Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

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Peter BR44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#51

Beitrag von Peter BR44 » Do 28. Dez 2017, 06:45

Hallo Jürgen,

du kannst direkt bündig zusammenfügen.
Würde allerdings, die Köpfe auf einer Auflage verleimen.
Viele Grüße Peter

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Topham Hatt
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#52

Beitrag von Topham Hatt » Fr 29. Dez 2017, 16:10

Hab vielen Dank, Peter! :D

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carneol44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#53

Beitrag von carneol44 » Di 2. Jan 2018, 16:13

Hallo Jürgen,

12 mm für die Trasse sind schon ordentlich viel Holz...!! Da bricht Dir nix mehr zusammen :wink:
Du kannst die Stösse ohne Dehnungsfugen belassen. Damit es aber oberflächenbündig bleibt, würde ich eine Lasche darunter leimen. Meist reicht dafür 4-5 mm starkes Sperrholz.

Viel Spaß,
Gottfried
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Topham Hatt
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#54

Beitrag von Topham Hatt » Di 2. Jan 2018, 19:24

Sei gegrüßt Gottfried :D

ja, das ist schon eine ordentliche Stärke, die was aushalten sollte.
Klar, da kommen ausreichend große Stücke aus dem Verschnitt drunter oder aus meinem Sperrholz-Restefundus, bestehend aus diversen Stärken.

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kleineWelt
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#55

Beitrag von kleineWelt » Fr 27. Jul 2018, 20:27

Lieber Christian,
baureihe482 hat geschrieben:
Sa 2. Mai 2015, 18:33
Viel verwendet, am bekanntesten im "Volk" (?), auf jeden Fall am günstigsten...

Die Spanplatte

Gleich mal vorab: Ich habe zwar versprochen, dass ich neutral bleiben will, ich weiß echt nicht, ob ich das hier schaffe... :D
neutral muss man nicht unbedingt bleiben, aber werkstoff-wissenschaftlich fundiert sollte es schon sein ;-)

Ich habe seit 8 Jahren eine Anlage mit ausschließlich Presspanplatten als horizontale Grundträger. Formstabil, und schlichtweg perfekt für meinen speziellen Einsatzbereich.

Man muß mit (guten) Materialien vor allem auch richtig umgehen können.

Eine ausreichend dicke Presspanplatte, die nicht besonders viel Gewicht tragen muß (und das ist bei unserem Hobby grundsätzlich gegeben), und die an geeignet gewählten Punkten unterstützt wird, die wird bis in alle Ewigkeit so bleiben, wie sie bleiben soll ;-)

Beweis: jedes Presspan-Möbelstück in jeder Wohnung jedes Lesers.

Das drängte es mich, hier zu sagen ;-)

Viele Grüße
Chris

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#56

Beitrag von Tommy4758 » Fr 27. Jul 2018, 21:44

kleineWelt hat geschrieben:
Fr 27. Jul 2018, 20:27

muss man nicht unbedingt bleiben, aber werkstoff-wissenschaftlich fundiert sollte es schon sein ;-)

Ich habe seit 8 Jahren eine Anlage mit ausschließlich Presspanplatten als horizontale Grundträger. Formstabil, und schlichtweg perfekt für meinen speziellen Einsatzbereich.

Man muß mit (guten) Materialien vor allem auch richtig umgehen können.

Eine ausreichend dicke Presspanplatte, die nicht besonders viel Gewicht tragen muß (und das ist bei unserem Hobby grundsätzlich gegeben), und die an geeignet gewählten Punkten unterstützt wird, die wird bis in alle Ewigkeit so bleiben, wie sie bleiben soll ;-)

Beweis: jedes Presspan-Möbelstück in jeder Wohnung jedes Lesers.
Das drängte es mich, hier zu sagen ;-)
Viele Grüße
Chris
Hallo Chris,
was bitte ist denn bitte werkstoff-wissenschaftlich an Deiner Aussage ?
Die Spanpatte ist die billigste Platte,die Du im Baumarkt kaufen kannst, und auch die schlechteste für den Modellbau.
Die Kanten sind unsauber, sie splittern leicht und die Platten lassen sich bescheiden sägen und bohren.
Und sie sind im Vergleich zu Sperrholzplatten viel schwerer.
Und Dein Beweis mit der Möbelindustrie war wohl auch nichts, kein Möbelhersteller verwendet rohe Spanplatten sondern nur beschichtete Platten.
und ein Tischler würde nie auf die Idee kommen Spanplatten für Möbelherstellung zu verwenden.

