Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)
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Darius
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2076

Beitrag von Darius » Fr 26. Apr 2019, 05:36

Guten Morgen Hubert,
vielen Dank für die kurzweilige, informative und amüsante Bastelbeschreibung.
:gfm:
Bin gespannt, wie das Einsetzen des Gestänges funktioniert. Hier hoffe ich auch auf ein paar Bilder. Sowas habe ich noch nie gesehen.

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2077

Beitrag von 211064 » Fr 26. Apr 2019, 06:39

Himmel, Hubert, Du bist so herrlich verrückt! :gfm:
:fool:
Ich zieh' den Hut vor dieser Frickelei. Danke, dass Du uns so ausführlich teilhaben lässt.
Viele Grüße
Christoph

Bekennender Marzibahner :sabber:

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2078

Beitrag von Schwellenzähler » Fr 26. Apr 2019, 08:33

Guten morgen Hubert!

Das sind ja mal wieder exelente Frickeleien, das macht richtig Spaß da zuzusehen :gfm: :gfm: :gfm:
Für eine Schwungmasse ist allerdings ohne Umbau kein Platz. Es sei denn, ich baue den Motor selbst um. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Da du nun eine herrliche Lok-Tender-Kurzkupplung gebastelt hast, könntest du den Motor recht einfach mit einer Schwungmasse versehen. Das habe ich damals an meiner 50´ger auch gemacht und es musste lediglich die Tenderrückwand etwas ausgefräst werden. Durch die nun enge Kupplung würde das niemandem auffallen. Dazu habe ich lediglich die Ankerwelle etwa 2 mm weiter eingepresst, sodas sie am Motorschild etwas hervorsteht. Dann habe ich aus Messing eine 11mm starke und rückseitig ausgedrehte ( damit sie über das Wellenlager passt ) Schwungscheibe von meiner damals noch vorhandenen, und für 1:160 viel zu großen, Drehbank fallen lassen und aufgepresst.

Das sah dann so aus:

Bild

Obwohl die Schwungmasse nicht sehr voluminös ist, hat sie ihre Wirkung nicht verfehlt. Vormals verteufelte Standartweichen wurden nach der OP tadellos überfahren.
Da steht das Ding ... was drin ist, wird noch nicht verraten.
Na wenn da nicht mal Teile für einen 3D-Drucker drin sind :wink:

So,nun hoffe ich mal, das deine Virusinfektion noch lange anhält und bin gespannt, was da noch kommt!

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2079

Beitrag von GMWE » Fr 26. Apr 2019, 15:26

Hallo Hubert,

für die Kupplung wäre die etwas elegantere Lösung gewesen:
Bild

Und für die profilierten Kuppelstangen würde ich nach dem Brünieren
diese Decals in die Nuten kleben:
https://www.ds-design.de/streifendecal/p-4104.html

Du bist aber sicher schon weiter, deshalb nimms als Alternative fürs nächste Mal.

Gruß, Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2080

Beitrag von hubedi » Fr 26. Apr 2019, 18:21

Hallo zusammen,

ich freue mich riesig über Eure Begleitung und ganz besonders über Euer Mitdenken bzw. Eure Vorschläge. Und mein Virus erst ... es hüpft vor vor Begeisterung auf und ab. Es ahnt gerade ganz neue elektronische Verbreitungsmöglichkeiten. Es erkennt erste Anzeichen weiterer Infektionen ... Vermehrungsdruck oder wie oder was. Ja soll ich mich jetzt etwa zum Erfüllungsgehilfen schwerer Erkrankungen machen lassen. :bigeek: Ich kann Euch nur warnen ... es wird gefährlich hier. :D
Darius hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 05:36
... vielen Dank für die kurzweilige, informative und amüsante Bastelbeschreibung ...
@Daniel
Gern geschehen. Es gibt ja auch keinen Grund, warum Bastelbeschreibungen dröge zu sein haben.
Darius hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 05:36
... Bin gespannt, wie das Einsetzen des Gestänges funktioniert. Hier hoffe ich auch auf ein paar Bilder. Sowas habe ich noch nie gesehen ...
Mach ich ... ich werde ein paar mehr Bilder schießen. Es ist kein Hexenwerk. München liegt leider nicht vor meiner Haustür. sonst hätten wir das Stangengedöns auch gemeinsam zusammenbauen können.
211064 hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 06:39
... Himmel, Hubert, Du bist so herrlich verrückt! ...
@Christoph
Das habe ich doch schon mal gehört ... glaube mir, es hilft. :D
Schwellenzähler hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 08:33
... könntest du den Motor recht einfach mit einer Schwungmasse versehen. Das habe ich damals an meiner 50´ger auch gemacht und es musste lediglich die Tenderrückwand etwas ausgefräst werden. ... Obwohl die Schwungmasse nicht sehr voluminös ist, hat sie ihre Wirkung nicht verfehlt. Vormals verteufelte Standartweichen wurden nach der OP tadellos überfahren ...
@Carsten
Vielen lieben Dank für Deinen Vorschlag und Deine PN. Deine Lösung ist in der Tat eine interessante Alternative. Bislang hatte ich noch nicht probiert, die Achse des Motors zu verschieben. Wenn das geht, eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Normalerweise denkt man bei Schwungmassen eher an Glockenankermotoren oder zumindest schräg genutete Kollektormotoren, um das Rastmoment in Grenzen zu halten. Die Wirkung so mancher Winzscheibe zeigt sich erfahrungsgemäß eher bei neuen Werbeargumenten der Hersteller als bei verbesserten Fahreigenschaften. Um trotz der Rastmomente und der Generatorwirkung des Motors zu einem bemerkbaren Auslauf zu kommen, ist wohl so ein Klötzchen erforderlich, wie es Dein Bild zeigt.
Über die Vor- und Nachteile von Schwungscheiben in Kombination mit den unterschiedlichsten Motortypen ist allerdings viel elektronische Tinte ausgebreitet worden. Das Pro und Contra liegt auf dem Basteltisch.
Wenn es nur um die Überwindung von Kontaktunterbrechungen geht, ist m.E. speziell bei Digitalbetrieb ein elektronischer Energiespeicher keine schlechte Alternative. Die SMD-Klötzchen lassen sich z.B. einfach über die Lok verteilen, eine Schwungmasse nicht. Da noch mehr BR 38 zum Umbau Schlange stehen, kann ich sogar Alternativen testen. Ich werde darüber nachdenken, tendiere im Moment allerdings zu einem elektronischen Speicher. Ein kompletter Motortausch ist erst einmal nicht vorgesehen. Da laufen mir die Kosten aus dem Ruder.
GMWE hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 15:26
... für die Kupplung wäre die etwas elegantere Lösung gewesen ...Du bist aber sicher schon weiter, deshalb nimms als Alternative fürs nächste Mal ...
@Peter
Super, herzlichen Dank für Deinen Vorschlag. Deine Idee sieht wirklich gut aus. Mal sehen, ich probiere es vlt. schon bei dieser Lok aus.

@All
Heute bin ich noch nicht an den Basteltisch gekommen. aber ich kann Euch schon mal zeigen bzw. zur Diskussion stellen, was ich mir für das Getriebe überlegt habe.

