Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

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memento
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Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#1

Beitrag von memento »

Hallo zusammen,

zunächsteinmal hoffe ich, daß es den Mitlesern – also Euch allen – gut geht, soweit es die aktuellen Umstände zulassen! Paßt auf Euch auf und bleibt stark! ...

Wir schreiben also ... den 20. März 1925.

Es ist endlich wieder so weit, ein neues Anlagenprojekt von mir geht in den Bau. Da fange ich quasi mal bei Tag 1 an.

Von N ...
Vorab gab es eine lange Planungsphase, eigentlich seit Ende letzten Jahres. Bis dahin hatte ich immer nur in Spur N Kleinstanlagen im Carl Arendt Stil gebaut, z.B.
... über TT ...
Dann hatte ich, nachdem mein Moba-Händler mich damit angefixt hatte, jetzt seit der Weihnachtszeit 2019 ein paar Monate in TT geplant und auch schon angefangen, Gleise und Fahrzeuge zu kaufen. Planungsthread hier:
https://stummiforum.de/viewtopic.php?t=173933

... zu H0!
Langer Rede kurzer Sinn: ich habe die Idee mit TT jetzt leider auch beerdigt und werde also direkt auf H0 gehen!

Thema:
  • Kleinster Endbahnhof (auch als Durchgangsbahnhof einsetzbar), später kommen Module, Fiddle yard etc. dazu
  • 120 x 30 cm
  • Spur H0, Tillig Elite, Weichen EW1 (also nicht die ganz kurzen)
  • flexibel analoge oder digitale Fahrzeuge, Weichen etc. analog, eventuell auch mechanisch geschaltet
  • Epoche IIa (ca. 1925–1927)
Vorbilder: Gleisplan:
Da ich ja eine riesige Anlage baue im Vergleich zu Poggemühlen und Nemerow Bad – nämlich 120 x 30 und nicht nur 100 x 30 cm (haha!) ... kann ich richtig mit dem Platz aasen! Es gibt also noch ein zusätzliches Gleis mit Laderampe und Güterschuppen bei mir:

Bild

Rechts auf das Umsetzgleis kommt ein Prellbock, damit ist Bf. Loitzerwald also ein Endbahnhof. Aber prinzipiell kann ich den Prellbock auch wegnehmen und die Strecke auch rechts auf einem Streckenmodul weiterführen, sprich der Bahnhof kann auch als Durchgangsbahnhof genutzt werden. Oder aber da kommt mal noch ein Fabrikanschluß hin, solche Situationen gibt es im Vorbild ja auch.

Für einen Lokschuppen gibt's keinen Platz. Im Fall, daß die Anlage als Durchgangsbahnhof genutzt wird, wäre ja auch beim Vorbild keiner vorhanden. Theoretisch könnte ich auch ein Lokschuppen-Modul rechts an das Umsetzgleis anschließen. (Ich weiß aber nicht, ob so eine Anordnung vorbildlich wäre.)

So. Ich bin zugegeben ein totaler Lok-Typ-Junkie. Das spricht eben am meisten gegen TT, weil ich doch einfach keine Lust hab, mühsam nach vergriffenen teuren Kleinstserien-Modellen zu suchen, und die eigentlichen Wunschbaureihen kriege ich dann ja doch nicht. TT ist einfach keine gute Epoche II-Baugröße, leider. Während man bei N und erst recht H0 einfach aus dem Vollen schöpft. Dann noch die Preise ... also H0, wie gesagt!

Also, was darf's denn dann sein? Die Auswahl an passenden Vorbildern ist ja recht groß, nur mal so eine schnelle Auswahl: Preußen? T3, T7, T8, T9, T13, oder Bayern? GtL 4/4 oder Pt 2/3. Oder doch eine D XII? Na, die letzte ist eigentlich zu groß, zu schnell, zu "Münchner Vorort". Aber irgendwann, wer weiß schon. Die D XII ist so ein heimlicher Traum von mir, wie so viele Loks ...

