Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

Bereich für alle Themen rund um die Planung von Modulen, Segmenten bzw. Modul- und Segmentbau (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, etc.)

Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#26

Beitrag von Xien16 »

Schönen Abend,

Bei einem kurzen Besuch in Schömberg ist mir ein kleines Detail aufgefallen:
Bild

Bild

Bild

Sieht so aus als hätte man ihn mal neu gestrichen, aber der Rost kommt schon wieder ein bisschen durch.
Daran wollte ich mich dann mal versuchen.

Meine Versuche das Ganze ins Modell zu übertragen:
Bild

Bild

Das Stahlband habe ich aus Kupfer Lackdraht hergestellt.
Ich habe es mit dem Feuerzeug abgeflammt und beim ersten Versuch rund gelassen.
Das hat mir nicht gefallen, daher habe ich es nochmal mit "platt drücken" versucht:
Bild

Bild

Mit einer Kontakt-Justier-Zange geht das sehr gut, das Kupfer lässt sich sehr leicht platt drücken.
Und biegen kann man den Draht mit der Zange auch gleich.
Dann nur noch auf das Holz schieben und mit einem Tropfen Sekundenkleber die beiden Enden befestigt.

Bild

Bild

Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber für den Anfang finde ich ihn ganz in Ordnung :D
Beim Rost werde ich in Zukunft mal mit Pulverfarben experimentieren.
Beim Holz bin ich noch nicht so sicher, was ich noch verbessern kann.

Die Abdrücke der Puffer sind leider sehr matt geworden, hier muss ich mir mal glänzende Farben besorgen, dass es mehr nach Fett aussieht.

Verwendet habe ich folgende Teile:
Märklin C-Gleis Prellbock als Basis
2mm Balsaholz (In der Mitte eingeritzt um zwei Schwellen zu erhalten)
Und folgende Farben:
Stahl: Revell Hellgrau 76, Schwarz 08, Aluminium 99 mit Wasser verdünnt (Verhältnis ca. 1 : 2 : 2 : 3 Teile Wasser)
Holz: Basis Revell Lederbraun 84 Details mit verdünntem Schwarz 08, Seegrün 48, Hellgrau 76.
Rost: Am Stahl-Gestell Revell Rost 83 stark verdünnt, an den Bändern unverdünnt


Gruß und frohe Ostern,
Janik


Charly2011
Regionalbahn (RB)
Beiträge: 47
Registriert: Mo 30. Jan 2012, 08:22

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#27

Beitrag von Charly2011 »

Klasse gemacht Janik !
:gfm:


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#28

Beitrag von Xien16 »

Vielen Dank,

der nächste Prellbock wartet schon, dann werde ich aber ein bisschen anders vorgehen :wink:

Es gibt Neuigkeiten zu meinem kleinen Test Modul:
Die Straße nimmt langsam Gestalt an, dank hilfreicher Tipps von Railstefan :D

Bild

Ich habe jedoch etwas dickere Profile mit 2,0 x 2,5mm von Woodland verwendet, da ich natürlich kein Car-System habe.
Die Profile kann man schon vor dem Verkleben grob vor-biegen und dem Verlauf der Straße anpassen.
Damit ich mit Gips möglichst nah an die Gleise ran komme habe ich dort ein Winkelprofil mit 1,5 x 1,5mm von aero-naut benutzt:
Bild

Korrektur: 1,5mm ist leider minimal zu hoch, bei der ersten Probefahrt sind die Räder auf dem Kunststoffprofil gelaufen...
Mögliche Lösungen: Entweder ein Profil mit nur 1mm, oder mehr Abstand zum Gleis.
Oder wie in meinem Fall mit viel Aufwand das Profil inklusive Gips zum Gleis hin abfallend zuschneiden :pflaster:


Mit ein paar Tropfen Sekundenkleber sind die Profile schnell auf den Kleineisen befestigt.
Als Abstandhalter habe ich ein anderes Stück des Winkel-Profils benutzt und so einen gleichmäßigen Spalt von 0,5mm erhalten.

Beim Gips bin ich noch nicht sicher, ob dieser besonder gut geeignet ist, er bindet mir nämlich etwas zu schnell ab :?
Man muss die Mischung schon recht flüssig machen um nicht zu sehr in Zeitnot zu geraten:
Bild

Längere Straßen-Stücke sollte man auf jeden Fall vermeiden...

Das war der erste Versuch und ich habe direkt (natürlich zufällig) einen leicht beschädigten Belag erhalten:
Bild

Und mir ist auch gleich klar geworden, dass man zwischen den Kleineisen abdichten muss, wenn man im Spalt keinen Gips möchte.
Hier würden ein schmaler Streifen Klebeband oder eine Acryl-Fuge schon reichen:
Bild

Aber jetzt zum Vorgehen im Detail
Meine verwendeten Materialien:
Bild

Die alte LED-Leisten Platine dienst später zum abziehen der Oberfläche.
Hier kann man natürlich auch alles andere nehmen, was lang genug ist und eine gerade Kante hat.

