Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

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HeinzH.
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Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#1

Beitrag von HeinzH. »

Moin Freunde,
seit einiger Zeit lote ich mit einem winzigen, 12x12cm kleinen Video-Quadcopter die Einsatzmöglichkeiten für Teilbereiche der Eisenbahnfotografie aus, bevor ich mir, *vielleicht* etwas besseres zulege. Im Nachbarforum habe ich dazu einen Thread eröffnet, vielleicht interessiert es den einen oder anderen: Klick!

Einige meiner konventionellen :D bereits digitalisierten Eisenbahnfotos aus den sechziger Jahren d.l.J. findet Ihr hier in den Eisenbahnalben 1 - 5, viel Spaß beim Betrachten.
Gruß aus Münster,
HeinzH.
Sequoiadendron
Ehemaliger Benutzer

Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#2

Beitrag von Sequoiadendron »

Es würde sicher tolle Bilder von oben von der Lok und Zug geben, aber du musst aufpassen, dass du weit genug vom Schornstein oder von Ventilen wegbleibst, sonst kann es sein, dass deine Minidrohne eine Krafteinwirkung nach Ober erfährt. :D :D :D
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michl080
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Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#3

Beitrag von michl080 »

Sequoiadendron hat geschrieben:Es würde sicher tolle Bilder von oben von der Lok und Zug geben, aber du musst aufpassen, dass du weit genug vom Schornstein oder von Ventilen wegbleibst, sonst kann es sein, dass deine Minidrohne eine Krafteinwirkung nach Ober erfährt. :D :D :D
Nicht zu vergessen, dass über den Gleisen eine 15000V Leitung hängt. Ich glaube nicht, dass es lustig ist, wenn der Quadrokopter in einem Lichtbogen explodiert.
_________________
Für ein Stummiforum, das frei von Motordiskussionen ist
Mach doch mal 'ne Abstimmung :-)

Michael
wolfgang58
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Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#4

Beitrag von wolfgang58 »

michl080 hat geschrieben:
Nicht zu vergessen, dass über den Gleisen eine 15000V Leitung hängt. Ich glaube nicht, dass es lustig ist, wenn der Quadrokopter in einem Lichtbogen explodiert.

Hallo Michael,
nichts für ungut aber
doch, das wäre es, weil es dann die Regeln der Physik, bzw. Elektrotechnik auf den Kopf stellen würde.

Wollen wir dazu eine Umfrage machen :D 8)

(Kleine Hilfestellung:
Wieviel tausend tote Vögel liegen unter deutschen 15 kV Leitungen ? )
cingaya
Ehemaliger Benutzer

Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#5

Beitrag von cingaya »

Hallo HeinzH,

ich fürchte, die Idee ist nicht durchführbar und zwar aus zwei Gründen:

physikalisch: Die Drohne wird zu leicht für einen Einsatz im Outdoorbereich sein. Der kleinste Windhauch und du kannst das Fluggerät nicht mehr kontrollieren. Ich spreche aus Erfahrung, da ich einen Carrera Minihelicopter besitze. Dieses ca 250g schwere Gerät läßt sich nur indoor kontrolliert steuern aus genanntem Grund.

rechtlich: Ein Fluggerät über öffentlichen Bahnanlagen zu steuern ist m.E. keine gute Idee. Sollte etwas passieren wirst du dir massiven zivilrechtlichen Problemen gegenüberstehen - vom strafrechtlich rekevanten Vorwurf des grob fahrlässigen Eingriffs in den Bahnbetrieb einmal abgesehen.

Gruß,
cingaya

Muenchner Kindl
Moderator
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Registriert: Di 26. Apr 2005, 21:26

Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#6

Beitrag von Muenchner Kindl »

Ein Fluggerät über öffentlichen Bahnanlagen zu steuern ist m.E. keine gute Idee. Sollte etwas passieren wirst du dir massiven zivilrechtlichen Problemen gegenüberstehen - vom strafrechtlich rekevanten Vorwurf des grob fahrlässigen Eingriffs in den Bahnbetrieb einmal abgesehen.
Vermutlich wird es auch ohne daß was passiert nicht lustig. Wenn ein Lokführer den Betrieb (zu recht!) gefährdet sieht holt er den BGS und die Fahrgäste der nachfolgenden Züge werden Dir dankbar sein, wenn sie die Gefahrenstelle mit 40km/h passieren dürfen bis die Polizei da ist.
Bitte denke auch daran, wenn ein Windstoss den Quadcopter durch die Frontscheibe eines schnell fahrenden Zuges schleudert... und Windstösse sind im Bahnverkehr keine Überaschung.

