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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Di 10. Mär 2020, 21:22
von Miraculus
Hallole Hubert,

eindrucksvolle Rückmeldung. Wie immer exzellent um- und in Szene gesetzt. Die Höhenentwicklung am Bahnhof gefällt mit sehr gut.
Ich frag mich immer, wie man nur solch kleine SMD-LED verbauen kann, ohne die zu verbrutzeln :bigeek: . Welche Parameter hast Du da hinsichtlich Lötkolbeneinstellung usw.?

Grüße und schön, dass Du zurück bist. Das :gfm:

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 06:04
von Darius
Guten Morgen Hubert,

schön, wieder etwas von Dir zu lesen. :gfm: Du warst inzwischen nicht untätig, das freut mich.
Der Einwand, dass die Uhr am Gebäude nur mit Halsverrenkungen zu sehen ist, drängt sich auch mir auf.

Aber die Uhr selber ist super gelungen :gfm: :clap: :clap:

Ich freue mich, dass in der Mark weitergebaut wird.

Viele Grüße,
Daniel

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 12:19
von Jürgen
Hi Hubert,

das ist 'mal wieder ein prima Vorlage. Ich habe mich übrigens mit einem professionellen Laserbrenner unterhalten. Er meinte, mit Geschick und der richtigen Papierwahl bringt er Genauigkeiten beim Brennen von ca. 0,15 mm hin :shock: Ich habe ein paar Muster gesehen. das war echt beeindruckend. Seine Facebookseite findest Du in meinen aktuellen Maulbronn-Beiträgen.

Ja-nee, Schlüsselloch in N. Dass Du irre bist, wissen wir ja, aber so irre ... :fool: Aber es soll ja bei dem Hobby helfen ... Der Dame mit der Handtasche kann aber geholfen werden, wenn Du ihr noch ein Navigationssystem für die Handtasche spendierst ... Übrigens ist das gar nich ganz abwegig. Vor Jahren habe ich einen Beitrag gesehen, da hat ein rechtsanwalt etwas ähnliches in seiner Kanzlei installieren lassen, damit er immer weiß, wer gerade den Aktenordner hat, den er sucht ... Das sollte doch auch für eine N-Handtasche möglich sein oder ?

Viele Grüße
Jürgen

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 13:08
von NFlo
Servus Hubert,

bisher war ich nur als stiller Mitleser - also inkognito 8) - in der Mark Michingen zu Gast. Hab schon auf Neuigkeiten gewartet - und Hurra :prost: es geht weiter!

Jetzt wechsel ich also auch mal zur schreibenden Zunft in deinem Thread.

Die Details die du einbaust sind einfach :hammer: - egal ob's das Schlüsselloch oder die beleuchtete Bahnhofsuhr ist. Mit dem Postamt als Basis für das Empfangsgebäude hast du eine sehr gute Wahl getroffen, auch der Übergang gibt ein recht stimmiges Bild ab.

Über die Position der Uhr lässt sich sicher streiten - mein Argument wäre: Die Uhr war schon vor der Überführung da... :D


Lg Flo

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 18:18
von GSB
Hallo Hubert,

freut mich, daß es nun hier weitergeht. :)

Und diese filigrane Fußgängerbrücke samt Treppen & Aufzug ist ja echt genial. :D 1:160...? :o Whow! :lol:

Aber auch das selbst kreierte Empfangsgebäude weiß zu gefallen. :D Da sieht man mal wieder, wie man mit bissle Aufwand aus nem zigfach gesehenen Bausatz was ganz anderes gestalten kann! :mrgreen:

Gruß Matthias

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 19:42
von N Bahnwurfn
Hallo Hubert,

da hätte ich doch fast schon wieder den Anschlusszug hier verpasst.
Das tolle Doppelhaus und den doppelt so langen Baubericht. Nicht auszudenken. :o :wink:
Das Posthäusle ist auch einer meine Faforiten und was man noch daraus machen kann, hast du ja bestens bewiesen. In den Erker hätte man auch gleich ein Stellwerk mit einbauen können. Schon wegen der tollen Übersicht von da oben. Einfach noch ein Bett rein gestellt und schon hätte man Wohn und Dienstraum in einem gehabt. :mrgreen: Ganz schön Hinterlistig, deine "Gemeindebahnvorsteher" :wink:

Der Bahnsteigzugang ist echt ne wucht. Kaum zu glauben daß das N ist, aber die großen Fingers bringen es an den Tag. :D
hubedi hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 19:31
Auch wenn das Foto leider nicht ganz scharf geworden ist, ja man könnte sogar unscharf sagen, aber dieser Gitterrost ... :D ... jetzt sagt doch selbst ... 1zu160 ... ja, nee ... :shock: :
Ja klar, aber ...
hubedi hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 19:31
"Mama, ich muss Pipi!"
Nein,... nicht hier ! :shock: Hoffentlich stehen da unten jetzt keine Leute. :mrgreen:

Wirklich wieder wieder tolle Bastelein und tolle Lektüre. :D

MfG Peter

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 11. Mär 2020, 20:43
von derOlli
Hallo Hubert, :D

eben habe ich mal wieder bei dir rein geschaut und hatte zwei Seiten zum durch arbeiten. :bigeek: Das Doppelhaus ist ja echt der Wahnsinn :hearts: und müsste eigentlich gleich nach gebaut werden. Leider habe ich kaum noch Platz.
Weiter so, ich freue mich schon auf die nächsten Bauberichte. :D

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Do 12. Mär 2020, 09:45
von Modulo-N
Hallo Hubert

mit Entsetzen habe ich festgestellt, dass ich vor über vier Jahren das letzte Mal in der Mark Michingen war. Wieso ich deine "Kleinfummelei" aus den Augen verloren habe, weiß ich wirklich nicht. Aber jetzt rächt es sich, denn es sind ja "nur" 93 Seiten aufzuarbeiten... Ich habe mal von hinten angefangen und muss schon nach den ersten Seiten wieder meine Augentropfen rausholen und meinen Unterkiefer einrenken. Echt überwältigend, was du da so rausgehauen hast.
Du bist auch so ein gnadenloser Detailverliebter, der sich Gedanken über Sachen macht, die ein normaler Betrachter noch nicht einmal ansatzweise sieht!

Ab jetzt hänge ich dir wieder an den Fersen!


Michael

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Do 12. Mär 2020, 19:15
von wolferl65
Servus Hubert,

erstmal Gratulation zur selten gesehenen Grundidee mit dem tiefergelegtem Bahnsteig. Die daraus entstehenden Höhenentwicklungen sind sehr interessant und sorgen für ein exzellentes "Bühnenbild". Klar, der Bauaufwand ist deutlich höher, aber einfach ist ja auch irgendwie fad...