1. Profile aufkleben
2. Abdichten an Stellen, an denen die Profile nicht bündig abschließen
3. mit Klebeband alles abkleben, was keinen Gips abbekommen soll:
Bild

Ich habe auch die Leisten komplett abgeklebt, dass auf deren Oberfläche kein Gips kommt.

Dann kommt der Gips.
Wie schon gesagt, lieber etwas flüssiger, dann läuft er auch besser in die Ecken und Kanten.
Genau diesen habe ich besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, dass hier auch ja keine Luftblasen vorhanden waren:
Bild

So sieht das Ganze dann aus, wenn es mit der Platine geglättet wurde:
Bild

Rechts sieht man, dass ich das Ende der Straße offen gelassen und nur mit Klebeband begrenzt habe.
Das war keine Gute Idee, hier würde ich in Zukunft auch mit einem stabileren Material arbeiten.
Das Klebeband kann beim Abziehen mit der Platine dem Druck kaum stand halten.

Ob man die Straße am Modulrand auch mit einem Profil abschließt, oder nur einen Anschlag benutzt, der später wieder entfernt wird, ist Geschmackssache.
Zerstörungssicherer wäre ein zusätzliches Profil, dann hat man am Modulrand nicht direkt die Dünne Lage Gips :wink:

Auf dem Bildern schwer zu sehen, da der Gips sehr hell ist, aber das Ergebnis ist für meinen ersten Versuch sehr gut geworden:
Bild

So in etwa könnte das später mal aussehen:
Bild

Bild

Es fehlen neben etwas Farbe natürlich noch viele Details wie Randsteine, Sockel für die Schranke, eventuell ein separater Gehweg...
Bis die Gleise geschottert werden können geht es daher noch eine Weile :roll:


Gruß,
Janik


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#29

Beitrag von Xien16 »

Guten Tag,

heute mal was ganz anderes, aber ich will nicht extra einen neuen Thread aufmachen :lol:

Das war der Zustand meiner 146er, wie ich sie vor etlichen Jahren mal umgebaut habe:
Bild

Ab Werk hatte das Modell (29470) nur gelbes Spitzensignal ohne Rücklicht.
Ich habe dann im ersten Schritt die gelben LEDs durch weiße getauscht und rote LEDs daneben geklebt.
Der zweite Schritt waren dann LED-Platinen, die ich aus einer 1,27mm Lochraster-Platine gebaut habe:
Bild

Diese hatten sogar schon Fernlicht, das abhängig von der Fahrtrichtung von diesen Transistoren aktiviert wurde:
Bild

Die Widerstände habe ich damals in der jeweiligen Leitung untergebracht:
Bild

Das ist jetzt natürlich nicht mehr ganz Zeitgemäß und entspricht auch nicht ganz dem Original.
Beim Vorbild gehen nämlich die unteren beiden Spitzensignal Lampen beim Fernlicht aus.
Also war es an der Zeit neue Platinen zu bauen.

Bild

Bild

Bild

Weil die beiden Lichtleiter aus einem Stück sind, sieht man nicht mal besonders gut, dass die äußeren weißen LEDs ausgehen :?
Direkt frontal wird das deutlicher:
Bild

Bild

Bild

Auf dem letzten Foto fällt mir jetzt aber noch etwas auf, was mir beim Fotografieren gar nicht aufgefallen ist:
Ist das Fernlicht an, leuchtet es am Heck der Lok ganz minimal...
Da ist noch ein Fehler in der Schaltung, der einen Kriechstrom erlaubt :roll:

Hier kann man es auch ganz leicht erkennen :?
Bild

Verglichen mit der vollen Helligkeit der LEDs natürlich gar nichts 8)
Bild

Widerstände in den Leitungen gibt es jetzt natürlich nicht mehr, die sind alle auf den Platinen untergekommen :)
Bild


Vielleicht mache ich mich noch auf die Suche nach dem glimmenden Fernlicht, vielleicht aber auch nicht :lol:

Gruß,
Janik


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#30

Beitrag von Xien16 »

Weiter geht's am Bahnübergang :)

Bild

Bild

Das größere Fundament für die Schranke ist schon fertig:
Bild

Das hätte man sicher auch mit Styrodur oder anderen einfachen Mitteln machen können.
Ich wollte aber unbedingt eine Schalung bauen und die Fundamente richtig gießen :lol:

Sobald die andere Seite fertig ist, bekommen die Fundamente Farbe.


