Neuheiten 2017

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Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

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Waldenburg
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Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#1

Beitrag von Waldenburg » Mo 11. Jul 2016, 11:15

Hallo Fans der Waldenburgerbahn auf Geleisen mit einer Spurweite von 750 mm

Es geht los mit dem Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn (WB). Wie und warum ich gerade den auf dem folgenden Bild abgebildeten Zug im Modell für die Spur H0e nachbauen werde, werdet ihr liebe Leser und Leserinnen, in den folgenden Beiträgen meinerseits lesen können.

Bild
Bild aus der Zeit als noch in der Polsterklasse von Liestal nach Waldenburg gefahren werden konnte. Authentischer Zug der als Vorbild dient, steht in den 1930er Jahren in Liestal bereit zur Abfahrt. Er bestehend aus einer Dampflokomotive, einem Postwagen, einem Gepäckwagen und einem zweiklassigen Personenwagen. Quelle unbekannt. Aus dem Buch 100 Jahre Waldenburgerbahn 1880 bis 1980.

Der Nachbau von vier verschiedenen Fahrzeugen, bei denen ich derzeit nur für zwei detaillierte Unterlagen habe, wird seine Zeit brauchen. Starten werde ich mit der Dampflokomotive, hier werde ich entsprechende Fahrzeugmodelle von Liliput revidieren und Nachrüsten.

Ich werde, wann immer wie möglich die Beschreibung so gestalten, dass bereits ein begabter Jugendlicher, eine begabte Jugendliche, ab etwa 14 Jahre dieser Beschreibung folgen kann, die darin beschriebenen Arbeitsschritte nachvollziehen kann. Sollte ich einmal allzu technisch werden, so erinnert mich doch an den vorangehenden Satz. Ich verstehe diesen Artikel auch im Sinne der Förderung des Nachwuchs. :lol:

Bild
Mit diesem Bild möchte ich auch zu Beginn des Beitrages etwas Farbe aus der Vergangenheit in die Gegenwart bringen. Das Bild zeigt die durch die durch Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur 1910 erbaute Dampflokomotive G 3/3 4 Langenbruck in schwarzer Farbgebung mit Güterwagen in grauer Farbgebung in Hölstein in den 1940er Jahren. Das Bild von Theodor Strübin stammt aus dem Archiv europeana collections, deren Bilder unter Quellenangabe publiziert werden dürfen. Das die Güterwagen der Waldenburgerbahn in der Vergangenheit grau waren, so wie sie es noch heute sind, gilt als gesichert. Nach wie vor ist aber nicht klar, wann die mutmasslich ursprünglich schwarzen Dampflokomotiven ihre grünen Führerhäuser und Wasserkasten erhielten. Die gefundenen Farbbilder sowie einzelne allgemeine Gespräche zum Thema, lassen den Schluss zu, dass die grüne Farbgebung bei der Waldenburgerbahn erst gegen Ende des Dampfbetriebes angewendete wurde.

Als erstes habe ich zwei meiner drei Liliput Waldenburgerbahn Dampflokomotiven vollständig zerlegt und die Bauteile in Alkohol, das unter der Bezeichnung Brennsprit vielerorts gekauft werden kann, gereinigt. Dabei gilt zu beachten, dass die Reinigung mit Alkohol bei mir Farben weiderholt auf Zinkdruckgussteilen gelöst hat, so auch bei den Liliput Dampflokomotiven, was aber in diesem Falle nicht so tragisch war, die aus einem Zinkdruckgussteil stammende Rahmen musste eh komplett frisch gestrichen werden. Dies geschah denn auch mit mattschwarzer Kunstharz-Emaillelack Farbe von Revell unter Einsatz eines Pinsels.

Bild
Frisch gestrichenes Fahrwerk einer Liliput Dampflokomotive der Waldenburgerbaun in der Spur H0e von Unten. Den Schriftzug Liliput habe ich nach dem vollständigen Trocknen der Farbe wieder freigeschliffen.