Um solch ein Vorbildkonzept glaubwürdig umzusetzen, bedarf es natürlich nicht nur die Vorstellungskraft, Motivation und die Ideen für ein eher ungewöhnliches Thema, sondern auch die entsprechenden handwerklichen Fähigkeiten. Klasse gemacht!


Gruß
Wolfgang

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 13. Mär 2020, 20:43
von hubedi
Hallo liebe Modellbaufreunde,

boh ... ich bin begeistert ... so viele positive Reaktionen ... vielen lieben Dank!

Diesmal wird die Post wie gewohnt beantwortet.
notbremse hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 19:37
... ich bin gerade dabei, meine kleinsten LEDs mit dem Beil zu spalten. Aber es hilft nix, sie sind immer noch zu groß ...
@Karl
Du musst hinter der Ecke auf der Lauer gelegen haben ... :bigeek: ...19.31 Uhr hab ich meinen Bericht abgeschickt ... 19.37 Uhr Deine Antwort. Keine Chance das vergessenen Bild noch ganz schnell und heimlich einzufügen ...
Gab es da nicht diesen Altgriechen, der die Sache mit dem Teilen bis nix mehr geht ins Rollen gebracht hat ... Demokrit hieß er glaub ich. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die von ihm postulierten Atome noch ausreichend leuchten können. Ich habe hier ein paar SMD-LED der Baugröße 0201 rumliegen. Die sind mit 0,3 mm so flach wie ein Messingblech. In meinem Bericht siehst Du die Baugröße 0402. Die lassen sich noch recht bequem verarbeiten.
Nutri hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 20:02
...Ganz genau nach meinem Geschmack ...
@Markus
Es freut mich, dass ich Deinen Geschmack getroffen habe ...
Ralf1968 hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 20:21
... ja, ein wenig Sorgen habe ich mir schon gemacht, hingegen habe ich mir gedacht du wirst dich schon zurück melden ... Die Mietskaserne ist sowas typisch deutsches, nur existieren von den Dingern fast keine mehr in real, schade eigentlich. ...
@Ralf
Sorgen ... naja ... wirklich weg war ich ja nie. Ich habe meine Aktivitäten nur etwas reduziert.
Diese alten Wohnkästen aus der Gründerzeit liebe ich auch. Und die noch existierenden Gebäude mit meist noch bezahlbaren Mieten fallen heute gern der Neubauwut zum Opfer. Tja, der Markt soll's ja nach der Logik der Ökonomen richten ... ich sehe leider allzu häufig ein Hinrichten. :( Aber das ist ein anderes Thema ...
Lanz-Franz hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 20:43
... Weiterhin viel Freude beim Bauen. ...
@Werner
Vielen Dank ... diese Freude ist mir noch nicht abhanden gekommen. Im Gegenteil ...
Schwellenzähler hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 20:48
... Als wärest du nie "weg" gewesen, ... Auch wenn ich es später warscheinlich nicht halb so gut hinbekommen werde ...und ich freue mich, von nun an wieder mehr aus der " Mark " zu lesen. ...
@Carsten
Ich war wie oben gesagt nicht wirklich weg ... :D Und überhaupt, warum solltest Du etwas Vergleichbares nicht hinkriegen. Was Du uns in Deinem Thread zeigst, ist doch allerfeinste Modellbaukunst. Also, bitte mach Deine Arbeiten und Fähigkeiten nicht klein. Das hast Du nun wirklich nicht nötig.
Und was die Neuigkeiten betrifft ... da kann DIr geholfen werden. Es gibt noch einiges nachzuholen.
211064 hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 20:57
... Das einzige, was mir nicht recht passt: Die Uhr hätte ich nicht an dem höher gelegenen Gebäude angebracht, sondern auf dem Bahnsteig. Denn um auf diese Uhr zu gucken, müssen sich die Mark Michinger und ihre Besucher schon ganz schön die Hälse verrenken, oder täuscht das?
Darius hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 06:04
...Der Einwand, dass die Uhr am Gebäude nur mit Halsverrenkungen zu sehen ist, drängt sich auch mir auf. ...
NFlo hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 13:08
... Über die Position der Uhr lässt sich sicher streiten - mein Argument wäre: Die Uhr war schon vor der Überführung da...
@Christoph, Daniel, Flo
Tja, ihr drei ... wie wär's mit einer Uhrgruppe, die ich gleich mal zu einer Wanderung zurück in den Bericht einlade. Da findet Ihr ein Bild mit leuchtender Uhr. Noch ein kleiner Suchhinweis, es steht zwischen den Worten "Erleuchtung" und "Ja". :fool: Und, was seht Ihr da ... na ... eins, zwei, drei ganz viele Zifferblätter, die alle die gleiche Modellbahnnormzeit anzeigen. Es wird also sicher nicht bei dieser einen Uhr an der Wand bleiben. :D Die hochgelegene Uhr ist vom Treppenaufgang aus prima zu lesen. Außerdem dient die Uhr dem Bahnhofsvorsteher, wenn er zum Dienstantritt seine Wohnung verlässt.

Der Flo ist aber schon auf einer guten Spur, was meine Überlegungen zur Geschichte des Bahnhofs Rhodenhausen betrifft. Ich hatte ganz weit oben mal angedeutet, dass vor der Errichtung des Viadukts die Bahnlinie auf einer Steilstrecke um das Tal herumführte. Reste der alten, hochgelegenen Bahnlinie wird es auf der Anlage noch zu sehen geben. In späteren Zeiten mit anwachsendem Bahnverkehr waren die Dampfer nicht mehr in der Lage, die Lasten zu bewältigen. Also entschloss sich die Bahndirektion Klustal zum Bau der Brücke zumal die Fahrzeit nach Klustal auf diese Weise erheblich verkürzt werden konnte. Da auch die Gleise im Bahnhof eine Steigung aufwiesen, entschloss man sich zur Absenkung der Strecke am nördlichen Bahnhofskopf. Damit wurden zwar Stützbauwerke und ein Treppenaufgang erforderlich, aber die Planer kamen trotzdem zum Schluss, der Mehraufwand würde sich rechnen.

