Neuheiten 2021

Diskussionen zu den veröffentlichten Neuheiten finden sich im Forum Allgemeines (da sie in der Regel spurgrößenübergreifend sind), bzw. werden dahin verschoben. Bitte schaut zunächst hier nach, bevor ihr einen neuen Thread aufmacht, ob ihr dort nicht schon eine Diskussion zur Neuheitenveröffentlichung Eures Herstellers findet. Es macht keinen Sinn mehrere Threads zum gleichen Thema in zig Unterforen zu führen.

Die Diskussionsthreads zu den bereits veröffentlichten Neuheiten 2021 der am häufigsten diskutierten Hersteller:

Weilmünster - Feldversuch in 1:160 - Fokus-Stacking

Bereich zur Vorstellung der eigenen Module und Segmente.

Gewünscht sind insbesondere Fotos (bitte Größenbeschränkungen beachten!) und technische Infos.
Handwerkliche Fragen und Diskussionen rund um das Thema Module und Segmente im Allgemeinen sollte im Unterforum "Anlagenbau - Module / Segmente" erfolgen.

Bitte startet in diesem Bereich für jedes Modul / Segment einen eigenen Thread!

Rudi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#126

Beitrag von Rudi »

Hallo Max

Ich empfehle auch das Schneiderrad. Hat damals bei mir auch gut funktioniert. Bin immer die Gleismitte entlang gegangen.

Gruß
Rudi
Berchtesgadener Land ist das schönste Land der Welt.
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Max13
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#127

Beitrag von Max13 »

Modul- und Segmentbau, Teil 8

Wie kommt die Gleisgeometrie auf das Modul? (2)

Hallo liebe Stummis,

heute geht's ein bisschen weiter in Weilmünster - die Gleisgeometrie mitsamt dem Bettungsholz soll endgültig auf die Segmentkästen übertragen werden.

@Rosenstein und Rudi: Ihr habt vollkommen Recht. Das Schneiderrad ist ein bekanntes und etabliertes Werkzeug für die beschriebene Aufgabe und wird vielfach in der Literatur empfohlen. Und es hätte mir auch hier vermutlich gute Dienste leisten können. Allerdings wollte ich beide Schienenachsen möglichst genau auf die Segmente übertragen, um mir später eine möglichst gute Verlegehilfe für die recht weichen Code40 Schienenprofile zu schaffen. Dies sollte insbesondere helfen, da ich keine fertigen Flexgleise zur Verfügung habe, sondern die Profile einzeln auflöten muss. Aus diesem Grund und um möglichst geringe Toleranzen zu produzieren, die Variante mit dem Aufkleben des geplotteten Plans, die ich in meinem letzten Beitrag beschrieben habe. Ist einfach mal das Ausprobieren einer neuen Methode ... Das beschriebene Vorgehen hat zudem den Vorteil, dass ich den Plan zuerst auf das Bettungsholz kleben und anschließend mitsamt des letzteren ausschneiden kann. Die ausgesägten Bettungen passen somit sehr genau zu den Gleisverläufen.

Vor der Montage der ausgesägten Bettungen muss ich deren Lage in Relation zu den bestehenden Segmentkästen festlegen. Dies ist durch die im vorherigen Post beschriebenen Markierungen geschehen, die ich erstellt habe, als ich den gesamten Plan auf die zusammengebauten Segmentkästen gepinnt hatte. Daher hier auch nur wenige Markierungspunkte. Eine probeweise Fixierung der Einzelteile ist nachfolgend zu sehen.

Bild

Bild

Die einzelnen Bettungsteile habe ich anschließend an den Segmentenden mit einigen kurzen Schrauben befestigt. Dies soll beim endgültigen Verleimen eine Positionierungshilfe darstellen. Es wurden nun die Bettungsteile gleichmäßig mit Leim eingestrichen und anschließend zügig positioniert und mit einigen Zwingen fixiert.

Bild

Nach dem Trocknen des Leims können die leicht überstehenden Bettungen an den Segmentenden plan geschliffen werden. Anschließend folgt eine erste Stellprobe. Nachfolgend der Blick von beiden Richtungen.

Bild

Bild

Dies soweit der Zwischenstand aus Weilmünster.

Leider geht es bei mir zur Zeit etwas langsamer voran. Das Sommerloch hat gnadenlos zugeschlagen - in meinem Dachstübchen herrschen zeitweise unerträgliche Temperaturen. :( Zudem beschäftigen mich gegenwärtig meine Selbstbauweichen. Ich denke darüber nach, die Stellschwellen gegen Stelldrähte auszutauschen. Ob und wie mir das im eingebauten Zustand gelingt, ist aber offen... mal sehen.

Ich wünsche euch erstmal einen schönen Abend!