Und das drängte es mich auch, es hier zu sagen :shock:
Viele Grüße aus dem Norden
Thomas :-D


Der Einfall war kindisch, aber göttlich schön.
(Schiller, Don Carlos)


Vorstellung: viewtopic.php?f=18&t=150118

Die neue Planung: viewtopic.php?f=24&t=165283

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#57

Beitrag von kleineWelt » Fr 27. Jul 2018, 22:08

Hallo Thomas,

also lesen sollte man mein Post schon, bevor man mit einem Schnellschuß antwortet.

Und erfundene "Wahrheiten" werden dadurch nicht wahrer, dass sie beliebig viele Leute ohne Ahnung und Praxis (ich habe jedenfalls beides) gebetsbuchartig wiederholen.

Ich habe allein eine Sache gesagt: dass Presspanplatten sehr gut geeignet sind als Trägerplatten für eine platten-basierte Anlage. Und bitte mein letztes Post gründlich lesen, wenn man nicht versteht, wieso, weshalb und warum ;-)

Nix für ungut.

Viele Grüße
Chris

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#58

Beitrag von kleineWelt » Fr 27. Jul 2018, 22:10

und übrigens...
Tommy4758 hat geschrieben:
Fr 27. Jul 2018, 21:44
und ein Tischler würde nie auf die Idee kommen Spanplatten für Möbelherstellung zu verwenden.
Wir sind hier keine Tischler, sondern Modellbahnbauer.

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Peter BR44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#59

Beitrag von Peter BR44 » Sa 28. Jul 2018, 07:02

kleineWelt hat geschrieben:
Fr 27. Jul 2018, 22:10
und übrigens...
Tommy4758 hat geschrieben:
Fr 27. Jul 2018, 21:44
und ein Tischler würde nie auf die Idee kommen Spanplatten für Möbelherstellung zu verwenden.
Wir sind hier keine Tischler, sondern Modellbahnbauer.
stimmt!
hier sind nur Schreiner.
Bin noch dazu gelernter Holzkaufmann, so wie Baumschubser. :wink:

Der Schreiner verwendet auch Rohspan für die Herstellung von Möbeln.
Diese dienen als Basis zum furnieren oder beschichten.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#60

Beitrag von diebo » Sa 28. Jul 2018, 08:57

Hallo Christian,
ich habe den Rahmen und die Spanten aus 19mm Tischlerplatte erstellt und für die Trassen habe ich 8mm MDF-Platte, weiß beschichtet.
Habe ich alles bei einem freundlichen Schreiner bekommen, er hat supergenau zugeschnitten, die Platten waren nicht verzogen und günstiger als im Baumarkt war's auch.
(Bild vom Rahmen ist in meinem Bauthread)
vG
diebo

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#61

Beitrag von kleineWelt » Sa 28. Jul 2018, 09:34

Hallo Peter,
Peter BR44 hat geschrieben:
Sa 28. Jul 2018, 07:02
Der Schreiner verwendet auch Rohspan für die Herstellung von Möbeln.
Diese dienen als Basis zum furnieren oder beschichten.
Dann wäre ja noch ein weiterer dieser gern verbreiteten Mythen eleminiert, danke ;-)

Mich stört - wirklich - wenn so sinnlose Pauschalaussagen verbreitet werden, wie "Spanplatte ist für Modellbahnbau nicht geeignet".
In meinem Anlagebau-Faden kam das Thema ja auch schon...

Spanplatten haben eine Menge sehr guter spezieller Eigenschaften - die man bei Bedarf natürlich auch nutzen und zielgerichtet einsetzen kann.

Wer solche Platten nicht gut bohren oder sägen kann, der kann das auch nicht mit Sperrholz, oder Massivholz (letztere Materialien sind sogar tendenziell kritischer...).

Durch die Beschichtung ändern sich die grundlegenden Materialeigenschaften keinen Deut (->@Thomas), und ausreichend wasserbeständig für den Modellbahnbau sind die Dinger auch... was sie nicht mögen ist Dauernässe, aber das gilt ja für so ziemlich jedes Holzmaterial und ist schliesslich kein Thema bei der Moba.

In meiner Wohnung habe ich -zig zusätzliche Dinge (Ablagen, Kästchen, Regale, ...) aus Spanplatten gebaut.

