KBS 481 und anderes von Bahnen im Rheinland

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gaulois
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ein etwas größerer Zeitsprung - zwei andere Winter in Gustorf

#26

Beitrag von gaulois »

Hallo zusammen,
in diesem thread geht es chronologisch gesehen ziemlich durcheinander … Aber jetzt folgt sie, die große Bahn-Sanierung aus dem Jahr 2003, mit ein wenig drumherum aus den Jahren davor und danach…

Beginnen möchte ich heute mit der Eröffnung des ersten Bahnhofs, der heute für den Personenverkehr nur noch einen Haltepunkt darstellt. Lediglich der Anschluss der Rheinbraun-Bahn hat dort heute noch eine Weiche nötig. Damals, 1903 blickte man aber in eine endlich an die Bahn angeschlossene Zukunft.

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Leider kann ich nicht erkennen, ob einer meiner Vorfahren dort auf dem Bild auch zu sehen ist, einen Verdacht habe ich zwar, aber den kann heute keiner mehr bestätigen.

Jedenfalls weiß ich nach dem Filzen einiger noch analoger Fotos, warum Leo so viel Spaß an der Bahn hat:

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Zu sehen ist hier ein Haufen Kinder, die zum Geburtstag meiner ältesten am 18.11.2004 eine Dorfrallye machen, an dem Schrankenposten, der wenig später aufgegeben wurde. Leo ist auch auf dem Bild und zwar versteckt ganz rechts ;) War ein saukalter Tag. Ein paar Monate später, am 05.03.2005, war ich mit Adrian am verschneiten Bahnhof und habe da gleich eine Serie von Bildern gemacht, auf denen viele Details zu entdecken sind, die man wenige Monate später vergeblich suchte. Mein Instinkt war da wohl richtig.

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Das EG war da noch nicht renoviert, es waren aber schon mal andere Fenster eingebaut worden, daher die Kalksandsteine, die unverputzt eingebaut die Lichte für die kleineren Fenster verengten.

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Der Blick nach Süden zum Fahrdienstleiter-Stellwerk, das damals noch in Betrieb war, zeigt die noch intakten Formsignale für Gleis 1 und 2. Auch gut zu sehen sind die Lampen an der ehemaligen Ladestraße. Diese wurde übrigens 2012 zum Teil einem, wie ich finde überflüssigen P+R Parkplatz geopfert. Auf der Ladestraße hätte man auch parken können, was z. T. auch gemacht wurde (siehe LKW auf dem Foto), und das hätte der ohnehin klammen Stadtkasse eine Menge Ausgaben erspart. Nach Süden geht es heute nur noch nach Bedburg, bis 09.12.2016 ging es noch über Horrem nach Köln, und "ganz früher", also bis zum Winterfahrplan 1991/1992 ging es über Düren nach Heimbach. Das ist längst Geschichte, konnte aber 1991 von mir, meiner Frau und ein paar Freunden genutzt werden, um von der Interrail-Tour wieder nach Hause zu kommen (Lissabon - Gustorf über Paris und Aachen)

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Der Blick nach Norden offenbart drei weitere Formsignale. Das rechte Signal gehört zum Anschluss der Rheinbraun-Bahn, die beiden linken Signale zur Strecke in Richtung Düsseldorf über Grevenbroich und Neuss.

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Hier ist die Rückseite der südlichen Signale zu sehen. Viviane und Adrian konnte ich hier noch die mechanische Technik erklären. Leo hatte diese Chance leider nicht mehr, dafür wurden die Signale zu früh abgebaut. Sozusagen über Nacht, denn abends schien noch alles ruhig und morgens waren sie alle weg. Zum Glück hatten die neuen KS-Signale und dann die weißen Kreuze an den alten Signalen rechtzeitig angezeigt, was die Stunde geschlagen hatte.

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Ich finde, so eine verschneite Ladestraße hat was. Schnee hatten wir hier ja eher selten außer in den letzten paar Wintern. Als Kind hatte ich nie so viel Glück.

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Wozu diese Wagen dort stehen, weiß ich nicht so genau, ich glaube, dass Rheinbraun da seinerzeit auch Gleisarbeiten durchgeführt hat, Etwa 2003 war uns da ja schon mal ein Schotterpflug und eine Stopfmaschine begegnet (Fotos vielleicht später), ich habe dann noch mal eine solche Maschine dort gesehen, das muss aber nicht unbedingt im Winter gewesen sein. Deutlich zu sehen sind jedenfalls die übrig gebliebenen Betonschwellen von der Gleiserneuerung, die um 2003 stattgefunden hatte. Die Betonschwellen wurden nicht mitgenommen, weil bei den Arbeiten Gleis 1 und die zugehörigen Weichen nicht erneuert worden waren. Ich hatte immer gedacht, dass die Weichen später erneuert werden, tatsächlich wurden sie aber nur entfernt :shock:

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An diesem Bahnübergang, wo noch die "alten", aber nicht die ganz alten Bahnschranken zu sehen sind, die vom Fahrdienstleiter gesteuert wurden, war früher ein Sandwerk und ein schmales Wohngebäude. Der Bahnübergang hatte früher gefühlte 5 - 6 Gleise mehr als jetzt, wo es nur noch 2 sind. Daher auch der große Abstand zwischen den Schranken beiderseits der Strecken.

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Hier die andere Seite. Und dann noch ein Blick nach Norden zum Bahnhof mit rechts den alten Anschlussgleisen der Rheinbraun, über die auch die Kalk- und Gipszüge für RWE rollen.

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Mit Schnee gefiel mir das einfach so gut, daher noch ein Foto

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Und das war auch gut so, eins der wenigen Fotos, wo man noch die zwei zusätzlichen Gleise des Rheinbraun-Anschlusses sehen kann. Ursprünglich war hier noch mehr, aber in zwei Schritten nach dieser Aufnahme wurden die Gleise erst auf eine Schutzweiche und dann auf nur noch ein durchgehendes Gleis reduziert. Die Seilrollen und mechanischen Einrichtungen sind zu diesem Zeitpunkt alle noch in Gebrauch, auch die für die Weichen.

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Die Bahnsteigschranke war in den letzten Jahren fernbedient. Da in der Regel die Züge auf Gleis 2 ein- und ausfuhren, wurde sie nur bei Zugkreuzungen benötigt. Ich kann mich erinnern, dass das Mitte der 80er Jahre noch so war, in den 90er Jahren gab es mal eine Zugkreuzung, an die ich mich erinnern kann, aber das mag ein Einzelfall gewesen sein. Damals fuhren hier noch 212er mit Silberlingen. Wenn ich diese Fotos finde, kommen sie hier auch in den Thread.
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April 2005

#27

Beitrag von gaulois »

Im April 2005 war dann der Schnee auf einmal weg und die Sonne kam heraus. Da war ich dann noch mal gucken, denn beim Einkaufen hatte ich gesehen, dass wir wieder Besuch von seltsamen Loks hatten:

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293 016-3 und 204 005-3 waren wieder mit Baugerät angerückt. An der Strecke wurde ja insgesamt zwischen Grevenbroich und Bergheim gebaut und das dauerte länger als nur die paar Monate, die ich mit Adrian bei uns am Gleis verbracht hatte.