Psst ... der eigentliche Grund ist ... es sieht einfach in meinen Augen interessanter aus und gliedert die verschiedenen Bereiche in der Anlagentiefe. ... psst! Aber die Bahngeschichte hört sich viiiel interessanter an ... :D

Miraculus hat geschrieben:
Di 10. Mär 2020, 21:22
... Ich frag mich immer, wie man nur solch kleine SMD-LED verbauen kann, ohne die zu verbrutzeln :bigeek: . Welche Parameter hast Du da hinsichtlich Lötkolbeneinstellung usw.? ...
@Peter
Parameter ... hm ... Du brauchst erst mal eine uralte Lötstation ... meine ist Baujahr 1980 und hat ein H-Kennzeichen. Temperatur ... ich schaue mal gerade nach ... irgendwas zwischen 300° und 400°. So genau lässt sich das bei dem historischen Teil nicht mehr ablesen. Hauptsache, das Lötzinn wird ordentlich geschmolzen. Nee, ich will jetzt mit meinem Blödsinn nicht weitermachen.

Du siehst, diese Parameter sind nicht soooo spannend. Es kommt vielmehr darauf an, schnell zu sein und die Bauteile nicht zu braten. Dazu verzinne ich die aufzulötenden Drähtchen sowie die Kontaktflächen an den LED grundsätzlich vor. Die LED werden festgeklemmt, damit sie nicht auf die Idee kommen davonzuhüpfen. Dann ist es nur noch ein Pffft und der Draht ist dran. Und bevor das Bauteil irgendwas merkt, ist alles schon vorbei. :D

Mal sehen ... ich habe ja vor, im Sommer einen Lötkurs anzubieten. Demnächst mache ich mich an die Organisation ...
Jürgen hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 12:19
... das ist 'mal wieder ein prima Vorlage. Ich habe mich übrigens mit einem professionellen Laserbrenner unterhalten. Er meinte, mit Geschick und der richtigen Papierwahl bringt er Genauigkeiten beim Brennen von ca. 0,15 mm hin :shock: Ich habe ein paar Muster gesehen. das war echt beeindruckend. Seine Facebookseite findest Du in meinen aktuellen Maulbronn-Beiträgen. ...
@Jürgen
Ja, was da in letzter Zeit angeboten wird ... beeindruckend. In Spur N profitiere ich enorm von diesen neuen Techniken und Angeboten vielfach von Kleinserienanbietern. Ich werde demnächst darüber berichten.
Das Navi für die Handtasche ist eine prima Idee. Mir fällt gerade ein, es gibt auch diese Schlüsselanhänger, die man anpfeifen kann und die dann antworten. Hm, darüber muss ich mal nachdenken ... :fool:
GSB hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 18:18
... Und diese filigrane Fußgängerbrücke samt Treppen & Aufzug ist ja echt genial. :D 1:160...? :o Whow! ...
@Mattias
Ja, wie gesagt, das Angebot in N profitiert gewaltig von den neuen Werkzeugen. Nicht nur die Leute bei DM-Toys sind sehr kreativ und rührig und produzieren speziell für meinen Lieblingsmaßstab eine ganze Reihe von Eigenkreationen.
Wie man sieht, lohnt es sich aber dennoch, die alten Bausätze näher zu beäugen. Altes und Neues lässt sich oft prima kombinieren. Freut mich, dass es Dir gefällt.
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 19:42
... In den Erker hätte man auch gleich ein Stellwerk mit einbauen können. Schon wegen der tollen Übersicht von da oben. Einfach noch ein Bett rein gestellt und schon hätte man Wohn und Dienstraum in einem gehabt. ...
@Peter
Freut mich, dass Du doch pünktlich in die Mark gefunden hast. :D
Ich habe tatsächlich lange über ein Stellwerk nachgedacht. Ich bin mir nicht sicher, ob meinen Überlegungen dazu sinnvoll sind, aber ich wollte sogar zwei Gebäude jeweils an den Bahnhofsköpfen aufstellen. Das mag für den kleinen Bahnhof zunächst zuviel erscheinen. Aber ... Rhodenhausen ist eine Lokwechselstation wegen des erforderlichen Traktionswechsels von E-Loks auf Dampf und Diesel. Dem wartenden Lokpersonal wollte ich somit Aufenthalts- und vlt. sogar Übernachtungsmöglichkeiten einrichten. Sie werden im nördlichen Stellwerk - einem Neubau nach der Umgestaltung des Bahnhofs - eingerichtet. Damals wurden die mechanischen Stellwerke abgebaut und durch die neueste Technik ersetzt. Das südliche Stellwerk wäre nun eigentlich überflüssig. Es wurde mal errichtet, da der Bahnhof in einer Kurve liegt und der Fdl seinerzeit keine Möglichkeit hatte, die Abläufe im Bahnhof zu beobachten. Das nördliche Stellwerk wurde aber unter Denkmalschutz gestellt und deshalb nicht abgerissen. Es existiert also noch, hat aber nun keine bahntechnische Funktion mehr. Vlt. gönne ich dem ortsansässigen Modellbahnverein ein Vereinsheim ... oder so ... :D

Naja, diese Geschichte ist mal wieder aus den Fingern gesogen. Ob das so realistisch sein könnte ... k.A.. :D
derOlli hat geschrieben:
Mi 11. Mär 2020, 20:43
... Leider habe ich kaum noch Platz. ...
@Olli
Och ... da findet sich bestimmt ein Eckchen ...
Modulo-N hat geschrieben:
Do 12. Mär 2020, 09:45
... Aber jetzt rächt es sich, denn es sind ja "nur" 93 Seiten aufzuarbeiten... Ich habe mal von hinten angefangen und muss schon nach den ersten Seiten wieder meine Augentropfen rausholen ...
@Michael
Wenn Du mit den 93 Seiten fertig bist, warten mindestens drei Fleißkärtchen auf Dich ... sechs Kärtchen kannst Du gegen ein Wunschbildchen eintauschen. Vlt. hilft das ja, Dich zu motivieren ... :fool:
wolferl65 hat geschrieben:
Do 12. Mär 2020, 19:15
... Die daraus entstehenden Höhenentwicklungen sind sehr interessant und sorgen für ein exzellentes "Bühnenbild". Klar, der Bauaufwand ist deutlich höher, aber einfach ist ja auch irgendwie fad ...
@Wolfgang
Freut mich, dass es Dir gefällt. Der Bühneneffekt ist auch meine Idee gewesen. Ich hoffe, es klappt alles so, wie beabsichtigt.

Ich hoffe, ich habe jetzt keine Post vergessen. Es ging teilweise etwas durcheinander. Falls doch ... hm ... dann muss ich mir noch eine Strafe überlegen.

@All
Nun zum versprochenen Mauer- und Pflasterbericht.

