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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: So 5. Mai 2019, 21:08
von Miraculus
Juhuuu Hubert,

Glückwunsch zum Neuzugang. Wirklich schöne Maschine, die sich glücklich schätzen kann zukünftig in der tollen Umgebung ihren Dienst verrichten zu dürfen.

Danke an Carsten für das Abschiedsvideo. Da fiel es der 51er sicher schwer ihr altes BW zu verlassen. Zum Trost darf sie dann im Spätjahr den Michinger Marzibahnzug ziehen :wink:

Bin gespannt, was Du dann so alles mit der veranstaltest. Führerstandsbeleuchtung, winkender Lokführer, Sound, bewegliche Dampfdruckanzeige. Mannomann, ähemm Manometer :D


Gruß

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: So 5. Mai 2019, 21:33
von Frank K
Servus, Hubert,

so manchmal habe ich das Gefühl, dass, wenn Du in Deine Bastelgefilde gehst, Du Dich selbst in 1 : 160 transformierst. Anders ist die Präzision Deiner Arbeiten kaum noch erklärbar. Und dann kannst Du’s auch noch wunderbar beschreiben.

Und Glückwünsche zum Neuzugang aus Mühlental gibt’s von mir auch noch. Ich mag gar nicht erst spekulieren, was Du mit ihr alles anfangen wirst, um sie weiter zu verbessern. Und mit dem Viadukt hast Du auch noch ein wunderschön passendes Fotomotiv geschaffen. :D

:gfm: :gfm: :gfm:

Ciao, Frank

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mo 6. Mai 2019, 04:48
von Darius
Guten Morgen Hubert,

ich gratuliere Dir zum Neuzugang :gfm:
Ich war schon ein wenig traurig, als Carsten das Abschiedsvideo gezeigt hat. Aber hier hat sie sicherlich eine schöne Zukunft.
Ich freue mich auf die Nachbearbeitung, die Du in Aussicht gestellt hast.
Die Bilder sind klasse. Auf dem Viadukt macht sich der Zug toll
:gfm:
Viele Grüße,
Daniel

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 8. Mai 2019, 15:11
von derOlli
Hallo Hubert, :D

dein Dampfer auf den Viadukt macht eine gute Figur :D
Da fällt mir mal wieder auf das ich mein Viadukt mal steinigen müsste. Es ist ja noch total nackt.
Wie geht es deinem Aufzug, geht es damit demnächst weiter?

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mi 15. Mai 2019, 21:13
von N Bahnwurfn
Hallo Hubert,

da hast du dir richtig Mühe gegeben mit deiner P8.
Schön was raus geholt aus den Oldtimer und vor allem in dem Tempo.
Dachte schauste mal in zwei Wochen wieder rein und nun mußte ich erst mal wieder zurück blättern. :o
Hoffe es gibt vor oder nach der Probefahrt noch mal ein paar Bilder vom zusammen gebauten Modell, als finalen
Abschluß sozusagen. :)

MfG Peter

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 17. Mai 2019, 10:55
von hubedi
Hallo zusammen,

vielen lieben Dank für Euren motivierenden Zuspruch und das Lob zu meinem Umbaubericht der P8. Nun musstet Ihr ja ziemlich lange auf weitere Bilder vom aktuellen Stand warten. Leider hat mein Kreislauf wieder mächtig herumgezickt und ich fühlte mich reichlich durmelig. Ich konnte also nicht allzu viel machen ... erst recht nicht an der Anlage und beim Aufzug. Aber die BR 38 ist bis auf ein paar Kleinigkeiten fertig geworden. Doch wie immer ... erst eure Post:

wolferl65 hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 18:18
mußte gerade schmunzeln... wenn Dein Viadukt aus den guten alten Heki-Platten gebaut wurde...
...hatte ich die heute auch in der Hand. Recycle meine Altbestände als Tunnelinnenwände :D ...
@Wolfgang
Wie ich ich Deinem Thread schon geschrieben habe ... als der Viadukt entstand, waren die Heki-Platten eine Sensation. Heute taugt es nur noch für Tunnelinnenwände. Obwohl, man kann immer noch schöne Sachen damit bauen ...
Clooney hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 18:36
... Aber was macht eigentlich Dein Loklift? ...
derOlli hat geschrieben:
Mi 8. Mai 2019, 15:11
... Wie geht es deinem Aufzug, geht es damit demnächst weiter? ...
@Jochen und Olli
Eigentlich war geplant, nach der P8 den Loklift und die Fräse weiter zu bearbeiten. Aber mit den immer noch auftretenden Schwindelattacken traue ich mich nicht an die Holzmaschinen. Es ist ziemlich irritierend, wenn man z.B. einen heruntergefallenen Bleistift nur mit dem Gefühl aufheben kann, man legt sich gleich daneben. Aber es wird langsam besser ... der Doc hatte recht, indem er mich eine Weile aus dem Gefecht verbannte.
wulfmanjack hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 19:06
... Hoffe der Fotograf hat keinen Hexenschuss bei den Verrenkungen für die Schnappschüsse bekommen. ... Aber bei dem Hintergrundbild hast Du doch wahrscheinlich wieder.....
@Wolfgang
Hüstel ... ich gestehe, bei der Großaufnahme auf dem Viadukt und und auf der Drehscheibe habe ich einen Bildausdruck dahinter gestellt. Der Rest ist echt.
Dem Fotografen und seinem Rücken geht's gut. Es musste nur das Stativ etwas herunter drehen, die Kamera mit dem Tablet koppeln und auf dem Bildschirm das Geschehen in aufrechter Körperhaltung fernsteuern. Die moderne Technik macht so einiges möglich ... in Epoche III hätte man das noch für eine Alientechnologie gehalten. :D
Lax hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 19:14
... Ich bin mir sicher, wenn du mit der 50er fertig bist, dann braucht sie sich vor keiner neuen Lok verstecken. ...
@Dominik
So viele Vorschusslorbeeren ... oh je ... die neuen 50er sehen schon sehr gut aus. Die Laufeigenschaften meiner neuen 51er ist prima ... da hat der Carsten gute Vorarbeit geleistet. Äußerlich gibt es Einiges zu tun. Tatsächlich bin ich mit dem Umbau angefangen aber aus den genannten Gründen noch nicht sehr weit gekommen.
Miraculus hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 21:08
... Wirklich schöne Maschine ... Da fiel es der 51er sicher schwer ihr altes BW zu verlassen. Zum Trost darf sie dann im Spätjahr den Michinger Marzibahnzug ziehen ... Bin gespannt, was Du dann so alles mit der veranstaltest. Führerstandsbeleuchtung, winkender Lokführer, Sound, bewegliche Dampfdruckanzeige ...
@Peter
Ja, mir gefällt sie auch sehr gut. Ich will aber nicht zu viel Schnickschnack anbauen, da sie wirklich Betrieb machen soll. Einen "winkenden Lokführer" wird's also nicht geben. :D Aber sie liegt bereits komplett zerlegt auf meinem Basteltisch und der Umbau hat begonnen. Ich hatte ja genug Zeit, mir Gedanken zu machen ... später mehr dazu.
Frank K hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 21:33
... so manchmal habe ich das Gefühl, dass, wenn Du in Deine Bastelgefilde gehst, Du Dich selbst in 1 : 160 transformierst.