Viele Grüße
Max
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garti62
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#128

Beitrag von garti62 »

Hallo Max,

es macht wirklich Spaß, Dir beim Bau zuzuschauen. Sehr saubere, überlegte und zielgerichtete Arbeit, bewundernswert!
Max13 hat geschrieben: Di 3. Jul 2018, 20:05 Ich denke darüber nach, die Stellschwellen gegen Stelldrähte auszutauschen. Ob und wie mir das im eingebauten Zustand gelingt, ist aber offen... mal sehen.
Das würde ich auf jeden Fall vorher noch machen, im eingebauten Zustand wird das wohl nicht mehr möglich sein. Die klassische Methode ist, unter jede Zungenspitze ein kleines Plättchen zweiseitig kupferkaschiertes Halbzeug, z.B. 0,5mm stark, zu löten. An die Unterseite wird dann der Stelldraht gelötet, der an passender Stelle mit einer kleinen Öse aus Messingrohr für den Antrieb versehen wird. Ich hab mal ein altes Bild rausgesucht, ist zwar in H0 und auch nicht sehr schön, aber ich hoffe, man sieht, wie es gemeint ist. Das sollte mit entsprechend dünnem Material auch in Spur N möglich sein.

Bild

Schöne Grüße
Ulli
erste Versuche: Weichenbau

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Max13
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#129

Beitrag von Max13 »

Hallo Ulli,

zunächst mal Hut ab vor deinen Weichen- und Gleisbauleistungen! Das ist ja fantastisch, was du in deinem Blog zeigst! :gfm: - sehr sogar.

Vielen Dank auch für dein Bild und deine Lösung für die Anbringung des Stelldrahtes. Sieht sehr gut aus! Ich nehme an, die Lösung ist auch für den dauerhaften Einsatz auf Modulanlagen geeignet?!

Mit dem eingebauten Zustand meinte ich die eingebauten Zungen in die Weiche. Die Weichen sind glücklicherweise noch nicht verbaut.

Wie dem auch sei: Neben der Stellschwelle und der Lösung von Jens Emmermann habe ich nun noch eine dritte Variante... Hilfe! Bin gerade etwas unschlüssig. Vielleicht muss ich auch einfach mal wieder in Kämmerchen gehen uns ausprobieren?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.

Viele Grüße
Max

Patrick_
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#130

Beitrag von Patrick_ »

Hallo Max,
wie du den Plan auf das Holz übertragen hast ist für die Verlegung der Gleise sehr gut.

Die Variante mit dem Zackenrad funktioniert an sich sehr gut, es ist aber frustrierend mit meterlangen Papierbahnen zu hantieren, die man für jedes Segment neu ausrichten muss. Und am Ende hat man immer vergessen irgendetwas abzufahren.

Und je mehr Punktlinien es sind, desto weniger weiß man, was was ist.

Wenn du etwas an deinen Weichen ändern möchtest, mach es unbedingt vor dem Einbau.
Jede Kleinigkeit wird nach dem Einbau zur Qual, vor allem, wenn es um die Stellplatte/schwelle/stange der Zungen geht, die man nur von unten durch ein kleines Loch erreicht.
Ich spreche aus Erfahrung.
Eine Weiche werde ich demnächst sogar komplett ersetzen, aber erst wenn der Ersatz daneben liegt. Kann sein, dass ein Ausbau mit Totallschaden der Weiche verbunden ist.

Gruß
Patrick
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garti62
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#131

Beitrag von garti62 »

Hallo Max,

erstmal Danke für die Blumen, aber ich probiere eigentlich nur ab und zu aus, was mir so in den Sinn kommt. Und so gibt es mit der Zeit immer mal was Neues.

Was die Haltbarkeit im Dauerbetrieb angeht, bin ich mir nicht sicher. Vom Gefühl her würde ich sagen, eine direkte Lötverbindung zwischen Stellschwelle und Zunge wird nicht ewig halten. Andererseits ist mir noch nie eine derartige Lötverbindung aufgegangen, allerdings werden die Weichen auch nur sporadisch mal bewegt. Und z.B. hier wird auch so gebaut. Wenn das nicht halten würde, gäbe es dort sicher schon lange eine andere Lösung.
Der an die Zunge gelötet Stelldraht, der beweglich in der Stellschwelle gelagert ist, ist mit Sicherheit die betriebssicherste Lösung. Allerdings würde ich keine "klassische" Stellschwelle zwischen den Schwellen einbauen. Ich finde, das sieht einfach zu plump aus. Dann lieber die Lösung von J. Emmermann mit der "Stellplatte" unter dem Schwellenrost. Da hast Du dann zwar gar keine sichtbare Stellstange mehr, aber spielt das bei 1:160 überhaupt noch eine Rolle? Und Du kannst dort noch einen draufsetzen, wenn Du willst. Schau mal in meinem Weichenbauthread Beitrag #53. Wenn man dünnen Federstahldraht nimmt und die Stellplatte noch einen Zentimeter tiefer setzt, kann man durch die Federwirkung eine vorbildliche Zungenbewegung realisieren. Der Federstahldraht läßt sich unter Zuhilfenahme von Fohrmann-Lötöl sehr gut verzinnen und dann problemlos an die Zungen anlöten. Die Stärke des Drahtes müßte man ausprobieren, ich denke, für Spur N dürfte er nicht zu stark sein.