Und ja, auch ein Bücherregal (man staune). Wenn man das vernünftig macht, dann bleiben auch Spanplatten eben und gerade - und das sind sie bis heute. Es gibt absolut keinen Grund, Spanplatten "schlechtzureden".

Bei meiner Anlage habe ich neben Spanplatten auch Pappelsperrholz, Massivholz, Aluminium, Papier, Messing und Stahl verbaut - da, wo man es eben brauchen kann, und wo es Sinn macht.

Jedes Material eben dort, wo es Sinn macht, und sich gut einsetzen läßt.

Viele Grüße
Chris

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Peter BR44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#62

Beitrag von Peter BR44 » So 29. Jul 2018, 17:36

kleineWelt hat geschrieben:
Sa 28. Jul 2018, 09:34
Hallo Peter,
Peter BR44 hat geschrieben:
Sa 28. Jul 2018, 07:02
Der Schreiner verwendet auch Rohspan für die Herstellung von Möbeln.
Diese dienen als Basis zum furnieren oder beschichten.
Dann wäre ja noch ein weiterer dieser gern verbreiteten Mythen eleminiert, danke ;-)

Mich stört - wirklich - wenn so sinnlose Pauschalaussagen verbreitet werden, wie "Spanplatte ist für Modellbahnbau nicht geeignet".
In meinem Anlagebau-Faden kam das Thema ja auch schon...

Spanplatten haben eine Menge sehr guter spezieller Eigenschaften - die man bei Bedarf natürlich auch nutzen und zielgerichtet einsetzen kann.

Wer solche Platten nicht gut bohren oder sägen kann, der kann das auch nicht mit Sperrholz, oder Massivholz (letztere Materialien sind sogar tendenziell kritischer...).....
Hallo Chris,

da hast du etwas falsch verstanden!
Möbelbauteile werden versiegelt oder beschichtet auf irgendeiner Art.
Roh würde man diese nicht als Endprodukt verwenden. Außer für Regale in einen Stall oder Garage.
Es sei denn, die Platten dienen z. B. als Unterlage für Parkett oder Laminat.

Bei Feuchtigkeit in irgendeiner Form, wird die Platte i. d. R. krumm, wellig, quillt auf oder Späne stellen sich hoch.
Von daher ist diese Platte nur bedingt einsetzbar.
Auch bei Wasserfesten Spanplatten sind diese Eigenschaften vorhanden.
Sie gehen nur eben nicht komplett auseinander wie eine V20.

Vorteil ist aber, dass man nicht nach einem Verlauf von Jahresringen, Furnierverlauf, etc. schauen muss.

Das richtige Werkzeug ist beim verarbeiten immer wichtig.
Nur mit Gutem Werkzeug, kann man gute Arbeit leisten.

Selber bevorzuge ich Birken- (fälschlicherweise als Multiplex bezeichnet) und Pappelsperrholz.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#63

Beitrag von oligluck » So 29. Jul 2018, 21:13

Moin,

"Selber bevorzuge ich Birken- (fälschlicherweise als Multiplex bezeichnet) und Pappelsperrholz."

Nun ja, stimmt und stimmt nicht.
"Multiplex" ist lediglich die Art des Sperrholzes, und es besteht keineswegs ausschließlich aus Birke.
Es war jedoch lange Zeit das üblicherweise verwendete Material - für die Moba äußerst geeignet, das stimmt.
Davor war der Begriff "AW-100" gebräuchlich, der tatsächlich ebenso falsch war, aber dasselbe meinte.

Ginge heute jemand in einen Holzfachmarkt und fragt nach "Birke Multiplex", wird ihn sein Gegenüber das Richtige liefern - egal, wie falsch ich die Begriffe über die letzten Jahhrzehnte benutzt habe :)

Wer Rohspanplatten oder auch MDF verwenden möchte, kann dies auch bei der Moba tun, so lange er bei dem Begriff "sperren" weiß, was damit gemeint ist.

Nicht jeder Modellbahnenthusiast ist auch Schreinermeister, daher halte ich die Empfehlung, Sperrholz zu verwenden und auf Vollholz oder Rohspan zu verzichten, zuerst einmal für förderlich.
Auf Nachfrage ließe sich dann immer noch dediziert differenzieren...