Und Glückwünsche zum Neuzugang aus Mühlental gibt’s von mir auch noch. Ich mag gar nicht erst spekulieren, was Du mit ihr alles anfangen wirst, um sie weiter zu verbessern. Und mit dem Viadukt hast Du auch noch ein wunderschön passendes Fotomotiv geschaffen ...
@Frank
Nee, ich sitze immer noch im Maßstab 1:1 an meinem Basteltisch. :D Danke für die Glückwünsche ... die kann ich zum Umbau brauchen.
Darius hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 04:48
... ich gratuliere Dir zum Neuzugang ... Ich war schon ein wenig traurig, als Carsten das Abschiedsvideo gezeigt hat. Aber hier hat sie sicherlich eine schöne Zukunft.
Ich freue mich auf die Nachbearbeitung, die Du in Aussicht gestellt hast ...
@Daniel
Ich hoffe, der Umbau gelingt. Ich habe mir einiges vorgenommen. Die alte Konstruktion aus den 70ern des letzten Jahrhunderts ist optisch gegenüber aktuellen Modellen doch etwas ins Hintertreffen geraten. Aber da lässt sich mit vertretbarem Aufwand etwas machen. Mal sehen, ob sie im 21. Jahrhundert ankommt ... :D
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Mi 15. Mai 2019, 21:13
... Hoffe es gibt vor oder nach der Probefahrt noch mal ein paar Bilder vom zusammen gebauten Modell, als finalen
Abschluß sozusagen ...
@Peter
Dein Wunsch ist für mich Auftrag. :D

@All
Die Probefahrten sind mit Bravour absolviert. Die Lok fährt mit dem Getriebeumbau sehr sanft und sie lässt sich exzellent steuern. Die zusätzlichen Stromabnahmepunkte tragen vlt. auch dazu bei, dass mein Maschinchen sanft und kräftiger als je zuvor über den Schienenweg läuft. Die Mühen des Umbaus haben sich auf alle Fälle gelohnt. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die ich noch richten muss aber ich bin sehr zufrieden. Tatsächlich überlege ich noch, ob ich auf die vordere Kupplung verzichte und die Pufferbohle absenke. Mal sehen ...

Bevor ich die Mechanik testen konnte, brauchte die Lok ein elektronisches Lokpersonal. Heizer und Meister vereinigten sich diesmal in einem DH05A von Doehler&Haass. Ich muss sagen, die Regeleigenschaften harmonierten exzellent mit der P8. Der Winzling passt perfekt in eine Aussparung des Lokgehäuses quasi in der Feuerbüchse. Der Maximalstrom des Decoders liegt bei bescheidenen 500 mA aber der Motor erreicht solche Größenordnungen nicht. Ich baute mir noch einen LED-Glühbirnenersatz, mit dessen Wirkung ich aber noch nicht ganz zufrieden bin.

Bild

Der Heizer hatte bei der Probefahrt einen lauen Job. Der Decoder erwärmte sich kaum und ich muss mir wohl keine Gedanken über eine zusätzliche Belüftung der Elektronik machen. Der kleine Lok-Tenderabstand kam zusammengebaut erst richtig zur Geltung:

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Bild

Die Kontaktfedern des letzten Kuppelrades stören aus dieser Perspektive doch etwas. Mal sehen, ob ich die Bleche noch etwas kaschieren kann.

Nun ging es auf die Anlage und die Lok wurde gleich vor einen Hechtwagenzug gekuppelt:

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Da sehe ich doch gleich einen Kleberklecks auf dem Schienenweg ... :shock: ... nee, da muss ich noch Hand anlegen. :D

Auf dem Viadukt war die P8 mit ihrem Eilzug nach Klustal anzutreffen:

Bild

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Die Alterung des Tenderfahrgestells stammt vom Vorbesitzer. Ich habe die für mich übertriebene Bemalung bereits etwas modifiziert aber ich muss weiter Hand anlegen. Dann wird auch das Lokfahrwerk etwas dekorativen Dreck bekommen.

Unserem Fotografen gelang unter der Brücke stehend noch dieser Schnappschuss von unten:

Bild

Diesmal wurden keine Kulissen geschoben ... so sieht's im Augenblick tatsächlich auf der Anlage aus. Das Grünzeug fehlt ... wenn ich wieder stabil aufrecht stehe, wird sich auch das ändern.

Wie oben angesprochen habe ich zur Erholung vor den wortwörtlichen "großen" Taten den Umbau der 51er gestartet. Ich überlege nur, ob ich die Bilder und den Bericht hier in den Anlagenthread stellen soll. Der Thread ist schon zerrissen genug. Vlt. packe ich den Bericht in den Umbaubereich des Forums ... ich weiß noch nicht,

LG
Hubert

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 17. Mai 2019, 11:11
von Darius
Hallo Hubert,

vielen Dank für den Bericht und die Bilder. :gfm:
Die Lok schaut klasse aus mit dem kurzen Abstand.