Aber als erstes ist jetzt hier ... tadaa ... ganz klassisch, preußisch, schön, mein erster Dampfer für die neue Anlage:

Bild

Die Fleischmann T9³ ... Br. 91.3 der DRG. Die 91er hatte ich schon als Jugendlicher in den 80ern von Liliput. Fast hätte ich das Liliput-Modell wieder gekauft, weil es wirklich wunderschön ist! Aber die Stromabnahme soll bei der Fleischmann wesentlich überlegen sein, außerdem hat sie den NEM Kupplungsschacht (gut, hat die späte Variante von Liliput auch). Preislich tun die sich kaum was, wenn man gleichen Erhaltungszustand voraussetzt.

Aber es fehlt noch wer. Aaron der Lokführer! Nichts zu sehen beim Dienstantritt! Wo steckt der Bursche schon wieder? ... tja, an den Personalplan hab ich zu spät dran gedacht. Wenn sich wieder eine Bestellung beim Händler vor Ort lohnt ... oder womöglich bis dahin das momentan allgegenwärtige Corona-Virus wieder auf dem Rückweg sein sollte ... werde ich auch ein paar nette Damen und Herren bei Preiser mit bestellen!

Wie man sieht, wird auch ohne Personal schon fleißig gestellprobt:

Bild

Die wichtigste Lok ist aber erstmal nicht die schöne 91er, die kommt zunächst wieder in die sichere Schachtel. Sondern die hier:

Bild

Das ist Pinocchio! Pinocchio soll wohl ein Alco Diesel sein, mit Phantasie-Bundesbahn-Beschriftung! Diese Lima-Lok gehörte einem guten Freund von mir. Sein Opa hat ihm damals die Glühlampe aus einem Druckschalter aus einem ausrangierten Schaltpult eines alten Kraftwerkes da reingelötet! So steht es bei mir im Schrank und jetzt ist Pinocchio einfach ideal, um bei Stellproben die Gleisnutzlängen etc. weiter abzuschätzen. Daher ist aktuell davon auszugehen, daß Pinocchio in diesem Thread noch eine ganze Weile eine Rolle spielen wird.

Jetzt also Stromanschlüsse löten, die abschaltbaren Gleisabschnitte nochmal durchgehen (damit ich auch analog fahren kann, bei dem kleinen Bahnhof ...), Gleise verlegen... und dann geht es hier weiter.

LG – und nochmals viel Gesundheit in die Runde!
Thomas
Zuletzt geändert von memento am Mo 30. Mär 2020, 00:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Dwimbor
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#2

Beitrag von Dwimbor »

Glückwunsch zum Baubeginn und die 91 sieht fantastisch aus! Ich bleibe dran!
Dir auch viel Gesundheit!
Viele Grüsse, Michael

Einladung zum Gegenbesuch: Nibelheim II im Bau
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Bis bald!

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memento
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#3

Beitrag von memento »

Hallo liebe Mitleser,

@ Michael – danke für die Wünsche, ich muß auch mal wieder verstärkt bei Dir schauen, wie es mit der Nebenstrecke weitergeht :)

@ all:

Heute habe ich die Gleise zugeschnitten und mit Klebeband fixiert. So kann ich die Bohrungen für die Stromversorgung anlegen und auch für die Stellschwellen der Weichen. Die meisten Schienenverbinder bei diesem Gleisplan sind nur Isolierverbinder – wegen der Herzstückpolarisation und dann sollen die meisten Gleise auch abschaltbar sein für analogen Betrieb (also eigentlich fährt da eh immer nur eine Lok, aber man weiß ja nie).

Bei den Gleisen werden somit die Stromversorgungen von unten direkt an die Schienenprofile gelötet. Bei den Weichen ist es eigentlich ähnlich, da sind extra so kleine Metallbrücken von unten im Gleisrost vorgesehen, wo man die entsprechenden Kabel anlöten kann.

Diese ganze Löterei (finde ich grauenhaft) kommt heute abend und morgen dran ... :)

Stellproben! Pinocchio, die rote Diesellok, die für 1925 viel zu modern ist, aber jetzt zum Hin- und Herprobieren perfekt ist, rangiert gerade zwei Güterwagen auf dem Rampen / Schuppengleis:

Bild

Die Zuglängen sind natürlich kurz! Es paßt nur ein Zug mit vier zweiachsigen Güterwagen – was ja 1925 noch ganz normale Waggons waren – zwischen die Weichen, so daß die Lok umsetzen kann. Aber das reicht mir auch. Unten rechts steht ein offener Güterwagen an der kleinen Ladestraße:

Bild

Das Empfangsgebäude, was da steht, ist aus meiner kurzen TT-Episode. "Bahnhof Loitz" ein schöner Lasercut-Karton-Bausatz. Ich habe das hier nur als Platzhalter dahingestellt. In H0 habe ich jetzt Anfang der Woche noch schnell vor dem "Lockdown" beim Händler vor Ort einen kleinen Holzzschuppen gekauft:

Bild

Für das Empfangsgebäude und den eigentlichen Güterschuppen an der Laderampe habe ich noch keine finale Idee. Eigentlich wollte ich mich da in Dortmund auf der Messe im April umschauen, aber das geht ja nicht. Aber, kommt Zeit, kommt Rat, sagen sich die Menschen von Loitzerwald da immer!

LG
Thomas

PS. der Grundrahmen wird natürlich auch noch bei nächster Gelegenheit vervollständigt. Da kam ebenfalls jetzt das Corona-Virus dazwischen; denn die überfüllten Baumärkte – die ja im Moment sogar noch geöffnet haben – mag ich mir doch nicht freiwillig antun. Bis es so weit ist mit dem Rahmen, wird die Grundplatte immer sauber auf dem Arbeitstisch flach fixiert, damit ich keinen totalen Baustopp habe.

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#4

Beitrag von memento »

Mal eine Frage in die Runde:

Ich habe die Tillig Elite-Weichen noch nie verbaut. Bei meiner Anlage muß ich aufgrund der polarisierten Herzstücke und abschaltbaren Gleisabschnitte im Prinzip jedes einzelne Gleis mit Strom versorgen. Auch die Weichen.

Schienenverbinder scheiden aus, da ich fast überall Isolierverbinder verwenden muß.

Bild

Die Weichen haben am Herzstück eine Lötfahne, um das polarisierbare Herzstück mit Strom zu versorgen. Das ist mir soweit klar.

Wie versorge ich aber die beiden Außenschienen und Weichenzungen idealerweise mit Strom?

Bild

Kann ich einfach die Kabel an diese beiden Strombrücken zwischen Außenschiene und Weichenzunge löten, die in dem Bild oben im Vordergrund zu sehen sind?

LG
Thomas


Dreispur
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#5

Beitrag von Dreispur »

Hallo !

Ja kann man .
Ich habe aber Drähte an den Seitenbacken der Schienen gelötet , andere Seite der Spurlaufseite .
Diese zusammengefasst und so ein lösen der Brücke vorzubeugen . Bei einer Weiche hate sich diese beim löten gelöst .
Wahrscheinlich ein einzelfall .
Ansonst kann am Schienenverbinder unterseite ein Draht gelötet werden und läßt die Brücke in Ruhe .
Nicht vergessen die Isolierverbinder an den inneren abzweigenden Schienen .
mfG ANTON

Roco DigiSet+MMaus Rocomotin, IB 650 2.0 / IB 60500 ESU+CT-Programmer, IB+HV Prog.. http://www.henningvoosen.de/ Schalt/RMGB Dec Viessman , LDT,Roco,Lenz,LISSY,Lopi:Lenz,Tran+Sound/ESU+Sound/ Orig. Lok+Sound.anal.Trafo z.Test.WDP 7.0 u.9.2 / 2015

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#6

Beitrag von memento »

Hallo zusammen!

@ Anton:
Ja, ich muß eigentlich sowieso fast nur Isolierverbinder verwenden bei meinem Gleisplan :shock: ... daher hab ich jetzt auch schonmal an jedes einzelne Gleisstück eine Stromversorgung angelötet.

@ Alle:
Ich habe jetzt auch festgestellt, was der Unterschied zwischen "alten" und "neuen" Tillig-Weichen ist. Ich habe drei neue und eine alte. Bei der alten ist das Herzstück anders aufgebaut und kann es wohl zu Kurzschlüssen kommen. Ich werde, da meine Anlage ja so klein ist, da keine Kompromisse und auch kein Basteln anfangen und die eine alte Weiche nicht verwenden, sondern auch da noch eine neue nachbestellen ...