Gruß,
Janik


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#31

Beitrag von Xien16 »

Endlich war alles fertig für den ersten Schotter :D

Eine Vorarbeit musste ich jedoch noch machen.
Zwischen Styrodur und C-Gleis entstand immer ein kleiner Spalt.
Dass nicht der ganze Kleber in diesem Spalt verschwindet, habe ich den Spalt mit Acryl geschlossen.
Hier sollte man nicht unbedingt weißes Acryl nehmen, aber ich hatte nichts anderes da :lol:

Angefangen habe ich zwischen den Gleisen:
Bild

Bild

Bild

Vorbereitung:
Erst habe ich das Modulende mit Klebeband begrenzt.
Das war nicht optimal, da es nicht stabil ist und Steinchen daran kleben bleiben. Hier würde sich dünnes Plexiglas besser eignen.
Wenn es schnell gehen soll, ist Klebeband aber unschlagbar.

Schottern:
Verwendet habe ich den Basalt Schotter (0,5-1,0mm) von der Gleisschotterschmiede, da er gut zur Farbe des C-Gleises passen sollte.
Den Schotter habe ich mit einem Teelöffel aufgeschüttet und verteilt.
Mit dem Stiel eines Pinsels und einer Pinzette, habe ich dann versucht Schotterhügel und einen Wassergraben zwischen den Gleisen zu formen.
Etwas genauer muss man es natürlich rund um die Schwellen nehmen, besonders zwischen den Schienen.
Im Bereich der Kleineisen sollte hier kein Steinchen hoch stehen, sonst laufen die Spurkränze auf :?
Und für 3-Leiter Betrieb ist natürlich auch wichtig, dass kein Steinchen auf die Höhe der Punktkontakte kommt.

Das zu erreichen war aber tatsächlich einfacher als ich vorher dacht.
Oft habe ich den Tipp gelesen, mit einem Borstenpinsel die Steinchen zu verteilen, das ging für mich mit der Pinzette besser :P
Natürlich nicht jedes Steinchen einzeln, ich habe die Steinchen mit dem "Stiel" der Pinzette in Position geschoben.

Da die Bettung des C-Gleises zwischen den Schwellen sehr hoch ist, hat man es hier natürlich nicht so einfach wie bei Gleisen ohne Bettung.
Aber eine Lage Steinchen passt trotzdem noch sehr gut auf die Bettung :)

Kleben:
Beim Kleber hat mir natürlich auch das Forum weitergeholfen.
Verwendet habe ich Baufan Latex-Bindemittel classic (750ml).
Bindan Propellerleim habe ich früher immer benutzt, aber ich wollte die Vorteile des Latex-Bindemittels selbst testen.
Es soll elastisch bleiben und matt trocknen.

Das Mischungsverhältnis 1:3 (1 Teil Latex-Bindemittel, 3 Teile Wasser) stammt ebenfalls aus dem Forum.
Ich habe dafür 4ml Latex-Bindemittel und 8ml Wasser mit einer Spritze aufgezogen.
Dafür habe ich vorher ein Glas voll Wasser mit einem Tropfen Spülmittel gemischt.

Die ersten Versuche waren etwas frustrierend, da sich die Steinchen in Kugeln gesammelt haben, sobald ich mit dem Kleber gekommen bin :roll:
Mit einer feinen Kanüle auf der Spritze ging es schon besser, so kann man auch mal von unten Kleber in den Schotter bringen.

Das zusammen Klumpen lies sich aber trotzdem nicht ganz abstellen.
Ich habe die Klumpen dann einfach mit dem Stiel einer Pinzette wieder platt gedrückt.

Nachdem der Kleber nicht mehr bläulich durchgeschimmert hat, habe ich nochmal überall etwas Kleber aufgetragen.
Das ist nicht unbedingt nötig, aber besonders zwischen den Schienen kann es nicht schaden, wenn die Steinchen etwas besser fixiert sind.

Kleben die Zweite:
Bei den äußeren Böschungen habe ich dann eine andere Technik versucht:
Erst flächig Kleber auftragen, dann Schotter aufschütten.

Auch das geht, man muss nur darauf achten nicht zu viel Kleber aufzutragen.
Nachträglich muss man die Steinchen dann noch schön verteilen und an manchen Stellen noch welche hinzufügen.
Sitzt alles, kann dann auch mit Kleber "geflutet" werden (aber natürlich in Maßen)

Das Ergebnis:
Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Ohne Vegetation sieht das Ganze noch etwas langweilig aus, aber ich bin schon sehr zufrieden.
Die Kunststoff Bettung sieht man an keiner Stelle mehr durch :D
Nächstes Mal werde ich die Bettung daher nicht mehr farblich behandeln, sondern lediglich die Schwellen.

Der Schotter hält übrigens sehr gut und der Kleber ist trotzdem elastisch.
Es ist schon ein Kraftakt, wenn man ein Steinchen weider entfernen will.
Der Kleber ist auch wunderschön matt geworden.


Ich dachte erst der Schotter wäre viel zu hell, aber das kommt vom Staub, der sich im Schotter befindet.
Durch den Kleber wird der Staub gebunden, der Schotter wirkt deutlich dunkler und hat dann die Farbe der C-Gleis Bettung.
Im Schotter sind übrigens immer wieder kleine Glas Steinchen, die habe ich entfernt, wenn sie mir aufgefallen sind :?