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Die Seilspanner stehen alle noch und sind auch noch auf Spannung (später musste ich fotografieren, wie sie die Köpfe hängen ließen), aber die Bauteile für den Kabelkanal links verheißen schon nichts gutes

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und auch diese alten Schranken, die noch ganz anders aussahen, als ich klein war, sollten bald neuen Halbschranken weichen, die von Duisburg aus gesteuert werden können

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Rollenkästen, Seilspanner und Schrankenwärterhäuschen bilden hier noch eine schöne harmonische Einheit

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Leider habe ich mich nie getraut, den Schrankenposten hier mal zu besuchen, weil man die ja nicht von der Arbeit abhalten soll, hatte mir meine Oma eingebleut.

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Mit Adrian habe ich ein paar Wochen später ein paar Fotos durch die Fenster dieses Gebäudes gemacht, als es schon verlassen war und die Signale weg waren. Dieser Arbeitsplatz ist nun auch keiner mehr. Das Gebäude steht zwar heute noch, die Fenster sind aber vernagelt. Auf dem nächsten Foto kann man sehen, dass die Weiche (rechts) von den Betonschwellen noch ausgespart wurde.

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Ich habe mich gefragt, warum die Holzschwellen an Gleis 1 und die Metallschwellen, die z. T. auch noch da waren, nicht getauscht wurden. Heute weiß ich, warum. :( Hier mal der Blick vom Anschlussgleis der Rheinbraun-Bahn nach Norden:

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Der Bahnhof zeigt hier deutlich seine baulichen Veränderungen, aber noch den alten grauen Verputz. Das Baustellenschild steht immer noch da, obwohl der Gleisbauzug längst vor Monaten schon verschwunden war. Daran, dass die Signale schon so bald weichen sollten, hätte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gedacht. Hier stehen am Übergabegleis tatsächlich auch noch Peitschenleuchten und der Bahnhof hat tatsächlich noch vier durchgehende Gleise!

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Soweit für heute... hatte ich schon erwähnt, dass die eingleisige Strecke hier in den frühen 80er Jahren noch zweigleisig war?
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221 135-7 von Barbara Pirch im Jahr 1996

#28

Beitrag von gaulois »

Hallo zusammen,
wir machen nochmal einen Zeitsprung in das Jahr 1996. Damals war Barbara Pirch mit ihrer 221 135-7 regelmäßig für die Neusser Hafenbahn in Gustorf. Sie brachte die Kalkzüge und Gipszüge nach und von Frimmersdorf. An diesem Tag war sie selbst auf der Lok und ich hatte trotz Hausbau mal die Gelegenheit, ein paar Fotos zu machen, da ich ungefähr wusste, wann der Zug kam und ich zu der Zeit von der Arbeit nach Hause fuhr. Der Zug muss so gegen 16:45 durch Gustorf gefahren sein. Die Fotos stammen von zwei verschiedenen Daten, mal mit und mal ohne Zug. Aber an welchen Tagen das war, weiß ich leider nicht mehr, nur, dass es im September war.

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Auf einem der Fotos ist sogar noch unser altes Auto zu sehen und "damals" standen noch die letzten Reste vom Sandwerk am Fahrdienstleiter-Stellwerk. Heute sieht die Lok leider ganz anders aus und die Gebäude bis auf das funktionslos gewordene Stellwerk sind auch längst weg. Wie es dazu kam, ist dann ein anderes Thema für ein anders Posting, in dem dann auch die 211 122-5 vorkommt, direkt als einer der ersten Fahraufträge, nachdem sie aus Griechenland zurück gekommen und instandgesetzt worden war.

Da waren noch viel mehr Gleise vor dem damaligen Gleis 1. Da führte ein Gleis zum Güterschuppen und ich meine es gab noch ein weiteres, das an der Ladestraße entlang lag (kann man vielleicht erahnen auf den Bilden, die hinter den Hauptsignalen am Güterschuppen aufgenommen wurden). Leider habe ich aus der Zeit gar keine Fotos, aber aus der Zeit mit der 221 135-7 habe ich noch weitere Fotos vom Bahnhof und auch aus anderen Jahren, als die Gleisanlagen aber schon verändert waren. Die werde ich sukzessive hier einstellen, soweit ich sie finde und soweit sie mir interessant genug erscheinen.

Interessant ist aber auch zu sehen, dass es eben damals auch immer noch zwei Gleise des Anschließers gab, die 1985 für die Übergabe an die DB und umgekehrt genutzt wurden, hier aber zum Umfahren der leeren EAOS, die dann in den Rangierbahnhof Frimmersdorf gedrückt wurden. Ich vermute, weiß es aber nicht mit Sicherheit, dass die Wagen dort abgestellt und von einer RWE-Lok abgeholt wurden. 1995 wurden die Kesselwagen vom RWE jedenfalls im Bahnhof Gustorf abgestellt, aber es standen auch Wagen im Rangierbahnhof Frimmersdorf (RWE-Rheinbraun), die dort sicher von RWE-Loks abgeholt wurden, so wie die Ladung benötigt wurde.

Aber jetzt habe ich die Baustellenzeit ganz elegant übersprungen. Keine Sorge, die kommt auch noch...
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April 1997

#29

Beitrag von gaulois »

Im April 1997 war ich auch am Bahnhof, damals haben wir noch in der Nähe des Bahnhofs gewohnt und da konnte ich schon mal eher dort hin als heute. Damals standen ja noch die Signale und auch die Weichen waren noch nicht elektrisch betrieben, jedenfalls nicht die, die vom Stellwerk Nord bedient wurden. Daher gab es auch die drei Spannwerke noch, die an der Straße für jeden sichtbar waren und die mich als Kind schon immer fasziniert haben. Was das ist, konnte mir hier aber damals keiner erklären.
Dass es noch weitere Spannwerke hinter den Häusern neben dem Stellwerk Nord gab, habe ich erst so richtig registriert, als die KS Signale schon in Betrieb waren. Da hatten sie alle schon die Köpfe hängen lassen. Aber das ist 10 Jahre später. Hier kommen erst mal die Detail-Aufnahmen aus dem April 1997, als der Bahnhof auch noch die alten Fenster hatte und alles noch so aussah, als würde es sich eigentlich nie ändern.

