Die Mark Michingen in N - Bauberichte

Bereich für alle Themen rund um den Bau von Anlagen und Dioramen (Bauberichte bzw. Bautagebücher, handwerkliche Fragen, Techniken, etc.)
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hubedi
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2076

Beitrag von hubedi » Mi 10. Apr 2019, 19:39

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Beiträge, obwohl ich Euch ja nicht gerade mit interessanten Bauberichten verwöhne. Leider wird sich diese Sauregurkenzeit noch eine Weile hinziehen. Sowohl beruflich als auch privat werden die Termine und Verpflichtungen wohl erst im Sommer abnehmen. Dann, ja dann war's das mit meiner beruflichen Tätigkeit. Der Amtsschimmel hat sein Trockenfutter bekommen, ist zufrieden und die Sache ist in trockenen Tüchern.
Brumfda hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 11:37
... Wo bleibt die Spucke? Bei mir ist sie weg ...
@Felix
Huch ... schnell ein Glas Wasser ... die Mark Michingen löst anscheinend Allergien aus oder wie oder was ... :fool:
Jürgen hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 11:58
... Bäume und Ansitze. Bei uns im Schwarzwald gibt es ja von beidem reichlich. Da sind noch ganz andere Exoten dabei ... Jetzt wäre ein Pedelec praktisch, um öfter damit zur Arbeit zu fahren ...
@Jürgen
Hier stehen auch ein paar bemerkenswerte Exemplare herum. Da frage ich mich oft, wer hat den Mut, sich dort oben hinzusetzen ... :D
Auch wenn's etwas OT ist ... so ein Pedelec ist eine feine Sache. Ohne die Motorunterstützung wäre für mich das Radfahren auf Grund der Knieschäden nicht mehr möglich.
derOlli hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 15:41
... da hast du ja schon eine Menge Bäume gebastelt ... Wie lange hast du für einen gebraucht oder machst du gleich mehrere gleichzeitig? ...
@Olli
Die Frage kann ich Dir aus dem Stegreif nicht beantworten. Ich fertige immer eine Serie, da ich so schneller voran komme. Allein die ganzen Trocknungszeiten zwischen den einzelnen Schritten kann ich bei einer Serienproduktion optimaler nutzen. Die meiste Zeit ging bislang für das Herumexperimentieren drauf. Jetzt, wo die Rezepte einigermaßen stabil sind, geht so ein Baum flott von der Hand. Auch das Anfertigen des Belaubungsmaterials ist inzwischen Routine und geht sehr viel schneller als das anfängliche Herumprobieren.
wulfmanjack hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 17:11
... Auf den Paletten sieht das ja nach einer Vielzahl aus. Wenn`s an`s Pflanzen geht, dann fragt man sich schnell: Das waren doch viel mehr. ... So ein mit Ranken überwachsener Baum am Waldrand auf der Anlage hat was. 8) Mach et ...
@Wolfgang
Genau, auf den Startschuss habe ich gewartet. :D
Tja, als mein Werk noch auf dem Basteltisch stand, sah die Menge noch ganz ansehnlich aus. Oben an der Anlage, wurde ich ziemlich kleinlaut. Noch jede Menge Bastelspaß ... :D
GSB hat geschrieben:
Mo 8. Apr 2019, 18:48
... und es dürfte immer noch weit stimmiger wirken als mit Flaschenputzern! ...
@Matthias
Das will ich doch stark hoffen ... :D
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 13:42
... Ich werd sie mir wohl wieder selber bauen müssen. :mrgreen:
Mal kurz nachgefragt. Wie kommt man auf die Idee sich eine Fräse selber zu bauen ? ...
@Peter
Stimmt, meine Baumschule ist jedenfalls für lange Zeit ausgebucht. :D

Was die Fräse betrifft, stelle ich mir diese Frage so langsam auch. Es ist m.E. nicht gerade mal nebenher zu schaffen. Im Internet liest man immer wieder von diesen Dreitagewundern. Tja, was soll ich dazu sagen ... die haben eben mehr drauf als ich.

Als ich mit dem Bau begann, gab es noch keine günstigen Bausätze oder Chinakracher. Brauchbare Geräte begannen im Bereich um die zwei Kiloeuronen ... nur die Mechanik noch ohne die ganze Steuerelektronik versteht sich. Das konnte und wollte ich mir nicht leisten ... also Selbstbau. Ich habe mich schlau gemacht, Pläne angeschaut, und nicht zuletzt eine Menge Unterstützung erhalten.
Der Hobbybereich hat sich inzwischen weiter entwickelt. So kamen einige Modellbauer auf die Idee, Maschinen aus Multiplex- oder Siebdruckplatten zu bauen. Die Profis mit den Zwei-Tonnen-Maschinen schrien gequält auf, die Bastler frästen fröhlich trotz aller Anfeindungen und Lästereien aus dem Profilager mit ihren belächelten Käsefräsen vor sich hin und zeigten den schäumenden Spezialisten eine lange Nase. Inzwischen ist klar, es geht auch viel einfacher. Aber soll ich jetzt kurz vor dem Abschluss alles wegwerfen und einfacher bauen ... hm ... :D Heute würde ich wohl auf einen Bausatz zurückgreifen. Die Präzision dieser Geräte würde mir reichen ...

@All
Wo wir gerade beim Thema sind ... jedes Aluwinkelchen möchte eine individuelle Behandlung genießen ... durch wen ... durch mich natürlich. Aus den Feil- und Bohrspänen hätte man sicher noch was Schönes bauen können, wenn sie beisammen geblieben wären:

Bild

Aber auch die seitliche Energiekette ist bald fertig. Der Kasten für die Anschlüsse sitzt bereits an Ort und Stelle und wartet vertrauensvoll auf die Motor- und Endschalterbuchsen.

Bild

Aber dann ... ja dann ... mache ich aus schönen, glatten, eckigen Platten ... Frässpäne. Vorher heißt es noch hoffen und bangen ... :D

LG
Hubert
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2077

Beitrag von N Bahnwurfn » Mi 10. Apr 2019, 20:37

Hallo Hubert,
hubedi hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 19:39
Aber dann ... ja dann ... mache ich aus schönen, glatten, eckigen Platten ... Frässpäne.
Da versteh ich nun anscheined doch noch ein bischen was vom fräsen. Die Fräßspäne kenne ich jedenfalls. Davon ist immer der ganze Tisch voll, wenn unser Enkel mit dem fressen fertig ist. :fool:

Bin schon mal auf die ersten Fräsergebnisse gespannt.