Wir werden sehen wie zügig die Fahrwerke der Dampflokomotiven in den heissen Sommerferienwochen wieder montiert werden. Was ich noch finden muss ist eine Lösung für die Kupplung, damit die Dampflokomotiven in Doppeltraktion verkehren zu können. Dies unter Beibehaltung des bestehenden Kupplungssystem, wie dies auch bei BEMO oder Minitrains angewendet wird. :wink:

Christoph

Siehe auch:
- Warum nicht die Waldenburgerbahn (WB) gezielt im Modell erhalten?
- Bahn- und Strassenmodule mit Eisenbahnstrecke am Strassenrand für die Nenngrösse H0


H0feldbahner
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Re: Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#2

Beitrag von H0feldbahner » Mo 11. Jul 2016, 18:15

Hallo Christoph

Sehr interessant, was du da machst. Werde ich auf jeden Fall weiter beobachten.
Kupplung würde ich mit einem Bosnakopf von Roco bestücken, habe das bei der Liliput U schon gemacht und funktioniert prima.
Vor langer Zeit gabs ja mal einen geätzten Gestängebausatz von Feigenwinter, konnte ich leider nie irgendwo auftreiben. Verwendest du das Liliputgestänge ?

Schöne Grüße

Richard

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Waldenburgerbahn und Bosna-Kupplung

#3

Beitrag von Waldenburg » Do 14. Jul 2016, 11:25

Hallo Richard

Danke für Deine Hinweise.

Zur Bosna-Kupplung:

Ja die kenne ich, die Bosna-Kupplung von Roco für die Spur H0e. Jedem der die Anwenden möchte, kann ich sie nur empfehlen. Meinen entsprechenden Roco Fahrzeugpark habe ich aber zwischenzeitlich abgegeben. :wink:

Nun, für mich scheidet sie aus, weil mein nicht allzu grosser Spur H0e Fahrzeugpark bis auf einzelnen Ausnahmen die klassische Hackenkupplung haben. Ich möchte diese Kupplung beibehalten, damit mein Spur H0e Fahrzeugpark im Massstab 1:87, von Ausnahmen abgesehen eine einheitliche Kupplung hat.

Meine Spur 0e Fahrzeuge im Massstab 1:43,5; 1:45 und 1:48 (Amerikaner) haben die klassische Hackenkupplung oder die Kadee-Kupplungen. Zum Glück habe ich Fahrzeuge wo ich sowohl als auch einstecken kann.

:pen: Ich empfehle generell auf eine Kupplung zu setzen. Auf welche muss eigentlich jeder selber entscheiden. Der Entscheid ist meines Erachtens abhängig von Vorbild, dem Fahrzeugpark, vom Angebot der Modelleisenbahnhersteller und dem handwerklichen Geschick.

Ich habe einmal in meiner Jugendzeit original Trompetenkupplungen mit Messing und Stahldraht für einen Spur H0e Zug hergestellt. Eine Trompetenkupplung wie diese auch die Waldenburgerbahn hatte und in der Schweiz vorwiegend bei Strassenbahnen weit verbreitet war. Sie funktionieren noch heute einwandfrei. Aber so was tue ich mir nicht mehr an. Da setze ich mich in diesen Tagen nach der Arbeit lieber im Schatten nach draussen und trinke ein kühles Glas Wein. :sabber:

Bild
Bild einer original Waldenburgerbahn Lokomotive von Liliput mit dem unbestreitbar doch etwas klobig wirkenden Gestänge.

Zum Gestänge:

So wie es jetzt aussieht, werde ich das bestehende Gestänge unverändert belassen. Allenfalls werde ich es etwas farblich nachbehandeln. Ich möchte bei der Lokomotive die Schwerpunkte anderswo setzen. Bei der Verbesserung der Stromaufnahme. Die Lokomotiven müssen ausstellungsbetriebstauglich sein und digitalisiert werden. Auch möchte ich beleuchtete Petrollampen und einzelnen Haltestangen am Kessel und Wasserkasten anbringen. Arbeiten die eigentlich jeder mit ein wenig handwerklichem Geschick machen könnte. O.K. das mit den beleuchteten Petrollampen mit Mikroglühlampen kann noch ganz schön anspruchsvoll werden. :roll:

Zudem möchte ich, wenn wir denn dereinst ein paar Waldenburgerbahn Modelleisenbahner sind, nicht ein dutzend Gedeon Thommen haben. Ich werde mich wohl in den Arsch klemmen und einzelne Ätzteile machen lassen, die auf diese Lokmotive passen. Wenn ich denn das schon mache, muss ich vorausschauen, allenfalls werde ich die Lokmotiven Monate lang ohne Beschriftung herumfahren lassen müssen. Auch an die praktisch baugleichen Dampflokmotiven der Lausanne–Echallens–Bercher-Bahn (LEB) und der ehemaligen Ponts–Sagne–La Chaux-de-Fonds-Bahn (PSC), Heute TransN, werde ich denken, wenn ich denn schon etwas investiere. Ich habe ja noch ein überzähliges Exemplar von einer Liliput Dampflokomotive. 8)

Christoph

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hgolon
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Re: Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#4

Beitrag von hgolon » Do 14. Jul 2016, 15:43

Hallo Christoph!