Als erstes haben wir hier einen Bahnübergang, den ich schon mal im Detail gezeigt habe. Vor vielen Jahren war der noch zweigleisig, weil sich irgendwelche Gleise in den Bahnhof auch von Norden her schon vorher verzweigt haben.

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Ich glaube, dass das Gleis 1 früher schon vor dem Bü abzweigte, aber genau weiß ich das nicht, nur dass da ein zweites Gleis und eine Weiche schon nördlich des Bü war:

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der Blick nach Norden zeigt einen deutlichen Knick im Gleis, wo früher die Abzweigweiche war:

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und hier ist viel mehr Platz zwischen Stellseilen und Gleis, als man eigentlich bräuchte, da war vorher das Gleis 1.

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Vom Bahnhof aus betrachtet sieht das dann so aus:

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Hier eines der Spannwerke an der Straße:

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und hier das ganze Ensemble:

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Auch die Rollenkästen und Seilführungen unter dem Gleis sind noch wie eh und je (wenn man mal von den Änderungen in den 80er Jahren absieht)

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Aber ein bisschen verwahrlost ist der damals schon kaum noch genutzte Bahnsteig 1 schon:

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Aus dem Schüttbahnsteig 2 war irgendwann mal ein geteerter, aber schräger Bahnsteig geworden. Und so sah der Bahnhof Jahrzehnte lang aus, nur ohne den Fahrkartenautomaten:

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Heute freue ich mich, dass ich damals auch Detailaufnahmen von den Schmalmast-Signalen gemacht habe, damals kam ich mir etwas komisch vor beim Machen der Bilder:

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Diese Aufnahme wäre heute so nicht mehr möglich. Damals fand ich den Zustand schon traurig, aber heute käme man da gar nicht mehr hin, um den Schuppen zu fotografieren. Zwischenzeitlich wurde für das Abstellen von Fahrzeugen vor der Laderampe eine Menge Bauschutt aufgeschüttet. Inzwischen wohnen aber keine Arbeiterkolonnen für den Neubau des RWE Neurath mehr dort.

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Im Fahrdienstleiterstellwerk war das ganze zu der Zeit schon länger elektromechanisch. Für heute war's das erst mal. Ich hoffe, dass ich nicht zu viele langweilige Details gepostet habe.
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Gustorf am 30.07.2003 - jetzt geht's los...

#30

Beitrag von gaulois »

Es folgen Bilder von der Streckensanierung zwischen Grevenbroich und Gustorf, die ganz harmlos mit einem Kranwagen am 30.07.2003 begann. Der Kranwagen stand schon ein paar Tage vorher da, aber an dem Tag beginnen meine Fotos.

Es waren insgesamt 14 Filme mit je 36 Bildern, die ich zunächst komplett eingescannt habe, aus denen ich dann aber auswählen und ein paar Informationen dazu posten musste, Damals hat das viel Zeit in Anspruch genommen und damit die Bilderflut etwas strukturiert. Die dadurch entstandene Struktur behalte ich bei.

Alles beginnt mit dem akustischen Warnsignal, das ich von der Erlenstraße aus fotografiert habe, als ich mich dem Bahnhof und der vermeintlichen Baustelle näherte. Da wusste ich noch nicht, was in den nächsten Tagen auf mich zukam, aber der Bautrupp klärte mich am zweiten Tag auf, was da im Gange war.

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Das ist eine der wenigen Gelegenheiten, wo ich in Gustorf mal einen Zug auf Gleis 1 gesehen habe. Als der Fahrplan noch nicht bis nach Köln Deutz durchging, und hier noch 212er mit drei Silberlingen fuhren, kam es früher mal um die Mittagszeit zu Zugbegegnungen in Gustorf. Was in den 70er Jahren hier lief, weiß ich leider nicht, da war ich noch zu klein. Jedenfalls war das der erste 628, der mir je auf Gleis 1 begegnet ist.

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Damals stehen an den Rheinbraun-Anschlussgleisen auch immer noch die Peitschenleuchten, die irgendwann später verschwunden sind. Die Stationsschilder sind inzwischen nicht mehr weiß mit ozeanblauem Rand, sondern blau. Eines - nämlich auf der Rheinbraun zugewandten Seite - war allerdings immer noch weiß, ganz ohne Rand und in emailliertem Blech. Ein wunderschönes Schild, das leider jahrelang vor sich hin rosten musste. Die DB hat offenbar das Eigentum daran aufgegeben…

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Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass das Sandwerk, das 1996 noch stand und mindestens zwei Silokübel hatte, hier schon vollständig verschwunden ist. Eine Zeit lang stand noch ein Wohnhaus davon, das wich dann aber auch dem KIK und der Zufahrt zum Aldi. Das Hausmeister-Wohnhaus, das weiter östlich stand, wurde später auch platt gemacht und es wurden Unmengen Erde aufgeschüttet, heute steht dort ein Netto…

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Und hier sieht man den Grund dafür: Gleis 2 wird gerade ausgetauscht. Seltsamerweise fuhr hier nicht der Schienenlegezug im Arbeitsgang durch, sondern das wurde mit Zweiwegefahrzeugen gemacht, ich vermute das hängt mit den damals noch existierenden Weichen zusammen. Der Kran, der als erster schon eine Woche vor Beginn der Arbeiten hier stand, entspricht übrigens in etwa dem von meiner Tante M.

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Ausgebaute Indusi-Magneten

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Und hier stehen die Formsignale wie eh und je. Eine Weile sollten sie auch noch da stehen bleiben. Das Sandwerk im Hintergrund hingegen ist schon verschwunden, die Lampen an der Ladestraße sind aber noch da.

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Die ersten Gleise aus dem Bahnhofsbereich sind ausgebaut und man sieht, dass hier früher - außer im Weichenbereich - Stahlschwellen verbaut worden sind.

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Von der letzten Aktion am Bahnübergang Wassermühle lag hier noch eine Kabeltrommel rum, die aber im Laufe der Bauarbeiten 2003 von den Maschinen zerstört wurde. Hier ist sie noch relativ ganz:

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Das war's vom 30.07.2003. Aber es geht weiter
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Re: KBS 481 und anderes von Bahnen im Rheinland

#31

Beitrag von KaBeEs246 »

Hallo Gerd,

interessant, dass hier an Gleis das Signal P auch einen Schmalmast hatte. Ein Grund dafür ist für mich nicht erkennbar.
Hm, ja, Indusi-Magnete müsste ich auch anbringen.
Für den darin befindlichen Magnetwerkstoff (nichtkornorientiertes Elektroblech mit 0,35 mm Dicke) hat unser Labor früher die Freigabemessungen gemacht, da das betriebliche Freigabelabor die Prüffrequenzen von 500 Hz, 1000 Hz und 2000 Hz nicht darstellen konnte. Die Probenübergabe erfolgte mit der Aufforderung: "Nimm du sie!"

