kritisieren der Kritiker

Bereich für Fragen rund um die Foren-Software, sowie für Verbesserungsvorschläge rund um das Forum.

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SAH
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kritisieren der Kritiker

#1

Beitrag von SAH » Fr 7. Jun 2019, 08:45

Guten Morgen zusammen,

Neuheitenankündigungen zählen offenbar zu den am meisten beachteten Publikationen. Das geht sogar soweit, dass die Neuheiten im Vorgriff regelrecht zerfetzt werden; dabei sind diese noch gar nicht ausgeliefert. :hammer:
Nun scheint das nicht weit genug zu gehen: es werden die Publikationen selbst auf i-Tüpfelchengehalt überprüft und Diskrepanzen breitgewalzt. Gefühlt so stark gewalzt, dass Blattgold eine meterdicke Stahlplatte ist im Vergleich dazu. Und wehe das ausgelieferte Modell hat wiederum eine andere Beschriftung, Betriebsnummer oder gar andere Schriftart.
Ich weiß nicht, was in den Köpfen dieser Zeitgenossen vorgeht (und will es auch nicht wissen). Doch stellt sich die Frage nach der Lesekompetenz dieser Personengruppe, denn in jedem Prospekt oder Katalog steht "Änderungen vorbehalten". Ergo: eine Abweichung des Modells von der Prospektbeschreibung ist nicht kritikwürdig und kann somit nicht Gegenstand von Diskussionen sein. Dito für Beschreibung vs. Abbildung. Daraus folgt für mich: ein Herumreiten auf diesen Diskrepanzen ist sinnbefreite Wichtigtuerei!
Das Alles wäre nicht erwähnenswert, gäbe es nicht jene übergriffigen Zeitgenossen, die auch außerhalb von Foren jeden als kritikunfähigen Kaufzombie bezeichnen, der vorgestellte Modelle schön findet und über derartige Kleinigkeiten großzügig hinwegsieht, weil sie ihn (den als Kaufzombie bezeichneten) nicht interessieren. Die aus meiner Sicht berechtigte Frage an genau diese Kritiker, ob sie die Einschläge noch merken, kann man sich auch sparen: die Frage wird wohl nicht verstanden.

An sich sollte dieser Themenkomplex auch diskutiert werden können, doch in Erwartung der folgenden Auflistung möglicher Entgegnungen habe ich dies in den TT platziert:
Sack Reis in China
Schippe in Kenia
Sandkorn in der Sahara
Chili in Ungarn
Wasser im Rhein
Eulen nach Athen
:popcorn: :prost: :banghead:

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php


BW-Fan
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Re: kritisieren der Kritiker

#2

Beitrag von BW-Fan » Fr 7. Jun 2019, 10:02

Hallo SAH,

da gibt es nix zu diskutieren.
Zu 100% meine vollste Zustimmung.

:gfm:
Gruß,Heiko

Nur Altern hilft bei Plastikglanz

Hier gehts nach Katzenberg
http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&t=47486


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Re: kritisieren der Kritiker

#3

Beitrag von 218411 » Fr 7. Jun 2019, 10:12

Guten Tag,
sehr guter Beitrag der eigentlich nicht in die Tagesthemen gehört und den man zur Erinnerung möglichst immer aktuell an oberster Stelle des Forums halten sollte. :gfm:

Ich vermute solch ein angesprochenes Verhalten daran das manche Zeitgenossen es einfach nicht abwarten können neue Modelle zu erwerben und viele Hobbykollegen mittlerweile einfach zu pingelig geworden sind. Ich frage mich warum wird das Hobby dann überhaupt betrieben wenn man mit fast nichts zufrieden ist?

Ein ähnlich quengeliges Verhalten kenne ich nur von dem Buben meines besten Kumpels und der wird bald 4 Jahre alt. :roll:
Gruß Sebastian

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katzenjogi
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Re: kritisieren der Kritiker

#4

Beitrag von katzenjogi » Fr 7. Jun 2019, 10:14

Hallo Stephan-Alexander,

wobei Wasser im Rhein.... gab es letztes Jahr nicht erst Probleme mit der Binnenschifffahrt, weil eben genau dieses zu wenig vorhanden war? Und dieses Jahr soll es ja wieder genauso warm, wenn nicht sogar wärmer werden - also damit noch weniger Wasser im Rhein vorhanden sein.