So, ich hoffe, ich habe jetzt genug Verwirrung gestiftet ohne Dir einen wirklichen Rat zu geben :lol:

Auch Dir einen schönes Wochenende
Ulli
erste Versuche: Weichenbau

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Max13
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#132

Beitrag von Max13 »

Gleisbau, Teil 15

Der Stellschwelle geht's an den Kragen

Hallo liebe Stummis,

nach einigen Wochen der Abstinenz melde ich mich mit einem kleinen Lebenszeichen zurück. Die Temperaturen in meinem Dachstübchen haben mittlerweile wieder ein humanes Niveau erreicht, sodass ich mich wieder nach oben traue. Da sich in den vergangenen Monaten durch die sukzessive Aufstockung an Baumaterial und bedingt durch meine überschaubaren Werktische ein mittleres Chaos ergeben hat, habe ich mich entschlossen zunächst etwas Ordnung zu schaffen. Dies wird mich vermutlich die kommenden Tage etwas ausbremsen, sich im Anschluss jedoch hoffentlich bezahlt machen.

Trotz allem bin ich mit der primären MoBa-Beschäftigung wieder ein kleines bisschen weiter gekommen. Wie bereits vor der Sommerpause diskutiert, bin ich mir nicht sicher, ob ich mit den Stellschwellen meiner Selbstbauweichen auf Dauer glücklich werde. Ich habe daher ein Experiment gestartet und eine EW 190 1:9 auf die Variante mit Stelldrähten und Unterflurstellschwelle umgebaut. Ziel ist neben der optischen Verschönerung vor allem die Erhöhung der mechanischen Robustheit.

Leider gestaltet sich der Einbau der Stelldrähte in die bereits montierten Zungenschienen etwas knifflig. Bei Folgeprojekten würde ich hier die Fertigungsreihenfolge umkehren. Ich habe zunächst die bestehende Stellschwelle entfernt. Anschließend habe ich den Schienenfuß an den Zungenschienen vorsichtig eingekerbt, um den Stelldraht sauber verlegen zu können. Die Auswahl des geeigneten Drahtes gestaltet sich als durchaus herausfordernd. Sowohl hinsichtlich der Dicke als auch bezüglich des Materials. Ich habe mir schließlich eine ganze Reihe von Drähten bestellt, um experimentieren zu können. Aktuell ist mein Favorit ein NS-Draht von Weinert in 0,3mm Ausführung. Alternativ gäbe es Messing- oder Federstahldraht und Stärken zwischen 0,2mm und 0,5mm.

Das Einlöten des Drahtes ist in den nachfolgenden Bildern dargestellt. Um die Überfahrt der Räder möglichst ruckfrei zu gestalten und den Draht beim Verschleifen des Lotes möglichst nicht zu stark zu schwächen, fixiere ich ihn mit kleinen Haarspangen. Ich halte ihn zudem mit kleinen Pappstückchen auf Abstand zu den anderen Profilen, um ein versehentliches Verlöten zu vermeiden.

Bild

Bild

Bild

Wenn das Ergebnis zufriedenstellend erscheint, verschleife ich das überschüssige Lot mit einer feinen Feile. Für das Bewegen der Stelldrähte habe ich mir unterseitig liegende Stellschwellen angefertigt. Der Abstand der Bohrungen für die Stelldrähte sind je nach Ausrichtung letzterer sowie in Abhängigkeit der Fertigungstoleranzen der Zungenschienen anzupassen. In der Mitte befindet sich die Bohrung für den Stelldraht des Weichenantriebes. Fixiert wird alles durch zwei Abschlussplättchen, welche nur mit den Stelldrähten verlötet werden. Die Drähte lassen sich daher frei in der Stellschwelle drehen und belasten die Zungenschienen und die Lötstellen daher nicht auf Torsion.

Bild

Insgesamt bin ich mit meinem ersten Umbauversuch recht zufrieden. Die Zungenschienen lassen sich gut bewegen und legen sehr schön weich an den Backenschienen an. Was die Haltbarkeit anbetrifft, hoffe ich auf positive Erfahrungen.

In den nächsten Wochen steht jetzt wohl erstmal der Umbau der anderen Weichen an.

Viele Grüße und hoffentlich bald wieder in regelmäßigerer Folge
Max
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mosi62
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#133

Beitrag von mosi62 »

Hallo Max, ich habe damals den Tipp von Jens bzw. Olaf befolgt und einen Fahrradbowdenzug zerlegt und einen Einzeldraht verwendet. Dürfte auch so 0.2mm haben,
Warum baust du die Weichenzungen nicht einfach aus zum löten, hast doch noch alles aufm Tisch liegen. :mrgreen:
Ich habe die Unterflurstellschwelle aus einem Stück Pertinax angefertigt, und die Kupferschicht im Bereich des Servostelldrahtloches großzügig abgeschliffen.

Gruß Uwe

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#134

Beitrag von Max13 »

Hallo Uwe,

danke für den Tipp mit dem Bowdenzug - ein unschlagbar günstige Materialquelle, auf die ich nie gekommen wäre. :D Probiere ich vielleicht mal aus, wenn sich mein Materialvorrat dem Ende entgegen neigt.

Das Auslöten der Zungenschienen ist bei leider nicht ganz so einfach, da ich versuche, sie in einem Stück mit den Flügelschienen zu fertigen. Die Trennung für die Polarisierung liegt recht nahe am Herzstück und ich müsste dementsprechend viele Lötstellen lösen. Gelingt mir in der Regel nicht so gut. Bei zukünftigen Weichen werden die Stelldrähte aber in jedem Fall vor dem Einbau der Zungenschienen montiert.

Viele Grüße
Max

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#135

Beitrag von Max13 »

Gleisbau, Teil 16

Jetzt wird's zäh...

