Hafenbahn, Gleise einpflastern

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Jumbo-44
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#26

Beitrag von Jumbo-44 » Do 28. Mär 2013, 13:39

Hallo Stummis,

ich hole hier das Thema noch mal nach vorne, weil ich mit meiner bislang gefundenen Lösung zum Einpflastern und "Verpickeln"aus verschiedenen Gründen nicht glücklich war:
- insgesamt sehr zeitaufwendig
- Form und Struktur des verwendeten Faller-Pflasters war den Gipsabgüssen zu wenig ähnlich
- die Materialstärke des Faller-Pflasters paßt nicht richtig zum Niveauunterschied Schwelle-Schiene
- die dunkle Grundfärbung des Faller-Pflasters erschwerte das Einfärben
- ich bekam die Selbstbau-PuKo's nie exakt auf die gleiche Höhe; schon kleinste Abweichungen führen aber zu schlechterer Stromaufnahme
- die Fixierung der PuKo's in den Schwellen war nicht sicher genug (manche sind über die Zeit einfach "verschwunden")

1. Versuch:
Die Kombination der Methoden von Axel (Bahnhof Odendorf), Kai (Bahnhof Rottweil) und Udo (Endbahnhof Wiefelsburg) versprach eine deutliche Verbesserung der Situation.

Die Werkstoffe: Busch-Kupferband als "Unterflur-Mittelleiter", Heki-Dur-Platten und ein Stück Messingrohr (eher ein Röhrchen).

Die vorhandenen Selbstbau-PuKo's wieder zu entfernen war ein wenig Fummelkram, klappte aber schließlich. Auf dem ersten Foto ist unter dem Kupferband die erste 1mm-Schicht Heki-Dur zu erkennen. Um die Pflasterung des Gleises nicht zu zerstören mußte ich das Kupferband oberhalb der Schwellen zwischen zwei Schichten 1mm-Heki-Dur aufkleben; zukünftig kommt das Band aber wohl unter das Gleis.
Bild[0152]

Im nächsten Bild ist die Deckschicht mit meinem Prägewerkzeug (in Form gequetschtes Messing-Röhrchen) zu sehen. Die Steine dürften noch etwas größer sein, dafür brauche ich aber erst ein Röhrchen mit größerem Durchmesser. Zu beachten ist, daß das Heki-Dur beim "Stempeln" ganz schön runtergedrückt wird. Statt 2x1mm werde ich wohl zukünftig 3mm starke Platten verwenden. Bei dem kaum gebogenen Gleisverlauf klappte es sehr gut, einen geraden Streifen der vorgesehenen Breite auszuschneiden, zu prägen und dann in den Gleisverlauf einzupassen.
Bild[0153]

Hier ist die Grundfärbung bereits aufgetragen. Obwohl etwas zu braun geraten, fügt sich das neue Pflaster schon ganz gut in das Gesamtbild ein (finde ich). Am Ende der "Axelschen Ein-Stein-Methode" sieht das dann hoffentlich (fast) wie aus einem Guß aus.
Bild[0154]

Im nächsten Schritt werden die Goldleistenstifte durch Straßenpflaster und Kupferband in die Holztrasse getrieben. Es empfiehlt sich, mit Ohmmeter bzw. Durchgangsprüfer schon vor dem Einnageln die richtige Positionierung der Stifte zu prüfen, damit es hinterher auch mit dem Kontakt klappt!
Leider hat sich schnell herausgestellt,
- daß das Kupferband auf der weichen Unterlage zu weit einreißt und somit die Kontaktsicherheit nicht gegeben ist.
- das fertige Gipspflaster (neben den Gleisen) das Eintreiben der Stifte (zwischen den Schienen der Gleise) mit Rissen quittiert.
Hoffentlich dauerhaften Kontakt für die bereits gesetzten Nägel habe ich mit Lötpunkten hergestellt, die Nägel sind hier aber nicht wirklich verlötet:
Bild[0156]

Fertig coloriert sieht das ganze dann so aus (und funktioniert auch, wie zu sehen):
Bild[0158]

Fazit: in dieser Form (Kupferband oberhalb der Schwellen statt unmittelbar auf dem Trassenbrett) nicht geeignet.