Birke Multiplex (sic!) ist auch mein bevorzugter Werkstoff. Äußerst stabil und formsteif, aber durch das Material (Hartholz) und den hohen Leimanteil etwas schwerer.
Das Mehrgewicht gegenüber beispielsweise Pappelsperrholz lässt sich, zumindest teilweise, durch eine geringere nötige Materialstärke kompensieren.

Die Wahl des Materials hängt auch von der Verfügbarkeit ab: hat mein Baumarkt kein Multiplex im Zuschnitt, ist es müßig, darüber nachzudenken, ob es denn netter wäre...

Pappelsperrholz bekomme ich dort üblicherweise in 12mm Stärke, es ist gelegentlich krumm und schief.
Im Großhandel bekomme ich ganze Tafeln, mit 280x250cm, da schaue ich dann zuerst, ob ich sie 1. im Keller verstaut bekomme und 2., ob ich diese Menge überhaupt benötige.

Die Anwendbarkeit von pauschalen Aussagen für Material A oder gegen Material B halte ich zumindest für fragwürdig :)

Damit möchte ich keinesfalls in Widerspruch zu o.a. Aussagen treten, sie lediglich ergänzen.
Wer seine Moba aus Spanplatte baut, wird nicht zwangsläufig Schiffbruch erleiden, aber dreieinhalb Gedanken vorab sind dort sehr hilfreich.

Viele Grüße,
Oliver

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carneol44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#64

Beitrag von carneol44 » Mo 30. Jul 2018, 10:22

Halli hallo,

nun möchte ich mich doch mal dazu äußern.... und vorab: ich bin gelernter Möbeltischler mit eigener Werkstatt :D

Wie bei so vielen Dingen gibt es auch hier sehr unterschiedliche Philosophien. Das hängt von eigenen Erfahrungen ab, vom Geldbeutel, von den eigenen Fähigkeiten, von den Ansprüchen... und wahrscheinlich ist nichts davon die absolute/alleinige Wahrheit. Ich würde zwar beim Modellbau von der Spanplatte eher abraten, doch es gibt viele Modellbauer mit uneingeschränkt guten Erfahrungen bei diesem Werkstoff. Und ich finde es schön, wenn die Wahl des Werkstoffs die gleiche Akzeptanz findet wie die jeweils freie Gestaltung eines Modellbahners bei der eigenen Anlage. Denn hier sind viele Dinge plötzlich (und zum Glück wie ich finde) 'richtig' im Sinne von 'schön ist, was gefällt'. Das gilt selbst dann, wenn sich im Laufe des Betriebs Dinge vielleicht als weniger schön/ praktisch etc. herausstellen und der Gedanke auftaucht, 'hätte ich mal...'.
Wahrscheinlich gibt es keine Perfektion. Und das ist gut so. Denn wer hätte denn das Recht, die Kriterien für Perfektion festzulegen? Dem läge doch ebenfalls immer eine persönliche (und damit individuelle) Meinung zugrunde. Außerdem suggeriert es das Gefühl, daß alles unterhalb der Perfektion weniger wert oder gar schlecht ist. Was für eine vergebliche und sinnlose Kraftverschwenung, sich dem Stress der Perfektionserreichung zu unterwerfen...!! Damit wäre auf jeden Fall eindeutig das Ziel verfehlt, Freude und Entspannung an der Modellbahn zu empfinden.
Ich finde es schlimm genug, daß wir tagtäglich von den Medien (insbesondere in der Werbung) mit 'Perfektion' als das einzig Gute konfrontiert werden. Wo bleibt da der Raum für die individuelle Entfaltung? Ich persönlich ziehe die Improvisation eindeutig vor... :redzwinker:

Das waren jetzt einfach mal ein paar Gedanken aus dem Bauch heraus geschrieben und eher philosophisch.... :mrgreen: Damit möchte ich niemanden persönlich in diesem Thread angesprochen wissen... und so richtig mit dem eigentlichen Thema 'Werkstoffe' hat es auch nicht zu tun.

Viele Grüße an alle und noch mehr Spaß an unserem gemeinsamen Hobby :D :D

Gottfried
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#65

Beitrag von Erich Müller » Di 30. Okt 2018, 15:41

Hallo Gottfried,
carneol44 hat geschrieben:
Mo 30. Jul 2018, 10:22
wenn die Wahl des Werkstoffs die gleiche Akzeptanz findet wie die jeweils freie Gestaltung
Das ist nicht das Thema dieses Threads. Hier geht es darum, hilfreiche Hinweise zu geben für den, der sich mit den verschiedenen Holzwerkstoffen nicht so gut auskennt wie ein Schreinermeister.
Das ist in den ursprünglichen Beiträgen des Threads auch geleistet worden: zu den verschiedenen Werkstoffen wurden Vor- und Nachteile aufgeführt und abgewogen.