:mrgreen:

Und hat nicht Marco Polo den Reis mit nach China gebracht und von dort die Nudeln nach Italien importiert? Fragen über Fragen...

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katzenjogi
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Re: kritisieren der Kritiker

#5

Beitrag von katzenjogi » Fr 7. Jun 2019, 10:17

218411 hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 10:12
Guten Tag,

Ich frage mich warum wird das Hobby dann überhaupt betrieben wenn man mit fast nichts zufrieden ist?
Da muss ich mal kurz reingrätschen - nur durch Kritik wird man Verbesserungen erreichen. Nur lässt manchmal die Qualität der Kritik wohl etwas zu wünschen übrig. Scheinbar korreliert hier das Niveau der Produktauslieferungen unserer Modellbahnhersteller in letzter Zeit durchaus mit der Wortwahl einiger Zeitgenossen...

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LeJaEm79
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Re: kritisieren der Kritiker

#6

Beitrag von LeJaEm79 » Fr 7. Jun 2019, 10:21

SAH hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 08:45
...Ergo: eine Abweichung des Modells von der Prospektbeschreibung ist nicht kritikwürdig und kann somit nicht Gegenstand von Diskussionen sein. Dito für Beschreibung vs. Abbildung...
Moin Stephan

Ich gehöre nicht zu denen, die jetzt jede Kleinigkeit aufbauschen müssen... wenn aber eine Kritik angebracht ist, dann äußere ich die auch. Und wenn ausgelieferte Produkte von der ursprünglichen Ankündigung abweichen, ist das für mich aus folgenden Gründen sehr wohl kritikwürdig.

Mit neuer Neuheitenankündigung wird ja das Kaufinteresse und das "haben wollen"-Gefühl angeheizt... erst recht, wenn man ein Modell erblickt, auf das man schon viele Jahre gewartet hat. Und wenn dieses Modell dann in einer anderen Ausführung daher kommt, ist man enttäuscht. Und Enttäuschungen sind etwas, die ich in anderen Bereichen meines Lebens einfach akzeptieren und hinnehmen muss... aber bei der Ausübung unseres wunderbaren Hobbys, das zumindest bei mir im erheblichem Maße zum Ausgleich beiträgt, wollen Enttäuschungen verhindert werden.

Bis vor wenigen Jahren habe ich üblicherweise meine angekündigten Wunschmodelle vorbestellt... von dieser Praxis bin ich aber mittlerweile weggekommen. Wenn ich nicht weiß, was man tatsächlich bekommt, bestelle ich nicht vor. Und ich bin mit Sicherheit nicht der Einzige, der aufgrund mehrfacher Enttäuschungen bei vorbestellten Neuheiten, die bei der Auslieferung nicht der Ankündigung entsprach, diesen Schritt gemacht hat. Und da eingehende Vorbestellungen einen erheblichen Einfluss darauf haben, ob überhaupt Ankündigungen tatsächlich umgesetzt werden, sollte es schon im Interesse des Anbieters sein, seine Ankündigungen auch entsprechend umzusetzen, und damit die Nachfrage zu generieren.

Nun könnte man argumentieren: "Na, wenn es Dir nicht gefällt, dann lass es einfach liegen". Wenn ich die Produkte von einem der einschlägigen großen Anbieter erwerbe, dann gebe ich auch gerne die Sachen zurück, wenn sie mir nicht gefallen. ABER: Von einzelnen Produktgruppen abgesehen, beziehe ich einen erheblichen Teil meiner Ware von einem ziemlich kleinen lokalen MoBa-Dealer, und dem kann ich meine vorbestellte Ware bei Nichtgefallen nicht einfach zurückgeben. Ja, dieses Recht steht mir zwar zu... mache ich aber bei ihm nicht, weil ich weiß, dass dann diese Lok bei im 5-10 Jahre im Laden liegen bleibt, und damit totes Kapital darstellt. Er kann seine Rechnungen bezahlen und er verhungert nicht, aber er muss noch ein paar Jahre länger als ich durchhalten, um in den Ruhestand gehen zu können, und unterstütze ihn mit meinem Kaufverhalten.