Super Projekt! Bist du sicher, dass das Gehäuse der Dampflok auf dem Foto nicht nur wegen der Lichtverhältnisse als "schwarz" erscheint (ich habe den Eindruck, da hat es einen Grünstich auf dem Bild)? Auf der Internetseite von Tram-Basel, hat es z.B. ein Bild der Lok 4 "Langenbruck" im Auslieferungszustand (1. Bild). Für Lok 6 "Waldenburg" gilt das gleiche (Foto von 1915). Dort hebt sich der Führerkasten doch farblich vom Kessel ab, oder täusche ich mich?

Jedenfalls weiterhin viel Erfolg!
LG, Dominic

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Waldenburg
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Im Scharzweissfoto Zeitalter war vieles viel farbiger als wir so allgemein denken

#5

Beitrag von Waldenburg » Fr 15. Jul 2016, 16:59

Hallo Dominic

Auch Dir danke für Deinen Hinweis.

Dominic betrachte einmal das folgende wunderschöne Bild aus dem Waldenburgertal:

Bild
Das Bild zeigt die durch die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur 1910 erbaute Dampflokomotive G 3/3 4 Langenbruck in schwarzer Farbgebung mit Kindern im Vordergrund in Hölstein in den 1940er Jahren. Das Bild von Theodor Strübin stammt aus dem Archiv europeana collections, deren Bilder unter Quellenangabe publiziert werden dürfen. Dieses Bild findet sich auch im Buch Waldenburgerbahn von Friedrich Gysin auf der Seite 151 oben links. Es zeigt auch schön wie die Lokomotive mit den Güterwagen gekuppelt ist: Trompetenkupplung gesichert mit zwei Ketten. Nicht zu vergessen bleiben die beiden Schläuche für die Bremse.

Ich denke Du Dominic hast nun ziemlich schlechte Karten wenn Du nicht mit mir übereinstimmen sagen würdest, diese Lokmotive ist schwarz. :wink:

Diese Bild ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Zeitraum 1937 bis 1953 aufgenommen worden und zeigt die Dampflokomotive G 3/3 4 Langenbruck in komplett schwarzer Farbe.

Hinweis: Als erstes bekanntes Farbbild von einer Schweizerischen Eisenbahn gilt ein Bild des orangen Triebwagens Ce 4/4 1 oranger Pfeil der Biel-Meinisberg-Bahn (BMB). Die Bahnstrecke Biel-Biel Mett-Meinisberg wurde 1940 auf Autobusbetrieb umgestellt. Der Triebwagen stammt aus dem Jahre 1937. 1953 wurde die Waldenburgerbahn elektrifiziert, die Dampflokomotiven noch im selben Jahr abgegeben oder ausser Betrieb gesetzt.

:arrow: Es wird nicht eine einfache Sache werden, herauszufinden welchen Anstrich die Waldenburgerbahn Dampflokomotive wann hatten. Es ist nicht auszuschliessen, dass wir dies auch nicht in den nächsten Jahren mit Sicherheit abschliessend klären können.

Für Uneingeweihte ein kleiner Seitenblick zu diesem Thema: Mir sind mehrere diesbezügliche Farbdiskussionen bekannt. Es wäre vielleicht Klug wenn ich davon eine Auswahl aufliste um zu zeigen wie das Vorgehen sein könnte um zu einem verlässlichen Ergebnis zu kommen.

Fall 1: Braune SBB Ae 4/7. Es gab eine Zeit da wurde von einigen Eisenbahner und Modelleisenbahner behauptet, dass es anfänglich brauen Ae 4/7 gab. Anhand von Schwarzweissfotos glaubten die das auch belegen zu können, obschon Zeitzeugen, die von Anfang an mit dieser Lokomotive zu tun hatten nichts von braunen Ae 4/7 wussten. Es ist der mir bekannteste Fall zu diesem Thema. Allgemeines Fazit der damaligen Diskussion: Schwarzweissfotos können unter Umständen eine Hinweis zur Farbe geben. Ob auf einem Schwarzweissfoto ein dunkles braun oder ein dunkles Grün wiedergegeben wird kann aber nicht bestimmt werden :roll: . Zeitzeugen sind die verlässliche Aussagequelle. :lol:

Fall 2, ein aktueller Fall: Schwarze RhB G 3/4: Alle Dampflokomotiven der Rhätischen Bahn (RhB) waren anfänglich schwarz und erhielten erst später grüne Führerhäuser und Wasserkasten und dies zu einer Zeit als die Rhätische Bahn längst elektrisch fuhr (1930er Jahre). Es war somit legitim die Dampflokmotive G 3/4 4 Heidi bei der Revision in diesen Jahren komplett schwarz zu streichen. Auch hier gibt es eine Aussage eines Zeitzeugen. Die entsprechende Information habe ich von einem Eisenbahner, der auch für die Zeitschrift Loki-Spezial Nr. 40, Dampf auf der RhB einen Beitrag geleistet hat. Sie wird in wenigen Wochen erscheinen. Diese Aussage in Kombination mit anderen Hinweisen lässt folgenden möglichen Schluss zu: Die Hausfarbe der Dampflokomotiven der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur war mutmasslich schwarz. Was aber noch lange nicht heisst, dass alle durch die Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik ausgelieferten Lokomotiven anfänglich schwarz waren.

Dominic, Du hast in verdankender Weise den Link auf Waldenburgerbahn Dampflokomotiven G 3/3 4‘‘, 5 und 6, aufgeschaltet. Dort auf dem Basler Tram-Portal gibt ausführliche Angaben zu den Lokomotiven 4‘‘, 5 und 6 der Waldenburgerbahn. Ich stelle nun einmal eine kleine Frage zu dieser Seite, die sich vielleicht auch andere stellen und die Du auch nicht beantworten musst. Denn die Beantwortung dürfte schwierig sein. Denn sie stellt sich auch sinngemäss für andere derartige Seiten. Hier die Frage: Warum ist auf dieser Seite alles akribisch genau aufgelistet. Masse in mm, Daten auf den Tag genau, aber bezüglich der Farbe findet sich nichts? :roll:

Christoph

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Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#6

Beitrag von Waldenburg » Mo 9. Jan 2017, 12:15

Hallo Fans der Waldenburgerbahn auf Geleisen mit einer Spurweite von 750 mm

Beiliegend zwei Bilder zum aktuellen Stand der Dinge bei der Verbesserung einer Waldenburgerbahn Dampflokomotive von Liliput. Vorerst die Korrekturen der Dampflokomotive von Liliput die ich weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand belasse:

Bild

Bild

Auf den Bildern ist gut ersichtlich, dass konstruktiv eine kleine Verbesserung vorgenommen werden muss, so dass das Gehäuse gerade auf dem Untergestell liegt. Ich habe ein kleines schwarz angestrichenes Stück Karton dazwischen geschoben und am Untergestell festgeklebt.

Auch schwarz angestrichen habe ich das Kunststoffteil das für die Stromabnahme zuständig ist. So ist diese auch nicht mehr hellgrau unter der Lokomotive sichtbar. Ebenso schwarz angestrichen habe ich einen Teil des Kunststoffteiles an dem das Gestänge festgemacht ist. Hier habe ich mich auf den Bereich wischen dem Kessel und dem Fahrwerk begrenzt. Auch so schimmert weniger grau unter zwischen der Lokomotive hindurch.

Der Digitaldecoder, ein ESU LokPilot micro V4.0, liegt zum Einbau bereit. Er wird unter dem Führerhausdach montiert. Dazu habe ich das Führerhaus geschlossen. Geschlossen wurde es mit beidseitig schwarz angestrichenen Papiertaschentuch-Papier.

Über diese Massnahmen kann man diskutieren. Für mich steht ein einwandfreier Betrieb vor einem freien Blick durch das Führerhaus. Letztendlich handelt sich ja um eine elektrische Modelleisenbahn Dampflokomotive :wink: .

Der Decoder könnte möglicherweise auch in den seitlich angebrachten Wasserkasten untergebracht werden. Hier ist mir aber jedes Gramm Zusatzgewicht wichtiger.

Getauscht wurden auch die Kupplungen. Neu hat die Dampflokomotive vorne und hinten Standardkupplungen von BEMO. So kann sie später auch in Doppeltraktion verkehren. Meines Erachtens sind die derzeit von BEMO, Liliput und Minitrains für Fahrzeuge der Spur H0e verwendeten feine Standartkupplungen sehr betriebssicher und auch nicht allzu auffallend im Zugsverband oder bei Einzel abgestellten Wagen.

