Mühlental Ep IV: Es grünt im Mühlbachtal:-)

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)

Stephan_WAT
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Re: Mühlental Ep IV: Die Mauer lässt die Hüllen fallen und ein ungeplanter Neuzugang im AW

#626

Beitrag von Stephan_WAT » Fr 7. Jun 2019, 17:17

Hallo Carsten,

auch von mir verspätet gute Besserung für den Rücken!

Die Staumauer und die Brücke gefallen mir beide sehr gut, das macht echt was her mit dem Bogen als Stütze. :gfm:
Damit solltest du denke ich auch den optimalen Weg gefunden haben, um sowohl Statik als auch Auge (Staumauer nicht zusehr verdeckt) zufriedenstellen zu können.

Viele Grüße,
Stephan
meine Anlage entsteht: viewtopic.php?f=15&t=157771

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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, neue Radschleifer bitte!

#627

Beitrag von Schwellenzähler » Sa 8. Jun 2019, 19:00

Moin, moin!

Stephan, auch dir besten Dank für die Genesungswünsche und die positive Rückmeldung bezüglich Mauer und Brücke.

Dieses Ensemble wird nun definitiv so gebaut, aber zuerst hat mich bezüglich meiner " Lokleiche " der Ehrgeiz gepackt, ich möchte das "Baby" mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich für den Dienst herrichten. Und da gibt es noch einiges zu tun!

Hubert, danke für den Link nach " Nebenan "! Das ist mir bis jetzt wohl durchgegangen, wobei ich sagen muß, das es dort auch recht unübersichtlich zugeht, und man wirklich täglich lesen muß, um die interessanten Beiträge nicht zu verpassen :? Aber damit hast du einen Stein ins Rollen gebracht. Ich habe gestern einige Stunden im Netz gebaggert und dabei folgendes zu Tage gefördert:

https://nfpshop.com/product/10mm-dc-mot ... train-toys

Davon habe ich mir direkt 5 Stück geordert, erstens wegen der horrenden Versandkosten und zweitens möchten meine beiden V100, die 111 und der " Knallfrosch " ebenfalls ihrer sehr rau laufenden Triebwerke entledigt werden.
Wie gesagt, der Versand ist mit 25$ recht hoch, dafür per DHL in 4 Tagen da! Wenn sich mehrere Interessenten zusammentun, könnte das für einige Frickler bestimmt interessant sein!

So, nun aber wieder zu meinem " Baby " auf dem OP-Tisch, welcher übrigens im völligen Chaos versinkt :fool:

Bild

Den desaströsen Zustand der Radschleifer hatte ich ja bereits gezeigt, heute stand nun die Anfertigung von Ersatzschleifern auf dem Programm. Die orginalen Schleifer bedienten nur die erste und letzte Achse. Da die Lok aber ein starres Fahrwerk auf 3 Achsen hat, kam es bei der kleinsten Unebenheit häufiger vor das nur 2 Räder den Strom mehr schlecht als recht von der Schiene abnahmen. Also habe ich neue gebastelt, welche nun auch die mittlere Achse bedienen.

Zuerst mussten 2 neue Träger her, welche ich aus 1 mm Polystyrol und einem ehemaligen Geländer aus der Bastelkiste gefertigt habe.

Bild

Aus dem Geländer entstanden die "Schrumpfzapfen" zur Aufnahme des eigendlichen Schleifers, welche mit handelsüblichem Plastikkleber eingeklebt wurden.

Bild

Nun muß der Träger ja irgendwie fest an den Rahmen, denn die ursprünglichen, tellweise völlig zerbröselten waren geklipst. Also habe ich mir eine Position im Rahmen gesucht, wo ich ohne Probleme an der Zahnradkaskade vorbeibohren und ein M 1,6 Gewinde reinschneiden konnte. Die Befestigung erfolgt mit einer Senkschraube, denn zwischen Rad und Rahmen sind nur wenige Zehntel mm Platz!

Bild

Die Schraube muß natürlich gegen Masseschluß isoliert werden!

Bild

Nun waren die eigendlichen Schleifer an der Reihe. Sie entstanden aus 0,2 mm Messingblech mit der Nagelschere. Da die Orginalschleifer gestanzte Kontaktpunkte aufwiesen, habe ich diese mit einem sanften Körnerschlag auf weichem Untergrund ( Polystyrolstück ) ebenfalls eingebracht.

Bild

Hier nun die fertigen und warmverpressten ( mit dem Feuerzeug erhitzter Splinttreiber ) Schleifer:

Bild


Zum Abschluß noch ein Bild für Hartgesottene:

Bild

Solch eine " Jauche " habe ich eben beim zweiten Waschgang mit SR24 aus dem kleinen Maschinchen herausgeholt!!!!!

So das war´s für heute. Wünsch euch allen schöne Pfingsttage,

Gruß

euer " Bastelwastel " Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, neue Radschleifer bitte!

