Erledigt Schrumpfschlauch

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hans-gander
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Erledigt Schrumpfschlauch

#1

Beitrag von hans-gander » Mi 12. Sep 2018, 11:32

Hallo Kollegen,
ich suche einen Schrumpfschlauch zur Isolierung von Decoderlitzen.
Er sollte idealerweise ungeschrumpft ca. 1,5 mm Innendurchmesser haben und geschrumpft nicht "bockelhart" werden.

Bei den üblichen Verdächtigen bin ich bis jetzt nicht fündig geworden. Und mein Schrumpfschlauch funktioniert zwar, wird aber sehr dick und hart.

Bitte teilt mir doch eure Erfahrungen mit.

Neugierige Grüße
Hans
Zuletzt geändert von hans-gander am Do 13. Sep 2018, 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schrumpfschlauch

#2

Beitrag von drum58 » Mi 12. Sep 2018, 18:40

Hallo Hans,

ich verwende die von Schönwitz und bei mir werden die nicht hart, sondern behalten eine gewisse Biegsamkeit. Ich schrumpfe mit dem Lötkolben nicht mit Heißluft, weiß aber nicht, ob das den Unterschied macht.

Gruß
Werner


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Re: Schrumpfschlauch

#3

Beitrag von Dschowy » Mi 12. Sep 2018, 18:45

Schönwitz ist eine gute Adresse. Bei Reichelt bekommt man eine ganze Rolle für ein paar Euro. Den hab ich schon oft eingesetzt. Eine gewisse Festigkeit ist allerdings auch wichtig, weil verzinnte Litzen leicht am Übergang brechen.
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Peter

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Re: Schrumpfschlauch

#4

Beitrag von hans-gander » Mi 12. Sep 2018, 19:19

Hallo Kollegen,
vielen Dank für eure Antworten.
Habt ihr eventuell auch eine Teilenummer für mich.
@ Peter, deine Bemerkung zur "Steifigkeit" ist mir schon klar. Mir ging es darum, eine verschrumpfte Lötstelle noch in eine Lücke drücken zu können oder dem zur Verfügung Holraum anpassen zu können.
Beste Grüße
Hans
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Re: Schrumpfschlauch

#5

Beitrag von Domapi » Mi 12. Sep 2018, 20:13

Ooops, das scheint mir eher ein urologisches Problem zu sein :oops: :mrgreen:
hans-gander hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 11:32
Und mein Schrumpfschlauch funktioniert zwar, wird aber sehr dick und hart.
Aber zurück zur Sache, ich verwende den hier:

https://www.conrad.de/de/dsg-canusa-289 ... 18303.html

Geschrumpft wird mit der heißen Lötspitze; mir scheint, dass der Schlauch dadurch etwas flexibler bleibt.

Aber besser ihr fragt den Urologen eures Vertrauens. :pflaster:
Der Weg ist das Ziel !

Mein noch namenloser Trennungsbahnhof: https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=152275


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Re: Schrumpfschlauch

#6

Beitrag von klein.uhu » Mi 12. Sep 2018, 20:23

Moin Hans,

ich würde das mit einem kleinen Tropfen Heißkleber isolieren.

:wink: klein.uhu

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Re: Erledigt Schrumpfschlauch

#7

Beitrag von hans-gander » Do 13. Sep 2018, 16:34

...habe bei Reichelt eine Rolle bestellt.
Grüße
Hans
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Re: Erledigt Schrumpfschlauch

#8

Beitrag von Schwanck » Do 13. Sep 2018, 21:17

Moin,

im Versuchslabor der DB-VersA war das Schrumpfen mit Flamme oder Lötkolben verboten! Wir benutzten Warmluftgeräte, die bis maximal 160°C aufheizten - das hält jeder Lötstelle aus.
Tschüss

KFS

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Re: Schrumpfschlauch

#9

Beitrag von Martin Lutz » Fr 14. Sep 2018, 05:48

klein.uhu hat geschrieben:
Mi 12. Sep 2018, 20:23
Moin Hans,

ich würde das mit einem kleinen Tropfen Heißkleber isolieren.

:wink: klein.uhu
Ganz unter dem Motto "UHU klebt wirklich alles"? Sorry, bei deinem "Namen" konnte ich mir das nicht verkneifen. :mrgreen:

Nein: generell würde ich nicht einen Klebstoff dazu verwenden um zu isolieren.

Es gibt Schrumpfschlauch, der bereits einen Klebstoff auf der Innenwand hat. Aber das ist nur bei Aussenanwendung sinnvoll und/oder wenn die Schrumpfung wasserdicht sein soll.


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Re: Schrumpfschlauch

#10

Beitrag von klein.uhu » Fr 14. Sep 2018, 10:22

Martin Lutz hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 05:48
Ganz unter dem Motto "UHU klebt wirklich alles"? Sorry, bei deinem "Namen" konnte ich mir das nicht verkneifen. :mrgreen:

Nein: generell würde ich nicht einen Klebstoff dazu verwenden um zu isolieren.
:lol: schönes Wortspiel :lol:
Nein, verkneifen brauchst Du Dir nichts. So etwas halte ich aus, Einen Spaß muss man vertragen können!