MfG Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2078

Beitrag von Schwellenzähler » Mi 10. Apr 2019, 20:46

Hallo Hubert!
Was die Fräse betrifft, stelle ich mir diese Frage so langsam auch. Es ist m.E. nicht gerade mal nebenher zu schaffen. Im Internet liest man immer wieder von diesen Dreitagewundern. Tja, was soll ich dazu sagen ... die haben eben mehr drauf als ich.
Das wage ich ja mal zu bezweifeln, da spielen wohl eher Zeit im Überfluß, vorgefertigte Teile und ähnliche Parameter eine entscheidende Rolle! Ich komme ja beruflich aus dem Werkzeugmaschinenbau und ich kann dir für deine Leistung hier nur Respekt zollen. Eine absolut grundsolide Konstruktion, an der du mit Sicherheit viele Jahre Freude haben und und mit bestimmt mit allerlei " Leckerli " von der Fräßtafel beglücken wirst!
Dann, ja dann war's das mit meiner beruflichen Tätigkeit. Der Amtsschimmel hat sein Trockenfutter bekommen, ist zufrieden und die Sache ist in trockenen Tüchern.
Da bleibt mir dann nur noch, dir einen stressfreien Endspurt in den wohlverdienten Ruhestand zu wünschen!

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2079

Beitrag von Bremsklotz » Fr 12. Apr 2019, 20:50

Hallo Hubert,

erst einmal :hearts: Glückwunsch, dass der Stall für den "Amtsschimmel" fertig gebaut und der Schober mit Trockenfutter gefüllt ist :prost:

Dein gezeigtes Bild zeigt ein hervorragendes Engeneering und präzise ausgeführten Metallbau, ein Maschinenbauer könnte das nicht besser :gfm:
Gruß aus Hessen
Frank
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2080

Beitrag von inet_surfer88 » Fr 12. Apr 2019, 22:30

Hallo Hubert,

wie, was??? Noch bis zum Sommer und das wars dann???? :prost: :prost: :prost:
Dann mal Herzlichen Glückwunsch.

Bei mir rechne ich da erst gar nicht nach. Da reichen die Finger an den Händen nicht aus. Halt, ich könnte die Fußzehen mit dazu nehmen. Mist. Reicht immer noch nicht. :banghead: :banghead: :banghead:

Dann hoffe ich für dich das der Sommer ganz schnell kommt.


Gruß Rüdiger

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2081

Beitrag von Barbara13 » Fr 19. Apr 2019, 06:55

Hallo Hubert,

eine Fräse im Selbstdau ... ohne Worte :shock: ... und das Teil sieht auch noch extrem professionell aus. Ich bin schwer beeindruckt :D ... und jetzt gespannt wie ein Flitzebogen was du damit zaubern wirst.
Viele Grüße

Michael

... nichts ist spannender als Perfektion

http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=1 ... 6#p1118087

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2082

Beitrag von giesl ejektor » So 21. Apr 2019, 21:14

hubedi hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 19:39

Bild

Bild

Aber dann ... ja dann ... mache ich aus schönen, glatten, eckigen Platten ... Frässpäne. Vorher heißt es noch hoffen und bangen ... :D
Mein lieber Hubert,

wer eine Maschine selbst konzipiert, plant, baut und das in einer, aus meiner Sicht, hervorragenden Qualität, dem gebührt mit Sicherheit großer Respekt! :clap: :gfm:
Ich könnte das jedenfalls nicht!
Du bist für mich im Forum sicherlich einer der vielseitigsten und komplettesten Modell- und Maschinenbauer! Und dazu noch ein überaus kollegialer und sympathischer dazu, wenn ich das so sagen darf.

Und da Du ja jetzt mit dem Rennpferd "Amtsschimmel" auf die Zielgerade der Dienstzeit einbiegst, hast Du sicherlich auch mehr Zeit, das Projekt "Fräse" recht zügig abzuschließen. Und ich bin dann auch wie die Kollegen vorher schon schrieben, gespannt, mit welch "kleinen" Kleinoden in 1 : 160 Du uns dann überraschst! :bigeek:

Bis bald und viele Grüße

Lutz

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2083

Beitrag von hubedi » Do 25. Apr 2019, 12:17

Hallo werte Modellbaukollegen,

am Dienstag in unserem Garten ... ich kratze gerade in den Rabatten. Da höre ich plötzlich eine bekannte Stimme: "Hallo, ich bin's mal wieder ..."

Oh je, den kenne ich, das heißt Bastelarbeit ...

"Du hast lange nix mehr gebaut und es gibt noch so viel zu tun!"

Und ich denke noch so, eigentlich, ist es gar nicht gut, wenn man Stimmen hört. Aber das ist eine Ausnahme. Mein Mobavirus meldet sich ... :D

"Da liegt doch diese BR 38 aus dem letzten Jahr in ihrer Kiste herum. Du weißt doch, dieses günstig erworbene Sturzopfer. Das wolltest Du doch umbauen. Mach es ..."

Ja aber da ist noch die Fräse und der Aufzug, die Anlage ... und nicht zuletzt der Garten.

"Mach es einfach. Der Garten wird von allein grün. Die Terrasse ist sauber, die Zufahrt ist von sprießendem Kraut befreit, die Beete sind gekratzt ... so als kleines, nettes Zwischenprojekt ... so ein wenig Fliegenhaare durchbohren und eine Halskette daraus machen ..."

Häh ... was will ich mit einer Halskette aus Fliegenhaaren. Virus, bist Du krank? Aber so zwischendurch was schönes Kleines ... nichts groß Kleines ... nee, was klein Kleines ... hm ... nicht schlecht. Was will man machen, ich beuge mich dem Basteltrieb. Der Virus hätte sowieso keine Ruhe gegeben. Ich bin ein bedauernswertes Opfer der Infektion. :D Immerhin gibt es gleich ein paar Bilder von einer Lok und nicht von artfremden Fräsen oder so. Und das VGSH ist auch dabei.

Wo ich gerade die Fräse erwähne ... die Post:
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 20:37
... Die Fräßspäne kenne ich jedenfalls. Davon ist immer der ganze Tisch voll, wenn unser Enkel mit dem fressen fertig ist ...
@Peter
:lol: Diese Frässpäne kenne ich. Die Woche vor Ostern hatten wir Oma- und Opadienst bei meiner Tochter. Die lieben Kleinen ... :hearts:
Schwellenzähler hat geschrieben:
Mi 10. Apr 2019, 20:46
... Eine absolut grundsolide Konstruktion, an der du mit Sicherheit viele Jahre Freude haben und und mit bestimmt mit allerlei " Leckerli " von der Fräßtafel beglücken wirst! ...
@Carsten
Boh ... so ein Lob von einem Werkzeugprofi ... das freut mich. Ich hoffe, es klappt wirklich alles so wie erwartet. Ich bleibe optimistisch ...
Bremsklotz hat geschrieben:
Fr 12. Apr 2019, 20:50
... ein Maschinenbauer könnte das nicht besser ...
@Frank
Hm ... das wage ich zu bezweifeln. Mir fehlt es oft an speziellem Präzisionswerkzeug. Ich habe ja schon eine ganze Menge, aber ich stoße immer wieder an meine Grenzen. So einiges kann man ausgleichen, aber nicht alles. Aber für meine Zwecke sollte es genügen.
inet_surfer88 hat geschrieben:
Fr 12. Apr 2019, 22:30
... wie, was??? Noch bis zum Sommer und das wars dann???? ...
@Rüdiger
Du machst Dir wirklich Sorgen ... nee jetzt ... Du glaubst doch nicht, dass es mir 10 Minuten langweilig wird. Für die Liste reicht wohl ein zweites Leben nicht aus. Und anschließend fällt mir bestimmt jede Menge ein. Hoffentlich spielt meine Gesundheit noch ein wenig mit ...
Barbara13 hat geschrieben:
Fr 19. Apr 2019, 06:55
... und jetzt gespannt wie ein Flitzebogen was du damit zaubern wirst ...
@Michael
Ein wenig wirst Du die Spannung noch halten müssen, aber dann gibt's kein halten mehr. :D Ich habe so viele Ideen ... von Weichenbau bis ... ja bis ... noch viiiiel mehr. :D Selbst meine Frau hat schon Bedarf angemeldet.
giesl ejektor hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 21:14
... Du bist für mich im Forum sicherlich einer der vielseitigsten und komplettesten Modell- und Maschinenbauer! ...
@Lutz
Du meinst, der Typ, der sich am meisten hier im Forum zerfusselt hat. :lol: Hm ... ich habe da keinen Überblick ... aber es könnte was dran sein ... ich kenne keinen, der so viele Projekte am Start hat :fool: Aber vielen Dank für das dicke Lob. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