Daher warte ich mittlerweile immer die Auslieferung ab, und wenn es dann passt, kaufe ich, falls noch verfügbar.


Gruß Manfred
Zuletzt geändert von LeJaEm79 am Fr 7. Jun 2019, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: kritisieren der Kritiker

#7

Beitrag von LeJaEm79 » Fr 7. Jun 2019, 10:31

Nachtrag

Das Produkte bei der Auslieferung von der ursprünglichen Ankündigungen abweichen, finde ich jetzt noch nicht unbedingt als ein Problem, wenn denn die Kommunikation funktionieren würde. Es sollte eigentlich in unserer vernetzten digitalen Welt kein Problem sein, eine Änderung der Ankündigung nach außen zu kommunizieren, z.B. über der eigenen Homepage oder mit einem Newsletter, oder ähnlichem... dass man von der Ankündigung abweicht, weis man ja nicht erst am Tag der Auslieferung, sondern spätestens dann, wenn die Freigabe zur Produktion erfolgt.


Gruß Manfred
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DeMorpheus
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Re: kritisieren der Kritiker

#8

Beitrag von DeMorpheus » Fr 7. Jun 2019, 14:24

Moin,

wenn die Angaben im Katalog so unzuverlässig wären, dass ein abweichend geliefertes Modell keine Besonderheit ist, dann bräuchte man den Katalog in der heutigen Form nicht. Unter anderem sind diese Angaben die Entscheidungsgrundlage für eine Vorbestellung, ohne die man das Modell gar nicht bekommt. Insofern ist der Hinweis auf unstimmige Angaben absolut berechtigt und die Kritik daran unverständlich. Der in jedem Katalog vorhandene Hinweis auf die Unverbindlichkeit der Angaben ist lediglich eine Vorsichtsmaßnahme, Fehler passieren schließlich und es gibt auch gute Gründe, eine Modellausführung absichtlich zu ändern. Keinesfalls ist dieser Hinweis eine Absichtserklärung des Herstellers, regelmäßig von der Beschreibung abweichende Modelle herauszubringen.


Man sollte vielleicht auch seine eigenen Ansprüche an eine Modellausführung nicht für allgemeingültig nehmen. Wenn einem die Loknummer oder die Schriftart egal ist hat man es sicherlich leichter und ist vielleicht auch zufriedener, aber wenn der Hobbykollege eine ganz bestimmte Ausführung einer Lokomotive sucht ist das sein gutes Recht. Ich verstehe nicht, wie man da schon wieder so einen Grabenkampf draus machen kann. Und hinterher wundern sich dann wieder alle, warum andere Leute uns Modellbahner so komisch finden ...
Viele Grüße,
Moritz
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torsten83
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Re: kritisieren der Kritiker

#9

Beitrag von torsten83 » Fr 7. Jun 2019, 15:22

Hallo,

dazu gibt es prinzipiell verschiedene Blickwinkel. Der Eröffnungsthread hier ist leider ebenso Meinungen herabsetzend und die eigene Meinung über alles stellend - wer kritisiert hat einen Schaden im Kopf, kann nicht lesen und ist dumm - das ist die Kernaussage, die ich hier lese:
SAH hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 08:45
Frage nach der Lesekompetenz [...] übergriffigen Zeitgenossen [...] Frage an genau diese Kritiker, ob sie die Einschläge noch merken, kann man sich auch sparen: die Frage wird wohl nicht verstanden.
Ich bin Märklin Z Bahner und an einigen Modellen gibt es leider auch mal was zu kritisieren, wenn Märklin in die Umsetzungsqualität der 1980er zurück fällt und die Wagenköpfe nicht mehr lackiert zum Beispiel. KaumEIN H0er würde sowas wohl bei einem Wagenpreis von 45 EUR hinnehmen: https://www.haertle.de/out/pictures/mas ... 2018-3.jpg
wenn der Hersteller als Produktbeschreibung im Prospekt anmerkt: "Alle Wagen in vorbildgerechter Farbgebung und Beschriftung." die Farbgebung würde ich schon auch um die Ecke erwarten. Die Abbildung im Prospekt passenderweise in perfekt 90° ließ nicht auf diesen Rückschritt schließen.