Hoffentlich geht es Dir bald besser, damit Du wieder vollumfänglich baufähig bist 8)

Viele Grüße,
Daniel

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 17. Mai 2019, 14:06
von N Bahnwurfn
Hallo Hubert,

ein richtiges kleines Schmuckstück ist sie geworden. Zumal wenn man den Ursprungszustand bedenkt.
Wie viele dieser altgedienten Oldtimer werden wohl über die Jahre einfach in der Tonne landen, anstatt zum Unikat zu werden.
Da hat dein Lökchen richtig Glück gehabt. :D Besonders schön kommt sie auf dem letzten Bild daher, finde ich. :sabber:

Gute Besserung und bis bald. 8)

MfG Peter

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 17. Mai 2019, 14:14
von Andy_1970
Hallo Hubert,
zuerst auch meinerseits Gute Besserung!
Die P8 sieht fantastisch aus (kaum zu glauben, dass das Maßstab 1:160 ist)! :sabber: :gfm:

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 17. Mai 2019, 14:20
von trillano
Hallo Hubert,
Meinen Glückwunsch zu diesem gelungenen Umbau! Das alte Pferdchen rennt nun wieder wie ein Fohlen, und auch im Anblick gibt es nichts zu meckern! Nie würde ich mir eine solche Arbeit zutrauen. Aber ich könnte Dir jede Menge alte Schätzchen zur Jungbrunnenkur vorbeischicken! :D :D
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, mit oder ohne „Fitzeleinlage“ ! Und vor allem gute Besserung!
Bis bald wieder!

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 17. Mai 2019, 18:49
von E 03
Hallo Hubert, Tausendsassa des Modellbahnhobbys. Was kannst Du eigentlich nicht? Landschaftsbau, Baumbau, Gebäudebau und -veredelung, Digitaltechnik und Mechanik aller Art, nichts ist Dir fremd. Habe ich noch was vergessen, dann verzeihe mir bitte bei dieser Universalbegabung. :shock:

Gerade die Vielfalt der Berichte aus unterschiedlichen Modellbaugebieten machen Deinen Thread so interessant, deshalb würde ich an Deiner Stelle alles beim alten lassen und weiter in diesem, Deinem Thread darüber berichten.

Ich wünsche Dir ein schönes, hoffentlich auch bald wieder schwindelfreies Wochenende. :wink:
Friedl

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: So 19. Mai 2019, 17:57
von hubedi
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Beiträge und speziell für die Genesungswünsche. Es geht so langsam besser, aber ich bin noch nicht wieder fit. Gestern war Probelauf und ich trat zum Kampf gegen das grüne Monster im Garten an. Was soll ich sagen ... das Monster hat gewonnen. Ich muss immer noch langsam machen. Das muss noch besser werden ...

Immerhin ... Fusselarbeiten gehen wieder einigermaßen. An der Anlage war ich aber nur zum Fotografieren. Ich werde Friedls Empfehlung folgen und doch hier über den Umbau der BR 51 berichten. Ich hoffe, ich langweile Euch nicht. Versprochen, sobald ich wieder kann, geht's mit dem Bau der Anlage weiter.

Aber zuvor muss ich noch einen Fehler gestehen ... ich habe im Eifer des Gefechtes das Lokgehäuse der BR 38 falsch montiert und einen Draht eingeklemmt. Dadurch saß das Gehäuse insgesamt zu hoch. Ich war von den Fahreigenschaften des Getriebeumbaus so begeistert, dass es mir entgangen ist. :oops: Nun sitzt das Gehäuse richtig ... ich habe aber noch keine neuen Bilder der BR 38 gemacht.
Darius hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 11:11
... vielen Dank für den Bericht und die Bilder ...
@Daniel
Gern geschehen ... freut mich, dass es Dir gefallen hat.
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 14:06
... Wie viele dieser altgedienten Oldtimer werden wohl über die Jahre einfach in der Tonne landen, anstatt zum Unikat zu werden ...
@Peter
Das sehe ich auch so. Ich habe hier noch ein paar umbauwürdige Maschinchen herumliegen, die ich für kleines Geld erwerben konnte. Eigentlich waren sie als Ersatzteilspender vorgesehen, aber dazu sind mir manche Modelle einfach zu schade. Die Zeit darf man nicht rechnen, aber das machen wir ja sowieso nicht. :D Bei mir wird es langsam zum Hobby im Hobby, alte Schätzchen zu retten.
Andy_1970 hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 14:14
... (kaum zu glauben, dass das Maßstab 1:160 ist)! ...
@Andy
Ich habe sie gerade neben mir stehen ... es ist 1zu160. :D
trillano hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 14:20
... Aber ich könnte Dir jede Menge alte Schätzchen zur Jungbrunnenkur vorbeischicken! ...
@Alexander
Sooo wild ist der Umbau nun auch nicht. Wir wissen doch, man wächst an und mit seinen Aufgaben. Ich ich bin grundsätzlich neugierig, was alles so geht.
H0-Loks umbauen ... hm ... sind die nicht viel zu groß für mich ... :D
E 03 hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 18:49
... nichts ist Dir fremd ... Gerade die Vielfalt der Berichte aus unterschiedlichen Modellbaugebieten machen Deinen Thread so interessant, deshalb würde ich an Deiner Stelle alles beim alten lassen und weiter in diesem, Deinem Thread darüber berichten ...
@Friedl
Ich könnte Dir jede Menge Dinge aufzählen, wo meine Fähigkeiten noch nicht mit meinen Ideen mithalten können. Aber ich arbeite daran und lerne für mein Leben gerne dazu. Für den neuen Umbau brauche ich z.B. die Fähigkeiten eines Texters oder noch besser eines Poeten. Davon habe ich keine Ahnung ... :D

Freut mich dass Du meinem Durcheinander noch etwas Positives abgewinnen kannst. Immer das Nase nach ... so bin ich halt. Es gibt einfach so viele interessante Dinge, dass ich keine Ahnung habe, wohin ich mich zuerst wenden soll. Manchmal wird die Richtung allerdings höhererseits festgesetzt. Diese Schwindel- und Kreislaufgeschichte ist sehr nervig.

@All
Wer sich also nun über den nächsten Umbaubericht hier beklagen will ... nee, ich war's nicht ... der Friedl war's. Ach, was bin ich wieder gemein heute ... :fool:

Fangen wir mal mit ein paar Bildern des Vorbildes an. Ich habe sie bereits 2011 aufgenommen, als unser kleiner Bahnhof hohen Besuch hatte:

Bild

Bild

Bild

Da haben wir doch gleich den richtigen Eindruck, wie weit unsere Modelle von der Realität weg sind. Aber immerhin ...

Bevor ich aber jetzt mit dem Jammern oder weniger hilfreichen Sprüchen anfange, ran an die Arbeit bzw. die Bestandsaufnahme:

Bild

Lustig nicht wahr ... diese Lok-Tender-Kupplung hat ein Kurvenliebhaber geplant. Nee ... das geht ja mal gar nicht. Ich habe versucht, mir die exotische Kraftübertragung beim Ziehen und Schieben der Lok vorzustellen. Das wäre eine interessante Aufgabe für den Physikunterricht ... Kräfteparallelogramm und so ... :D Die aktuellen Varianten der 50er von FLM haben übrigens eine gerade Kuppelstange.