Hallo liebe Stummis,

mit dem Umbau meiner Weichen bin ich in der Zwischenzeit ganz gut vorangekommen und nahezu fertig. Noch fehlt mir allerdings die DKW, die sich als etwas komplexer herausstellt. Ihr müsst euch also noch ein paar Tage auf neue Bilder gedulden. Ich hoffe, nicht zu lange...

Trotzdem war ich in der Zwischenzeit auch an anderen Baustellen nicht untätig. So habe ich mir für mein Hobby und die Werkstattausstattung ein neues Regal gebaut. Vor lauter Tools und kleinen Errungenschaften wäre ich sonst langsam ins Chaos verfallen - auf dem aufgeräumten Schreibtisch macht die Arbeit doch gleich doppelt Spaß. :D

Darüber hinaus wurde mir bewusst, dass ich um das Anfertigen der Regelschwellen nicht umher komme, wenn ich irgendwann mal mit dem Verlegen der Gleise beginnen möchte. Also keine Wahl, ich habe also ein paar Stündchen investiert und mir mit ein paar einfachen Vorrichtungen Schwellen aus den kupferbeschichteten Hartpapierplatten ausgesägt. In der Zwischenzeit sah es bei mir in etwa so

Bild

aus. Mittlerweile ist das Kästchen gut gefüllt und ich dürfte stolzer Besitzer von einigen tausend handgesägter Schwellen sein... :fool: Ob ich mir das bei meinen nächsten Projekten nochmal antuen werde, lasse ich mal offen. Vielleicht lassen sich doch Alternativen finden?

Um die Schwellen halbwegs ordentlich und gleichmäßig zu verlegen, habe ich mir noch eine entsprechende Lehre gebastelt. Die grundsätzliche Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen sondern stammt von Henk Oversloot und findet sich unter http://www.fs160.eu/. Ich habe mich für 15m-Profile und eine Teilung mit 23 Schwellen / 22 Zwischenräumen entschieden. Gemäß meiner Literatur sollte das hoffentlich einer möglichen Vorbild-Oberbau-Variante entsprechen?

Nach dem Zeichnen, habe ich den Plan auf ein Stückchen Holz geleimt und in meine keine manuelle Tischfräse gespannt.

Bild

Wenig später sieht das Resultat dann so aus:

Bild

Bild

Die Schwellen lassen sich jetzt in die Ausfräsungen einlegen und man erhält das gewünschte Verlegemuster. Ich hoffe, das Tool kommt also in nicht allzu ferner Zukunft zum Einsatz!

Bis dahin wünsche ich euch erstmal einen schönen Abend.

Viele Grüße, Max

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#136

Beitrag von Max13 »

Gleisbau, Teil 16

Unterflurstellschwelle, die Zweite!

Hallo liebe Stummis,

unglaublich, aber es ist tatsächlich vollbracht.

Nachdem ich 30 Weichenzungen für den Einbau eingekerbt, 30 Stelldrähte gebogen und verlötet, 13 Stellschwellen für die richtige Rillenweite angepasst, von oben schwarz gefärbt und schließlich mittels Abschlussplättchen eingelötet habe, sind die Weichen für Weilmünster fürs erste fertiggestellt. Und das allein vor dem Hintergrund, dass die Mechanik etwas robuster funktionieren möge und die Optik etwas unauffälliger sei... :P Ich bin gespannt!

Bild

Ein paar Kleinigkeiten wie das Isolieren der Herzstücke und das Einkleben der Radlenker für die Doppelherzstücke der DKW sind bei Gelegenheit noch zu erledigen. Trotzdem freue ich mich erstmal auf etwas Abwechslung beim Weiterbau.

Einen schönen Abend und beste Grüße
Max

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#137

Beitrag von Max13 »

Modul- und Segmentbau, Teil 9

Grundierung der Segmentkästen

Guten Morgen!

Eigentlich wollte ich schon längst mit dem Verlegen der Gleise beginnen - aber wie so oft kommt einem noch die eine oder andere unterschätzte Vorarbeit in die Quere. Ich habe in den vergangenen Tagen meine fünf Segmentkästen grundiert.

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Bild

Darüber hinaus werde ich mich in den kommenden Tagen zunächst noch mit dem Bau einer kleinen (fiktiven) Bogenbrücke über die Weil befassen. Diese bietet sich aufgrund der zunächst nicht vorbildgemäß ausgeführten südlichen Bahnhofseinfahrt (Ich möchte in endlicher Zeit betriebsbereit sein und verzichte daher zunächst auf die zwei Segmente mit dem Abzweig nach Grävenwiesbach / Laubuseschbach.) mit dem kurzen Übergangssegment zur Fremonorm als Übungsobjekt an und sollte sich gut ins Landschaftsprofil einpassen. Mehr dazu dann in den kommenden Tagen.

Bis dahin viele Grüße
Max

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#138

Beitrag von Max13 »

Kunstbauten, Teil 1

Eine kleine Brücke über die Weil ...

