dann wirken auch die übrigen Gebäude stimmiger.
Probier doch ruhig noch ein paar Gleisplankonfigurationen aus.

Viel Spass wünscht

Kai-Nils
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#15

Beitrag von BernhardN »

Die abgebildete Situation ist der Tatsache geschuldet, dass ich auf der letzten Börse nicht alle benötigten Gleise gefunden habe. Da wird bei nächster Gelegenheit natürlich nachgebessert, die Kreuzung muss unbedingt rein. Jetzt passt auch die Geometrie nicht wirklich, das M-Gleis ist jedoch sehr tolerant.

Einen kleineren Güterschuppen habe ich auch schon, muss nur noch zusammengebaut werden. Der jetzt hingestellte halbfertige Bausatz ist von meiner zweiten Anlage, die zusammen mit einem Freund gebaut werden sollte und nie fertig wurde, es kam bei uns beiden Studium, Berufsanfang und Familie ”dazwischen”. Mittlerweile widmen wir uns wieder dem Hobby, jetzt aber getrennt, weil finanziell jetzt endlich erschwinglich. Irgendwie eine typische Moba-Karriere halt. Der Schuppen wird vmtl. seinen Weg auf die große K-Gleis-Anlage finden, sollte die jemals das Planungsstadium verlassen.

Am letzten Wochenende habe ich beim weiteren Ausräumen des Elternhauses übrigens auch Teile meiner alten Spur-Z-Anlage entdeckt. Aber die ist es nicht Wert, reaktiviert zu werden, keine Angst, dazu gibt es keinen Thread hier (oder vielleicht...? Nein! Gar nicht dran denken!). Interessant nur, was sich so alles an Jugendsünden wieder findet...
Grüße aus OBB,
BernhardN
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#16

Beitrag von KaBeEs246 »

BernhardN hat geschrieben: Mi 3. Apr 2019, 17:54 Bedingung meiner Frau: die klassische Rundherum-Fahrt muss bleiben! So kam ich auf das hier:
Hallo Bernhard,
das ist ja schon fast ein Scheidungsgrund :fool:

Ansonsten ist deine Nostalgieanlage ein schönes Nebenbei-Projekt. Die einen Nostalgiker, wie ich, bauen Anlagen, die den Betrieb in ihrer Jugendzeit abbilden, die anderen ihre Jugendanlage. Der Unterschied liegt nicht nur im fehlenden Alpen-Ecktunnel bei der ersten Spezies, auch das Sägemehl ist als Streumatreial verpönt. :fool:

Die Beschaffung von fehlenden M-Schienen kann eigentlich kein Problem sein. Unser Club bekommt hin und wieder die Reste von Märklinanlagen als Spenden. Frag doch mal bei einem Club in deiner Nähe nach.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#17

Beitrag von BernhardN »

Hallo Hans, hallo Mitleser!
KaBeEs246 hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 10:27
BernhardN hat geschrieben: Mi 3. Apr 2019, 17:54 Bedingung meiner Frau: die klassische Rundherum-Fahrt muss bleiben! So kam ich auf das hier:
das ist ja schon fast ein Scheidungsgrund :fool:
Könnte man so sehen, ja. ABER: Da sie mir beim Umzug den nun deutlich größeren Dachgeschossraum für die Modellbahn "zugewiesen" hat, anstatt den ursprünglich geplanten Teilkeller, hebt sich das wohl wieder auf.

Allerdings hat sie mich damit in echte Probleme gestürzt. Ich wusste ja schon länger, dass wir irgendwann das neue Haus (= altes Elternhaus) beziehen werden und hatte meine bisherige K-Gleis-Anlage bereits auf den dann möglichen Platzbedarf abgestimmt und segementierbar transportabel gemacht. Das hätte soweit auch alles funktioniert, bis meine Frau spontan umgeplant hat. Jetzt habe ich deutlich mehr Platz für die Moba, d.h. kann/darf/muss die bisherigen Kompromisse (und den ein oder anderen Fehler) beheben und eine neue Anlage planen. Kann man nix machen, für Scheidung bleibt da aber keine Zeit mehr. :)

Da sie auch fleißig mitspielen will, muss und will ich ihre Wünsche auch respektieren. Hilft ja nix...
KaBeEs246 hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 10:27 Ansonsten ist deine Nostalgieanlage ein schönes Nebenbei-Projekt. Die einen Nostalgiker, wie ich, bauen Anlagen, die den Betrieb in ihrer Jugendzeit abbilden, die anderen ihre Jugendanlage. Der Unterschied liegt nicht nur im fehlenden Alpen-Ecktunnel bei der ersten Spezies, auch das Sägemehl ist als Streumatreial verpönt. :fool:
Vor allem ist die Anlage schon drei Wochen nach Planungsbeginn bespielbar. Das ist mir noch nie passiert. :)