Auch bis in die 2000er war der unbedruckte Wagenkopf noch der Standard und man musste selber den Pinsel schwingen:
Bild
Allerdings muss man sich dann eben fragen, warum kostet ein rot/beiger Wagen 45 EUR und andere Farben nur 33 EUR? Da fühlt man sich als Fan des beliebten Buckelspeisewagen doch ein wenig über die Ladentheke gezogen :?

Insofern muss Kritik an Modellen erlaubt sein, egal ob da dran steht "Änderungen vorbehalten" - wohl gleich ich in Kenntnis solcher Umsetzungen wie oben in Z, doch bei so einigen H0-Kommentaren immer wieder schmunzeln muss, was da alles kritisiert wird... Für die 101%igen ist Z wahrlich nicht geeignet :redzwinker:

LG
Torsten

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DB_1973
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Re: kritisieren der Kritiker

#10

Beitrag von DB_1973 » Fr 7. Jun 2019, 16:12

Moin,

erstmal ein Dankeschön an SAH. :gfm:


Ich selber habe mich auch schon über falsche Beschriftungen an ausgelieferten Fahrzeugen aufgeregt, und daraufhin z.B. Märklin angeschrieben.
Meistens kam ein sehr netter Brief zurück, und die Fehler wurden, außer bei Einmalauflagen auch berichtigt.
Aber sich über vorab Abbildungen , wie in diesem Fall aufzuregen finde ich auch überzogen.
Bei wirklich gravierenden Fehlern ist eine Reklamation manchmal sicherlich vorteilhaft, da eventuell noch Änderungen vorgenommen werden können.
Sich aber über unterschiedliche Fahrzeugnummer in einem Prospekt aufzuregen erscheint mir doch etwas übertrieben.
Ich erinnere hier nur an die Veröffentlichung des damals neuen "Gläserner Zug" BR 490. Die Abbildung im Neuheitenkatalog und selbst das Vorserienmodell
in Dortmund hatten noch undurchsichtige Fenster - bei der Auslieferung waren diese dann klar.... :D
Also erstmal abwarten was nach der Planung dann herauskommt.....
Viele Grüße aus Hamburg
Tschüss Sven

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Re: kritisieren der Kritiker

#11

Beitrag von Analogbahner » Fr 7. Jun 2019, 16:32

Ich glaube, je länger man in einem Metier drin steckt, desto verbissener wird man. Das betrifft sowohl Politiker und Wissenschaftler als auch Modellbahner. Jeder, der sich intensiv mit etwas beschäftigt, verhärtet sich fast automatisch und wird ungnädiger und toleranzärmer. Ich nehme an, dass das ewige "Sich-um-sich-selber-drehen" einfach die Synapsen verklebt. Das betrifft übigens alle Bereiche, bis auf diejenigen, die es hassen, wenn eine Fliege auf ihren Mahagoni-Louis XXXVIII-Tisch kackt (den König gab es nicht, es braucht keiner nachzuzählen. Wer nachgezählt hat, ist längst selbst betroffen...). Je dogmatischer der Modellbahner, desto mehr pingelige Kritik.
:fool:
Gruß
Jochen (aka Analogbahner)

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Re: kritisieren der Kritiker

#12

Beitrag von klein.uhu » Fr 7. Jun 2019, 16:50

Moin,

Für manches und manchen hier braucht man einiges an Humor.
Ganz allgemein, nicht auf einen der Beiträge bezogen.
Einfach mal drüber schmunzeln oder lachen, sieht ja keiner. :lol:

Humor endet bei mir aber dann, wenn es um Beleidigungen, Falschbehauptungen geht.

Das ist die Theorie. Die Praxis ... :roll: .Bin halt auch nur ein Mensch, nicht fehlerfrei :oops: .