So. Heute sind auch die ersten Güterwaggons geliefert worden – an dieser Stelle großes Dankenschön nochmal an's Forum! – insgesamt sechs Waggons, wobei drei Kesselwagen sind. Die werde ich nicht alle benötigen. Es sind alles Fleischmannmodelle, die mir von der Qualität und Machart her am besten gefallen. Ich habe 1986 mit Fleischmann angefangen ... sowas bleibt doch immer irgendwo im Hinterkopf hängen. :)

So sieht ein typischer Zug aus, der in Bf. Loitzerwald abgefertigt wird:

Bild

Bild

Die T9 gefällt mir immer besser! Irgendwann seh ich die Loitzerwälder schon eine zweite T9 anschaffen. Wobei es noch so viele andere tolle kleine Dampfer gibt. Aber "in echt" hat man ja auf einer bestimmten Strecke auch sehr oft von einer Type mehrere Fahrzeuge im Einsatz ...

Erstmal verwende ich jetzt die Roco Universalkupplung. Dazu habe ich auch im Mapud-Forum schon gute Tips bekommen, welche Kupplungen es mittlerweile so gibt. Meine aktive H0 Zeit liegt ja mal mindestens 25 Jahre zurück ... danach habe ich Mitte der 2000er Jahre mal ein paar Altmodelle für eine nie gebaute Nostalgieanlage gesammelt, aber so richtig auf dem Laufenden bin ich in Sachen H0 eben nicht.

Mal sehen, wie sich die Roco-Kupplung auf Dauer bewähren wird. Bei dem kleinen Fahrzeugpark sind im Notfall die Kupplungen ja auch schnell getauscht:

Bild

Bild

So, auf zum weiteren fröhlichen Löten ...

LG
Thomas

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#7

Beitrag von memento »

So. Gleisbau abgeschlossen! Ein großer Tag für die Loitzerwälder. Von denen aber kein einziger zu diesem festlichen Anlaß sich hat blicken lassen! (Mein Händler kann irgendwie die Epoche II Figuren nicht liefern, es gibt ja auch nur ganz wenige. Epoche I ist einfacher...)

Bild

Die Holzzuschnitte für den Rahmen sind auch noch in Arbeit, ich habe noch keine Versandbestätigung bzw. Bestätigung der Fertigstellung erhalten. Daher liegen die Kabel für die Gleisstromversorgung alle noch oben. Vielleicht mache ich mir jetzt Legosteinchen unter die Grundplatte, damit ich die Kabel schonmal nach unten verlegen kann ... die Weichenantriebe kann ich aber erst dann in Angriff nehmen, wenn der Grundrahmen komplett fertig ist:

Bild

So, zur Feier des Tages mal eine Stellprobe mit den ersten Fahrzeugen, die auch hier verkehren sollen. Das Gleis mit dem Kesselwagen wird die Ladestraße, an das Gleis mit dem Niederbordwagen und G10 kommen Laderampe und Güterschuppen. Ganz im Vordergrund rechts kommt das EG hin:

Bild

Leider gibt's die Fleischmann DRG 91er nur in dieser einen Variante, wie es scheint. Sonst würde ich noch glatt eine zweite kaufen. Selbst umbeschriften mag ich nicht so gerne, naja vielleicht später doch irgendwann einmal.

Bild

Hier übrigens ein Bild vom Original, zu sehen auf der Website der Eisenbahnstiftung (Suchbegriff "91 1834"):
https://eisenbahnstiftung.de/images/bil ... /21060.jpg

Jaja, ich hätte ja auch auf Epoche IIIa gehen können ... selbst schuld! :D Aber jetzt wird es halt Epoche IIa, vielleicht ziehe ich aber irgendwann auch mal nach Bayern um. (Trix 73.0, Fleischmann 70.0, 98 GtL 4/4 und noch die kleine zweiachsige 98er, Rivarossi 89.7 ... eine schöner als die andere!)

So von der Wirkung her funktioniert das mit einem Bahnhof in H0 auf nur 1,20 Meter wirklich! Das hätte ich erst fast nicht gedacht, aber jetzt kann ich mir doch lebhaft vorstellen, wie das mal ausgestaltet ausschauen könnte.