Ich habe nun zweierlei: erstens diese mehr oder weniger Jugendanlage (stilecht auf Spanplatte, M-Gleis und mit Sägemehl-Gras, Prädikat "Hässlich, aber funktioniert"), wie sie heute ungefähr wäre, wenn ich sie weiterbetrieben und im Laufe der Zeit auch vom ursprünglichen Gleisplan weg moderat umgebaut hätte (inkl. Absägen der Platte aus irgendwelchen Gründen). Zweitens ist die neue Anlage im Entstehen, mit K-Gleis und moderner Bauweise, wie man's heute halt so macht: siehe Planungsthread (stockt derzeit, weil ich immer noch am umräumen bin). Der Betrieb darauf soll tatsächlich die Deutsche Bundesbahn abbilden, so wie ich sie in der Jugend erlebt habe (Epoche IV, 1980er Jahre), da kenne ich mich wenigstens noch einigermaßen aus.
KaBeEs246 hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 10:27 Die Beschaffung von fehlenden M-Schienen kann eigentlich kein Problem sein. Unser Club bekommt hin und wieder die Reste von Märklinanlagen als Spenden. Frag doch mal bei einem Club in deiner Nähe nach.
Auch hier sind die Moba-Börsen voll davon, da habe ich gar keine Sorge, das Material noch zu bekommen. Beim letzten Einkauf hatte ich ja schon den Großteil ergattert, allerdings nicht ganz aufgepasst. Werde ich aber gelegentlich nachholen, hier in der Gegend findet immer wieder was statt, die Szene in München und Umland ist recht rührig. M-Gleis ist zuhauf vorhanden, zum Teil völlig neuwertig, warum auch immer.

Der "Projektplan" ist jetzt folgender:
  1. Aufbau Gleisanlage nach Plan (welcher Plan genau, ist noch nicht ganz raus, aber eng am letzten...)
  2. Rudimentäre Umgebungsgestaltung
  3. Plattenaufbewahrung
Der Punkt 3 ist noch ein Knackpunkt. Die Platte nimmt mir so wie sie jetzt ist etwas viel Platz weg, den ich eigentlich für einen anderen Zweck vorgesehen hatte. Sie war ja nicht geplant, sondern ein Zufallsfund. Jetzt überlege ich, wie ich ggf. beide Zwecke miteinander vereinbaren könnte. Es besteht an einer Seitenwand des Modellbahnraums die Möglichkeit, die Platte dort aufzuhängen und über einen Mechanismus abklappbar zu machen. Schnelle Prinzipskizze (völlig unmaßstäblich):
Bild

Natürlich mit etwas mehr Abstand zur Wand als skizziert, für die Aufbauten. Das soll ganz hinten hin (dorthin wo das Fenster ist). Dann ist die Platte an der Wand und kann zum Spielen runtergeklappt werden. Wenn sie nicht gebraucht wird, steht der Platz hinten voll zur Verfügung: da soll ein Arbeitstisch hin, direkt passend neben die horizontale Platte. Bei heruntergeklappter Platte kann man dann zwar nicht mehr ans Fenster und an den Arbeitstisch, aber das ist ja dann auch nicht notwendig. Wenn man Fenster und Arbeitstisch nutzen will, klappt man die Platte einfach wieder hoch (nach Entfernen des Rollmaterials).

Es gibt freilich noch ein paar Details zu lösen. Als Scharnier stelle ich mir z.B. einfache Torbänder vor. Ich hoffe nur, dass die Platte nicht zu schwer zum klappen ist. Hier muss ich mir noch eine Art Sicherung einfallen lassen, bevor sie irgendwen erschlägt. Rollo-Mechanismen habe ich mir schonmal angesehen, bin jedoch noch nicht so überzeugt. Vielleicht irgendein Dämpfersystem. Schließlich gilt "Dem Inschinör ist nichts zu schwör". Hauptsache, das hält mich alles von anderen Arbeiten ab. :roll:
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#18

Beitrag von KaBeEs246 »