Die äußerst emotionalen und - trotz manchmal expressis verbis geforderter Sachlichkeit - nicht objektiven Reaktionen dazu stören nur. DA geht es um Nicht-Akzeptanz. Nicht-Akzeptanz, dass jemand, der was von der Sache versteht, nicht den Werkstoff empfiehlt, den man selbst verwendet hat, oder sogar sagt, dass man sich damit einige potentielle Nachteile ins Haus geholt hat.
Aber worauf schlägt man da eigentlich ein? "Ich will nicht hören, dass meine Wahl vielleicht nicht die bestmögliche war" - und darum wird der Fachmann gesteinigt? Ist das nicht ebenso unsinnig wie den zu schelten, der auf das Rauchverbot in der Tankstelle hinweist?
Freundliche Grüße
Erich

„Es hat nie einen Mann gegeben, der für die Behandlung von Einzelheiten so begabt gewesen wäre. Wenn er sich mit den kleinsten Dingen abgab, so tat er das in der Überzeugung, daß ihre Vielheit die großen zuwege bringt.“
Friedrich II. über Fr. Wilhelm I.

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#66

Beitrag von kleineWelt » Fr 2. Nov 2018, 21:09

Hallo Erich,

ich gebe Dir völlig recht: vorurteilsfreie und sachliche Information ist das Ziel dieses Threads. Das allerdings ist nicht geleistet worden, denn wer schon so anfängt
baureihe482 hat geschrieben:
Sa 2. Mai 2015, 18:33
Gleich mal vorab: Ich habe zwar versprochen, dass ich neutral bleiben will, ich weiß echt nicht, ob ich das hier schaffe... :D
und so aufhört:
Liebe Modellbahner, lassen wir ein Möbelbauprodukt den Möbeln. Wenn ihr unbedingt Spanplatten verbauen wollt, dann könnt ihr ja das Regal für die leeren Lok- und Wagenschachteln daraus bauen. Aber bitte nicht die Anlage.
der hat so wenig Ahnung von dem Werkstoff Spanplatte, dass diese Fehlinformation hier einfach korrigiert werden muss, zum Wohle der Allgemeinheit (ganz gleichgültig, aus welchen Materialien man nun seine Anlage gebaut hat).

Was in der Diskussion hier vielleicht nicht kar genug wurde, ist, dass die Materialwahl eben auch stark mit der Anlagenplanung zusammenhängt. Wer eine Plattenanlage baut, ist mit dem Werkstoff Spanplatte bestens beraten (wenn man die wenigen zu beachtenden Dinge beherzigt, die ich schon beschrieben habe).

Wer eine Anlage basierend auf Gitter und Spanten baut, der kann - selbstverständlich - gerne Sperrholzteile verwenden. In diesem Fall höchstwahrscheinlich sogar die bessere Wahl. Und bei der Größe der dort verwendeten Teile spielt es auch kaum eine Rolle, ob sich diese Stücke nun mit der Zeit etwas verziehen, oder nicht.

Bei einer quadratmetergrossen Platten-Anlage sieht es da ganz anders aus. Da sollte man in eigenem Interesse einen Baustoff wählen, der hoch homogen, und verzugsfrei ist, wie z.B. eben die Spanplatte. Sonst kann man wirklich nach einiger Zeit im schlimmsten Fall seine Anlage in die Tonne treten...

Viele Grüße
Chris


Erich Müller
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#67

Beitrag von Erich Müller » Do 13. Dez 2018, 00:11

Hallo Chris,

lass es mich mal so sagen: dein Beitrag enthält keine Argumente. Er begründet keine Ansichten, sondern trägt sie plakativ vor. Das unterscheidet ihn aber schon deutlich von den Ausführungen des TE.

Wenn die Ausführungen des TE dir falsch erscheinen, warum antwortest du dann nicht auf der Sachebene, statt den Mann anzugreifen?