Bild

Fleischmann hat in den kleinen Kastentender 2'2'T21.5 ein Doppelzahnrad mit Modul 0,4 eingebaut. Meine Bastelkiste enthielt eine ganze Reihe Antriebsschnecken im Modul 0,3, die den gleichen Durchmesser von 4 mm aufweisen wie die originale Schnecke. Das Ritzel besitzt 20 Zähne ... ein bis auf ein Zehntel gleich großes Zahnrad mit Modul 0,3 und 27 Zähnen fand sich für kleines Geld in der Bucht. Ich denke, Ihr ahnt, was nun kommt. Der (hoffentlich) einfache Getriebeumbau sollte eine knapp um ein Drittel größere Übersetzung bringen. Das Verhältnis von vorbildlicher Endgeschwindigkeit zur Motordrehzahl sollte sich entsprechend verbessern. Ich denke, ein Versuch ist es wert. Sollte es nicht klappen, z.B. weil die Eingrifftiefe der 0,3er Schnecke entsprechend kleiner ist, kann ich den Umbau ohne großen Aufwand rückgängig machen.
Leider weist der so genannte Langlauftender 2'2'T31,5, den Fleischmann u.a. mit einigen BR 38 kombiniert hat, kein Doppelzahnrad auf. Schade, denn gerade diese Kombination gefällt mir optisch sehr. Beim häufig anzutreffenden Wannentender sollte es aber auch gehen. Ein Wannentender mag seinerzeit durch die selbsttragende Bauweise gegenüber den alten Kastentendern eine Menge Material eingespart habe. Das macht ihn für mich aber nicht hübscher.

Mal sehen, vielleicht kann ich morgen weiterbauen ...

LG
Hubert

PS:
Schwellenzähler hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 08:33
... Na wenn da nicht mal Teile für einen 3D-Drucker drin sind ...
Ich lüfte für Dich zu Belohnung mal eine Ecke:

Bild

:fool:
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2081

Beitrag von semisweet » Fr 26. Apr 2019, 18:47

Aha, Aha, der Herr hat Resorb bestellt.

Das ist die beste Wahl für den Bahndamm und die Geräuschdämmung!
Liebe Grüße
Klaus-Peter

meine Modellbahn in 1:160
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2082

Beitrag von wolferl65 » Fr 26. Apr 2019, 18:52

Servus Hubert,

puh, Dein Virus hat ja wieder einiges bewirkt. Was bin ich froh, auf H0 umgestiegen zu sein, wenn ich sehe, was Du in N zauberst...

Gruß,
Wolfgang
Projekt Gleiswüste freut sich auf Euren Besuch: viewtopic.php?f=64&t=157926
Bild

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2083

Beitrag von Darius » Fr 26. Apr 2019, 20:37

Hallo Hubert,

ich freue mich schon. Ja, München ist schon ein großes Stück weg... :bigeek:

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2084

Beitrag von hubedi » Sa 27. Apr 2019, 13:10

Hallo zusammen,

ich glaube, mein Virus bringt mir doch Glück und einen guten Lauf. Gestern habe ich das Getriebe im Tender weiter zerlegt und sehr provisorisch das neue Schneckengetriebe anprobiert. Nee ... Begeisterung ... alles passt. Boh, ein dicker, roter Strich ziert nun den Kalender. Ich zeige Euch hinterher ein paar Bilder und für Daniel noch ein Foto vom Zerlegen des GEtriebes als abschreckendes Beispiel wie man es eigentlich nicht machen sollte und wie ich es trotzdem gemacht habe ... :D Doch wie immer, erst Eure Post ... die ist mir sehr wichtig!
semisweet hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 18:47
...Aha, Aha, der Herr hat Resorb bestellt. ...
@Klaus-Peter
Das wäre doch etwas zu viel Aufwand ... Resorb aus China. :D Nein, es ist ein Junge ... der Carsten hatte natürlich recht ... ein teilmontierter 3D-Drucker. Hier ist die nächste Lage aufgedeckt:

Bild

Schon mal ein kleiner Vorgriff auf den so genannten "Ruhestand" ... geplant ist jedenfalls ein basteltechnischer Unruhestand :D
wolferl65 hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 18:52
... Was bin ich froh, auf H0 umgestiegen zu sein ...
@Wolfgang
Wie immer, alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin froh, der Spur N treu geblieben zu sein. Auch wenn wir N-Bahner ja gerne jammern und neidvoll zum vergleichsweise riesigen Angebot in H0 schielen, wir müssen viel selbst bauen. Das hat doch was ...
Darius hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 20:37
... ich freue mich schon. ...
@Daniel
Dann fangen wir gleich mal an ...

@All
Hier der oben angedeutete, vorläufige Erfolgsbericht. Zur Erinnerung ... es geht um den Wechsel des Moduls beim Schneckengetriebe.

Die Experten müssen sich mal gerade abwenden ... es wird furchtbar. Ich muss mir noch eine bessere Abziehvorrichtung bauen. In Spur N sitzen die Räder manchmal so dumm und eng, dass mit käuflich zu erwerbenden Werkzeugen ohne Verfeinerung nichts zu machen ist. (Für H0 gibt's das mal wieder alles ... grummel ... :fool: )

Das ist die Ausgangslage ... wundert Euch nicht, es handelt sich nicht um den gleichen Tender. Ich habe für die detaillierten Bilder einen zweiten zerlegt ...:

Bild

Die Schnecke wirkt auf die eine Hälfte des Doppelzahnrades. Das äußere Rad bewegt dann über eine Getriebekette alle vier Räder des Tenders. Die Räder der jeweils äußeren Achsen tragen Haftreifen. Das spielt beim Umbau der Stromabnahme noch eine Rolle. Die beiden mittleren Achsen könnten die Abnahmebasis erweitern. Aber sie stehen nicht richtig auf den Schienen sondern sie hängen durch die dicken Haftreifen wie an einer Brücke mehr oder weniger in der Luft. So können sie zur Verbesserung der Stromabnahme so gut wie nichts beitragen. Das werde ich noch ändern. :idea:

Das kommt später ... zurück zum Getriebe. Um an das Doppelzanhrad zu gelangen, müssen die beiden letzten Tenderachsen raus. Warnung ... so sollte man es nicht machen:

Bild

Aber zu meiner Entschuldigung, ich hatte keine andere Wahl. Wenn man mit dem nötigen Gefühl zu Werke geht, passiert auch nicht viel. Auf keinen Fall sollte man einen Hebel einseitig ansetzen. Die Kunststoffbuchsen sind leicht verzogen und das Rad eiert anschließend. Aber so bin ich nahe an einer Abziehvorrichtung, bei der die Achse mit einem Dorn herausgedrückt wird.

Bild

Größere Dampflokräder zeihe ich grundsätzlich nicht mit einem Hebel ab.

Das Ergebnis der Aktion ist auf dem nächsten Bild zu sehen:

Bild

Auf dem Bild ist rechts zu erkennen, das Doppelzahnrad läuft auf einer Steckachse. Auch hier sollte man mit viel Gefühl hebeln, um den im Metallchassis eingeklemmtem Dorn heraus zu bekommen.

Dann gab es kein Halten. Trotz der schon vorangeschrittenen Zeit gestern Nacht musste das Schneckengetriebe wenigstens versuchsweise gesteckt werden. Die Schnecke aus der Bastelkiste war etwas zu lang. Ich kürzte sie mit einer feinen Säge ... die Späne sind zwischen Motor und Schnecke noch zu sehen ... "Tschulligung" ... :oops:

Bild

Die Mathematik hat hervorragende Arbeit geliefert. Die Berechnungen lieferten tatsächlich ein klemmfrei laufendes Getriebe in Modul 0,3 ... Begeisterung :D

Auf dem nächsten Bild ist im extra bestellten Gegenlicht das notwendige Spiel zwischen Schnecke und Zahnrad zu erkennen. So kann's weiter gehen ... yes!

Bild

Ich hatte es oben bereits erwähnt ... das originale Doppelzahnrad besitzt 20 Zähne in Modul 0,4 ... das Neue 27 Zähne in Modul 0,3. Hm ... sollte ich vlt sogar auf Modul 0,2 umbauen. Das Übersetzungsverhältnis würde weiter steigen. Aber der Einbau wird auf Grund des kleinen Eingriffs der Schnecke kritischer. Nee, mein momentanes Bastelglück will ich nicht überstrapazieren.