Hallo Bernhard,
BernhardN hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 12:51
Könnte man so sehen, ja. ABER: Da sie mir beim Umzug den nun deutlich größeren Dachgeschossraum für die Modellbahn "zugewiesen" hat, anstatt den ursprünglich geplanten Teilkeller, hebt sich das wohl wieder auf.
Dann wollen wir mal nicht so sein.
BernhardN hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 12:51 Da sie auch fleißig mitspielen will, muss und will ich ihre Wünsche auch respektieren. Hilft ja nix...
Jetzt dämmert's mir... :fool:
BernhardN hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 12:51 Zweitens ist die neue Anlage im Entstehen, mit K-Gleis und moderner Bauweise, wie man's heute halt so macht:
deine andere Anlage habe ich schon abonniert und warte ungeduldig auf Fortschritte.
BernhardN hat geschrieben: Mi 24. Apr 2019, 12:51 Es besteht an einer Seitenwand des Modellbahnraums die Möglichkeit, die Platte dort aufzuhängen und über einen Mechanismus abklappbar zu machen. ...
Es gibt freilich noch ein paar Details zu lösen. Als Scharnier stelle ich mir z.B. einfache Torbänder vor. Ich hoffe nur, dass die Platte nicht zu schwer zum klappen ist. Hier muss ich mir noch eine Art Sicherung einfallen lassen, bevor sie irgendwen erschlägt. Rollo-Mechanismen habe ich mir schonmal angesehen, bin jedoch noch nicht so überzeugt. Vielleicht irgendein Dämpfersystem. Schließlich gilt "Dem Inschinör ist nichts zu schwör". Hauptsache, das hält mich alles von anderen Arbeiten ab. :roll:
Meine ehemalige z-Anlage hatte ich ebenfalls an die Wand (im Schlafzimmer) geklappt, mittels eines Klavierbandes (Stangenscharnier). Dieses war etwa 25 cm vor der Wand auf dem Ende von 4 gleichmäßig über Länge verteilten Wandregalstützen aufgeschraubt. Zur Arretierung an der Wand habe ich einen einfachen Sturmhaken verwendet.

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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#19

Beitrag von BernhardN »

Mal ein Update, es lesen ja doch ein paar mit: ich war heute auf der MoBa-Börse in München und habe versucht, die fehlenden Gleise zu organisieren. Leider hatte ich anschließend einen Termin und war deshalb etwas unter Zeitdruck, was nie ein guter Ratgeber auf Börsen ist - dabei habe ich ein bisschen was übersehen (dafür zufällig was anderes gefunden!). Nun fehlt mir "nur noch"
  • 1x Märklin 5107 Gleis gerade 1/2 Länge 90 mm
  • 1x Märklin 5210 Gleis gerade Länge 16 mm
  • 1x Märklin 5202L Weiche links Radius 437.4 mm Parallelkreis (5203)
Statt letzterer habe ich versehentlich eine Märklin-Weiche Art.-Nr. 3601MWL aus einem älteren Gleisprogramm mitgenommen. Die hat aber einen anderen Abzweigradius, der bei mir nicht passt. Leider kann ich damit auch keine der anderen Weichen ersetzen, da passt sonst die Geometrie nicht mehr.

Das heißt, ich muss (!) die nächste Börse besuchen. So ein Pech aber auch... :wink:
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#20

Beitrag von axpde »

Hallo Bernhard,

das erste, was mir aufgefallen ist: Blos keine Kreuzung 5211 auf so einer kleinen Anlage! Letztendlich reduziert diese nur die möglichen freien Stelllängen und zwei Gleise sperren sich gegenseitig: Überhaupt keine gute Idee :-(

'nr Handweiche links 5202/5221 hätt' ich noch da ;-)
Gruß
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#21

Beitrag von BernhardN »

axpde hat geschrieben: So 23. Jun 2019, 16:25 das erste, was mir aufgefallen ist: Blos keine Kreuzung 5211 auf so einer kleinen Anlage! Letztendlich reduziert diese nur die möglichen freien Stelllängen und zwei Gleise sperren sich gegenseitig: Überhaupt keine gute Idee :-(
Dafür gehen damit aber zwei Abstellgleise auf die Platte, sonst wird das nur eines. Hab's jetzt mit Kreuzung im Betrieb schon etwas ausprobieren können, das ist völlig OK. Es gehen natürlich nur kleine Garnituren, aber für mehr als ein bisschen Rangieren im Alleinbetrieb ist die Anlage sowieso nicht ausgelegt.
axpde hat geschrieben: So 23. Jun 2019, 16:25 'nr Handweiche links 5202/5221 hätt' ich noch da ;-)
Danke! Aber ich habe trotz Sommerpause, aus der ich mich hiermit zurückmelde, ein paar Börsen besucht und mir die fehlenden Teile zusammensuchen können. Jetzt ist alles wie geplant aufgestellt und eine kleine passende Schienenbus-Garnitur kann auch noch den Personenverkehr übernehmen. :D