Gruß von Ruhr und Nette
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#32

Beitrag von gaulois »

Hallo Hans,
interessante Zusatzinfos von einem Insider. Danke dafür. Was das Signal P angeht, ist die Erklärung einfach: rechts davon waren mindestens zwei oder vielleicht sogar drei Gleise, die an der Ladestraße entlang vor den Güterschuppen und an die Rampe führten. Daher musste da ein Schmalmast-Signal stehen, natürlich sind auf meinen Aufnahmen diese Gleise längst weg. Da hätte ich Anfang der 80er Jahre kommen müssen mit der Kamera, aber damals...

Der Sommer 2003 war besonders heiß, aber am 31.07. konnte man davon noch nicht viel sehen, das Wetter war deutlich kühler als am Vortag, denn die Sonne zeigte sich nicht.
Erst mal war ich am Bahnübergang Gustorf Nord, an dem sich noch nicht viel tat, aber immerhin hatte jemand heimlich Gleise dort hingelegt, das war mir entweder entgangen oder es war gerade erst passiert.

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Hier führten noch Seile durch Rollenkästen weit bis hinter die Auhobahn 540, wo das Vorsignal stand, das das Hauptsignal vor dem Bahnübergang Christian-Kropp-Straße/Torfstecherweg ankündigte.

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hier noch mal eine Aufnahme von weiter innerorts, wo Hauptsignal und Vorsignal dran hängen und von dem Schrankenwärterhäuschen aus bedient wurden,

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das zu diesem Bahnübergang (Christian-Kropp-Straße/Torfstecherweg) gehörte und von dem ich weiter oben im thread schon mal ein paar Fotos gepostet habe.

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Ach, da ist es ja:

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In der Ferne sieht man den Kran im Bahnhof stehen. Von der Rheinbraun-Seite aus konnte man hinter den nördlichen Ausfahrsignalen mehr sehen:

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Dass da so viele Betonschwellen rumlagen, musste was zu bedeuten haben. Daher sprach ich auch die Bauarbeiter an, was hier los sei. Hier noch ein Foto vom alten Übergabe-Gleis-Signal, wo der Rheinbraun-Anschluss auf DB einmündet:

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und hier die Einmündung selbst, an der sich nichts verändert hat.

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Das EG hatte bahnseitig damals schon die ersten Umbauten hinter sich. Es war einige Zeit zuvor oder danach verkauft worden. Jedenfalls gab es hier wieder Gastronomie - seltsamerweise in der alten Wartehalle und nicht in der alten Bahnhofskneipe - und die ersten Doppelglasfenster im OG:

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Und hier, wo heute auch längst kein Rollenkasten mehr ist, waren früher alles Güter- und Rangiergleise:

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Die Gastronomie in der Wartehalle gibt es auch heute noch - wenn auch mit öfter wechselnden Besitzern seit den alten Aufnahmen. Vom August 2003 dann später mehr...
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#33

Beitrag von gaulois »

Am nächsten Tag war ich zweimal an der Bahn, nachmittags und von 23:00 Uhr bis 1:00 Uhr mit Adrian zusammen. Es war ja Wochenende und da durfte ich den damals noch bahnbegeisterten Adrian mitnehmen. Aber kommen wir erst mal zum Nachmittag. Um das Gleis im Bahnhof neu einzuschottern, musste natürlich irgendwo Material herkommen. Und hier kommt es auch schon mit einer V100 Ost von DB Gleisbau:

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So lange Züge hatten wir schon länger nicht mehr, jedenfalls keine, die in Gustorf stehen blieben. Die Kalk- und Gipszüge fuhren ja mehr oder weniger nur durch, der Schotterzug aber blieb hier stehen:

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Und so hellen Schotter hatte ich hier noch nie gesehen. Also Augen auf beim Einschottern: Gleisbaustellen sehen anders aus als der Rest!

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Dank der in den 1990er Jahren (so um 1992 herum) abgebauten Güter- und Rangiergleise war ja jetzt auch reichlich Platz, um den ganzen Baukrempel unterzubringen. Hier liegen die Schienenverbinder und anders Gerät:

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Und hier kommt eine der heute noch in Stoßzeiten hier fahrenden 628er Doppeltraktionen:

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Baumaterial überall:

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Von der Rheinbraun-Seite aus kam man besser an den Schotterzug heran. Allerdings schien mir hier auch die Sonne entgegen, die inzwischen wieder zum Vorschein kam:

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Dank Sonnenblende konnte man aber doch noch was erkennen:

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In der Nacht nahm ich dann Adrian mit auf große Abenteuer-Fahrt zum Bahnübergang in Laach, einem kleinen Ort zwischen Gustorf und Grevenbroich, an dem die Bahn vorbei führt und wo ein Bedarfs-Bahnübergang liegt, also ein Bü, an dem die Schranken eigentlich immer geschlossen waren, außer wenn man das Stellwerk anrief, dann öffneten sich die Schranken. Hier gab es auch noch einen Fußgängerüberweg mit zwei Drehkreuzen, von denen ich scheinbar doch kein Foto gemacht habe, ich weiß noch, wie sie damals ausgebaut neben dem Bü lagen. Vielleicht taucht das Foto aber noch auf und ich habe es nur übersehen... Die Drehkreuze waren natürlich auf der linken Seite, von der ich jetzt gerade kein Foto gemacht habe, weil die Bagger von rechts kamen.

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Als nächstes fuhren wir von hier erst mal nach Grevenbroich Hauptbahnhof, wo eine Fußgängerbrücke über die Gleise führte, denn die Unterführung unter den Gleisen zu den Bahnsteigen wurde zu der Zeit so erweitert, dass sie am anderen Ende, wo die Gütergleise alle abgebaut wurden, wieder ans Licht kam. Dort kam nämlich noch ein Parkplatz und ein Fahrradplatz hin, also genau gegenüber vom EG und dem Parkhaus. Davon habe ich leider nur in dieser Nacht und nur ein einziges Foto gemacht, weil ich nie nach GV zum Bahnhof kam zu der Zeit.

Hier also das einzige Foto vom Provisorium in Grevenbroich:

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Und schon sind wir wieder auf dem Weg zurück nach Gustorf und gegen 20 nach 0 an der Autobahnbrücke A540 angekommen, wo dann die ersten Arbeiter die Schienenverschraubungen lösen.