Die sehr dunkle Farbe des Basalt Schotters hat mich aber noch nicht so richtig überzeugt.
Vielleicht fehlt dafür einfach noch etwas Farbe und Grünzeug 8)
Oder ich probiere einfach noch eine andere Schotterfarbe aus :lol:


Das Thema C-Gleis Schottern kann ich aber auf jeden Fall erfolgreich abschließen, fehlen nur noch Weichen :D


Gruß,
Janik

Benutzeravatar

lernkern
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1687
Registriert: Fr 2. Dez 2011, 15:02
Nenngröße: H0m
Stromart: AC / DC
Steuerung: JMRI DCC++ / Multimaus
Wohnort: Melbourne, unten drunter, kopfüber
Hong Kong

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#32

Beitrag von lernkern »

Tag Janik.

Nur damit das hier nicht zu sehr in einen Monolog ausartet: das ist schon sehr akkurat, was du hier baust. Respekt!

Du stehst unter Beobachtung. :D

Netten Gruß

Jörg
Also dann, nach Corona um halb sechs im Kelch!


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#33

Beitrag von Xien16 »

Guten Tag und vielen Dank für das Lob :D

Dann will ich mal liefern:
Bild

Bild

Bild

Je nach Lichteinfall und Blickwinkel sieht das etwas anders aus.
Der Wahnsinn, wie so ein bisschen Pulverfarbe die Szene verändert hat :shock:

Aber mal der Reihe nach:
In meinem Sammelsurium habe ich noch Pulverfarbe von elita Modelle (Life Colours Mineralbraun) gefunden.
Die habe ich bestimmt schon 15 Jahre nicht mehr benutzt, aber ich konnte (zum Glück) nicht wiederstehen :lol:

Farbe auftragen:
Das ist tatsächlich gar nicht so einfach, vor allem weil die Farbe 1. extrem ergiebig ist und 2. extrem gut haftet.
Aufgetragen wird sie natürlich trocken.
Ich habe es erst mit einem weichen Pinsel versucht, habe dann aber schnell zum Borstenpinsel gewechselt.
Mit dem Borstenpinsel kann man die Farbe besser in den Schotter einarbeiten :wink:

Mein größtes Problem ist aber tatsächlich die Menge.
Tupft man mit dem Pinsel nur leicht in die Farbe, hängen gleich einige winzige Kügelchen an den Borsten.
Diese Kügelchen habe ich dann durch leichtes "Tippen" auf den Pinsel, zwischen die Schwellen fallen lassen.
Danach habe ich diese Pulverkügelchen von den Schienen nach außen in den Schotter gepinselt.
Und hier sieht man erst mal wie stark ein paar kleine Kügelchen Pulverfarbe den Schotter färben :shock:

Das Arbeiten von den Schienen nach außen ist übrigens wichtig um diesen Effekt zu bekommen:
Bild

Wie beim Original, wird es immer weniger Rost, je weiter man sich von den Schienen entfernt.

Hier wäre ich für Tipps sehr dankbar - wie dosiert ihr das Pulver?

Fixieren:
Es kann sein, dass es am Schotterkleber liegt, aber ich musste das Pulver nicht fixieren, das hält extrem gut.
Mit Pusten bekommt man es nicht weg, vielleicht mit Druckluft, aber auch dann garantiert nicht zu 100% :wink:
Mit irgendeiner Flüssigkeit zu fixieren würde aber sicher auch den schönen Matt-Effekt zunichte machen.

Pulver entfernen:
Entfernen geht wie gesagt kaum bis gar nicht - zumindest nicht komplett.
Das Pulver setzt sich extrem gut in den Steinchen fest und kann zumindest von Hand nicht mehr entfernt werden.

Eine Notlösung gibt es allerdings noch:
Ist an einer Stelle zu viel gelandet und es soll "etwas" weniger werden, kann man die Stelle feucht abtupfen.
Das musste ich an zwei Stellen machen und habe dazu den feuchten (nicht nassen) Pinsel auf die Stelle gedrückt.
Dann einem Stück Küchenpapier auf die Stelle gelegt und mit dem Pinsel von oben in den Schotter gedrückt.
Dadurch blieb einiges vom Pulver im Küchenpapier hängen, aber wie gesagt nicht alles ;)

Bild

Bild

Bild

Das ist sicher noch nicht das Maximum, was man aus dem C-Gleis rausholen kann, aber fürs Erste bin ich zufrieden 8)

Ich werde mir jetzt aber noch andere Pulverfarben organisieren.
Dieses Mineralbraun ist eigentlich etwas zu hell, eine Nummer dunkler dürfte nicht schaden ;)


Gruß,
Janik


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#34

Beitrag von Xien16 »

Guten Tag,

Weil ich auch früher immer Leim benutzt habe, wollte ich mal den Unterschied zu Latex direkt vergleichen ;)
Beide Kleber sind natürlich mit Wasser verdünnt und lassen sich ähnlich gut verstreichen.