Einen Nachteil hat das Dachgeschoss: es ist im Sommer ziemlich warm - der Keller war da deutlich angenehmer. Aber im Sommer soll man ja doch lieber an die frische Luft und damit passt das schon irgendwie. Hatte eh' keine Zeit für die MoBa, es stand einiges anderes an. Aber so langsam bringe ich mich wieder in Stimmung... Mal sehen, was zuerst drankommt, wenn die Temperaturen "oben" wieder erträglich sind: die "historische" Anlage (festschrauben, Klappmechanismus, ...) oder die neue (Planung, Planung, Planung). Dann folgen auch wieder Fotos.

Bis dann!
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#22

Beitrag von BernhardN »

Mal ein Update. Die Planungsphase ist praktisch abgeschlossen, damit könnte dies einer der letzten Einträge in diesem Forumsteil sein. Womit ich mich schonmal bei allen Mitlesern und Mitplanern sowie Ideengebern bedanken möchte!

So ist nun mein Planungsstand:
Bild

Es haben sich folgende Details geändert:
  • Das Gleis am Bahnhofsgebäude wurde direkt an der Kreuzung etwas verlängert (dafür am Prellbock etwas verkürzt), damit passt der vorhandene Bahnhof "Langenthal" komplett und ohne Umbau ans Gleis. Gefällt mir deutlich besser.
  • Der mechanische Bahnübergang musste einfach unbedingt rein, und zwar einigermaßen vernünftig. Er ist jetzt zwischen Tunnel und Weiche zu den hinteren Abstellgleisen platziert und liegt dort perfekt. Das kostet zwar Länge für die Abstellgleise, aber der Probebetrieb hat ergeben, dass das nicht entscheidend ist. Zudem entzerrt es die räumliche Enge zum Bahnhof.
  • Eine weitere Maßnahme zur "Ordnung des Raumes" war das Umdrehen der Weiche bzw. Ersatz durch eine enge 5137L. Hiermit wird zugleich das Problem mit potentiell ungenutzter Fläche hinterhalb gelöst. Der Lagerschuppen wird nach vorne zum Bahnhof wandern (anderer Zweig der Kreuzung), aus den beiden Abstellgleisen wird eine Art Industriegelände.
  • Es kam unten links noch eine Weiche mit einem Abstellgleis für die Diesellok hinzu, was mir die Gelegenheit geben wird, dort eine Dieseltankstelle zu errichten. Für einen Lokschuppen reicht's leider nicht, da ist der Abstand zum Nachbargleis zu gering. Aber man muss ja auch mal Kompromisse machen. :)
In 3D könnte das dann so wirken:
Bild

Der Bahnübergang passt natürlich nicht ganz auf die Platte, der Abstand zur Wand hinten ist zu gering. Aber da kann ich am BÜ ein Stück absägen (billig auf einem Flohmarkt erstanden, das tut mir nicht weh) und er wird trotzdem weiter mechanisch funktionieren. Ähnliches muss ich beim Tunnel machen. Aber erst, wenn die Gleise fix liegen.

Ich konnte trotzdem wieder mal ein bisschen was basteln. Vor dem Baubeginn habe ich alle Teile einer elektrischen Funktionsprüfung unterzogen. Tatsächlich musste die ein oder andere Lötstelle erneuert werden, jetzt funktioniert alles. Die Frickelei abseits von all dem Stress im Büro hat echt Spaß gemacht und entspannt, sollte ich wirklich öfter tun. 8)

Meinen alten blauen Trafo habe ich durch einen weißen 6647 ersetzt. Seitdem rauchen die Loks nicht mehr beim Umschalten! Hier habe ich schon einige Diskussionen geführt, ob blaue Trafos trotz 220V-Auslegung auch bei 230V noch in der Toleranzgrenze für den Bahnstrom sind oder nicht. Theoretisch mag das funktionieren, in der Praxis war das bei mir extrem problematisch und hat sichtbar für elektrischen Ärger gesorgt. Ich bleibe bei meiner Empfehlung für Neulinge: wählt die sichere Seite und stellt die alten blauen Trafos ins Sperrlager, auch wenn sie noch so schön retro aussehen.