Bild

Die nächsten Schritte: Irgendwie einen provisorischen Grundrahmen improvisieren und dann Kabel nach unten verlegen. Und jetzt erstmal ein Testdiorama für die farbliche Behandlung der Gleise und Schotterproben. Schotter habe ich von Spurenwelten mittlerweile geliefert bekommen:

Bild

LG
Thomas


EningerN
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#8

Beitrag von EningerN »

Hallo Thomas,

es freut mich,daß Du Deine Planungen jetzt in die Praxis umsetzt! :)
....und was ich sehe :gfm: :gfm:

Ich wünsche Dir viel Freude beim Bauen und gestalten Deiner Anlage.
herzlichst
Jörg

... weitere Beiträge...
viewtopic.php?f=171&t=173687

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#9

Beitrag von memento »

Hallo liebe Mitleser!

@ Jörg – danke für den Zuspruch! :)

Ich hoffe, daß mein Bahnhofsmodul auch bei der Ausgestaltung dann irgendwie so wird, wie ich es gern hätte...

Gleise finalisieren – Tests:
Also ganz grob hab ich sowas hier im Kopf – auch wenn es von der Gesamtszene nicht ganz so "platt-norddeutsch" werden soll – Bahnhof Thürkow in Mecklenburg 1929 (Suchbegriff auf der Eisenbahnstiftung-Website: "91 1946 in Thürkow/Meckl."):
https://eisenbahnstiftung.de/images/bil ... /22218.jpg

Die Gleise bei solchen Nebenbahnen waren damals wohl mit relativ hellem Schotter versehen, und es war auch viel Sand im Spiel. Das Gleisbett sieht auch trotz der Dampfloks insgesamt gar nicht so verrußt/verölt aus, wie ich eigentlich sonst so gedacht hätte. Es wirkt ja alles eher hell.

Dazu baue ich gerade ein kleines ca. 20 cm Testdiorama, um Techniken für die farbliche Nachbehandlung des Gleises sowie für das Schottern und teilweise auch "Einsanden" der Gleise zu probieren. Es gibt keinen Bahndamm, da ich ja einen Bahnhof baue und allles komplett flach in einer Ebene liegt (siehe Bild von Bf. Thürkow oben ...). Das Testdiorama ist mit derselben graugelben Grundfarbe eingestrichen wie meine Anlage. Darauf dann eine Schicht Sand (vorher mit Weißleim eingestrichen) sowie das Gleis, das hier auf den Bildern noch festtrocknen muß:

Bild

Und als Test für den Test habe ich als erstes ein noch winzigeres Gleisstück behandelt:
  • Schwellenrost und auch Schienen mit leicht verdünnter dunkelbrauner Farbe eingepinselt
  • dann leicht mit weißer Pulverfarbe behandelt
  • einschottern (Spurenwelten H0 Schotter Typ 401)
  • am Rand habe ich noch eine Sandschicht aufgebracht (Noch Schotter N-Z, davon hab ich noch viel hier)
Bild

Bei diesem Mini-Teststück hab ich die Grundierung weggelassen. Auf weißem Untergrund sieht der Sand natürlich jetzt anders aus.

Bild

Bild

Der Spurenwelten-Schotter ist "granit gelb-braun hell" und wird für Epoche 2 und 3 empfohlen ... ich finde den Schotter von der Form her sehr gut, mir gefällt auch die Farbe. Irgendwie erinnert es mich an Märklin M-Gleis. Das ist ja auch in den 1930er Jahren entwickelt worden. Vielleicht sahen damals die Gleisbettungen wirklich so gelblich aus. Und jetzt beim Märklin C-Gleis orientiert man sich eher am typischen heutigen Aussehen ...

Bahnhofsgebäude
Das Bahnhofsgebäude von Thürkow stand bis 1996 noch – in einem bemitleidenswerten Zustand:
http://www.dorfbahnhof.de/thuerkow/thuerkow.html

Das bringt mich zu der nächsten Anschaffung für Loitzerwald, und zwar Bahnhof und Güterschuppen!

Vorgabe 1: Es sollen möglichst von der Grundfläche eher kleine Gebäude sein, aber dennoch mindestens mit einem Obergeschoß. Das EG in Thürkow zum Beispiel ist mir ehrlich gesagt zu zerklüftet und vor allem: zu niedrig.

Vorgabe 2: Beim Güterschuppen habe ich die Vorgabe, daß die Grundfläche nur maximal ca. 80-85 mm breit sein darf. Wenn das Vordach weiter rüberragt, ist das natürlich kein Problem.

Hier nochmal zur Verdeutlichung die Anordnung:
Bild

So und was darf's denn nun sein?