Wie geht's weiter ... das neue Zahnrad muss nun zu einem Doppelzahnrad kombiniert werden. Das sollte zu machen sein. Anschließend versuche ich, die mittleren Achsen zur Stromabnahme heranzuziehen. Die faulen Säcke müssen sich ja nicht wie blinde Passagiere herumkutschieren lassen, sondern sie können für die Antriebsleistung auch etwas Nützliches beitragen. Damit das mal klar ist ... :D

Übrigens fand sich nach dem Zerlegen noch dieser klebrige Schmodder in allen Ritzen. Keine Ahnung, was die Fleischmänner in ihre Getriebe kippen. Taugen tut's nix. Es kann doch nicht die Welt kosten, vernünftige Feinmechanikerfette einzusetzen. Bei den immer wieder zu beklagenden Verharzungen könnte man fast an eine Methode denken. Ob da jemand im Keller ein Fass mit altem, ranzigem Vorkriegsschmierstoff entdeckt hat ... und das muss erst einmal abgearbeitet werden ... :evil: :cry: Tja, bis man dieses Fass endlich geleert hat, müssen bei mir selbst neue Loks ins Bad. Kopfschüttel ... nicht ärgern ... aber ist doch wahr ... das kann doch nicht sein ... nee jetzt ... herummoser ... naja, und wieder lächel. :D

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2085

Beitrag von Schwellenzähler » Sa 27. Apr 2019, 20:23

Hallo Hubert!

Erstmal muss ich mal was zu deiner recht locker-fluffigen Berichterstattung loswerden. Es sind zwar nur :gfm: :gfm: :gfm: , aber das macht echt Spaß zu lesen, und irgendwie finde ich mich in den geschilderten Erlebnissen wieder!
Gerade bei solchen Umbauten geht mir als Vollblutmechanikus das Herz auf. Was mich aber etwas wundert ist, das du für die Räder Hebelwerkzeuge brauchst. Also entweder hatte ich bisher nur ausgeleierte Krücken auf dem OP-Tisch, oder schlichtweg Glück. Denn ich habe bei Fleischmannloks bisher alles nur mit den Fingern abgezogen, bei Arnoldmaschinchen geht´s nicht. Da habe ich mir aus einem 0,5 mm Stahlblech eine Vorrichtung mit eingeklemmter M3 Mutter gefrickelt und eine entsprechende Schraube am Dremel zurechtgeschliffen. Das sieht dann so aus:

Bild
Wie geht's weiter ... das neue Zahnrad muss nun zu einem Doppelzahnrad kombiniert werden. Das sollte zu machen sein.
Das geht recht einfach:

Beide Zahnräder über die Steckachse zueinander zentrieren und mit einem stabilen Klebeband umwickeln. Dieses dient dazu, das die Räder für die nun folgende OP ihre Position zueinander halten. Nun nimmst du einen 0,9 mm Bohrer und versiehst die Räder auf einem Teilkreis von ca. 5 mm mit 3 Bohrungen je 120 Grad zueinander versetzt. In diese Bohrungen presst du dann vorsichtig handelsübliche Nägel mit einem Nenndurchmesser von 1 mm ( meist sind sie ein paar Hundertstel kleiner ). Die halten dann durch die leichte Vorspannung ohne Kleber, zumal sich Neodymzahnräder nur wiederwillig kleben lassen. Die überstehenden Köpfe und Enden dremelst du vorsichtig ab und feddich iss die Laube :lol:
Keine Ahnung, was die Fleischmänner in ihre Getriebe kippen. Taugen tut's nix.
Dem ist definitiv so! Das Zeug hat verdammte Ähnlichkeit in Farbe und Konsistenz mit jenem Fett, welches ich in Hochleistungsspindellager einer Werkzeugmaschine verfrachte :? ,mal ganz davon abgesehen, das grundsätzlich Massen zuviel auf die kleinen Rädchen geschmiert wird. Bei einer solch feinen Mechanik wird der Schmiereffekt durch die erhöhte Eigenreibung nahezu aufgehoben.

So, und nun wünsche ich dir viel Erfolg beim weiteren Umbau der preussischen Grazie!

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2086

Beitrag von hubedi » Sa 27. Apr 2019, 23:58

Hallo werter Vollblutmechanikus, Hallo zusammen,
Schwellenzähler hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 20:23
... Das geht recht einfach: Beide Zahnräder über die Steckachse zueinander zentrieren ...
Als ich Deinen Bericht las, musste ich erst einmal über alle Backen grinsen. Ich zeige Dir mal was ... :D

Bild

Bild

Doch dann ... :pflaster: ... lähmendes Entsetzen ... :bigeek: ... das sieht ja aus wie ein Plagiat. Nee, ich schwöre, als Du Deinen Bericht hochgeladen hast, war mein Doppelzahnrad schon fertig.

Aber wenn man mir nicht glaubt? Plagiatsjäger sind hartnäckig und penetrant. Meine schönen, hier mühsam erarbeiteten Titel? Das letzte frisch von Lutz verliehene "herrlich verrückt" z.B. ... bleibt mir wenigstens das "ver" oder ein "ückt". Und was macht der Lutz nun mit seinem gezogenen Hut ... setzt er ihn einfach wieder auf? Schwere Not ... Fragen über Fragen ... :?:

Ha, ein Funken Hoffnung ... Besserwissermodus an ... Neodymzahnräder ... das kann nicht sein. Aus Neodym werden diese Wundermagneten gemacht, aber keine Kunststoffzahnräder. Du meinst sicher Polyamid ... verschwistert mit Nylon, Kevlar, Perlon ... alles ähnliches Zeugs.
Und dann hab ich noch was. Wenn Du dieses Zeug z.B. mit Seku-Kleber zusammenpappen möchtest, kannst Du es zuvor mit einem "Polyolefin Primer" aktivieren. Das Zeug ist aber chemisch nicht richtig nett. Auf meinem Fläschchen stehen einige Gemeinheiten. Und so ein Haftvermittler kostet ein paar Euronen. ... Besserwissermodus wieder aus.

Ich sinke zusammen ... ich lese da wieder Haft-Vermittler. Muss ich jetzt vlt. in Modellhaft. :pflaster:

Die Wahrheit wird sich durchsetzen. Ich richte mich wieder auf. Ich werde für meine Bastlerehre kämpfen ... bis zum letzten Klebertropfen. Ich bleibe einfach Euer herrlich Verrückter. :fool:

LG und Gn8
Hubert

PS: Ach so ... die Hebelwerkzeuge. Ich bin lieber vorsichtig. Man kann die Räder sicher von Hand abziehen. Aber sooo gleichmäßig vermag ich nicht zu ziehen, um das Risiko des Verkantens auszuschließen. Und speziell die Speichen großer Dampflokräder wären doch einigen Belastungen ausgesetzt. Nee, lieber mit Abziehwerkzeug ...
Zuletzt geändert von hubedi am So 28. Apr 2019, 00:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2087

Beitrag von Miraculus » So 28. Apr 2019, 00:01

Hallo Hubert,

da hab ich ja die letzten Wochen einiges verpasst :oops: . Jetzt habe ich aber die Seiten nachgeholt :wink:
Dem Fuß geht's gut. Na Gott sei Dank, denn sonst hättest Du ja durch Lahmstein humpeln dürfen :fool:

Dein Baum- und Sträucherbau ging ja offensichtlich fießend wie vom Fließband von der Hand. Dadurch hast Du jetzt soviel Erfahrung gesammelt, so dass der Serienproduktion nichts mehr im Wege steht.
Als weitere Baustelle hast Du an der Selbstbaufräse gewerkelt. Multitalent wäre fast ne Untertreibung, findest Du nicht :hammer:
Nicht zuletzt bist Du unter die Bilderstürmer gegangen und hast tolle Naturszenen eingefangen. Das :gfm:
Aber das Unglaublichste sind ja wohl die Pfriemelarbeiten an der Lok mit den Löchern in den Fliegenhaaren :bigeek: . Das nähert sich fast der kleinsten schwäbischen Einheit an :mad: :lol: .