Von der Idee, die Platte an die Wand klappbar zu machen, bin ich mittlerweile abgekommen. Die Messung hat ergeben, dass sich das mit der Dachschräge nicht vernünftig ausgeht und die Platte viel zu tief liegen würde. Jetzt muss der Rest halt drumherum geplant werden, das ist machbar und die Platte bleibt nun einfach da stehen, wo sie steht.

Der Übergang vom Plan zum Bau ist damit begonnen. Vielleicht sehen wir uns also bald im Bau-/Anlagenthread... :wink:

Allerdings fehlen mir zur Umsetzung noch Gleise (1 x 5137L, 1 x 5137R, 2 x 5102, 2 x 5129, 1 x 7190). Die Moba-Börsen sind leider noch wegen COVID19 abgesagt. Ich werde online suchen müssen, wobei das schwierig ist, weil man meist nur Konvolute bekommt und keine gezielten Bestellungen machen kann. Kennt jemand eine gute Quelle für den gezielten M-Gleis-Einkauf? (Edit: hat sich erledigt, bin bei ebay fündig geworden, aufgeteilt auf zwei Händler).

Ich denke auch noch darüber nach, ob ich das vordere innere Abstellgleis (links von der Kreuzung) ebenfalls zweigleisig machen soll - dann wäre die Platte richtig schön mit Gleisen überladen, wie sich das gehört. :D

Sähe in etwa so aus:
Bild

Was haltet ihr davon?
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#23

Beitrag von inngenpeiling »

BernhardN hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 10:25 Bild
Was haltet ihr davon?
Hallo Bernhard,

Die Frage ist: Wieviel "Retro" moechtest du bauen?

Wenn du dir mal die alten Gleisplanhefte aus den 60ern/70ern durchsiehst, wird dir auffallen, dass du dort keine 5137/38/39 oder 5205 finden wirst - die gab es da naemlich noch gar nicht ! :lol: :D
In dem Sinne geht dein Entwurf mehr in die Richtung moderene Anlage mit altem Gleis, ist dann aber eigentlich nicht mehr mit gruenen Saegespaenen vereinbar... (Man merkst schon deutlich, dass du grade auch eine moderne Anlage planst :wink: )
Fuers richtige "Retrofeeling" solltest du dich dann doch naeher an die Geometrie halten und vor allem dich auf die Elemente konzentrieren, die in den Start- und Erweiterungssets verffuegbar waren.

Technisch gesehen: Kommst du mit langen Wagen an den Prellboecken vorbei? Links sieht das schon ziemlich eng aus.
Die 5137 links unten kannst du eigentlich durch eine normale 5119 ersetzen.

Ansonsten: wenn es dir so gefaellt - Bau es! :lol: :sabber:

Jörn
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#24

Beitrag von BernhardN »