Für die Stützmauern benötigte ich jede Menge individuell gestalteter Mauerplatten. Zudem hatte ich mir in den Kopf gesetzt, die Stadtstraßen romantisch zu pflastern. So gab es jede Menge Anlässe, Neues zu probieren und selbst aktiv zu werden.
Die hochgelegene Stadt Rhodenhausen ruht später auf einem Fundament aus Styrodurplatten, die ich mit Pappelsperrholz beklebe. Dieser Schichtaufbau hat sich bei mir bestens bewährt und er bietet eine sehr leichte, verwindungssteife und stabile Basis.
Ich verwende zur individuellen Gestaltung von Mauerwerk gerne Forexplatten mit einem Millimeter Stärke. Diese Platten aus aufgeschäumtem PVC sind prima zu prägen, einzufärben und sie lassen sich mit einigen handelsüblichen Klebern wie Holzleim, "Roket Card Glue" oder "Patex Modellbau Spezial" gut zusammenfügen bzw. auf Holz und Styrodur aufkleben.

Prägen ist das Stichwort ... zunächst versuchte ich es mit selbstgebautem Prägewerkzeug für Gipsplatten. Nee, das ging ja mal gar nicht ...

Bild

Eine Nähnadel, eingespannt in einen Minenstift, erwies sich als ideales Hilfsmittel. Eine Zahnarztsonde, wie ich sie von meinem Zahnarzt geschenkt bekommen habe, ist ebenfalls gut geeignet. Forex ist ein ziemlich zähes Material, dem es nichts ausmacht, wenn die Oberfläche mit solchen spitzen Werkzeugen bearbeitet wird. Es widersetzt sich sogar einem frisch geschärften Bastelmesser aber eine Schere zerstört den widerspenstigen Zusammenhalt des Materials nachhaltig.

Hier ist die Mauerplatte bereits fertig geritzt:

Bild

Durch Aufpressen eines Schleifklotzes lassen sich noch feinste Strukturen in der Oberfläche ergänzen:

Bild

Auf dem Bild oben ist bereits eine erste Farbschicht in Hellgrau aufgetragen. Die Mauerfugen sollen später hell erscheinen.
Damit die Fugen nicht wieder mit den dunkleren Farbtönen der Natursteinimitation zugekleistert werden, verbietet sich der Einsatz von Pinsel und Luftpinsel. Ein alter Lappen ist für diesen Arbeitsschritt das ideale Hilfsmittel:

Bild

Das Foto zeigt zudem die Vollversammlung der weiteren Utensilien ... normale Acrylfarbe hier von Revell, meinen treuen Mischdeckel und der Lappen und ... einem nicht abgelichteten Küchentuch. Es dient zum Abstreifen von zu viel Farbe am Lappen. :D

Und hier ist der Kleckser bei der Arbeit:

Bild

Die Farbe wird vorsichtig aufgetupft bzw. leicht aufgerieben. Es ist immer nur ein Hauch Farbe auf dem Lappen, so dass die Fugen unberührt bleiben. Die Steinstruktur lässt sich auf diese Weise mit naturnahen Farbtönen herausarbeiten.

Nun sitzt die kolorierte Platte bereits an Ort und Stelle:

Bild

Sie kann später noch nachbehandelt und der Umgebung farblich weiter angepasst werden.

Das Bahngebäude steht auf einem Mauervorsprung. Zu beiden Seiten dieses Vorsprungs ergibt sich ein Winkel, der später so aussehen soll, als würden die Steine des Mauerwerks um die Ecke laufen.

Bild

Die Ecke wird vor dem Prägen und Bemalen bereits abgetrennt, aber mit einem Klebefilm auf der Rückseite wieder zusammengeheftet. Die Trennfuge ergibt später den gewünschten Eckeneffekt. Die Wangenplatten trennte ich vor dem Aufkleben ab und schliff eine Gehrung an die Kanten.

Bild

So sehen die Ecken nach dem Verkleiden der Wangen aus:

Bild

Die Szene ist allerdings noch lange nicht fertig und die gezeigten Bilder stammen direkt vom Bastelplatz. Wenn Ihr die Hand auf den Bildschirm legt, könnt Ihr sicher noch spüren, wie warm die Pixel sind.

Der zweite Teil des Titels bezieht sich auf die Nachbildung von gepflasterten Straßen. Das ist m.E. nicht nur in Spur N eine echte Herausforderung. Am Markt sind nur wenige bis gar keine Materialien zu finden, die mir persönlich zusagen. Und was es gibt lässt sich nur schwer in die erforderlichen weit geschwungenen Kurven biegen, wie ich sie für meine Anlage brauche. Was lag näher, als die beschriebene Technik auch für Pflasterplatten zu adaptieren:

Bild

Es begann wieder mit dem Prägen mit Hilfe meiner eingespannten Nähnadel. Die hinten zu sehende Skala stammt von meinem guten alten Zeichenbrett aus Schultagen. Damit ließen sich bequem relativ regelmäßige Querlinien einritzen. Das Abtrennen der Steine ist dann fast schon Liebhaberei. Bei flotter Radiomusik waren die Querfugen der Steine ruck-zuck eingedrückt:

Bild

Bild

Ich finde, die sich zwangsläufig ergebenden Unregelmäßigkeiten lassen die Struktur recht lebendig erscheinen als wären verschieden große Natursteine zum Einsatz gekommen. An den industriell oder maschinell erstellten Mauerplatten stört mich oft eine sterile Regelmäßigkeit. M.E. darf man - wie in der Wirklichkeit - durchaus sehen, wenn die Struktur vor Menschenhand erschaffen wurde ...

De Spur-N Käfer belegt, die Größe der Steine passt einigermaßen. Sie sind etwas zu groß, aber eine leichte Übertreibung wirkt gerade bei den kleinen Maßstäben zumeist besser als direkt umgerechnete Größen. Schließlich will ich später ja nicht nur mit der Nase über die Straße meine Anlage betrachten ... :D

Und schon ist der Probestück zum Einfärben bereit:

Bild

Oben in der Ecke sind noch ein paar geätzte Kanal-und Gullydeckel zu erkennen. Sie können später das Straßenbild weiter bereichern.

Natürlich fehlen noch ein paar Rinnsteine zu beiden Seiten der Straße ... et voilà ... da sind sie schon:

Bild

Zur Probe habe ich ein weiteres im Bau befindliches Haus von "Mikro Welten" mit Toreinfahrt daneben gestellt. Die Gehwegplatten gehören zu diesem Bausatz und sie wurden lasergrviert. Hm ... scheint zu passen ... oder?