Du merkst, ich bin a bissle begeischderd :wink:


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2088

Beitrag von Schwellenzähler » So 28. Apr 2019, 08:29

Moin Hubert!
Doch dann ... :pflaster: ... lähmendes Entsetzen ... :bigeek: ... das sieht ja aus wie ein Plagiat. Nee, ich schwöre, als Du Deinen Bericht hochgeladen hast, war mein Doppelzahnrad schon fertig.
Selbst wenn du es tatsächlich nachgebaut hättest, wäre das doch kein Problem! Dafür ist so ein Forum doch da, sich gegenseitig mit Ideen zu helfen :D

Aber hier,
Besserwissermodus an ... Neodymzahnräder ... das kann nicht sein.
hast du mich mal vollends erwischt :lol: Keine Ahnung, welcher Teufel :banghead: :banghead: :banghead: mich da gestern abend geritten hat, aber immerhin waren 2 Buchstaben korrekt :lol: , das "N" und das "y" :fool:
Nylon war natürlich gemeint!!!!
Der Hinweis des " eigendlich nicht kleben wollens " musste aber sein, denn einen solchen gesundheitsfördernden Chemiecoctail hat schließlich nicht jeder im Bastelregal rumstehen :D

Nun bin ich mal gespannt auf den weiteren Fortgang, denn der Nachschub für den Basteltisch ist ja so gut wie unterwegs :wink: Eine solche OP würde ihr übrigens auch guttun.

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2089

Beitrag von Andy_1970 » So 28. Apr 2019, 12:23

Hallo Hubert,
die bisherige optische Aufwertung der P8 ist ja schon schwer beeindruckend! 8) :gfm:
Aber mit der aufwendigen Überarbeitung des Antriebs/der Stromabnahme wird die Lok auch fahrtechnisch ein Meisterstück werden! :sabber:
(aus meiner Sicht würde ich es auch bei Modul 0,3 belassen)
Viele Grüße
Andy

H0-Projekt Ottbergen: viewtopic.php?f=64&t=126993&p=1417767#p1417767
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2090

Beitrag von Darius » So 28. Apr 2019, 14:58

Hallo Hubert,

vielen Dank für Deine Berichte. Das sieht recht fummelig aus. Hm, und die nötigen Vorkenntnisse fehlen mir da komplett. Naja. Ich erfreue mich einfach an Deinen Bildern und Bastelberichten :D
Wie machst Du das mit dem Gestänge der Lok? ziehst Du das auch ab, wenn Du sie wartest oder etwas verbesserst? Wie geht das?, Ich glaube, ich würde die nie wieder richtig passend zusammen bekommen..... :bigeek: :bigeek:

Viele Grüße,
Daniel
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Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.


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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2091

Beitrag von inet_surfer88 » So 28. Apr 2019, 21:32

Hallo Hubert,

Hut ab vor deinen Bastelarbeiten an der Lok. Nix für meine Nerven. Ich drücke mich immer so lange es geht vor einer Lokreparatur oder Lokwartung. Und du baust nochmals eine Nummer kleiner.
Wahnsinn. :gfm:


Gruß Rüdiger

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2092

Beitrag von KaBeEs246 » Mo 29. Apr 2019, 10:38

Hallo Hubert,

Getriebeumbau in N, :bigeek: nee du, wenn du nicht bald etwas bastelst, was auch ich Otto Normalverbraucher nachmachen kann, werde ich hier völlig frustriert mein Lesezeichen entfernen. :fool:
Nee, mach ich natürlich nicht, sondern warte lieber auf bessere Zeiten.

Gruß von Ruhr und Nette
Hans

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2093

Beitrag von derOlli » Mo 29. Apr 2019, 14:40

Hallo Hubert, :D

Was sehe ich da, du hast dir auch einen 3D Druckerbausatz gekauft?
Ich bin mal gespannt welche Erfahrungen du machen wirst. Mein erster Druckerbausatz, der K8200 war ja nicht so der Hit :cry:
Der zweite Bausatz, ein Prusa i3 ist da deutlich besser und ich bin sehr zufrieden.
Über einen Baubericht und erste Druckerfahrungen würde ich mich freuen. :D
Gruß von Olli


Über einen Besuch in meinem Kellerland würde ich mich freuen:
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=110273

Neu: Hier geht es zu meinem Video vom FiddleYard. Einfach auf das Bild klicken. :D

Bild

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2094

Beitrag von hubedi » Mo 29. Apr 2019, 16:45

Hallo zusammen,

mein heutiger Zwischenbericht kann von einem Erfolg, einem Misserfolg mit anschließendem Teilerfolg erzählen. :D Tatsächlich ist die Sache etwas kompliziert geworden. Die Verbesserung der Stromabnahmebasis ist noch nicht endgültig geklärt. Ich hoffe aber, die Probleme lösen zu können.

Die Post war wieder da ... :D
Miraculus hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 00:01
... Multitalent ...
@Peter
Juhu, ein neuer Titel ... :D Danke für Dein Lob.
Aber es geht hier zugegeben ganz schön durcheinander. Irgendwie und irgendwann muss ich mal aufräumen ... bloß wie :?:
Schwellenzähler hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 08:29
... Selbst wenn du es tatsächlich nachgebaut hättest, wäre das doch kein Problem! Dafür ist so ein Forum doch da, sich gegenseitig mit Ideen zu helfen ...
@Carsten.. (aus meiner Sicht würde ich es auch bei Modul 0,3 belassen) ...[/quote]

@Andy
Meisterstück im Bereich Universal-Dilettantismus ... das könnte hinkommen. :D Und Du hast recht, es bleibt erst einmal bei Modul 0,3. Die ersten Tests zeigen einen beachtlichen Unterschied.
Darius hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 14:58
... Wie machst Du das mit dem Gestänge der Lok? ziehst Du das auch ab, wenn Du sie wartest oder etwas verbesserst? Wie geht das?, Ich glaube, ich würde die nie wieder richtig passend zusammen bekommen ...
@Daniel
Beschreibung meiner Methode ... siehe unten. Es gibt einen einfachen Trick, wenn man alles wieder ordentlich zusammen kriegen will. Ich fotografiere vor der Demontage alles im ursprünglichen Zustand. Und alle Teile sollte man sofort in einem Kästchen - am besten mit Unterteilungen - sichern. Gerade Kleinteile wie Schräubchen oder die Steckbolzen des Gestänges machen sich sonst gerne davon.
inet_surfer88 hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 21:32
... Ich drücke mich immer so lange es geht vor einer Lokreparatur oder Lokwartung. ...
@Rüdiger
Man muss es zwar auch nicht übertreiben. Aber so ab und zu ... sooon bisschen Dreck raus und Fett rein ... schaden tut's nicht. Es sei denn, man kippt zu viel Öl rein. Nee, mir ist wieder eine Maschine unter gekommen, die in Öl gebadet wurde. Das ist ein schönes Stück Arbeit, bis so eine tropfende Lok wieder geht ...
KaBeEs246 hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 10:38
... wenn du nicht bald etwas bastelst, was auch ich Otto Normalverbraucher nachmachen kann, werde ich hier völlig frustriert mein Lesezeichen entfernen. ...
@Hans
:bigeek: ... schock ... aber wenn hier eines sicher ist, dann der Wandel der Themen. :fool: Darauf kannst Du Dich verlassen. Ich habe noch einige Interessante Pläne für mein Sommer-Terrassenprojekt ... es wird super ... Werbung mach ... einlad ... um jeden Begleiter kämpf ... :D
derOlli hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 14:40
... Was sehe ich da, du hast dir auch einen 3D Druckerbausatz gekauft? ... Über einen Baubericht und erste Druckerfahrungen würde ich mich freuen. ...
@Olli
Yes Sir ... hab ich. :D Es wird noch eine kleine Weile dauern, bis ich zum Zusammenbau komme. Ich muss mich dann erst einmal in die neue Technik einarbeiten. Der Bericht kommt aber nicht hier rein, sondern in die 3D-Rubrik.

@All
Heute möchte ich wie versprochen mit Daniels Frage beginnen. Das Auseinander nehmen ist ziemlich simpel. Das Gestänge zergliedert sich bei fast allen Herstellern in ähnliche Baugruppen, die i.d.R. nicht weiter zerlegt werden müssen. Wenn doch, wird es allerdings komplizierter.