:pflaster: klein.uhu


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Re: kritisieren der Kritiker

#13

Beitrag von Djian » Fr 7. Jun 2019, 19:57

Moin,

ich wundere mich da auch oft genug drüber: noch niemand hat das Modell je in Händen gehalten und schon ist es verrissen. Da wird man in jedem x-beliebigen Neuheitendiskussionsthread in diesem Forum (und anderen selbstredend auch) fündig.
Ich vermute aber nicht, dass sich "der Modellbahner qua spezies" selbst negativ verändert hat, sondern das Internet bietet eben die passenden Foren (durchaus im Doppelsinn zu verstehen) mal eben unreflektiert einen rauszuhauen, wo man zu analogen Zeiten vielleicht kurz in sich hinein geflucht hat. Der analoge Fluch verflog schnell im Raum der digitale bleibt auf ewig erhalten ... darüber hinaus gibt es dort noch die Möglichkeit, den dort liegenden Staffelstab aufzunehmen und weiterzutragen, wovon scheinbar gerne, doch zumindest oft Gebrauch gemacht wird.

Schöne Grüße aus Ostholstein
Matthias
Bautagebuch: Sagau in Segmenten http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=15&t=73059

Sagau: Ländliches an der Magistrale http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=64&t=139007

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Re: kritisieren der Kritiker

#14

Beitrag von Stummilein » Fr 7. Jun 2019, 20:14

torsten83 hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 15:22
Hallo,

dazu gibt es prinzipiell verschiedene Blickwinkel. Der Eröffnungsthread hier ist leider ebenso Meinungen herabsetzend und die eigene Meinung über alles stellend - wer kritisiert hat einen Schaden im Kopf, kann nicht lesen und ist dumm - das ist die Kernaussage, die ich hier lese:
Hallo,

das sehe ich in Bezug auf den Einleitungssatz von SAH mal ganz anders!

"Das geht sogar soweit, dass die Neuheiten im Vorgriff regelrecht zerfetzt werden; dabei sind diese noch gar nicht ausgeliefert."

Es geht hier nicht um Kritik an realistischen bzw. ausgelieferten Artikel, sondern um noch nicht ausgelieferte Sachen und somit
sind es keine Kritiken, sondern Spekualtionen, Helldseherei oder aus meiner Sicht reine Trollerei.

Darüber hinaus erkenne ich hier auch keine Meinung herabsetzende Aussage, oder ähnliches.
Es ist einfach nur eine Meinung, die Du nicht teilen musst!
Beste Grüße Ralf
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torsten83
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Re: kritisieren der Kritiker

#15

Beitrag von torsten83 » Fr 7. Jun 2019, 22:42

Hallo Ralf,

ich versuche nur beide Seiten zu sehen und habe in meinem letzten Satz auch geschrieben, dass ich über manche Detailkritiken (besonders in H0) nur schmunzeln kann, auch noch nach der Auslieferung. Ich erinnere mich in einem (eher nicht diesem) Forum mal Seitenweise Beiträge durchgeblättert zu haben, wo es um einen 1/10 mm zu hohen Lüfter ging - im Ernst? Wer hätte es bemerkt? :roll: Bei der Roco 181.2 ist der Lüfterband im Mittelsegment falsch nachgestellt, das habe ich noch nirgendwo gelesen und wusste es auch nicht, bis mich mal jemand darauf aufmerksam gemacht hat. Stört mich aber auch nicht, es verfälscht halt nicht den Gesamteindruck der Lok, das ist mir das einzig wichtige - sonst ginge Z auch nicht.

Es gibt jedoch auch mal Ankündigungen, wo ein eventuell absehbarer Fehler passieren wird, auf den man als Fan schon hinweisen kann.
In Z geschehen bei dem SBB Krokodil (88564), laut Märklin explizit die aktuelle Museumsversion in Epoche VI, aber dafür mit falscher (weil gelber) Griffstange angekündigt. Ein paar Schweizer Fans haben dann Mails an Märklin geschrieben mit dem Hinweis, dass das Detail für die beschriebene Zeit falsch sei - also eben die hier 'unerwünschte' Kritik (--> "Wichtigtuerei") im vorhinein. Hat da halt auch nichts genutzt, weil wohl schon in Produktion, kommt das Modell nun trotzdem mit der falschen Farbe. Aber ist diese Kritik deshalb nun schlecht oder unberechtigt, nur weil sie im vorhinein stattfand? Sie war ja trotz Handmuster-Basis letztlich berechtigt, weil man es "falsch" umsetzen wollte und wohl auch getan hat. Schadet es wem? Wer kauft nun deshalb das Modell tatsächlich nicht?