Christoph

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GMWE
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Re: Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#7

Beitrag von GMWE » Mo 9. Jan 2017, 14:08

Waldenburg hat geschrieben:
Es geht los mit dem Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn (WB).[/url]
Ganz sicher legt jeder Modellbahner die Kriterien für sich selbst fest, unter denen er Modellbau
betreibt und die seinen Ansprüchen genügen.
Ich fände es allerdings schade, wenn bei dem betriebenen Aufwand zum authentischen Nachbau der Waldenburger Bahn
die Dampfloks nicht von den original Liliput - Radsätzen und Steuerungsteilen "befreit" werden, denn mit Modellbahn
haben diese - auch das Aussehen der Lok prägenden - Funktionsteile sehr wenig zu tun.
Wenn schon mehrere Modelle dieser Firma vorhanden sind, dann würde sich auf jeden Fall die Herstellung von Ätzteilen
für die Steuerung und der Tausch der Radsätze anbieten.
Auch wenn noch ein paar Stangen und Leitungen freistehend gestaltet werden sollten, so besäße die Lok noch immer ihren
Spielzeugcharakter.
Eisenbahnmodellbau im Jahr 2017 sieht allerdings etwas anders aus.

Noch viel Bastelspaß wünscht

Peter


rei800
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Re: Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#8

Beitrag von rei800 » Di 10. Jan 2017, 10:51

Hallo zusammen,

sicherlich ist das Liliput Modell der Waldenburger Lok nicht mehr zeitgemäss.
Die Konstruktion stammt vom Ende der 60er Jahre und während des Produkionszeitraums hat Liliput/Wien keine nennenswerte Modellpflege betrieben wie bei der U-Serie.

Es ist auch nicht davon auszugehen, das Liliput/Bachmann eine verbesserte Neuauflage bringt.

Also bleibt eben nur die Modifikation des bekannten Modells, wenn man nicht einen kompletten Eigenbau realisieren kann oder will.

Ich wäre mal gespannt, ob die Digitalisierung mit dem Lopi annehmbare Fahreigenschaften bringt.
Bei dem dreipoligem Mabuchi Motor und dem vorhandenem Getriebe bezweifel ich das.

Es wäre mal interessant, ob Weinert evtl. ein zeitgemässes Modell als Bausatz auflegen könnte.


Gruss aus Züri
Rei
LG
Rei800
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Re: Im Scharzweissfoto Zeitalter war vieles viel farbiger als wir so allgemein denken

#9

Beitrag von Figen62 » Di 10. Jan 2017, 13:17

Waldenburg hat geschrieben:Bild
Das Bild zeigt die durch die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur 1910 erbaute Dampflokomotive G 3/3 4 Langenbruck in schwarzer Farbgebung mit Kindern im Vordergrund in Hölstein in den 1940er Jahren. Das Bild von Theodor Strübin stammt aus dem Archiv europeana collections, deren Bilder unter Quellenangabe publiziert werden dürfen. Dieses Bild findet sich auch im Buch Waldenburgerbahn von Friedrich Gysin auf der Seite 151 oben links. Es zeigt auch schön wie die Lokomotive mit den Güterwagen gekuppelt ist: Trompetenkupplung gesichert mit zwei Ketten. Nicht zu vergessen bleiben die beiden Schläuche für die Bremse.

Ich denke Du Dominic hast nun ziemlich schlechte Karten wenn Du nicht mit mir übereinstimmen sagen würdest, diese Lokmotive ist schwarz.
Aber :shock: - das Ding ist grün!

Hilsen fra Oslo
Peder

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Volker_MZ
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Re: Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#10

Beitrag von Volker_MZ » Do 12. Jan 2017, 16:34

Für mich sieht das Führerhaus auch dunkelgrün aus, mit deutlich kontrastierenden schwarzen Abdeckleisten. Allerdings scheint man es mit der äußerlichen Pflege nicht gerade übertrieben zu haben, so dass auf dem Führerhaus ein dreckigschwarzer Schleier aus Ruß und Öl zu liegen scheint. Das sieht dann bei entsprechenden Lichtverhältnissen auf dem Foto wie schwarz aus.

Volker

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#11

Beitrag von Waldenburg » Fr 13. Jan 2017, 12:32

Hallo Fans der Waldenburgerbahn auf Geleisen mit einer Spurweite von 750 mm

Schön, dass Ihr Euch für den Artikel interessiert :wink: .