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Was ist das, fragte Adrian. Wie erklärt man den Begriff "Akkuschrauber mit Benzinmotor", fragte ich mich.

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Versucht mal mit einer Analog-Kamera in der Nacht ohne Stativ und ohne Blitz bewegte Objekte aufzunehmen...

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Am Tag wurden dann schon die Schwellen und Gleise alt gegen neu getauscht. So schnell geht so was. Da musste ich mich mit meiner Kamera ganz schön ranhalten. Wäre ich einen Tag nicht da gewesen, hätte ich einen Arbeitsgang verpasst. Das war bisher die einzige Ludmilla, die ich je hier gesehen habe und sie zog nicht etwa den Zug, sondern wurde geschoben. Der Motor war aus.

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Den Zug muss man sich mit seinen Arbeitsgängen genauer ansehen und das tu ich dann in einem weiteren posting. Bilder davon habe ich einige gemacht, um die Funktionsweise dieses Zuges abzubilden. Video konnte ich damals ja noch nicht machen.
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#34

Beitrag von gaulois »

Es geht noch weiter! Der Schotterzug kam hier offenbar über die Rheinbraun-Werksbahn, denn die andere Strecke war ja belegt bzw. wurde zu Beginn noch von den halbstündlichen Zügen befahren. Meine Vermutung ist, dass er von der KBS246 über den Abzweig in Rommerskirchen über die Nord-Süd-Bahn zum Rangierbahnhof Frimmersdorf (RWE) gefahren ist und von da weiter nach Gustorf, aber genau weiß ich das natürlich nicht.

Abgestellt wurde der Zug jedenfalls auf dem Rheinbraun-Anschlussgleis, damit er den DB-Durchgangsverkehr nicht stört. Ich habe leider nicht sehen können, wo er herkam. Es wäre auch möglich, dass er von Köln über Bergheim nach Gustorf fuhr und dann auf das Anschlussgleis umsetzte. Daher kam zumindest ein späterer Schotterzug mit einer ganz besonderen Lokomotive auf einem ihrer ersten Einsätze, aber da möchte ich noch nicht vorgreifen.

Es ist immer noch der 02.08.2003. Erst mal lassen wir Ludmilla näher kommen. Die neuen Schienen liegen noch außen neben den Gleisen, die noch auf den alten Schwellen liegen.

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Wie man hier sieht, sind auf dem ersten Wagen die neuen Betonschwellen, auf den anderen vorderen Wagen schon die alten Stahlschwellen, die ausgebaut worden sind. In der Mitte befindet sich die gelbe Ladebrücke, die auf dem Zug hin und her fährt.

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Aber wie kommen jetzt die verschiedenen Schwellen da hin? Nun, die Betonschwellen hat der Zug natürlich mitgebracht. Diese werden von der Ladebrücke Schicht für Schicht aufgenommen und auf ein Gerät gelegt, das wir später sehen werden und das die Schwellen auf das Gleisbett legt, während es die alten Schwellen von demselben Gerät aufgenommen und auf ein Band gelegt werden. Die Ladebrücke nimmt, nachdem sie eine Ladung Betonschwellen abgelegt hat, dort die Stahlschwellen wieder auf und fährt sie dann auf einen freien Waggon, um sie dort zu stapeln. Um das Ganze perfekt zu machen, werden hier nicht nur die Schienen angehoben, um andere Schwellen darunter zu legen, sondern es werden auch die alten Schienen nach außen neben das Gleis gelegt, während das dort vorher gelegene Schienenmaterial auf die Schwellen gelegt wird. Der vordere Teil des Zuges fährt also auf dem alten Gleis, das er anhebt und wegnimmt und der hintere Teil fährt schon auf dem neuen Gleis. Eine faszinierende und sehr effektive und effiziente Methode. Früher waren damit bestimmt hunderte von Arbeitern wochenlang beschäftigt. Der Abschnitt Grevenbroich - Gustorf wurde aber mittels dieser Technik und weiterer Maschinen innerhalb von nur einer Woche erneuert.

Hier nochmal Ludmilla mit abgeschaltetem Motor (Bremslok?).

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Später im Gustorfer Bahnhof hatt eich das unverschämte Glück, dass sie den Motor anließ, als ich daneben stand. Schade, dass ich davon keine Tonaufnahme habe. Das war überwältigend und schon ein wenig anders als im Modell. Genau zu sehen ist auf dem nächsten Foto, dass wirklich noch die neuen Schienen, zu erkennen an den rostigen Schienenköpfen und an dem höheren Profil, noch außen liegen. Als Ludmilla langsam zum Bahnübergang Nord geschoben wird, kann man allmählich mehr vom Zug sehen, ohne durchs Feld laufen zu müssen.

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Hier hat die Ladebrücke gerade Betonschwellen aufgenommen:

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Damit sie über den gesamten Ladebereich des Zuges fahren kann, sind die Waggons mit Brücken versehen:

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Darauf fährt es sich wie auf Schienen. Ich bin ein paar Meter weiter entgegen der Fahrtrichtung gegangen und die Ladebrücke kommt mit Stahlschwellen zurück, die sie gleich absetzen wird:

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Langsam kommt auch das Kernstück dieses Zuges näher:

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Hier liegen die Betonschwellen fertig zum Einbau:

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Hier sieht man jetzt alle Arbeitsgänge auf einmal: Schwellen wegziehen, Schwellen legen, Schienen kreuzen:

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KBS 481: Neue Schienen für Gustorf

#35

Beitrag von gaulois »

Aber ich habe ein Stück Zug übersprungen:

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Das scheint mir die Transporteinheit für die Altschwellen zu sein, die wohl auch deshalb so lang ist, weil ja ein erheblicher Teil des Zuges in der Luft hängen muss, wo die Schienen angehoben werden und man auf ihnen nicht fahren kann. Aber hier noch mal etwas genauer:

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Hier sieht man, wie unten die Altschwellen nach rechts oben transportiert werden (also in Fahrtrichtung), während die neuen Schwellen nach links unten ins Gleisbett abgelassen werden:

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Und da werden die Schwellen dann abgelegt und auf einen exakt vorherberechneten Abstand voneinander verlegt, bevor die (neuen) Schienen drauf kommen

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[img]httpss://lh6.googleusercontent.com/--TMp6Hhk5lg/T1KFb8McFOI/AAAAAAAACUU/1IMIurwetwI/s800/20030802Gustorf042.jpg" height="550" width="800[/img]

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Und hier fährt das Zugende schon auf dem neuen Gleis:

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Eine faszinierende Technik, ich hätte stundenlang zugucken können. Ach ja, das habe ich ja auch, denn der Zug war ja kein ICE und fuhr im Schritttempo.

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Noch ein Nachschuss:

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Schön, so ein neues Gleis, oder?