Naja ... erst mal Kolorieren. Wir kennen das Verfahren ja schon. Nur diesmal begann es bei einer dunklen Fugenfarbe, die ich dann nach dem Trocknen aufhellte:

Bild

Bild

Zum Abschluss wieder ein kleiner Testaufbau mit dem Doppelhaus neben der Straße. So ähnlich wird es später auf der Anlage aussehen. Es fehlen natürlich alle weiteren Dekorationen oder Lampen:

Bild

Bild

Die Ergebnisse sind nicht als endgültig zu betrachten und werden noch überarbeitet. Ich denke, ich werde das Pflaster noch ein wenig aufhellen.

Einige von Euch dürfte dieser Teil des Berichtes bekannt vorkommen. Ich gestehe, in der Zeit meiner Abwesenheit bin ich fremd gegangen und ich habe auch Berichte in anderen Foren veröffentlicht. Und wer mir dahin gefolgt ist ...

Aber nun etwas wirklich Neues ... und gleich muss ich von einer Teilniederlage berichten. Die Straße in Rhodenhausen folgt später der Bahnlinie in leichten Kurven. Ich dachte, Forex gehört zu den Thermoplasten und es lässt sich nach dem Erhitzen sicher in die gewünschte Form biegen. Hm ... Pustekuchen ... so leicht ging es nicht.

Zunächst schnitt ich mir wieder ein gerades Stück Forex in der Breite der Straße zurecht und erhitzte den Streifen mit einem Heißluftgebläse. Das Material wurde tatsächlich weich, aber es wellte sich an den Seiten sofort hoch. Den Bogen konnte ich zwar mit Ziehen und Drücken hinbekommen, aber das Ergebnis war nicht zu gebrauchen:

Bild

Zweiter Versuch ... diesmal erhitzte ich die Alu-Platte, bog die Kurve und presste dann zum Abkühlen den Forex-Streifen mit einem Brettchen plan auf die Platte.

Bild

Der Streifen ließ sich zwar auf diese Weise glätten aber seht her:

Bild

Die Breite veränderte sich. Speziell an den Enden hatte sich die Platten zusammengezogen. Wieder nix ...

Entnervt griff ich dann zu Kurvenlineal und Bleistift, zeichnete den Straßenverlauf nach und prägte die Pflastersteine zu einer Kurve. Das ist die bislang beste Methode, mit vertretbarem Aufwand zum gewünschten Straßenverlauf zu kommen. Ich werde weiter darüber berichten.

Bild

Parallel zu diesen Experimenten bin ich mit der weiteren Ausgestaltung des Bahnhofspodestes angefangen. Das Empfangsgebäude erhielt einen Keller, um die Elektronik der Beleuchtung aufzunehmen.

Bild

Auch dem Thema Beleuchtung will ich einen eigenen Bericht gönnen. Hier möchte ich weiterhin den Bau meiner Straßen- und der Vorfeldlampen zeigen.

Bis dahin einen LG
Hubert

PS: Schon wieder Fotos vergessen. Diesmal sogar zwei. Ich werde alt ...

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte aus Huberts Experimentenkastl

Verfasst: Fr 13. Mär 2020, 21:50
von Miraculus
'N Abend Hubert,

wieder toll beschriebene Experimente aus Professor Huberts Modellbahnlabor. So gar nicht mit heißer Nadel gestrickt :wink: . Dennoch der Modellbahnkurve nen heißen Fön verpasst, so dass sie sich verzog, ohne wirklich weg zu sein :mrgreen:

Genug geschwurbelt. Deine Mauer- und Straßenpflasterritzarbeiten sind akurat wie immer. Die ersten Farbschmierereien passen auch sehr gut, so dass hier doch schon das Finish erreicht sein könnte.

Schönes Wochenende wünscht

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 14. Mär 2020, 05:46
von Lanz-Franz
Hallo Hubert.
Die Pflasterarbeiten sehen gut aus.
Beim Strassenpflaster bin ich auch der Meinung, das es etwas heller sein dürfte.
Besonders gelungen finde ich es, dem Plaster noch eine Strucktur mittels HSS Technologie zuverpassen.
Huberts Schleifpappier Stempel
MfG Werner

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 14. Mär 2020, 10:34
von Ralf Franke
Hallo Hubert,
ich bin immer wieder baff, wenn ich sehe was Du da in Spur N hinzauberst, das Straßenpflaster finde ich fantastisch.

MfG
Ralf

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 14. Mär 2020, 12:35
von Loki2014
Hallo Hubert

Eine schöne und gut erklärte Bastelanleitung. Mit einfachen Mittel zum Erfolg. Das Ergebnis spricht für sich :gfm:

Grüsse
Sven

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mo 16. Mär 2020, 08:06
von 211064
Hallo Hubert,

was machst Du für Sachen? Mauern ritzen, Straßen schnitzen, von deinen Stummis Mitdenken verlangen :fool: ?

Jedenfalls finde ich Mauer und Straße sehr gelungen. Den Lappen-Färbetrick kannte ich noch nicht - muss ich bei der Überarbeitung meiner Ladestraße demnächst unbedingt probieren!

Und für die Uhr hast Du uns ja jetzt auch eine wunderbare Begründung geliefert. Abgenommen :fool: .

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 20. Mär 2020, 21:12
von alex57
Hallo Hubert,


super Arbeit, super Beschreibung, wie du vorgegangen bist. Sehr schöne Patinierung von Mauer und Strasse. :gfm: :gfm: :hammer:

Ist ne Menge Arbeit, sieht man, aber das Ergebnis ist :hammer: :hammer: :hammer:


Liebe Grüsse


Alex

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 21. Mär 2020, 08:58
von wolferl65
Servus Hubert,

bei Deinen Experimenten zum Kurvenbiegen mußte ich schmunzeln, meine Aufgabe, das Pflaster im Radius auf die gebogenen Bahnsteige zu bekommen, hatte ich zunächst auch mit Hitze versucht zu lösen :mrgreen:. Erst das Streifenschneiden in unterschiedlichen Schnittiefen hat dann geklappt.

Die Bemühungen des menschlichen Geistes sind stets faszinierend... :D , Dein Ergebnis allerdings auch!

Gruß
Wolfgang

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 21. Mär 2020, 09:49
von mmxtra
Moin Hubert, ich musste doch mal wieder sehen, was du so treibst. Tolle Arbeit mit den Forex-Platten. Das überzeugt mich sehr.
Vielen Dank für den Bericht.