#628

Beitrag von derOlli » Sa 8. Jun 2019, 20:18

Hallo Carsten, :D

sehr interessante Bilder die du da zeigst :!:
Besonders die Radschleifer aus Messing. Mir sind dabei sofort die Richtfedern von den Fleischmann Kupplungen eingefallen. Diese sind nicht nur teuer, sie gehen auch leicht verloren. Als ich diese aus dünnem Blech nachmachte, mußte ich feststellen das diese sich verbiegen lassen aber sich nicht mehr zurück biegen. 0,1 mm Federstahlblech konnte ich aber nicht finden :(
Wie ist das mit den Messing Schleifern, federn die etwas und liegen an den Radsätzen an oder verbiegen die sich dann und hängen nach kurzer Zeit kontaktlos in der Luft?
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

Bild

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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, erste Schritte auf 2 " Pötten "

#629

Beitrag von Schwellenzähler » Mo 10. Jun 2019, 20:54

Nabend zusammen!

Erstmal dir Olli, ein :hearts: :welcome: in Mühlental und danke für die positiven Worte!
Diese sind nicht nur teuer, sie gehen auch leicht verloren.
Das Problem kenne ich zu Genüge :D Glücklicherweise habe ich bis dato noch genug Waggonleichen im Keller, sodas immer Ersatz parat war.
Wie ist das mit den Messing Schleifern, federn die etwas und liegen an den Radsätzen an oder verbiegen die sich dann und hängen nach kurzer Zeit kontaktlos in der Luft?
Das von mir verwendete Blech federt etwas, allerdings nicht so gut wie Federstahl oder Federbronze. Aber für diese Zwecke ist es ausreichend, wenn man das Blech im plastischen Bereich etwas vorspannt. Das sollte auch mit den Kupplungsblechen funktionieren, was auf einen Versuch ankäme.

So, nun wieder zu meiner Patientin:

Der Austausch der Schleifer war schonmal ein voller Erfolg, die vormals vorhandenen Kontaktschwierigkeiten haben sich in Luft aufgelöst! Dafür trat aber ein neues Problem auf, der alte Minitrix 3-Poler läuft nur noch auf 2 " Pötten " :(

Ich habe das mal in bewegten Bildern festgehalten, da kann man den sehr unrunden Lauf des Triebwerkes gut sehen:



Im analogen Probebetrieb ist mir das garnicht aufgefallen :?
Glücklicherweise sind die ein paar Posts vorher verlinkten Motoren unterwegs, davon wird sie den ersten verpflanzt bekommen. Auch das werde ich natürlich dokumentieren.

An der Anlage hat sich auch ein bisschen getan. Die Vorbereitungen für den Gleisbau laufen, heute bekam die Trasse ihre Grundierung.

Bild

Kommt gut in die neue Woche!

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, erste Schritte auf 2 " Pötten "

#630

Beitrag von Darius » Di 11. Jun 2019, 05:10

Guten Morgen Carsten,

die Lok fährt ja furchtbar :bigeek:
Bin gespannt, wie der Umbau mit dem Motor wird :D
Schwellenzähler hat geschrieben:
Mo 10. Jun 2019, 20:54
Bild
Da siehst Du, was passiert, wenn bei der Brücke die Stützen fehlen.... 8) :mrgreen:
Die Geröll-Lawinen-Hartschaum-Blöcke erscheinen mir für dieses Szenario allerdings etwas zu groß.... :bigeek:
:fool: :fool:

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, erste Schritte auf 2 " Pötten "

#631

Beitrag von Frank K » Di 11. Jun 2019, 14:59

Servus, Carsten,

jetzt bist Du wohl endgültig in Huberts Fußstapfen getreten und versuchst Dich ebenso an Mikro-Frickeleien in 1:160 – Respekt! Sowohl die Dimensionen, die feinmechanischen Arbeiten als auch die Systematik der Herangehensweise - :gfm:. Ich gebe zu, das sind dann Dimensionen, wo ich dann mangels Sehschärfe, ruhiger Finger, erlernter Fähigkeiten und vorhandener technischer Ausstattung doch nicht mehr mitkommen kann. Ich hätte mir dann eher den Frust erspart und lieber neue Loks gekauft. :fool: Allerdings, wie der Hubert schon bei sich geschrieben hat, sind die Maschinen, die man selbst wieder zum Leben erweckt hat, einem doch die liebsten und irgendwie unbezahlbar …. :D :D :D

Ciao, Frank
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Grainitz - kleiner Nebenstrecken-Endbahnhof in TT auf 2,35 m x 1,12 m:
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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, erste Schritte auf 2 " Pötten "

#632

Beitrag von hubedi » Di 11. Jun 2019, 16:25

Hallo Carsten,

das Durcheinander von Bauteilen auf dem Basteltisch kommt mir sehr bekannt vor. :D Freut mich, dass die Reparatur der Stromabnahme so gut geklappt hat. Du hast ja mit viel Aufwandi neue Kontaktfedern angefertigt. Der Erfolg gibt Dir recht.

Im Video ist übrigens zu sehen, wie der Motor beim Wechseln der Fahrtrichtung bzw. beim ersten Anfahren ziemlich hin und her rutscht. Möglicherweise ist auch das die Ursache für den umrunden Lauf. Ich würde das auf jeden Fall untersuchen.

Ich hatte auch schon mal nach Glockenankermotoren aus Fernost gesucht. Deine Quelle kannte ich noch nicht. Bei einer Direktbestellung aus China muss man allerdings die Gesamtkosten rechnen. Liegt der Kaufbetrag inkl. Versand über 22 €, muss man zusätzlich noch Einfuhrumsatzsteuer entrichten. Da ist der Endpreis eines Motors nicht mehr so weit von einem Kauf in Deutschland weg. Zumal im Garantiefall bei einem Einkauf in China die Rückabwicklung nicht so einfach werden wird. Ich will Dir die Idee bestimmt nicht madig machen, aber ich versuche das Gesamtkunstwerk zu betrachten. Wenn die Motoren etwas taugen, wäre der Direktimport vom Hersteller vlt. doch lohnend. Ich bin auf Deinen Einbaubericht gespannt.