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Und hinterher kommt der Trupp mit den Schraubern, die die Gleise an den Schwellen befestigen, was für den nächsten Arbeitsgang, nämlich das Ausbaggern des Gleisbetts und das anschließende Einschottern ja nötig ist. Das kam dann aber erst am nächsten Tag.

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Während sich der Zug allmählich dem Bahnübergang Christian-Kropp-Straße nähert, wird dort noch fieberhaft daran gearbeitet, den Asphalt zwischen den Schienen zu entfernen, damit die Maschinen dort bis zur Weiche durcharbeiten können.

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Es ist immer noch der 02.08.2003 und ich sehe mich südlich vom Bahnhof Gustorf mal um, was da so läuft. Wie friedlich und unberührt scheint das Gleisbett dort noch zu sein:

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Aber man sieht schon, dass die Schrauben fehlen bis auf einzelne, die farblich markiert sind, damit keine vergessen wird und keine Maschinen beschädigt werden, denn bald kommt der von Norden her anrückende Gleisbauzug auch hier hin.

Zwischendurch muss aber mal der Teil mit den Schwellen abgekuppelt werden, um die Altschwellen wegzufahren und neue Schwellen zu holen. Dazu steht Ludmilla im Bahnhof Gustorf, es wird telefoniert an dem offenen Fernsprecher (hatte ich auch noch nie von innen gesehen so eine Kiste) und dann lässt sie den Motor an. Ein Traum, wenn man nicht gerade die Abgase einatmen muss...

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In der Nacht wurden dann die alten Gleise bereits abgeholt.

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Da kommt was interessantes, das man im Dunklen erst mal gar nicht erkennt: Der Schienen-Abräumzug:

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Das Gerät auf dem Zug schnappt sich die Schienen mit den Greifern und zieht sie dann bis ans hintere Ende des Zuges.

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Am Schluss schiebt eine V60, die erste, die ich in Gustorf gesehen habe. Im Modell kommen einem diese Loks so klein vor, aber im Original sind selbst diese "kleinen" Rangierloks noch Riesen.

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Auch wenn diese Ampelanlage recht modern aussieht und aus den 90er Jahren stammte, wurde sie doch im Zuge der digitalen Fernsteuerung komplett ersetzt. Also nicht etwa die Steuerung, sondern alles, die Blinklichter, die Schranken, das Betonhäuschen mit der Steuerung, einfach alles. Hier zeigt sich übrigens der Konflikt zwischen Blitz und Reflektoren.

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Während der Zug noch weit weg ist, ist es am Bahnhof leise und friedlich.

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KBS 481 - laut und staubig

#36

Beitrag von gaulois »

... die Blitzlichtaufnahmen konnte ich ja erst viel später nach dem Entwickeln sehen und da ist mir dann aufgefallen, dass da ein Ast im Weg war, den ich im Dunkeln nicht gesehen habe... Schade, aber zwei Wochen später war der Zug natürlich abgefahren...

Bisher waren die Bahnarbeiten recht sauber und nur gelegentlich ein wenig lauter. Aber das ändert sich einen Tag später, da kommen nämlich Plasser & Theurer und setzen das ganze Dorf bis spät in die Nacht unter Staub und Lärm. Deshalb mussten ja erst die alten Schienen weg, denn so lange die da rumliegen, können diese Maschinen nicht am Gleisbett arbeiten. Das allerdings bleibt dem nächsten posting vorbehalten.

Und hier kommen sie schon im ersten Durchgang (denn am nächsten Tag waren sie auch noch da und auch unser Überraschungsgast, aber davon später):

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Damit wurde dann also das gesamte Gleisbett vom alten Schotter befreit und dieser wurde umfangreich gereinigt. Später wurde er dann zusammen mit neuem Schotter wieder verlegt, die Erde und der feine Split wurden im Bahnhof abgeladen zum späteren Abtransport.

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Der Bahnübergang an der Christian-Kropp-Straße wurde erst mal wieder provisorisch zu genagelt.

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Durch den Bü fuhr die Maschine nicht, aber dahinter musste dann die Fräskette wieder eingerichtet werden:

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Was für ein Unterschied zwischen den beiden Gleisen:

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Hier ist das Telefon mal offen:

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Das scheint weniger brauchbares Geröll zu sein, oder?

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Hier wird noch das unbrauchbare Geröll ausgespuckt für den Abtransport:

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Bevor jetzt eine meiner Lieblings-Loks auf der Bildfläche erscheint, die ich Tag und Nacht an mehreren Tagen gesehen habe, mache ich mal Halbzeit-Pause. Es kommen noch reichlich Arbeitsgänge
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Re: KBS 481 und anderes von Bahnen im Rheinland

#37

Beitrag von KaBeEs246 »

Hallo Gerd,
ich finde meinen Beitrag nicht mehr. Also noch einmal:

eine tolle Fotoserie! :gfm: :gfm: :gfm:
Da hätte ich auch stundenlang zugucken können.

Gruß von Ruhr und Nette nach Gustorf
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KBS 481 - eine schöne Besucherin im Schotterstaub

#38

Beitrag von gaulois »

Hallo Hans,
ich kann's nachvollziehen, hatte ich doch den Luxus, mir das tagelang ansehen zu dürfen und ich hab es auch genutzt, auch nächtelang, wo und wann immer ich konnte, und dank Gleitzeit auch mal in einer Mittagspause wie bei den Aufnahmen in meinem nächsten Posting (nach diesem hier), die in einer Mittagspause mit meinem Kollegen und Bahnfreund Alfred entstanden sind.

Damit kommen wir dann zum 04.08.2003 und zu den "schönen Aufnahmen." Zunächst einmal fährt der Zug vom Vortag noch mal über dieselben Abschnitte und richtet das Planum, das mit einer Kiesschicht abschließt, nun exakt aus.

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Gut, die ersten sind etwas schwach belichtet, aber das sind auch nicht die "schönen" Aufnahmen, die ich meinte, sondern Detailaufnahmen von der Technik, die hier den Schotter ersetzt. Will sagen, die schönen kommen am Ende des Beitrags.