Bild

Hier habe ich die Teile meines aktuellen Projektes zusammengelegt. Und so demontiere ich das Gestänge:

Bild

Zunächst werden die Steckbolzen gezogen. Mit etwas Hebeln sind die Bolzen in der Kuppelstange flott gezogen. Du merkst sofort, wenn sie sich lösen. Dann vorsichtig weiter machen, damit sie nicht davon springen. Ich setzte meine Pinzette gern unter der Treibstange an, damit sie nicht beschädigt wird.
In der Mitte sitzt die Gegenkurbel. Sie besitzt einen viereckigen Zapfen. Wenn sie gezogen wird, fallen Dir manchmal schon ein paar Einzelteile wie die Treibstange mit dem Kreuzkopf entgegen. Wie Du auf dem ersten Foto erkennen kannst, hängt die Nachbildung der Steuerung mit Voreilhebel und der Gleitbahn für den Kreuzkopf oft an der Abdeckplatte mit den Stromabnahmefedern. An diese Platte kommst Du, wenn Du das Lokgehäuse abnimmst. Auf die Stromabnahmefedern gilt es aufzupassen, damit sie nicht verbiegen oder gar beschädigt werden. Hier lohnt sich ein Blick auf die Kontaktstellen. Wenn die Lok schon lange marschiert ist, kann die Kontaktfeder eingelaufen oder sogar vom Spurkranz geschlitzt worden sein. Dann heißt es tauschen ... oder reparieren. :D

Du siehst, so viele Teile sind es gar nicht ... mit etwas Gefühl kannst Du alles prima demontieren. Wenn Du / Ihr Interesse habt, zeige ich Euch auch den Zusammenbau meiner Projektlok.

Jetzt aber zum Erfolg. Ich habe Motor und neues Getriebe zusammengesetzt und laufen lassen. Hm ... erst lief alles recht zäh und schwergängig. Die Ursache war aber schnell gefunden. Das Spiel zwischen Schnecke und Ritzel war doch zu klein und die Kraftübertragung zu schwergängig. Nachdem ich ein Messingplättchen unter den Motor gelegt hatte, lief die neue Kombination richtig super ... freu ... :D Die größere Übersetzung war deutlich zu spüren und der Motor hatte gerade im unteren Geschwindigkeitsbereich weniger Mühe, die Mechanik in Bewegung zu setzen. Ich konnte die Lok zwar noch nicht testen, aber es deutet sich ein echter Gewinn an.

Nun zum Misserfolg: Im Tender hängen die beiden mittleren Achsen wie beschrieben in der Luft. Sie sollten aber zur Stromaufnahme beitragen. Ich maß erst einmal die Distanz der beiden Schmarotzerachsen zur Schienenoberkante:

Bild

Wie auf den beiden Bildhälften zu sehen ist, betrug die Differenz eines Rades mit bzw. ohne Haftreifen ca. zwei Zehntelmillimeter. Um genau diesen Betrag hingen die Achsen im Betrieb in der Luft. Die ursprüngliche Idee war, die Bohrungen im Chassis einfach zu einem Oval aufzufräsen, so dass die Achsen diese Zehntel herunterfallen. Von oben sollten Kontaktfedern die Räder nach unten drücken. Ich machte mich sogleich optimistisch ans Werk:

Bild

Vorsichtig und mühsam erledigte ich das Weiten der Bohrungen von Hand. Das Foto zeigt übrigens mein persönliches Handmodel ... meine Frau. :hearts:

Bild

Nach einiger Zeit sahen die Löcher schon ovaler aus und die Achsen erhielten das notwendige Spiel nach unten. So weit, so gut ... aber dann. Die zweite Achse wurde vom Antriebsritzel je nach Drehrichtung herauf oder hinunter gedrückt. Es wackelte so stark, dass sich die nachfolgende Zahnradkette verkantete und manchmal sogar blockierte. Die Kontaktfeder konnten von oben nicht genug Anpressdruck entwickeln, um dem Gewackel ernsthaft Paroli zu bieten. Pause ... und erst mal nachdenken ... :cry:

Heute hatte ich noch ein wenig Zeit, um das Ergebnis der neuen Überlegungen auszutesten. Ich will zwei Versionen bauen und vergleichen. Einen Tender habe ich ohne Absenkung der beiden Achsen montiert um später einen Vergleich zu haben. Der schon aufgebohrte Chassisblock sollte neue Lagerbuchsen erhalten, die ich um die zwei Zehntel abgesenkt einsetzen wollte.

Und hier könnte sich ein Erfolg abzeichnen. Erst bohrte ich die mittleren Achslöcher auf den Außendurchmesser der neuen Lagerbuchsen aus Messing auf:

Bild

Mit etwas Einsatz beim Einspannen konnte ich diese Bohrungen tatsächlich präzise setzen. Dann passte ich die neuen Messingbuchsen an bzw. ein:

Bild

Die Räder drehten nun fast ohne Spiel im neuen Lager. Und tatsächlich, der Testlauf auf dem Stahllineal zeigte es ... alle Räder liegen auf der Kante auf und drehen sich beim Hin- und Herschieben auch ohne Zwischenzahnräder mit. Der Brückeneffekt ist bereinigt:

Bild

So könnte es gehen. Aber was diese Absenkung in der Praxis für die Zugkraft der Lok bedeutet kann wohl erst tatsächlich die Praxis zeigen. Klar, wenn die mittleren Achsen auch aufliegen, reduziert sich die Kraft auf die Haftreifen. Mal sehen, ob sich ein guter Kompromiss zwischen Stromabnahmeverbesserung und Zugkraft finden lässt. Das Getriebe des zweiten Tenders mit dem originalen Doppelzahnrad läuft auf jeden Fall einwandfrei. Ich werde nun erst einmal ein zweites Zahnrad mit Modul 0,3 herstellen ...

Aber der Hans hat ja nicht unrecht. Es wird vlt. doch etwas langweilig ... immer die gleichen Bilder ... immer das gleiche Gedöns ... immer wieder neue Probleme ... immer abenteuerlichere Lösungen ... ich denke, bald kommt was anderes dran.

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2095

Beitrag von Miraculus » Mo 29. Apr 2019, 16:59

Hallole Hubert,
als latenter Muli, ähem Multitalent hast Du wieder was gezaubert, meine Herrn :fool: :gfm:
Fragen dazu. Wie genau hast Du jetzt die Löcher etwas nach unten versetzt. "Verlief" der Bohrer nicht in den bereits aufgeweiteten, "ovalisierten" Löchern :bigeek: , oder ist das Material so "weich", dass es solcherlei Bohrungen zulässt?? Das Bild zeigt ja einen Bohrer und keinen Fräser.

Wenn Du nun die Bohrungen einfach mit einem größeren Bohrer aufgeweitet hast um die Messingbuchsen einzusetzen, dann hast Du ja nichts gewonnen. Sorry wenn ich so dumm frage, aber ich steh glaube ich gerade auf dem Schlauch.

Hast Du noch ein Bild, welches die neuen Lagerbuchsen von oben zeigt? Diese müssten ja jetzt um ca. 0,2 mm nach "unten" versetzt sein, richtig?