Ich jedenfalls halte die Ausführungen des TE für einleuchtend und für gut begründet - und meine Erfahrung kommt damit zusammen. Ich besitze ein Möbel aus den Fünfziger Jahren, in dem auf einer acht oder neun Millimeter dicken Sperrholzplatte Bücher stehen, zweireihig und auf einer Breite von etwa 1,5m. Ich sehe, um wieviel diese Platte durchhängt und was sie wiegt.
Und ich besitze ein Möbel aus dem schwedischen Möbelhaus, Spanplatte, 20mm dicke "Bretter" 80cm breit. Auch darauf stehen Bücher zweireihig. Ich weiß, was dieses Trumm wiegt - und wieviel es durchhängt. Nach nicht 60 Jahren, sondern gerade mal 10.

Ich weiß, womit ich meine Anlage baue.

Klar - man kann mit Spanholz eine Anlage bauen, und man kann eine Anlage mit Sperrholz bauen. Für das Spanholz braucht man halt ein durchgängig tragendes Untergerüst, sonst schlägt es allein schon durch sein eigenes Gewicht Wellen.
Man kann auch aus Stampfbeton eine Talbrücke bauen, oder aus Spannbeton. Stampfbeton ist sehr widerstandsfähig, wie man an der Atlantikküste sehen kann. (In Prora auch, glaube ich.) Der Unterschied in Masse und Eleganz ist allerdings erheblich, von der Resistenz gegen dynamische Kräfte ganz abgesehen...
Freundliche Grüße
Erich

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#68

Beitrag von Lohengrin_Wien » Fr 11. Jan 2019, 00:33

So viele unterschiedliche Erfahrungen....!

Deshalb hier jetzt meine, verbunden mit der Suche nach Rat:

Ursprünglich hatte ich vor, in Brandlscher Manier einen Rahmen aus Abachiholz oder Gleichwertigem zu bauen.
Dieses Vorhaben ist leider grundsätzlich gescheitert:
Das gelieferte Holz (einige hundert lfm in den Dimensionen 80/20 und 100/20) war krumm wie EU-Bananen. Kein einziges Brett hatte eine geringere Abweichung als 5 mm auf 3 m Länge, die größte Abweichung war über 20 mm. Ich rede hier vom flach liegenden Brett.

Glücklicherweise konnte mein Tischler, über den ich das Holz bestellt hatte, alles rückabwickeln.
Als Ersatz bin ich nach einigen Beratungen bei 21 mm starkem Birkensperrholz für den Rahmenbau gelandet. Der Tischler hat mir die Platten in die entsprechenden Streifen geschnitten. Was soll ich sagen, die größte Abweichung beträgt 0,5 mm auf 3 m! Das ist schon besser.

Für die Trassen und Spanten hatte ich 12 mm starkes Birkensperrholz vorgesehen. Ich möchte jetzt den gesamten Aufbau aus demselben Material bauen. Bei einem Holzhändler in der Nähe habe ich mir eine (ganze) Platte davon geholt und für den Aufbau einer Weiche ein 40 x 10 cm großes Stück heruntergeschnitten.
Das war vor einem halben Jahr.
Gestern bin ich draufgekommen, daß das ursprünglich ziemlich gerade Brett diagonal ca. 2mm verdreht ist. Das Klima im Werkstattraum hat sich in dieser Zeit um nicht mehr als 5° C und 10% rLF geändert - Werte, die die im Bau befindliche Anlage überstehen muß.

Jedenfalls war sicher nicht das Klima die alleinige Ursache, da haben sich Spannungen im Brett ihr Recht verschafft. Wahrscheinlich eh schon nach ganz kurzer Zeit, nur habe ich es nicht kontrolliert.....


Jetzt zu meinen Fragen:

Beim Werkstoff Birkensperrholz möchte ich bleiben, um unterschiedliche Ausdehnungen zu vermeiden.

.) Habt Ihr Erfahrungen damit?
.) Welche Stärke? bei 12 mm können also Verwerfungen sehr leicht auftreten, sind durch die Materialstärke schon recht kräftig. 9 mm ist zwar leichter zu bändigen, andererseits sind die Platten wahrscheinlich recht verbogen. Wenn ich nicht auf 15 mm erhöhen will (Was bei einem Bahnhof schon recht massiv wird), benötige ich senkrechte Versteifungen, um Verzüge zu vermeiden. Je kasteliger alles gebaut wird, desto steifer wird es.


Bitte um fachmännischen Rat und echte Erfahrungsberichte!