Thorsten

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 21. Mär 2020, 10:13
von dampflok-Fan
Hallo Hubert,
vielen Dank für die Hinweise auf die Mauer - und Pflasterplatten im Raumbachtal. Deshalb habe ich heute gleich mal bei Dir geguckt,wie das aussieht. Ich muss sagen,ich könnte mich schon für die Forex-Platten- Methode begeistern. Das sieht einfach erstklassig aus. Auf alle Fälle werde ich auch mal ein Teststück fertigen und dann weitersehen. Dem Kommentar von Wolferl65 weiter oben glaube ich entnehmen zu können, dass das Radius ändern mit CH-Kreativ Platten doch nicht so einfach geht.
Im Übrigen bin ich froh, hier wieder Beiträge von Dir zu lesen weil es einfach in jedem etwas abzugucken gibt.
In diesem Sinne weiter frohes Basteln
Viele Grüße
Bernd

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 21. Mär 2020, 11:22
von wolferl65
Kurze Antwort an Bernd wegen CH-Kreativ:

Solange der Radius recht groß ist ist das sogar total easy, einfach nur entlang der Pflasterfugen einschneiden (das kurveninnere Ende zusammenlassen). Alleine durch das Quetschen des Trägermaterials beim Schneiden entsteht automatisch ein Radius, bei mir sogar genau der, den ich brauchte (ca. 200 cm). Ich habe hierbei ca. jede 3. Fuge abwechselnd 1/3 und 2/3 tief im Verhältnis zur Gesamtbreite des Pflasterstreifens (mit einer Schere) geschnitten. Kleinere Radien kann man sicher auch mit mehr und tieferen Schnitten und Fugenmaterial erzielen, irgendwann ist dann aber mal Schluss (schätze so bei 140 cm), sonst werden die Fugen zu breit...

Gruß
Wolfgang

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 21. Mär 2020, 13:52
von Recycle
Hallo Hubert,

das sieht ja super aus :bigeek:. Insbesondere das Pflaster gefällt mir. Das muss ich unbedingt auch mal versuchen, denn in Wiederfähr-Wertingen ist das Pflaster bisher nur ausaufgeklebtem Papier ohne Struktur. Da muss renoviert werden :D . Verrätst Du mir, woher Du Deine Platten beziehst? Dankesehr.

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: So 22. Mär 2020, 18:31
von Lokwilli
Moin Hubert,

die neu Straße sieht wirklich Klasse aus. Da hast Du erstklassige Arbeit bei Ritzen geleistet - absolut gleichmäßig :gfm:

Ich bin immer wieder froh, dass ich das nur in H0 machen muss. In N ist das mal ne ganze Spur heftiger.

Beim Biegeversuch musste ich auch schmunzeln und dache sofort: Warum schneidet Hubert nich einfach einen Bogen. Die hochgewölbten Ränder sahen zunächst so aus, als könntest Du das Stück umdrehen und hättest gleich eine passende Wölbung der Fahrbahn zu den Kantsteinen hin :wink:

Viele Grüße und bleib schön gesund
Phil

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 27. Mär 2020, 19:42
von Chneemann
Hallo Hubert,

ich habe mich auch mal wieder auf den neusten Stand gebracht.
Ich bin immer wieder begeistert wie detailliert Du in N baust. :D
Das sind Aufgaben die ich nicht mal in H0 machen möchte... :|

Ich bin beeindruckt :D

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Di 31. Mär 2020, 13:44
von N Bahnwurfn
Hallo Hubert,

toller Bericht wieder hier, auch wenn nicht alles glatt gelaufen ist.
Deine Farbtupfmethode überzeugt. Die Stützmauer gefällt mir richtig gut.
Ja das mit dem Kurvenpflaster ist so eine Sache. Im Handel gibts nie die Radien die man gerade braucht.
Obwohl ich hier im Forum schon Handelsware mit echt schönem Pflaster gesehen habe, es hapert meist daran das sich die Platten nicht in die gewünschten Kurvenformen ziehen lassen. Was dein geritztes Pflaster betrifft, finde ich die Größe der Steine durchaus OK. Gemessen am Rad des Käfers darauf, durchaus im N Maßstab. Freu mich schon auf die Bilder mit dem Doppelhaus, wenn alles "fertig" ist. :wink:


MfG Peter

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte aus Huberts Experimentenkastl

Verfasst: Fr 3. Apr 2020, 20:18
von hubedi
Hallo zusammen,

Leuchten ... Leuchten, noch mehr Leuchten und immer noch nicht fertig ... Puh! Eigentlich lautete der Plan, alle Masten und Leuten zu bauen, die für den Rhodenhausen-Abschnitt der Anlage erforderlich sind. Eine Serienproduktion ist nun mal effektiver als ein immer neuer Anlauf. Aber nee, ich muss doch bald mal was anderes machen. Zumindest so weit sollte alles fertig werden, bis ich die Installationen rund um den Bahnsteig und die Straßen einschätzen kann.

Den Bau meiner Gittermastleuchten für das Bahnhofsvorfeld bzw. den Güterbereich will ich Euch heute mal näher ... jetzt hätte ich beinahe "beleuchten" geschrieben. Schon wieder was mit leuchten ... nee ... erst die Post ... und bevor es losgeht ein herzliches Dankeschön für Euren Besuch und die Beiträge:
Miraculus hat geschrieben:
Fr 13. Mär 2020, 21:50
... Die ersten Farbschmierereien passen auch sehr gut, so dass hier doch schon das Finish erreicht sein könnte. ...
@Peter
Naja, das wird sich zeigen müssen, da ich den Gesamteindruck noch nicht beurteilen kann.
Lanz-Franz hat geschrieben:
Sa 14. Mär 2020, 05:46
... Beim Strassenpflaster bin ich auch der Meinung, das es etwas heller sein dürfte.
Besonders gelungen finde ich es, dem Plaster noch eine Strucktur mittels HSS Technologie zuverpassen. ...
@Werner
Ich stimme Dir zu. Das Pflaster wird nach dem Aufkleben auf der Anlage sicher nochmal aufgehellt. Ursprünglich habe ich zwar an Basaltsteine gedacht, aber tendenziell scheint es mir optisch ansprechender und freundlicher auszusehen, wenn die Oberflächen einen Tick heller ausfallen als in der Realität.
Ralf Franke hat geschrieben:
Sa 14. Mär 2020, 10:34
... ich bin immer wieder baff, wenn ich sehe was Du da in Spur N hinzauberst ...
@Ralf
Hm, eigentlich solltest Du Dich nicht über die Spur N wundern ... es wird eine N-Anlage. :fool:
Danke für Dein dickes Lob!