Guten Abend liebe Stummis,

bereits vor einiger Zeit hatte ich mich entschieden, anstelle der südlichen Segmente 5 und 6 zunächst eine verkürzte Version des Bahnhofs Weilmünster ohne die Verzweigung nach Laubuseschbach und Grävenwiesbach zu bauen. Dies ermöglicht es, die Zeit bis zur ersten Einsatzmöglichkeit überschaubar zu halten und das Hobby abwechslungsreich zu gestalten. Ich benötige dafür allerdings ein kurzes Übergangssegment, welches mich von Segment 4 zurück zum genormten Modulübergang führt. Da das Gelände entlang des Bahnhofs in südliche Richtung (und somit auch auf Segment 4) abfällt, benötige ich einen entsprechend motivierten, abfallenden und wieder ansteigenden Geländeverlauf. Ich habe mich daher entschieden, die Weil vorbildwidrig etwas zu verschwenken und auf einer kleinen fiktiven Brücke zu überqueren. Diese soll mir zugleich als Übungsobjekt für neue Modellbautechniken dienen. Rückblickend muss ich sagen, dass diese Vorgehensweise auch sehr zu empfehlen ist. Obwohl die Arbeit Spaß macht und abwechselnd ist, zahle ich Lehrgeld an allen Ecken und Enden. :? Aber seht selbst.

Ich habe zunächst einen kleinen Entwurf vorbereitet und in 1:1 ausgedruckt.

Bild

Die Kombination aus Steinbogenbauweise und Metallträger ist bewusst so gewählt, um möglichst viele Materialien und Techniken auszuprobieren.

Zunächst ging es der Holztrasse an den Kragen, um Platz für das Viadukt zu schaffen.

Bild

Die Steinbögen sollten aus Gips entstehen. Ich habe mich also an den Formenbau gemacht. Um möglichst große Teile Trassenbrettes mit dem einzigen Spanten stehen zu lassen, habe ich die Form für den kurzen Brückenkopf direkt auf dem Modulkasten rund um das bestehende Trassenbrett gebaut. Alles wurde im Anschluss gut fixiert und verleimt.

Bild

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Beim längeren Teil der Brücke mit den drei Bögen habe ich mich für eine verstärkende Unterkonstruktion aus Sperrholz entschieden. Dies wäre vermutlich nicht unbedingt erforderlich gewesen und hat mir das spätere Ausgießen deutlich erschwert. Wenigstens habe ich jetzt einen halbwegs ebenen Fahrbahnuntergrund.

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Nach dem Justieren aller Formteile, wurde die inner Holzkonstruktion vorsichtig mit zwei Zwingen fixiert.

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Es folgte nun der kritischste Teil - das Ausgießen der Formen. Um es gleich vorweg zu nehmen - entspanntes Arbeiten ist etwas anderes. :fool: Ich konnte die Katastrophe nur knapp abwenden... :shock: Aufgrund der teilweise engen Eingußöffnungen, bedingt durch die ungeschickte Unterkonstruktion, gepaart mit den Abmessungen der Brücke im Maßstab 1:160 konnte ich den Gips kaum zielgerichtet einfüllen. Zudem ist es unglaublich, wie schnell dieser zu gerinnen beginnt und schließlich Nacharbeiten völlig unmöglich macht - und mir die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Hilfe!!! Und das, obwohl ich den Gips sogar deutlich dünner als angegeben angerührt habe.

Lange Rede, kurzer Sinn - hier dann also das Ergebnis nach dem Gießen.

Bild

Sieht sogar auf den ersten Blick ganz passabel aus. Trotzdem möchte ich nicht verheimlichen, dass nach dem Entformen doch einiges an Nacharbeiten erforderlich war. Ich musste also ein bisschen Schummeln. Hier das Zwischenergebnis:

Bild

Bild

Es folgt nun das Ritzen der Mauerwerksfugen - meine Premiere. :D Funktioniert insgesamt gar nicht so schlecht. Trotzdem ein kleiner Tipp an mich selbst: Bitte bei kommenden Projekten auf das vorherige Anzeichnen der Mauerwerksstruktur zumindest an einigen Stellen nicht verzichten! Die Proportionen sind teilweise optimierungsbedürftig. :fool:

Bild

Ich habe das Werk dann schließlich noch farblich ein wenig behandelt (was leider durch meine alternde Handykamera nur mittelmäßig wiedergegeben wird - sorry). Nach einer Grundierung ...

Bild

... folgt eine dunkle Lasur, um die Gesteinsstruktur etwas stärker zu betonen.

Bild

Abschließend habe ich versucht, noch einige Lichter und Kalkspuren zu setzen und die Monotonie des Mauerwerks durch einen fleckigen Moosbezug etwas aufzubrechen.

Bild

Bild

Soweit zu meinem fiktiven Brückchen über die Weil. Weiter geht's demnächst mit dem Mittelteil in Metallträgerbauweise, welches eine kleine Straße überqueren soll.

Viele Grüße und eine hobbyreiche Adventszeit
Max

nar78
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#139

Beitrag von nar78 »

Sieht super aus! :gfm:
Wenn dann Vegetation drum rum wächst bestimmt noch realistischer
Viele Grüße, Ingo
Fränkische Segmente

Rudi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#140

Beitrag von Rudi »

Hallo Max

Schön, wieder etwas neues von dir zu hören bzw. zu lesen. :D
Die Brücke finde ich ganz passabel.
Alleine den Aufwand, den du zum Ausgießen aufgebracht hast. Respekt. Und die Nerven, die du dafür geopfert hast. Doch dafür hast du ein individuelles Stück.
Paar Kanten im Bereich der Bögen sind zwar nicht 100% Scharfkantig, aber drauf gesch..... . Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass solche Sachen den Erbauer am meisten stören.
Farbgebung ist meiner Meinung sehr gut getroffen.