Nun habe ich meine Bastelkiste durchforstet und eine eigene Idee ausgebrütet. Mir fielen ein paar passende Druckfedern in die Finger, die ich zu einer Umschulung als Zugfeder überreden konnte. Da in der Lok selbst kein passender Fixpunkt für die Feder zu entdecken war, erfand ich ... so, und jetzt fehlt mir das Poeten-Gen zur Namensgebung. Wo von Sterneküchen bis zu Werbeagenturen begnadete Denker sitzen, die den Genuss einer edlen Speise oder das herrliche Lebensgefühl z.B. beim Kauferlebnis oder beim Einschalten eines Staubsaugers beschreiben können, fällt mir nix ein.

Also, die Feder der geplanten Kurzkupplung residiert in einem flachen Messingkasten ... hm ... FlaKaKurKu von FlachKastenKurzKupplung ... nee, das hört sich irgendwie doof an. :fool: Ich zeige lieber mal ein Bild vom Bau:

Bild

Hier biege ich gerade den Flachkasten mit meinem Abkantwerkzeug.

So sieht das Ding (die Flakakurku) im fast fertigen Zustand aus:

Bild

Es fehlt noch ein kleiner Winkel mit Schlitz oben drüber. Im Schlitz wird der Hals der Öse geführt und er dient gleichzeitig als Endanschlag bzw. Längenbegrenzung beim Ausziehen.

Ins Heck der Lok fräste ich eine passende Aussparung, in die meine Flakakurku dann eingesetzt wird:

Bild

Erste Tests zeigen, so könnte es gehen ...

Nun zum Facelift der alten Diva. Das ganze Gestänge ist für heutige Verhältnisse einfach zu grob und auch die Räder könnten eine Überarbeitung erfahren. Einfach Botox einspritzen, um die Falten zu glätten, wird nicht helfen. Das Gestänge soll ja beweglich bleiben. :D

Nach der Demontage wurde als erste Maßnahme das Gestänge abgespeckt. Auf den Fotos sieht diese Maßnahme nicht so spektakulär aus obwohl die Stangen teilweise bis zu 30% dünner gefeilt werden konnten. Aber an der Lok sieht's viel besser aus. Das mag an den immer noch großen Ösen für die Stecknieten liegen, die aber an der Lok auch bei neuen Modellen kaum zierlicher ausfallen.

Bild

Wie man sieht, habe ich die Ösen so gut es ging bearbeitet und z.B. versucht, aus den groben Knubbel die Ölbehälter auf den Lagern nachzubilden.

Nur für die eigentliche Steuerung mit Gleitbahn für den Kreuzkopf, dem Voreilhebel usw. wollte mir keine sinnvolle Methode zur Verfeinerung der beweglich zusammengenieteten Teile einfallen. Ich entdeckte bei dem relativ neuen Anbieter Spur-N-Teile eine komplette Baugruppe einer neuen FLM-50er. Sowieso ... wie ich finde, ein interessanter Laden mit einer prima Geschäftsidee speziell für's Spur-N-BW. Ich bin begeistert, denn wir N-Bahner werde ja nicht gerade verwöhnt ... Hubert, jetzt hör auf zu jammern ... mach einfach weiter.

Bild

Jedenfalls, hier ist das neue Teil. Es muss mechanisch noch einiges geschehen, damit es passt. Die Gleitbahn des Kreuzkopfes ist erheblich kleiner. Da muss ich mir auch noch etwas einfallen lassen, denn der alte Kreuzkopf hat einen zu große Führungsschlitz. Auch die Gegenkurbel muss ich überarbeiten, da der Steckstift kleiner ist und so nicht zur Öffnung des Kuppelrades passt. Aber das wird schon ...

Nun zu den Rädern. Auf den Bildern ist zu sehen, die Speichen sind nicht durchbrochen und die Spurkränze sind zu hoch. Die Pizzaschneider lassen sich mit meiner Drehmaschine leicht abdrehen. Der erste und der letzte Radsatz behielten dabei eine Spurkranzhöhe von 0,6 mm. Zuvor waren es ca 0,9 mm. Diese beiden Achsen übernehmen ja hinterher den Hauptanteil der Führungsarbeit des E-Kupplers. Der erste Radsatz verbirgt sich hinterher sowieso hinter der Steuerung. da fällt der hohe Spurkranz kaum auf. Aber bei den drei mittleren Achsen habe ich richtig zugeschlagen und meinem Drehmaschinchen den Auftrag gegeben, die Kränze radikal zu reduzieren. Ich hoffe, ich habe dabei nicht übertreiben. :D

Bild

Hier ist das Ergebnis zu sehen. Vor dem Chassis liegt noch ein unbearbeiteter Satz. Damit hatte ich etwas Besonderes vor ... ein Test ... :D

Bild

Das ist die Ausgangslage im Vergleich mit zwei neueren Rädern aus der Bastelkiste. In den 70ern waren durchbrochene Speichenräder noch kein Standard. Hm ... sollte ich es wagen, die Räder von hinten auszudrehen. Das hatte ich noch nie gemacht und mir fehlte zudem ein passender Drehstahl. Die Geschichte ließ mir keine Ruhe und da ich viel Zeit zum Nachdenken hatte, plante ich einen Versuch.
Erst einmal schliff ich mir aus einem Rohling einen schmalen Drehstahl und dann ging es vorsichtig an die Arbeit. Der Kunststoff stellte sich als ziemlich schwieriger Gegner heraus. Nur mit absolut scharfen Schneidkanten ließ sich das Rad bearbeiten. An den Speichen bildeten sich dennoch einige Fussel, die weggeputzt werden wollten. Der Vergleich zeigt ...

Bild

Hm ... sieht eigentlich nicht schlecht aus ... ich denke, ich mach's bei allen Rädern. :D Im rechten Rad entdecken die scharfäugigen Beobachter vlt. drei Löchlein zwischen den Speichen. Dort habe ich Probebohrungen gesetzt, um die Dicke des Abtrags besser einschätzen zu können. Schließlich sollen auch die Stecknieten der Steuerung nach dem Materialabtrag alle fest sitzen. Meine Sorge waren zu sehr geschwächte Buchsen im Rad. Die Bedenken erwiesen sich als unberechtigt ... sie halten nach wie vor ... :D

So, das war's für heute vom Basteltisch in der Mark Michingen. Demnächst mehr ...