Weitere Frage, wo werden die Kontaktfedern nochmal genau eingesetzt?
Aber egal wie, wieder eine Filigranarbeit, welche (fast) nur der Hubert zuwege bringt :fool:


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2096

Beitrag von hubedi » Mo 29. Apr 2019, 19:09

Hallo Peter,

Danke für Dein Interesse. Deine Bedenken hätte von mir stammen können. Aaaber, ich hatte eine Hintertür ... die konnte zu bleiben.
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Fragen dazu. Wie genau hast Du jetzt die Löcher etwas nach unten versetzt. "Verlief" der Bohrer nicht in den bereits aufgeweiteten, "ovalisierten" Löchern :bigeek: , oder ist das Material so "weich", dass es solcherlei Bohrungen zulässt?? Das Bild zeigt ja einen Bohrer und keinen Fräser ...
Das waren auch meine Gedanken. Die ursprüngliche Bohrung war aber bereits oval ausgefeilt. Wie Du ganz richtig vermutet hast, handelt es sich zudem um ein sehr weiches Gussmetall. Ich habe mit einem Fräser eine Startvertiefung in das Oval gesetzt und dann lief der Bohrer ganz brav in das neue, größere Loch. Als ich fertig war, stellte ich ganz überrascht die bekannte Frage: "Bist Du schon drin ..." :bigeek:
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Wenn Du nun die Bohrungen einfach mit einem größeren Bohrer aufgeweitet hast um die Messingbuchsen einzusetzen, dann hast Du ja nichts gewonnen. Sorry wenn ich so dumm frage, aber ich steh glaube ich gerade auf dem Schlauch ...
Dann wollen wir Dich mal vom Schlauch holen. Selbst wenn der Bohrer nicht brav gewesen wäre, wären die Chancen nicht schlecht gewesen. Dann hätte ich eben dieses größere Loch nach unten aufgeweitet und die Lagerbuchse in der unteren Position eingeklebt (die Hintertür). Die Radachse wäre dann auch präzise geführt worden
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Hast Du noch ein Bild, welches die neuen Lagerbuchsen von oben zeigt? Diese müssten ja jetzt um ca. 0,2 mm nach "unten" versetzt sein, richtig? ...
Hab ich ... frisch aus dem Pixelkasten, extra für Dich ...

Bild

Jetzt bin ich gespannt, ob Du die zwei Zehntel siehst ... dann kannst Du gleich bei mir als Messknecht anfangen. :D Ich habe nachgemessen und den Kantendrehtest (siehe oben) durchgeführt. Die beiden inneren Messingeinsätze sitzen tatsächlich exakt zwei Zehntel tiefer ... auf dem Bild Richtung Räder.
Miraculus hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 16:59
... Weitere Frage, wo werden die Kontaktfedern nochmal genau eingesetzt? ...
Die Kontaktfeder wollte ich - natürlich mit einer elektrischen Isolation dazwischen - unter den Motorträger kleben ... also, dieser merkwürdig geformte Winkel. der aus der oberen Bildmitte herauswächst. Die Feder würde oberhalb der eingesteckten mittleren Räder auf dem Spurkranz liegen ... alternativ auf der Lauffläche ... das muss ich ausprobieren. Auf der anderen Seite wäre dann natürlich das Gegenstück.

Ich hoffe, Deine Fragen sind hinreichend verständlich beantwortet und der Schlauch ist wieder frei ...

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2097

Beitrag von Darius » Mo 29. Apr 2019, 22:39

Hallo Hubert,

vielen vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung. Das ist total interessant und sehr schön anzusehen.
Natürlich interessiert mich auch brennend, wie man so ein Gestänge wieder verkantungsfrei zusammensetzt.
Wenn es Dir nichts ausmacht, würde ich das gerne sehen. Du machst Dir immer so viel Arbeit und gibst Dir solche Mühe, alles genau und leicht verständlich zu beschreiben, das ist ganz toll von Dir und ich freue mich total, daran teilhaben zu dürfen.
Und auch ein Dankeschön an Deine Frau, die als Handmodel so geduldig und mit ruhiger Hand zum Gelingen der tollen Bilder beiträgt.
:gfm:

Vielen Dank und viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2098

Beitrag von GMWE » Di 30. Apr 2019, 10:39

hubedi hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 19:09
Selbst wenn der Bohrer nicht brav gewesen wäre, wären die Chancen nicht schlecht gewesen. Dann hätte ich eben dieses größere Loch nach unten aufgeweitet und die Lagerbuchse in der unteren Position eingeklebt (die Hintertür). Die Radachse wäre dann auch präzise geführt worden
Hätte ich ähnlich gemacht. Alles gut!
Genau so wichtig ist übrigens die rechtwinklige Lage der Bohrungen im Rahmen,
sonst steht das Fahrzeug schräg auf dem Gleis.

Gruß, Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2099

Beitrag von Bremsklotz » Mi 1. Mai 2019, 14:25

Hallo Hubert,

es ist mal wieder der Wahnsinn was ein Bastelvirus so anrichten kann :fool:

Die 38er von Fleischmann gehört zu meinen Lieblingsdampfloks, weil sie sehr "genügsam" ist und bisher immer problemlos auch schwierige Gleisabschnitte, Radius 1-Kurven mit Bogenweiche problemlos meisterte. Fahrverhalten leise und die Übersetzung Motor/Zahnräder ist nach meinem Empfingen sehr gut. Außerdem hat sie eine vergleichsweise sehr gute Zugkraft. Simpel ausgedrückt: Ich bin begeistert von dieser Lok. Auch bekommt man sie relativ günstig und sie lassen sich recht gut öffnen, reinigen. Das Gestänge in seine Einzelteile zerlegen, habe ich mich allerdings noch nicht getraut. Erfahrungsgemäß, von anderen Dampfloks, kriege ich das Gestänge nie mehr so eingebaut, dass die Lok "schaukelfrei" hinterher wieder fährt.
Dein Bericht rückt diese Lok in meinen Augen in ein ganz anderes Licht :shock: was an diesem Modell eigentlich alles an Anbauteilen fehlt und mit welcher Präzision du dieses Modell verfeinerst und optimierst.

Ich bin schwer beeindruckt :gfm: :gfm: :gfm:
Gruß aus Hessen
Frank
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Herzlich willkommen bei meiner kleinen N-Anlage:Güglingen reloaded
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2100

Beitrag von hubedi » Fr 3. Mai 2019, 18:28

Hallo liebe Modellbahnfreunde,

in den letzten Tagen habe ich aus diversen Gründen nicht so viel an meinem P8-Umbauprojekt arbeiten können. Dennoch nähert sich der BW-Aufenthalt dem Ende. Es fehlt noch das elektronische Lokpersonal und dann kann getestet werden. Ich habe vorerst nur das Vorlaufdrehgestell mit neuen Stromabnehmern ausgestattet und aus Zeitgründen den weiteren Umbau des Tenders erst einmal gelassen. Das umgebaute Getriebe habe in ein anderes, unbearbeitetes Tender-Chassis verpflanzt. Die Stromabnahme aus dem Tender teste ich bei einer weiteren BR 38, die noch in der Schublade liegt. Die Testfahrten auf der Anlage werden dann zeigen, ob auch dieser Tender noch zur Stromabnahme herangezogen wird.

Vor der neuen Bilderflut die Post:
Darius hat geschrieben:
Mo 29. Apr 2019, 22:39
... Das ist total interessant und sehr schön anzusehen. Natürlich interessiert mich auch brennend, wie man so ein Gestänge wieder verkantungsfrei zusammensetzt. Wenn es Dir nichts ausmacht, würde ich das gerne sehen ...
@Daniel
Den Dank habe ich an meine Frau weitergeleitet. Sie meinte, sie hätte sich kaum getraut, die kleinen Teile in die Hand zu nehmen. Naja, wenn man das nicht so oft macht ... sooo empfindlich sind die meisten Teile ja nicht. Die alten Konstruktionen haben den Vorteil, relativ robust und betriebstauglich zu sein. Meine Ergänzungen habe ich eigentlich auch so stabil wie möglich ausgelegt. Wir werden sehen, wie sich meinen Anbauten in der Praxis bewähren.