Es gab auch Beispiele, wo ein vorheriger Hinweis oder Bittbrief durchaus angenommen wurde. So wurde das SBB EC-Wagenset 87662 passend zum ersten EC-Wagenset 87660 mit den gleichen Kompromissen an die Wagenform umgesetzt, statt anderen neuen Kompromissen, die dann in sich auch wieder unharmonisch gewesen wären. So passen die Wagen der Sets wenigstens super zueinander.

Das kann man alles auch sehr nüchtern schreiben. Ich lese im ersten Beitrag jedenfalls kein Wort von Verständnis von Kritik von Ankündigungen und das ist aus meiner Sicht eben ein recht pauschaler Keulenschlag in die andere Richtung. Und ich kann immer akzeptieren, dass einem das Genörgel irgendwie auf den Sack geht, weil man selber einfach schneller glücklich ist, wenn einem die Umsetzung oder einfach nur ein Modell gefällt. Ich würde mir allerdings auch nie von einem Nörgler den Kauf eines Modelles 'untersagen' lassen und letztlich ist es mir eben auch total egal, ob ein Nörgler mich dann nach meinem Erwerb als Kaufzombie betitelt oder sonst wie. Betreiben wir das Hobby, um andere zu beeindrucken oder denen zu gefallen? Nö, wir sollten alle miteinander eher friedlicher umgehen, immerhin teilen wir das gleiche Hobby - nur in unterschiedlichen Ausprägungen.

LG
Torsten


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Re: kritisieren der Kritiker

#16

Beitrag von Erich Müller » Sa 8. Jun 2019, 06:54

Hallo,

zwischen - berechtigter und meinem Verständnis nach von Stephan-Alexander auch nicht pointierter - Kritik und Verriss, Gemecker, oder wie man es nennen mag, gibt es doch gewisse Unterschiede.

Der eine ist inhaltlicher Art. So wie Torsten es beschrieben hat:
torsten83 hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 22:42
In Z geschehen bei dem SBB Krokodil (88564), laut Märklin explizit die aktuelle Museumsversion in Epoche VI, aber dafür mit falscher (weil gelber) Griffstange angekündigt. Ein paar Schweizer Fans haben dann Mails an Märklin geschrieben mit dem Hinweis, dass das Detail für die beschriebene Zeit falsch sei - also eben die hier 'unerwünschte' Kritik (--> "Wichtigtuerei") im vorhinein.
Solche Irrtümer kommen vor und können auch berichtigt werden, wenn rechtzeitig jemand sagt, "Liebe Leute, das stimmt aber so nicht."
Es geht also rein um das vorgestellte Modell, und die Kritik ist konstruktiv.

Der andere Unterschied liegt im Ton.

Torstens Beispiel beinhaltet noch einen weiteren, wichtigen Punkt: konstruktive Kritik kann und sollte man auch an den Verantwortlichen direkt richten und nicht nur in Foren oder Stammtische blasen in der Hoffnung, dass das schon jemand hört (aber ohne zu wissen, wer wirklich dahinter steht?).
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.

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Re: kritisieren der Kritiker

#17

Beitrag von aschenz » Sa 8. Jun 2019, 07:17

SAH hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 08:45


Daraus folgt für mich: ein Herumreiten auf diesen Diskrepanzen ist sinnbefreite Wichtigtuerei!

Stephan-Alexander Heyn
Dieser Satz bringt es auf den Punkt.
Ich kann Dir und Deinen Ausführungen nur aus vollem Herzen zustimmen.
Grüße
Andreas

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Re: kritisieren der Kritiker

#18

Beitrag von CR1970 » Sa 8. Jun 2019, 08:04

Wie heißt das nächste Thema? Kritik am Kritisieren der Kritiker? :wink:
Androide Grüße von CR1970 - Mein Liebling: die 23er, eine echte Crailsheimerin!
Mein Bahnhof Crailsheim um 1968... und Meine Playlists auf YouTube...