Zwei meines Erachtens wichtige Sachen zu den letzten Beiträgen:


Zum etwas in die Jahre gekommene Liliput Model

Ich danke für den Hinweis bezüglich dem Tausch der Radscheiben und des Gestänges. Insbesondere aber um die Kluge und bedachte Art herüberzubringen, das doch etwas in die Jahre gekommene Liliput Modell ins rechte Licht zu rücken.

Ganz am Anfang habe ich folgendes geschrieben:

Ich werde, wann immer wie möglich die Beschreibung so gestalten, dass bereits ein begabter Jugendlicher, eine begabte Jugendliche, ab etwa 14 Jahre dieser Beschreibung folgen kann, die darin beschriebenen Arbeitsschritte nachvollziehen kann. Sollte ich einmal allzu technisch werden, so erinnert mich doch an den vorangehenden Satz. Ich verstehe diesen Artikel auch im Sinne der Förderung des Nachwuchs.

Ich werde nun prüfen, was mit einfachen Mittel allenfalls machbar ist. Dazu werde ich einmal die Räder ausmessen. Da diese für die Aufarbeitung des Modelles so oder so demontiert werden müssen, macht es in der Tat Sinn, sich auf dem Ersatzteilmarkt passende Räder mit Speichen zu Suchen und dann diese allenfalls zu Tauschen. Dies ist auch einem begabten Schüler, allenfalls unter Mithilfe zumutbar.

Im Übrigen betrachte ich eine Neuauflage, in der Qualität und Preislage von Minitrais Spur H0e Fahrzeugen, als ein erhebliches finanzielles Risiko. Ich denke Modelleisenbahn Dampflokomotiven sind nach wie vor ein hartes Pflaster in der Schweiz. Besonders dann, wenn diese nicht zu den Themengebieten Rhätische Bahn oder Gotthard gehören. Auch würde sich die Frage nach passenden Wagen stellen. Von einer Wiederauflage der ehemaligen zweiachs-Personenwagen würde ich abraten.


Zur Frage der Farbe der Dampflokomotiven der Waldenburgerbahn

Hier verweise ich auf eine Bildlegende in diesem Beitrag:

Nach wie vor ist aber nicht klar, wann die mutmasslich ursprünglich schwarzen Dampflokomotiven ihre grünen Führerhäuser und Wasserkasten erhielten. Die gefundenen Farbbilder sowie einzelne allgemeine Gespräche zum Thema, lassen den Schluss zu, dass die grüne Farbgebung bei der Waldenburgerbahn erst gegen Ende des Dampfbetriebes angewendete wurde.

Ohne hier weiter auf Details einzugehen. Ich habe an geeigneter Stelle für präzise Informationen nachgefragt, die Sache ist aber auch wegen mir im Sand verlaufen. Ich werde dort demnächst nachfragen.

Sicher ist folgendes: Zwei der drei G 3/3 waren zuletzt schwarz und hatten ein tannengrünes Führerhaus und tannengrüne Wasserkasten. Diese beiden Lokomotiven sind auch noch im Original erhalten. Eine befindet sich im Waldenburgertal, die andere im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Unter zuletzt, verstehe ich in den letzten Jahren des Dampfbetriebes, in den 1940er und 1950er Jahre. Die beiden Lokomotiven tragen aber noch heute diese Farbe. Die dritte, war schwarz und existiert nicht mehr. Ich bitte es zu unterlassen aus den vorhandenen Farbbilder die diese Lokomotive eindeutig schwarz zeigen eine andere Farbe heraus zu interpretieren. Aussagen von Zeitzeugen bestätigen die schwarze Farbe der G 3/3 4 Langenbruck auch am Ende des Dampfbetriebes.

Die grüne Farbe des Gehäuses der Liliput Lokomotive ist meines Erachtens etwas zu hell. Dies werde ich aber zumindest bei der im Beitrag geänderten Lokomotive G 3/3 5 G. Thommen vorerst nicht ändern, da sie farblich so besser zu den passenden Liliput Zweiachswagen passt.


Christoph


volkerS
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Re: Bau eines authentischen Dampfzuges der Waldenburgerbahn für die Spur H0e

#12

Beitrag von volkerS » Fr 13. Jan 2017, 13:03

Hallo Christoph,
das interpretierte Grün bei der WB4 kommt vielleicht durch den Vergleich mit der Rauchkammer.
Hier vermute ich eher, dass diese Farbe nicht schwarz sondern tiefdunkelblau ist. Schweizer Dampfloks hatten ja sehr oft eine Verkleidung des Kessels aus Blaublech. Farbbilder der WB5 lassen diesen Rückschluß zu.
Volker

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