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Hier kann man sehen, wie das Teil funktioniert und wie das Gemisch aus Schotter, Kies und Erde unter den Schwellen weggefräst wird:

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Dann kommt die absolute Überraschung für mich. Ein Kollege wusste von einem Kollegen von da, wo er früher gearbeitet hat, dass in Köln Eifeltor eine besondere Lok stand. Dieser Kollege hat dann den Lokführer gefragt, wo die denn hinfährt und es hieß: "Gustorf, Schotter bringen". Es handelt sich dabei um die erste Maschine von 20, die die Prignitzer Eisenbahn aus Griechenland zurückgebracht hat und die in Neustrelitz vollständig aufgearbeitet wurde. Wie mir der Lokführer einen Tag später berichtete, wurde dabei Wert darauf gelegt, dass alles original aufgebaut wurde, d. h. ohne die heutigen Möglichkeiten der Schalldämmung. Das wollte der Vorstand der Wormser Eisenbahnfreunde so haben. Aber seht selbst, was da ankommt:

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Frisch lackiert und aufgearbeitet und dann zu einem staubigen Schotter-Einsatz! :roll: Aber was will man machen. Die Lok muss ihre Betriebsstoffe verdienen und mich als Fotografen hat es gefreut bis zu dem Moment, als sie ganz staubbedeckt war. Aber der Staub ging zum Glück leicht wieder ab. Hier noch ein paar Eindrücke von dem ersten Einsatz der 211 122-5 an diesem Tag. Doch das war nicht das letzte Mal, dass ich sie sah ...


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Aber an den Anblick einer Lok, die bei oben stehenden Schranken über den Bahnübergang fährt, muss ich mich auch erst noch gewöhnen:

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Weitere Fotos von diesem Tag in Kürze. Da geht noch was. Pardon, Da kommt noch was.
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KBS 481 - Schweerbau steckt fest und alles ist gesperrt

#39

Beitrag von gaulois »

Hier kommt von Norden der eine Zug. Dort wurde das Planum unterhalb der Schotterschicht, die dann aufgebracht wurde, erst noch mal begradigt. Am nächsten Tag habe ich dann den gleichen Zug wieder auf Film gebannt, wie er in dem jetzt vorhandenen Schotter arbeitet und die Schwellen mit der Stopfmaschine festigt. Da waren mehrere Arbeitsgänge nötig und am 04.08.2003 blieb der Zug unnötigerweise am Bahnübergang Wassermühle auch noch stecken. Damit war vielleicht auch einiges aus dem Plan geraten. Aber ich greife schon wieder vor...

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Das hier sieht mir nach frischem Schotter aus, so habe ich es auch in Erinnerung.

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Hier kommt von Süden der zweite Zug, nachdem die V200 mit dem Schotterzug weg war:

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Und hier ist dann der Steckenbleiber auf dem Weg wieder nach Süden:

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Nichts bewegt sich, was mag da passiert sein?

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ich weiß nicht mehr, was es war, aber die Maschine stand da stundenlang.

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Irgendwann später kurz vor Mitternacht war dann die Situation wohl bereinigt, sonst hätte diese Lok hier nicht stehen können:

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KBS 481 - V200.1 im Staub

#40

Beitrag von gaulois »

Am nächsten Tag hatten wir schon wieder Glück. Ich hatte meinem Kollegen berichtet, das die 221 da gewesen war und wir waren über Mittags dann in Gustorf. Erst mal haben wir nur den gelben Zug wieder im Norden gesehen, wo er weiter am Schotterbett optimierte. Wir wollten fast schon wieder ins Büro fahren, als sie dann doch noch kam.

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Damals stand auch noch das alte Sperrsignal am der Rheinbraun-Übergabegleis, das heute nur noch ein Anschlussgleis ist:

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Die Wartezeichen auch:

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Und hier kann man sehen, warum der Einsatz für die neue Lackierung der 221 nicht so optimal war:

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Noch ein schneller Schuss auf den anderen Zug, der da auf dem Seitengleis aus dem Weg geräumt worden war:

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Spät in der Nacht war der nördliche Zug dann am Bahnübergang Christian-Kropp-Straße angekommen.

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Re: KBS 481 und anderes von Bahnen im Rheinland

#41

Beitrag von papa0906 »

Hallo Gerd,
wenn ich das richtig sehe, fehlen auf den beiden letzten Fotos die Ampeln mit der komischen Schaltlogik. Sofern man das als Logik bezeichnen kann. Denn, wenn ein Zug kommt, halten die auch den Verkehr an, der vom Bahnhof kommend geradeaus will an, also nicht über die Schienen. Erst wenn die Schranken unten sind, darf man parallel zum Gleis weiterfahren.

Wann sind die denn gekommen?
Grüße

Wilfried
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KBS 481 geknickte Gleise und V200.1 in der Nacht

#42

Beitrag von gaulois »

Hallo Wilfried,
schön, dass Du hier mitliest! Im Jahr 2006 - so habe ich es in Erinnerung - sind neue Signalanlagen und auch neue Bü-Technik gebaut worden, dabei kamen dann auch die unsäglichen Zusatz-Ampeln, die es einem z. B. an der Bergheimer Straße - Ecke Hammerwerk ermöglichen, dass man 5 Minuten stehen muss, bevor es grün wird, obwohl man mit der Bahnstrecke gar keine Berührungspunkte hat :roll: :? :| :evil: :twisted:

Wenn ich mir so meine Fotostrecke weiter oben ansehe, kann es aber auch schon im April 2005 losgegangen sein mit den Bü und die Signale sind als letzte weggekommen...

Aber davon, dass die Zusatz-Ampeln "fehlen" möchte ich eigentlich nicht sprechen, denn mir würden sie bestimmt nicht fehlen. Wie oft stand und stehe ich mit meinem Rad von Laach kommend in Richtung Hammerwerk, nur weil da parallel zu meiner Fahrtrichtung ein Zug fahren soll... :roll:

Wir gehen aber von dem Jahr 2005/2006 wieder zurück in den August 2003:

Es klingt für den Laien unglaublich, aber obwohl im Norden schon Schotter lag nach dem zweiten Arbeitsgang, kam anschließend erst noch mal Kies darüber und erst dann die letzte Lage Schotter. Ich hab mich auch gewundert, es war aber so. Hier ist also erst mal wieder Kies zu sehen. Auf die Gefahr hin, dass es den einen oder anderen langweilt, aber es gibt weitere Fotos von dem Gelben Zug, der den Schotter bearbeitet. Die hochgebogenen Gleise finde ich einfach zu faszinierend:

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Wie gut, dass da ein Theodolit steht, sonst wäre den Bauarbeitern bestimmt nicht aufgefallen, dass da noch eine kleine Unebenheit im Gleis ist

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Am Bahnübergang Nord wachte seinerzeit übrigens, auch abends, wenn es besonders langweilig wurde, ein „Zwerg“ der „Schwarzen Sippe zu Essen“, der nur zum Geld verdienen hier die Security machte. Da ihm langweilig war, konnte man sich gut mit ihm unterhalten, wenn die anderen weg waren. Das war interessant und was für Mittelalterfreunde. Mit dem Rad an dem ganzen Zeug vorbei über die Gleise zu kommen, war gar nicht so einfach:

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Falls mal jemand einen Auftrag zu vergeben hat, hier ist die Anschrift:

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Na, ob der Knick jetzt weggebügelt worden ist?