2. Versuch:
Den ohnehin (wie viel weiter oben beschrieben) schon gebastelten Mittelleiter kann ich doch auch weiterverwenden.
Bild[0166]

Die im Bild zu sehenden "PuKo-Schlaufen" werden umgebogen und 0,4mm-Draht (Kupfer verzinnt) als PuKo angelötet. Bei der geringen Länge (OK Schwelle bis Schienenkopf) ist der an sich weiche Draht durch die Verzinnung vor dem Löten auch aureichend fest. Das Feintuning der PuKo-Höhe erfolgt dann mit Unterstützung einer auf Schienenprofilhöhe gepressten Styrodur-Schablone und einem scharfen Seitenschneider (ich nutze den Xuron-Schienentrenner).
Bild[0165]

Die bisherigen Fahrtests verliefen durchweg erfolgreich. Zwar hakt es in langsamster Fahrt noch an ein, zwei Stellen, da wird aber vermutlich eine gründliche Reinigung helfen. Die eigentliche Pflasterung wird dann in der beschriebenen "Axelschen Präge- und Färbetechnik" ausgeführt.

Fazit: Auf Grundlage des bereits bestehenden Mittelleiters eine geeignete Methode, ohne größere Flurschäden zum Ziel zu kommen. Im nächsten Neubauabschnitt werde ich aber nochmal das Kupferband testen.

Im ersten Beitrag des Threads habe ich ein kleines "Inhaltsverzeichnis" zur leichteren Orientierung in den verschiedenen angetesteten Methoden eingestellt.

Schöne Ostern,
Mark
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#27

Beitrag von Opel-Rob » Di 7. Mai 2013, 18:20

Hallo ich bin dank deinem Thema mitterweile total überzeugt von deinem Plaster und Mauern. So wie ich das Raus gelesen habe gießt du die sachen selber aus Gips oder ähnlichen. Ich wüsste gern von wo du deine Formen beziehst und was du als Füllmaterial verwendest. lg Robert

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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#28

Beitrag von Jumbo-44 » Mi 8. Mai 2013, 10:56

Hallo Robert,
Straßen, Gehwege und Kaimauern gieße ich selbst, die Füllungen zwischen den Schienen (und zukünftig geplante Gebäudeeigenbauten) entstehen aus Styrodur.

Die Gießformen stammen aus der "Werkstatt Spörle" (klaus.spoerle@t-online.de). Nicht die günstigsten am Markt aber von unvergleichlicher Optik. Herr Spörle hat zwar keine eigene Homepage, verschickt seinen Katalog aber gerne als pdf. Aus der Vielzahl der Formen mußt Du das für Dein Projekt passende herausfinden. Die Formen kommen mit einer guten Anleitung, der Rest ist Ausprobieren.
Bislang nutze ich "ordinären" Modell-Gips aus dem Baumarkt. Wunderbar leicht zu verarbeiten, bricht und bröckelt aber schon auch mal. Andere (das Forum bietet viele Beispiele) nutzen Alabastergips, Dentalmassen, ... die härter sind (und damit auch schwerer nachzubearbeiten).

Als Styrodur-Novize habe ich mir ein "Konstruktionsset" von Heki mit verschiedenen Plattenstärken geholt. Schau mal bei Moba Lippe nach.

Hoffe, das beantwortet Deine Fragen, sonst einfach nachhaken!