Mit so nem Bahnhof ordnet man die Anlage ja auch direkt in einer bestimmten Gegend an. Ich habe da keine so festen Vorgaben, persönlich zieht's mich eher in Richtung Eifel oder in den Südwesten, aber es gibt auch soviele bayerische Fahrzeuge die mich irgendwann mal reizen könnten. Ähm, okay. Eiertanz ... Nur rein "norddeutsch" soll es jetzt architektonisch eben nicht unbedingt werden.

Variante 1 – mal mit viel Phantasie sehr bunt gemischt ...:
Sehr schön finde ich den Bahnhof Mauzens-Miramont von Artitec. Nur leider paßt der geographisch ja ansich nunmal überhaupt nicht... *seufz*:
https://www.artitecshop.com/de/bahnhof- ... emont.html

Das Modell habe ich sogar in N schonmal gebaut (auf den Fotos waren noch keine Fenster montiert) für eine von meinen Kleinstanlagen in Epoche 1. Aber da habe ich noch eher "spielbahnerisch" gedacht:
Bild

Bild

Dazu nen passenden Schuppen finden, ist auch nicht so einfach. Den hier finde ich irgendwie schick, sehr süddeutsche Stilrichtung:
https://www.mbz-modellbahnzubehoer.de/s ... 0Rotenfels

Also würde ich gar nicht auf's Vorbild achten, fände ich die beiden ganz persönlich eine tolle Kombination ... :oops: :D

Variante 2 – Preußen, ganz vorbildnah
Eine vernünftige Wahl wäre der Bahnhof Eschershausen. Preis super, Modellausführung super (habe schon MKB-Bausätze in N gebaut – absolut top!) Vorbild paßt 1a zu meiner Anlage. Preußisch gut:
https://www.mkb-modelle.de/gebaudebausa ... leitung-bw

Güterschuppen würde ich den kleinen hier dazu nehmen:
https://www.mkb-modelle.de/gebaudebausa ... erschuppen

Das wäre so die sichere Wahl. Alles paßt, es ist vorbildgerecht. Vielleicht aber auch ein bißchen langweilig?

Variante 3 – sehr passend, aber zu teuer
Auhagen Neukloster – das EG finde ich sehr passend für meinen Bahnhof! Bei der Minimax-Anlage Poggemühlen – was ja quasi eins meiner Vorbilder ist! – wurde das ja auch verbaut, allerdings um ein Geschoß "erniedrigt". Allerdings brauche ich den langen Lokschuppen nicht und der andere längliche Schuppen da gefällt mir auch gar nicht. Das gibt's aber alles nur im Set und kostet 90 Euro. Für einen Kunststoffbausatz, von dem ich dann nur die Hälfte nutze, finde ich das sehr viel.
https://www.auhagen-shop.de/product_inf ... oster.html

Variante 4 – wieder etwas interessanter, aber vorbildfrei?
Bahnhof Strassberg. Der gefällt mir sehr! Lasercut und ein interessantes kleines Gebäude! Ist aber ein Schmalspurbahnhof im Harz. Ich weiß nicht, ob das Gebäude glaubhaft auch an einer Normalspurbahn stehen würde? Und ob sowas irgendwie auch in "Preußen" oder gegebenenfalls auch in Bayern oder Franken stattfinden könnte – das Vorbild stammt aus dem Harz. Das gesamte Set kostet satte 119 Euro. Aber man kann das EG und den kleinen Schuppen (vorne im Bild) separat kaufen. Den langen Schuppen auf der anderen Seite würde ich weglassen:
https://www.te-miniatur-shop.de/1855-Ba ... au-Spur-H0

Falls wer noch ne Idee / Kritik / Fragen / Anregungen hat, gern 'raus damit ...! :wink:

LG
Thomas

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#10

Beitrag von Dwimbor »

Hallo Thomas,

Ich tendiere zu 2. Wie Du richtig schreibst ist das ganz typisch, erinnert mich irgendwie auch an Bahnhöfe am Niederrhein. Vielleicht reizt mich gerade diese Vertrautheit. Das Hauptgebäude ist natürlich recht schlicht, aber Du kannst es ja aufpeppen, vielleicht noch was anbauen, einen kleinen Lagerschuppen für Geräte oder Kohle, oder so was in der Art. Den Schuppen finde ich sogar sehr abwechslungsreich und süss (nicht despektierlich gemeint).
Viele Grüsse, Michael

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#11

Beitrag von memento »

Hallo zusammen,

@ Michael
Ja, vermutlich hast Du recht. Das EG meiner Variante 2 finde ich zwar ein bißchen trist. Aber das kann auch daran liegen, daß auf dem Foto alles incl. Dach in dieser einen matten roten Farbe ist. Vielleicht sieht es schon freundlicher aus, wenn das Dach dunkel ist bzw. in einer anderen Farbe als die Wände.