Vorgehen beim Herstellen der Teststreifen:
Kork mit Kleber bestrichen, so dass man eine deutlich weiße Schicht erhält.
Schotter von oben über die Streifen fallen lassen und überschüssigen Schotter abgekippt.
Erst dann den Schotter mit Kleber fluten.

Nachdem alles trocken war, hatte ich dann dieses Ergebnis:
Bild

Bild

Bild

Der Unterschied ist schon sehr deutlich zu erkennen -> links ist das Latex, rechts ist der Leim ;)
Obwohl in beiden Fällen der Schotter komplett eingenässt wurde, sieht man beim Leim einen deutlichen Glanz, den es beim Latex nicht gibt.
Auch die Farbe des Schotters wird mit Leim nochmal etwas dunkler, was beim dunklen Basalt aussieht, als wäre der Schotter nass.
In der Nähe eines Gewässers, oder wenn man nassen Schotter darstellen will, ist Leim vielleicht sogar die bessere Wahl :lol:

Auch wenn es auf einem Modul eigentlich nicht zu starken Verwindungen kommen sollte, habe ich noch einen Biegetest gemacht:
Bild

Die beiden Streifen habe ich für diesen Test ein mal komplett gebogen, bis sich die Enden berührt haben.
Das Latex ist sehr elastisch, "bricht" nicht und geht beinahe wieder in den Ursprungszustand zurück.
Der Leim wird sehr hart und der Schotter ist hier an mehreren Stellen gebrochen.

In beiden Fällen hält der Schotter aber ohne Probleme und es ist kein Steinchen verloren gegangen ;)
Der Testsieger ist für mich natürlich klar das Latex Bindemittel.
Aber wenn der Glanz und das stärkere Nachdunkeln nicht stören, ist Leim natürlich genau so gut geeignet.


Und jetzt noch ein weiteres Thema, das mich in den letzten Tagen beschäftigt:
Selbstbau eines Begrasungsgerätes
Auf Youtube habe ich dazu einige Videos zum Thema "elektronische Fliegenklatsche" gesehen.
Das hat mich aber nicht besonders überzeugt und ich bin beim "negativen Ionen Generator" hängen geblieben.
Die bekannten Modelle, die es fertig zu kaufen gibt, setzen offensichtlich ebenfalls auf solche Generatoren.

Leider gab es den im Video verwendeten Generator nicht mehr bei Amazon, weshalb ich diesen gekauft habe.
Bild

Für die Fasern habe ich eine Dose mit einem Sieb versehen und in das Sieb Litze eingeflochten (das Sieb lässt sich leider nicht löten)
Bild

Den Test dieses Generators habe ich mit dem Labornetzteil durchgeführt.
Fazit zu diesem Ionen Generator: Schrott und potentiell gefährlich

Man hat in unregelmäßigen Abständen mehrfach deutlich gehört, dass im Generator selbst der Funken übergesprungen ist.
Und weil das noch nicht reicht, ging die Hochspannung sogar auf die Eingangsseite über, so dass ich mehrfach einen Schlag abbekommen habe.
Dieser Generator geht auf jeden Fall wieder zurück, aber ich will nicht direkt aufgeben und teste noch einen weiteren ;)

Trotz der kurzen Testzeit, habe ich etwas zu zeigen:
Bild

Der Generator war nicht stark genug die Fasern richtig aufzurichten, sobald sie Berührung mit dem Kleber hatten.
Aber die Faser links zeigt deutlich, dass das Prinzip grundsätzlich funktioniert hat 8)

Bild

Verwendet habe ich hier Wildgras von Noch mit einer Länge von ca 6mm.
Kürzere Fasern habe ich erst gar nicht ausprobiert, da ich auf jeden Fall auch diese Länge verarbeiten will.

Sollte das mit einem selbstgebauten Begrasungsgerät nicht klappen, wird ein Fertiggerät gekauft.
Bis dahin werde ich aber auf jeden Fall noch ein wenig experimentieren 8)


Gruß,
Janik


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#35

Beitrag von Xien16 »

Guten Tag,

schon wieder eine neue Baustelle :lol:
Während ich auf Ersatz für das Begrasungsgerät warten muss, habe ich mich mit der Signalanlage für den Bahnübergang beschäftigt:
Bild

Bild

Bild

Bild

Natürlich alles in Handarbeit entstanden, das hat ganz schön gedauert :?
Es sind übrigens jeweils zwei für die eine und zwei für die andere Seite des Bahnübergangs gedacht.
Dadurch schützen die Abschirmbleche dann jeweils Richtung Süden vor Lichteinfall.