Von den Abmessungen her findest Du z.B. hier oder auch hier Glockenankermotoren aus China von deutschen Händlern. Die letztgenannten Motoren drehen übrigens erfreulich langsam. Erfahrungsberichte habe ich allerdings nur von den 0816ern gelesen. Die waren durchweg sehr positiv.

LG
Hubert
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Re: Mühlental Ep IV: Generalreparatur der BR261, erste Schritte auf 2 " Pötten "

#633

Beitrag von N-Bahn-BarNi » Di 11. Jun 2019, 20:05

Hallo Carsten,

es wäre bestimmt hilfreich, mal auf dieser Seite: https://shop.1001-digital.de/umbau/ zu stöbern. Da sollte auch etwas einbaubares dabei sein.
Grüssle aus dem Schwabenländle

Bernhard

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Re: Mühlental Ep IV: Baustelle Mühlbachsperre, Auslauf/Überströmbauwerk und Krafthausrohbau

#634

Beitrag von Schwellenzähler » Do 13. Jun 2019, 21:12

Hallo in die Runde!

Erstmal Danke für eure Tips bezüglich der Motoren. Einige davon hatte ich bereits auf dem Schirm, aber da ich knapsen muß und aus Zeiten des Funktionsmodellbaus gute Erfahrungen mit Direktimporten gemacht habe, bin ich diesmal auch diesen Weg gegangen. Allerdings hatte Hubert diesmal Recht, es kam noch Zoll obendrauf :( Das hatte ich früher nie, ( und die Lieferungen waren meist umfangreicher ) aber dennoch bin ich insgesamt gerechnet noch etwas über 20€ günstiger. Wie sie sich bewähren wird sich zeigen, ich warte noch auf die passenden Schnecken und Schwungscheiben. ( übrigens von heimischen Händlern :wink: )

Dann möchte ich noch Bernhard in Mühlental begrüßen, :hearts: :welcome: und das sogar mit seinem aller ersten Beitrag :gfm:

Da die V60-Baustelle nun warten muß, habe ich mich anderwärtig beschäftigt. Da zu jeder Talsperre ja auch ein Aus- und Überlaufbauwerk gehört, habe ich mich diesem heute gewidmet.

Bild

Bild

Probeliegen:

Bild

Nun ging es an den Rohbau des Krafthauses. Dazu habe ich aus Pappe erstmal eine Schablone für die späteren Stützen geschnibbelt, welche auch mal eine Kranbahn für Wartungs-und Reparaturarbeiten an der Turbine tragen werden.

Bild

Die eigendlichen Stützen entstanden aus Polystyrol mittels Dremel und Feile

Bild

Bild

In der Zwischenzeit habe ich das Auslaufbauwerk mit gefärbtem Gips gespachtelt, und der Rohbau konnte mal Platz nehmen:

Bild

Da ich mir noch nicht sicher bin, ob der Bau längs oder quer zur Sperre stehen soll, habe ich mal beides abgelichtet.

Bild

Ich tendiere ja zum Letzterem, aber ich bin mal auf eure Meinungen gespannt.

Zum Abschluß nochmal das gespachtelte, aber noch nicht feingeschliffene Auslaufbauwerk:

Bild

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Baustelle Mühlbachsperre, Auslauf/Überströmbauwerk und Krafthausrohbau

#635

Beitrag von Darius » Fr 14. Jun 2019, 04:47

Guten Morgen Carsten,

Deine Basteleien gefallen mir. Das sieht interessant aus. Allerdings kann ich mir das Ganze nicht so richtig vorstellen. Daher kann ich zur Positionierung des Auslaufbauwerks nichts sagen. Ich wüsste nicht, wie es aussehen soll und was genau die Funktion ist.
Im Moment wird für mein Gefühl die schöne Staumauer sehr in den Hintergrund gedrückt. Man sieht sie kaum noch. Sollen die Stützen wirklich so hoch sein?

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Mühlental Ep IV: Baustelle Mühlbachsperre, Auslauf/Überströmbauwerk und Krafthausrohbau

#636

Beitrag von Schwellenzähler » Fr 14. Jun 2019, 06:57

Guten morgen Daniel!
Ich wüsste nicht, wie es aussehen soll und was genau die Funktion ist.
Hier mal kurz eine Erklärung des Bauwerkes:

Der links zu sehende, kleinere Kanal dient dem beruhigten Abfluß des Turbinenspeisewassers in das Nachstaubecken und dann nach einem weiteren, kleineren Damm weiter ins ursprüngliche Bachbett. Würde man das Wasser unberuhigt auströmen lassen, hätte das nach kurzer Zeit enorme Auswaschungen im Gelände zur Folge, mit den daraus entstehenden, unkontollierbaren Gefahren für Mensch und Umwelt. Da darüber nicht nur das Krafthaus, sondern auch das Umspannwerk zu stehen kommt, ist dieser so lang ausgeführt. Der Zweite, größere Auslaß hat gleich zwei Funktionen. Zum Ersten endet hier der in den Berg getriebene Hochwasserstollen, welcher ein Überlaufen des Stausees verhindert und zum Zweiten verfügt jede Talsperre über einen sog. Grundablass. Letzterer wird benötigt, um den See für Sanierungsarbeiten an der Mauer kontrolliert ablaufen zu lassen. Der Querschnitt ist aber hier auch nicht umsonst doppelt so groß wie der Kanal für das Speisewasser. Wenn an den Turbinen mal Wartungsarbeiten stattfinden und gleichzeitig eine Hochwassersituation entsteht, kann der Sperrenwärter über den Grundablass die Turbine simulieren und das Wasser strömt gleichzeitig aus dem Kanal.
Im Moment wird für mein Gefühl die schöne Staumauer sehr in den Hintergrund gedrückt. Man sieht sie kaum noch. Sollen die Stützen wirklich so hoch sein?
Wenn man nach Vorbildern geht ( hab mir ja bei " Tante Gockel " so einige Bilder angesehen ), müssen die Stützen so hoch sein, denn schließlich muss ja notfalls per Kran der komplette Rotor der Turbine gezogen werden können. Aber du hast recht! Das Gebäude wirkt, obwohl ich hier schon Kompromisse eingegangen bin, wirklich sehr hoch. Da werde ich nochmal ne Runde "hirnen".

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Baustelle Mühlbachsperre, Auslauf/Überströmbauwerk und Krafthausrohbau

#637

Beitrag von hubedi » Fr 14. Jun 2019, 10:06

Hallo Carsten,

das grundlegende Problem solcher Ingenieurbauten auf der Anlage sind m.E. die Proportionen. In der Praxis wäre die Staumauer wohl erheblich länger und somit passt das Turbinenhaus optisch nicht so ganz zum Rest des Ensembles. Dieses grundlegende Missverhältniss ist im Rahmen einer Modelleisenbahn kaum zu bewältigen. Entweder wirkt die Staumauer zu klein, oder das Turbinenhaus zu groß. Auch wenn es sich etwas gemein anhört, vlt. liegt die Lösung in der Reduktion bzw. dem Weglassen des Turbinenhauses zugunsten der Optik ...

Ich hab's befürchtet. Derzeit ist am Zoll kaum vorbeizukommen. Zölle sind m.E. sowieso keine so gute Möglichkeit, die einheimische Wirtschaft zu schützen. Aber das ist ein anderes, spannendes Thema. Wir sind jedenfalls Meilen von einem freien Welthandel entfernt. Die Preise der Motoren von deutschen Händlern ist u.a. in der Liste der Abgaben und den Importrisiken begründet. Produziert werden sie wohl ebenfalls in Fernost. :D

Ich bin gespannt, wie sich diese Antriebe anstellen. Ich denke, die Investition in den Test lohnt sich auf alle Fälle. Es muss nicht immer die Edelware aus der Schweiz oder Deutschland sein. Schließlich schicken wir keine Lok ins Weltall oder es hängen gar Menschenleben vom absoluten Rundlauf der Antriebe ab. Ich sehe das einzige Risiko in der nicht einzuschätzenden Lebensdauer der Motoren. Eine Reparatur dürfte ausgeschlossen sein. Aber dann wird ausgetauscht ... für einen Maxon oder Faulhaber lassen sich vier oder gar fünf "Chinesen" verschleißen.

Ich habe mir übrigens ein paar 0816er besorgt und werde sie bei mir demnächst vorstellen und testen ...

LG
Hubert
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Re: Mühlental Ep IV: Baustelle Mühlbachsperre, Auslauf/Überströmbauwerk und Krafthausrohbau

#638

Beitrag von Darius » Fr 14. Jun 2019, 12:06

Hi Carsten,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Da hast Du Dir eine Menge Gedanken gemacht :gfm:
Bin gespannt, wie es aussehen wird.

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Mühlental Ep IV: Wieder Bilder aus dem AW

#639

Beitrag von Schwellenzähler » Sa 15. Jun 2019, 15:35

Hallo zusammen!

@Daniel:

Nix zu danken, immer gerne :) Allzuviele zusätzliche Gedanken hat es allerdings nicht gebraucht, da ich mich neben der Bahn auch für´s Bauwesen ( insbesondere Baumaschinen ) interessiere und hier schon in einschlägigen Foren einiges an Wissen über solche Bauwerke gesammelt habe.

@ Hubert:

Ja, da gebe ich dir vollkommen recht! Es ist wirklich problematischer als ich dachte, ein solches Ensemble einigermaßen glaubhaft darzustellen. Es wird nun wohl auf eine Reduktion hinauslaufen, sodas das große Turbinengebäude entfällt ( es ist bereits in den Tiefen des Kellerentsorgungsgefäßes verschwunden :) ) und lediglich ein kleiner Anbau mit dem Büro des Sperrenwärters und der Schaltzentrale geben wird. Es gibt im Orginal genügend Beispiele, wo die Turbinen im Inneren der Mauer liegen und aussen nur das Umspannwerk zu sehen ist.
Auf den Test der Motoren bin ich mal gespannt, ich bleib dir auf den Fersen :D

Heute war mal wieder AW-Tag angesagt, und der neue Motor hielt Einzug. Vorher war aber noch allerhand zu erledigen. So musste die Schnecke auf den nun geringeren Wellendurchmesser von 1mm angepasst werden. Die ursrüngliche hat 1,2 mm, aber Aufbohren und Ausbüchsen ohne Drehmaschine :?: Geht zwar ( sowas ähnliches zeige ich später ), aber risikobehaftet.
Also kurzerhand in der Bastelkiste gewühlt und eine alte Fleischmannschnecke ausgegraben. Diese hat aber 1,5 mm Bohrungsdurchmesser. Da kam mir die zündende Idee :idea:

Aderendhülsen!!!!!