Lieber Jörn, danke für Deine offenen Worte!
inngenpeiling hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 15:51 Die Frage ist: Wieviel "Retro" moechtest du bauen?
Gute Frage. Spontane Antwort: So wie ich anfangs gebaut habe - keine Rücksicht aufs Vorbild, mit dem was da ist und den Rest irgendwo zusammensammeln und -basteln. Nur gab's früher kein Ebay, auch Modellbahnbörsen gab's entweder nicht oder waren vom Dorf aus für mich einfach nicht erreichbar. Immerhin am Schulort einen Händler, aber das Taschengeld war knapp und das Ferienjobgeld ging vorrangig für Computerzeugs drauf (C64 = 1000 Mark!!!).
inngenpeiling hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 15:51 Wenn du dir mal die alten Gleisplanhefte aus den 60ern/70ern durchsiehst, wird dir auffallen, dass du dort keine 5137/38/39 oder 5205 finden wirst - die gab es da naemlich noch gar nicht ! :lol: :D
In dem Sinne geht dein Entwurf mehr in die Richtung moderene Anlage mit altem Gleis, ist dann aber eigentlich nicht mehr mit gruenen Saegespaenen vereinbar... (Man merkst schon deutlich, dass du grade auch eine moderne Anlage planst :wink: )
Echt? So sahen damals viele meiner Planungen aus (natürlich mit Gleisplanschablone): großes Rechteck mit Kreisverkehr und wilder Abstellgleisorgie. Die grüne Sägespäne gehört aber definitiv dazu, wobei damals schon auch die Grasmatten hoch im Kurs standen. Statische Begrasung kommt mir jedenfalls nicht auf die Platte.
inngenpeiling hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 15:51 Fuers richtige "Retrofeeling" solltest du dich dann doch naeher an die Geometrie halten und vor allem dich auf die Elemente konzentrieren, die in den Start- und Erweiterungssets verffuegbar waren.
Eigentlich wollte ich da nichts besonders beachten. Bei dieser Anlage geht's mir mehr um's allgemeine Spielspaßgefühl. Setz' mir bloss keinen Floh ins Ohr, sonst erwacht mein kulturhistorisches Gewissen (und schon bin ich auf der Suche nach Zeitübersichten der Gleise - super... :roll:).
inngenpeiling hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 15:51 Technisch gesehen: Kommst du mit langen Wagen an den Prellboecken vorbei? Links sieht das schon ziemlich eng aus.
Lange Wagen, insbesondere solche mit Drehgestellen, werden mir gar nicht auf die Anlage kommen. Ich glaube, da wird eher der Tunnel gefährlich. Die Gleiskonstruktion stellt weniger ein Problem dar, die Prellböcke selbst haben ja noch einigen Abstand zum Gleisende - die Darstellung stellt (richtigerweise) die volle Länge des Gleises dar, der Prellbock steht aber ungefähr in der Mitte und lässt Luftraum frei.
inngenpeiling hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 15:51 Die 5137 links unten kannst du eigentlich durch eine normale 5119 ersetzen.
Ansonsten: wenn es dir so gefaellt - Bau es! :lol: :sabber:
Ja danke, mache ich. Das wird sicher kein Kunstwerk, aber einfach spassig. Wobei die Idee, konsequent zeitgenössisches Material aus den 1970/1980ern zu verwenden, durchaus was hat. So allgemein hatte ich das zwar bereits geplant, aber bei den Gleisen noch nicht wirklich darauf geachtet. Mal sehen, wo ich dazu Informationen finde, wann welche Artikelnummer auf den Markt kam. Tips?

Viele Grüße,


Bernhard
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Re: Jugend(alb)traum in M: historische Platte verwerten (Märklin H0, M-Gleis, 102 x 151 cm)

#25

Beitrag von inngenpeiling »

Hallo Bernhard!
BernhardN hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 16:33
inngenpeiling hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 15:51 In dem Sinne geht dein Entwurf mehr in die Richtung moderene Anlage mit altem Gleis, ist dann aber eigentlich nicht mehr mit gruenen Saegespaenen vereinbar... (Man merkst schon deutlich, dass du grade auch eine moderne Anlage planst :wink: )
Echt?
Ja, sehr deutlich!

Ich plane ja selbst grade eine groessere Anlage mit dem "Scheppergleis", allerdings bewusst nicht als "Retroanlage".
(Hier bin ich einfach mal sowohl pragmatisch als auch liebhaberisch unterwegs :wink: )

Ich erkenne mich bereits in deinem Gleisplan wieder:
- R1 wie die Pest vermeiden, so lange es der Platz zulaesst
- Als Weichen nur 52xx, die engen 5137 wegem des Gleisabstandes
- Stueckeln was das Zeug haelt! - Oder anders ausgedrueckt: Die maximale Vergewaltigung der Gleisgeometrie :twisted:

(Gluecklicherweise habe ich noch etliches an Modellgleis mit R3 und R4 liegen - das wirst du wahrscheinlich schon ergoogelt haben, oder? :wink: )
BernhardN hat geschrieben: Sa 4. Jul 2020, 16:33 Ja danke, mache ich. Das wird sicher kein Kunstwerk, aber einfach spassig. Wobei die Idee, konsequent zeitgenössisches Material aus den 1970/1980ern zu verwenden, durchaus was hat. So allgemein hatte ich das zwar bereits geplant, aber bei den Gleisen noch nicht wirklich darauf geachtet. Mal sehen, wo ich dazu Informationen finde, wann welche Artikelnummer auf den Markt kam. Tips?
Ich muss mich insoweit korrigieren, dass die 5205 - als Ergaenzung der 52x-Weichen zu 30 Grad- bereits in den 60-70ern erhaeltlich waren.
So weit ich weiss lagen die aber nicht standardmaessig den Weichen bei, so dass die auch heute noch etrem selten und extrem teuer sind :(

ich weiss nur, dass die 5137 noch 2000 werkseitig von Maerklin mit eingebauten Dekoder verkauft wurde :shock:
Evt. kann dir das Nachbarforum "historische Modellbahnen" weiterhelfen?

Jörn
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