Folgende Materialien habe ich verwendet:
0,3mm Messing Blech für die Tafel
0,4mm Messing Blech für den Standfuß
1,0mm Messing Rohr (innen 0,6mm)
0,2mm Bronzefederband für die Abschirmbleche

Die Abschirmbleche habe ich um einen Schraubendreher gebogen und dann mit einer Schere zugeschnitten.
Hier ist man in der Gestaltung sehr frei, im Netz sieht man, dass die Signalanlagen eigentlich an jedem Bahnübergang anders aussehen :lol:

Leider ist beim Umzug mein Lötfett verschwunden, aber es hat trotzdem geklappt die kleinen Bleche zu verlöten.
Vorsichtig muss man natürlich trotzdem sein, da sich sonst das Rohr wieder löst ;)

Das Loch in der Mitte hat übrigens 2mm, damit ich ganz kurze Lichtleiter-Stummel (Linsen) einsetzen kann.
Gebohrt habe ich das Loch etwas kleiner, da 2mm Bohrer bei solch einem dünnen Blech schon gerne einhaken.
Mit einer Reibahle habe ich es dann auf 2mm gebracht.
Dahinter kommt dann eine SMD LED, die mit Lackdraht durch das Rohr versorgt wird.

Zum Schluss habe ich sie noch mit Glasgranulat gestrahlt:
Bild

Bild

Das 0,3mm Blech hat es dabei erst mal an allen Ecken nach hinten verbogen, da ich mit 8 bar gestrahlt habe :roll:
Vorsichtige Stöße von "hinten" haben die Schirme dann aber tatsächlich wieder nahezu perfekt gerade gemacht :lol:

Als nächstes werde ich die Teile mit einem hellen Grün "grundieren".
Dann kann ich mir eine gute Vorgehensweise für das Lackieren des Schirms einfallen lassen...
Die roten und weißen Streifen haben im Original nämlich nur 40mm, was ca. 0,46mm im Modell entspricht...

Die Maße habe ich übrigens alle von hier :D


Gruß,
Janik

Benutzeravatar

gäubahner
InterRegio (IR)
Beiträge: 161
Registriert: Do 30. Aug 2018, 16:28
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: Rocrail, z21 start + WLAN
Gleise: FLM Profigleis
Wohnort: Bei Rottweil
Alter: 25
Kontaktdaten:
Deutschland

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#36

Beitrag von gäubahner »

Moin Janik,

Ich bin immer wieder begeistert von deinen filigranen Arbeiten, dafür bin ich viel zu grob :D
Bin gespannt wie sich dein Modul weiter entwickelt.
Für das BW lässt dein Testmodul ja schon einiges erwarten!
Gruß Mirko

Mein Projekt:
Epfendorf an der Gäubahn


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#37

Beitrag von Xien16 »

Vielen Dank,

manchmal habe ich für solche Sachen auch keine Geduld, da muss ich schon richtig Lust drauf haben :lol:

Heute habe ich mal wieder Farben gemischt:
Bild

Bild

Das Grün habe ich aus Revell Staubgrau 77, Smaragdgrün 61 und Weiß 05 gemischt (Verhältnis ca. 3:3:1 - muss man ausprobieren ;))
Mit der Airbrush-Pistole habe ich erst mal alles grundiert.
Das war schnell erledigt, dann ging es an die richtige Arbeit:
Bild

Ich habe es tatsächlich geschafft die beiden Streifen mit 0,5mm hin zu bekommen :shock:

Weiß 05 habe ich (verdünnt) mit dem Pinsel aufgetragen.
Hier ist mir leider kein Trick eingefallen.
Bei Feuerrot 330 (ebenfalls verdünnt) gibt es aber tatsächlich einen Trick:
Den Pinsel mit einer kleinen Menge Farbe vollsaugen lassen und dann ca. im 45° Winkel an der Kante entlang führen.

Das hat natürlich nicht immer auf Anhieb geklappt und ich musste mehrfach nochmal mit weiß drüber :roll:

Bild

Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt 8)
Die Kreuze habe ich übrigens aus der Verpackung eines Knick-Joghurts gemacht.
Das Kunststoff hat ca 0,2mm, ich habe es erst beidseitig angeschliffen und dann die Vorlage (ausgedruckt auf Papier) aufgeklebt.
Dann geht das Ausschneiden mit dem Skalpell recht einfach.

Jetzt kommt noch die Beleuchtung:
Bild

Hier habe ich eine 1206er LED mit einem Lichtleiter-Stummel verklebt.
Es gibt zwar auch fertige LEDs mit einer 1,8mm Linse, aber solche hatte ich leider nicht vorrätig.

Bild

Die Drähte verschwinden im 1mm Messing Rohr.
Jetzt mussten natürlich noch das Kreuz und die LED angemalt werden.