LG
Hubert

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Mo 20. Mai 2019, 08:53
von Ralf1968
Hallo Hubert,

das ist ja mal ein Superungsbericht nach meinem Geschmack :D

Grad die Idee mit dem Abdrehen der Räder ist eigentlich cool, und wenn man nichts anderes zur Wahl halt auch die einzige Möglichkeit die Speichen freizulegen.

Und nun komme ich zu deinem leidigen Thema, die im Bau befindliche CNC-Fräse, mit einer konventionellen Fräse ist das eigentlich kein Problem, da kommt es nur drauf an wie man die Räder einspannt und da gibt es auch genug Varianten. Mit einer CNC kannst du natürlich nach dem Entfernen der Platte mit einem Feinst Finger Fräser Durchmesser 0,2mm die Speichen nochmal abfahren ohne einen Teilapparat zu verwenden :!:
Ich hoffe du weist wovon ich rede, ein Teilapparat benutzte man vor CNC zum Fräsen von Zahnrädern und um alles zu fräsen was ohne dem Gerät nicht so ohne weiteres möglich war.
Aber du machst das schon und ich freue mich über deine coolen Umbauten :wink:
Viele Grüße
Ralf

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Do 23. Mai 2019, 19:59
von wulfmanjack
Hallo Hubert,

und wieder einmal bekomme ich in der Mark Michingen :bigeek:

Respekt zu Deinem Umbau; ein Thema an das ich mich bisher noch nie versucht habe. Wahrscheinlich wird dieses Feld auch nie von mir besetzt werden.
Ebenso wie Friedl bin ich auch der Meinung, dass solche Berichte durchaus in den eigenen Anlagenthread gehören. So kann man sich ein kompletteres Bild über Deine Schaffenskraft machen. :redzwinker:

Ich hoffe das Du bald wieder voll im Saft stehst. Und mach Dir nichts draus.... das grüne Monster gewinnt immer. :lol:

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 06:04
von Darius
Hallo Hubert,

ich finde, Du solltest solche Umbauten mit Räder Durchbrechen etc. auch noch in Spur Z machen, dann wäre das vielleicht eine kleine Herausforderung für Dich... :bigeek:
:fool: :fool: :fool:

Ähm, sorry...
Ich bin auch der Meinung wie meine Vorredner, dass die Berichte hier im Anlagenbericht bleiben sollten. Ich zumindest würde vermutlich den Überblick verlieren und mich beim Thread-Hopping total verzetteln. :shock:

Viele Grüße,
Daniel

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 09:51
von Amiga-Mika
Hallo Hubert,

ich habe mir deine Bauberichte angeschaut und gelesen :bigeek: einfach toll :gfm:

jetzt möchte ich mich am liebsten mit meiner Anlage in einem Kellerloch verstecken :oops:

Mit freundlichen Grüßen

Ralf

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 10:36
von notbremse
Fehlt bloß noch, dass du eine Triebwerksbeleuchtung einbaust...

:fool:

Zuzutrauen wär's dir...

Liebe Grüße und weiterhin Gutes Gelingen

Karl

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 11:50
von Jürgen
Fehlt bloß noch, dass du eine Triebwerksbeleuchtung einbaust..
Wie, die ist noch nicht drin ? Dann man los ... :fool:

Grüße
Jürgen

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 12:09
von hubedi
Hallo zusammen,

ich freue mich, dass es immer noch Begleiter gibt, die mir treu geblieben sind. Das aktuelle Projekt zieht sich länger hin als ich es geplant hatte. Ich komme nur mühsam voran und ich habe das Gefühl, ich baue einen Prototypen ohne Netz und doppelten Boden ... wobei dieser Prototyp gleich perfekt funktionieren soll. :D
Die Erfolge sind teilweise mühsam erkämpft und die Lok wird immer mehr das Werk eines Frankensteins. Die Teile sind z.T. wild kombiniert und umgestaltet, damit die Geometrie des Fahrwerks optisch und von der Funktion her stimmt. Inzwischen läuft die Steuerung geschmeidig und ohne Klemmer ... puh, was für eine Arbeit.

Ob es sich lohnt ... hm ... diese Frage müsste ich etwas komplexer beantworten. Klar, ich hätte mir auch eine modernere Variante der BR 50 zulegen können. Viele Arbeiten hätten sich damit erledigt, da Fleischmann das komplette Fahrwerk in aktuellen Varianten bereits komplett verfeinert und überarbeitet hat. Anderseits habe ich beim Umbau eine Menge dazu gelernt. Ob sich dieses neue Wissen in der Zukunft als nützlich erweisen wird, muss sich noch zeigen.

Trotz der wachsenden Ungeduld ... ich kenne mich ... wenn ich das Projekt erst einmal vom Basteltisch räume, um andere interessante Basteleien zu starten, wird die Lok lange als Torso herumliegen. Zumindest eine abgespeckte Version soll fertig werden. Ich weiß z.B. noch nicht, ob ich einen Sound- oder einen gewöhnlichen Lokdecoder einbauen soll. Weiterhin überlege ich noch, ob die geplante Fahrwerks- und Führerhausbeleuchtung tatsächlich realisiert wird.

Ich kämpfe zudem nach wie vor mit meinen gesundheitlichen Schwierigkeiten. Es wird zwar immer besser, aber ich kann nicht so konsequent an den Fummelarbeiten dranbleiben, wie ich es gerne möchte.