In meinem Bestand fanden sich welche, mit 1,5 mm Aussen- und 1 mm Innendurchmesser :clap:

Also kurzerhand etwas 2k-Kleber ( Stabilit-express ) angerührt und die Endhülse in die Schnecke geklebt.

Bild

Nun war das erste Problem vom Tisch, aber es kommen noch ein paar :D

Um das spätere Höhenmaß zwischen Motor und Getriebe zu ermitteln habe ich Probefräsungen durchgeführt, bevor das Fahrwerk endgültig den Naturgewalten meiner " Pseudofräsmaschine " ausgesetzt wurde. Die Schleifer haben diese Aktion wohl nicht überlebt, da muß ich nochmal neue machen. Aber jetzt weiß ich ja, wie´s geht :wink:

Bild

Hier fliegen die Späne!!!!!

Bild

Nun kommt das nächste Thema, Schwungscheibe:

Da ich, wie gesagt, keine Drehmaschine (mehr) habe, musste hier ordenlich improvisiert werden. Als Rohling dient ein 10 mm Zylinderstift, passendes Messingmaterial habe ich nicht :( Diesen habe ich nun in das Bohrfutter gespannt und mit einer eingespannten Feile auf 9 mm "abgedreht". So ist gewährleistet, das sich die Schwungscheibe auch mit aufgesetztem Gehäuse noch frei dreht.

Bild

Nun muss ja auch noch eine Bohrung möglichst mittig hinein! Dazu habe ich den Bohrer kurzerhand in den Schraubstock gespannt, und mit dem ( wenn auch extrem ausgeleierten, uralten Kreuztisch ) die Mitte angetastet.

Bild

Da der Zylinderstift mit seinen 30 mm natürlich ne ganze Ecke zu lang ist, habe ich auch hier wieder improvisiert, und den Rohling mit einem eingespannten Sägeblatt auf 5,5 mm "abgestochen"

Bild

Hier nun das Ergebnis von gut 2 Stunden Frickelei:

Bild

Anschließend habe ich die Scheibe mit "nie wieder los-Kleber " ( Loctite 648 ) auf die Welle geklebt. Hierbei ist darauf zu achten, das der Kleber in die Bohrung der Scheibe und NICHT auf die Welle gegeben wird!!!!! Andernfalls sorgt die Kapillarwirkung dafür, das der Kleber sich ins Motorlager verflüchtigt und ENDE IM GELÄNDE!!!!!
Mit den selben Kleber habe ich nun auch die Schnecke montiert und fertig ist das neue Triebwerk

Bild

Nun habe ich den Motor mit o.g. 2K-Kleber ausgerichtet, und befestigt.

Bild

Das zu sehende Messingblech ( 0,2 mm ) ist lediglich ein Abstandhalter.

Nun aber mal was zum Motor:

Das Motörchen ist für seine geringen Abmaße sehr leise,kraftvoll und setzt sich bei ca. 1 V in Bewegung. Die Startdrehzahl ist allerdings recht hoch wenn man bedenkt, das er mit 12- 13000 Umdr. Lastdrehzahl angegeben ist. Das bemerkte ich auch beim anschließenden Fahrversuch ( analog und frei fliegend verdrahtet ). Unter umgerechnet 20 Km/h ließ sie sich nicht regeln. Aber ich denke, wenn Herr " Digitalis " den Fahrregler wieder übernimmt, wird es um Längen besser. Hier wird schließlich permanent die max. Spannung angelegt und diese entsprechend getaktet. Der Orginalmotor regelte im Analogbetrieb auch nicht besser!

So, das war´s für heute. Ich hoffe ihr hattet Spaß daran, meine doch recht aussergewöhnlichen Fertigungsmethoden zu studieren. Evtl. geht´s morge weiter, für heute muß ich aber meine mittlerweile schmerzenden Augen schonen.

Bis demnächst´

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Wieder Bilder aus dem AW, Teilefertigung mal anders:-)

#640

Beitrag von Shorty_GSI » Sa 15. Jun 2019, 17:33

Da sieht man mal wieder was ein echter Modellbauer ist. Man muss nicht den großen Maschinenpark haben um zum Ziel zu kommen. Eine gute Idee und etwas Im­pro­vi­sa­ti­ons­ta­lent kann eine Drehbank ersetzen.
Gibt es für die Kleine eigentlich auch ein Getriebumbausatz, z.B mit einer Schnecke mit einer anderen Steigung. Das würde mit Sicherheit auch den Fahrspaß im Analogbetieb erhöhen.

Gruß Shorty

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Re: Mühlental Ep IV: Wieder Bilder aus dem AW, Teilefertigung mal anders:-)

#641

Beitrag von Schwellenzähler » So 16. Jun 2019, 08:01

Hallo Shorty!