@All
So, jetzt wird gebaut, und zwar Eisenbahn. Das ist der Patient ... jedenfalls der kranke Fuß. Und daneben ist gleich die Prothese aus Messingguss zu sehen:

Bild

Dieses Exemplar einer Fleischmann BR 38 mit der Betriebsnummer 38 2667 stammt wahrscheinlich aus einer analogen Startpackung von 2008. Es ist eine seltenere Version mit zwei Domen und dem vom Hersteller überarbeiteten Fahrgestell. Die altbekannten Probleme dieser Modellreihe sind nie richtig angepackt worden. Die Detaillierung ist zwar nicht schlecht und für die inzwischen betagte Grundkonstruktion sogar prima, aber es gibt genug Luft nach oben und Raum für Bastelspaß. Da ist z.B. das fehlende Rohrgedöns unter dem Fahrerhaus ... also das Bremslastventil und der Injektor. Diese Teile gibt es als Messingguss von KH-Modellbau. Sie liegen bereits neben dem Krankenbett der Lok. Hier und da will ich ein paar Anbauten anfertigen, einen Decoder einsetzen, das Getriebe umbauen, die Stromabnahme verbessern, Lokpersonal einsetzen, den Lok-Tenderabstand via einfacher Federmechanik verkürzen ... die Liste ist lang. Der Virus sollte nach der Aktion wieder ruhig sein. Falls nicht, könnte ich noch den Motor gegen ein fünfpoliges Exemplar austauschen, eine Schwungmasse drehen, das Drehgestell und den Tender beschweren, das Drehgestell und die Lokfront überarbeiten, etwas Dreck nachbilden ... na Virus ... tolle Aussichten. Fangen wir mal an.

Die neuen Rangiertritte wollten nicht zum noch intakten Exemplar passen. Ein einfaches Aufkleben des Ersatzes schied aus.

Bild

Die originalen Tritte sind laut Vorbildfotos ziemlich klein. Nach den mir vorliegenden Fotos gab es verschiedene Versionen. Hm ... ich entschloss mich, das bruchgefährdete Bein ebenfalls abzukneifen und mir komplett neue Messingtritte anzufertigen. Ich lötete also zwei Tritte an einen 1x1 Millimeter Messingwinkel und klebte den fertigen Ersatz unter die vorbereitete Lokfront. Die Optik entspricht nicht ganz dem Original, dafür sitzt der Ersatz absolut stabil an Ort und Stelle.

Bild

So, Reparatur erledigt, Lok wieder zuschrauben, fertig. Neee ...die Virusprovokation saß. Scharfer Protest ... es sollte weitergehen. :D

Wenn Lokpersonal mitfahren soll, müssen sie auch was zu tun haben. Es fehlt auf dem Kessel die Nachbildung des Stellgestänges zum Dampfdom. Sowieso ist der Kessel der BR 38 reichlich mit allen möglichen Leitungen und Rohren bestückt. Fleischmann hat alle Anbauten angespritzt. Das entspricht nicht mehr den Möglichkeiten moderner Werkzeugtechnik. Aber alle Anbauten nachbilden ... was für ein Aufwand. Virus ... allenfalls später, jetzt nicht! Grummel ... moser ... nachgeb. Aber die vier markanten Stellstangen und vlt. noch der am Kessel entlangführende Handlauf.

Fangen wir mal an. Die Drähte müssen ja irgendwo enden und befestigt werden. Ich entschied mich zum Bohren feiner 0,3 mm Löcher genau in die Mitte der Ventile. Eine gewisse Herausforderung mit dem Handbohrer. Mit der Maschine traute ich mich nicht. Bei den winzigen Bohrern fehlt dann einfach das Gefühl ... da sind die Löcher:

Bild

Volltreffer, mitten rein. Lob mich selbst ... riecht da was. :D Jedenfalls gleich ein paar Drähtchen reingesteckt:

Bild

Nicht nur die Wurst hat zwei Enden, die Drähtchen auch. Also mussten noch auf jeder Seite zwei Löcher in die Fahrerkabine gebohrt werden. Auch nicht so ganz einfach, denn die Stelldrähte sollten später gerade dem Kessel folgen. Es blieben an der Kabinenfront nur zwei Stellen ober- bzw. unterhalb des Guckfensterchens für das Lokpersonal. Dann liefen die Drähte nicht mehr genau parallel. Das musste ich später durch leichtes Verbiegen korrigieren. Die wirkliche Herausforderung stellte aber die Halterung der Stelldrähte auf dem Kessel dar. Ein winziges Bauteil im Submillimeterbereich ... von Hand Löcher in Fliegenhaare bohren. Mein Virus war begeistert ... ich mehr so skeptisch. Aber es hat geklappt, sogar auf beiden Seiten:

Bild

Das Dingens wollte aber nicht auf den Stelldrähten entlang rutschen, sondern bestand auf einer ordentlichen Hochzeit mit den Stelldrähten. Die Lötlehre bestand aus einem einfachen Klötzchen mit Sägeschnitt zur Positionierung des Halters:

Bild

Und siehe da, mein Virus behielt recht. Alles verlief bis zu diesem Zeitpunkt besser als erwartet:

Bild

Irgendwas ist ja immer. In dem Augenblick, wo ich die Drähte mit Seku-Kleber einsetzen wollte, klingelte der Paketbote. Für diese Klebearbeit mit Nadel und Kleber braucht man eine ruhige Hand. Und Patsch, die Konzentration war weg. Ich hau daneben, ein dicker Klecks auf dem Dom. Schreck ... abwischen ... ich greif das Gehäuse ... ein unbemerkter Klecks am Finger ... noch ein Patzer auf dem Windleitblech. Nee ... schrei ... Virus Du PIIIIEP ... erst mal zur Haustür und das Paket entgegen nehmen. Darauf hatte ich mich ja gefreut:

Bild

Da steht das Ding ... was drin ist, wird noch nicht verraten. Nee, erst mal Schadensbegrenzung:

Bild

Mit Geduld und Spucke, Holzstäbchen und Cuttermesser gelang die Operation ... puh, beinahe hätte ich das unschuldige Virus erwürgt. Und was dann ... kein Basteldruck mehr ... nee ... alles wieder gut. Auch auf der anderen Seite musste übrigens auch überschüssiger Kleber von den Drähten geschabt werden:

Bild

So, das war der Stand von gestern Abend. Heute weckte ich erst einmal das Lokpersonal und holte es aus der Schachtel. Mein Meister und der Heizer waren noch etwas grummelig, denn sie waren von den Herstellern mit einem Hochglanzanzug auf die Welt gekommen. In der dunklen Kiste war ihnen dieser Umstand gar nicht aufgefallen. Aber nun im hellen Licht der Bastellampe ...

Also bekamen die beiden einen neuen Überzug aus Mattlack. Sie sind beide zum Einbau fertig. Die Anbauteile am Lokgehäuse trocknen nach der Farbdusche ebenfalls vor sich hin. Die Messingteile habe ich übrigens nicht vorlackiert, sondern brüniert. Das Verfahren hat sich bei mir bestens bewährt.

Fortsetzung folgt ...

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2084

Beitrag von Darius » Do 25. Apr 2019, 15:28

:fool: :fool: :fool:

:gfm:

Vielen Dank an den Virus :mrgreen:

Und danke für die tolle Dokumentation der Bastelei

Viele Grüße,
Daniel
Hier geht´s zur Baubegleitung:
viewtopic.php?f=15&t=158655 "Opa´s MoBa reloaded"

Sollte ich mal im Eifer des Gefechts vergessen, wer ich bin: Mein "echter" Name ist Daniel.

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2085

Beitrag von N Bahnwurfn » Do 25. Apr 2019, 18:59

Hallo Hubert,

man liest ja allenthalben, an diversen Fahrzeugen immer wieder, Trabbifahrer wären die Härtesten, aber was du hier wieder in 1:160 zusammen friemelst ist an Härte kaum zu überbieten. Es ist somit bewiesen, die Härtesten sind Modellbahnumbauer, deines Schlages, von N an abwärts. :mrgreen:

Die Idee mit der Trittmontage sieht sehr stabil aus. Da dürfte so leicht bei Händeln nichts mehr abbrechen. Die Leitungen machen sich auch prima am Kessel, aber man, was für eine Fummelei. Ein Glück das du so schwehr an Mobanikus Basteleius erkrankt bist. :lol:

Jetzt zieh das Ding durch. Laß Fräse, Fräse sein. Wir wollen die Hübsche fertig sehen. :zahnlos:
Obwohl, so ein fünfpoliger Motor währe auch nicht zu verachten. :pflaster:

MfG Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2086

Beitrag von hubedi » Fr 26. Apr 2019, 00:49

Hallo liebe Kollegen,

vor der Heia noch schnell ein Zwischenstand. Ich denke, ich habe das Lok-Tender-Abstandsproblem gelöst.
Darius hat geschrieben:
Do 25. Apr 2019, 15:28
... Vielen Dank an den Virus ...
@Daniel
Ich werde es ausrichten. Hoffentlich bildet sich dieser Krankheitserreger nicht sonst was darauf ein ...
N Bahnwurfn hat geschrieben:
Do 25. Apr 2019, 18:59
... Jetzt zieh das Ding durch. Laß Fräse, Fräse sein. Wir wollen die Hübsche fertig sehen. :zahnlos:
Obwohl, so ein fünfpoliger Motor währe auch nicht zu verachten ...
@Peter
Höre ich da meinen Virus ... :fool:
Unterschätze den alten Fleischmann-Dreipoler nicht. Sooo schlecht ist der gar nicht. Mit dem richtigen Decoder steht der einem Fünfpoler nicht viel nach. Da gibt es gaaanz andere Motorkrücken. Für eine Schwungmasse ist allerdings ohne Umbau kein Platz. Es sei denn, ich baue den Motor selbst um. Aber das ist eine andere Geschichte ...

@All
Ich beginne mit dem Bildereigen da, wo ich vorhin aufgehört habe. Jetzt kann die Haube etwas mehr Farbe bekennen:

Bild

Nun ist das Lokfahrwerk dran. Als ich die Maschine erhielt, tuckerte sie nur stockend über das Testgleis ... sie stuckerte sozusagen. Nach dem Zerlegen wusste ich warum:

Bild

Ein Blick auf die Kontaktfedern der Lok genügte. Der Dreck ist nicht zu übersehen und die mittleren Kontakte scheinen die Räder überhaupt nicht zu berühren. Die Lok erhält sowieso nur über die drei Treibachsen Strom ... hm ... ich zähle, wie viele Achsen insgesamt da sind ... noch vier am Tender und zwei am führenden Drehgestell ... macht neun. :shock: Da sollte noch was gehen.

Aber erst zu dieser für den Heizer lebensgefährlichen Lücke zwischen Lok und Tender. Ich habe bei den Kollegen im 1zu160-Forum diesen Bericht gelesen. Es handelt sich zwar nicht um eine BR 38, aber die Basisidee könnte auch hier funktionieren. Vielen Dank an den Kollegen.

Erst einmal die Bestandsaufnahme:

Bild

Die drei Millimeter sind für den Heizer mit einer vollen Schippe Kohlen kaum zu überwinden. Hm .. was gibt die Bastelkiste her. Jede Menge Druckfedern aber die werden kaum funktionieren. Zugvögel finde ich auch nicht ... Häh, Zugvögel ... :bigeek: ... ach wegen der Federn ... ohh manno Virus, halt dich raus, wenn erwachsene Bastler nachdenken.

Boh, ich hab's. Für die Zugbrückenmechanik hatte ich mir diese Schaltschiebefedern von Märklin besorgt (Nr.: 7194) ... ob die gehen. Yippie-ya-yeah, wie dafür gemacht:

Bild

Der Kollege hat die Kupplung durchgeschnitten und die Zugfeder eingefügt. Ich machte mir ein neues Blech aus Messing.

Da hat doch letztens in der Bucht tatsächlich jemand so eine originale, gebrauchte Blechstreifenkupplung für sage und schreibe acht Euro plus vier Euro Versand angeboten. Und die Senkkopfschraube hinten am Tender nochmal acht Euro. Hier steht ein Goldschatz. Eigentlich sollte ich die Lok zerlegen und die Einzelteile verticken. Dann kann ich mir so zwei bis drei Neue kaufen ... und das Ganze nochmal ... usw. ... :fool:

Virus, Du machst mich noch ganz kirre. Nichts als Blödsinn im Kopf. Hat so ein Virus überhaupt einen Kopf ... grummel ... weiter im Text.