LG

Martin.
Wann geht der nächste Schwan?

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#69

Beitrag von Transalpin » Fr 11. Jan 2019, 00:47

Hallo Martin,

darf ich fragen, wie du das Holz gelagert hast?
Ich habe einige Holzplatten im Keller gelagert, und zwar so, dass sie ohne Unterlage auf dem Boden auflagen (schmale Seite). Da haben sie sich verbogen. Ein Freund von mir, der Tischler ist, sagte. dass man das Holz besser auf kleinen Leisten lagert, so dass rundherum Luft ist und das Holz gleichmäßig belüftet wird bzw. Feuchtigkeit auf/abnehmen kann.
LG,

Bahram

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Peter BR44
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#70

Beitrag von Peter BR44 » Fr 11. Jan 2019, 07:35

Hallo Martin,

die oberste Platte ist in der Regel immer gewölbt.
Egal welche Stärke und welches Material.
Ein Grund dafür hat Bahram schon geliefert. Falsche Lagerung.
Um es mal simpel zu erklären wäre ein anderer,
dass die oberste Platte eines Stapels immer jeder Witterungsschwankung ausgesetzt ist.
Die Unterseite dieser obersten Platte liegt "mollig warm" auf den anderen Platten und ist so "geschützt".
Dadurch entstehen Spannungen, die sich durch Wölbung darstellen.

Mein Rat von daher wäre, nie die oberste bzw. erste Platte nehmen.

Zum Abachi nur kurz ein Anmerkung.
Dieses Holz wird überwiegend für den Saunabau genommen.
Für eine Modellbahn oder etwas "vernünftiges" daraus zu bauen,
ist es ungeeignet.
Davon abgesehen, stinkt es beim bearbeiten nach Katzenpis.....

Eine Rahmenbauweise aus Birkensperrholz (Multiplex) kann ich nur empfehlen.
Nur für den Trassenbau und Grundplatte, reicht eine 10mm Pappelsperrholzplatte
vollkommen aus.

Sollte da etwas krumm werden bzw. sich verziehen,
hat man zu 99% etwas falsch gemacht beim Aufbau!
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#71

Beitrag von Lohengrin_Wien » Fr 11. Jan 2019, 13:29

Das mit der verdrehten Platte ist vielleicht noch zu präzisieren:

Nicht die Platte, die ich gekauft habe, ist krumm, die liegt immer noch ziemlich gerade abgedeckt am Boden des Anlagenraumes.

Es hat sich das 40 x 10 cm große Stück verdreht, das ich heruntergeschnitten hatte. Dieses war nach dem Schnitt gerade, sonst hätte ich es nicht für meinen Weichenaufbau verwendet. Danach ist es auch nie dicht auf dem Tisch gelegen, sondern immer so, daß Luft von allen Seiten dazukommen konnte. Das zweite Stück, das ich geschnitten hatte, und auf dem ich die Schnittlehre für die Herzstücke montiert habe, hat genau denselben Verzug!
Das war also eindeutig eine Spannung im Holz, die durch den Schnitt die Gegenspannung verloren hat.

Bezüglich Mischung der Sperrhölzer weiß ich nicht so recht. Natürlich ist Pappel an sich ausreichend und auch leicht und leicht zu verarbeiten, aber irgendwie erscheint mir ein Aufbau aus nur 1 Material gescheiter.
Sollte natürlich Birke in dünnen Sperrhölzern (9 oder 12 mm) problematisch sein, und hier die Pappel zuverlässiger, nehme ich die Pappel.
Leider hat mein Tischler mit diesen Plattenstärken keine Erfahrungswerte.

Generell: Ist in der Ausdehnung/Schrumpfung zwischen Pappel- und Birkensperrholz ein nennenswerter Unterschied?

Leider ist es bei allen Hölzern nicht möglich, Musterstücke zu kaufen und nach einiger Zeit erst die Eignung zu beurteilen und auszuwählen, weil bis dahin beim Händler mindestens eine andere Charge, wenn nicht sogar ein anderer Produzent der Platte vorliegt.
Andererseits muß ich eigentlich die vorberechnete Menge bei mir auf Lager legen, damit sich das Holz akklimatisieren kann. Erfahrungsgemäß kommt Plattenmaterial recht übertrocknet aus der Produktion. (Meine Arbeitsplatte, Eichenleimholz, ist bei 60% rLF um über 5% gewachsen! Das hält jetzt, nach 2 Jahren, noch immer an....)