Danke für deinen Besuch im " AW-Mühlental " :D
Gibt es für die Kleine eigentlich auch ein Getriebumbausatz, z.B mit einer Schnecke mit einer anderen Steigung. Das würde mit Sicherheit auch den Fahrspaß im Analogbetieb erhöhen.
Ob es einen fertigen Umbausatz gibt, kann ich jetzt nicht sagen. Aber es besteht die Möglichkeit des Umbaues, indem man die Schnecke und das Schneckenrad von Modul 0,4 auf Modul 0,2mm abändert. Dazu müsste lediglich das Doppelzahnrad bearbeitet werden, der Rest des Getriebes bleibt unverändert. Wie man ein solches Zahnrad umbaut hat Hubert ( hubedi ) bei seinem Umbau der BR 38 https://www.stummiforum.de/viewtopic.ph ... 5#p1967705 schonmal bildlich gezeigt. Durch die Halbierung des Moduls erreicht man eine Reduktion der Endgeschwindigkeit um 50 %. Da das Zahnmodul in diesem Falle exakt halbiert wird, passen auch noch sämtliche Achsabstände der Räder/Schnecke. Allerdings muß man aufgrund der ebenfalls um die Hälfte reduzierten Zahnhöhe sehr genau arbeiten!!!!
Eventuell werde ich diesen Umbau auch noch vornehmen, aber dazu warte ich erstmal die Fahrtests mit digitalem Lokführer ab. Die Erfahrung hat ja gezeigt, das sich selbst mit dem Orginalmotor ( trotz defekter Wicklung ) die Regelbarkeit deutlich verbessert!

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Ein Rückschlag, Remotorisierung der V60 erstmal gescheitert :-(

#642

Beitrag von Schwellenzähler » Do 20. Jun 2019, 11:00

Hallo zusammen!

Das heutige Update steht leider unter keinem guten Stern :( , denn der zuletzt gezeigte, nicht gerade geringe, Aufwand erwies sich erstmal für die Katz!

Was ist passiert:

Nachdem ich den Motor mit dem Fahrwerk verheiratete hatte, lies ich alles erstmal mit fliegender Verdrahtung analog einlaufen. Hierbei waren keinerlei mechanische Probleme aufgetreten, worauf hin ich den digitalen Lokführer seinem zukünftigen Arbeitsplatz übergeben habe.
Dieser allerdings wollte in den Werkseinstellungen nicht so recht seinen Dienst versehen :( Das Regelverhalten war " unter aller Kanone " und richtig auf Touren kam das Maschinchen auch nicht. Also habe ich mich mal in die Anleitung eingelesen, und eventuelle Möglichkeiten der Optimierung ausgelotet.
Hier besteht nun die Möglichkeit die Motoransteuerung über die CV-Werte anzupassen, welches ich auch umgehend versuchte. Die ersten Änderungen in der Motortaktung brachten schonmal einen Teilerfolg, das Regelverhalten besserte sich merklich. Allerdings habe ich ein großes Problem:
Mit meiner Multimaus kann ich keine Werte auslesen und das Setzen von Bits ist trotz des " kleinen Helferleins " https://www.1001-digital.de/pages/progr ... erlein.php nicht gerade einfach zu bewältigen. Das Ende vom Lied ist, das der Decoder irgendwann tunlichst verweigerte, Programmierbefehle anzunehmen und die Lok auch nicht mehr fuhr, sondern der Motor nur unwillig hin-undher zuckte :( Mehrere Resetversuche scheiterten was für mich nur den Schluß zuließ: R.I.P., der Decoder hat wohl den Weg über den "Modell"jordan angetreten.
Nun hatte ich nochmal Analogspannung an meinen Test3/4-Kreis angelegt und siehe da: Sie fuhr wieder, wenn auch mit den bereits beschriebenen schlechten Regeleigenschaften im unteren Bereich.
Mein Fazit:
die von mir bestellten Motoren sind als Antrieb schlichtweg ungeeignet! Die restlichen 4 werden nun den Weg in die digitale Bucht antreten und als Ersatz habe ich mir den hier bestellt:

https://shop.1001-digital.de/umbau/moto ... number=194

Hier gibt es zumindest einige positive Erahrungen zu lesen, weshalb ich denke das ich nun auf dem richtigen Weg bin.
Den Decoder werde ich mal dem D&H-Service zukommen lassen, eventuell ist er noch zu retten. Schließlich erkennt er ja immerhin noch den Analogstrom.

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Ein Rückschlag, Remotorisierung der V60 erstmal gescheitert :-(

#643

Beitrag von hubedi » Do 20. Jun 2019, 14:25

Hallo Carsten,

wir hatten uns ja schon über dieses Problem ausgetauscht. So ganz kann ich noch nicht glauben, dass der Decoder den Heldentod gestorben ist, wenn er sich analog ansteuern lässt. Ich vermute, die Motorregelung ist hoffnungslos verdreht. Das Hin- und Herzucken des Motors könnte darauf hindeuten. Wie hast Du das Teil denn zurückgesetzt ... den Wert 8 in die CV08?

Für weitere Experimente mit dem 0816er habe ich diese CV-Tabelle als Basis für verschiedene Decoder gefunden.