Normalerweise würde ich auch keinen Klebstoff zur Isolierung verwenden. Da hast Du schon Recht!
Aber Heißkleber oder Schmelzkleber ist m.E. kein Klebstoff im üblichen Sinne, sondern irgendein Zeug (das muss ich doch mal nachsehen), dass durch Wärme flüssig/zähflüssig wird und schnell wieder aushärtet. Ich habe das bei solchen geringen Spannungen und Strömen an Steck-/Buchenleiten oft verwendet, schon seit weit über 10 Jahren in Betrieb. Nur an den Lötstellen, nicht irgendwo im Kabel. Da diese Klebemasse fest wird, aber elastisch bleibt, bietet sie an Lötstellen auch einen gewissen Knickschutz dagegen, dass die Litze kurz hinter der Lötstelle abbricht.

Ansonsten verwende ich auch Schrumpfschlauch, oder in Ausnahmen mal Silikonschlauch.

Nachtrag:
Die üblichen Schmelzkleber bestehen anscheinend aus Ethylen-Vinylacetat- Copolymer (EVA) laut Datenblatt.
Bei Wikipedia finden sich noch weitere Hinweise:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schmelzklebstoff
u.a. zu Einsatzbereichen (Zitat):
Elektrotechnik, z. B. partielles oder vollständiges Eingießen von Baugruppen („Gehäuseersatz“) oder Bauteilen zur mechanischen Stabilisierung, Isolation oder speziell bei Induktivitäten zur Verringerung von mechanischen Schwingungen der Kupferspule und dementsprechender Geräuschentwicklung.
Kabeldurchführungen, Dichtungsmuffen, z. B. für Leitungen in Kraftfahrzeugen

... wird also auch kommerziell so verwendet, ist nicht meine eigene "Erfindung".
Zuletzt geändert von klein.uhu am Fr 14. Sep 2018, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
| : | ~ analog

Gruß von Bild klein.uhu
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Re: Schrumpfschlauch

#11

Beitrag von Martin Lutz » Fr 14. Sep 2018, 10:36

klein.uhu hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 10:22
Martin Lutz hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 05:48
Ganz unter dem Motto "UHU klebt wirklich alles"? Sorry, bei deinem "Namen" konnte ich mir das nicht verkneifen. :mrgreen:

Nein: generell würde ich nicht einen Klebstoff dazu verwenden um zu isolieren.
:lol: schönes Wortspiel :lol:
Nein, verkneifen brauchst Du Dir nichts. So etwas halte ich aus, Einen Spaß muss man vertragen können!


Normalerweise würde ich auch keinen Klebstoff zur Isolierung verwenden. Da hast Du schon Recht!
Aber Heißkleber oder Schmelzkleber ist m.E. kein Klebstoff im üblichen Sinne, sondern irgendein Zeug (das muss ich doch mal nachsehen), dass durch Wärme flüssig/zähflüssig wird und schnell wieder aushärtet. Ich habe das bei solchen geringen Spannungen und Strömen an Steck-/Buchenleiten oft verwendet, schon seit weit über 10 Jahren in Betrieb. Nur an den Lötstellen, nicht irgendwo im Kabel. Da diese Klebemasse fest wird, aber elastisch bleibt, bietet sie an Lötstellen auch einen gewissen Knickschutz dagegen, dass die Litze kurz hinter der Lötstelle abbricht.

Ansonsten verwende ich auch Schrumpfschlauch, oder in Ausnahmen mal Silikonschlauch.
Das mit dem Abbrechen muss man nicht so eng sehen. Wenn da nichts in Bewegung ist, bricht da auch nichts. Klar, wenn absehbar ist, dass die Stelle dauernd in Bewegung ist, dann sollte man nicht löten. Bei Kabel zwischen den Modulen zum Beispiel. Da sind gekrimpte Stecker sicher besser. Aber wenn man innerhalb eines fixen Kabelbaums eine Verbindung lötet und zuschrumpft ist das sicher kein Problem. So mache ich das auch. Da ja Privatbereich und keine Sicherheitsprobleme da sind, kann man durchaus mit Flamme schrumpfen. Mache ich mit Feuerzeug auch. Ich glaube aber nicht, dass dies auf Sicht der Steifigkeit nachher irgend einen Einfluss hat. Man muss halt aufpassen, dass man den Schlauch nicht gleich verbrennt. Das selbe gilt mit Lötkolben. Nur mit der Abwärme schrumpfen ohne Berührungskontakt mit Lötspitze. Die Lötspitze soll sauber gehalten werden, wenn man sie auch zum Löten verwenden will!


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Re: Erledigt Schrumpfschlauch

#12

Beitrag von klein.uhu » Fr 14. Sep 2018, 10:43

Siehe nachträgliche Anmerkung in meinem obigen Beitrag.


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Re: Erledigt Schrumpfschlauch

#13

Beitrag von Martin Lutz » Fr 14. Sep 2018, 13:01

klein.uhu hat geschrieben:
Fr 14. Sep 2018, 10:43
Siehe nachträgliche Anmerkung in meinem obigen Beitrag.
Ist mir durchaus bekannt. Man findet solche Heisskleber "Halterungen" sehr oft. Ein bisschen ist es ein Markenzeichen von chinesischen Billigprodukten. Im Elektronikbereich findet man bei hochwertigen, guten Produkten oft auch spezielle Silikone (Beispiel grosse Spulen und Kondensatoren bei Schaltnetzteilen). Diese sind aber speziell für mechanische Entlastung bei grösseren Bauteilen im Einsatz. Chinesen kleben hingegen fast alles mit Heiskleber. Manchmal haarsträubend, was man da so sieht.

Oft erkennt man "Qualität" erst, wenn man ein Produkt auseinanderbaut.

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