Also, so ähnlich soll es aussehen. Die Stange muss natürlich anders rum:

Bild

Ich schnippelte, bohrte und bog mir eine neue, verkürzte Kupplung:

Bild

Weil es schon so spät ist hier das Endergebnis ohne weitere Erläuterung. Die rechte Öse der Feder klemmte ich unter eine umgebogene Lasche des neuen Blechstreifens:

Bild

Damit die linke Öse stramm über den Knubbel in der Lok passt, musste ich sie vorsichtig weiten:

Bild

So weit, so gut. Zur Erinnerung: Der Tender schiebt die Lok vor sich her. Die beiden Teile der Maschine können in Vorwärtsrichtung so eng kuscheln, enger geht's nicht. In den Kurven liefert die Feder genug Spiel für das Gelenk. Aber was ist, wenn die Lok einen Zug in Rückwärtsrichtung bewegt. Dann zieht der Tender vorne die Feder lang und länger ... hm ... das geht nicht. Nachdenk ... entweder darf die Lok nur in Vorwärtsrichtung ziehen oder eine Längenbegrenzung in Form eines Hakens muss her. Das ist meine Lösung für diesen Fall:

Bild

Test ... Test ... Test ... ziiieh:

Bild

Ha geht ... prima. Und was ist mit den Kurven:

Bild

Bonfunktionös. :D Und jetzt noch ein Bild vom provisorischen Tenderkuscheln. Die Hauben sind nur darüber gestülpt. Deshalb sieht es etwas schief aus:

Bild

Hach ... love me tender ... :hearts: :D

Vorschau ... irgendwie hat das gesamte Gestänge die rote Auslegung in den Vertiefungen verloren, bzw. sie war möglicherweise nie dran, da es sich um eine Lok aus einer Startpackung handelt ... k.A.. Jedenfalls muss das korrigiert werden:

Bild

Tja, dann geht's ans Getriebe. Da hab ich mir was überlegt, was ich so noch nicht gemacht habe. Könnte gehen, mal sehen ...

LG und Gn8
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2087

Beitrag von Darius » Fr 26. Apr 2019, 05:36

Guten Morgen Hubert,
vielen Dank für die kurzweilige, informative und amüsante Bastelbeschreibung.
:gfm:
Bin gespannt, wie das Einsetzen des Gestänges funktioniert. Hier hoffe ich auch auf ein paar Bilder. Sowas habe ich noch nie gesehen.

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2088

Beitrag von 211064 » Fr 26. Apr 2019, 06:39

Himmel, Hubert, Du bist so herrlich verrückt! :gfm:
:fool:
Ich zieh' den Hut vor dieser Frickelei. Danke, dass Du uns so ausführlich teilhaben lässt.
Viele Grüße
Christoph

Bekennender Marzibahner :sabber:

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2089

Beitrag von Schwellenzähler » Fr 26. Apr 2019, 08:33

Guten morgen Hubert!

Das sind ja mal wieder exelente Frickeleien, das macht richtig Spaß da zuzusehen :gfm: :gfm: :gfm:
Für eine Schwungmasse ist allerdings ohne Umbau kein Platz. Es sei denn, ich baue den Motor selbst um. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Da du nun eine herrliche Lok-Tender-Kurzkupplung gebastelt hast, könntest du den Motor recht einfach mit einer Schwungmasse versehen. Das habe ich damals an meiner 50´ger auch gemacht und es musste lediglich die Tenderrückwand etwas ausgefräst werden. Durch die nun enge Kupplung würde das niemandem auffallen. Dazu habe ich lediglich die Ankerwelle etwa 2 mm weiter eingepresst, sodas sie am Motorschild etwas hervorsteht. Dann habe ich aus Messing eine 11mm starke und rückseitig ausgedrehte ( damit sie über das Wellenlager passt ) Schwungscheibe von meiner damals noch vorhandenen, und für 1:160 viel zu großen, Drehbank fallen lassen und aufgepresst.

Das sah dann so aus:

Bild

Obwohl die Schwungmasse nicht sehr voluminös ist, hat sie ihre Wirkung nicht verfehlt. Vormals verteufelte Standartweichen wurden nach der OP tadellos überfahren.
Da steht das Ding ... was drin ist, wird noch nicht verraten.
Na wenn da nicht mal Teile für einen 3D-Drucker drin sind :wink:

So,nun hoffe ich mal, das deine Virusinfektion noch lange anhält und bin gespannt, was da noch kommt!

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2090

Beitrag von GMWE » Fr 26. Apr 2019, 15:26

Hallo Hubert,

für die Kupplung wäre die etwas elegantere Lösung gewesen:
Bild

Und für die profilierten Kuppelstangen würde ich nach dem Brünieren
diese Decals in die Nuten kleben:
https://www.ds-design.de/streifendecal/p-4104.html

Du bist aber sicher schon weiter, deshalb nimms als Alternative fürs nächste Mal.