LG
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Re: Mühlental Ep IV: Ein Rückschlag, Remotorisierung der V60 erstmal gescheitert :-(

#644

Beitrag von Schwellenzähler » Do 20. Jun 2019, 15:14

Hallo Hubert!
Wie hast Du das Teil denn zurückgesetzt ... den Wert 8 in die CV08?
Genau so habe ich es gemacht, bzw. versucht. Der Decoder nimmt keinerlei Befehle mehr an. Normalerweise werden erkannte Befehle ja mit einem kurzen, leichten surren/ Motorzucken quittiert, hier rührt sich NIX mehr :(
Für weitere Experimente mit dem 0816er habe ich diese CV-Tabelle als Basis für verschiedene Decoder gefunden.
DANKE für den Link! Den habe ich mal direkt in die Abteilung wichtige Lesezeichen befördert!

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Ein Rückschlag, Remotorisierung der V60 erstmal gescheitert :-(

#645

Beitrag von hubedi » Do 20. Jun 2019, 15:27

Hallo Carsten,

Du hast zum Thema noch eine PN.

Deine Chinesen sehen übrigens den Testmotoren auf dem hier gerade neben mir arbeitenden ESU-Prüfstand zum Verwechseln ähnlich Auch die Maße stimmen. Hm ... sollten es am Ende die gleichen Chinesen sein :?: Dann jedenfalls werkelt der Motor einwandfrei.

LG
Hubert

PS: Ich erlaube mir mal ein Zitat aus der Bedienungsanleitung: "Ein hochwertiger Glockenankermotor mit Schwungmasse dient in Verbindung mit Richtungs-LEDs zur Kontrolle des Motorausgangs ..."
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Re: Mühlental Ep IV: Ein Rückschlag, Ursachenforschung

#646

Beitrag von Schwellenzähler » Sa 22. Jun 2019, 11:23

Hallo zusammen!

Nach dem ich diesen Rückschlag verdaut habe, bin ich gestern zum Abschalten nach einigen familiären Ereignissen ( wenigstens gibt es hier etwas Positives: meine Bastellilli hat die Qualifikation geschafft :clap: ) in meine Bastelbude verschwunden und habe mal intensiv Ursachenforschung betrieben.

Eines vorweg:
die von mir bestellten Motoren sind als Antrieb schlichtweg ungeeignet!
Das bewahrheitete sich NICHT, ich habe den kleinen Chinesen zu Unrecht verdächtigt!!!!!!

Nun aber mal von vorne:
Eigendlich hatte ich die Mechanik ja als Ursache ausgeschlossen, aber dem ist nicht so. Ich habe die Lok nochmals in alle Einzelteile zerlegt und mir die Zahnräder des über 30 Jahre alten Vehicels mal unter der Lupe angesehen. Und siehe da, es waren doch einige ( mit dem bloßen Auge nicht zu erkennende ) Abzehrungen zu sehen! Diese führten wohl dazu, das das Räderwerk doch stellenweise schwergängig lief, obwohl die Rollprobe nicht auf ein solches Problem schließen ließ!
Als nächstes stelle sich meine Eigenbauschwungmasse als Problem dar. Diese ist aus Stahl und was ist dieser Werkstoff???

magnetisch!!!!!

Das hier entstehende Magnetfeld schwächte den Motor zusätzlich, was er mit einem erhöhten Anlaufmoment quittierte.

Nachdem ich nun nach endlosen Rumgetippe in den Parametern tatsächlich den Decoder wieder zum Leben erwecken konnte ( fragt mich aber bitte nicht wie, da hat wohl der Zufall gründlich mitgeholfen ), habe ich mir einen kleinen Teststand gebastelt.

Bild

Auf diesem haben ich nun den orgianlen 3-Poler sowie den vormals verbauten Chinamotor mit den Werkseinstellungen des Decoders laufen lassen, und siehe da...............................
der kleine Chinese arbeitet absolut einwandfrei und ließ sich sogar soweit runterregeln, das ich jede Umdrehung sehen konnte!!!!!



Somit erhält der Motor eine zweite Chance, denn den Weiterbau an der V-60 unterbleibt. Hier müsste ich nun auch noch neue Zahnräder einbauen, und das lohnt nun wirklich nicht.
Er wird nun in meine Lieblingslok ( die 111´er ) verfrachtet, welche auch Tag für Tag schlechter läuft. Auch an Ihr sind die mind. 20 Jahre Einsatz nicht spurlos vorbeigegangen, der Orginalmotor ist trotz intensiver Wartung schlichtweg DURCH. Warscheinlich habe ich ihm mit der Beförderung des bis zu 6 Wagen schweren " Mühlentalers " auf meinen 40 Promille-Rampen den Rest gegeben. Zuletzt waren noch höchstens 4 Wagen möglich, und das mit erheblicher Geschwindigkeitsreduktion!

Natürlich werde ich auch über diesen Umbau samt aller Erfahrungen berichten, denn ich finde, das man auch mal über negative Ergebnisse berichten sollte!
Es läuft halt nicht immer " wie geschmiert " und auch erfahrene Intensivfrickler wie ich lernen immernoch dazu!
Deine Chinesen sehen übrigens den Testmotoren auf dem hier gerade neben mir arbeitenden ESU-Prüfstand zum Verwechseln ähnlich Auch die Maße stimmen. Hm ... sollten es am Ende die gleichen Chinesen sein
@ Hubert:

So wie es den Anschein macht, sind es tatsächlich identische Motoren, denn auch deiner hat den kleinen Messingwirbelring vor dem Motorlager, welcher das eindringen von Fett und Öl verhindern soll. Das habe ich bis dato noch nirgendwo gesehen.