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Re: kritisieren der Kritiker

#19

Beitrag von Peter Müller » Sa 8. Jun 2019, 08:31

CR1970 hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2019, 08:04
Wie heißt das nächste Thema? Kritik am Kritisieren der Kritiker?
Warum nicht? Kritisieren kann Teil des Hobbys sein :wink:
Grüße, Peter


AlexanderJesse
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Re: kritisieren der Kritiker

#20

Beitrag von AlexanderJesse » Sa 8. Jun 2019, 08:44

Es geht ja auch umdie Art der Kritisiererei...

Wenn ich bei einer Ankündigung oder einem Handmuster oder Nullserienmuster Fehler entdecke, dann kann ich:
a) in allen Foren und Social Medias gehässige Kritikrunden in Gang bringen und die Hersteller verunglimpfen
b) den Hersteller mit einer Info darauf hinweisen, vielleicht sogar mit entsprechender Dokumentation,...

Nun, ich denke der Grund für den Thread finden wir eher in der Variante a)
Gruss
Alexander
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Eine richtige Lokomotive macht "Tschuff-Tschuff" :P

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Re: kritisieren der Kritiker

#21

Beitrag von torsten83 » Sa 8. Jun 2019, 08:55

Prinzipiell gar nicht so verkehrt. Kritik sollte immer Zielgerichtet und möglichst konstruktiv sein.

Nur zu schreiben, Kritiker:
- seien Wichtigtuer
- können nicht lesen
- haben Verständnisprobleme

Ist nicht konstruktiv, sondern pauschalierend. So pauschalierend, wie viele Kritiker pauschal eine Marke niederschreiben (wegen Zwangsdecoder, Pufferbohlenhöhe, Lichtfarbe, Bedruckungsqualität, Brüllwürfel, Chinakracher, Wegwerfmotor, Kunststoffgehäuse, Metallgehäuse usw.) die Liste pauschaler Kritik ist lang, schon bevor ein Modell kommt und da bin ich ja bei SAH, auch diese Pauschalschelte nervt mitunter. Deshalb sollte man aber nicht Kritik ebenso pauschal ablehnen.

Nur sachliche Diskussionen wollen leider manche gar nicht führen. Sie wollen provozieren, maximale Standpunkte ohne Grauzone, Pro/Contra und Gut/Schlecht...
Es werden Vorwürfe konstruiert und Intentionen unterstellt. Vieles ist in Foren viel zu schnell, viel zu emotional.

Nun ist das hier letztlich ein Sommerlochthema und deshalb in den TT auch sehr gut aufgehoben, denke ich. Nachhaltig ändern wird der Strang nix. Auch zukünftig werden manche schon vorher wissen, dass die Umsetzung von was auch immer pauschal schlecht ist, weil eben von Marke X. Worauf dann andere emotional getroffen laut rumbellen, das alles perfekt sei und in einen Verteidigungsmodus verfallen.

LG
Torsten

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Re: kritisieren der Kritiker

#22

Beitrag von DeMorpheus » Sa 8. Jun 2019, 09:31

AlexanderJesse hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2019, 08:44
Es geht ja auch umdie Art der Kritisiererei...

Wenn ich bei einer Ankündigung oder einem Handmuster oder Nullserienmuster Fehler entdecke, dann kann ich:
a) in allen Foren und Social Medias gehässige Kritikrunden in Gang bringen und die Hersteller verunglimpfen
b) den Hersteller mit einer Info darauf hinweisen, vielleicht sogar mit entsprechender Dokumentation,...

Nun, ich denke der Grund für den Thread finden wir eher in der Variante a)
Volle Zustimmung! Leider hat sich SAH hier auch für die Variante a) entschieden ...
Viele Grüße,
Moritz
'Nitwit! Blubber! Oddment! Tweak!'


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Re: kritisieren der Kritiker

#23

Beitrag von Flash » Sa 8. Jun 2019, 10:25

das Problem der ätzenden Modellbesprechungen wäre deutlich geringer, wenn alle hier die nicht genehme Kritik(=Meinung) tolerieren könnten. Probates Mittel ist die sachliche Gegenrede und nicht der (oft ins persönliche reichend) Weg-drück-versuch.