Gruß, Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2091

Beitrag von hubedi » Fr 26. Apr 2019, 18:21

Hallo zusammen,

ich freue mich riesig über Eure Begleitung und ganz besonders über Euer Mitdenken bzw. Eure Vorschläge. Und mein Virus erst ... es hüpft vor vor Begeisterung auf und ab. Es ahnt gerade ganz neue elektronische Verbreitungsmöglichkeiten. Es erkennt erste Anzeichen weiterer Infektionen ... Vermehrungsdruck oder wie oder was. Ja soll ich mich jetzt etwa zum Erfüllungsgehilfen schwerer Erkrankungen machen lassen. :bigeek: Ich kann Euch nur warnen ... es wird gefährlich hier. :D
Darius hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 05:36
... vielen Dank für die kurzweilige, informative und amüsante Bastelbeschreibung ...
@Daniel
Gern geschehen. Es gibt ja auch keinen Grund, warum Bastelbeschreibungen dröge zu sein haben.
Darius hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 05:36
... Bin gespannt, wie das Einsetzen des Gestänges funktioniert. Hier hoffe ich auch auf ein paar Bilder. Sowas habe ich noch nie gesehen ...
Mach ich ... ich werde ein paar mehr Bilder schießen. Es ist kein Hexenwerk. München liegt leider nicht vor meiner Haustür. sonst hätten wir das Stangengedöns auch gemeinsam zusammenbauen können.
211064 hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 06:39
... Himmel, Hubert, Du bist so herrlich verrückt! ...
@Christoph
Das habe ich doch schon mal gehört ... glaube mir, es hilft. :D
Schwellenzähler hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 08:33
... könntest du den Motor recht einfach mit einer Schwungmasse versehen. Das habe ich damals an meiner 50´ger auch gemacht und es musste lediglich die Tenderrückwand etwas ausgefräst werden. ... Obwohl die Schwungmasse nicht sehr voluminös ist, hat sie ihre Wirkung nicht verfehlt. Vormals verteufelte Standartweichen wurden nach der OP tadellos überfahren ...
@Carsten
Vielen lieben Dank für Deinen Vorschlag und Deine PN. Deine Lösung ist in der Tat eine interessante Alternative. Bislang hatte ich noch nicht probiert, die Achse des Motors zu verschieben. Wenn das geht, eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Normalerweise denkt man bei Schwungmassen eher an Glockenankermotoren oder zumindest schräg genutete Kollektormotoren, um das Rastmoment in Grenzen zu halten. Die Wirkung so mancher Winzscheibe zeigt sich erfahrungsgemäß eher bei neuen Werbeargumenten der Hersteller als bei verbesserten Fahreigenschaften. Um trotz der Rastmomente und der Generatorwirkung des Motors zu einem bemerkbaren Auslauf zu kommen, ist wohl so ein Klötzchen erforderlich, wie es Dein Bild zeigt.
Über die Vor- und Nachteile von Schwungscheiben in Kombination mit den unterschiedlichsten Motortypen ist allerdings viel elektronische Tinte ausgebreitet worden. Das Pro und Contra liegt auf dem Basteltisch.
Wenn es nur um die Überwindung von Kontaktunterbrechungen geht, ist m.E. speziell bei Digitalbetrieb ein elektronischer Energiespeicher keine schlechte Alternative. Die SMD-Klötzchen lassen sich z.B. einfach über die Lok verteilen, eine Schwungmasse nicht. Da noch mehr BR 38 zum Umbau Schlange stehen, kann ich sogar Alternativen testen. Ich werde darüber nachdenken, tendiere im Moment allerdings zu einem elektronischen Speicher. Ein kompletter Motortausch ist erst einmal nicht vorgesehen. Da laufen mir die Kosten aus dem Ruder.
GMWE hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 15:26
... für die Kupplung wäre die etwas elegantere Lösung gewesen ...Du bist aber sicher schon weiter, deshalb nimms als Alternative fürs nächste Mal ...
@Peter
Super, herzlichen Dank für Deinen Vorschlag. Deine Idee sieht wirklich gut aus. Mal sehen, ich probiere es vlt. schon bei dieser Lok aus.

@All
Heute bin ich noch nicht an den Basteltisch gekommen. aber ich kann Euch schon mal zeigen bzw. zur Diskussion stellen, was ich mir für das Getriebe überlegt habe.

Bild

Fleischmann hat in den kleinen Kastentender 2'2'T21.5 ein Doppelzahnrad mit Modul 0,4 eingebaut. Meine Bastelkiste enthielt eine ganze Reihe Antriebsschnecken im Modul 0,3, die den gleichen Durchmesser von 4 mm aufweisen wie die originale Schnecke. Das Ritzel besitzt 20 Zähne ... ein bis auf ein Zehntel gleich großes Zahnrad mit Modul 0,3 und 27 Zähnen fand sich für kleines Geld in der Bucht. Ich denke, Ihr ahnt, was nun kommt. Der (hoffentlich) einfache Getriebeumbau sollte eine knapp um ein Drittel größere Übersetzung bringen. Das Verhältnis von vorbildlicher Endgeschwindigkeit zur Motordrehzahl sollte sich entsprechend verbessern. Ich denke, ein Versuch ist es wert. Sollte es nicht klappen, z.B. weil die Eingrifftiefe der 0,3er Schnecke entsprechend kleiner ist, kann ich den Umbau ohne großen Aufwand rückgängig machen.
Leider weist der so genannte Langlauftender 2'2'T31,5, den Fleischmann u.a. mit einigen BR 38 kombiniert hat, kein Doppelzahnrad auf. Schade, denn gerade diese Kombination gefällt mir optisch sehr. Beim häufig anzutreffenden Wannentender sollte es aber auch gehen. Ein Wannentender mag seinerzeit durch die selbsttragende Bauweise gegenüber den alten Kastentendern eine Menge Material eingespart habe. Das macht ihn für mich aber nicht hübscher.

Mal sehen, vielleicht kann ich morgen weiterbauen ...

LG
Hubert

PS:
Schwellenzähler hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 08:33
... Na wenn da nicht mal Teile für einen 3D-Drucker drin sind ...
Ich lüfte für Dich zu Belohnung mal eine Ecke:

Bild

:fool:
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Und hier stelle ich mich kurz vor ...

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2092

Beitrag von semisweet » Fr 26. Apr 2019, 18:47

Aha, Aha, der Herr hat Resorb bestellt.

Das ist die beste Wahl für den Bahndamm und die Geräuschdämmung!
Liebe Grüße
Klaus-Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2093

Beitrag von wolferl65 » Fr 26. Apr 2019, 18:52

Servus Hubert,

puh, Dein Virus hat ja wieder einiges bewirkt. Was bin ich froh, auf H0 umgestiegen zu sein, wenn ich sehe, was Du in N zauberst...

Gruß,
Wolfgang
Projekt Gleiswüste freut sich auf Euren Besuch: viewtopic.php?f=64&t=157926
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2094

Beitrag von Darius » Fr 26. Apr 2019, 20:37

Hallo Hubert,

ich freue mich schon. Ja, München ist schon ein großes Stück weg... :bigeek:

Viele Grüße,
Daniel
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2095

Beitrag von hubedi » Sa 27. Apr 2019, 13:10

Hallo zusammen,

ich glaube, mein Virus bringt mir doch Glück und einen guten Lauf. Gestern habe ich das Getriebe im Tender weiter zerlegt und sehr provisorisch das neue Schneckengetriebe anprobiert. Nee ... Begeisterung ... alles passt. Boh, ein dicker, roter Strich ziert nun den Kalender. Ich zeige Euch hinterher ein paar Bilder und für Daniel noch ein Foto vom Zerlegen des GEtriebes als abschreckendes Beispiel wie man es eigentlich nicht machen sollte und wie ich es trotzdem gemacht habe ... :D Doch wie immer, erst Eure Post ... die ist mir sehr wichtig!
semisweet hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 18:47
...Aha, Aha, der Herr hat Resorb bestellt. ...
@Klaus-Peter
Das wäre doch etwas zu viel Aufwand ... Resorb aus China. :D Nein, es ist ein Junge ... der Carsten hatte natürlich recht ... ein teilmontierter 3D-Drucker. Hier ist die nächste Lage aufgedeckt:

Bild

Schon mal ein kleiner Vorgriff auf den so genannten "Ruhestand" ... geplant ist jedenfalls ein basteltechnischer Unruhestand :D
wolferl65 hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 18:52
... Was bin ich froh, auf H0 umgestiegen zu sein ...
@Wolfgang
Wie immer, alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin froh, der Spur N treu geblieben zu sein. Auch wenn wir N-Bahner ja gerne jammern und neidvoll zum vergleichsweise riesigen Angebot in H0 schielen, wir müssen viel selbst bauen. Das hat doch was ...
Darius hat geschrieben:
Fr 26. Apr 2019, 20:37
... ich freue mich schon. ...
@Daniel
Dann fangen wir gleich mal an ...