Die Bilder und Beschreibung zum Zusammenbau des Gestänges findest Du unten ...
GMWE hat geschrieben:
Di 30. Apr 2019, 10:39
... Genau so wichtig ist übrigens die rechtwinklige Lage der Bohrungen im Rahmen, sonst steht das Fahrzeug schräg auf dem Gleis ...
@Peter
Damit hast Du völlig recht. Beim Einspannen habe ich mir einige Mühe gegeben. Bis jetzt wackelt nichts ...
Bremsklotz hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 14:25
... Die 38er von Fleischmann gehört zu meinen Lieblingsdampfloks, weil sie sehr "genügsam" ist und bisher immer problemlos auch schwierige Gleisabschnitte, Radius 1-Kurven mit Bogenweiche problemlos meisterte. Fahrverhalten leise und die Übersetzung Motor/Zahnräder ist nach meinem Empfingen sehr gut. Außerdem hat sie eine vergleichsweise sehr gute Zugkraft. Simpel ausgedrückt: Ich bin begeistert von dieser Lok. Auch bekommt man sie relativ günstig und sie lassen sich recht gut öffnen, reinigen. Das Gestänge in seine Einzelteile zerlegen, habe ich mich allerdings noch nicht getraut. Erfahrungsgemäß, von anderen Dampfloks, kriege ich das Gestänge nie mehr so eingebaut, dass die Lok "schaukelfrei" hinterher wieder fährt ...
@Frank
Das sehe ich ähnlich und ich mag die 38er ebenfalls sehr als Universallok. Sicher gibt es einige Kritikpunkte an der alten Konstruktion aus den 70ern. Die Stromabnahme nur von den drei Kuppelachsen bei der Kombination mit dem kleinen Kastentender 2´2´T21,5 ist etwas wenig. Die Zugkraft reicht m.E. für vorbildgerechte Garnituren. Man könnte aber sogar die beiden mittleren Tenderachsen auch noch mit Haftis ausrüsten. Dann würde es aber vlt. für den Motor gefährlich werden.
Bei der Getriebeübersetzung bin ich allerdings anderer Ansicht. Die Maschinen fahren viel zu schnell. Wir sind wohl zu sehr an das Bild rasender Modelle gewöhnt. Schau Dir z.B. mal an, wie langsam sich das Gestänge bei den Vorbildern bewegt. Die wirbelnden Stangen unserer Modelle wirst Du nicht finden.
Mit der Minitrix-Version gibt es zwar eine aktuelle Alternative, die aber auch - wie man so hört - ihre Macken hat. Mir persönlich ist das Modell zu teuer. Da schraube ich lieber an einem alten Modell herum und rette ein paar Schätzchen vor der Tonne.
Wenn die Lok nach dem Zusammenbau - wie von Dir beschrieben - eiert, hast Du wahrscheinlich die Lokräder auf einer Achse gegeneinander verdreht. Das lässt sich richten ...


@All
Heute will ich tatsächlich ausführlicher auf den Zusammenbau des Gestänges eingehen. Für die erfahrenen Lokschrauber wird's also vlt. etwas langweilig. Am besten wäre das mit einem Video zu zeigen. Ich hoffe, meine Bilder zeigen aber auch die Zusammenhänge.

Es gibt ein paar wichtige Dinge, auf die zu achten ist. Auf jeden Fall ist zu kontrollieren, ob die Räder alle auf der Achse den gleichen Versatz aufweisen. Die Löcher für die Steckbolzen sind bei den meisten Modellen um 90° gegeneinander versetzt. Sollten sich die Räder z.B. bei der Demontage auf der Achse gedreht haben, muss erst korrigiert werden. Dabei kann man auch gleich das Radsatzinnenmaß kontrollieren. stimmt der Abstand de Räder nicht, so sind Entgleisungen vorprogrammiert.
Oft lässt sich das Gestänge trotz verdrehter Räder montieren. Das Ergebnis ist ein Schaukelpferd oder gar ein klemmendes Gestänge. Nach der Montage sollte alles weich und reibungsarm laufen. Andernfalls heißt das Motto Fehlersuche bzw. Korrektur... :D So, auf geht's:

Bild

Das ist die Kontaktplatte mit Zylinderblock und ein paar angenieteten, beweglichen Teilen. Wie die scharfäugigen Beobachter vlt. feststellen werden, habe ich die Vertiefungen der Gestänge inzwischen rot ausgelegt. Ich habe aber nicht auf die von Peter (GMWE) vorgeschlagenen Streifendecals zurückgegriffen, sondern klassisch mit Pinsel und Farbe (Revell Nr. 330 "Feuerrot") gearbeitet. Mit einem feinen Pinsel 10/0 klappt das ganz ordentlich. Auch ich habe mal Farbe daneben gekleckert und über gemalt. Das ist aber nicht weiter tragisch. da sich diese Kleckse oder unscharfe Ränder mit einem Zahnstocher prima weg radieren lassen. Ich finde, das Rot steht den Stängelchen gut.

Bevor ich zur Montage des Gestänges komme, möchte ich Euch zuerst das umgebaute Drehgestell zeigen. Die beiden Achsen habe ich mit zusätzlichen Kontaktfedern ausgestattet. Leider habe ich erst nach dem Zusammenbau bemerkt, dass ich im Eifer des Bastelns keine Fotos gemacht habe ... sorry :oops: . Da ich das fertige Fahrwerk nicht wieder komplett zerlegen wollte, zeige ich Euch ein paar Bilder im eingebauten Zustand:

Bild

Bild

Ich hoffe, es ist auch so zu erkennen, wie die Kontaktfedern aus Federbronze auf den Spurkränzen aufliegen. Von oben sind die Kontakte rot lackiert, so dass sie im Betrieb kaum auffallen. Die Drähte sind durch zwei Bohrungen noch oben geführt:

Bild

Die dünnen, hochflexiblen Drähte behindern die Bewegung des Drehgestells kaum. Der hohe Teflonanteil bei der Isolierung sogt außerdem für eine exzellente Lötbarkeit der Litzen. Noch zwei Dinge sind zu sehen ... da ist zunächst einmal der Kratzer vor der Bohrung. Dieses Loch hat einige Nerven gekostet. Nee ... ich war fast durch, da bricht mir der 0,5 mm Bohrer ab. Die Spitze war zwar gerade noch zu greifen, aber sie hatte sich in dem weichen Metall festgefressen. Ich musste alle Kunst aufbieten, um das verflixte Ding wieder heraus zu kriegen. Naja, der Bohrer war sowieso tot, da konnte ich ein paar Würgetechniken anwenden. Nur, ohne Kratzer ging es nicht ab.

Wer die Fleischmann Drehgestelle kennt, dem wird zweitens das unten eingeklebte Metall zur Beschwerung auffallen. Wenn die Räder ihren neuen Zweitjob als Stromabnehmer ordentlich machen wollen, brauchen sie Druck. Sonst nehmen sie zwar Strom ab, aber verweigern die zusätzliche Drehung. Zusammen mit der Andruckfeder, die sich oben am Lokchassis abstützt, verhilft das Zusatzgewicht den Rädern zu ganz neuen Multitasking-Fähigkeiten.

Auch wenn es aus der Fotoperspektive vlt. anders aussieht, die Achsen sind trotz des Gewichtes frei beweglich und stoßen nicht an.

Die Leitungen tauchen nach dem Durchstecken tatsächlich oben auf ... alles andere wäre auch sehr merkwürdig. :D

Bild

Mit Hin- und Wegkleber sorge ich für einen Verlauf, der mir einigermaßen gefiel ... die Leitungen waren zunächst ganz anderer Ansicht. Sie hatten letztlich keine Chance und sie sitzen nun brav und angelötet an die Federbleche der Hauptstromabnahme auf ihrem Platz.

Und wo wir gerade bei den Federblechen sind ... ich habe die Kontaktflächen gereinigt und vorsichtig mit einem Glasfaserstift poliert. Einige Federn berührten nach dem Aufsetzen der Kontaktplatte die Spurkränze nicht. Mit der Pinzette bog ich sie wieder auf den Weg der Tugend. Sie sollen aufliegen, aber die Räder nicht blockieren.