Ich bin ja mehr der Styrodur Typ. Aber jedem das seine.
Schön, wieder etwas von deiner vortrefflichen Anlage und Vorgehensweise lesen zu dürfen. :gfm:

Gruß
Rudi
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Sinter
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#141

Beitrag von Sinter »

Max, das sieht super aus. Und das in Spur N. Top

Marc

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#142

Beitrag von Max13 »

Hallo nar78, hallo Rudi, hallo Marc,

vielen Dank für eure Motivationsspritze!

@Rudi:
Du hast Recht - das eine oder andere Detail an den Gipsteilen ließe sich tatsächlich optimieren was meiner fehlenden Erfahrung geschuldet ist. Ein paar Dinge würde ich bereits beim nächsten Versuch minimal anders machen. Andererseits geht es ja auch gerade darum. Ich versuche möglichst viele (für mich) neue Techniken auf dem Segment auszuprobieren, welches später nicht mehr im Gesamtmodul enthalten sein wird. Ich bin trotzdem erstaunt, wie einfach viele Dinge trotzdem sind. Und Spaß macht es obendrein.
Eine Frage hätte ich noch: Ich habe auch darüber nachgedacht, direkt mit Styrodur zu arbeiten in selbiges zu ritzen. Ist das Ergebnis wirklich mir Gips vergleichbar? Wie sieht die Oberflächenstruktur nach dem Bemalen aus? Ist es nicht trotzdem noch recht weich und auf Dauer empfindlich? Wie kaschiert man Nähte/Übergänge zwischen einzelnen Styrodurteilen? In jedem Fall möchte ich es bei Gelegenheit auch mal ausprobieren.

Bis dahin erst mal ein geruhsames Weihnachtsfest und ein paar entspannte Tage - vielleicht auch mit dem schönsten Hobby der Welt? :wink:
Max

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#143

Beitrag von Max13 »

Kunstbauten, Teil 2

Per Stahlträger über die Straße

Hallo liebe Stummis,

wie bereits im vorherigen Beitrag angedeutet, habe ich mich bei meinem kleinen Viadukt für eine Mischbauweise aus Stein und Stahl entschieden, um möglichst viele Techniken auszuprobieren. Eine kleiner Weg, welcher parallel zur Weil verläuft, soll per Stahlträger überquert werden. Mit diesem Überführungsbauwerk habe ich mich über die Adventstage ein wenig beschäftigt. Als Vorbild dient eine kleine Überführung nahe dem Haltepunkt Stierstadt an der Homburger Bahn (Frankfurt - Bad Homburg), wenngleich diese in 1:1 zweigleisig ausgeführt ist.

Zunächst wurden die Kernelemente für das Tragwerk aus Doppel-T-Trägern verschiedener Dimensionen zusammengelötet.

Bild

Zusätzlich habe ich seitlich auskragende Träger aus L-Profilen angebracht, welche später die Seitenwege tragen sollen. Nachfolgend dargestellt ein erstes Probeliegen der gesamten Konstruktion auf den Widerlagern des Steinbogenviadukts.

Bild

Alles wurde schließlich durch einige Polystyrolprofile verfeinert.

Bild

Zur Versteifung erhielt das Bauwerk z.B. auf der Unterseite diagonale Untergurte.

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Hier eine Aufnahme nach der Montage des ersten Rollenlagers.

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Nachfolgend die vollständige Fest-Los-Lagerung mit je zwei zweiwertigen sowie zwei einwertigen Lagern.

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Farblich habe ich mich für einen matten, leicht ausgeblichenen Grünton entschieden.

Bild

Abschließend ein paar Impressionen nach dem endgültigen Einbau der kleinen Brücke.

Bild

Bild

Bild

Eine Frage, die später noch beantwortet werden kann, bleibt: Kennt jemand eine Bezugsquelle für durchbrochene Gitterroste in 1:160? Mit solchen würde ich die Seitenstege und das Oberdeck gerne ausstatten. Ein paar Tips aus dem Stummiversum wären super. :sabber:

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal ein geruhsames und entspanntes Weihnachtsfest und freue mich, wenn es dann demnächst endlich mit dem Verlegen der Gleise in Weilmünster losgeht.

Viele Grüße
Max
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#144

Beitrag von mosi62 »

Hallo Max, interessante Übungen machst du da, gefällt mir recht gut.
Ich bin eher der Gipstyp, meine Styrodurbrücke https://www.mosi62.de/html/Moba2016_fil ... a16026.jpg finde ich jetzt nicht so gelungen, gerade mit der Farbgebung hatte ich so meine Probleme. Hatte aber keine Lust mehr ne neue zu bauen. Bei Gips bzw. Mischung mit Crealin klappte es besser mit anmalen, auch das ritzen empfand ich einfacher. :D :D :)

Lochblech für meine Brücke hatte ich mir mal von Stefan Teichert lasern lassen. Die Wirkung ist schon klasse.
https://www.mosi62.de/html/Moba2010_fil ... a10002.jpg
https://www.mosi62.de/html/Moba2009_fil ... a09032.jpg
https://www.mosi62.de/html/Moba2009_fil ... a09022.jpg

MBZ hat sowas
https://www.mbz-modellbahnzubehoer.de/s ... d=noscript
FKS auch
https://www.fks-modellbau.de/de/Strukturbleche/
NDetail auch
https://www.ndetail.de/product_info.php ... atine.html
Weinert und andere auch, solltest also fündig werden :mrgreen:

Gruß Uwe

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#145

Beitrag von Max13 »

Hallo Uwe,

deine Brücke mit den durchbrochenen Rosten sieht natürlich genial aus! An solche Roste hatte ich auch gedacht. Nebenfrage: Den Brückenbausatz gibt es nicht mehr, oder?