@All
Hier der oben angedeutete, vorläufige Erfolgsbericht. Zur Erinnerung ... es geht um den Wechsel des Moduls beim Schneckengetriebe.

Die Experten müssen sich mal gerade abwenden ... es wird furchtbar. Ich muss mir noch eine bessere Abziehvorrichtung bauen. In Spur N sitzen die Räder manchmal so dumm und eng, dass mit käuflich zu erwerbenden Werkzeugen ohne Verfeinerung nichts zu machen ist. (Für H0 gibt's das mal wieder alles ... grummel ... :fool: )

Das ist die Ausgangslage ... wundert Euch nicht, es handelt sich nicht um den gleichen Tender. Ich habe für die detaillierten Bilder einen zweiten zerlegt ...:

Bild

Die Schnecke wirkt auf die eine Hälfte des Doppelzahnrades. Das äußere Rad bewegt dann über eine Getriebekette alle vier Räder des Tenders. Die Räder der jeweils äußeren Achsen tragen Haftreifen. Das spielt beim Umbau der Stromabnahme noch eine Rolle. Die beiden mittleren Achsen könnten die Abnahmebasis erweitern. Aber sie stehen nicht richtig auf den Schienen sondern sie hängen durch die dicken Haftreifen wie an einer Brücke mehr oder weniger in der Luft. So können sie zur Verbesserung der Stromabnahme so gut wie nichts beitragen. Das werde ich noch ändern. :idea:

Das kommt später ... zurück zum Getriebe. Um an das Doppelzanhrad zu gelangen, müssen die beiden letzten Tenderachsen raus. Warnung ... so sollte man es nicht machen:

Bild

Aber zu meiner Entschuldigung, ich hatte keine andere Wahl. Wenn man mit dem nötigen Gefühl zu Werke geht, passiert auch nicht viel. Auf keinen Fall sollte man einen Hebel einseitig ansetzen. Die Kunststoffbuchsen sind leicht verzogen und das Rad eiert anschließend. Aber so bin ich nahe an einer Abziehvorrichtung, bei der die Achse mit einem Dorn herausgedrückt wird.

Bild

Größere Dampflokräder zeihe ich grundsätzlich nicht mit einem Hebel ab.

Das Ergebnis der Aktion ist auf dem nächsten Bild zu sehen:

Bild

Auf dem Bild ist rechts zu erkennen, das Doppelzahnrad läuft auf einer Steckachse. Auch hier sollte man mit viel Gefühl hebeln, um den im Metallchassis eingeklemmtem Dorn heraus zu bekommen.

Dann gab es kein Halten. Trotz der schon vorangeschrittenen Zeit gestern Nacht musste das Schneckengetriebe wenigstens versuchsweise gesteckt werden. Die Schnecke aus der Bastelkiste war etwas zu lang. Ich kürzte sie mit einer feinen Säge ... die Späne sind zwischen Motor und Schnecke noch zu sehen ... "Tschulligung" ... :oops:

Bild

Die Mathematik hat hervorragende Arbeit geliefert. Die Berechnungen lieferten tatsächlich ein klemmfrei laufendes Getriebe in Modul 0,3 ... Begeisterung :D

Auf dem nächsten Bild ist im extra bestellten Gegenlicht das notwendige Spiel zwischen Schnecke und Zahnrad zu erkennen. So kann's weiter gehen ... yes!

Bild

Ich hatte es oben bereits erwähnt ... das originale Doppelzahnrad besitzt 20 Zähne in Modul 0,4 ... das Neue 27 Zähne in Modul 0,3. Hm ... sollte ich vlt sogar auf Modul 0,2 umbauen. Das Übersetzungsverhältnis würde weiter steigen. Aber der Einbau wird auf Grund des kleinen Eingriffs der Schnecke kritischer. Nee, mein momentanes Bastelglück will ich nicht überstrapazieren.

Wie geht's weiter ... das neue Zahnrad muss nun zu einem Doppelzahnrad kombiniert werden. Das sollte zu machen sein. Anschließend versuche ich, die mittleren Achsen zur Stromabnahme heranzuziehen. Die faulen Säcke müssen sich ja nicht wie blinde Passagiere herumkutschieren lassen, sondern sie können für die Antriebsleistung auch etwas Nützliches beitragen. Damit das mal klar ist ... :D

Übrigens fand sich nach dem Zerlegen noch dieser klebrige Schmodder in allen Ritzen. Keine Ahnung, was die Fleischmänner in ihre Getriebe kippen. Taugen tut's nix. Es kann doch nicht die Welt kosten, vernünftige Feinmechanikerfette einzusetzen. Bei den immer wieder zu beklagenden Verharzungen könnte man fast an eine Methode denken. Ob da jemand im Keller ein Fass mit altem, ranzigem Vorkriegsschmierstoff entdeckt hat ... und das muss erst einmal abgearbeitet werden ... :evil: :cry: Tja, bis man dieses Fass endlich geleert hat, müssen bei mir selbst neue Loks ins Bad. Kopfschüttel ... nicht ärgern ... aber ist doch wahr ... das kann doch nicht sein ... nee jetzt ... herummoser ... naja, und wieder lächel. :D

LG
Hubert
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2096

Beitrag von Schwellenzähler » Sa 27. Apr 2019, 20:23

Hallo Hubert!

Erstmal muss ich mal was zu deiner recht locker-fluffigen Berichterstattung loswerden. Es sind zwar nur :gfm: :gfm: :gfm: , aber das macht echt Spaß zu lesen, und irgendwie finde ich mich in den geschilderten Erlebnissen wieder!
Gerade bei solchen Umbauten geht mir als Vollblutmechanikus das Herz auf. Was mich aber etwas wundert ist, das du für die Räder Hebelwerkzeuge brauchst. Also entweder hatte ich bisher nur ausgeleierte Krücken auf dem OP-Tisch, oder schlichtweg Glück. Denn ich habe bei Fleischmannloks bisher alles nur mit den Fingern abgezogen, bei Arnoldmaschinchen geht´s nicht. Da habe ich mir aus einem 0,5 mm Stahlblech eine Vorrichtung mit eingeklemmter M3 Mutter gefrickelt und eine entsprechende Schraube am Dremel zurechtgeschliffen. Das sieht dann so aus:

Bild
Wie geht's weiter ... das neue Zahnrad muss nun zu einem Doppelzahnrad kombiniert werden. Das sollte zu machen sein.
Das geht recht einfach:

Beide Zahnräder über die Steckachse zueinander zentrieren und mit einem stabilen Klebeband umwickeln. Dieses dient dazu, das die Räder für die nun folgende OP ihre Position zueinander halten. Nun nimmst du einen 0,9 mm Bohrer und versiehst die Räder auf einem Teilkreis von ca. 5 mm mit 3 Bohrungen je 120 Grad zueinander versetzt. In diese Bohrungen presst du dann vorsichtig handelsübliche Nägel mit einem Nenndurchmesser von 1 mm ( meist sind sie ein paar Hundertstel kleiner ). Die halten dann durch die leichte Vorspannung ohne Kleber, zumal sich Neodymzahnräder nur wiederwillig kleben lassen. Die überstehenden Köpfe und Enden dremelst du vorsichtig ab und feddich iss die Laube :lol:
Keine Ahnung, was die Fleischmänner in ihre Getriebe kippen. Taugen tut's nix.
Dem ist definitiv so! Das Zeug hat verdammte Ähnlichkeit in Farbe und Konsistenz mit jenem Fett, welches ich in Hochleistungsspindellager einer Werkzeugmaschine verfrachte :? ,mal ganz davon abgesehen, das grundsätzlich Massen zuviel auf die kleinen Rädchen geschmiert wird. Bei einer solch feinen Mechanik wird der Schmiereffekt durch die erhöhte Eigenreibung nahezu aufgehoben.