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ein immer wieder unglaublicher Anblick, wie viel Kraftaufwand man dafür braucht und wie viel einfacher der immer noch schwere Bahnbau dadurch wird:

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Ein paar Stunden später ist der Zug am Bahnübergang Christian-Kropp-Straße angekommen,

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während am Bahnübergang Wassermühle die Zweiwegefahrzeuge weiter ackern

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Ganz spät in der Nacht, kurz vor Mitternacht, habe ich dann im Gebüsch hinter dem Bahnübergang Wassermühle Lichter gesehen, die mich neugierig gemacht haben:

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Mit Blitz sah man dann schon mehr. Und schon war ich in ein Gespräch mit dem Lokführer verwickelt, der da schon seit Stunden wartete, dass er endlich einen Fahrauftrag erhielt. Bis halb 2 blieb ich da, es kam kein Fahrauftrag. Aber wir wussten, wie wir uns die Zeit vertreiben konnten: Fotosession!

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Wie gesagt, bis halb 2 blieb ich da und unterhielt mich mit den Lokführern über dies und jenes und auch über Modellbahn. Der nächste Tag war dann der, an dem es so richtig staubte, an dem Adrian von einem der Arbeiter gesagt bekam, er solle gut in der Schule aufpassen, damit er einen solchen Job später nicht machen müsse und an dem wir zum ersten Mal eine 221 von innen sahen!
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KBS 481 der staubigste Tag von allen - Besuch in der 221 122-5

#43

Beitrag von gaulois »

Hier kommt Ludmilla und läutet den Staubtag ein:

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Allmählich nimmt der Unmut im Dorf zu, weil es nicht nur nachts ständig laut war, sondern weil es jetzt auch noch staubte wie sau. Das war das erste Mal, dass ich es gut fand, dass ich auf der Parallelstraße zur an der Bahn gelegenen Erlenstraße wohne und nicht direkt an der Bahn. Sonst wäre das ja schön gewesen, an der Bahn zu wohnen und alles mitzubekommen, aber das dann doch lieber nicht...
Anders als manche Hersteller von Modellbahnschotter, die besonders Wert darauf legen, dass ihr Material staubfrei sein soll, hat die große Bahn damit scheinbar kein Problem. Klar, der Staub weht ja vom Schotterbett weg.

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Also das jeden Tag einatmen zu müssen, wäre auch nichts für mich

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Aber bei dieser Behandlung ist das ja auch kein Wunder, dass es staubt:

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Ich frag mich noch heute, was die da gemessen haben...

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Hust, hust, hust ...

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Man sieht hier deutlich, dass nicht nur der hellgraue, neue Schotter verarbeitet wurde, sondern dazwischen auch rote Steine zu finden waren. Welche Sorten das nun genau sind, weiß ich auch nicht, aber jedenfalls war auch der neue Schotter nicht artrein, nach der Mischung mit dem alten, aufbereiteten Schotter ohnehin nicht.

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Und hier kommt schon wieder Nachschub, damit auch in der Nacht noch gestaubt werden kann

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Also Adrian ist ja schon nicht klein (heute), aber hier sieht man, wie groß so eine Lok dann doch wirklich ist:

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Wer es ganz genau wissen will, was es mit dem blauen Punkt auf den von der PEG gekauften und restaurierten Loks auf sich hat:

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Und wir waren schon wieder fast auf dem Weg nach Hause, als ein freundlicher Lokführer uns fragte, ob wir denn schon oben gewesen wären, also in der Lok. Nein? Dann sollten wir doch mal mit dem Lokführer, der jetzt Dienstbeginn hat, reden, das wäre sicher kein Problem.

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Der Blick aus der Lokführerperspektive:

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Und der Sitz des "Copiloten":

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Das gefiel mir. Übrigens waren an dem Tag noch mehr Fahrzeuge da, u. a. ein Schotterpflug:

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Und am späten Abend hatte sich die V200 noch keinen Millimeter bewegt. Sah aber sehr fotogen aus:

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Nach so vielen Jahren ist es schon erstaunlich, Leonards großen Bruder, der sich im Master-Studiengang befindet, sooo klein zu sehen. Was lernen wir daraus: immer fleißig auf den Auslöser drücken, denn ruck zuck ist das, was wir für normal halten oder für zu neu, dass es sich lohnt, das abzulichten, schon Geschichte...
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KBS 481 - Schotterpflug und Stopfmaschine

#44

Beitrag von gaulois »

Wir nähern uns so allmählich dem großen Finale.
Der nächste Tag ist der 08.08.2003. Es darf gestopft werden. Der Schotterpflug und die Stopfmaschine kommen so richtig zum Einsatz:

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Exakt soll es schon sein:

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Man sieht deutlich die unterschiedlichen Gesteinsarten im Schotter.

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Hier kommt der Schotterpflug hinterher, um letzte Korrekturen an dem Schotter außerhalb der Schwellen vorzunehmen:

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während sich die Stopfmaschine langsam dem Bü Christian-Kropp-Str. nähert:

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Hier muss noch mal was neu in Form gebracht werden:

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Aber ohne Staub geht das natürlich auch nicht:

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Und in der Nacht halten diese Maschinen die Gustorfer auch noch mal wach:

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denn leise geht Stopfen nicht und der Schotterpflug ist auch nicht wirklich leise.

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Ich bin dann noch mal etwas näher an die Maschine herangegangen

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Am nächsten Tag kam dann das große Feuerwerk!
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KBS 481 das Schluss-Feuerwerk

#45

Beitrag von gaulois »

Hier wird jetzt an der Nahtstelle noch der Schienenkopf plan geschliffen:

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Und weil's so schön war, nochmal, nur ein paar Meter weiter: Vorne zündet gerade, hinten brennt schon lichterloh

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Ich hätte mir das nächtelang ansehen können...

Ein paar Fotos - vermutlich von einem der nächsten Tage - hatte ich ab hier noch, die das Labor merkwürdigerweise auf 2004 datiert hatte, weil wir im Anschluss nach Schottland gefahren sind und da der erste Teil der Urlaubsfotos drauf ist. Wie das kommt und warum da kein Film zwischen war, weiß ich auch nicht, vielleicht kommt der Film aus einer anderen, kleinen Kamera, ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls waren da noch ein paar blaue Loks und merkwürdige Waggons für den Abraum-Transport. Aber das habt Ihr schon gesehen.

Ich habe fertig mit dem Bahnbau in Gustorf, aber von den umliegenden Strecken und Bahnhöfen gibt es noch mehr…
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