Schließlich ist durch Kritik auch einiges an Verbesserung erreicht worden. Unter anderem hat Roco den Verkauf eines Fehler-behafteten Dampflok-Modells erst mal ausgesetzt. Märklin hat die Lok-Tender-Kupplung mehrfach nachgebessert.

Ich habe mich jedenfalls durch die Kritik an der BR 44 nicht vom Kauf des Modells abhalten lassen, aber ich weiß, dass ich dabei einen Kompromiss (Frontpartie) eingegangen bin. Ich danke jedenfalls allen Kollegen, die mir durch ihre Kritik geholfen haben, den Kompromiss vernünftig zu verarbeiten.
So long, Flash

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Re: kritisieren der Kritiker

#24

Beitrag von Peter Müller » Sa 8. Jun 2019, 10:39

Flash hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2019, 10:25
das Problem der ätzenden Modellbesprechungen wäre deutlich geringer, wenn alle hier die nicht genehme Kritik(=Meinung) tolerieren könnten. Probates Mittel ist die sachliche Gegenrede und nicht der (oft ins persönliche reichend) Weg-drück-versuch.
Genau: den Kritiker kritisieren und den Kaufzombie kaufen lassen. Dann wäre alles gut.
Grüße, Peter


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Re: kritisieren der Kritiker

#25

Beitrag von SAH » Sa 8. Jun 2019, 20:24

Guten Abend zusammen,

herzlichen Dank für diese vielen Beiträge zu meinem Eingangsbeitrag.
Wie zu erwarten war wird natürlich alles unter die Lupe genommen, was an sich nicht schlecht ist. Doch an einigen Stellen gibt es für mich Anlass zu Korrekturen.
Daher fange ich zuerst zu meinem Beitrag an und möchte das Folgende klarstellen:
Ich kritisiere nicht die Notwendigkeit von Kritik und die daraus abzuleitende Publikation. Ich bezweifle aber die Sinnhaftigkeit an hand einer Ankündigung ein Modell zu beurteilen (gleichgültig ob optisch, elektrisch und/oder mechanisch).
Aus diesem Grund die Aufforderung an jene, die dies Verteidigen wollen:
Erklärt mal bitte Bedeutung und Grund des in Neuheitenprospekten und Katalogen stehenden Passus "Änderungen vorbehalten".

@Torsten83:
Natürlich kannst Du für jede beliebige Kombination Aktion - Reaktion Beispiele finden, doch das ist nicht zielführend. Da man bei Katalogabbildungen nicht weiß, ob es sich um Konzeptabbildungen, Beispielabbildungen, modifizierte Vorbilddarstellungen, Handmuster, Serienmodelle usw. handelt. Es wäre denkbar ungünstig für das Ansehen der Vorabkritiker, wenn diese irgendwo eine Prospektabbildung auf mangelhafte Vorbildlichkeit bekrittelt haben, und die Abbildung war ein retuschiertes Foto eines Vorbilds. Es würde mich nicht wundern, wäre dies evtl. bereits geschehen.
Dass diese Möglichkeit denkbar ist, halte ich aufgrund eines hier im Forum schon erlebten Ereignisses für glaubhaft: da wurde ein Modell (schon in der Auslieferung!) bekrittelt und bezofft, dass die mechanischen Eigenschaften viel zu schlecht seien. Als dann die Frage nach quantitativen Werten gestellt wurde, kam aus der Krittelecke der trotzige Kommentar "das interessiert keinen".
Nachdem die exakten Werte von einem anderenMitglied eingestellt wurden war plötzlich (ach ne!) Ruhe im Karton. Und genau das macht Diejenigen, die lautstark ohne Hintergrundinformationen kritisieren, unglaubwürdig. Zumal die Lautstarken das in Frage kommende Modell selbst gar nicht hatten.

@all:
Weil oftmals die optischen Eigenschaften eines Modell Anlass für solche Aktionen sind, bitte ich abermals darum, mal einen Beurteilungskatalog mit Bewertung aufzustellen, dass *jeder* die Beurteilung und Bewertung nachvollziehen kann. Wenn dies objektiv geschieht, könnte dies gerne auch im Bereich Allemeines angeheftet werden (sofern Ralf und Mods einverstanden sind).

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn
Stephan-Alexander Heyn
www.sheyn.de/Modellbahn/index.php

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