Loki2014 hat geschrieben:
Sa 14. Mär 2020, 12:35
... Mit einfachen Mittel zum Erfolg ...
@Sven
Wenn man erst einmal eine passende Methode gefunden hat, ist die Sache nicht mehr schwer. Aber da liegt der Hase im Pfeffer. Der Weg ist nicht selten mit abzweigenden Sackgassen gespickt. Ich hoffe, mit meiner Dokumentation kann sich der Eine oder die Andere ein paar Umwege sparen.
211064 hat geschrieben:
Mo 16. Mär 2020, 08:06
... was machst Du für Sachen? ... Und für die Uhr hast Du uns ja jetzt auch eine wunderbare Begründung geliefert. Abgenommen ...
@Christoph
Puh, Glück gehabt ... Du weißt ja sicher, warum der Teufel seine Großmutter erschlagen hat. :D
Die Frage nach den Sachen kann ich Dir flott beantworten. Ich baue eine Moba-Anlage. :fool:
alex57 hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 21:12
... Ist ne Menge Arbeit, sieht man ...
@Alex
Wenn man erst einmal weiß wie es geht, ist es bestimmt nicht mehr Arbeit als z.B. Gipsabgüsse herzustellen und passend abzuschleifen. Da lobe ich mir mein Forex. :D
wolferl65 hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 08:58
... bei Deinen Experimenten zum Kurvenbiegen mußte ich schmunzeln ...
@Wolfgang
Ich muss zugeben, als es mit dem Erwärmen nach allen Experimenten so gar nicht klappen wollte, war mein Gesichtsausdruck erst einmal etwas sparsam. Das Schmunzeln stellte sich erst viel später ein. :D
mmxtra hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 09:49
... ich musste doch mal wieder sehen, was du so treibst ...
@Thorsten
Freut mich und Du bist herzlich eingeladen, meinem Treiben weiterhin zuzuschauen.
dampflok-Fan hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 10:13
.. Ich muss sagen,ich könnte mich schon für die Forex-Platten- Methode begeistern. ... Im Übrigen bin ich froh, hier wieder Beiträge von Dir zu lesen weil es einfach in jedem etwas abzugucken gibt. ...
@Bernd
Es freut mich sehr, wenn Du mit meinen Berichten etwas anfangen kannst. Ich entdecke inzwischen immer mehr Möglichkeiten mit Forex zu bauen. Das nächste Projekt ist im Kopf gerade in Arbeit ...

Und dazu nochmal ...
wolferl65 hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 11:22
... Solange der Radius recht groß ist ist das sogar total easy, einfach nur entlang der Pflasterfugen einschneiden (das kurveninnere Ende zusammenlassen). Alleine durch das Quetschen des Trägermaterials beim Schneiden entsteht automatisch ein Radius ...
@Wolfgang (nochmal)
Du hast es ja in Deinem Video eindrucksvoll demonstriert. Forex ist natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten. Die Auswahl an N-Platten bei CH-Kreativ ist allerdings ziemlich übersichtlich.
Recycle hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 13:52
... Das muss ich unbedingt auch mal versuchen, denn in Wiederfähr-Wertingen ist das Pflaster bisher nur aus aufgeklebtem Papier ohne Struktur. Da muss renoviert werden ...
@Christian
Soweit ich weiß, gibt es diese Pflasterplatten aus Pappe auch vorgeprägt. Aber ich persönlich kann mich damit nicht so richtig anfreunden. Die Decore sehen leider zumindest in N recht unglaubwürdig aus. Und dann stellt sich wieder das Problem, Kurven zu gestalten. Bezüglich meiner Einkaufsquelle hatte ich Dir ja eine PN geschickt.
Lokwilli hat geschrieben:
So 22. Mär 2020, 18:31
... Beim Biegeversuch musste ich auch schmunzeln und dache sofort: Warum schneidet Hubert nich einfach einen Bogen ...
@Phil
Na toll, wenn ich Deinen Rat dringend gebraucht hätte, bist Du nicht da. :fool:
Es gab aber einen konkreten Grund für meinen Biegeversuch. Ich hatte weiche Übergänge wie bei einem Übergangsbogen im Kopf. Das ist mit dem vorherigen Aufzeichnen so eine Sache. Mit einem Kurvenlineal geht das aber letztlich auch.
Chneemann hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 19:42
... wie detailliert Du in N baust. ... Das sind Aufgaben die ich nicht mal in H0 machen möchte ...
@Florian
Naja ... ich baue nun mal in N ... was bleibt mir anderes übrig. Aber wenn Du das in H0 nicht machen möchtest, habe ich einen Vorschlag für Dich ... baue auch in N. Das macht wirklich Spaß. :fool:
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Di 31. Mär 2020, 13:44
... Ja das mit dem Kurvenpflaster ist so eine Sache. Im Handel gibts nie die Radien die man gerade braucht.
Obwohl ich hier im Forum schon Handelsware mit echt schönem Pflaster gesehen habe, es hapert meist daran das sich die Platten nicht in die gewünschten Kurvenformen ziehen lassen. ... Freu mich schon auf die Bilder mit dem Doppelhaus, wenn alles "fertig" ist. ...
@Peter
Du hast das Problem exakt umrissen. Und mir gefällt das etwas sterile Aussehen der fertigen Platten auch nicht unbedingt. Aber das ist Geschmackssache. Aber so ein bisschen Anarchie und Chaos ... hm ... sehr sympatisch. :D
Etwas musst Du Dich noch gedulden. Aber ich bin dran ... obwohl alles fertig ... nee ... niemals ... wäre ja furchtbar. :D

@All
So ... alles anschnallen ... es geht los.

Um die Wirkungen der ganzen Teile auf der Anlage beurteilen zu können, muss ich sie erst einmal besitzen. Gerade die Leuchten der Industrie sind in Spur N ... mehr so naja. Es gibt zwar ein paar Kleinserienprodukte, die aber vor dem Aufstellen auch Kleinserienpreise erfordern. Ich bin gerne bereit auch mal in die Tasche zu greifen, aber bei so über den dicken Daumen mehr als 40 Leuchten ... mein Sparschwein schaut schon wieder so merkwürdig. Ganz ruhig bleiben, Du kannst weiterleben. :D

Heute möchte ich Euch den Bau meiner Gittermastleuchten für das Gleisvorfeld zeigen. Ich habe inzwischen aber auch andere Typen entwickelt und gebaut. Aber wie lang soll der Bericht werden ... es sind ja jetzt schon wieder 20 Baufotos geworden.

Schon vor einiger Zeit hatte ich mir eine Vorlage für eine Ätzplatine gezeichnet. Weil ich keine Lust auf die Chemiepantscherei hatte, beauftragte ich eine Lohnätzerei mit der Anfertigung der Messingbleche:

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Aus den flachen Blechen sollten dann 3D-Mastleuchten werden. Bei näherer Betrachtung entdeckte ich doch so manche Defizite bei der Ausführung. Teilweise waren die Konturen nicht ganz freigeräumt. Zusätzlich war an den Kanten eine schräge Unterätzung und gewisse Unsauberkeiten festzustellen. Ob ich es mit meinen Mitteln besser hinbekommen hätte ... hm ...:

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Naja, in der Summe ließen sich die Bauteile aber doch relativ gut verwenden.