So, und nun wünsche ich dir viel Erfolg beim weiteren Umbau der preussischen Grazie!

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2097

Beitrag von hubedi » Sa 27. Apr 2019, 23:58

Hallo werter Vollblutmechanikus, Hallo zusammen,
Schwellenzähler hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 20:23
... Das geht recht einfach: Beide Zahnräder über die Steckachse zueinander zentrieren ...
Als ich Deinen Bericht las, musste ich erst einmal über alle Backen grinsen. Ich zeige Dir mal was ... :D

Bild

Bild

Doch dann ... :pflaster: ... lähmendes Entsetzen ... :bigeek: ... das sieht ja aus wie ein Plagiat. Nee, ich schwöre, als Du Deinen Bericht hochgeladen hast, war mein Doppelzahnrad schon fertig.

Aber wenn man mir nicht glaubt? Plagiatsjäger sind hartnäckig und penetrant. Meine schönen, hier mühsam erarbeiteten Titel? Das letzte frisch von Lutz verliehene "herrlich verrückt" z.B. ... bleibt mir wenigstens das "ver" oder ein "ückt". Und was macht der Lutz nun mit seinem gezogenen Hut ... setzt er ihn einfach wieder auf? Schwere Not ... Fragen über Fragen ... :?:

Ha, ein Funken Hoffnung ... Besserwissermodus an ... Neodymzahnräder ... das kann nicht sein. Aus Neodym werden diese Wundermagneten gemacht, aber keine Kunststoffzahnräder. Du meinst sicher Polyamid ... verschwistert mit Nylon, Kevlar, Perlon ... alles ähnliches Zeugs.
Und dann hab ich noch was. Wenn Du dieses Zeug z.B. mit Seku-Kleber zusammenpappen möchtest, kannst Du es zuvor mit einem "Polyolefin Primer" aktivieren. Das Zeug ist aber chemisch nicht richtig nett. Auf meinem Fläschchen stehen einige Gemeinheiten. Und so ein Haftvermittler kostet ein paar Euronen. ... Besserwissermodus wieder aus.

Ich sinke zusammen ... ich lese da wieder Haft-Vermittler. Muss ich jetzt vlt. in Modellhaft. :pflaster:

Die Wahrheit wird sich durchsetzen. Ich richte mich wieder auf. Ich werde für meine Bastlerehre kämpfen ... bis zum letzten Klebertropfen. Ich bleibe einfach Euer herrlich Verrückter. :fool:

LG und Gn8
Hubert

PS: Ach so ... die Hebelwerkzeuge. Ich bin lieber vorsichtig. Man kann die Räder sicher von Hand abziehen. Aber sooo gleichmäßig vermag ich nicht zu ziehen, um das Risiko des Verkantens auszuschließen. Und speziell die Speichen großer Dampflokräder wären doch einigen Belastungen ausgesetzt. Nee, lieber mit Abziehwerkzeug ...
Zuletzt geändert von hubedi am So 28. Apr 2019, 00:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2098

Beitrag von Miraculus » So 28. Apr 2019, 00:01

Hallo Hubert,

da hab ich ja die letzten Wochen einiges verpasst :oops: . Jetzt habe ich aber die Seiten nachgeholt :wink:
Dem Fuß geht's gut. Na Gott sei Dank, denn sonst hättest Du ja durch Lahmstein humpeln dürfen :fool:

Dein Baum- und Sträucherbau ging ja offensichtlich fießend wie vom Fließband von der Hand. Dadurch hast Du jetzt soviel Erfahrung gesammelt, so dass der Serienproduktion nichts mehr im Wege steht.
Als weitere Baustelle hast Du an der Selbstbaufräse gewerkelt. Multitalent wäre fast ne Untertreibung, findest Du nicht :hammer:
Nicht zuletzt bist Du unter die Bilderstürmer gegangen und hast tolle Naturszenen eingefangen. Das :gfm:
Aber das Unglaublichste sind ja wohl die Pfriemelarbeiten an der Lok mit den Löchern in den Fliegenhaaren :bigeek: . Das nähert sich fast der kleinsten schwäbischen Einheit an :mad: :lol: .

Du merkst, ich bin a bissle begeischderd :wink:


Grüße
Peter

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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2099

Beitrag von Schwellenzähler » So 28. Apr 2019, 08:29

Moin Hubert!
Doch dann ... :pflaster: ... lähmendes Entsetzen ... :bigeek: ... das sieht ja aus wie ein Plagiat. Nee, ich schwöre, als Du Deinen Bericht hochgeladen hast, war mein Doppelzahnrad schon fertig.
Selbst wenn du es tatsächlich nachgebaut hättest, wäre das doch kein Problem! Dafür ist so ein Forum doch da, sich gegenseitig mit Ideen zu helfen :D

Aber hier,
Besserwissermodus an ... Neodymzahnräder ... das kann nicht sein.
hast du mich mal vollends erwischt :lol: Keine Ahnung, welcher Teufel :banghead: :banghead: :banghead: mich da gestern abend geritten hat, aber immerhin waren 2 Buchstaben korrekt :lol: , das "N" und das "y" :fool:
Nylon war natürlich gemeint!!!!
Der Hinweis des " eigendlich nicht kleben wollens " musste aber sein, denn einen solchen gesundheitsfördernden Chemiecoctail hat schließlich nicht jeder im Bastelregal rumstehen :D

Nun bin ich mal gespannt auf den weiteren Fortgang, denn der Nachschub für den Basteltisch ist ja so gut wie unterwegs :wink: Eine solche OP würde ihr übrigens auch guttun.

Gruß

Carsten
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Re: Die Mark Michingen in N - Bauberichte

#2100

Beitrag von Andy_1970 » So 28. Apr 2019, 12:23

Hallo Hubert,
die bisherige optische Aufwertung der P8 ist ja schon schwer beeindruckend! 8) :gfm:
Aber mit der aufwendigen Überarbeitung des Antriebs/der Stromabnahme wird die Lok auch fahrtechnisch ein Meisterstück werden! :sabber:
(aus meiner Sicht würde ich es auch bei Modul 0,3 belassen)
Viele Grüße
Andy

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