LG

Martin.
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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#72

Beitrag von Peter BR44 » Fr 11. Jan 2019, 13:54

Hallo Martin,

die Aklimatisation dauert je nach Material max. eine Woche.
Das aus einer Produktion stammende Material passt immer der
aktuellen Gegebenheit an.
Gilt auch für Massivholz aus einer Trockenkammer.

Ob nun Birke oder Pappel als Trasse ist egal.
Nur, dass das Pappelsperholz sich leichter verarbeiten und verschrauben lässt.
Preise lassen sich dagegen vernachlässigen.
Preise aktuell 14:00 Uhr
10mm Pappel 14€ m²
9mm Birke Sperrholz 15€ m²
Lohengrin_Wien hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 13:29
..........Meine Arbeitsplatte, Eichenleimholz, ist bei 60% rLF um über 5% gewachsen! Das hält jetzt, nach 2 Jahren, noch immer an....
in welcher Richtung.
Bei gleichbleibender rLF wird sich auch in 10 Jahren nichts daran ändern.
Viele Grüße Peter

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#73

Beitrag von Transalpin » Fr 11. Jan 2019, 15:08

die Aklimatisation dauert je nach Material max. eine Woche.
Das mag für die meisten Arbeiten stimmen, aber Martin ist Musiker, genauer Bratscher und Holz für Streichinstrumente werden jahrzehntelang gealgert, bevor sie verwendet werden. :D Aus dieser Sicht kann ich ihn schon verstehen, wenn er sein Holz auch länger lagern will und genau beobachtet.

@Martin: dann hast du das Holz eh richtig gelagert und ich kann dir da leider nicht weiterhelfen.

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#74

Beitrag von Lohengrin_Wien » Fr 11. Jan 2019, 15:56

Peter BR44 hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 13:54
Lohengrin_Wien hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 13:29
..........Meine Arbeitsplatte, Eichenleimholz, ist bei 60% rLF um über 5% gewachsen! Das hält jetzt, nach 2 Jahren, noch immer an....
in welcher Richtung.
Bei gleichbleibender rLF wird sich auch in 10 Jahren nichts daran ändern.
Das „Anhalten“ war so gemeint, daß die Platte (ca. 4 cm stark, Oberseite 3 x geölt, Unterseite 2 x) noch immer wächst! Natürlich hauptsächlich in der Querrichtung, längs aber schon auch ein bißchen. Ungefähr vor 10 Monaten habe ich die Platte zusammengeschnitten und mit insgesamt 4 mm Fugen (auf ca. 4,5 m Länge, davon ca. 1 m quergemasert) ausgestattet. Diese Fugen sind schon wieder weg.....

Aber die Platte ist ja auch wesentlich dicker als alle Hölzer bei der Anlage.

Dann werde ich vielleicht einmal einen Testkauf Pappel machen, da tendiere ich aber schon zu 12 mm für die Trassen. Vielleicht dann unterstützt von 9 mm Birke. Muß erst schauen, was es in Pappel so gibt.
(Ich brauche die Kombination aus 9 + 12 mm, um die 21 vom Rahmen zu erreichen)

LG

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Re: Holzwerkstoffe /-materialien - Was verwendet man am besten zum Anlagenbau?

#75

Beitrag von Peter BR44 » Fr 11. Jan 2019, 17:31

Transalpin hat geschrieben:
Fr 11. Jan 2019, 15:08
die Aklimatisation dauert je nach Material max. eine Woche.
Das mag für die meisten Arbeiten stimmen, aber Martin ist Musiker, genauer Bratscher und Holz für Streichinstrumente werden jahrzehntelang gealgert, bevor sie verwendet werden. :D Aus dieser Sicht kann ich ihn schon verstehen, wenn er sein Holz auch länger lagern will und genau beobachtet....
das hat mit Physik zu tun und nichts mit der dauer einer Ablagerung.
Je länger gelagert und getrocknet je besser. Keine Frage.
Aber kommt das Holz in einen anderen Raum bzw. Umgebung,
passt es sich den dortigen Gegenbenheiten an.

Das stimmen der Instumente ist nicht immer der Verstellung geschuldet.
Sondern der gegebenen Luftfeuchte bzw. dem vorhandenen Klima. :wink:
Viele Grüße Peter

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