Die Post:
Ralf1968 hat geschrieben:
Mo 20. Mai 2019, 08:53
... das ist ja mal ein Superungsbericht nach meinem Geschmack ... Grad die Idee mit dem Abdrehen der Räder ist eigentlich cool, und wenn man nichts anderes zur Wahl halt auch die einzige Möglichkeit die Speichen freizulegen. ...
@Ralf
Freut mich, dass ich Deinen Geschmack getroffen habe ... als Mechanikus muss es Dir ja gefallen. :D
Klar sagt mir ein Teilapparat etwas. Auch bei CNC-Fräsen könnte sich ein solches Teil nützlich machen. Spätestens wenn man den Teilapparat mit einem Schrittmotor kombiniert, hätte man einen echte 3D-Fräse.
Ob man allerdings Speichenräder für Dampfrösser vernünftig herstellen kann, wäre erst noch zu beweisen. Ich denke, hier haben gespritzte Radsterne immer noch gewisse Vorteile. Aber für komplette Selbstbauten von Fahrzeugen wäre das eine Möglichkeit. Ich würde aber bei den Dampflokrädern auf Ersatzteile diverser Hersteller zurückgreifen.
wulfmanjack hat geschrieben:
Do 23. Mai 2019, 19:59
... Ebenso wie Friedl bin ich auch der Meinung, dass solche Berichte durchaus in den eigenen Anlagenthread gehören. So kann man sich ein kompletteres Bild über Deine Schaffenskraft machen ...
Darius hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 06:04
... Ich bin auch der Meinung wie meine Vorredner, dass die Berichte hier im Anlagenbericht bleiben sollten. Ich zumindest würde vermutlich den Überblick verlieren und mich beim Thread-Hopping total verzetteln ...
@Wolfgang und Daniel
Genau so wird's gemacht. Ich würde mich noch mehr zerfusseln, wenn ich auf jede Menge Teilthreads aufpassen müsste. Schließlich führe ich ja noch mehr Schlachten ... und ich weiß, das grüne Monster gewinnt, aber ich will es ja nur in gewisse Schranken weisen.
Amiga-Mika hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 09:51
... jetzt möchte ich mich am liebsten mit meiner Anlage in einem Kellerloch verstecken ...
@Ralf
Bloß nicht ... ich finde es super, was Du baust. Ich würde sofort aufhören, hier noch etwas zu schreiben.
notbremse hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 10:36
... Fehlt bloß noch, dass du eine Triebwerksbeleuchtung einbaust...
@Karl
Kaum hatte ich es oben geschrieben ... :D Ob eine Triebwerksbeleuchtung wirklich fehlt ... hm ... wäre aber ganz nett. Mal sehen ... :D Eigentlich ist das nicht so aufwändig und mehr eine Fleißarbeit. Bei diesem Umbau war an anderen Stellen mehr Einsatz notwendig. Bloß das sieht man hinterher kaum noch ... seufz ... so gesehen wäre so ein nettes Gimmick auch ein sichtbarer Beleg für die ganze Fusselarbeit. :D

@All
So ... nun zu den bisherigen Erfolgen ... schließlich gibt es die auch zu melden. :D

Ich habe meinen Drehstahl nochmal überarbeitet, neu geschliffen und besser ausgerichtet. Siehe da, kaum macht man es richtig, schon geht's auch:

Bild

Jetzt nimmt die Schneide wirklich hauchdünne Folien ab. Das vorherige Zerfasern ist wohl auch auf den inzwischen gealterten Kunststoff zurückzuführen. Die Räder tragen schließlich einige Jahrzehnte auf ihren Speichen. Das Ergebnis sieht für mich brauchbar aus ... hier noch mit einigem Schleifstaub anderer Arbeiten garniert:

Bild

Bild

Anschließend habe ich den 90°-Versatz der Räder auf den Achsen eingestellt und die verfeinerten Treibstangen zur Probe montiert:

Bild

Wie auf dem Bild zu sehen ist, haben die Stangen einen dunklen Anzug angezogen. Sie hatten sich über ihr blankes Aussehen beklagt, als sie erfuhren, sie sollten abgelichtet und weltweit zu sehen sein. Sofort wollten sie ins Bad und sich schick machen. Die Radreifen sind grundiert und in Feuerrot lackiert. Hier und da muss ich noch ein wenig nacharbeiten.

Auf dem Foto ist auch die überarbeitete Kontaktplatte zu sehen. Eine Feder war recht weich geworden und drohte abzubrechen. Ich habe die Stelle mit einem aufgelöteten Federblech verstärkt. Sie sitzt nun an Ort und Stelle und auch die Tenderkupplung hat ihren Platz eingenommen.

Der Einbau der neuen Steuerungseinheit erwies sich als echte Herausforderung. Die Geometrie stimmte nicht mit der alten Steuerung überein. Der Steuerungsträger musste also entgegen meinen Annahmen ziemlich umgearbeitet werden. Exemplarisch zeigt das Bild das Abschneiden und Umsetzen des Lagers für die Schwinge:

Bild

Un so sieht die Sache nach dem mühsamen Umbau aus:

Bild

Auch dieser Teil der Steuerung wurde brüniert und die Vertiefungen habe ich rot ausgelegt. Einiges Kopfzerbrechen bereitete die rechts so unschuldig herumliegende Gegenkurbel. Die an den neueren Steuerungsträger angenietete Kurbel passte nicht zu den Rädern, da der Steckdorn erheblich dünner ist. ich versuchte vergeblich den unteren vierkantigen Teil mit einem Messingprofil zu verstärken. Schließlich blieb mir nichts anderes übrig, als die Gegenkurbel abzukneifen und das alte Bauteil anzunieten. Diese Kurbel war allerdings wesentlich grober gearbeitet und sie wollte optisch nicht zum verfeinerten Gestänge passen. So gut es ging speckte ich also auch dieses Winzteil ab, bis es einigermaßen aussah. Dann verband ich die überarbeitete Kurbel via Nylonachse mit der Stange. Die Nietenköpfe wurden nach bewährter Methode mit dem Lötkolben aufgeschmolzen.

Bild

Zur Probe steckte ich alle Teile zusammen ... puh, es passt nun nach der Korrektur von ein paar Klemmern.

Aktuell baue ich gerade LED in die Loklaternen ein. Die vorderen Laternen sind bereits montiert und sie leuchten wie sie sollen. Nun muss ich mich entscheiden, wie weit ich die Lichteffekte treibe ... und ob ich den hier noch in der Schublade herumliegenden Sounddecoder von Tran (SL76) einsetze. Dazu müsste ich zusätzlich noch ein Soundprojekt zusammenstellen und einspielen. Bei diesem Decoder kein leichtes Unterfangen wie man so hört. Ein Programmiergerät habe ich, aber das verlangt nach einer echten COM-Schnittstelle am Rechner. Die müsste ich erst nachrüsten. Mal sehen, ob ich mir das alles antue ...
Jürgen hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 11:50
Fehlt bloß noch, dass du eine Triebwerksbeleuchtung einbaust..
Wie, die ist noch nicht drin ? Dann man los ...
@Jürgen
Da schau her ... während ich so schreibe, kommen aus dem Off die Anfeuerungen. :fool:

LG
Hubert

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 12:27
von rex
Hallo Hubert,

ich hab es ja so gar nicht mit rollendem Material, trotzdem haben Arbeiten und Anpassungen, wie du sie hier zeigst einen großen Reiz. Für alle, die in diesen Zehntel Millimeter oder gar noch feineren Dimensionen unterwegs sind, empfinde ich großen Respekt. Bin zwar manchmal auch mit Kleinstprojekten befasst, aber nur mit solchen, bei denen nicht so filigrane Teile passgenau gefertigt werden müssen. Daher ist es toll, sich das bei dir anzuschauen. Dass du weiterhin die nötige Geduld dafür aufbringst und sich der Aufwand hinterher als lohnend herausstellt, das wünsche ich dir sehr.