Das erste komplett fertige Signal:
Bild

Der "Sonnenschirm" erfüllt schon seinen Zweck :D

Bild

OK, nicht ganz fertig, unten fehlt immerhin noch der Schutzbügel :lol:


Gruß,
Janik


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#38

Beitrag von Xien16 »

Hab die Bügel "kurz" gebogen:
Bild

Jetzt muss ich an 3 Signalen nur noch die LEDs einbauen, eins ist schon komplett fertig 8)
Vielleicht finde ich auch noch etwas, das nach einem "Gong" aussieht ;)


Gruß,
Janik

Benutzeravatar

joda44
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 486
Registriert: Do 4. Mai 2017, 21:49
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: Märklin MS2 , 'Netzteil'
Gleise: Märklin K , Roco H0e
Alter: 48

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#39

Beitrag von joda44 »

Hallo Janik,

große Baukunst im kleinen - Hut ab!
Die sehen echt super aus. Aber eine echte Frickel- Arbeit, oder? :D
Ich bin gespannt, wie die eingebaut & blinkend aussehen...

Gruß
andree

Benutzeravatar

FarFarAway
InterCity (IC)
Beiträge: 523
Registriert: Mi 4. Apr 2012, 09:53
Nenngröße: H0
Stromart: DC
Steuerung: DCC
Gleise: Tillig Elite
Wohnort: Far Far Away
Neuseeland

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#40

Beitrag von FarFarAway »

Hi Janik,

Deine Andreaskreuze sehen phänomenal aus.
Klasse gemacht.

Cheers,
Klaus
alle sagten: das geht nicht! dann kam einer daher, der wußte das nicht - und hat's gemacht ...

mein projekt: betriebswerk an kreuzenden hauptstrecken
mein projekt: endbahnhof brois


Threadersteller
Xien16
InterRegioExpress (IRE)
Beiträge: 284
Registriert: Do 13. Dez 2018, 06:27
Nenngröße: H0
Stromart: digital
Steuerung: MS2 oder CU (6021) + 80F
Gleise: C-Gleis / M-Gleis
Wohnort: Albstadt
Alter: 30

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#41

Beitrag von Xien16 »

Hallo und vielen Dank :)

Unterm Strich war das Ganze auf jeden Fall eine sehr fummelige Arbeit :lol:
Angefangen beim Ausschneiden und Bohren der winzigen Bleche und beim Löten ohne Lötfett...
Aber gerade dadurch, dass die Teile verlötet sind, kann schon mal nichts einfach so auseinander fallen ;)

Die Kreuze und Schutzbügel habe ich aber tatsächlich "nur" mit Sekundenkleber befestigt.
Und bei den Bügeln sogar ohne vorher den Lack vom Rohr zu entfernen - mal schauen, wann das erste Teil abfällt :?

Die Bügel sind übrigens aus verzinntem 0,4mm Draht von Reichelt ;)

Beim anmalen der LED ist mir noch eines aufgefallen:
Hier hätte ich auf jeden Fall erst mit schwarz drüber gehen sollen.
1. scheint das Rot durch die grüne Farbe sehr gut durch
2. hat sich die Farbe in den dünnen Spalt um die Linse herum gezogen.
Den dünnen grünen Ring um die Linse sieht man zwar nur auf einer Makroaufnahme, aber um die LED richtig abzudunkeln muss ich jetzt sowieso mit schwarz arbeiten :roll:

Das ist sicher Meckern auf hohem Niveau, aber vielleicht baut es mal jemand nach, der muss dann ja nicht die selben Fehler machen 8)
Ich habe jetzt zwei Lagen schwarz drauf und gehe dann nochmal mit grün drüber :wink:


Gruß,
Janik

Benutzeravatar

lernkern
CityNightLine (CNL)
Beiträge: 1687
Registriert: Fr 2. Dez 2011, 15:02
Nenngröße: H0m
Stromart: AC / DC
Steuerung: JMRI DCC++ / Multimaus
Wohnort: Melbourne, unten drunter, kopfüber
Hong Kong

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#42

Beitrag von lernkern »

Tag.

Das ist wirklich akurat, was du hier zeigst!

Ich habe bisher mit einer selbstgebauten Fliegenklatsche begrast. Die hat auch nicht so die Power. Dehalb lasse ich den Leim nach dem Begrasen so 5-10 Minuten anziehen und gehe dann mit dem Staubsauger drüber. So helfe ich den faulen Grasfasern auf die Füße.

Netten Gruß

Jörg
Also dann, nach Corona um halb sechs im Kelch!