Vielen Dank auch für die Bestelladressen. Das Riffelblech von NDetail habe ich mir bereits bestellt - ist leider nicht durchbrochen. Auch der MBZ-Karton macht auf mich hinsichtlich des Fotos einen ähnlichen Eindruck. Vielleicht probiere ich es doch mal mit der FKS-Gitter? Sieht gut aus und könnte eine Option sein. Vielleicht sonst auch einfach Drahtgewebe von Weinert?

Oder ich muss mich doch irgendwann mal ans Ätzen oder Lasern wagen?

In jedem Fall vielen Dank für die Unterstützung!

Beste Grüße
Max
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mosi62
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#146

Beitrag von mosi62 »

Moin,
ob das von Weinert durchbrochen ist weiß ich nicht:
https://www.weinert-bauteile.de/weinert ... ,art-27953
Ich hatte auch mal ne Bastelplatine von Brawa, als Lochblech, gibt es aber wohl nicht mehr.

Die Brücke von Bavaria gibt es wohl nur noch auf dem Gebrauchtmarkt, wenn überhaupt. :wink: :wink:

Ich habe noch einen Laser-Streifen 5x30cm hier liegen, schreib mir mal ne Mail wieviel du brauchst,
dann schneide ich dir was ab davon, und packe es dir in ein Briefkuvert.
Für das Brückchen sollte es allemal reichen :mrgreen: :mrgreen:

Manche Lasertypen machen auch Auftragsarbeiten, frag mal vielleicht den Jürgen aka Jaffa, der hat sich doch so einen Chinakracher hingestellt https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=82259

Gruß Uwe
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Remo Suriani
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#147

Beitrag von Remo Suriani »

Hallo Max,

die Brücke ist wirklich beeindruckend. Toll!
Bezüglich Gittergewebe: Schau mal nach Teesieben. Dort gibt es so zylindrische. Das sind so mit die feinsten Siebe, die man bekommen kann und habe ich auch schon als Gitter verwendet. Und man kann sie recht gut bekommen und sich auch im Laden schon anschauen, ob einem das passt. Die Zylindrischen haben den Vorteil, eine recht große, unverzerrte Fläche zu haben, die man nur abwickeln muss.

Die Farbe der Brücke finde ich noch nicht so ganz passend, etwas zu dunkel und zu satt. Das ist ja meistens eher so ein blasseres grün: https://www.google.com/search?q=stahlbr ... 42&bih=746 Grob in die Richtung "reseda" Grau gibt es durchaus in Dunkel. Soll nicht heißen, dass es nicht irgendwo auch dunkelgrüne Brücken gibt, aber typisch finde ich das nicht.
Viele Grüße
Dirk

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#148

Beitrag von Rudi »

Hallo Max

Einfach nur genial, deine kleine Stahlträger Brücke. Auch sehr schön beschrieben. Schritt für Schritt. Auch die Wiederlager nicht vergessen. Top.
Ich persönlich liebe solche "Kleinigkeiten".
Zu den Gitterroste: Ich hatte mehr aus Zufall einmal beim hiesigen Moba-Händler diese feinen "Gitter" Stücke gefunden. Habe direkt mehrere Tütchen mitgenommen. Der Einsatz dafür ist vielfältig. Ob Schutz an Brücken für die Oberleitung oder auch als Gitterrost. Ganz fein mit Sprühgrundierung versehen laufen die Öffnungen auch nicht zu. Nur letztens habe ich leider etwas zu viel Sekundenkleber verwendet und das war leider contra produktiv.

Bild

Bild


Ganz kurz noch zum Styrodur. Hier zwei Bilder vom Viadukt. Der Weißbachviadukt ist komplett aus ein Stück Styrodur geschnitten. Dieser ist Eingleisig, liegt in der Steigung und im Bogen. Ich denke, man kann das lassen.
Die Brücke oben mit dem Oberleitungsschutz auf den Bild besteht ebenfalls aus Styrodur. Nur die Bogeninnenseiten sind mit Mauerfolie ausgelegt.

Bild

Bild


Ich möchte damit nichts gegen Gips oder andere Vorgehensweisen sagen. Ist halt etwas anders und jeder hat so seine Vorlieben.

Also, weiter so.

Gruß
Rudi
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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#149

Beitrag von Max13 »

Hallo Uwe, hallo Dirk, hallo Rudi,

sorry für die verspätete Antwort. Bei mir ist im Moment leider nicht so viel Zeit für die MoBa wie gewünscht - das bessert sich hoffentlich wieder :D

@Uwe: Vielen Dank für den tollen Support. Ich komme gerne auf dein Angebot zurück, werde gleichzeitig auch weiter nach Alternativen schauen.