Gruß,
Mark
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#29

Beitrag von K.Wagner » Mo 27. Mai 2013, 19:20

So,

nachdem ich nun meine Kohlenhandlung umgestaltet habe und auch dort wieder einpflastern wollte, habe ich die einzelnen Arbeitsschritte mal dokumentiert. Hier die Bilderausbeute. Die Tests liefen mit einer Brawa und einer Märklin Köf (unterschiedliche Schleifer) - sie funktionieren zur vollen Zufriedenheit. Aufgrund der etwas "wackeligen" Gleisführung war etwas Anpassung an der Pflasterbreite zwischend en Gleisen nötig, damit die Radsätze (Märklin-Norm) nicht klemmen.
Wo ich nachbessern mußte, war die Aufgleitrampe für den Schleifer - den mußte ich etwas verlängern (gut 3 Schwellenabstände + Schwellen lang). Abgebildet ist noch die erste Variante.

Die Pflasterplatten sind übrigens wieder von Kibri - wie bei meinem Güterbahnhof auch.

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild
Gruß Klaus

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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#30

Beitrag von Jumbo-44 » Mi 29. Mai 2013, 10:47

Hallo Klaus,
wieder ein sehr überzeugendes Ergebnis. Wie gesagt, viele Wege führen nach Rom!

Was mich an Deiner Variante abschreckt sind (neben dem Preis für die Kibri-Platten, ist bei mir ja schon ein Stück Strecke!) die Komplikationen im Bogen und bei Weichen. Zumindest stelle ich mir das "anspruchsvoll" vor.

Gruß,
Mark
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#31

Beitrag von K.Wagner » Mi 29. Mai 2013, 11:22

Hallo Mark,

Weichen stellen kein Problem dar - Bögen ja....aber da habe ich zum Glück keine zu pflasternden auf meiner Anlage.
Die Preise für die Platten sind eigentlich recht moderat - bei Lippe habe ich die letzten beiden gekauft und davon noch fast eine Ganze übrig - für eventuelle andere Aktionen...

Derzeit bin ich nur am Rumüberlegen, ob ich die Heizölzapfanlage, die derzeit "blank" auf mehr oder weniger ausgebesssertem Kopfsteinpflaster und Asphalt steht, mit einem komplett neuen Pflasterunterbau (habs ja) oder einem Betonunterbau (hab ch auch - siehe Heizöltanks) für den "Laster" versehe. Und da beginnt dann auch schon die Frage nach der Pflasterorientierung.
Gruß Klaus


Axel-T
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#32

Beitrag von Axel-T » Di 4. Jun 2013, 13:39

Hallo Mark
Ich schaue immer mal wieder rein, weil ich die K-Gleise loswerden möchte...
Dabei liebäugel ich mit PECO Code 83 oder Code 100 Gleisen oder gar mit Tilling. Da Du ja einiges an Erfahrung mit Puko-Selbstbaugleis hast, eine Frage an Dich bzgl. der Weichenpolarisierung (die Anderen dürfen natürlich auch gerne antworten...):

Ich will beides - 2L und 3L - Wie man die Weichen für 2L vorbereitet ist mir klar - auch für 3L ist irgendwie logisch. Beides gleichzeitig fahren geht nicht - das weiss ich auch (M-Loks geben die Masse auf der Schiene zurück). Wie muss man Weiche aufrüsten, wenn man beides gleichzeitig (schaltbar) realisieren will? Bist DU/IHR zufällig mal über eine Quelle gestolpert, die dass beschreibt?
Ich habe einen Forenuser im Nachbarforum gefunden, nur der ist seit gut 3 Jahren wohl nicht mehr online gewesen... . Es müsste also gehen

Also - wer weiss, wie man es machen könnte und wie ein solches Schema aussehen müsste?

Die Konsequenzen von Code 83 oder gar Code 75 auf die Radsätze sind mir bewusst... .

Danke für eine Antwort - ich hoffe es ist nicht zu OT...