Also bitte, in Deinem Interesse und auch im Interesse aller anderen, vergiss das ganz schnell wieder!
ak_andreas
Ehemaliger Benutzer

Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#7

Beitrag von ak_andreas »

Ich habe mit meinem Ominus FPV Quadcopter experimentiert und gute Videos produzieren können. Der Ominus hat WiFi, eine SD Speicherkarte und kann entweder mit einem iPhone, analog Phone oder iPad verbunden werden. ALLERDINGS aufpassen, denn das Kontrollieren des Quadcopters indoors braucht Erfahrung, denn der Copter kann nicht absolut still gehalten werden. Die Flugkontrolle ist sehr empfindlich. Als der Copter in Brüche ging (flog mit hoher Geschwindigkeit in eine Ziegelwand), habe ich die Kamera entfernt und auf einen flachen Eisenbahnwagen montiert um Videos während der Fahrt zu machen. Wagen wurde von der Lok geschoben.
Neuerdings experimentiere ich mit der RunCam 2 (US $ 99.99) welche auch mit WiFi funktioniert und kann auch mit PC oder iMac verbunden werden. Alternative könnte man die Mobius Action Cam verwenden. Beide sind sehr leicht (etwa 40 g mit Batterie) und sind mit 35 mm Breite gut für Spur HO. Der Vorteil dieser zwei Modelle ist, dass sie verschiedene Videogeschwindigkeiten erlauben, und mit Weitwinkel Linsen ausgestattet werden können. Beide eignen sich auch für Montage auf Quadcopter.
Viel Spass

Rossi
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Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#8

Beitrag von Rossi »

Hallo zusammen

Hier hat es tolle Drohnen-Aufnahmen: http://blog.sbb.ch/mythos-gotthard/2015/06/24/

Meinst Du so etwas? Dafür brauchts wohl eine Profiausrüstung und eine Genehmigung.

Gruss Rossi
H0 und N Digital, RocoLine, ECOS, Z21, IB 1, Traincontroller Gold, Tauernbahn

Mein Fred zur Tauernbahn: viewtopic.php?f=24&t=103114&p=1126282&h ... n#p1126282
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Elchrich Elch
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Re: Minidrohnen auch für die Eisenbahnfotografie nutzbar?

#9

Beitrag von Elchrich Elch »

Ich weiß, älterer Fred, aber ich möchte noch zwei Punkte hinzufügen:
  • Die meisten Fotodrohnen, nach deiner Beschreibung tippe ich auf eine DJI Spark, haben Weitwinkelobjektive. Also musst du recht nah an die Zugstrecke heranfliegen. Dank GPS und Höhenstabilisierung verhält sich das Fluggerät sehr stabil. Jedoch kann dir hier die Batterie einen Strich durch die Rechnung machen. Die Spark fliegt maximal 11 Minuten. Reicht zwar zum positionieren, aber vielleich nicht um auf einen verspäteten zug zu warten.
  • Soweit zum technischen, das rechtliche macht es dir noch schwieriger. In Deutschland ist ein Mindestabstand von 100m zu größeren Straßen (Bundesstraße, Autobahn,...) und Eisenbahnverbinduungen vorgeschrieben. Das in Kombination mit einem Weitwinkelobjektiv, ergibt kein gutes Bild des Zuges.
Letzten Endes sehe ich noch zwei Lösugen:
  • Du besorgst dir eine Drohne ähnlich der DJI Matrice (Einstiegspreis ab 5700€). Diese kann Kameras mit einem Zoomobjektiv aufnehmen. Dann wird es aber gleich Zeit für einen "Drohnenschein", da diese schwerer als 2,5Kg ist.
  • Ein Eisenbahnverein gibt dir sein Okay auf seinem Privatgelände mit der Drohne Aufnahmen zu machen. Damit solltest du mit einer kleineren Drohne gute Aufnahmen machen können und rechtlich auf der richtigen Seite sein.
Falls du noch Fragen hast, kannst du mir gerne auch eine PN schicken.

cu, Rai"Mavic"ner
My intellects proceed with diesel power
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