@Dirk: Freu mich, dass dir die Brücke zusagt. Mit der Farbe hast du recht, wäre eher unter 'frisch gestrichen' zu verbuchen. Aber auch das soll ja ab und an vorkommen. :wink: Vielleicht altere ich die Brücke bei Gelegenheit noch ein bisschen - aktuell bin ich jedoch eher dazu geneigt, mal ein bisschen mit dem Gleisbau vorwärts zu kommen. Danke auch für die Idee mit den Teesieben, absolut topp. Auch das schaue ich mir bei Gelegenheit an.

@Dirk: Auch danke für deine Anerkennung - freut mich sehr, dass es dir gefällt! Deinen MoBa-Händler hätte ich auch gern. Deine Gitter sehen gut aus. Ich hatte übrigens in der Zwischenzeit die Gelegenheit, dein Diorama in Korntal anzusehen. Leider nur sehr kurz, da ich auf der Durchreise war und meinen kleinen Sohn auf dem Arm hatte. Sonst hätte ich dich persönlich aufgesucht. In jedem Fall hat mir deine Brücke auch sehr gut gefallen und ich werde mich bei Gelegenheit auch mal näher mit Styrodur auseinander setzen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

Viele Grüße
Max

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Re: Weilmünster - Feldversuch in 1:160

#150

Beitrag von Max13 »

Gleisbau, Teil 17

Erste Anzeichen einer Eisenbahn in Weilmünster

Guten Abend liebe Stummis,

nach endlosen Monaten der Vorbereitung ist es endlich so weit: Die Arbeiten am Oberbau in Weilmünster können beginnen.

Die die Bahnhofseinfahrt von südlicher Seite geradeaus verläuft, habe ich mich entschlossen, von dort mit der Gleisverlegung zu beginnen. Hierzu wurden zunächst die Segmente 3, 4 und 4a (mit der fiktiven Brücke) montiert und auf die Werkbank platziert. Nun wird mit der Vorbereitung der Modulkästen für die Unterflurstellschwellen und die Stelldrähte begonnen. Ich habe mir hierfür eine kleine Frässchablone gebaut, die nachfolgend zu sehen ist.

Bild

Hier noch eine Aufsicht in ausgerichtetem Zustand.

Bild

Nach kurzer und komfortabler Arbeit mit der Oberfräse ergibt sich dann hieraus der Blick auf die Einfahrgruppe mit den entsprechenden Ausfräsungen.

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Hinsichtlich der Schienenbefestigung an den Modulübergängen muss das Rad wohl nicht neu erfunden werden. Hier kommt die altbekannte Methode mit den abgesägten Messingschrauben zu Einsatz. Auf diese werden die Gleisprofile später aufgelötet.

Bild

Schließlich habe ich von Süden her mit dem Aufkleben der Schwellen begonnen. Wie bereits zu früherem Zeitpunkt beschrieben, wurden je 23 Schwellen mit Hilfe einer einfachen Lehre in Gruppen von 15m (Maßstab 1:1) gegeneinander ausgerichtet und anschließend mit einem Klebestreifen aufgenommen. Die Fixierung auf dem Modulkasten erfolgt mit einfachem Holzleim. Erste Ergebnisse sind in den beiden nachfolgenden Bildern dargestellt. Nach dem probeweisen Ausrichten der Weichen wurde deren Lage markiert und die zugehörigen Bereiche beim Verlegen der Schwellen ausgespart.

Bild

Bild

Ich habe mich so zunächst durch das durchgehende Gleis 2 und die abhängigen Gleisverbindungen (zu den Gleisen 1 und 3) gearbeitet. Anschließend habe ich versucht, hinsichtlich des durchgehenden Hauptgleises eine möglichst gute und gerade Referenz zu schaffen. Hier hilft ein langes Aluprofil. Die abgebildete Weiche ist zunächst nur Probeweise aufgelegt.

Bild

Nach dem punktweisen Auflöten des ersten Schienenprofils ergibt sich nachfolgend dargestelltes Bild.

Bild

Schwierig ist m.E. vor allem die Verlegung gerader Gleisstränge, da das menschliche Auge hier kleine Toleranzen sehr gut wahrnehmen kann. Eine stetige optische Kontrolle und Korrektur ist daher unumgänglich - ich habe zumindest mein Bestes (entsprechend meiner Sehkraft) gegeben. :D Nachfolgend der Blick in die entgegengesetzte nördliche Richtung mit der sich andeutenden langgezogenen Rechtskurve.

Bild

Ich habe es anschließend gewagt und die erste Weiche tatsächlich und endgültig verklebt. Hier der punktuelle Leimauftrag ...

Bild

auf dessen Basis die EW300 1:9 schließlich mit Hilfe eines Lineals und unter Nutzung der bereits aufgelöteten Profile ausgerichtet wurde.

Bild

Für heute soll es das zunächst gewesen sein. Hier zum Abschluss noch das aktuelle Zwischenergebnis.

Bild

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend und berichte dann hoffentlich in Kürze wieder vom voranschreitenden Oberbau aus Weilmünster.

Bis dahin, beste Grüße
Max
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