Nun aber endlich zum Gestänge. Den Zusammenbau beginne ich i.d.R. mit einer Kuppelstange. Die Steckbolzen hüpfen gern davon. Mit der Pinzette kann man sie zwar gut am Kragen packen, aber man sollte nicht zu fest zudrücken. Bei zu viel Krafteinsatz springen die Teile meterweit durch die Bude ... weg sind sie. Sowieso ... nicht verkrampfen, locker bleiben und mit Bedacht und Überlegung arbeiten. Dann ist das alles ziemlich einfach zu machen.

Bild

Sind die Bolzen gesetzt, drücke ich sie mit einer Pinzette fest an ihren angestammten Platz:

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In das viereckige Loch kommt die Gegenkurbel, die ja seit dem ersten Bild schon erwartungsvoll an der Kontaktplatte baumelt. Aber haaaalt ... es fehlt noch der Kreuzkopf mit der Treibstange. der Kreuzkopf läuft später auf der Gleitbahn hin und her und er trägt die Kolbenstange. Den Antriebsmost holt unsere Lok nun nicht aus dem Zylinder, dennoch will die Kolbenstange in das Loch am Zylinderblock eingefädelt werden. Und der Kreuzkopf will auf die Gleitbahn und dann will noch dieses kleine Hebelchen mitspielen ... der Voreilhebel ... der bei einer richtigen Dampfmaschine die Ventile oberhalb des Zylinders betätigt. Er ist ebenfalls auf dem ersten Bild vor dem Zylinderblock zu sehen. Das ganze Gedöns muss nun zusammenkommen ... keine Angst, die Fleischmänner haben sich hier ein paar Tricks einfallen lassen. Schauen wir uns den Kreuzkopf vor der Montage mal genauer an ... hier ist das Teil von hinten:

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Oben ist die die Aussparung für die Gleitbahn sofort zu erkennen. Darunter ist die Treibstange beweglich angenietet. Hier fällt die Lasche auf, die sich vor die Gleitbahn legen lässt. Das nächste Bild zeigt die Sache mit der halb zugeklapptem Aussparung am Kreuzkopf .. das VGSH deutet darauf:

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Ich sehe gerade. ich habe doch noch übergepinselt ... und Dreck mit eingepinselt. Ach, das kommt vom Metallguss oder so ... :D Ich hab's später noch korrigiert.

Jedenfalls zeigt das nächste Bild das Schließen des Kanals von vorn, bevor es beim Schätzchen zur Sache geht:

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Wir erkennen auf der Kolbenstange eine Lasche. Die Fleischmänner haben sich irgendwann entschlossen, hier den eingesteckten Voreilhebel mitzunehmen. Andere Hersteller haben andere Lösungen gefunden und z.B. die ganze Baugruppe komplett vernietet. Ich finde die Montage so aber sehr elegant und einfach. Also, man klappt die Gleitbahn auf, fädelt die Kolbenstange in das Loch am Zylinderblock, steckt von oben den Voreilhebel in die Tasche, setzt den Kreuzkopf auf die Gleitbahn, klappt die Treibstange nach hinten und ... es sitzt. Das geht mit etwas Üben wesentlich schneller, als Ihr es hier nachlesen könnt. Auf dem letzten Bild ist zu sehen, wie die Teile später alle sitzen müssen.

Vorher müssen wir uns noch um die immer noch unmotivierte Gehenkurbel kümmern. Dazu führen wir die Treibstange unter dem senkrechten Fangeisen mit der Öse über die entsprechende viereckige Stecköffnung am Treibrad. Warum ich betone, dass die Treibstange unter das Fangeisen gehört ... ob ihr es glaubt oder nicht ... ein Modellbahnkollege hatte es tatsächlich geschafft, die Stange darüber zu legen und so das Gestänge zusammen gesteckt. Klar, die Stange war dabei komplett verbogen und es drehte sich nix. So kam er kam völlig entnervt zu mir und hoffte auf Unterstützung. Es ist mir einigermaßen schleierhaft, wie man auf eine solche Idee kommen kann. Die Reparatur dauerte nur wenige Minuten und ich konnte ein paar leicht verdiente Pluspunkte sammeln.

Wie herum muss nun die Gegenkurbel rein. Das kann man sich mit einer Eselsbrücke ganz schnell ableiten. Wenn die Kuppelstange ganz unten ist, muss die Gegenkurbel nach oben zeigen ... es ist ja eine Gegen-Kurbel. Manchmal ist es etwas fummelig, die viereckige Stecknase in das Loch im Rad zu bekommen. Es gelingt nicht mit Gewalt, sondern mit Gefühl. Wenn man die Kurbel mit der Pinzette am Hals gepackt hat, findet sie fast von allein den richtigen Weg, wenn man sie leicht hin und herdreht. Da der Bolzen durch die Ösen an der Treib- und Kuppelstange gesteckt wird, können sie manchmal das Herunterdrücken der Gegenkurbel verhindern. Oben geht der viereckige Stift in eine runde Achse über. Die Ösen müssen also u.U. aus dem Weg geschoben werden, bis sie auf dem runden Teil laufen und der Vierkant komplett im Loch verschwunden ist. Sonst kann sich die Gegenkurbel bei voller Fahrt lösen und schwere Modellunfälle hervorrufen ... wer also Spaß am Feuerwehr- und Rettungswageneinsatz hat, kann es auch anders machen. :D

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Was bleibt ... wer sein Modell liebt, der schiebt ...:

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Nee ... nicht drauf drücken ... von hinten und von vorn ... waagerecht schieben. Wenn sich so ohne Haube und ohne Zusatzgewicht alles leicht und sauber dreht ... dann ist Zeit für ein zufriedenes Lächeln. :D

Noch ein paar Hinweise:
Wenn ich die zweite Seite montiere, lege ich zuerst die Kuppelstange auf die Räder. Sie sind ja bereits durch die fertige Seite mehr oder weniger fixiert. Die Montagelöcher in den Rädern sollten auf der Gegenseite alle in etwa unter den Ösen der Kuppelstange liegen. Ist das nicht der Fall und eine Öse schaut komplett in eine andere Richtung, stimmt der oben angedeutete 90°-Versatz nicht. Dann bleibt vor dem Lächeln nur eine Korrektur.
Achtet darauf, dass der alte Fettschmodder entfernt wurde. Ein neu und mit gutem Öl bzw. Fett geschmiertes Modell verursacht einfach ein breiteres Lächeln. Tut Euch selbst einen Gefallen und nehmt verharzugssichere Schmiermittel. Es genügt ein Hauch ... der Preis für ein hochwertiges Präzisionsfett spielt also kaum eine Rolle.

So, nun ist es aber gut mit meiner Schlaumeierei. :D

Aber etwas habe ich noch für Euch. Da ich ... Pardon, der zuständige Modell-Planungsdezernent der Bahndirektion Klustal natürlich ... auf meiner Anlage nur große Radien zugelassen habe bzw. hat, kann ich mir die Montage von Kolbenstangenschutzrohren erlauben. Ich musste mir aber erst welche bauen:

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Sie entstanden aus Messingröhrchen und abgesägten Ringen. Zusammengelötet und brüniert konnte ich sie in die Zylinderlöcher einkleben. Vorsicht, sie dürfen nicht sehr weit in die vordere Bohrung ragen, da sonst die Kolbenstange am Totpunkt anstößt. Das habe ich natürlich zuvor getestet. So steht die Lok gerade aufrecht in einer Klemmvorrichtung auf dem Basteltisch. Sie wagt es nicht, sich zu rühren, bevor der Kleber ausgehärtet ist.

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Ich finde, die unscheinbaren Röhrchen machen was her. Das Loch vorne wird noch verschlossen.

Das waren die Neuigkeiten vom Basteltisch. Ich denke, morgen wird das Maschinchen fertig und die Testfahrten können beginnen. Puh ... durchatmen für alle, die bis hierher durchgehalten haben. Dann kommt wieder was Neues ... :D

LG
Hubert

PS: Sorry, ich hatte noch ein Bild vergessen. :oops:
Zuletzt geändert von hubedi am Fr 3. Mai 2019, 20:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist. (Henry Ford)

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