Schönes Wochenende,

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Ein Rückschlag, Ursachenforschung

#647

Beitrag von reinout » So 23. Jun 2019, 16:11

Schön das du die Ursache gefunden hast.
Ich war schon ein bisschen überrascht das die "Tramfabriek" Motor das Problem wären. Ich habe die winzige Kastenloks von Tramfabriek laufen sehen und die hatten ein ausgezeignetes Fahrverhalten.

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Ich erzähle auch Eifeler Geschichten über meine Eifelburgenbahn! 10-teilige Weihnachten-Spezial 2018: Christgeburt in der Eifel, 1970

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Re: Mühlental Ep IV: Trainspotting in Mühlental, bewegte Bilder

#648

Beitrag von Schwellenzähler » Mi 3. Jul 2019, 20:21

Hallo zusammen!

Bevor ich nochmal auf mein Sorgenkind zurückkomme, gibt es heute mal zur Abwechselung ein paar bewegte Bilder vom Zugverkehr in Mühlental:



Nun aber nochmal zurück zur V 60:
Ich war schon ein bisschen überrascht das die "Tramfabriek" Motor das Problem wären. Ich habe die winzige Kastenloks von Tramfabriek laufen sehen und die hatten ein ausgezeignetes Fahrverhalten.
@ Reinout:

Die Motoren sind nicht die von der Tramfabriek ( die 2 vorhandenen sind für meine 212 ´er bestimmt ) , sondern ein Direktimport aus China. Allerdings haben die einen entscheidenden Konstruktionsfehler!!!!!!

Nachdem ich das kariöseste Kaskadenrad aus der Bastelkiste ersetzen konnte ( die anderen waren nicht ganz so schlimm und reichen für Versuchszwecke ), und das Schneckenrad komplett intakt ist, habe ich einen neuen Motor mit gedrehter ( fertig gekauft ) Schwungscheibe eingebaut, und dann mal das Verhalten zwischen Schnecke und Rad genauer unter die Lupe genommen. Hier musste ich dann feststellen, das die Lok in eine Richtung wirklich gut lief, aber entgegengesetzt ging nahezu nix! Die Schnecke drückt sich unter Last nach oben weg und verkeilt sich so mit dem Schneckenrad :cry:



Also war nun der Motor an der Reihe! Nachdem ich diesen demontiert habe, musste ich mit Erschrecken feststellen, das es so garnicht funktionieren kann!
Der Anker ist am vorderen Lagerschild auf ca. 8 mm in einer, mit WURFPASSUNG gefertigten Büchse geführt und hängt am hinteren Ende ( wo die Anschlußfahnen sind ) frei in der Luft :bigeek:

Bild

Bild

Bild

Hätte ich den Motor anders herum eingebaut, wäre es warscheinlich garnicht zu irgendwelchen Problemen gekommen, aber ich wollte ja die Zuleitungen so kurz wie möglich halten.
Da ich ein " Hardcorebastler " bin, werde ich hier nun versuchen, die werkseitig nicht vorhandene Lagerbuchse mit einfachsten Mitteln zu ergänzen.

Wenigstens gibt es noch etwas Positives zu berichten:

Mein Moba-Dealer ( von welchem ich auch die Lokleiche habe ) hat mir, nachdem ich ihm die Bilder der Restaurationsversuche gezeigt habe, anstandslos den Kaufpreis gutgeschrieben und ist mir zusätzlich noch beim Kauf meiner neuen Digitalzentrale entgegengekommen.

Nun habe ich eine nagelneue z21Start mit Multimaus für lausige 100 Mücken bekommen :clap: :clap: :clap:

Da nun 2 "Mäuse" vorhanden sind, muß ich mich nicht mehr mit meinem Töchterlein "streiten", wer denn nun am Regler sitzt :D

Gruß

Carsten
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Re: Mühlental Ep IV: Trainspotting in Mühlental, bewegte Bilder

#649

Beitrag von Darius » Mi 3. Jul 2019, 21:19

Hallo Carsten,

schönes Video mit schönen Zügen :gfm:
Schon ärgerlich, dass der Motor so unvollständig ist. Aber wenn Du das reparieren kannst, um so besser. Ich drücke die Daumen.
Und Glückwunsch zum Schnäppchen-Neuzugang :D

Viele Grüße,
Daniel
Hier geht´s zur Baubegleitung:
viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.

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Re: Mühlental Ep IV: Trainspotting in Mühlental, bewegte Bilder

#650

Beitrag von Shorty_GSI » Fr 5. Jul 2019, 09:40

Bei den Maßen vom Lager und Welle noch von "Passungen" zu schreiben finde ich schon sehr mutig. Mit Feinmechanik hat das jedenfalls nichts zu tun.
Mein damaliger Ausbilder hätte mit Sicherheit wieder den Spruch "Da passt ja ein Elefant im Hockstrecksprung durch" gebracht.
Ich bin mir aber Sicher das Du dafür eine Lösung findest, welche auch der hier in Deutschland gängigen Definition einer Passung entspricht.
Wie, es gab "Streit" mit Dein Töchterlein um die Multimaus? Wenn die kleine Mäuse mit den Augen klimpern und sagen, "Papa, bitte, bitte, bitte" kann doch wohl kaum einer nein sagen, oder? Aber jetzt hab Ihr ja zwei Multimäuse und dem Familienspaß steht nichts mehr im Weg. :gfm:

Gruß Shorty

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