Ganz kurz noch zu deiner Frage ob es sich lohnt? Im finanziellen Sinne vermutlich nicht, vom Zeitaufwand gar nicht, da wäre ein Neukauf wohl deutlich schneller gegangen. Bleiben also der Zuwachs an Erfahrung und - ein Aspekt, den ich besonders wichtig finde - an Zuversicht in dich selbst. Ich find es nämlich richtig toll, an Projekte mit der positiven Haltung ran gehen zu können: Das wird schon! Und diese Haltung bekommst man nur, wenn einem schon solche Projekte gelungen sind, wie du es hier zeigst.

Herzliche Grüße sendet - rex!

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 13:21
von hubedi
Hallo Rex,
rex hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 12:27
... Ganz kurz noch zu deiner Frage ob es sich lohnt? Im finanziellen Sinne vermutlich nicht, vom Zeitaufwand gar nicht, da wäre ein Neukauf wohl deutlich schneller gegangen. Bleiben also der Zuwachs an Erfahrung und - ein Aspekt, den ich besonders wichtig finde - an Zuversicht in dich selbst. Ich find es nämlich richtig toll, an Projekte mit der positiven Haltung ran gehen zu können: Das wird schon! Und diese Haltung bekommst man nur, wenn einem schon solche Projekte gelungen sind, wie du es hier zeigst ...
Damit hast Du wohl genau die Glocke getroffen. Es ist u.a. die Auseinandersetzung mit dem Bedenkenträger in mir. Das Damoklesschwert des Scheiterns schwebt natürlich immer über solchen Projekten. Wenn das Vorhaben dann trotz aller Widerstände gelungen ist, fährt sich eine solche Lok gaaaaanz anders als eine neue, selbst gekaufte Maschine ... unabhängig davon, wie sie im Vergleich tatsächlich fährt. :D An neuen Fahrzeigen kann ich mich auch erfreuen, aber emotional wären die umgebauten Fahrzeuge wohl die letzten, die ich weggeben würde.

Solche Arbeiten machen wohl mehr mit einem selbst als mit dem Modell.

Danke für Deinen Betrag.

LG
Hubert

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Fr 24. Mai 2019, 17:56
von dampflok-Fan
Hallo Hubert,
ich habe längere Zeit nicht bei Dir hereingeschaut und komme nun kaum nach, die Neuigkeiten zu bestaunen. Ich muss schon sagen, Dein Betätigungsfeld von der Fräsmaschine über 3D-Drucker bis zum Lokumbau ( und das in Spur N) nötigt mir uneingeschränke Hochachtung ab. :bigeek: :bigeek: :bigeek:
Die P8 und wenn sie fertig ist, bestimmt auch die BR50 sind Meisterwerke .Ich habe mich selbst auch ein wenig mit Umbauten in H0 beschäftigt-allerdings zwei Ligen darunter- und ich kann das durchaus einschätzen. Solche Selbstbauten sind emotional die wertvollsten .
Ich wünsche weiterhin viele Erfolge!!
Gruß Bernd

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 25. Mai 2019, 18:03
von derOlli
Hallo Hubert, :D

heute hatte ich mal wieder Zeit bei dir vorbei zu schauen.
So eine Drehbank hätte ich auch gerne. Es fehlt nur an Platz und an der nötigen Zeit diese auch zu benutzen. :(
Die abgedrehten Räder sehen schon toll aus. Schöne, niedrige Spurkränze. Wenn man bedenkt das das alles in Spur N ist.... ich hätte da Angst vor Entgleisungen an den Weichen. Ich hoffe die Angst ist unbegründet.
Kannst du mal ein abgedrehtes und ein orginal Rad zum Vergleich neben einander legen?
Mir fällt gerade ein das ich einige Radsätze neu kaufen mußte weil die Spurkränze die Gleisnägel der PECO Gleise berührten. Mit so einer Drehbank könnte ich diese bestimmt weiter verwenden.

Bin schon auf deine nächsten Berichte und Bilder gespannt.
:D

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: Sa 25. Mai 2019, 22:03
von Jonnytulln
Hallo Hubert,

danke für deine super tollen Bauberichte!! :gfm: Ich hab zwar meine Projekte am laufen, leider sehr wenig Zeit aber es kommt wieder etwas. Ich lese zwar fleißig mit und bin begeistert von deinen Baubereichten und wunderschönen Fotos aber sogar zum schreiben fehlt es mir in letzter Zeit.
Viele Grüsse Roman

Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Verfasst: So 26. Mai 2019, 19:30
von hubedi
Hallo zusammen,

heute will ich nur ganz kurz den Auftrag vom Olli ausführen. Meine aktuellen Arbeiten sind sowieso mit Fotos schwer zu dokumentieren, da ich gerade zum ersten Mal an einem Soundprojekt für meine Lok arbeite. Ich habe hier noch einen arbeitslosen Sounddecoder SL76 von CT herumliegen. Er redet aber noch nicht mit mir, da ihm die Samples fehlen. Ich muss mich erst einmal in die Logik eines Soundprojektes eindenken ...