Trotzdem finde ich die Varianten 1 und 4 immer noch sehr spannend. Aber sie passen wohl nicht so gut zu meinem Thema, leider.

@ alle
So, hier ist jetzt das "richtige" Testgleis:

Bild

Bild

Bild

Der Sand ist zwar umgerechnet auf 1:1 (wie jeder Modell-Sand) eigentlich viel zu grob, aber im Vergleich zum Schotter setzt sich das optisch doch trotzdem gut ab ...

Allerdings ist das Einpinseln der Schwellen mit der braunen Farbe eine totale Nervarbeit, hätte ich so gar nicht gedacht! Da werde ich für die Gleise auf der Anlage definitiv die Airbrush hervorkramen ... das Schottern wiederum macht in H0 unglaublich viel Spaß! Das ist jetzt mein allererstes Mal, daß ich in H0 ein Gleis eingeschottert habe – bisher immer nur in N ...

LG
Thomas

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KaBeEs246
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#12

Beitrag von KaBeEs246 »

Hallo Thomas,
memento hat geschrieben:
Mo 30. Mär 2020, 18:53
... Das EG meiner Variante 2 finde ich zwar ein bißchen trist....
was willst du mehr? :fool:
Den Schotter finde ich etwas grob. Statt nur wie bei dir 3 liegen beim Vorbild etwa 6 Steine zwischen den Schwellen.
Hier ein Beispiel aus Nettetal-Breyell.
Bild

Aus optischen Gründen empfiehlt man in H0 häufig etwas gröberen Schotter, der in 0 maßstäblich wäre. Aber du baust ein ziemlich kleines Bahnhofsdiorama, was aus nächster Nähe betrachtet wird. Da empfehle ich doch maßstäbliche Schottersteingrößen.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans

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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#13

Beitrag von memento »

Hallo Hans,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Ja, da hast Du völlig recht.

Hmmm ... eigentlich gefällt mir jetzt gerade so gut, daß mein Gleisbett – im Gegensatz zu meinen vielen N-Projekten davor – endlich auch für die bloßen Augen mal wirklich nach "Steinen" aussieht. Auch wenn ich am Bahnsteig stehe, nehme ich das Schotterbett mit den Augen auch ganz eindeutig als "Steinhaufen" wahr. Irgendwie möchte ich genau diesen Eindruck jetzt, wo ich denn schon auf H0 gehe, auch endlich mal im Modell haben ...

Ich bekomme die Tage auch noch den Asoa-Schotter. Damit werde ich auch nochmal ein Probestück einschottern. Allerdings hatte ich auch da die für H0 empfohlene normale Größe bestellt, nicht die feine.

Aber was mir auffällt: Das Gleis auf Deinem Foto hat deutlich schmalere Schwellen (klar, Beton ...) und außerdem mehr Abstand zwischen den Schwellen. Bei meinem Tillig-Gleis sind die Schwellen dagegen breiter und die Lücken dazwischen viel schmaler ... warum ist das eigentlich so?

Ich hätte jetzt mal ganz naiv genau das Gegenteil gedacht! Also daß die Schwellen früher eher weiter auseinander lagen (geringerer Achsfahrmassen, langsamere Züge) und heute enger beisammen ... :?:

LG
Thomas

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reinout
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#14

Beitrag von reinout »

Vielleicht weil die Schienenprofile jetzt viel stärker sind?
Jede Schwelle bedeutet auch Arbeit: zwei Schienen + Schrauben usw. Damals war Arbeit billig. Etwas mehr billiges Holz und etwas mehr billige Arbeit sparte vielleicht teure starkere Schienen?