LG,
Axel

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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#33

Beitrag von Railstefan » Di 4. Jun 2013, 14:35

Hallo Axel,

ich kann dir zwar nichts zu den Peco-Gleisen sagen, aber wir haben auf unserer Vereinsanlage einen Mischbetrieb mit Mittelleiter- und 2-Leiter-Stromversorgung. Das ganze ist mit Märklin-K-Gleisen aufgebaut.
In Weichen musst du 'einfach' die zu kreuzenden Schienenstücke abschaltbar machen.
Bei 2-Leiterbetrieb ganz normal mit Fahrspannung versorgen und bei Mittelleiterbetrieb einfach ohne Stromversorgung. Wenn dann ein Mittelschleifer da rüber gleitet, passiert nichts, außer das die Lok einfach fährt... :)
Einziges Problem könnten sehr kurze Loks werden, aber diese sollten ihre Masse ja auch von der anderen Schiene bekommen können.

Viel Erfolg
Railstefan
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#34

Beitrag von Axel-T » Di 4. Jun 2013, 19:53

Hi Stefan
Ich habe ja "befürchtet", dass es ganz einfach ist... :?
Aber - hättest Du nicht zufällig ein Bild , wo so Ansatzweise zu erkennen ist, wo getrennt ist (am Herzstück) und wo eingespeist wird?
Wie schaltet Ihr von 2L auf 3L um? Habt ihr da einen "Hauptschalter", der die gesamte Anlage umschaltet oder geht das Abschnittsweise?

LG,
Axel

Nachtrag: Offensichtlich habe ich beim letzten Besuch auf den Webseiten von Walter Vöklin nicht alles gefunden oder er hat die Grafiken ergänzt.
Hier: http://www.weichen-walter.de/produkte/e ... l-pol.html kann man die von mir gesuchte Grafik finden :P Bleibt nur noch die Frage offen, wie umgeschaltet wird. Zentral? Oder Abschnittsweise?
DANKE an "Weichen Walter"!

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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#35

Beitrag von Jumbo-44 » Mi 5. Jun 2013, 11:33

Hallo Axel, railstefan hat ja schon geantwortet.
Ich selbst kann dazu gar nichts sagen. Erfahrung habe ich noch kaum, ich stehe noch ganz am Anfang meiner Experimente, und mit 2L/3L-Wechselbetrieb habe ich mich auch noch nie beschäftigt.
Kai und cr1970 können da insgesamt mehr beisteuern.

Der Thread darf (und soll!) aber für diesen Austausch gerne verwendet werden.

Gruß,
Mark
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#36

Beitrag von Railstefan » Mi 5. Jun 2013, 15:47

Hallo Axel,

Wir schalten generell (Block-) abschnittweise von AC- auf DC-Fahrstrom um, aber nur beide Schienenprofile. Der Mittelleiter ist dauernd mit dem roten Anschluss des Wechselstromtrafos verbunden - das macht zumindest bei uns seit 27 Jahren keine Probleme.

Bei den von uns verwendeten schlanken Märklin-K-Weichen sind die beiden innenliegenden Schienenstücke bereits werkseitig ohne Anschluss (alte Ausführung) bzw mit der danebenliegenden Schiene verbunden (neuere Version mit festem Herzstück).
Für die ältere Verison der Weiche: Beim Umschalten AC => DC werden parallel zum Fahrstrom noch über einen weiteren Kontakt des Schalters (3 x UM bei uns) Relais eingeschaltet, die den Fahrstrom auch auf die Innenschienen schalten.
Bei der neueren muss nichts verändert werden.

In wie weit du jetzt mit diesen Infos bei deinen Peco-Weichen etwas machen kannst, kann ich dir leider nicht sagen, wünsche dir aber viel Erfolg.