Benutzeravatar

Kike
RegionalExpress (RE)
Beiträge: 84
Registriert: So 21. Apr 2019, 15:31
Nenngröße: N
Stromart: DC
Steuerung: Noch analog.
Gleise: Peco Code 55
Wohnort: Iserlohn
Alter: 38
Deutschland

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#43

Beitrag von Kike »

Xien16 hat geschrieben:
Do 7. Mai 2020, 11:48
Guten Tag und vielen Dank für das Lob :D

Dann will ich mal liefern:
Bild

Bild

Bild

Je nach Lichteinfall und Blickwinkel sieht das etwas anders aus.
Der Wahnsinn, wie so ein bisschen Pulverfarbe die Szene verändert hat :shock:

Aber mal der Reihe nach:
In meinem Sammelsurium habe ich noch Pulverfarbe von elita Modelle (Life Colours Mineralbraun) gefunden.
Die habe ich bestimmt schon 15 Jahre nicht mehr benutzt, aber ich konnte (zum Glück) nicht wiederstehen :lol:

Farbe auftragen:
Das ist tatsächlich gar nicht so einfach, vor allem weil die Farbe 1. extrem ergiebig ist und 2. extrem gut haftet.
Aufgetragen wird sie natürlich trocken.
Ich habe es erst mit einem weichen Pinsel versucht, habe dann aber schnell zum Borstenpinsel gewechselt.
Mit dem Borstenpinsel kann man die Farbe besser in den Schotter einarbeiten :wink:

Mein größtes Problem ist aber tatsächlich die Menge.
Tupft man mit dem Pinsel nur leicht in die Farbe, hängen gleich einige winzige Kügelchen an den Borsten.
Diese Kügelchen habe ich dann durch leichtes "Tippen" auf den Pinsel, zwischen die Schwellen fallen lassen.
Danach habe ich diese Pulverkügelchen von den Schienen nach außen in den Schotter gepinselt.
Und hier sieht man erst mal wie stark ein paar kleine Kügelchen Pulverfarbe den Schotter färben :shock:

Das Arbeiten von den Schienen nach außen ist übrigens wichtig um diesen Effekt zu bekommen:
Bild

Wie beim Original, wird es immer weniger Rost, je weiter man sich von den Schienen entfernt.

Hier wäre ich für Tipps sehr dankbar - wie dosiert ihr das Pulver?

Fixieren:
Es kann sein, dass es am Schotterkleber liegt, aber ich musste das Pulver nicht fixieren, das hält extrem gut.
Mit Pusten bekommt man es nicht weg, vielleicht mit Druckluft, aber auch dann garantiert nicht zu 100% :wink:
Mit irgendeiner Flüssigkeit zu fixieren würde aber sicher auch den schönen Matt-Effekt zunichte machen.

Pulver entfernen:
Entfernen geht wie gesagt kaum bis gar nicht - zumindest nicht komplett.
Das Pulver setzt sich extrem gut in den Steinchen fest und kann zumindest von Hand nicht mehr entfernt werden.

Eine Notlösung gibt es allerdings noch:
Ist an einer Stelle zu viel gelandet und es soll "etwas" weniger werden, kann man die Stelle feucht abtupfen.
Das musste ich an zwei Stellen machen und habe dazu den feuchten (nicht nassen) Pinsel auf die Stelle gedrückt.
Dann einem Stück Küchenpapier auf die Stelle gelegt und mit dem Pinsel von oben in den Schotter gedrückt.
Dadurch blieb einiges vom Pulver im Küchenpapier hängen, aber wie gesagt nicht alles ;)

Bild

Bild

Bild

Das ist sicher noch nicht das Maximum, was man aus dem C-Gleis rausholen kann, aber fürs Erste bin ich zufrieden 8)

Ich werde mir jetzt aber noch andere Pulverfarben organisieren.
Dieses Mineralbraun ist eigentlich etwas zu hell, eine Nummer dunkler dürfte nicht schaden ;)


Gruß,
Janik
Sei gegrüßt.

Eigentlich sind für mich die Märklingleise eher eine nostalgische Kindheitserinnerung. Und umso erstaunter bin ich, was du aus dem C-Gleis rausholst. Finde bei deiner Ausführung fallen die Pukos gar nicht mehr groß auf. :gfm:
Auch deine sonstige Herangehensweise wie die Straße und die Schrankenleuchten finde ich sehr gelungen und schaue mir gerne etwas davon ab.

Werde hier dranbleiben und bin auf deine weiteren Werke gespannt.

Gruß Christian
Kike River. Eine fiktive Kleinstadt in Kanada in Spur N 🇨🇦

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=175712


Deutzfahrer
InterCity (IC)
Beiträge: 714
Registriert: Do 17. Mai 2018, 19:05
Nenngröße: H0
Wohnort: Münster
Deutschland

Re: Kleines Bahnbetriebswerk mit Kohle, Wasser, Sand und Lokschuppen

#44

Beitrag von Deutzfahrer »

Moin Janik,

ob das das Maximum ist, weiß ich auch nicht.

Ich bin auf jeden fall begeistert ! - Klasse !!

:gfm:
Gruß Jürgen


hier gibts: " Ein paar Wikinger und Co."

https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 6#p1837696

und hier: " Ein paar Lokomotiven "

https://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=2&t=159760

Antworten

Zurück zu „Modul- und Segmentbau“