Die Post:
dampflok-Fan hat geschrieben:
Fr 24. Mai 2019, 17:56
... Solche Selbstbauten sind emotional die wertvollsten ...
@Bernd
Deiner Bemerkung kann ich voll und ganz zustimmen. Vielen Dank für Dein Lob ... aber es sind auch Vorschusslorbeeren dabei. Von einem Meisterwerk sind die Loks doch weit entfernt. Ich sehe in 1zu160 ganz andere Künstler, deren Arbeiten diesen Titel wesentlich mehr verdient haben. Vlt. wird's ein Gesellenstück. :D
Mein Ziel ist jetzt auch nicht, alles was möglich wäre zu verfeinern. Die alten Schätzchen sollen sich nur nicht neben Modellen aus neuer Produktion schämen müssen. Die Fahrzeuge sollen wirklich auf der Anlage fahren und sie müssen dem rauen Betrieb (und sogar den Fingern eines Vierjährigen) standhalten können. Und nicht vergessen, ich will auch meine Anlage weiter ausgestalten.
Jonnytulln hat geschrieben:
Sa 25. Mai 2019, 22:03
... aber sogar zum schreiben fehlt es mir in letzter Zeit ...
@Roman
Auch an Dich ein Dankeschön für Deinen lobenden Beitrag. Es freut mich sehr, dass Dir meine Berichte gefallen.
Dein letzter etwas gehetzt klingender Satz stimmt mich etwas nachdenklich und besorgt. Ich hoffe wirklich, dieser Druck ist nur vorübergehend. Eine Überlastung ist ein schleichender Prozess und bei solchen Worten klingeln bei mir alle Alarmglocken. Ich weiß wovon ich gerade schreibe ...
derOlli hat geschrieben:
Sa 25. Mai 2019, 18:03
... So eine Drehbank hätte ich auch gerne. Es fehlt nur an Platz und an der nötigen Zeit diese auch zu benutzen. :(
Die abgedrehten Räder sehen schon toll aus. Schöne, niedrige Spurkränze. Wenn man bedenkt das das alles in Spur N ist.... ich hätte da Angst vor Entgleisungen an den Weichen. Ich hoffe die Angst ist unbegründet.
Kannst du mal ein abgedrehtes und ein orginal Rad zum Vergleich neben einander legen?
Mir fällt gerade ein das ich einige Radsätze neu kaufen mußte weil die Spurkränze die Gleisnägel der PECO Gleise berührten. Mit so einer Drehbank könnte ich diese bestimmt weiter verwenden ...
@Olli
Ich hoffe, Du verzeihst mir, dass ich erst zum Schluss auf Deinen Beitrag eingehe. Aber er enthält ja einen direkten Auftrag, den ich gerne für Dich ausführen will.

Zunächst zu Deinen Fragen: Mein Drehmaschinchen braucht nicht sooo viel Standfläche. Ich habe gerade nachgemessen ... es sind ca. 30x60 cm. Für die meisten Aufgaben rund um die Modellbahn reicht dieses Gerät m.E. völlig aus. Natürlich wird zusätzlicher Platz für das Zubehör benötigt. Aber das hält sich in den Grenzen einer Schublade.
Ob sich die Anschaffung lohnt, um nur ein paar Spurkränze abzudrehen, kann man anzweifeln. Spurkränze allein kann man auch mit Hilfe einer Kleinbohrmaschine bearbeiten. Für mich ist die Drehmaschine eine Produktionsstätte von allen Teilen, die rund sind. Und es macht riesig Spaß damit zu arbeiten ... und das ist bekanntlich mit Geld nicht aufzuwiegen. Ich bin froh, mich seinerzeit zur Anschaffung durchgerungen zu haben.

Du hast es schon angedeutet, man muss die Funktion des Rad-Schiene-Systems im Blick behalten. Wie groß die von Dir erwähnte Gefahr von Entgleisungen wird, hängt von so einigen Faktoren ab. Du darfst nicht vergessen, ich habe auf der Anlage nicht eine einzige klassische Industrieweiche mit 15° Abzweigwinkel liegen. Der Abzweigradius meiner Standardweichen liegt bei 1200 mm. Selbst die engsten Weichen im Ladebereich weisen immer noch Abzweigradien von 750 mm auf. Die Fahrzeuge werde also ziemlich sanft in die richtige Richtung gelenkt.

Dennoch, Tests haben ergeben, die umgebauten Loks bewältigen auch die engen 15°-Weichen. Die extrem hohen Spurkränze erfüllen eigentlich keine Führungsaufgabe, sondern sie dienen in den Herzstücken dazu, die Loks in den Lücken nicht einknicken zu lassen. Da laufen die Maschinen auf den Spurkränzen und nicht auf den Laufflächen. Die in den Lücken eingelegten Blechstreifen bei den Weichen mancher Hersteller wären sonst auch höchst überflüssig und könnten nicht zur Verbesserung der Stromaufnahme beitragen.

Die NEM-Normen schreiben Spurkranzhöhen von 0,5 bis 0,9 mm vor. In diesem Bereich sollten die Räder alle einwandfrei funktionieren ... natürlich bis auf das Auflaufen in den Weichen. Aber genau wegen dieser einfachen Möglichkeit, die Stromabnahme bei Kunststoffherzstücken zu verbessern, bewegen sich die Spurkranzhöhen im oberen Bereich der Norm. In jüngerer Zeit produziert die Industrie allerdings auch kleinere Kränze.

Nun zu meinem Umbau: Ich habe die Spurkränze zumindest der innen liegenden Achsen des E-Kupplers relativ stark reduziert ... mit knapp 0,5 mm etwa am Mindestmaß nach NEM. Die Räder der ersten und letzten Achse übernehmen die eigentliche Führungsarbeit in den Kurven. Deshalb habe ich den Spurkranz mit ca. 0,6 mm hier etwas höher gelassen. Wie die Bilder belegen, ist selbst diese moderate Verfeinerung deutlich sichtbar. Ich habe zum Vergleich ein Rad einer Minitrix BR 24 mit einer Spurkranzhöhe von 0,9 mm auf das Chassis gelegt:

Bild

Ich hoffe, Dich stört der sichtbare Dreck nicht allzu sehr. Ich habe die Fussel erst auf den Bildern richtig wahrgenommen.

Das Nächste Bild zeigt nochmal den Vergleich der unterschiedlichen Spurkranzhöhen meines Umbaus:

Bild

Diesmal siehst Du das Minitrix-Rad ganz rechts. (Dort wäre normalerweise der Vorläufer.) Dann kommt die erste Achse mit 0,6 mm Spurkranzhöhe. Links ist die zweite Achse mit 0,5 mm Spurkranzhöhe abgelichtet.

Auf den Bildern ist der Unterschied sogar weniger deutlich wie am Modell selbst. Es wäre optisch ein enormer Gewinn, wenn sich die Industrie zu Spurkranzhöhen im unteren Normbereich durchringen könnte. Aber wie gesagt, dann wäre auch ein neues Gleissystem fällig ...

Es muss ja nicht gleich Finescale sein ... RP25 wie in den Staaten üblich, wäre schon eine erhebliche Verbesserung.

LG
Hubert