Viel Erfolg
Railstefan
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#37

Beitrag von Jumbo-44 » Mi 20. Nov 2013, 12:31

Hallo Stummis,
je länger ich mir das Ergebnis meiner bisherigen Einpflasterungen
Bild[0158]
anschaute, um so unzufriedener wurde ich. Je nach Perspektive fällt der "Graben" zwischen Gleis und Pflaster unangenehm auf, das Pflaster ist teilweise ausgefranst, und am allerschlimmsten: man sieht die Schwellen durch den Spalt:
Bild[0178]
Die Idee: mit Evergreen-Profilen (hallo Stahlkocher!) die Rillengleise nachstellen.
Der erste Versuch mit 1,5x1,5mm L-Profil ging aber erst einmal voll daneben. Der Abstand von Schiene zu gegenüberliegendem Profil wurde (zwangsläufig) größer als die gem. NEM zulässigen 15mm und damit rollte nichts mehr.
Entsprechend dem lokalen Angebot habe ich für den zweiten Versuch aeronaut 2x2mm L-Profil genutzt. Ging auch schief, da selbst DC-Radsätze auf dem Profil statt auf der Schiene liefen (zur Erinnerung: ich habe Piko-Gleise verbaut).
Für den dritten, erfolgreichen Versuch mußte ich also die Gleisschrauben-Nachbildungen entfernen - blöde Arbeit, aber hat sich gelohnt. Nun laufen alle getesteten DC- und AC-Radsätze mit sauberem Kontakt über das Gleis.
Erster vorher-nachher-Vergleich (wenn auch noch ungefärbt):
Bild Bild[0179,0180]
Bild Bild[0181,0182]
Schön zu sehen ist auch der Unterschied zwischen den ersten (zu kleinen) und den jetzigen Pflastersteinen.
In der nächsten Evolutionsstufe habe ich mich an die Weiche(n) gemacht. Das L-Profil ist lediglich auf der Stellschwelle und am gegenüberliegenden Ende aufgeklebt. So macht es den Schwenk der Schienen mit, was die auszusparenden Gräben jetzt deutlich verkleinert. Das Pflaster und die PuKos schwenken ebenfalls mit, was (in der Endlage) die Wirkung noch mal steigert. Fotos folgen :wink:

LG,
Mark
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ThomasausBerlin
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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#38

Beitrag von ThomasausBerlin » Mi 20. Nov 2013, 12:49

Moin, moin zusammen...

ich hätt' da noch einen Tipp bezüglich der Betonplatten und dem Drei-Leiter-System: Kohle. Genauer gesagt, die Kohlen aus Waschmaschinenmotoren (oder ähnlichen Motoren). Sie sind elektrisch leitend, können auf die vorhandenen Puko's aufgesetzt werden und von unten auch untereinander mit feinster Bohrung und feinstem Draht elektrisch verbunden werden. und - man kann sie betongrau überlackieren, muss halt nur eine "Schleiferbahn" freilassen (als "Ölspur" oder "Kohleverschmutzng" getarnt...

Zuschneiden lassen sich die Kohlen mit Dremel und Trennscheibe

Gruss
Thomas

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Re: Hafenbahn, Gleise einpflastern

#39

Beitrag von Jumbo-44 » Do 16. Jan 2014, 17:24

Moin moin zusammen,

inzwischen habe ich auch meine Weichen "vollverkleidet" (rechts in der Bauphase).
Bild Bild [0182], [0183]
Auf dem Foto sehr schön zu sehen ist, daß kaum noch ein "Schwenkspalt" offen ist. Dafür bewegt sich, wie oben beschrieben, das Pflaster zwischen den Schienen mit. Die PS-Profile sind in mehreren Arbeitsgängen eingefärbt. Erst "Braun", dann sehr flüssiges "Terrakotta", zum Schluß eine noch dünnflüssigere Schmutzbrühe. Später wird wohl noch eine Schicht Pulverfarben folgen. Da warte ich aber bis zum Abschluß der Farbarbeiten, auch hoffe ich die Segmentübergänge durch diesen abschließenden Farbauftrag ein wenig vertuschen zu können.
Bei langsamster Fahrt bleibt die kleine Köf im Bereich der Flügelschienen stehen. Da hilft wohl nur die Polarisierung - folgt dann mit dem Antrieb.

Also ich bin zufrieden...
(vorher/nachher)
Bild Bild
[0179],[0184]

Gruß in die Welt,
Mark
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