Reinout
Reinout van Rees
Bau meiner Modellbahn: Eifelburgenbahn, eingleisig, Eifel, 1970.
Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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Badaboba
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#15

Beitrag von Badaboba »

memento hat geschrieben:
Di 31. Mär 2020, 16:56
Bei meinem Tillig-Gleis sind die Schwellen dagegen breiter und die Lücken dazwischen viel schmaler ... warum ist das eigentlich so?
Hallo Thomas,
Achsdruck 15 oder 20 Tonnen, Nebenstrecke oder Hauptstrecke, Kleinbahn oder ..., Sumpfgebiet oder ...
Gibt so einige Erklärungen, man muss ggf. die passende finden. :wink:
Das Tillig-Gleis in dieser Form ist mir für eine Kleinbahn zu wuchtig, da kann ich mir eine 44er mit Erzwagen vorstellen.
Roste einschneiden und Schwellenlage verschieben, beim Anschließer auch mal gerne schräg und gebrochen, je nach Alter,
alles eine Frage der "story"...
Liebe Grüße
Volker

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Dwimbor
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#16

Beitrag von Dwimbor »

Ja, stimmt. Es hängt letztlich davon ab, wie tragfähig der Oberbau ist. Ich hab schon ne ganze Menge Anleitungen in Modellbahnheften gesehen, in denen es darum ging den Schwellenabstand für Neben- und Nebenbahngleise anzupassen. Ich denke u.a. in einem alten Miba Spezial zu Nebenbahnen. Auch das Gewicht der Schienen hat isch je nach Oberbau unterschieden. Geläufig sind mir Schienen mit 49 oder 60 kg/m.
Ich persönlich finde Deine Steingrösse perfekt.

Das Gleis selber ist übrigens auch toll, vor allem nach der Farbbehandlung. Deutlich besser als mein olles K-Gleis... :( Aber ich kann ja jetzt nicht alles umstellen.
Viele Grüsse, Michael

Einladung zum Gegenbesuch: Nibelheim II im Bau
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Bis bald!

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Threadersteller
memento
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Re: Bf. Loitzerwald – oder: Wieviel H0 geht auf 120x30 cm?

#17

Beitrag von memento »

Hallo Reinout, Volker, Michael,
und alle anderen Mitleser!

Ja, jetzt habe ich das auch kapiert mit den Schwellenabständen ... aber ich werde das auf meiner Anlage jetzt nicht mehr ändern. Auch die Schienenprofile sind sicher im Modell stärker als es damals beim Vorbild auf so einer Nebenstrecke war ... und was mir noch aufgefallen ist: Auf dem Foto von Bf. Thürkow von 1929, was ich weiter oben verlinkt hatte, haben die Weichen auch die Schwellenlage wie Peco-Weichen. Was heute also als "englisch" gilt ...

Also insofern weicht da mein Modell eh vom Vorbild ab.

Heute habe ich den Asoa-Schotter Typ 1101 (Kalksteinschotter) bekommen und auch noch ein Testgleis geschottert. Bei diesem Gleis habe ich auch die Schienen und Schienenfüße rot gestrichen und nur den Rest der Schwellen braun. Aber der Effekt ist doch relativ gering. Es ist ein phantastischer Schotter genau wie der von Spurenwelten! Die Farbe ist aber viel neutraler:

Bild

Bild

Beide finde ich sehr gut.

Der Asoa-Schotter wirkt etwas feinkörniger. Hier sind die Steinchen nicht alle gleich groß, sondern es sind auch feinere darunter. Bei Spurenwelten sind alle Steinchen fast gleich groß. Ich finde aber gerade das am Spurenwelten-Schotter so schön: Daß es auch in H0 immer noch für das Auge ganz klar wie kleine Gesteinsbrocken ausschaut.

Bild

(Man sieht auch, daß ich mit der weißen Pulverfarbe bei dem linken Gleis etwas großzügiger war.)

Ob die beige-gelbe Farbe bei Spurenwelten originalgetreu ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Mich erinnert es nach wie vor sehr an die ganz alten Märklin M-Gleise.

Im Endeffekt tendiere ich dazu, den Bahnhof und die Anlage mit Spurenwelten-Schotter zu bauen. Der Schotter-Trupp kommt aber frühestens am Samstag: morgen nach der Arbeit (= im Home Office ...) werden die Gleise mit der airbrush eingefärbt und dann will ich die auch mindestens über Nacht durch trocknen lassen.

LG
Thomas

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