Der Bau einer Leuchte begann mit dem Ausknipsen eines Mastes aus der Platine. Meine Bastelklinge eignete sich dazu besser als mein Seitenschneider:

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Wie Ihr seht, besteht so ein Mast aus drei Teilen ... den beiden Deckplatten mit den Querstreben und einem Mittelteil weitgehend ohne Streben. Hier habe ich übrigens nach der ersten Mastmontage noch weitere Stege heraus gekniffen.
Ursprünglich wollte ich einen Kupferlackdraht außen am Rand vorbeilaufen lassen. Das erwies sich aber als kaum praktikabel. Also musste der Draht zwischen den Querstreben durchgefädelt werden.

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Natürlich wie immer ... vor dem Verlöten empfiehlt es sich, alle späteren Kontaktstellen sorgfältig zu verzinnen. Zu dick aufgetragene Lötzinnreste musste ich vor dem Aufeinanderlegen der drei Teile erst einmal mit der Feile glätten.

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Trommelwirbel ... den zusammengeklemmten Teile wird es hier ziemlich warm. Abschnittsweise richtete ich die Seitenstreben nochmal aus und dann verrichtete die Lötstation ihre Arbeit.

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Wieder alles mit der Feile glätten und dann ...

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... da isser! :D Hier und da die Kanten etwas begradigt und der Mast könnte feierlich seiner Bestimmung übergeben werden. Wäre da nicht die Sache mit dem Kupferlackdraht ...

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Also mit dem Stiftenkölbchen und einem 0,3 mm Bohrer ein Loch von oben gebohrt ...

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... und unten natürlich auch. Nochmal mit der Reibahle durchgebürstet ... fertig.

So eine Leuchte braucht eine Lampe um zu lampen ... nee, zu leuchten ...

Ich habe tatsächlich nachgelesen, was eine Lampe von einer Leuchte unterscheidet. Die hochspannende Lektüre brachte folgenden Erkenntnisgewinn: Eine Leuchte meint das ganze Ding mit allem Drum und Dran. Die Lampe ist das Leuchtmittel. Aber ist deswegen eine LED eine Lampe obwohl sie leuchtet und nicht lampt ... hä ... das soll einer verstehen ... ich muss nochmal deutsch lernen ... egal. :fool:

Jedenfalls, der Bau der leuchtenden Lampe startete mit dem Schneiden schmaler Platinenstrippel:

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Das mittlere Loch ist hier schon gebohrt. An dieser Stelle sitzt später eingelötet das 0,8 mm starke Trägerröhrchen. Die Querstriche sind Trennlinien für die Kupferbahn und ganz links am Strich kniff ich die Platine ab. Über den Trennlinien sitzen später wiederum die beiden LED.

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Mit dünnen Kupferlackdraht (0,1 mm) galt es noch, die LED in Reihe zu schalten. Eine Kathode ist dann mit dem Trägerrohr elektrisch verbunden. Die Anode der anderen LED schließt später über den durch den Mast gefädelten Kupferlackdraht den Stromkreis. Diese haardünne Leitung läuft von oben in das Trägerrohr. Naja, ein Bild sagt wohl mehr als alle Worte:

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Test ... Test ... Test ... sehe ich was ...

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ja, alles gut. Natürlich darf man den Vorwiderstand vor dem Elektronendurchlauf nicht vergessen. Sonst ist die Karriere der leuchtenden Lampe schnell beendet.

Wer kennt noch diese uralte Blödelshow "Klimbim" u.a. mit Ingrid Steeger ... "Da mach ich mir 'nen Schlitz ins Kleid und find es wunderbar." Hier kam der Schlitz oben in den Mast, denn da sollte das Trägerrohr eingelötet werden (wie zum Henker komme ich jetzt nur auf "Klimbim"?):

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Noch ein wenig glätten, ansprühen, anpinseln, ein dicker Fuß zum Befestigen auf der Anlage und ein paar ordentlichen Anschlussleitungen dran ... Trommelwirbel ... da sind sie:

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Hier nochmal etwas näher ran:

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Der Kopf zeigt hier noch einen echten Nachteil meiner Bauweise. Die LED strahlt so ein wenig zur Seite und blendet sogar. Also habe ich später die Ränder dick mit Farbe gestrichen und das Problem war gelöst. Der runde Kopf entstand oben übrigens durch das Aufkleben eines PS-Halbrundprofils von Evergreen.

Im ersten Prototyp hatte ich noch eine andere Kopfkonstruktion vorgesehen, bei der die LED in der Abdeckung verschwanden. Aber der Kopf wurde so unanständig groß und dick. Man kann nicht alles haben ... mir war die filigrane Draufsicht lieber, als das Versenken der LED ins Gehäuse. Aber vlt. versuche ich bei den Bahnsteigleuchten noch eine andere Baumethode. Es muss ja immer etwas Luft nach oben bleiben ... das hält geistig flexibel ... :D

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Unten am Anschlussblech habe ich noch die Attrappe eines Leitungsrohres und die Anschlussdose angebracht. Das ist allerdings eine grenzwertige Fummelei. In der Makroansicht erkennt man auch die etwas unsaubere Handarbeit. Der Elektriker war's ... ich nicht.

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Besonders im Gegenlicht sieht man natürlich den Anschlussdraht. Der hat hier etwas zu viel vom Sprühlack eingesammelt. Da muss ich besser aufpassen. Zum nachträglichen Säubern ist der Ding viiiiiel zu dünn und empfindlich. Den angedeuteten Betonsockel könnten ich noch etwas putzen Aber dann lass ich es so!

Straßenleuchten aus Aderendhülsen und Messingröhrchen habe ich auch noch gebaut ... bis in die Unendlichkeit und weit darüber hinaus ... oder so ... :D

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Das ist eine andere Geschichte, die ich später noch erzählen könnte.

Damit die Bahn auch noch ihr Recht bekommt, stelle ich Euch auch hier meine Neuanschaffung vor. Der Peter (Miraculus) kennt sie ja schon aus seinem Bilderthread:

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Ist sie nicht schön ... hoffentlich trägt sie nun ihre Nase demnächst nicht zu hoch.

Ich hoffe, Ihr könnt ein wenig bis etwas mit meinem heutigen Bericht anfangen. Demnächst geht's hier weiter.

LG und bleibt gesund
Hubert